Cilla Börjlind , Rolf Börjlind Die Springflut

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Inhaltsangabe zu „Die Springflut“ von Cilla Börjlind

Die berühmtesten Krimi-Drehbuchautoren Schwedens mit ihrem ersten Roman. Eine laue Sommernacht im Jahre 1987. Es ist Vollmond im schwedischen Nordkoster. In der Nacht wird es eine Springflut geben - und einen brutalen Mord. Das Opfer: eine junge, hochschwangere Frau. Ihre Identität: unbekannt. Tom Stilton, der ermittelnde Polizeibeamte, zerbricht an diesem Fall. Er kann weder Motiv noch aussagekräftige Spuren finden. Die Tat bleibt ungesühnt. 23 Jahre später: Eine Serie von feigen Angriffen auf Obdachlose erschüttert die Hauptstadt Stockholm. Die Ermittlungen verlaufen schleppend. Olivia Rönning, angehende Polizistin im zweiten Jahr ihrer Ausbildung, beobachtet das Geschehen aus der Distanz. Sie ist mit anderen Dingen beschäftigt. Sie soll einen »Cold Case« knacken - den Tod einer jungen Frau an einem Strand vor vielen Jahren klären. Ihr ist klar: Sie muss Tom Stilton finden. Doch der ist wie vom Erdboden verschluckt.

Ziemlich perfekter Krimi mit einem Knaller-Ende! Absolute Leseempfehlung!

— Caillean79
Caillean79

Teilweise etwas verwirrend, aber zum Schluss laufen (fast) alle Fäden zu einem logischem Ende zusammen. Sehr interessante Ermittler!

— _Jassi
_Jassi

Ausgefeilte hervorragende Geschichte mit faszinierenden Charakteren. Unglaublich gut und noch so viel offene Fragen für kommende Romane. TOP

— MichaelSterzik
MichaelSterzik

Wer die Übersicht behält, wird belohnt!

— Mira20
Mira20

Tolle Wow-Effekte die man nicht erwartet hätte. Leider etwas zu langatmig. bin hin- und gerissen zwischen Top & Flop.

— schlaura
schlaura

Geschíckt konstruierter Plot mit vielen unerwarteten Wendungen !!

— Die-Rezensentin
Die-Rezensentin

Spannend, mit unerwartetem Ausgang, legt man nicht aus der Hand

— mari432
mari432

Spannender Krimi, will man nicht und sollte man nicht mehr aus der Hand legen, weil viele Personen und parallel verlaufende Handlungen.

— boekenwurm
boekenwurm

Gut geschrieben und vor allem clever konstruierter Krimi. Endlich mal ein Buch, bei dem ich nicht schon nach 100 Seiten wusste, wie es endet

— MCWinter
MCWinter

Fazit: Benötigt etwas Zeit, aber dann wird man mit einem äußerst komplexen, spannenden Krimi mit lebendig beschriebenen Charakterene belohnt

— Bellexr
Bellexr

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  • Was für ein Knaller-Ende!

    Die Springflut
    Caillean79

    Caillean79

    27. April 2017 um 10:15

    Ich war mir sicher: dieser Krimi ist gut, packend geschrieben und reiht sich ein in die vielen 4-Sterne-Krimis, die ich schon gelesen habe. Bis kurz vor Schluss. Als sich der Gedanke im Hinterkopf meldete, ob denn wohl wirklich alle losen Enden noch einmal aufgegriffen und zumindest mit einem plausiblen Abschluss versehen werden und ich schon überlegte, ob ich ansonsten nicht doch noch ein Sternchen abziehen müsste, passierte es: nicht nur, dass mein „loses Ende“ aufgegriffen wurde, nein, es gab sogar eine riesige Überraschung (mit der ich absolut nicht gerechnet hätte). Nun sind es 5 Sterne. Definitiv. Mehr kann ich leider nicht verraten, ohne dem Buch die Spannung zu nehmen. Ich kann nur sagen, ich war wirklich begeistert, wie das Autoren-Duo hier für ein Knaller-Ende sorgt. Ansonsten hat dieser erste Band der Reihe um die Polizeianwärterin Olivia Rönning und den tief gesunkenen Ex-Kommissar Tom Stilton alles, was man sich als Leser wünscht. Olivia ist eine junge, motivierte, aber auch noch ein wenig unsichere Protagonistin. Ich fand es sehr überzeugend dargestellt, wie sie manchmal fast übers Ziel hinausschießt und absolut fasziniert ist davon, dass sie tatsächlich maßgeblich zur Lösung eines Falls beitragen kann,aber andererseits – konfrontiert mit den dunklen Seiten des Polizistendaseins – verunsichert und eingeschüchtert wird. Die starken Nebencharaktere wie Mette, Marten oder Abbas geben ihr Halt. Und so wächst eine „Ermittlerfamilie“ zusammen, die man gern in weiteren Bänden wiedersehen (bzw. –lesen) möchte. Tom Stiltons Rolle ist irgendwie noch ein wenig verschwommen in diesem ersten Band, da man nicht weiß, wie er sich als Mensch weiterentwickelt und ob er aus seiner derzeitigen Situation wieder herausfindet (bzw. dies überhaupt will). Auch hier möchte ich nicht zuviel verraten und belasse es bei diesen Andeutungen. Wer Fragen hat, kann sie gern per Mail stellen… Für mich war es jedenfalls ein Genuss, dieses Buch zu lesen – man merkt, wie gut die Drehbuchautoren Cilla & Rolf Börjlind ihr Handwerk verstehen. Zum Glück gibt es mittlerweile schon drei weitere Bände, da habe ich noch weiteres Futter :-)

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  • LeseMaus liest

    Die Springflut
    Zickemausi

    Zickemausi

    23. April 2017 um 01:05

    🐁🐁🐁Cilla&Rolf BörjlindSpringflut592 SeitenDie beiden Autoren sind bekannte Drehbuch-Autoren aus Schweden, und einige ihrer Filme sind mir bekannt.Dieses Buch ist ihr Debüt mit Kriminalroman.Es ist voller Höhen und Tiefen, es gibt Stellen, da hakt die Geschichte und bleibt einfach stehen, dann gibt es Stellen, die sehr flüssig und schlüssig sind.Ich brauchte einiges an Geduld um mich mit der Geschichte und den Protagonisten anzufreunden und warm zu werden. So ganz glücklich bin ich nicht, und kann auch noch nicht sagen, ob ich den beiden Autoren noch eine Chance geben werde.

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  • Leserunde zu "Bücherwürmer und Leseratten" von Bettina Mähler

    Bücherwürmer und Leseratten
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    Wie Ihr aus dem Titel entnehmen könnt, treffen sich hier die Bücherwürmer und Leseratten. Und zwar zum gemeinsamen SUB-Abbau. Oft stehen wir vor dem Regal und fragen uns, welches Buch wir als nächstes lesen sollen.  Hier kommt die Lösung. Wir lesen einfach nach einem Monatsmotto. Das Ganze funktioniert so: Ich gebe jeweils zum Monatsanfang ein neues Motto bekannt (siehe Unterthema) und dann heißt es: ran an die Bücher...ran an den SUB. Viel Spaß!

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    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    31. October 2016 um 19:50
  • Ein absoluter Knaller!

    Die Springflut
    lievke14

    lievke14

    15. August 2016 um 10:22

    Eine laue Sommernacht im Jahre 1987. Es ist Vollmond im schwedischen Nordkoster. In der Nacht wird es eine Springflut geben – und einen brutalen Mord. Das Opfer: eine junge, hochschwangere Frau. Ihre Identität: unbekannt. Tom Stilton, der ermittelnde Polizeibeamte, zerbricht an diesem Fall. Er kann weder Motiv noch aussagekräftige Spuren finden. Die Tat bleibt ungesühnt. 23 Jahre später: Eine Serie von feigen Angriffen auf Obdachlose erschüttert die Hauptstadt Stockholm. Olivia Rönning, eine junge Polizeianwärterin stößt auf den alten Fall, als sie sich im Rahmen ihrer Ausbildung mit einem „Cold Case“ befassen soll. Der damalige Hauptermittler Tom Stilton ist allerdings spurlos verschwunden. Was ist damals geschehen? Dieser Thriller war für mich eine willkommene Überraschung. Die Geschichte ist in mehrere Handlungsstränge eingeteilt, wovon jeder einem spezifischen Charakter zugeordnet ist. Erzählt werden die Geschehnisse zum einen rund um die Auszubildende Olivia; zum anderen um verschiedene Obdachlose, die in dieser Geschichte eine Rolle spielen, sowie einigen Nebencharakteren. Dabei wird bereits von der ersten Seite eine spürbare Spannung aufgebaut, die sich durch den gesamten Roman erstreckt und ihren Höhepunkt in einem spektakulären Showdown findet. Olivia Rönning wird als taffe Einzelkämpferin beschrieben, die sich auch durch Fehlschläge nicht von ihrer Ermittlungsarbeit abhalten lässt. Sie war in meinen Augen eine sehr sympathische Heldin mit einem leichten Hang, sich selbst immer wieder in Schwierigkeiten zu bringen. Die weiteren Charaktere wurden gut und überzeugend dargestellt, so dass sich dem Leser ein schlüssiges Bild hinsichtlich der einzelnen Verhaltensweisen und Situationen dargeboten hat. Die Handlung spielt abwechselnd in Stockholm und auf Nordkoster. Besonders die Küstengegend Schwedens, dem Tatort des schrecklichen Verbrechens, wurde sehr anschaulich beschrieben. Als Setting war dieser düstere und ursprüngliche Ort sehr glaubhaft gewählt. Der gesamte Roman wirkte auf mich wie aus einem Guss und hat mich vollends überzeugt. Ich freue mich sehr auf die Fortsetzung. Ein absolutes 5 Sterne Buch!

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2016

    kubine

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2016 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2016 und endet am 31.12.2016. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2015 bis 31.12.2016 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2016 erscheinen.Eine Liste mit Neuerscheinungen 2016 die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2016-1201869567/#userlistglanzente war so lieb, und hat für jedes Team auch nochmal Listen mit den jeweiligen Neuauflagen erstellt. Ihr findet sie hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Krimiliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1208200397/ http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Thrillerliste-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-2016-1210040822/3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! Jede PN wird von mir kurz beantwortet, so dass ihr da eine Bestätigung habt, dass sie auch ankam. 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben.  Unter allen, die sich an der Challenge aktiv beteiligen, wird am Ende des Jahres eine kleine Überraschung verlost. 7. Mit dem Beitritt zur Challenge erklärst Du Dich mit den oben genannten Regeln einverstanden. Sie haben sich bewährt und werden nicht mehr geändert. Viel Spaß und viel Erfolg! Auf vielfachen Wunsch darf hier geplaudert werden: http://www.lovelybooks.de/thema/Plauderthread-zur-Lesechallenge-Krimi-gegen-Thriller-1077848718/ Team Krimi:  Athene100776  lesebiene27  krimielse  Mira20  glanzente  hasirasi2  Mercado  Bellis-Perennis  Katjuschka  yari  Talitha  Lesezeichen16  dorli  sommerlese  Antek  clary999  wildpony  ChrischiD  janaka  claddy  danielamariaursula  danzlmoidl  buecherwurm1310  tweedledee  Xanaka  Barbara62  mabuerele  TheRavenking  Postbote  buchratte  DaniB83  Maddinliest  Nele75  Lesestunde_mit_Marie  sansol  bibliomarie  claudi-1963  Schalkefan  mistellor Gela_HK MissWatson76 Leserin71 (Matzbach) LibriHolly Wedma Caroas gaby2707 elmidi susawal81 agi507 Shanna1512 Paulamybooksandme DonnaVivi Bambisusuu Gelesene Bücher Januar: 72Gelesene Bücher Februar: 122Gelesene Bücher März: 163Gelesene Bücher April: 111Gelesene Bücher Mai: 180Gelesene Bücher Juni: 128Gelesene Bücher Juli: 112Gelesene Bücher August: 163Gelesene Bücher September: 111Gelesene Bücher Oktober: 147Gelesene Bücher November: 137Gelesene Bücher Dezember: 145 Zwischenstand: 1591 Team Thriller:  Floh  KruemelGizmo  Kasin  Meteorit  AberRush  Leseratz_8  Nisnis  eskimo81  Mone80  lenicool11  lord-byron  hm65  marinasworld  calimero8169  Buchgeborene  MelE  rokat  Inibini  Thrillerlady  BookfantasyXY  zusteffi  DeinSichererTod  krimiwurm  parden  MeiLingArt  DerMichel  Naden  DieNatalie  kn-quietscheentchen  Bjjordison  Artemis_25  heike_herrmann  Nenatie  Claudia-Marina  MissRichardParker  Landbiene   Janosch79  Filzblume  dieFlo  fredhel  (crumb)  Peanut1984 Anni84 kawaiigurl schuermio LillySymphonie little-hope Frenx51 BeaSurbeck Viertelkind Vreny Buecherseele79 ChattysBuecherblog Queenelyza Igela Ambermoon Insider2199 Buchraettin JuliB Helene2014 chipie2909 LisaMariee JoanStef melanie1984 Lisa0312 Gelesene Bücher Januar: 29Gelesene Bücher Februar: 49Gelesene Bücher März: 79Gelesene Bücher April: 69Gelesene Bücher Mai: 98Gelesene Bücher Juni: 60Gelesene Bücher Juli: 149Gelesene Bücher August: 42Gelesene Bücher September: 193Gelesene Bücher Oktober: 118Gelesene Bücher November: 90Gelesene Bücher Dezember: 99 Zwischenstand: 1075

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    • 3931
  • Zu langatmig

    Die Springflut
    guybrush

    guybrush

    27. March 2016 um 16:25

    Ich bin zwiegespalten in mehrerer Hinsicht. Es ist ein gut konstruierter Plot, der jedoch im Mittelteil Längen hat. Mit typisch skandinavischer Tristesse erzählt - muss wohl am schlechten Wetter liegen, dass bei Skandinaviern das Glas immer halbleer ist ;-) Es gibt einige interessante Charaktere. Besonders ins Herz geschlossen habe ich Tom Stilton, den ehemaligen Topermittler, dessen Weg so steil nach unten geführt hat. Das Obdachlosenmilieu ist mir wie üblich sehr nahe gegangen, aber der Rest der Story hat mich merkwürdig wenig tangiert. Ich würde mal sagen als vielversprechendes Debüt geht’s durch, aber da war noch Luft nach oben.

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  • Einfach nur genial!

    Die Springflut
    angi_stumpf

    angi_stumpf

    15. February 2016 um 14:45

    Bei diesem Buch stimmt einfach alles und zwar zu 100 %. Es kommt nicht oft vor, dass ich überhaupt nichts auszusetzen habe, aber hier gibt es nichts zu kritisieren. Von der ersten bis zur letzten Seite hat mich die Handlung total in ihren Bann gezogen und nicht mehr losgelassen. Leider kann ich nicht wirklich in Worte fassen, wie es die Autoren geschafft haben, dass alle “guten” Charaktere so lebendig und liebenswürdig erscheinen. Egal ob beispielsweise die Schülerin Olivia, einige Obdachlose oder ein etwas seltsamer Spitzel: sie alle haben ihre Ecken und Kanten, aber trotzdem mochte ich sie irgendwie sofort. Vielleicht liegt es daran, dass man beim Lesen so richtig mittendrin ist in der Geschichte und man gar nicht anders kann, als mitzufühlen. Manche Protagonisten trifft es leider auch recht hart, was mich stellenweise echt traurig gestimmt hat. In einem Krimi dürfen aber natürlich auch die Gegenspieler nicht fehlen. Auch die wirken authentisch und bei manchen stellt sich erst später heraus, welcher Kategorie sie wirklich angehören. Der Schreibstil ist absolut grandios und mitreißend. Man merkt, dass die Autoren auch sehr erfolgreiche Drehbuchschreiber sind, denn man fühlt sich wie in einem Actionstreifen. Viele Handlungsstränge sorgen dafür, dass man ständig von einer Szene zur nächsten springt und die daraus resultierenden Cliffhanger machen alles noch fesselnder. Es gelingt trotz der Fülle an Figuren und Schauplätzen aber immer problemlos, den Überblick zu behalten. Und so kann man eindrucksvoll miterleben, wie ein Puzzleteil nach dem nächsten an seinen Platz fällt, die Handlungen greifen ineinander, alles wird zu einem großen Ganzen. Ein genial durchdachter Plot, der sehr komplex ist, aber kein Detail daran ist überflüssig. Es gibt in dieser Story keinerlei Längen, keine überflüssige Zeile – und auch keine Verschnaufpausen. Schlag auf Schlag passieren Dinge, die man manchmal vorhersehen kann, die aber meistens völlig überraschend und unerwartet kommen. Ein großer Teil der Geschichte ist den persönlichen Lebensumständen und der Vergangenheit der Hauptfiguren gewidmet. Wenn man diese Serie lesen möchte, dann ist man sicher gut beraten, wenn man sich wirklich an die Reihenfolge hält. Man erfährt in diesem ersten Band so vieles über Olivia, Tom und deren Familien und Freunde, dass ich mir nicht vorstellen kann, die Wissenslücken mit wenigen Wiederholungen in den Folgebüchern füllen zu können. Dieser Krimi ist aber nicht nur wegen seiner vielen wundervollen Charaktere so lesenswert, sondern auch wegen der vielen Themen, die hier aufgegriffen werden. Unter anderem werden sehr viele soziale Probleme angesprochen – und das reicht sogar bis nach Afrika. Trotz der Fülle der Handlungen wirkt die Geschichte niemals überladen oder unstimmig, sondern einfach nur extrem spannend und sehr atmosphärisch. Das Ende lässt noch einige Dinge offen im privaten Bereich der Hauptpersonen, so dass ich es kaum noch erwarten kann, die Fortsetzung zu lesen. Die Kriminalfälle indes werden natürlich aufgeklärt und auch hierbei stimmte alles. Fazit: Dieser atmosphärisch dichte und hochspannende Krimi hat mich so fasziniert, dass ich kaum angemessene Worte des Lobes dafür finden kann. Einfach nur genial, fesselnd, berührend und mitreißend …

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    • 2
  • Spannender Schwedenkrimi!!!

    Die Springflut
    Die-Rezensentin

    Die-Rezensentin

    04. January 2016 um 19:12

    Die junge, angehende Polizistin Olivia bekommt eine freiwillige Aufgabe für die Semesterferien gestellt. Es geht um einen sog. COLD CASE, einen nicht aufgeklärten Mordfall aus dem Jahr 1987. Da schon Olivias Vater in diesem Fall ermittelte, hat er natürlich sofort ihr Interesse geweckt. Der Mord geschah auf Nordkoster, einer kleinen schwedischen Insel, wo auch Olivias Recherche beginnt. Gleichzeitig passieren in Stockholm grausame Misshandlungen an Obdachlosen, die Täter sind eine Gruppe Jugendlicher, die auch vor Mord nicht zurückschrecken. Bei `Die Springflut` handelt es sich um einen sehr komplexen Kriminalroman, den man nicht mal eben zwischen Tür und Angel lesen sollte. Zuerst hat es mich etwas genervt, dass in den Anfangskapiteln unzählige verschiedene Namen auftauchen.  Man muss auch höllisch aufpassen, denn die Handlung springt ohne größere Absätze von  einem Schauplatz zum nächsten. Es gibt so viele  Handlungsstränge und Verwirrungen und doch sind irgendwie alle miteinander verstrickt, sodass ich die Leute dann doch immer schnell wieder zuordnen konnte. Lasst euch also davon nicht abschrecken! Olivia findet Dinge heraus, die unfassbar sind und auch für sie wird es gefährlich, wenn sie weiterhin hinter bestimmten Personen `hinterherschnüffelt`. Wider Erwarten bekommt sie jedoch Hilfe und zwar von ganz unterschiedlichen Menschen, wodurch sich echte  Freundschaften entwickeln. Das Autorenteam erzählt an manchen Stellen ziemlich detailreich, aber das tat der Spannung keinen Abbruch. Sie haben vielschichtige Charaktere geschaffen, wobei mir  einige während des Lesens ans Herz gewachsen sind. Auch die Nebencharaktere sind sehr facettenreich und niemals blass.  Durch Olivias Recherchen und ein paar unerwartete Zufälle wird der alte Fall erneut ins Rollen gebracht. Okay, vielleicht spielen hier ein paar zu viele Zufälle eine Rolle, was mich aber nicht wirklich gestört hat.   Wichtig ist doch, ob ein Buch mich gut unterhalten konnte und das hat es auf jeden Fall.  `Die Springflut` ist ein Krimi mit einen geschickt konstruierten Plot und vielen unerwarteten Wendungen, der mich von Anfang bis Ende gefesselt hat. Die Auflösung am Schluß kam für mich völlig überraschend, weil ich ganz andere Täter im Kopf hatte. Da noch einige Fragen nicht ganz geklärt sind, freue ich mich auf eine Fortsetzung. Wer gerne ruhige Krimis liest, in denen es viel um Ermittlungsarbeit und Recherche geht, sollte hier unbedingt zugreifen!

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  • Die Springflut (Cilla und Rolf Börjlind)

    Die Springflut
    PoldisHoerspielseite

    PoldisHoerspielseite

    01. November 2015 um 20:30

    Während ihrer freien Zeit beschäftigt sich die Polizeischülerin Olivia Rönning mit einem Jahre zurückliegenden Fall, der nie aufgeklärt werden konnte: Eine junge, schwangere Frau wurde am Strand eingegraben, und das kurz vor einer Springflut. Olivias Interesse gilt dem Fall, weil auch ihr Vater in die Recherchen involviert war. Voller Eifer sucht sie den damaligen Ermittler Tom Stilton auf, der jedoch momentan obdachlos und mit anderen Dingen beschäftigt ist: Eine seiner Freundinnen wurde brutal hingerichtet...   Das Autorenehepaar Cilla und Rolf Börjlind hat nach langjähriger Tätigkeit als Drehbuchautoren mit „Die Springflut“ ihren ersten Roman veröffentlicht, der gleichzeitig der Auftakt zu einer ganzen Reihe um die engagierte Polizeischülerin Olivia Rönning und den von der Gesellschaft entfremdeten Tom Stilton darstellt. Schon die erste Szene – ein Rückblick auf den Mord an der schwangeren Frau – ist sehr atmosphärisch geschildert und legt einen gekonnten Grundstein für die weitere Handlung. Die Spannung, die sich dabei aufbaut, steigert sich stetig, ist oft dräuend im Hintergrund und hält den Leser mit einem steten Informationsfluss bei der Stange. Dabei passt alles bestens zusammen und ergänzt sich gegenseitig, auch wenn man dies zu Anfang nicht durchschauen kann. Einige Szenen wirken losgelöst von der eigentlichen Handlung und können erst später mit dieser in Einklang gebracht werden. Trotz der Komplexität der verschiedenen Handlungsstränge kann man durch den gelungenen Aufbau alles gut nachvollziehen. Nur einige Zufälle wirken dann doch arg konstruiert, Kommissar Zufall hat an einigen Stellen die Finger ordentlich im Spiel. Ansonsten ist ein gut erzählter und fesselnder Krimi entstanden, der eine konstant hohe Spannungskurve überzeugt.   Mir gefallen die Charaktere sehr gut, besonders die sympathische und engagierte Olivia ist sehr gut dargestellt und mutiert glücklicherweise nicht zur Überheldin sondern bleibt mit Ecken und Kanten sehr menschlich. Auch Tom Stilton, der sich völlig vom gesellschaftlichen Leben zurückgezogen hat, kann mit seiner grantigen Art überzeugen. Auch die anderen Charaktere sing gut erdacht und prägnant dargestellt. Das liegt auch an der sehr variablen sprachlichen Gestaltung, die sich an die unterschiedlichen Szenen gelungen anpasst und zahlreiche Stilistiken einfließen lässt.   „Die Springflut“ hat mir sehr gut gefallen, die ganz unterschiedlichen Verbrechen, an denen ermittelt wird, die Verknüpfung von Gegenwart und Vergangenheit, die starken Charaktere und die konstante Spannungsentwicklung werden durch eine eingängige Stimmung ergänzt. Zwar ist der Band in sich abgeschlossen, dennoch wird durch eine Hintertür gleich Lust und Begehrlichkeit auf die nachfolgenden Bände geweckt.

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  • Packender Krimi aus Schweden

    Die Springflut
    Miri92

    Miri92

    01. August 2015 um 21:08

    Action: ●● Spannung: ●● Humor: ●● Charaktere: ●●● Anspruch: ●● Erotik: Inhalt: Am Strand der Insel Nordkoster ereignet sich im Sommer 1987 eine Springflut - und mit ihr ein grausamer Mord. Eine schwangere Frau ertrinkt; ihr Körper bis auf den Kopf im Sand vergraben. Die Ermittlungen kommen nur schleppend voran, besonders, da weder die Identität des Opfers, noch ein Motiv, nicht geklärt werden können. Der Fall wird schließlich zu den Akten gelegt, bis die Polizeischülerin Olivia Rönning 23 Jahre später auf den Fall stößt, in der auch ihr verstorbener Vater ermittelte. Sie versucht, die Ermittlungen für eine Hausarbeit noch einmal nachzuvollziehen und Lücken zu finden, die den Fall möglicherweise doch noch aufklären können. Meinung: Es ist kein Geheimnis, dass ich viele schwedische Krimis liebe - zum einen, weil ich sowieso einen Hang zu Schweden habe, zum anderen aber auch, weil in schwedischen Krimis oft auch gesellschaftliche Probleme und eine allgemeine Gesellschaftskritik zur Sprache kommen. Natürlich sind schwedische Krimis häufig auch besonders brutal, aber das war bei mir nie der Hauptgrund, einen solchen "Schwedenkrimi" zu lesen. Und der aktuelle Trend dieser Sparte, dass skandinavische Krimis für eine besondere Brutalität und Blutrünstigkeit stehen, ohne eine dahinterstehende Kritik zu besitzen, hat mich ehrlich ein bisschen genervt. Nun habe ich zu "Die Springflut" gegriffen, weil die Geschichte in Stockholm spielt und weil das Autorenduo auch viele Drehbücher der "Kommissar-Beck"-Filme geschrieben hat. (Kleiner Tipp für alle, die diese Filme nicht gesehen haben: Die vereinen die oben genannten Punkte. Sie sind oft unglaublich brutal, sprechen aber eben auch gesellschaftskritische Themen an.) Meine Erwartungen waren also eher hoch. Ich wollte endlich mal wieder einen solchen 'typischen' Schwedenkrimi in die Hände bekommen. Und ich muss sagen, ich bin nicht enttäuscht worden. In "Die Springflut" stehen zwei Protagonisten im Vordergrund: Die angehende Polizistin Olivia Rönning, die einen ungeklärten Mordfall wieder aufrollt und den ehemaligen Ermittler Tom Stilton, der damals die Ermittlungen leitete. Beide sind sehr gegensätzliche Figuren, die ein spannendes Team bilden. Auch der Fall entwickelt sich spannend. Er ist - wie in dem Genre zu erwarten - auch sehr brutal, es werden jedoch eine Menge Haupt- und Nebenstränge der Handlung ineinander verwoben und jede Menge Plottwists bringen immer wieder Wendungen und Überraschungen, mit denen ich als Leser nicht gerechnet hätte. Außerdem ist dies, gerade was die Charakterentwicklung betrifft ein sehr guter erster Band, der den Protagonisten jede Menge Raum für weitere Entwicklungen lässt und teilweise auch aufzwingt, weshalb ich schon wirklich gespannt auf den zweiten Teil bin, ohne dass es am Ende des Buches einen Cliffhanger gab. Ich denke, dass jeder Fan von Kriminalliteratur zu diesem Buch greifen kann - ganz besonders natürlich diejenigen, die (wie ich) besonders schwedische oder skandinavische Krimis lieben; egal aus welchen Gründen, denn diese Handlung bringt sowohl einen brutalen Mordfall, als auch eine Ermittlungsarbeit, die immer wieder auf kritische Themen stößt. Somit sollten sowohl Liebhaber der "Millenium"-Reihe auf ihre Kosten kommen, als auch Fans der "Sonderdezernat-Q"-Reihe, mit der ich ja leider gar nichts anfangen konnte (insbesondere, da ja auch in diesem Buch ein alter, niemals aufgelöster "Cold Case" im Mittelpunkt steht).

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  • Mit gutem Gewissen 5 Sterne vergeben

    Die Springflut
    Pokerface

    Pokerface

    26. May 2015 um 10:52

    Zum Buch: Eine laue Sommernacht im Jahre 1987. Es ist Vollmond im schwedischen Nordkoster. In der Nacht wird es eine Springflut geben - und einen brutalen Mord. Das Opfer: eine junge, hochschwangere Frau. Ihre Identität: unbekannt. Tom Stilton, der ermittelnde Polizeibeamte, zerbricht an diesem Fall. Er kann weder Motiv noch aussagekräftige Spuren finden. Die Tat bleibt ungesühnt. 24 Jahre später: Eine Serie von feigen Angriffen auf Obdachlose erschüttert die Hauptstadt Stockholm. Die Ermittlungen verlaufen schleppend. Olivia Rönning, angehende Polizistin im zweiten Jahr ihrer Ausbildung, beobachtet das Geschehen aus der Distanz. Sie ist mit anderen Dingen beschäftigt. Sie soll einen "Cold Case" knacken - den Tod einer jungen Frau an einem Strand vor vielen Jahren klären. Ihr ist klar: Sie muss Tom Stilton finden. Doch der ist wie vom Erdboden verschluckt. Meine Meinung: Die Schweden können es einfach - gute Krimis schreiben. Endlich kann ich einmal wieder mit ruhigem Gewissen fünf Sterne vergeben. Das Buch hat mich von der ersten bis zur letzten Seite gefesselt. Ganz hervorragend. Die Charaktere waren für mich sehr überzeugend dargestellt. Man wird zu Beginn des Buches mit dem Mord konfrontiert und wechselt dann immer wieder zu anderen Schauplätzen, anderen Geschichten und merkt erst langsam, im Laufe des Buches, dass diese doch so unterschiedlichen Geschichten alle miteinander verwoben sind. Erst am Ende des Buches entwirren sich die Knoten. Auch wenn ich mich wiederhole: Ganz hervorragend. Ich hoffe, dass ich noch mehr aus der Feder der beiden Autoren lesen darf.

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  • Der Nordkoster-Mord

    Die Springflut
    Bellexr

    Bellexr

    22. April 2015 um 18:36

    Auf der schwedischen Insel Nordkoster gab es im Sommer 1987 eine Springflut. In dieser lauen Sommernacht war eine hochschwangere Frau bei Ebbe eingegraben worden und ertrank mit steigender Flut. Der Mord konnte nie aufgeklärt werden. 23 Jahre später überprüft die angehende Polizeibeamtin Olivia Rönning im Rahmen einer Seminararbeit den Cold Case. Doch um den Fall zu bearbeiten, braucht Olivia die Hilfe von Tom Stilton, der damals in dem Fall ermittelte. Doch dieser ist unauffindbar. Zur gleichen Zeit werden in Stockholm immer wieder Obdachlose brutal zusammengeschlagen. Die Täter filmen ihre Taten und stellen sie ins Internet, allerdings kann ihre Identität nicht ermittelt werden.   Zwei Fälle, die scheinbar nichts miteinander zu tun haben. Ebenso scheinen die vielen so unterschiedlichen Handlungsstränge im Verlauf des Krimis in absolut keiner Verbindung zueinander zu stehen. Und als man sich langsam fragt, was die verschiedenen Akteure und ihre Erlebnisse denn nun mit dem Mordfall von 1987 zu tun haben, beginnen sich die losen Fäden zueinander zu fügen.   Äußerst komplex, hervorragend durchdacht und sehr abwechslungsreich erzählt das Autorenpaar Cilla & Rolf Börjlind den ersten Band ihrer Krimireihe. Die so unterschiedlichen Handlungsstränge wechseln sich regelmäßig ab, sind stellenweise nur eine halbe, dann wieder mehrere Seiten lang. Durch diese geschickten Wechsel verliert man nie den Überblick bei dem atmosphärisch dicht umgesetzten Krimi aus den Augen.   Die Spannung schleicht sich eher durch die Hintertür ein. Anfangs lernt man erst einmal die nicht gerade wenigen Hauptakteure des vielschichtigen Krimis kennen und dabei versteht es das Autorenpaar bereits sehr gut, viele Fragen aufzuwerfen, um so die Neugier am Ausgang der Geschichte kontinuierlich zu steigern. Und als man langsam die Zusammenhänge ahnt, zieht auch die Spannung stark an, zumal die Geschichte immer wieder äußerst überraschende Wendungen nimmt.   Die Stimmung des Krimis ist zwar nicht ganz so düster, wie man es sonst meist von Skandinavischen Krimis und Thriller gewohnt ist, stellenweise aber schon ein wenig beklemmend und nachdenklich.   Die Charakterzeichnungen sind Cilla & Rolf Börjlind hervorragend gelungen. Im Krimi agiert kein Mitwirkender nach Schema F. Alle sind sehr charismatisch beschrieben, agieren stellenweise unvorhersehbar und haben Ecken und Kanten. Gerade die beiden Protagonisten Olivia Rönning und Tom Stilton agieren jederzeit authentisch.   Fazit: Der 1. Band benötigt ein wenig Zeit, aber dann wird man mit einem äußerst komplexen, spannenden Krimi mit lebendig beschriebenen Charakteren belohnt.

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  • Spannung pur

    Die Springflut
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    16. January 2015 um 09:38

    1987 beobachtet ein kleiner Junge einen Mord an eine Frau. Diese, hochschwanger, wird im Wasser eingegraben. An diesem Tag wird es eine Springflut geben und ihr Tod ist vorprogrammiert. Die polizeilichen Ermittlungen laufen auf vollen Touren. Der Fall wird zu den Akten gelegt, da es nicht gelungen ist, die Tote zu identifizieren, noch die Mörder zu finden. Olivia Rönning ist eine Polizeianwärterin im 3. Semester. Die Studenten bekommen über die Semesterferien eine Zusammenstellung von ungelösten Fällen, von denen sie sich einem freiwillig widmen dürfen. Sie sollen die Fälle studieren und erkennen, was man aus der heutigen Sicht besser oder anders machen könnte. Olivia interessiert sich für den Ufermord von vor 23 Jahren. Seinerzeit war ihr Vater bei den Ermittlungen mit involviert, was für sie die Sache besonders reizvoll macht. Als erstes will sie versuchen, den leitenden Polizeikommissar von damals zu finden, denn Tom Stilton ist, nachdem er den Polizeidienst quittiert hatte, spurlos verschwunden. Niemand weiß, wo er ist und was er macht. Sie findet ihn durch Zufall und ist entsetzt, denn Tom ist inzwischen arbeitslos und lebt als Obdachloser auf der Straße. Von dem Tom, der die damaligen Ermittlungen leitete, ist nichts mehr übrig geblieben. Wird sie es schaffen, ihn zu motivieren, ihr bei der erneuten Recherche zum Ufermord zu helfen? ... Die Stockholmer Polizei ist mit Übergriffe auf Obdachlose beschäftigt, die nicht nur gefilmt, sondern auch noch auf eine Plattform online gestellt werden. Die Täter sind sehr brutal und nicht zu fassen. Als Olivia Rönning ihre eigenen Recherchen zu einem ungeklärten Mord von vor 23 Jahren ermittelt, stößt sie nicht nur unter Polizeibeamten auf Ablehnung. Aber als Tochter eines Polizisten hat sie gelernt, nicht aufzugeben und ermittelt weiter, auch wenn sie sich damit in unmittelbare Gefahr begibt. Es gelingt ihr, Tom Stilton, den damaligen Ermittler, zu finden und ihm einige Antworten zu entlocken. Der befindet sich selbst gerade auf einem Rachefeldzug, denn eine seiner obdachlosen Freundinnen wurden ermordet.  Ganz langsam fängt Tom an, sich ein wenig mehr für seine Umwelt zu interessieren und auch Kontakt zu alten Freunden aufzunehmen. Olivia rüttelt ihn wach, wenn auch nur begrenzt, aber sie schafft es, zu ihm vorzudringen. Dieses Erstlingswerk der Drehbuchautoren Cilla und Rolf Börjlind ist ein ausgesprochen komplexes Werk. Spannung pur, von Beginn an und stetig steigend. Lange hat mich ein Krimi nicht so gefesselt wie dieser. Es wird an mehreren Fronten ermittelt. Der Mord von vor 23 Jahren, dann die Übergriffe auf die Obdachlosen, die Kinderkämpfe. Einige Dinge berühren sich und scheinen im Zusammenhang zu stehen, andere scheinen losgelöst von allem zu sein. Es sind mehrere Baustellen, die den Leser immerzu zu Fragen reizen. Wie hängen die Ereignisse zusammen, wie wird es sich auflösen? Sicher macht man sich auch seine Gedanken, über den oder die Mörder und über die Zusammenhänge. Die Auflösung stellt alle Vermutungen in den Schatten und die Karten werden neu gemischt. Ich zumindest war völlig überrascht und habe es absolut nicht kommen gesehen. Es ist ein erster Teil einer Reihe um die Polizeianwärterin Olivia Rönning und den ehemaligen Polizeikommissar Tom Stilton. Die beiden haben noch Potenzial und Entwicklungsmöglichkeiten, auf die ich mich freue. Einige Fragen sind noch offen geblieben, die ich hoffe, irgendwann beantwortet zu bekommen. Es gibt eine Reihe von interessanten Protagonisten, die ich sehr gern in den nächsten Teilen wiederfinden würde, allen voran natürlich Olivia und Tom. Ein Krimi, der nicht  nur Spannung verspricht, sondern diese auch liefert. Für mich war dieser Krimi ein absolutes Highlight und ich empfehle ihn sehr gern weiter.

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  • Die Springflut

    Die Springflut
    lilaRose1309

    lilaRose1309

    12. December 2014 um 07:31

    Luca Di Fulvio  Der Junge der Träume schenkte   781 Seiten Cetta zieht mit ihrem Sohn Natale nach Amerika. Alles soll in Amerika besser werden........wird es das ?????? Sie arbeitet als Prostituierte unter dem Zuhälter Sal. Der verschafft ihr auch eine Unterkunft bei einem älteren Ehepaar. Für sie ist Sal wie ein Sohn. Die Wohnsituation ist sehr beängt und ärmlich. Man arrangiert sich aber recht gut. Es passiert soooo viel in diesem wunderbar geschriebenen Buch. Die Charaktere sind so toll beschrieben, man ist beim Lesen nicht nur dabei, sondern mitten drin. Ich finde man kann dieses Buch nicht in Worte fassen. Es ist von Brutalität über Mord bis hin zu Leid und Liebe alles vorhanden. Ich kann es nur jedem ans Herz legen, dieses wundervolle Buch zu lesen

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  • Eine Riesenenttäuschung

    Die Springflut
    GartenstadtBuecher

    GartenstadtBuecher

    Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, ob ich dieses Buch nun mag oder nicht. Am Anfang fand ich es super, die Szene am Strand war ein heftiger Einstieg. Nach 200 Seiten habe ich mich gefragt, ob denn auch mal langsam ermittelt wird. Dann wurde es wieder spannend, wegen möglichen Verdächtigen - Escort-Service, (Frauenhandel ?), Kinderkämpfe im Untergrund, Menschenrechtsverletzungen eines schwedischen Konzerns in Afrika - es hätte eine so schön komplexe Story werden können. Und dann die Riesenenttäuschung: Ein Mord aus Eifersucht. Völlig spontan ausgeführt. Ohne Bedeutung, ohne Verstrickungen, alle Nebenhandlungen waren nur Garnitur. Für einen Eifersuchtsmord.

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