Cixin Liu Spiegel

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Inhaltsangabe zu „Spiegel“ von Cixin Liu

China in der nahen Zukunft. Der junge, ehrgeizige Beamte Song Cheng stößt auf einen gewaltigen Korruptionsskandal. Doch plötzlich wird er selbst ins Gefängnis geworfen. Dort taucht ein geheimnisvoller Mann mit einem Supercomputer auf, der ebenfalls verfolgt wird – weil er alles weiß. Einfach alles. Wie kann das sein? Und welche Konsequenzen hat das?
Mit seiner Novelle Spiegel erweist sich Cixin Liu, Autor des Weltbestsellers Die drei Sonnen, einmal mehr als scharfer Beobachter der chinesischen Gegenwart und als literarischer Visionär der Welt von morgen. Dieses Buch enthält eine Leseprobe aus Der dunkle Wald, dem Nachfolger zu Die drei Sonnen, sowie ausführliche Anmerkungen zur Übersetzung und ein Nachwort.

Sehr lesenswerte Science-Fiction Novelle, die zum Nachdenken anregt und die Neugier auf andere Werke des chinesischen Autors macht.

— Haekelschwein

Kurz und gut! Eine Novelle mit wenig Worten, welche aber euren Verstand ordentlich zum Nachdenken anregen wird.

— einz1975

Kluge Science Fiction einer sehr nahen Zukunft oder einer jetzigen alternativen Realität

— Buecherviech

Eine gelungene Novelle, die einzig unter ihrer Kürze leidet. Gerne mehr!

— killmonotony

Selbst in einer Novelle gelingt es Cixin Liu, am eignen Weltbild zu rütteln

— Tasmetu

Interessante aber sehr knappe Novelle über theoretischer Physik, Kausalprinzipien und Kosmogenien.

— AdamBlue

Eine Science Fiction Novelle der allerbesten Sorte.

— IrisBuecher

Eine spannende Kurzgeschichte über die möglichen Auswirkungen moderner Technologie auf die Gesellschaft. Hätte gerne länger sein dürfen.

— DrWarthrop

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  • Leserunde zu "Twilight" von Stephenie Meyer

    Twilight

    Luftpost

    Dies ist ein Lesemarathon der Werwolf-Spielgruppe und der Challenge Gruppe “Zukunft vs. Vergangenheit”.______________________________________________________________________________Der Marathon findet vom 09 - 11.02. statt. Anmeldeschluss ist der 07.02.______________________________________________________________________________Dieses Mal ist Bella in Gefahr und wir, ihre Freunde, versuchen sie gemeinsam zu retten!______________________________________________________________________________Zu unseren Werwolf-Runden hier auf Lovelybooks veranstalten wir immer einen thematisch passenden Lesemarathon. Um dieser Tradition treu zu bleiben, findet auch dieses Mal einer dieser Marathon statt. Ihr könnt auch teilnehmen, wenn ihr diese Werwolf-Runden nicht kennt! Neulinge sind immer willkommen.Es sind keine Kenntnisse zu “Twilight” notwendig, um hier teilzunehmen und man hat dadurch auch keinerlei Vorteil. Die Wahl der Lektüre ist euch absolut selbst überlassen und muss nichts mit dem Thema zu tun haben. Der Spaß bei unserem Lesemarathon steht natürlich an erster Stelle. Und frei nach dem Motto “Alles kann, nichts muss” könnt ihr euch eure Zeit einteilen, wie ihr wollt. Unser Ziel ist es, einen spannenden und abwechslungsreichen Marathon zu gestalten, zusammen zu lesen und gemütliche Stunden zusammen zu verbringen. ______________________________________________________________________________Die Teams: Minuten & SeitenDieses Mal gibt es zwei Teams, nämlich Team 🦇 Vampir 🦇 und Team 🐺 Werwolf 🐺. Vampire haben als unsterbliche Wesen viel Zeit und werden deswegen Minuten erlesen. Die Werwölfe kompensieren ihre Muskeln dadurch, dass sie so viele Seiten wie möglich lesen.Die Einheiten Minuten und Seiten werden 1:1 verrechnet. D. h. eine Stunde Lesezeit entspricht 60 Seiten.______________________________________________________________________________Die AnmeldungEntscheidet euch bei eurer Anmeldung für ein Team (Werwolf oder Vampir). Es empfiehlt sich, die Fähigkeiten der beiden Teams im entsprechenden Unterthema (🛠️ Fähigkeiten) durchzulesen. Wenn ihr ein Vampir seid, gebt bitte an, wie viel ZEIT ihr mit Lesen verbringen wollt.Wenn ihr ein Werwolf seid, gebt bitte an, wie viel SEITEN ihr lesen wollt.Ob ihr letztendlich mehr oder weniger lest, ist - wie immer nicht - so wichtig, aber hilft uns bei der Planung des Marathons.Wählt außerdem eure beiden Spezialfähigkeiten aus._______________________________________________________Zeit / Seiten eintragenDieses Mal werden als Vampir Minuten und als Werwolf Seiten gesammelt.Wie beim letzten Mal sollten Minuten immer auf 5 Minuten aufgerundet werden, Seiten sollten genau angegeben werden, sonst führt das zur Verwirrung.Das Eintragen erfolgt - wie die letzten Male - über ein entsprechendes Formular._______________________________________________________Der AblaufDer Marathon startet am Freitag, den 09.02. um 15.00 Uhr.Es werden wieder im Abstand von 3 Stunden Aufgaben gepostet, diese können sowohl Gruppen- als auch Einzelaufgaben sein. Die Aufgaben können bis Ende des Marathons bearbeitet, ansonsten wird das nochmal in der Aufgabenstellung explizit erwähnt.Die gelesene Zeit zählt bis zum 11.02. um 21.00 Uhr. Das Finale des Marathons findet anschließend statt._______________________________________________________Vergangene RundenWeihnachts-Momo | Doctor Who | Phantom der Oper | Panem | uvm._______________________________________________________🦇🐺 Teilnehmerliste:🐺 Meli | 600 Seiten | Biss zum Abendrot, Geprägt🐺 Vucha | 600 Seiten | Reißzahn, Frisch🐺 LillianMC | 350 Seiten | Biss zum Abendrot, Ausdauer🐺 papavero | 400 Seiten | Biss zum Abendrot, Dickes Fell🐺 stebec | 340 Seiten | Biss zum Abendrot, Reißzahn🐺 mareike | 300 Seiten | Reißzahn, Geprägt🐺 Tatsu | 300 Seiten | Biss zur Mittagsstunde, Ausdauer🐺 histeriker | 200 Seiten | Biss zum Abendrot, Frisch🐺 katha | 300 Seiten | Biss zum Abendrot, Ausdauer🐺 BlueSunset | 250 Seiten | Biss zum Abendrot, Reißzahn🐺 Joel| 47 Seiten | >>ohne Booster<<🦇 Snorki  | 300 Minuten | Biss zum Ende der Nacht, Unsterblich🦇 La Lecture  | 240 Minuten | Biss zum Ende der Nacht, Unsterblich🦇 mysticcat  |300 Minuten | Unsterblich, Ewige Jugend🦇 Annika | 320 Minuten | Biss zum Ende der Nacht, Zaubern🦇 Pippo | 666 Minuten | Biss zum Ende der Nacht, Blutdurst🦇 Traubenbaer | 599 Minuten | Twilight, Zaubern🦇 Fire| 420 Minuten | Bis zum Ende der Nacht, Ewige Jugend🦇 sternchen | 550 Minuten | Biss zum Ende der Nacht, Zaubern🦇 LadySamira | 300 Minuten | ...Ende der Nacht, ...Morgengrauen🦇 Elke | 315 Minuten | Biss zum Ende der Nacht, Charme🦇 Buchgeborene | 720 Minuten | ...Ende der Nacht, Allwissend🦇 samea | 720 Minuten | Biss zum Ende der Nacht, Zaubern🦇 Knorke | 300 Minuten | Biss zum Ende der Nacht, Zaubern🦇 Henny | 480 Minuten | Biss zum Ende der Nacht, Ewige Jugend🦇 Lisa| 45 Minuten | >>ohne Booster<<

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    BlueSunset

    10. February 2018 um 00:49
    papaverorosso schreibt Ich bin gespannt, wie du das buch findest katha! Aber ich dachte, blue hätte es schon gelesen? Oder gibt es ein teil 2?

    Ja, ich hab das schon gelesen (Wie den zweiten Teil von "Das Reich der sieben Höfe" auch. Irgendwie ist bei mir Re-Read-Monat). Ich finde es wirklich klasse. Der Autor konnte mich auch mit seiner ...

  • Tolle Story - bitte mehr chinesische Science Fiction!

    Spiegel

    Haekelschwein

    29. January 2018 um 12:21

    Die Novelle von Cixin Liu hat fünf Sterne verdient, den Abzug muss ich aufgrund der fragwürdigen, man könnte fast schon sagen aufgeplustert daherkommenden Ausgabe aus dem Heyne Verlag machen, aber mehr dazu später.Wer noch nie etwas von Cixin Liu oder einem anderen chinesischen Science-Fiction-Autor gelesen hat, ist mit dieser Novelle als Einstieg sehr gut beraten. Die Novelle geht über 108 Seiten und ist in einer sehr klaren, flüssig zu lesenden Sprache verfasst, man ist also sehr schnell durch. Trotzdem schafft es der Autor auf diesen wenigen Seiten eine unglaublich vielschichtige und interessante Geschichte zu erzählen, über die man noch lange nachdenken kann. Die Geschichte lässt sich aus einem philosophischen, aber auch technisch-wissenschaftlichen oder gesellschaftspolitischen Blickwinkel betrachten (um nur einige Aspekte zu nennen), lässt also sehr viele Zugangs- und Betrachtungsweisen zu. Inhaltlich möchte ich gar nichts verraten, die Geschichte ist ja an sich schon kurz.Im Anschluss an die Geschichte werden auf einigen Seiten wissenschaftliche Begriffe erklärt, sowie Sachverhalte, die sich auf das chinesische Umfeld beziehen, in dem die Novelle spielt. Finde ich grundsätzlich positiv, hätte es für mich aber nicht gebraucht (teilweise werden Dinge erklärt, die für das Verständnis der Geschichte nicht zwingend erheblich sind oder sich ohnehin aus dem Zusammenhang erschließen.)Dabei wären wir auch schon bei meinen Kommentaren zu dieser Ausgabe: Das Buch hat 189 Seiten. Die Novelle nimmt davon lediglich 108 Seiten ein. Auf den restlichen Seiten findet man die oben erwähnten Erläuterungen, 2 Leseproben von "Die drei Sonnen" und "Der dunkle Wald": also Teil 1 + 2, der Trisolaris Trilogie des Autors. Die erste davon ist absolut gerechtfertigt, aber warum sollte man im Anschluss daran eine Leseprobe von Teil 2 lesen wollen. Das könnte glatt den Eindruck erwecken, dass man hier ein wenig Seiten schinden wollte. (Ich persönlich hätte das Buch auch mit weniger Seiten gekauft.)Des weiteren findet sich im Anschluss an die Novelle ein Aufsatz (Nachwort) von Sebastian Pirling mit dem vielversprechenden Titel "Die Kosmogonie des Cixin Liu". Ich habe mir vorgestellt dadurch mehr über Cixin Lius Werk und vielleicht die chinesische Science Fiction zu lernen, aber da hatte ich wohl die falschen Erwartungen. Für mich war das eher geisteswissenschaftliches Geschwurbel über alles und nichts, und bezieht sich nur oberflächlich auf Cixin Liu, ich konnte darus kaum Erkenntnissgewinn ziehen. Ich hätte mir da mehr Fokus auf das Werk von Cixin Liu gewünscht. Besser hätte es mir gefallen an dieser Stelle z. B. den Essay des Autors zur chinesischen Science Fiction zu bringen, der ja existiert (z. B. in der englischsprachigen Anthologie "Invisible Planets" (Hrsg. Ken Liu) The Worst of All Possible Universes and The Best of All Possible Earths, der in diesem Zusammenhang sicher mehr Kontext hergestellt hätte. Es bleibt trotzdem zu hoffen, dass der deutsche Markt sich in Zukunft sich an mehr chinesische Science-Fiction Autoren heranwagt, da es hier wir mir scheint allerhand Aufregendes zu entdecken gibt.

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  • Cixin Liu - Spiegel

    Spiegel

    einz1975

    17. January 2018 um 09:30

    Vielleicht müssen Geschichten nicht immer aus tausenden von Worten bestehen, um eine Faszination hervorzurufen. Cixin Liu ist in seinem Heimatland China seit einigen Jahren ein gefeierter und hochprämierter Star der Science-Fiction Autorenszene. Selbst war er früher in der Softwareentwicklung tätig und verdiente sein Brot als Programmierer. Nicht zuletzt auch ein Grund, warum er in dieser Geschichte mit gut anschaulichen Details glänzen kann. Wir befinden uns in einer nicht allzu fernen Zukunft in China. Song Cheng, ein junger und ehrgeiziger Beamter, entdeckt eine überaus interessante Korruption, in der selbst der Kommandant der Region involviert zu sein scheint. Doch schnell landet er im Gefängnis und muss sich einem Mord verantworten.So viel zur Vorgeschichte, welche erst einmal verwirrt und nicht wirklich klar wird, auf was der Autor eigentlich hinauswill. Doch dann taucht ein geheimnisvoller Mann auf, welcher von den Behörden gesucht wird, aber einfach nicht zu fassen ist. Er scheint alles, zu jeder Zeit zu wissen. Nicht nur was wer wie gemacht hat, sondern extrem genaue Details, als säße er direkt vor dir. Song Chen bekommt genau von diesem Mann Besuch - Bai Bing. Er stellt sich vor und fängt an zu berichten. Ich gestehe, dass man jetzt nicht mehr von der Geschichte wegkommt. Song kennt ihn nicht und als er versucht zu beschreiben worum es geht, schüttelt er erst einmal ungläubig den Kopf. Mit einem sogenannten String-Computer kann Bai verschiede Simulationen in seinem Rechner ablaufen lassen.Dabei hat er unbegrenzte Rechenkapazität zur Verfügung, denn als Grundlage dient hier die Superstringtheorie. Teilchenphysik vom feinsten und wer jetzt noch weiterlesen will, erlebt eine wahrlich unglaubliche Geschichte. Man möge sich überlegen, rein theoretisch, man simuliert unseren Ursprung des Seins, den Urknall. Würde man das gleiche Universum vorfinden in dem wir uns befinden? Nein! Denn es hängt von unendlich vielen Faktoren ab, wie es sich und sein Inhalt entwickelt. Egal wie viele Sätze ich jetzt schreibe, in euren Köpfen hat die Vorstellung schon längst angefangen. Genau mit diesem Prinzip spielt auch der Autor. Er hat ein gutes Gespür für den Moment zu erklären und in der Geschichte voranzuschreiten.Alles möchte ich nicht verraten, nur so viel noch, Bai hat mit seiner Erfindung das Ende der Welt gesehen und selbst wenn wir noch viele Jahre vor uns haben, es ist trostlos. Die Figuren in der Geschichte erscheinen fast belanglos, erleben aber eine unglaubliche Geschichte. Der Hintergrund der chinesischen gesellschaftlichen Ordnung und ein Skandal, welcher sich am Ende selbst auflöst, runden auch das Ende der Menschheit wie wir sie kennen ab. Das Buch enthält außerdem noch eine Leseprobe zu „Der dunkle Wald“ und „Die drei Sonnen“. Als Bonus obendrauf, gibt es ausführliche Anmerkungen zur Übersetzung, Begriffserklärungen und ein Nachwort.Fazit:Kurz und gut! Eine Novelle mit wenig Worten, welche aber euren Verstand ordentlich zum Nachdenken anregen wird. Die Figuren der Geschichte sind an manchen Stellen wirklich nur Beiwerk, haben aber mit manch kleiner Nebenhandlung etwas Tiefe bekommen. Der eigentliche Star ist der Computer und dessen Programm. Auf das ihr jeden Morgen noch lächelnd in euren Spiegel schauen könnt.Matthias GöbelAutor: Cixin LiuTaschenbuch: 192 SeitenVerlag: Heyne VerlagSprache: DeutschErscheinungsdatum: 09.10.2017ISBN: 978-3-453-31912-7

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  • Warum hab ich Liu nicht schon früher gelesen?

    Spiegel

    Powerschnute

    29. December 2017 um 09:30

    Um Cixin Liu hatte ich bisher einen Bogen gemacht. Warum, kann ich noch nicht einmal genau sagen. Was ich sagen kann ist, dass ich seine Bücher schon viel früher hätte lesen sollen. „Spiegel“ ist nur eine Novelle, aber die hat es in sich. Für mich 2017 definitiv das philosophischste Buch meines Lesejahres und definitiv wirkliche Wissenschafts-Fiktion. Die Novelle an sich hat nur 106 Seiten, die zweite Hälfe des Büchleins besteht aus Anmerkungen des Autors und einem Nachwort von Sebastian Pirling.Ihr wisst ja mittlerweile, dass ich Geschichten liebe, die mit Stereotypen brechen und ihre Handlungsschauplätze und Figuren in anderen Teilen der Welt ansiedeln, nicht immer nur in den USA. Liu nimmt uns mit nach China mit all seinen Restriktionen und Traditionen. Macht und Korruption treffen auf Idealisten treffen auf Opportunisten treffen auf einen einfachen Techniker. Hier wird der Spiegel vorgehalten und offenbart Dinge, die bis dato unerkannt gewesen waren. Und man stellt sich als Leser die Frage: wenn Ehrlichkeit und Gerechtigkeit um jeden Preis siegen sollen, muss das dann um jeden Preis geschehen? Ist die Korruption so schrecklich, wenn doch damit die Gesamtheit funktioniert und den Menschen ein funktionierendes System bietet?Von der wissenschaftlichen Seite her, setzt sich Liu auch mit dem Thema Kausalität auseinander, allerdings muss ich hier gestehen, dass mir die wissenschaftlichen Erklärungen im Nachwort einfach zu hoch waren. Physik und Mathematik werden sich nie mit ihr anfreunden. Aber das ist okay. Statt mich platt zu walzen stärkt es nur meine Faszination für diesen Bereich.FazitObwohl die Novelle mit 106 Seiten kurz und schnell gelesen ist, denke ich, dass jede Seite mehr der Geschichte nicht zuträglich gewesen wäre. „Spiegel“ hat es geschafft mich davon zu überzeugen, Lius Bücher doch noch zur Hand zu nehmen und ich freue mich drauf. Klare Lesempfehlung für Fans der Wissenschaft im Scifi-Bereich.

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  • Rezension zu "Spiegel"

    Spiegel

    Zsadista

    04. December 2017 um 11:23

    Song Cheng stößt auf einen Korruptionsskandal, der weite Wellen schlägt. Aufgemuntert von seinem Chef, will er der Sache nachgehen und sie veröffentlichen. Doch plötzlich wird Cheng wegen Mordes ins Gefängnis geworfen. Dort taucht ein mysteriöser Mann auf, der sich als sein Anwalt ausgibt. Was er Cheng veröffentlicht, ist kaum zu fassen. Wird das Wissen die Welt verändern?„Spiegel“ ist eine Novelle aus der Feder des Autors Cixin Liu.Die Geschichte wurde bereits 2004 in China veröffentlicht und mit dem Galaxy Award ausgezeichnet. Das Cover selbst sprach mich sofort an. Es ist mit der Farbe und dem Bild schon ein richtiger Hingucker. Was ich hier jedoch erwähnen muss ist, dass die eigentliche Geschichte nur 108 von insgesamt 189 Seiten umfasst. Nach der eigentlichen Geschichte kommen noch 11 Seiten Anhang, 21 Seiten Nachwort, 2 Seiten Anhang zum Nachwort und dann noch 48 Seiten Leseproben zu den anderen beiden Romanen des Autors. Ich selbst habe die Geschichte gelesen und den Anhang dazu. Bei dem Nachwort habe ich irgendwann aufgehört, weil es mich nicht interessierte. Den Rest habe ich auch weg gelassen. Ich finde daher die Preis Leistung des Buches ziemlich schwach. Leseproben zu den Büchern gibt es mehrfach im Internet zu finden, dafür muss ich wirklich nicht unbedingt Geld bezahlen. Die Geschichte fand ich nun mäßig interessant. Spannend war sie auch nicht wirklich. Sie war eher recht vorausschauend, zumindest für mich gesehen. Auch der Ausgang der Story ist linear und muss ganz klar so kommen. Der Schreibstil war, trotz der vielen Fachausdrücken und Ausführungen, recht flüssig und gut zu lesen. Dies fand ich sehr angenehm. Ich musste auch nicht den Lesefluss durch das Nachlesen im Anhang unterbrechen. Die Story selbst fand ich teilweise recht langatmig. Gerade der komplette Zwischenteil, in dem der Fremde alles erklärt, fand ich recht ausschweifend. Wenn man da allerdings noch etwas weg gekürzt hätte, dann wäre das eigentliche Buch in kompletten Buch ja regelrecht unter gegangen. Ich finde, die Idee und den Hintergrund der Geschichte wirklich faszinierend. Die Tiefgründige Aussage des Buches gestaltet sich auch sehr spannend. Allerdings fand ich persönlich die Ausführung jetzt nicht wirklich überragend. Und wenn ich das Gesamtpaket betrachte komme ich auch leider nicht auf mehr als 2 Sterne. Ich finde es einfach ärgerlich, dass fast die Hälfte eines Buches aus Anhang und Leseproben besteht. 

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  • Rezension: Spiegel

    Spiegel

    killmonotony

    24. November 2017 um 11:21

    Eine gelungene Novelle, die einzig unter ihrer Kürze leidet. Gerne mehr!Nachdem ich nur Positives über die Bücher von Cixin Liu gehört hatte, habe ich mich mal seinem letzten in Deutschland erschienenen Werk, der Novelle „Spiegel“, angenommen. Zunächst war ich etwas überrascht, denn das Buch hat fast 190 Seiten, von denen allerdings knappe 80 mit Nachbemerkungen, Erläuterungen und zwei Leseproben gefüllt sind. Innerer Monolog Tina: „Na gut, ob bei 109 Seiten Länge ein guter Inhalt erzählt werden kann? Versuchen wir es mal.“ Die Handlung ist tatsächlich etwas konfus, der Leser wird mitten hinein geworfen, und viele Dinge bleiben auch unklar. Im Grunde geht es um einen Korruptionsskandal in China, der durch einen der neuerdings eingestellten Akademiker aufgedeckt wird. Dieser gerät in Bedrängnis durch Angestellte der betroffenen Firmen und selbst sein Chef rät ihm zur Vorsicht. Als „Vorsichtsmaßnahme“ wird Song Cheng ein Mord untergejubelt und er landet im Gefängnis, damit er sein Wissen nicht ausplaudern kann. Dort bekommt er eines Tages von einem jungen Mann namens Bei. Dieser junge Mann scheint alles zu wissen und hat dieses Wissen im Vorgeplänkel der Geschichte auch schon des Öfteren unter Beweis gestellt. Er weiß, was eine bestimmte Wache in der Hosentasche hat und was ein anderer Wachmann gefrühstückt hat. Der mysteriöse Mann beginnt, dem Gefangenen zu rekapitulieren, was dieser in den letzten Wochen getan hat, und kann auch Gespräche komplett nacherzählen, als hätte er mitgehört. Doch wie ist ihm das möglich? Woher hat er all dieses Wissen? Die Antwort ist ebenso hochspannend wie gefährlich, wird Bei doch schon seit einiger Zeit dafür vom Kommandant eines Großkonzerns verfolgt…Fazit: Cixin Liu weiß auf alle aufkommenden Fragen des Lesers die Antwort, allerdings ist in einem 100-Seiten-Roman doch leider nicht sehr viel Platz, um diese befriedigend zu klären. Ich hätte mir gewünscht, dass dieses doch sehr spannende Gedankenexperiment doch zu einem ganzen Roman ausgebaut worden wäre, hat mir doch der Schreibstil sehr gut gefallen: nüchtern, schlicht und ganz im Stile der Hard Science Fiction. Die grundlegende Idee ist klasse und ich hätte gerne so viel mehr erfahren. „Spiegel“ ist nichtsdestotrotz eine gelungene Novelle, über die der Leser nach der Lektüre doch ein wenig grübelt.Die vollständige Rezension findet ihr auf meinem Blog: http://killmonotony.de

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  • Selbst in einer Novelle gelingt es Cixin Liu, am eignen Weltbild zu rütteln

    Spiegel

    Tasmetu

    20. November 2017 um 09:33

    Original Rezension auf tasmetu.deNach dem ich von „Die drei Sonnen“ so begeistert war, konnte ich natürlich nicht widerstehen und musste diese kurze und ebenfalls mit dem Galaxy Award ausgezeichnete Novelle von Cixin Liu ebenfalls lesen. Allerdings war auch skeptisch, da ich Novellen nicht so gerne lese und ich mir nicht sicher war, in wie weit eine SciFi Geschichte in so wenige Seiten passen sollte.Tatsächlich hat sie nämlich nur etwas mehr als 100 Seiten (der Rest des Buches ist Anhang). Wie wollte er da komplexe Ideen hineinpacken? Alles verständlich halten, Spannung aufbauen und alles zu einem guten Schluss führen? Ich konnte es mir nicht wirklich vorstellen.Doch Cixin Liu hat es natürlich doch geschafft. Ich muss zugeben, dass der Plot ein bisschen nachlässig aufgebaut war (die Beziehungen der Charaktere zueinander wurden mir zB nie ganz klar) und auch die Hintergründe und Charakterprofile ließen zu wünschen übrig. Allerdings vermute ich, dass das tatsächlich so gewollt war. Denn es lässt mehr Raum für die Gedankenspiele, die aus dem großen Konflikt dieser Geschichte erwachsen. Ich möchte hier nicht spoilern, weshalb ich darauf nicht viel eingehen werde, aber ich sage so viel: Es mal wieder komplex und wissenschaftlich, aber vor allem beängstigend. Ich hatte Gänsehaut beim Lesen des letzten Kapitels.Der Autor spielt wieder einmal mit Möglichkeiten, die zwar unrealistisch erscheinen, aber doch nicht ganz abseits der Realität liegen. Eine Gradwanderung, die ich bewundere und die mich ehrfürchtig den Buchdeckel schließen lässt. Wie Cixin Liu auf diese Ideen kommt und wie wunderbar feinfühlig er sie dann in eine fiktive Geschichte einbaut, finde ich faszinierend. Sein Schreibstil mag ein klein wenig gewöhnungsbedürftig sein und Plot und Charaktere waren - wie gesagt - keine Glanzleistung (außerdem gab es keine einzige Frau in diesem Buch, was zwar im Setting Sinn gemacht hat, ich aber trotzdem unangenehm fand), aber er hat es wieder einmal geschafft, mich schwer zu beeindrucken.

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  • Universum #1207

    Spiegel

    AdamBlue

    28. October 2017 um 19:30

    Klappentext: "China in der nahen Zukunft. Der junge, ehrgeizige Beamte Song Cheng stößt auf einen gewaltigen Korruptionsskandal. Doch plötzlich wird er selbst ins Gefängnis geworfen. Dort taucht ein geheimnisvoller Mann mit einem Supercomputer auf, der ebenfalls verfolgt wird – weil er alles weiß. Einfach alles. Wie kann das sein? Und welche Konsequenzen hat das?" Cover: Das Cover hat mich letztens in der Buchhandlung sehr neugierig auf das Buch gemacht und ich muss gestehen, dass ich mir das Buch, nachdem ich den Klappentext überflogen habe, "blind" gekauft habe. Es hat also seinen Zweck erfüllt. Die futuristische Stadt sieht wirklich schick aus und wird von oben gespiegelt, wodurch ein Bezug zum Titel „Spiegel" hergestellt wird. Ich habe viel über Cixin Liu's „Die drei Sonnen" gehört, es jedoch noch nicht gelesen und war sehr gespannt darauf, wie gut der Autor tatsächlich ist. Inhalt: Zunächst einmal sei gesagt, dass es sich bei „Spiegel" nur um eine Novelle handelt, die ca 100 Seiten lang ist. Alles was danach folgt sind Anmerkungen und ein sehr gutes Nachwort von Sebastian Pirling (ca 20 Seiten lang). Die nachfolgenden Texte sind überflüssig: Die Leseproben von „Die drei Sonnen" und „Der dunkle Wald" kann man sich auch problemlos auf Amazon durchlesen und braucht heutzutage kein Mensch mehr, vorallem, weil das Buch damit künstlich in die Länge gezogen wird. Tatsächlich bezahlt man also 10€ für eine ca 100-seitige Novelle, die 2004 erschienen ist, acht Seiten Anmerkungen und ca 20 Seiten Nachwort. Die übrigen Seiten sind nur Werbung für Cixin Liu's andere Werke. Als Vergleich: Für einen Euro mehr bekommt man die gesamte Neuromancer Trilogie (ca 1040 Seiten lang, auch bei Heyne erschienen) oder einen Klassiker wie „Der ewige Krieg" von Joe Haldeman (ca 400 Seiten, ebenfalls Heyne), wenn man bei Science-Fiction bleiben will. Doch wie gut ist die Novelle nun? (Da die Geschichte so kurz ist, können einige Spoiler enthalten sein) Chinas Verwaltungsbehörde hat beschlossen mehr Akademiker einzustellen und einer dieser Akademiker ist Song Cheng, ein Jurist-Professor und Idealist. Er entdeckt einen Korruptionsskandal, weshalb die Regierung ihm einen Mord unterjubelt und er somit ins Gefängnis gebracht wird. Dort lernt er einen Mann namens Bai kennen, der ALLES über Song Cheng weiß, selbst seine tiefsten Geheimnisse. Doch woher stammt das Wissen dieses Mannes? Eine zentrale Rolle spielt der Superstring-Computer Bais, der eine kosmologische Simulationssoftware enthält. Mithilfe dieser Software ist es möglich, ganze Universen zu simulieren und dank eines Zeitreglers auch die Entwicklung derer zu verfolgen. Eines Tages gelingt es Bai ein Universum zu finden, dessen Gravitationskonstante 6,67 mal 10^-11 beträgt, die Lichtgeschwindigkeit im Vakuum knapp 300.000 Kilometer pro Sekunde und die Planck-Konstante bei 6,626 liegt. Es handelt sich dabei um unser Universum, welches Bai in seinem Computer simuliert (eine Art Spiegel unseres Universums, deshalb der Titelname). Dadurch kann Bai exakt verfolgen, wie sich der Lauf der Menschheit verändert. Dies kann er bis zur Gegenwart und teilweise bis in die ferne Zukunft, da die nahe Zukunft durch das Wissen Bais zu manipulierbar wäre. Die Software kann man sich etwas wie Google Maps mit einer Zeit- und Tonfunktion vorstellen ( bemerkenswert: Google Maps erschien 2005, der Roman jedoch wurde wohl ca 2003-2002 geschrieben). Man muss bei solchen Science-Fiction Werken auch das Erscheinungsjahr berücksichtigen und für 2004 hat die Novelle zurecht einen Galaxy Award bekommen, da Cixin Liu eine interessante theoretische Software erfunden hat. Hierbei spielt der Autor mit theoretischer Physik, Kausalprinzipien und Kosmogenien. Für Cixin Liu ist das wichtigste Thema der Science-Fiction das Verhältnis der Menschen zum Universum, was er in dieser Novelle eindrucksvoll demonstriert. Es geht hierbei meiner Ansicht nach weniger um Charaktere, sondern um nette Gedankenspiele und deren Ursachen. Er benutzt Mathematik und Physik zum Erzählen, um uns seine Kosmogenie der Spiegelreflektion vor Augen zu führen. Dabei kann man sich als Leser am ehesten mit Song Cheng identifizieren, da dieser wie der Leser zu Beginn nicht versteht, weshalb Bai ihn über die Geschichte des Urknalls aufklärt. Erst nach und nach erfahren wir Bais Hintergründe und auch die Folgen, welch solch eine Software verursachen könnte. Ebenfalls gefallen hat mir der Schreibstil, auch wenn er sehr wissenschaftlich (z.B erklärt uns Cixin Liu den Urknall) und knapp ist. In 100 Seiten lässt sich natürlich nur schwer eine epische Geschichte mit komplexen Charakteren erzählen, jedoch nutzt Cixin Liu den knappen Raum sehr gut, um uns seine Dystopie zu beschreiben. Auf Actionelemente wird fast komplett verzichtet, im Vordergrund stehen die Gedankenspiele. Auch die Kritik an der Korruption wird deutlich gemacht. Etwas blass fielen mir die Charaktere aus, jedoch lies sich dies aufgrund der Länge nicht vermeiden. Ich hätte mir gewünscht, dass Cixin Liu seine Idee zu einem ganzen Roman ausgebaut hätte, da diese Geschichte sehr viel Potential hatte, welches der Autor leider nicht genutzt hat. Als Novelle erfüllt die Geschichte ihren Zweck vollkommen. Hätte Heyne noch eine weitere ähnlich gute Kurzgeschichte von Liu hinzugefügt, wären wohl die vollen 5 Sterne drin. So hat man nun 10€ für eine interessante, jedoch extrem kurze Novelle aus 2004 bezahlt. 3,5 Sterne

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