Cioma Schönhaus Der Passfälscher

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Inhaltsangabe zu „Der Passfälscher“ von Cioma Schönhaus

Weise, lebensfroh und unglaublich fesselnd erzählt Cioma Schönhaus von seinem Leben und Überleben im nationalsozialistischen Berlin, wo er als Zwanzigjähriger im Untergrund Ausweise fälschte und damit vielen Verfolgten das Leben rettete. Schließlich kam ihm die Gestapo doch auf die Spur und suchte ihn steckbrieflich. Mit seinem Fahrrad gelang ihm die Flucht in die Schweiz - selbstverständlich mit eigens gefälschten Dokumenten. Schönhaus' Bericht zeugt von Intelligenz und Einfallsreichtum, von Mut und unbändiger Lebensfreude.

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  • Rezension zu "Der Passfälscher" von Cioma Schönhaus

    Der Passfälscher

    Krimimimi

    25. August 2010 um 06:56

    1941, Berlin. Der Teenager Cioma Schönhaus arbeitet in "freiwilligen" Juden-Arbeitslagern und pflegt soweit es geht einen engen, liebevollen Kontakt zu seinen Eltern. Sein Vater wird allerdings eines Tages verhaftet und bei allen Geschichten über die Willkür der Polizei ist die Familie fast froh, daß er lediglich für 1 Jahr verhaftet wird. Er gibt zu, 2 kg Butter auf dem Schwarzmarkt erstanden zu haben und landet in einem relativ kleinen Gefängnis, wo ihn seine Familie nach einiger Zeit sogar besuchen kann. Cioma's Mutter arbeitet als Näherin und nutzt ihre Kontakte, um ihm einen Arbeitsplatz in einer Bekleidungsfabrik zu beschaffen, damit er nicht deportiert wird. Als der dortige Chef sieht, daß er Cioma nicht mehr lange wird schützen können, bringt er ihn in einer Waffenfabrik unter. Die Rechnung geht auf. Nachdem der Vater aus dem Gefängnis entlassen wird, soll die gesamte Familie gen Osten deportiert werden. Cioma legt mehrfach seine Bescheinigung vor, daß er ein unabkömmlicher Arbeiter sei und wirklich wird sein Name von der Liste wieder gestrichen und er kann das Sammellager wieder verlassen. Dort muß er sich allerdings von seinen Eltern verabschieden, die er nie wieder sehen wird. Von da an bereitet Cioma sein Leben im Untergrund vor. Ihm ist klar, daß ihn seine Beschäftigung bei der Waffenfabrik nicht auf ewig schützen wird. Seit jeher wollte er Grafiker werden und er hat sogar geschafft, für ein Jahr darin geschult zu werden. Als sich ihm die Gelegenheit bietet, die Stempel eines Ausweises für andere Juden zu fälschen, ergreift er sie und baut auf dieser Tätigkeit sein illegales Leben in Berlin auf. Ich will dem Ende nicht vorweggreifen. Aber da Cioma Schönhaus selbst dieses Hörbuch eingesprochen hat, ist klar, daß er das Naziregime überlebt hat. Wie dies geschehen konnte, stellt er selbst als eine reine Verkettung glücklicher Zufälle dar. In den Kriegsjahren gibt es immer wieder kritische Situationen, die genausogut hätten schief laufen können für ihn. Immer wieder begegnet er aber auch Menschen, die ihn unterstützen. Gerade das Beschreiben der vielen Zufälle vergegenwärtigt auch, wie leicht Juden in der Zeit in Gefahr geraten sind und wie schnell sie aus ihrem Leben gerissen wurden. Cioma Schönhaus hat überlebt und durch seine freundliche Art, mit der er sein Leben erzählt, gönne ich es ihm mindestens doppelt.

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