Cilla Börjlind , Rolf Börjlind Die dritte Stimme

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Inhaltsangabe zu „Die dritte Stimme“ von Cilla Börjlind

Marseille: In einem Naherholungsgebiet wird die Leiche einer blinden jungen Frau gefunden. Sie wurde brutal ermordet. Man weiß nicht viel über sie – nur dass sie in einem Zirkus ganz in der Nähe gearbeitet hat. Zur selben Zeit in Stockholm: In seinem Haus in Rotebro erhängt sich der Zollbeamte Bengt Sahlmann. Schnell findet die Polizei heraus, dass es sich nicht um einen Selbstmord gehandelt hat – obwohl alles darauf hindeutete. Zwei Fälle, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Zwei Morde, an deren Aufklärung Polizeianwärterin Olivia Rönning und der ehemalige Kriminalkommissar Tom Stilton ein jeweils ganz privates Interesse haben.

vielschichtig, spannend, Protagonisten aus allen Bevölkerungskreisen, absolut lesenswert

— Buecherspiegel

Vielschichtig und spannend bis zum Schluss!

— Caillean79

Spannend, sehr spannend.

— hans-bubi

Spannender Aufbau. Viele Geheimnisse - Faszinierende Aufteilung der Storyline. Hochgradig zu empfehlen.

— MichaelSterzik

Lesenswert, der Spannungsbogen wurde wurde von Anfang bis Ende der Geschichte hoch gehalten!

— eleisou

Spannender, vielschichtiger Krimi, der zwar in den Verbindungen aller Hauptpersonen etwas sehr konstruiert war!

— Mira20

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  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Mädchen am Rande des Abgrundes, Messerwerfer und zweifelnde Kriminale, packend.

    Die dritte Stimme

    Buecherspiegel

    03. October 2017 um 17:53

    von Cilla und Rolf Börjlind "Die dritte Stimme" ist der zweite Band einer Reihe, wobei durch gut eingebaute Rückblicke der Leser eine Ahnung davon bekommt, was alles beim ersten Teil schon passiert sein muss. Auf dem Klappentext wird der Svenska Dagbladet zitiert: „Olivia Rönning und Tom Stilton sind als Ermittlerduo einsame Klasse!“ nur dass der erste Kontakt zwischen den beiden über 350 Seiten benötigt. Dann schleichen sie langsam aneinander heran, ergänzen sich dann aber unglaublich. Das macht einem wirklich Appetit auf die anderen Bände dieser Reihe. Informationen gibt es zum Beispiel unter https://de.wikipedia.org/wiki/Rolf_B%C3%B6rjlind Die Anfangssequenz dieses Thrillers wirkt wie ein eiskalter Regen nach einem herrlichen Sommertag. Eine junge Frau stürzt sich in den Tod. Doch wer ist sie? Im Laufe dieses Kriminalromans glaubt man immer wieder es herausgefunden zu haben, doch man soll sich nicht so leicht darauf verlassen. Olivia Rönning, Absolventin einer Polizeiakademie, ist eine junge Frau, die noch nicht so recht weiß, ob sie nach dem Studium wirklich zur Polizei gehen soll, wie vorgeschlagen. Ihre Vergangenheit lässt sie nicht los, beide Elternteile sind ermordet worden. Nach einem Auslandsaufenthalt kommt sie zurück in ihre Heimat, trifft sich mit ihrer Adoptivmutter, da wird in der Nachbarschaft ein Mann Tod von seiner Tochter, Sandra, aufgefunden. Angeblich Suizid. Olivia kümmert sich um die Tochter, da kristallisiert sich langsam heraus, dass es ein Mord gewesen sein muss. Ihre Mentorin von der Polizei möchte sie eigentlich heraushalten, aber Olivia ist schon mittendrin, weiß sie doch, welche Gefühle als überlebender Familienteil eines Mordes einen ständig hin und her reißen. Sie will Sandra nicht im Stich lassen und den Mörder finden. Tom Stilton hat nach einem Zusammenbruch mehrere Jahre auf der Straße gelebt. Davor war er ein erfolgreicher Kriminaler, der erst bei den Ermittlungen an dem Mord an Olivias Vater so langsam wieder auf die Beine kommt. Im Zusammenspiel mit anderen Protagonisten, unter anderem einem Ziehsohn von Olivias Mentorin, Abbas, schaltet sein Geist endlich wieder um, es will analysieren, rekonstruieren, Probleme und Geheimnisse lösen. Abbas wiederum erfährt vom Mord an seiner einstigen Geliebten aus einem Zirkus in Frankreich und bittet Tom darum, ihm bei der Aufklärung zu helfen. Und so fahren die beiden dorthin, lassen sich vom zuständigen Kollegen vor Ort informieren. Langsam kommen beide Erzählstränge immer näher, alle Beteiligten kennen sich lange, bis sie endlich aufeinanderprallen und sich gegenseitig beim Aufklären der Morde helfen können. Was da alles auf den Tisch kommt, warum ein Nachbar sterben musste, was ein Journalist damit zu tun hat, warum die ermordete ehemalige Geliebte, blind und verwitwet, sich mit Pornos ihren Lebensunterhalt verdient, das sind Geschichten, von denen man kaum glaubt, dass sie irgendwann zusammenführen können. Und das ist nur ein kleiner Ausschnitt dessen, was sich das Autorenduo hat einfallen lassen. Die dritte Stimme ist ein sehr spannender in die Abgründe der Menschheit schauender Thriller, der sich gewaschen hat. Man taucht tief ein in schwedische aber auch französische Lebensarten, versteht, warum manche ihren Beruf derart lieben, dass sie die eigene Gesundheit aufs Spiel setzen. Wer Lust auf eine andere Reihe hat, der ist hier bestimmt gut aufgehoben. Cilla und Rolf Börjlind gelten in Schweden als wichtige Drehbuchautoren für Kino und Fernsehen. Auch im ZDF sind Folgen ausgestrahlt worden, bei denen sie mitgewirkt haben.

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  • Vielschichtig und spannend bis zum Schluss!

    Die dritte Stimme

    Caillean79

    19. August 2017 um 16:52

    Vom zweiten Band der Stilton/Rönning-Reihe war ich nicht ganz so überwältigt wie vom Auftakt. Aber es war trotzdem ein Lesegenuss. Man sollte allerdings immer mitdenken und „drüberbleiben“, denn die parallelen Erzählstränge machen das Buch schon sehr vielschichtig. Am Ende fügt sich – wie es bei einem guten Krimi/Thriller sein sollte – vieles zusammen und man bekommt ein Bild des großen Ganzen. Ein paar wenige Sachen bleiben aber offen – wohl um den Übergang zum nächsten Buch zu finden.Ein wenig verwirrt hat mich über weite Teile des Buches der Titel – denn bis zu den letzten 100 Seiten weiß man eigentlich nicht, wer oder was „Die dritte Stimme“ sein soll. Das offenbart sich erst im Finale des Buches und dann kam auch bei mir die gedankliche Erleuchtung. Trotzdem fand ich den Titel nicht so gut gewählt, weil ich mich zunächst immer wieder gefragt habe, ob ich etwas nicht mitbekommen hab, was den Bezug zum Titel herstellt.Ich finde Olivia Rönning (bzw. Rivera, wie sie sich in diesem Buch aufgrund ihrer mexikanischen Wurzeln nennt) ist eine sympathische Hauptfigur, die gleichzeitig verletzlich und tough wirken kann. Ihre kriminalistische bzw. polizeiliche Laufbahn will sie ja nicht weiterverfolgen – aber im Laufe dieses Buches wird deutlich, dass es wohl doch ihre Bestimmung ist und man hofft einfach nur, dass sie nicht wirklich den „Fehler“ macht, Kunstgeschichte zu studieren. Schon das ist ein Grund, bald den nächsten Band anzufangen ;-)Ich bin von dieser Krimireihe jedenfalls auch nach dem zweiten Teil überzeugt und freue mich schon auf die Bände 3 („Die Strömung“) und 4 („Schlaflied“), die ich demnächst lesen werde.

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  • Eine tolle Fortsetzung

    Die dritte Stimme

    mordsbuch

    31. January 2017 um 12:55

    Buchinfo Die dritte Stimme - Rolf & Cilla Börjlind Taschenbuch - 544 Seiten - ISBN-13: 978-3442714094 Verlag: btb Verlag - Veröffentlichung: 12. September 2016 EUR 9,99 Kurzbeschreibung Marseille: In einem Naherholungsgebiet wird die Leiche einer blinden jungen Frau gefunden. Sie wurde brutal ermordet. Man weiß nicht viel über sie – nur dass sie in einem Zirkus ganz in der Nähe gearbeitet hat. Zur selben Zeit in Stockholm: In seinem Haus in Rotebro erhängt sich der Zollbeamte Bengt Sahlmann. Schnell findet die Polizei heraus, dass es sich nicht um einen Selbstmord gehandelt hat – obwohl alles darauf hindeutete. Zwei Fälle, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Zwei Morde, an deren Aufklärung Polizeianwärterin Olivia Rönning und der ehemalige Kriminalkommissar Tom Stilton ein jeweils ganz privates Interesse haben ... Bewertung "Die dritte Stimme" von Cilla und Rolf Börjlind ist der zweite Band der Krimireihe mit Tom Stilton und Olivia Rönning. Das Autoren-Ehepaar konnte mich schon mit dem ersten Teil "Die Springflut" überzeugen. Mit der Fortsetzung ist es ihnen auch gelungen, auch wenn ich am Anfang leichte Schwierigkeiten hatte, in die Geschichte hineinzufinden. Nach ein paar Seiten war das aber kein Problem mehr. Die Spannung hat also nicht lange auf sich warten lassen. So kommt es immer wieder zu überraschenden Wendungen, mit denen man als Leser gar nicht gerechnet hat. Der Schreibstil von Cilla und Rolf Börjlind ist, wie auch schon im ersten Band, toll zu lesen. Die unterschiedlichen Handlungsstränge kombinieren sie perfekt und mit der direkten Art, mit der sie schreiben, sorgen sie für ein wirkliches Lesevergnügen. Auch die einzelnen Charaktere werden wieder authentisch und glaubhaft dargestellt. Man erfährt mehr aus dem Privatleben von Tom und Olivia, so dass man die beiden noch besser kennenlernen kann. Ich empfehle jedoch erst „Die Springflut“ zu lesen, bevor man zum zweiten Band greift, da das Autoren-Ehepaar hier und da kleine Rückblenden eingebaut hat, mit denen man sonst nicht wirklich etwas anfangen kann. Fazit: Eine tolle Fortsetzung. Absolut lesenswert.

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  • Gelungene Fortsetzung

    Die dritte Stimme

    antjemue

    17. January 2017 um 10:22

    Kaum zu glauben, dass es bereits mehr als 3 Jahre her ist, dass ich mit „Die Springflut“ den Auftakt dieser schwedischen Krimireihe gelesen habe. Nach einigen sehr heftigen und langandauernden Leseflauten, die mich auch vom Ausschauhalten nach Neuerscheinungen abhielten, stöberte ich in den letzten Wochen wieder einmal gezielt und war baff erstaunt, dass von dem schwedischen Autorenduo Cilla und Rolf Börjlind in Deutschland mit „Die dritte Stimme“ und „Die Strömung“ inzwischen schon zwei Nachfolgeteile erschienen sind und mit „Schlaflied“ in Kürze auch Teil 4 erscheinen wird. Obwohl mein Bücherbudget bereits zum Jahresanfang arg strapaziert ist, konnte ich es mir nicht verkneifen, den 2. Teil als Kindle ebook zu kaufen und sofort loszulesen.Ein Jahr ist seit den dramatischen Eröffnungen über Olivias wahre Herkunft vergangen. Die einst so taffe angehende junge Polizistin durchlebte eine tiefe seelische Krise und weiß noch immer nicht genau, was sie zukünftig mit ihrem Leben anfangen möchte. Als sie gerade von einem Selbstfindungstrip aus Mexiko zurückkehrt, wird in ihrer Nachbarschaft ein Mann tot aufgefunden. Zunächst deutet alles auf Suizid hin.Olivia und Maria Rönning kümmern sich vorerst um die 17-jährige Sandra, die ihren Vater fand und deren Mutter schon vor vielen Jahren verunglückt ist. Als Olivia auf Sandras Wunsch in das Haus des Toten geht, um den Laptop zu holen, ist dieser verschwunden. Nach intensiver Suche und der Entdeckung von diversen kleinen Details ist sich Olivia nicht mehr sicher, ob Sandras Vater wirklich Selbstmord beging.Abbas liest in einer französischen Zeitung vom grauenvollen Mord an einer Frau. Das wirft ihn völlig aus der Bahn. Als er wieder einigermaßen klare Gedanken fassen kann, erkennt er, dass er sich seiner Vergangenheit stellen muss und bittet seinen Freund Tom Stilton mit ihm zusammen nach Marseille zu fahren.Mette kümmert sich nach einem Gespräch mit Olivia um den Fall des vermeintlichen Selbstmörders. Nach der Obduktion steht fest, es war Mord. Der Ermordete war leitender Beamter in der Zollbehörde, aus der vor kurzem eine große Partie beschlagnahmter Drogen verschwand. Gibt es zwischen den verschwundenen Drogen und dem Mord etwa einen Zusammenhang? Nach einem Streit zwischen Mette und Olivia, ermittelt Letztere auf eigene Faust weiter…Schnell hatte ich mich auch in diesen Kriminalroman wieder eingelesen. Wieder halten die Autoren von Anfang an durch wechselnde Handlungsstränge die Spannung. Im ersten Viertel bringen sie dazu bei den handelnden und mir aus Teil 1 lieb gewordenen Charakteren viele Erinnerungen an die Vorfälle des ersten Bandes mit ein. Da es bei mir schon so lange her war, dass ich diesen gelesen hatte, holte das natürlich längst Vergessenes wieder hervor und half mir bei der Orientierung. Neueinsteigern hilft es ganz sicher auch beim Kennenlernen der Protagonisten, nimmt ihnen allerdings, falls sie vorhaben „Die Springflut“ später dann doch noch zu lesen, dort wirklich wichtige Überraschungsmomente.So würde ich persönlich raten, die Reihenfolge der Serie unbedingt einzuhalten. Neben den interessanten und am Ende dann auch abgeschlossenen Kriminalfällen, in denen jede Menge Ermittlungsarbeit gefragt ist, werden in dieser Serie auch ganz viele Themen behandelt, die das Privatleben und die großen und kleinen Sorgen der Ermittler betreffen. Im Zuge von beidem wird auch so ganz nebenbei wieder der Finger in die Wunden gesellschaftlicher Missstände gelegt. Mir hat auch dieser atmosphärische Schwedenkrimi wieder sehr gut gefallen. Bei den Fällen gab es immer wieder unerwartete Wendungen, die mich spannungstechnisch bei der Stange hielten. Die Charaktere haben sich weiter entwickelt, Fragen die am Ende des ersten Teils noch offen waren, wurden beantwortet und es sind jede Menge neue Fragen hinzu gekommen. Ich freue mich auf die Fortsetzungen und konnte es nicht lassen, mir auch gleich noch „Die Strömung“ zu kaufen.

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  • Gelungene Fortsetzung!

    Die dritte Stimme

    lievke14

    07. November 2016 um 10:18

    Marseille: In einem Naherholungsgebiet wird die Leiche einer blinden jungen Frau gefunden. Sie wurde brutal ermordet. Man weiß nicht viel über sie – nur dass sie in einem Zirkus ganz in der Nähe gearbeitet hat. Zur selben Zeit in Stockholm: In seinem Haus in Rotebro erhängt sich der Zollbeamte Bengt Sahlmann. Schnell findet die Polizei heraus, dass es sich nicht um einen Selbstmord gehandelt hat – obwohl alles darauf hindeutete. Zwei Fälle, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben. Zwei Morde, an deren Aufklärung Polizeianwärterin Olivia Rönning und der ehemalige Kriminalkommissar Tom Stilton ein jeweils ganz privates Interesse haben ... Ich hatte ja im Sommer „Die Springflut“ gelesen und war total begeistert von der Story. Deshalb war für mich völlig klar, dass ich sehr schnell mit dem zweiten Band weitermachen werde. Und ich wurde nicht enttäuscht. Wichtig ist zu sagen, dass man bei dieser Reihe unbedingt mit dem ersten Teil anfangen muss, um in den Nachfolgebänden nicht gespoilert zu werden! Unsere Protagonistin Olivia hat es diesmal mit einem Todesfall in ihrer Nachbarschaft zu tun. Ein Nachbar ihrer Mutter hat sich scheinbar aufgehängt und hinterlässt eine Tochter im Teenageralter. Es ist für alle unverständlich, warum sich der freundliche und gewissenhafte Zollbeamte das Leben genommen haben soll. Als sich herausstellt, dass es sich definitiv nicht um einen Selbstmord handelt, wird es sogar noch schleierhafter. Wer sollte Interesse an dem Tod des Beamten haben? Die Spekulationen kreisen in die unterschiedlichsten Richtungen…. Olivia gerät mehr durch Zufall in diese Geschichte, befindet sie sich doch momentan in einer Selbstfindungsphase. Nach dem aufreibenden Mordfall vor einem Jahr, bei dem sie erfahren hatte, dass ihre Mutter auf grausame Weise ertränkt wurde, ist sie nicht mehr dieselbe. Sie will den Polizeiberuf an den Nagel hängen und Kunstgeschichte studieren. Allerdings setzen ihr die jüngsten Ereignisse unheimlich zu und sie fühlt sich für Sandra, die Tochter von Bengt Sahlmann verantwortlich. Im Alleingang fängt sie an, das Umfeld von Sahlmann zu durchleuchten und stellt mehr und mehr Ungereimtheiten fest…. Ungefähr zur gleichen Zeit wird in Marseille eine zerstückelte Frauenleiche gefunden. Hier kommt ein anderer guter Bekannter ins Spiel: Abbas kannte diese Frau und reist mit Tom Stilton im Schlepptau nach Frankreich und damit zurück in seine Vergangenheit. Das Autorenpaar Börjlind hat wieder richtig gute Arbeit geleistet. Die beiden Erzählstränge werden kompakt und und spannungsreich dargestellt. Der Hauptaugenmerk liegt jedoch auf den einzelnen Akteuren….Olivia, Tom Stilton, Abbas und natürlich Mette Olsater als Hauptkommissarin. Tom Stilton hat sich mittlerweile ein wenig aufgerappelt; befindet sich aber nach wie vor nicht offiziell im Polizeidienst. In diesem Teil hat er eine Rechnung mit einem alten Widersacher zu begleichen….wird allerdings zunächst von Abbas über die Maßen in Anspruch genommen, der sich auf einem persönlichen Rachefeldzug befindet. Mette machte auch in diesem Teil ihren Ruf als autoritäre und resolute Kommissarin alle Ehre. Allerdings wird ihr von einer völlig unerwarteten Seite klar gemacht, dass auch sie nicht unangreifbar ist. Für mich ist sie eine der sympathischsten Figuren der Reihe. Olivia dagegen hat mir dieses Mal nicht sonderlich gut gefallen. Kam sie im ersten Teil noch als junge dynamische Polizeianwärterin daher, die trotz ihrer Jugend eine erstaunliche Reife an den Tag legte und an alle ihre Aktivitäten methodisch und überlegt herangegangen ist, stürzte sie sich hier permanent völlig gedankenlos und mit einer ordentlichen Portion Naivität ins Getümmel. Diese Entwicklung hat mich teilweise sehr gestört....passte sie doch so gar nicht zu dem Bild, das wir von Olivia bisher präsentiert bekommen haben. Ansonsten ist „Die dritte Stimme“ ein gelungener Folgeband, der Lust auf mehr macht!

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  • Eine laute Stimme - lies mich bitte.

    Die dritte Stimme

    MichaelSterzik

    19. September 2016 um 22:04

    Das schwedische Ehepaar Cilla und Rolf Börjlind sie Profis in einem „mörderischen“ Geschäft. Die beiden Drehbuchautoren garantieren schon längst, perfekt inszenierte und spannende Geschichten. Zu ihren Erfolgen zählten TV Adaptionen von Henning Mankells Wallander- Romanen, sowie die Thriller von Arne Dahl. Doch Filme und Bücher sind verschiedene Medien, sie haben eine ganz andere Wirkung auf die Menschen, und Drehbücher sind fokussiert, auf Bilder die transportiert werden. Die Expedition in das Genre Buch – war abzusehen, doch schon mit dem ersten Titel: „Die Springflut“ überzeugten sie ihre Kritiker mit einer komplexen und sehr durchdachten Story. Nach diesem erfolgreichen Auftakt „Die Springflut“ mitsamt den interessanten und geheimnisvollen Figuren, aus der Feder des Autorenehepaars war es klar, dass hier noch weitere Teile folgen sollten. Bei dem Schreiben eines Roman haben die Autoren fast uneingeschränkte Handlungsfreiheit und müssen sich nicht an verschiedene Interessen der Regisseure, Produzenten, Filmgesellschaften und Schauspieler orientieren. In einem Roman stehen nicht nur die Dialoge im Vordergrund, sondern müssen viele Szenen, Handlungsorte und nicht zuletzt die verdammten Emotionen direkt in die Synapsen des Gehirns der Leser transportiert werden. Ja, es ist nicht einfach, doch das Duo ist überzeugend und der Erfolg gibt Ihnen Recht. In „Die Springflut“ waren die Morde nur Schnellstraße der eigentlichen Handlung. Mit einem sehr ungewöhnlichen und konträren Ermittlungsduo wurde schnell das Interesse geweckt. Umhüllte diesen Ermittlern, doch ein flächendeckender Nebel von kleineren und größeren Geheimnissen, die nur darauf warten entdeckt zu werden. Tom Stilton – ein tief abgestürzter Ex-Hauptkommissar, der nun seit ca. fünf Jahren obdachlos auf der Straße lebt und Zeitungen an einem Einkaufszentrum verkauft. Olivia Rönning – eine junge Polizeianwärterin, die noch tief in ihrer Ausbildung steckt. Diese beiden Figuren sind erstklassig innovativ eingesetzt – doch flankiert werden diese von einem geschickten Messerwerfer Abbas, einem zwielichtigen Informanten – den Nerz und einer stark übergewichtigen, Workaholic-Kommissarin Mette Olsäter. Im vorliegenden Roman „Die dritte Stimme“ geht es nahtlos weiter. Es sind nur wenige Monate vergangen. Olivia Rönning ist sich nicht sicher, ob sie weiterhin Polizeibeamtin werden möchte – diese Identitätskrise ist die Summe aus den Geschehnissen von „Die Springflut“. Tom Stilton dagegen wankt und kämpft sich in ein Leben außerhalb der Straße vor – getrieben von Rache an diejenigen, die ihn in den sozialen Abgrund mobbten. Als Olivia sich zufällig an einem Tatort Selbstmordes wiederfindet, ist sie auch schon mittendrin und Tom, der seinem Freund Abbas zur Seite stehen muss, geht für einen Rachefeldzug nach Marseile, ohne den Freund groß nach dem Grund zu fragen. Die beiden Autoren verstehen es wunderbar, den Leser scheinbar aufs Glatteis zu führen. Stück für Stück offenbaren sich einzelne Fragmente aus dem geheimnisvollen Leben der Haupt- und Nebenfiguren und richten sich immer in Gegenwart der eigentlichen Handlung aus. Das Tempo ist nicht übermäßig hoch, das muss sie auch nicht, denn die Handlungsstränge überzeugen durch eine Atmosphäre, die kontinuierlich bestehen bleibt. Derartig komplex zu erzählen ist meisterlich – feine Details, die in ihrer Gesamtheit eine formschöne Geschichte darstellen. Kommen wir zurück zum Tempo: im zweiten Teil des Romans „Die dritte Stimme“ nimmt diese Fahrt auf, und führen den Leser in ein Spannungslabyrinth, aus dem er erst am Ende mit einem wundervollen „Aha“ tritt. „Die dritte Stimme“ ist gut – besser wie der erste Teil – aber die Geschichte muss weitergehen. Zwar werden viele Geheimnisse aus der Vergangenheit der Charaktere gelüftet, doch bleiben noch genug übrig, für eine ganze Reihe von Geschichten die erzählt werden können. Die große Stärke sind genau diese „Geheimnisse“ die nur darauf warten gelüftet zu werden – und dieses Versteckspiel führen die Autoren perfekt aus. „Die dritte Stimme“ ist ein lauter Roman – mit einem Klang der absolut überzeugt und den Leser hypnotisieren vermag und diese Stimme sagt: Lies weiter – sonst wirst Du nicht einschlafen können. Perfekter Kriminalroman mit ganz, ganz starken Charakteren und einer dichten Atmosphäre. Mit einer der stärksten Kriminalreihen auf dem derzeitigen Buchmarkt. Michael Sterzik

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  • eine würdiger Nachfolgeband

    Die dritte Stimme

    robbylesegern

    08. July 2016 um 13:22

    "Die dritte Stimme " ist der zweite Band der Krimireihe um Tom Stilton und Olivia Rönning und hat mir nach anfänglichen Ladehemmungen wieder gut gefallen.Der Krimi beginnt gemächlich, indem die Ereignisse und Personen des Vorgängerbandes vorgestellt werden und die zwei Handlungsstränge, die dieses Buch beinhaltet, dem Leser Einblick geben in die Geschehnisse , die dann am Ende zu einem spannenden Finale zusammenkommen.Marseille und Stockholm sind die Handlungsorte der zwei Erzählstränge, die zu Anfang etwas behäbig beginnen.In Marseille wird in einem Naherholungsgebiet eine zerstückelte Frauenleiche gefunden. Ihre Vergangenheit führt zurück zu einem Zirkus, indem auch Abbas eine Zeit lang lebte . Er bittet Stilton ihn nach Marseille zu begleiten, da der Tod der jungen Frau für ihn eine besondere Bedeutung hat.Zur gleichen Zeit findet man in Stockholm einen erhängten Zollbeamten. Der erste Eindruck vermittelt, dass es sich um Selbstmord handelt, doch nach näherem Hinsehen kommen Zweifel auf.Die zu Anfang nicht in Zusammenhang stehenden Fälle, bekommen immer mehr Brisanz als man feststellt, dass es Übereinstimmung einzelner Personen gibt.Bei der Auflösung der beiden Fälle sind auch wieder Stilton und Olivia Rönning mit von der Partie, obwohl beide nicht mehr im Polizeidienst sind. Ihr Mitwirken bei den Fällen gibt der Geschichte viel Spannung und man erfährt auch wieder viel über ihr Privatleben und ihre Vergangenheit.Mir hat auch dieser Band der Krimireihe wieder gut gefallen , trotzdem das Buch zu Anfang schon eine gewisse Zähigkeit aufzeigt, die der Einführung in die Geschichte und der Vorstellung der Personen geschuldet ist. Doch diese Einführung hat auch zur Folge, dass dieses Buch für Leser, die den ersten Band nicht gelesen haben, keine Schwierigkeiten aufweist ins Geschehen einzutauchen.Mir gefallen die einzelnen Personen dieser Krimireihe immer besser, allen voran Stilton und Rönning.Sie sind außergewöhnlich, facettenreich und so interessant, dass man noch einige Bände folgen lassen kann, weil in der Beziehung zueinander und zu anderen Personen immer wieder offene Fragen sind wie es da weitergeht, was die Erwartung auf weitere Bände steigen lässt.Da ich den dritten Teil diese Reihe schon gelesen habe weiß ich , dass das Niveau dieser Reihe nicht nachlässt und diese Krimis immer wieder spannende Lesestunden bieten.Ich freue mich schon jetzt auf weitere Bände dieser Reihe und vergebe wegen der etwas zähen Einführung 4,5 *

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  • Die dritte Stimme

    Die dritte Stimme

    eleisou

    23. June 2016 um 23:07

    Zwar habe ich den Vorgänger "Die Springflut" noch nicht gelesen, was ich schleunigst nachholen werde, dennoch kann ich das Buch sehr empfehlen. Ein Schweden-Krimi wie er zu sein hat. Sehr beeindruckt war ich schon von der Leseprobe, aber als ich das Glück hatte das Buch in Händen zu tragen und zu lesen war ich sofort von der Geschichte fasziniert. Die Polizeianwärterin Olivia Rönning beschließt, nach Beendigung ihrer Polizeiausbildung sich eine Auszeit zu nehmen und macht sich alleine auf den Weg nach Südamerika um ihren Wurzeln auf der Spur zu kommen. Sie will sich auch anstelle Rönning Rivera nennen und möchte lieber Kunst studieren anstatt als Polizistin zu arbeiten. Doch als sie wieder zurück in Schweden ankommt, passiert in der Nachbarschaft ein als Selbstmord getarnter Mord und das Mädchen Sandra bleibt ohne ihren Vater zurück. Olivia kann nachfühlen wie es der Kleinen geht und beginnt auf eigener Faust zu ermitteln. Der ehemalige Kriminalbeamter Tom Stilton wird seinerseits auch in einem Mordfall als Ermittler einbezogen und nach und nach stellt sich heraus, daß die beiden an Mordfällen forschen die miteinander zusammen hängen. Deshald raufen sie sich zusammen, obwohl die Sympathie nicht gerade groß ist, und lösen den Fall nach viele spannenden Verwicklungen und pesönlichen Enthüllungen. Fazit: mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen, der Spannungsbogen wurde wurde von Anfang bis Ende der Geschichte hoch gehalten und man konnte den Täter bis zuletzt nicht erkennen. Super, würde sehr gerne noch weitere Fälle von den beiden lesen!

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  • Rivera

    Die dritte Stimme

    walli007

    Olivia Rönning will ihren Namen in Rivera - den Namen ihrer leiblichen Mutter, die aus Mexico stammte - ändern. Sie hat erfahren, dass sie adoptiert wurde und dass ihre leiblichen Eltern tot sind. Das ändert alles in ihrem Leben. Obwohl sie die Polizeiausbildung erfolgreich beendet hat, will sie die Entscheidung, bei der Polizei zu arbeiten, noch einmal überdenken. Am Abend ihrer Heimkehr nach Schweden findet die Nachbarstochter ihren Vater erhängt im Wohnzimmer. Es sieht so aus als habe er sich selbst getötet. Das junge Mädchen bittet Olivia, ihren Computer aus dem Nachbarhaus zu holen. Auf ihrer Suche nach dem Gerät stößt Olivia auf einige Ungereimtheiten, die sie an der Selbstmordtheorie zweifeln lassen. Wie ein sicherer Hafen kommt einem das ferne Schweden vor. Allerdings ist man wohl auch dort vor Verbrechen oder persönlichen Tragödien nicht hundertprozentig sicher. Ein schweres Schicksal trifft die junge Sandra, die beim Tsunami bereits ihre Mutter verlor und die nun auch noch um ihren Vater trauern muss. Kann es da ein Trost sein, wenn er sich nicht selbst umgebracht hat. Olivia Rivera möchte dem Mädchen helfen und sie beginnt aus eigenem Antrieb, die Sache zu ergründen. Natürlich nimmt sie auch Kontakt mit ihrer ehemaligen Mentorin und Chefin Mette auf, die mit Olivias Entscheidung alles andere als einverstanden ist. Auch der ehemalige Polizist Tom Stilton, der sich nach einer ganz schlechten Phase wieder gefangen hat, beginnt mit Nachforschungen. Doch zunächst reist er mit einem Freund nach Frankreich, um diesem bei der Suche nach einem Mörder zu helfen. Ein spannender Kriminalroman, der möglicherweise etwas polarisieren könnte. Manche Leser werden sicher in die Handlung sinken und atemlos wieder auftauchen, wenn der Täter entlarvt ist. Andere wieder haben vielleicht gerade mit dem Eintauchen Schwierigkeiten. Die handelnden Personen bleiben auf Distanz, trotz aller Spannung und der interessanten und perfiden Story, könnte manchmal die Lust fehlen, weiterzulesen. Man mag sich fragen wieso, man findet vielleicht keine richtige Antwort, nur ein Gefühl des „Meins ist das nicht“.

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    • 2
  • Olivia, Tom, Mette, Abbas,... einfach wunderbar!

    Die dritte Stimme

    Buechergarten

    10. April 2016 um 00:53

    INHALT: In einem Naherholungsgebiet in Marseille werden die sterblichen Überreste einer jungen, blinden Frau gefunden. Viel wird nicht bekannt: Sie war Teil eines in der Nähe gastierenden Zirkus und wurde offenbar brutal ermordet. Zur selben Zeit wird in Stockholm ein Zollbeamter erhängt in seinem Haus aufgefunden. Schnell stellt sich heraus, dass es alles andere als ein Selbstmord war. Zwei Morde, die auf den ersten Blick keine Verbindung haben werden zu einem erneuten Bindeglied zwischen Polizeianwärterin Olivia Rönning und dem ehemaligen Kriminalkommissar Tom Stilton. Und beide haben ein mehr als persönliches Interesse daran die Morde aufzuklären…   EIGENE MEINUNG: Dies ist der zweite Fall der Krimireihe um Tom Stilton und Olivia Rönning, geschrieben von den beiden schwedischen Drehbuchautoren Cilla und Rolf Börjlind. Ich war nach dem ersten Band ja derart begeistert, dass ich mich einfach nur unheimlich auf die Fortsetzung gefreut habe! Der erste Band ist auch als Einzelband zu lesen, aber ich wollte einfach mehr über die Personen, ihre Geschichten, Hintergründe und ihre Zukunft erfahren! Mit dem Cover dieses Teiles konnte ich erst nicht so viel verbinden und wusste nicht recht wie ich es einordnen sollte. Auch der Titel hat mir erst einmal zusammen mit dem Klappentext nicht weiter geholfen. Das Cover war für mich trotzdem anziehend und gefiel mir gut, weil es sich der restlichen Reihe wunderbar anpasst (mittlerweile ist auch Band 3: Die Strömung erschienen). Das ausdrucksstarke Motiv ist ebenfalls in dunklen Farben gehalten und wirkt auf mich schon auch melancholisch. Nach und nach ergibt innerhalb der Geschichte sowohl das Bild der jungen Frau auf einer Drehscheibe eines Messerwerfers, als auch der Titel einen Sinn. Als mir die Bedeutung von Letzterem klar wurde war ich geschockt, gefesselt und werde die Stelle so schnell nicht vergessen! Dieser Fall beginnt eine ganze Zeit nach dem Ende von „Die Springflut“. Manchmal habe ich bei solchen Sprüngen das Gefühl etwas zu verpassen, aber hier wurde dies meisterhaft umgesetzt. Nach und nach hat man die einzelnen Personen aus dem ersten Teil wieder „gefunden“ und erfahren was ihnen in der Zwischenzeit passiert ist bzw. wie sich ihr Leben entwickelt hat. Das war einfach nur toll! So viele Personen aus dem ersten Teil sind mir so ans Herz gewachsen und auch ihr Zusammenspiel ist einfach fabelhaft! Ich persönlich vertrete nicht die Meinung, dass die Bände dieser Reihe auch als Einzelteile zu lesen sind. Die Personen, ihre Entwicklung, ihre Vergangenheit und Verbindungen zueinander sind für mich ein wesentlicher Teil dieser Reihe und können nicht durch eine Zusammenfassung oder eine Rückblick ersetzt werden. Man würde sich hier selbst auch viel zu viel nehmen! Die Schreib- und Erzählweise der Autoren liegt mir unheimlich! Ich mag es, dass die Geschichte aus verschiedenen Blickwinkeln erzählt und verfeinert wird. Und ich liebe es wie sich irgendwann alles zusammen fügt und einem die Augen öffnet! Die Atmosphäre ist einfach atemberaubend und bei mir selbst kam keine einzige Seite Langeweile auf! Die Erzählung ist flüssig zu lesen und ich konnte ihr zu jeder Zeit gut folgen! Toll an dieser Reihe finde ich, dass auch immer politische oder gesellschaftliche Themen eine Rolle spielen. Außerdem wird in diesem Teil ein besonderes Augenmerk auf Abbas el Fassi geworfen. Auch nach diesem Teil bleiben noch einige Fragen offen und man kann diesen Band vollkommen zufrieden beiseitelegen und sich auf den nächsten stürzen! :) Aber die Geschichte hallt auf ihre Art und Weise schon auch nach… Ich finde es wahnsinnig gut wie die Autoren nicht durch Blut und Ekel, sondern durch ihr Gespür für Dramaturgie punkten!   FAZIT: Ein wunderbarer zweiter Teil der Krimireihe um Tom Stilton und Olivia Rönning! Die Personen, ihre Entwicklung, ihre Vergangenheit und Verbindungen zueinander sind genauso interessant wie die Fälle an sich!

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  • Die dritte Stimme - spannend und gut

    Die dritte Stimme

    Ritja

    28. February 2016 um 12:30

    Der zweite Band von dem schwedischen Autorenppar war wieder spannend und interessant, jedoch nicht ganz so flüssig wie der erste Band. Wer Cilla & Rolf Börjlind lesen möchte, sollte mit dem ersten Band beginnen. Die Autoren bauen auf die Geschehnisse des ersten Bandes auf. Zwar werden die groben Ereignisse noch einmal als Rückblenden eingebaut, jedoch fehlen die vielen kleinen Informationen, um das Verhalten von Tom, Abbas oder Olivia richtig zu deuten.  Die Fälle sind brutal und grausam und die Suche nach dem Mörder gleicht wieder einem Puzzelspiel. Während Tom Stilton und Abbas nach Frankreich reisen und dort einiges erfahren und erleben, müssen sich Mette und die Kollegen mit dem Tod von Bengt Sahlmann beschäftigen. Was wie ein Selbstmord aussieht, wird schnell zum Mord. Dazwischen stehen die Tochter von Bengt Sahlmann, die nicht versteht, was um sie herum passiert und Olivia Rönning, die noch immer ihren Platz im Leben sucht.  In die Handlung haben die Autoren aktuelle politische Themen eingebaut und gut mit der Geschichte verknüpft. Die Hauptpersonen dürfen sich zum Teil weiterentwickeln und bekommen dadurch immer deutlichere Charakterzüge. Es gibt keine Person, die einfach nur glatt durch die Geschichte gleitet, alle Figuren haben ihre Vergangenheitslast zu tragen. Manche sind auf dem Weg ins "echte" Leben, andere staucheln noch. Das Autorenpaar fügt zudem noch ein paar neue Personen ein, die hoffentlich in dem nächsten Band eine größere Rolle spielen werden. Nicht immer habe ich bestimmte Handlungsweisen von Olivia und Mette verstanden, aber am Ende ist es trotzdem eine runde Geschichte, die das Böse im Menschen, die Grausamkeiten, aber auch den Zusammenhalt und den Wert einer Freundschaft zeigt.

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  • Spannend, aber nicht so gut wie der Vorgängerband ...

    Die dritte Stimme

    angi_stumpf

    17. February 2016 um 22:19

    Die Geschichte: Eine blinde Frau wird in Frankreich brutal ermordet und ihre zerstückelte Leiche in einem Waldstück vergraben. Niemand sollte sie je finden, doch der Wunsch des Täters geht nicht in Erfüllung … In Schweden liest Abbas in einer französischen Tageszeitung etwas über den Mord und erkennt die Frau wieder. Er reist mit Ex-Kommissar Tom Stilton nach Marseille, um selbst Nachforschungen anzustellen. Währenddessen ist auch Olivia, die inzwischen ausgebildete Polizistin ist, wieder einmal auf Spurensuche. Ein Nachbar ihrer Mutter hat sich erhängt und ausgerechnet seine Tochter Sandra hat die Leiche gefunden. Das nun elternlose Mädchen ist schwer geschockt und Olivia erkennt viele Parallelen zu ihrem eigenen Schicksal. Als Olivia noch einmal das Haus betritt, in dem der Selbstmord geschah, kommt ihr einiges komisch vor. Unter anderem fehlt ein Laptop, den sie eigentlich für Sandra hätte holen sollen. Bald geht die Polizei von einem Tötungsdelikt aus und möglicherweise hat die Arbeit des Opfers etwas damit zu tun: er hat in der Zollbehörde intern wegen eines Drogendiebstahls ermittelt. Meine Meinung: Vom ersten Teil der Reihe war ich ja extrem begeistert und so ging ich natürlich mit hohen Erwartungen an den Folgeband. Komischerweise konnte mich dieser leider nicht so überzeugen und ich frage mich, warum das so ist. Der Schreibstil erschien mir irgendwie anders, nicht mehr so gut wie vorher. Viele Rezensenten drücken ja häufig ihren Unmut über ungelungene Übersetzungen aus, die den Lesespass an manchen Büchern schmälern würden. Darüber hatte ich mir vorher noch niemals so wirklich Gedanken gemacht, aber in diesem Fall hier wäre es eine mögliche Erklärung, denn Band 1 hatte einen anderen Übersetzer. Jedenfalls sind mir häufige Wortwiederholungen aufgefallen, die so manche Abschnitte fast etwas plump wirken lassen. Mit ein paar Synonymen hätte man da sprachlich vieles retten können. Ein Beispiel aus einem Dialog: “Nein. Aber er hätte mich nicht in dieser Form angerufen, wenn es sich nicht um etwas Ernstes gehandelt hätte. Außerdem schien er unter Druck zu stehen. Ich habe ihn gefragt, ob er unter Druck stehe, und das hat er mir bestätigt.” Seite 160 Auch die Charaktere wirkten im Allgemeinen auf mich nicht mehr ganz so liebenswürdig wie noch im Vorgängerbuch. Die Stammbesetzung hat sich natürlich schon einen festen Platz im Leserherz erobert und es kam noch eine weitere Person hinzu, die ich gern mag: Luna, die neue Vermieterin von Tom. Aber ansonsten konnte mich das Geschehen emotional nicht so mitreißen wie gewohnt. Die Story wird wieder in vielen Handlungssträngen mit häufigen Szenenwechseln erzählt. Das sorgt dafür, dass keine Längen aufkommen und die Spannung immer präsent ist. Man kann auch allem sehr gut folgen und bald erste Zusammenhänge erkennen. Einiges kam sehr überraschend, besonders am Ende passierte etwas, womit ich so nicht gerechnet hätte. Die Fälle werden schlüssig aufgeklärt, man erfährt aber über die Folgen oder weiteren Schritte nicht mehr viel. Genauso offen bleibt auch der Ausgang des persönlichen Rachefeldzugs von Tom. In die Handlung wurden auch wieder einige sozial- und gesellschaftskritische Themen eingeflochten. Das fand ich ganz gut. Wir erfahren aber auch vieles aus Toms und Abbas’ Vergangenheit – und auch von Olivia gibt es Neues. Sie hat sich eine Auszeit genommen und war in dieser Zeit im Ausland auf den Spuren ihrer Eltern unterwegs. Für Fans der Serie gehört das Buch natürlich zum Pflichtprogramm. Für Neuleser stelle ich mir das Ganze sehr schwer vor, denn die Erlebnisse in Band 1 sind doch extrem wichtig für das Verständnis vieler Dinge. Daher rate ich allen Interessierten: unbedingt der Reihe nach lesen! Trotz kleinerer Enttäuschungen freue ich mich schon auf die Fortsetzung und das Wiedersehen mit vielen liebgewonnenen Figuren. Fazit: Leider nicht ganz so überzeugend wie Band 1 der Reihe, aber durchaus spannend, unterhaltsam und lesenswert!

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  • Schwedische Krimikost

    Die dritte Stimme

    Felice

    16. February 2016 um 18:55

    Die dritte Stimme habe ich ohne den Vorgänger zu kennen gelesen und es brauchte gut 100 Seiten, bis ich richtig von der Geschichte gefangen war. Was im ersten Band geschah, wird oft genug angedeutet bzw. die Ereignisse bauen darauf auf, man kommt also gut klar mit der bunt zusammengewürfelten Ermittlertruppe aus kränkelnder Hauptkommissarin, ehemaligem Kommissar, ehemaliger angehender Kommissarin und ehmaligem Kriminellen. Jeder hat eine andere Motivation, die Fälle aufzuklären und daraus resultierend auch eine andere Vorgehensweise, die z.T. auch wirklich amüsant ist. Dennoch ist es kein "heiterer" Krimi, die schwedische Düsternis kommt auch hier zuweilen durch. Fazit: spannend, interessant, gut zu lesen auch ohne den ersten Teil zu kennen und ein Täter, den man nicht unbedingt auf dem Plan hatte.... Freue mich auf Teil drei, der nächsten Monat erscheint!

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  • Die dritte Stimme

    Die dritte Stimme

    RobinBook

    Die Geschichte an sich war nicht schlecht erdacht und die Auflösung am Schluss ist einleuchtend. Ich fand das Buch spannend, aber ohne den Vorgänger zu kennen, nicht immer in allen Punkten ausreichend nachvollziehbar und vor allem doch recht brutal. Und das hätte sich auch mit Kenntnis des Vorgängers sicher nicht anders dargestellt. 

    • 2
  • Die dritte Stimme (Rolf Börjlind)

    Die dritte Stimme

    PoldisHoerspielseite

    20. November 2015 um 18:52

    Olivia Rönning hat sich nach den Schrecken ihres letzten Falles für einige Monate nach Mexiko zurückgezogen, doch schon kurz nach ihrer Wiederkehr nach Stockholm wartet die nächste Aufgabe auf sie: Die Tochter ihres Nachbarn will nicht glauben, dass ihr Vater sich erhängt hat, und auch Olivia geht von einem Gewaltverbrechen aus. Durch Zufall trifft sie wieder auf Tom Stilton, der versucht, den brutalen Mord an der Ex-Freundin von Messerschlucker Abbas aufzuklären...   Das schwedische Autorenduo Rolf und Cilla Börjlind hat mit „Die dritte Stimme“ den Nachfolger ihrer Reihe um Rönning/Stilton veröffentlicht, wobei „Die Springflut“ noch wichtigen Einfluss auf die Charaktere nimmt – Kenntnisse aus dem Vorgänger sind bei der Lektüre dementsprechend sehr empfehlenswert, wenn auch nicht zwingend notwendig. Dabei ist der Start in die Handlung recht lang, etwa ein Drittel der knapp 550 Seiten verwenden die Autoren darauf, ihre Charaktere und deren Motive noch weiter zu erläutern und zu verfeinern. Da sich hier durchaus interessante und widersprüchliche Emotionen und Gedankengänge einschleichen, ist dies nicht uninteressant und auch flüssig geschrieben, aber eben leider doch zu lang geraten. Erst spät nimmt die Geschichte so wirklich an Fahrt auf, und dann findet die Handlung auch wieder zu alter Stärke zurück. Selbstverständlich ahnt man, dass die beiden Fälle miteinander verknüpft sind, doch lange sind die Zusammenhänge nicht klar. Es ist wirklich aufregend, dies weiter zu ergründen, durch den gelungenen Erzählfluss mit immer neuen kleinen Details oder auch mal etwas größeren Sprüngen wird eine sehr dichte und packende Atmosphäre geschaffen. Wieder wird es spektakulär, wieder offenbart sich ein sehr interessantes Konstrukt, aber wieder haben mich auch einige allzu offensichtliche Zufälle gestört, die leider unglaubwürdig wirken.   Der Schreibstil ist erneut sehr flüssig geraten, sodass ein unterhaltsamer Eindruck entsteht. Dabei nutzen die Autoren klare und oft bildhafte Sätze, sodass die einzelnen Szenen sehr lebendig wirken. Die Handlung ist gut strukturiert, dem Leser wird es einfach gemacht, ihr zu folgen. Gut gelungen auch wieder die Charaktere, die durchaus widersprüchlich sind und so Authentizität erlangen. Besonders Olivia wächst einem schnell ans Herzen.   „Die dritte Stimme“ startet zwar zu behäbig, hier werden die Charaktere zu sehr in den Vordergrund gerückt, die eigentliche Handlung nimmt erst später wirklich Fahrt auf. Die sehr spannende Verknüpfung der beiden rätselhaften Fälle und die sehr eindringliche Erzählweise kann erneut den Leser fesseln und lässt einem nicht nur einmal den Atem stocken.

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