Clément Oubrerie

 4 Sterne bei 1 Bewertungen

Lebenslauf von Clément Oubrerie

Clément Oubrerie, geboren 1966 in Paris, hat in Frankreich mittlerweile über 40 Kinderbücher als Zeichner publiziert und ist Mitbegründer des 3D-Animationsstudios Station OMD. Sein erster Comic, “Aya”, entstand nach einem Szenario von Marguerite Abouet. Das Szenario zu “Pablo”, seinem Comic über die Jugendjahre von Pablo Picasso in Paris, hat die Autorin Julie Birmant geschrieben.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Clément Oubrerie

Cover des Buches Mein Hund ist Rassist (ISBN: 9783958780170)

Mein Hund ist Rassist

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Erschienen am 01.09.2017
Cover des Buches Pablo 1 – Max Jacob (ISBN: 9783943143492)

Pablo 1 – Max Jacob

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Erschienen am 01.03.2013
Cover des Buches Aya: Leben in Yop City (ISBN: 9783956400094)

Aya: Leben in Yop City

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Erschienen am 01.11.2014
Cover des Buches Pablo 2 – Apollinaire (ISBN: 9783943143737)

Pablo 2 – Apollinaire

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Erschienen am 29.11.2013
Cover des Buches Pablo / Pablo 3: Matisse (ISBN: 9783956400124)

Pablo / Pablo 3: Matisse

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Erschienen am 05.11.2014
Cover des Buches Pablo / Pablo 4 – Picasso (ISBN: 9783956400308)

Pablo / Pablo 4 – Picasso

 (1)
Erschienen am 01.06.2015
Cover des Buches Aya (ISBN: 9783956400018)

Aya

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Erschienen am 01.03.2014

Neue Rezensionen zu Clément Oubrerie

Cover des Buches Eine freie Frau. Das außergewöhnliche Leben der Suzanne Noël. Ärztin. Feministin. Hoffnungsträgerin (ISBN: 9783442771622)
Aus-Liebe-zum-Lesens avatar

Rezension zu "Eine freie Frau. Das außergewöhnliche Leben der Suzanne Noël. Ärztin. Feministin. Hoffnungsträgerin" von Leïla Slimani

Interessantes Leben gekonnt in Szene gesetzt
Aus-Liebe-zum-Lesenvor 6 Monaten

Heute habe ich wieder mal eine Graphic Novel für euch: „Eine freie Frau – Das außergewöhnliche Leben der Suzanne Noël – Ärztin. Feministin-. Hoffnungsträgerin“ von Leïla Slimani.

Die französische Erfolgsautorin hat sich auf die Spuren einer absoluten Vorreiterin begeben: Anfang des 20. Jahrhunderts, in einer Zeit also, als Frauen noch für ihr Wahlrecht kämpfen mussten, entschließt sich Suzanne, Medizin zu studieren. Als plastische Chirurgin behandelt sie u. a. Kriegsversehrte und kämpft Zeitlebens für die Anerkennung ihrer Fachrichtung sowie zunehmend für die Frauenbewegung.

Die Autorin führt chronologisch durch Suzannes Leben und zeichnet dabei auch ein Bild der damaligen Gesellschaft und vor allem vom Status der Frauen. Ich konnte mich gleich sehr gut in die Protagonistin einfühlen und habe mit ihr gehofft und gebangt, auch wenn ich nicht all ihre Handlungen nachvollziehen kann, insbesondere in Bezug auf die Erziehung ihrer Tochter, wobei das natürlich auch im historischen Kontext zu sehen ist.

Die Illustrationen von Clément Oubrerie gefallen mir größtenteils gut. Sie sind realistisch und aussagekräftig und erzählen zusammen mit den Texten von Slimani eine interessante Geschichte. Was in meinen Augen nicht zum übrigen Stil passt, sind die kindlichen Darstellungen der Seelen der Toten, hingegen gut gelöst finde ich die Veranschaulichung der Beinahe-Erblindung Suzanne Noëls. 

In einem gekonnten Zusammenspiel von Text und Bild wird uns das Leben einer wichtigen Frau Anfang des 20. Jahrhunderts erzählt, das Mut macht und inspiriert.

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„Eine freie Frau“ von Leila Slimani und Clément Oubrerie ist der erste Graphic Novel, den ich gelesen habe. Der Grund dafür war vorrangig nicht das Medium selbst, sondern die Tatsache, dass hier in Bildern die Lebensgeschichte von Suzanne Noel, einer französischen Ärztin, Feministin und Pionierin auf dem Gebiet der ästhetischen Chirurgie, nacherzählt wird. 

Wer war Suzanne Noel? Und was bedeutete es zu ihrer Zeit, Frau und vor allem Medizinerin zu sein? Diesen Fragen wird in „Eine freie Frau“ nachgegangen. 

Es ist spannend und beeindruckend zu lesen, wie Suzanne Noel gedacht hat und welche Widrigkeiten sie immer wieder überkommen musste. Besonders gern habe ich gelesen, wie sie es geschafft hat, Feminismus und Frauenrechte mit ihrem Fachgebiet der plastischen bzw. sogar ästhetischen Chirurgie moralisch in Einklang zu bringen. Auch wenn ich Suzannes Auffassungen nicht uneingeschränkt teile, hat sie mich doch auch heute noch zum Nachdenken angeregt. Die chirurgische Medizin ist auch heute noch von Männern bzw. Männlichen Stereotypen dominiert und wie Suzanne es geschafft hat, sich in dieser Zeit und in dieser Disziplin ihren Platz zu erkämpfen, das ist bewundernswert und vor allem sehr erzählenswert. 

Dem Buch gelingt es so viel zu transportieren - und das mit Hilfe von überraschend wenig Text und wirklich ausgesprochen ausdrucksstarken und detaillierten Bildern. 

Die Graphiken, die Darstellung von Kunst, von Medizin, von Gefühlen im Buch, sind wirklich so wunderschön. Ich war sehr beeindruckt und werde von nun an jeden weiteren Graphic Novel, der mir in die Hände fällt, daran messen. 

Es ist lange her, dass ich Comics gelesen habe und das auch nie besonders gern. Insofern dachte ich anfangs diese Art von Büchern wäre nicht das Richtige für mich. Aber weit gefehlt: Ich könnte nicht begeisterter sein. Ich habe das Buch mit Covid-Kopf gelesen. Trotz drei Impfungen hat mich die Infektion wirklich ziemlich aus der Bahn geworfen. Aber Suzanne und die Bilder ihres Lebens waren in dieser Zeit genau die richtige Ablenkung. Eine absolute Herzensempfehlung.

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Cover des Buches Mein Hund ist Rassist (ISBN: 9783958780170)
Dr_Ms avatar

Rezension zu "Mein Hund ist Rassist" von Audren

Wie man Hunden Rassismus abgewöhnt
Dr_Mvor 3 Jahren

Dieses kleine Kinderbuch kann man getrost als eine Initiativbewerbung für einen Literaturpreis verstehen. Hat ja auch geklappt. Gefördert von verschiedenen staatlichen Organisationen in Deutschland und Frankreich befasst es sich auf kindliche Weise mit dem Alltagsrassismus, der in diesem Fall nun auch schon Hunde befallen hat. Da es sich um ein Kinderbuch handelt, kann man sich über seine naive Weltsicht nicht beschweren.

Ein kleiner Junge findet einen kleinen Hund, der offenbar keinem Hausbewohner gehört, vor seiner Wohnungstür. Zunächst behält die Familie den kleinen Stromer. Der hat allerdings eine sehr merkwürdige Angewohnheit: Er kläfft alle farbigen Menschen an. Das kriegen zunächst einige Hausbewohner zu spüren, dann aber auch die Verwandtschaft. Bei einem Spaziergang verschwindet der kleine Rassist. Und als er Tage später völlig fertig wieder auftaucht, wird er von einer jungen Frau aus dem Haus gerettet, die zufälligerweise auch schwarz ist. Danach ist die Verhaltensauffälligkeit des rassistischen Hündchens plötzlich verschwunden. Und auch im Haus verstehen sich alle viel besser.

So einfach kann das Leben sein. Wir müssen uns eben nur besser kennenlernen. Die Lebenswirklichkeit sieht allerdings leider völlig anders aus. Für Rassismus gibt es tiefsitzende Ursachen, die man nicht so einfach mit netten Gesprächen oder besserem Kennenlernen ausrotten kann. Dass allerdings Kindern zu erklären, ist etwas schwierig, zumal es nicht einmal alle Erwachsenen begreifen.

Man kann das Büchlein natürlich niedlich finden und Kindern schenken. Hoffentlich erwischt es dabei aber nicht solche, die Fragen stellen: Sind nicht alle Hunde Rassisten, weil sie zum Beispiel Katzen überhaupt nicht leiden können? Sollten sich Katzen und Hunde deshalb nicht einfach besser kennenlernen? Muss man, um Rassist zu sein, gar nicht denken können? Und wenn das so ist, kann man dann überhaupt etwas dafür? Und wie ist das überhaupt umkehrt: Ist Mama Rassistin, weil sie alle Spinnen gleich totschlägt?

Auf solche Fragen kommt man, wenn man einen einstmals klar und sauber definierten Begriff überdehnt, weil man damit alle möglichen nicht erwünschten Verhaltensweisen erfassen und verurteilen möchte. Vermutlich aber hat die Autorin soweit nicht gedacht.

Die Sterne gibt es für die schöne Geschichte, auch wenn sie etwas problematisch wird, sollte man etwas darüber nachdenken.

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