Clémentine Beauvais Die Königinnen der Würstchen

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Inhaltsangabe zu „Die Königinnen der Würstchen“ von Clémentine Beauvais

Mireille, Astrid und Hakima sind auf Facebook von ihren Mitschülern zur Wurst des Jahres in Gold, Silber und Bronze gewählt worden – der Preis für die hässlichsten Mädchen. Doch die drei beschließen, sich nicht unterkriegen zu lassen. Zusammen planen sie einen Road-Trip per Fahrrad nach Paris. Ziel: die große Party im Élysée-Palast am Nationalfeiertag. Finanzierung: Unterwegsverkauf von Würstchen. Ein chaotische, lustige und herzzerreißende Reise beginnt. Und auf der Party hat jede der drei ein ganz eigenes Anliegen …

Man muss sich erst auf die Charaktere und ihre Eigenarten einlassen, doch dann bekommt man eine warmherzige Geschichte .:)

— AnnaSalvatore

ging sehr cool los, hat dann aber abgebaut

— ju_theTrue

Wunderbar humorvoll!

— SAJA11

Ich habe das Buch gelesen und finde es supergut!!!!

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Hatte es schnell durch. Süße Story mit guter Message und kleineren Schwächen

— soffisoflbooks

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  • Das Thema Mobbing einmal ganz anders. Klare Leseempfehlung!

    Die Königinnen der Würstchen

    michitheblubb

    11. December 2017 um 16:42

    Erst einmal vielen Dank an den Carlsen Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar im Rahmen einer Aktion zur Verfügung gestellt hat! Ich habe jetzt schon von vielen gehört, dass sie von der Aktion „Wurst des Jahres“ abgeschreckt werden. Tatsächlich fand ich es schon vor der Lektüre unheimlich interessant, dass genau diesen Umstand die betroffenen Mädchen im Buch schlussendlich für sich nutzen. Und ich muss sagen, dass mich das Buch wirklich tief beeindruckt hat.Clémentine Beauvais versteht es außerordentlich gut, die Gedanken einer fünfzehnjährigen in ihrer absoluten Breite widerzuspiegeln und mit solch einem intelligenten Humor zu erzählen, dass ich teilweise einfach nur staunend und mit offenem Mund vor dem Buch saß. Mobbing ist eine sehr aktuelle Thematik – ist es eigentlich immer schon gewesen – und trotzdem ist es immer wieder wichtig meiner Ansicht nach, dass auf die Thematik hingewiesen wird. In Die Königinnen der Würstchen wird Mobbing auf eine sehr interessante Art und Weise in den Mittelpunkt gestellt und gezeigt, dass man sich nicht einfach in seinem Schicksal ergeben muss, sondern ganz eigene Wege und Mittel besitzt, um diese vermeintliche Schwäche zu einer Stärke zu entwickeln. Ja teilweise hatte ich das Gefühl, dass auch ich mir noch etwas bei Mireille abgucken kann.Genauso außergewöhnlich wie die Geschichte, sind auch die drei Protagonistinnen. Ich habe sie auf ihrer sowohl persönlichen als auch physischen Reise sehr gerne verfolgt und ihnen beim wachsen zugesehen. Alle drei haben ihre Eigenarten und ergänzen sich trotzdem als Trio perfekt. Gemeinsam mit dem außergewöhnlichen Humor entsteht dadurch eine Geschichte, die gleichzeitig sehr gut unterhält, aber auch eine außergewöhnliche Tiefe besitzt, die mich emotional sehr ergriffen hat. Man fiebert in jeder Phase der Reise mit, freut sich mit den drei Mädchen und ist mit ihnen am Boden zerstört (und in meinem Fall auch vollkommen k.o. vom Fahrradfahren).In der Geschichte geht es wohl vielmehr um den Weg, der das Ziel symbolisiert, trotzdem finde ich auch das Ende der Geschichte sehr passend und wunderbar aufgelöst, da vor allem der letzte Satz, die sehr schöne Aussage dieses Buches noch einmal unterstützt: jeder hat die Möglichkeit sich selbst zu retten und aus einer schlimmen Situation etwas gutes entstehen zu lassen.Die Königinnen der Würstchen erzählt eine wunderschöne und ganz und gar einzigartige Geschichte von drei besonderen Mädchen, die uns mit auf eine Reise nehmen, auf der man auch selbst noch einiges über sich selbst lernen kann. Mit einem einzigartigen Sinn für Humor wird das Thema Mobbing hier einmal auf eine ganz eigene Art beleuchtet und eine wunderschöne Message transportiert. Eine absolute Leseempfehlung!

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  • Rezension zu "Die Königinnen der Würstchen"

    Die Königinnen der Würstchen

    kathrineverdeen

    27. November 2017 um 09:32

    Erinnert ihr euch noch an eure Schulzeit? An die Oberflächlichkeit, die euch während dieser Zeit umgeben hat? Da konnte man nicht einfach ungekämmt aus dem Haus gehen, ohne einen fiesen Spruch vom Banknachbarn zu kassieren. Für mich war die Schulzeit, vor allem das letzte Jahr die Hölle, weil ich eben nicht dem Schönheitsideal einiger Jungen entsprach. Auch Mireille, Astrid und Hakima durchleben unschöne Zeiten, denn sie wurden auf Facebook von ihren Mitschülern zur Wurst des Jahres in Gold, Silber und Bronze gewählt - der Preis für die hässlichsten Mädchen. Doch wie reagiert man am besten auf diese Schmach? Richtig, man verbündet sich und versucht sich weitgehend gegenseitig aufzubauen, um sich nicht unterkriegen zu lassen. Die drei Würstchen des Jahres machen dies auf ganz besondere Weise: Zusammen planen sie einen Road-Trip per Fahrrad nach Paris, um dort die große Party im Élysée-Palast am Nationalfeiertag zu crashen.Wir Leser begeben uns zusammen mit den Würstchen des Jahres auf eine abenteuerliche Reise und lernen sie mit jedem gefahrenen Kilometer etwas besser kennen. Mireille, Astrid und Hakima werden aus den verschiedensten Gründen angetrieben, denn jede für sich hat - neben dem uncharmanten Titel als Würstchen des Jahres - mit ganz eigenen Problemen zu kämpfen. Alle Lösungen dafür zeigen jedoch auf ein Ziel: Paris. Doch der Weg dorthin ist beschwerlich, nicht nur, weil sie sich die Reise durch den Verkauf von Würstchen finanzieren. Astrid, Mireille und Hakima lernen auf ihrem Weg viele Menschen kennen und nicht alle sind gut zu ihnen. Aber egal was auch geschieht, sie stellen sich jeder Hürde, jeder Wetterkapriole und eben auch den nicht so netten Menschen.Im Laufe der manchmal chaotischen Ereignisse machen alle Würstchen eine Entwicklung durch und trotzdem empfand ich als Leser es sehr erfrischend, dass sie sich nicht in eine sehr vorhersehbare Richtung entwickelten. Sie wurden jetzt nicht über Nacht schön, wie man es sonst in den üblichen Jugendbüchern kredenzt bekommt. Mireille, Hakima und Astrid werden einfach reifer, akzeptieren sich selbst etwas mehr und finden ihre Mitte und großartige Freundschaften.Meine persönliche literarische Lieblingsfigur ist Mireille, die die Geschichte auf sehr lebendige Weise aus ihrer Sicht erzählt. Sie ist ein sehr kluges Mädchen und mit ihren 15 Jahren plagen sie halt die üblichen Probleme, die man in diesem Alter hat. Ihre Hormone sind völlig in Aufruhr und Mireille selbst hat überhaupt keine Ahnung, warum die Erwachsenen einen nicht verstehen. Aber wenn sie ehrlich ist, versteht sie sich selbst kaum. Trotzdem ist sie ein sehr liebenswert chaotischer Mensch mit einem exzellenten Humor.Clémentine Beauvais hat mit „Die Königinnen der Würstchen“ ein wunderbar chaotisches, bewegendes und humorvolles Jugendbuch geschrieben und es mit vielen tiefgründigen Themen und sehr authentischen und liebenswerten Charakteren versehen.www.kathrineverdeen.blogspot.de

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  • Man muss sich erst auf die Charaktere und ihre Eigenarten einlassen, doch dann bekommt man eine warm

    Die Königinnen der Würstchen

    AnnaSalvatore

    02. November 2017 um 17:08

    GANZE REZENSION: http://annasalvatoresbuchblog.blogspot.de/2017/10/mit-dem-fahrrad-nach-paris-die.htmlMEINE GESCHICHTE ZUM BUCHDie Inhaltsangabe hörte sich mal nach ordentlich Abwechslung im Jugendbuchgenre an - und das ist es auch!Außerdem ist das Thema Cybermobbing nicht zu vernachlässigen, vor allem in unserer digitalen Zeit.COVER/GESTALTUNGIch hätte nie gedacht, dass dunkles Gelb und pink so schön miteinander harmonieren können, doch das tun sie!Dazu die grünen Farbtupfer, und das perfekt passende Motiv... Die Gestaltung ist wirklich hervorragend geworden, ansprechend und die Geschichte wiederspiegelnd. MEINUNGIch muss sagen, der Anfang ist nicht leicht und garantiert nicht jedermann's Sache.Dies liegt an Mireille, der gewöhnungsbedürftigen Protagonistin bzw. dem Schreibstil.Denn Mireille spricht manchmal etwas kleinkindartig (Mamilein), aber ist auch recht sarkastisch drauf. Ich muss sagen, später mochte ich sie sehr gern, aber zu Anfang muss man sich wirklich erst einmal daran gewöhnen.Die anderen Protagonistinnen, Hakima und Astrid, sind da schon wesentlich angenehmer und nicht ganz so speziell. Die Drei verbindet ja diese 'Würstchen' Wahl, aber was sie daraus machen, ist einfach klasse!Denn sie alle drei haben einen Grund, warum sie am Nationalfeiertag in Paris sein müssen, auf dem selben Event. Und deswegen beschließen sie ganz im Sinne Tyrion Lannisters ihre Schwächen als Rüstung zu tragen und finanzieren sich die Reise durch Würstchenverkauf.Die Handlung mitsamt Schwierigkeiten sowie die Reaktionen von Medien & Co. fand ich sehr realistisch und nachvollziehbar dargestellt. Es ist ganz klar nicht romantisiert bzw. idealisiert worden, was mir sehr gefiel!Aber auch Gespräche, Gedankengänge etc. sind sehr interessant gewesen.Die Geschichte ist in drei Teile gegliedert. Im ersten musste man etwas kämpfen, eben weil Charaktere und Schreibstil nicht Mainstream sind. Der zweite, die Fahrt, war sehr unterhaltsam und abwechslungsreich. Doch der dritte hat mich sehr überrascht, denn mit diesem Ende bzw. den Auflösungen und Entscheidungen habe ich gar nicht gerechnet. Doch sie gefallen mir unheimlich gut!Zudem muss ich sagen, dass man die Charaktere sehr lieb gewinnt und man die Geschichte klangheimlich anfängt zu lieben. Und so schleichen sich die knapp 300 Seiten ins Leserherz.FAZITEin Roman, der anders ist - und das ist gut so.Man muss sich erst auf die Charaktere und ihre Eigenarten einlassen, doch dann bekommt man eine warmherzige Geschichte, die man so leicht nicht vergisst.- 4 von 5 Feenfaltern -Vielen Dank an den Carlsen Verlag für das Rezensionsexemplar!© Anna Salvatore's Bücherreich

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  • Road Trip, Body-Shaming und einige Schwächen

    Die Königinnen der Würstchen

    LillianMcCarthy

    23. October 2017 um 12:24

    3,5 Sterne Zu Beginn des Buches lernen wir Mireille etwas wütend kennen, Astrid und Hakima haben es doch tatsächlich geschafft, ihr den Platz als Wurst Nummer 1 streitig zu machen. Somit ist sie nur noch das dritthässlichste Mädchen ihrer Schule und das passt ihr nicht, denn diese doch sehr fiese Auszeichnung trägt sie sonst mit Würde und viel Humor. Astrid und Hakima gelingt dies aber scheinbar nicht, weshalb die drei Mädchen recht schnell zusammenfinden und wie durch Zufall feststellen, dass alle etwas haben, das sie am Nationalfeiertag nach Paris zieht. Tatsächlich machen sie sich mit Hakimas Bruder auch auf die Reise dorthin. Allerdings mit dem Fahrrad und die Finanzierung dieser Reise erfolgt ironischer Weise durch den Verkauf von Würstchen. Das zieht sehr schnell das Interesse der Medien auf sich und die drei Mädchen werden auf unterschiedlichste Weise mit ihrer Auszeichnung und ihrer Reise konfrontiert. Clémentine Beauvais spricht das sehr wichtige Thema Body-Shaming an und verpackt es auf humorvolle Weise. Besonders Mireille ist ein wahnsinnig gutes Vorbild für junge Mädchen, denn sie nimmt die Würstchenwahl mit Humor, setzt sich jedoch besonders im Verlaufe des Buches dafür ein, anderen klar zu machen, wie falsch diese Wahl ist. Hakima und Astrid hingegen, die nicht mit der nötigen Gelassenheit an das Thema gehen können, lernen im Buch, dass es egal ist, wie man aussieht und dass diese Wahl längst nicht so wichtig ist, wie es denn Anschein hat. Dem Buch beigefügte Internetartikel und Kommentare geben immer wieder gut den gesellschaftlichen Diskurs zum Thema Preis und waren für mich beim Lesen sehr wertvoll. Trotz ihrer Gelassenheit konnte ich mich mit Mireille leider nicht besonders anfreunden. Sie war für mich manchmal zu unbesorgt, nahm alles mit Humor, der leider oft überzogen erschein und hatte permanent ein so schlechtes und falsches Bild von ihrer Umwelt, dass sie mir dadurch enorm unsympathisch erschien. Sie lernt zwar am Ende auf ihren Fehlern, das passiert mir aber zu plötzlich und ich konnte ihre Entwicklung nicht nachvollziehen. Da waren mir die anderen Charaktere deutlich sympathischer. Die Nachvollziehbarkeit fehlte mir nicht nur bei Mireille sondern generell am Ende. Sowohl Mireille als auch Hakima zieht es nach Paris, weil sie jemanden zur Rede stellen wollen. Dem Leser ist schon zu Beginn klar, dass das kein guter Weg ist und hofft auch auf diese Erkenntnis bei den Mädchen. Diese kommt zwar, allerdings ebenfalls sehr spät und genauso wenig nachvollziehbar. So ist zwar das Body-Shaming im Buch sehr gut umgesetzt, bei der Bearbeitung der anderen Thematiken fehlt aber etwas. Was mir außerdem nicht besonders gefiel, war der übertriebene Humor, ausgelöst von Mireilles Art. Der war mir häufig too much und störte oftmals beim Lesen. Wenn man jedoch gerne viel Humor liest, wird man davon sicher ebenso angesprochen, wie eine etwas jüngere Zielgruppe. Fazit: Clémentine Beauvais spricht wichtige Themen wie Body-Shaming auf humorvolle und bezaubernde Weise an und entwickelt daraus einen Road-Trip-Roman, indem es auf dem Fahrrad nach Paris geht. Das Thema wird auf wundervolle Weise umgesetzt du konnte mich beeindrucken. Allerdings war mir die Protagonistin wenig sympathisch und ihre Entwicklung leider nur schwer nachvollziehbar.

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  • Wundervoll, humorvoll und liebenswert!

    Die Königinnen der Würstchen

    Samy86

    29. September 2017 um 15:59

    Inhalt:„Wurst des Jahres“ absolut kein schöner Titel mit dem man sich voller Ruhm und Feuereifer ins Getümmel stürzen will, doch genau diesen bekommen Mireille , Astrid und Hakima von ihren Mitschülern via Facebook verliehen. Doch was stellt man mit dem Titel an, der besagt, dass man den Preis für das hässlichste Mädchen erhalten hat?Gemeinsam beschließen die Drei das Beste aus ihrem neuen Ruhm herauszuziehen und sich nicht unterkriegen zu lassen und was bietet sich da nicht mehr an, als aus ihrem Titel gleich einen riesen Gag zu machen - Ihr Ziel ein Road-Trip per Fahrrad nach Paris zur großen Party im Elysée -Palast am Nationalfeiertag. Finanzierungsmittel ein Würstchen-Verkaufsstand auf Rädern und ihr Beweggrund : Hinter jedem hässlichen Entlein kann sich ein prachtvoller Schwan verbergen!Meine Meinung:Frankreich ist meine zweite Heimat und so war es gar nicht abwegig, dass ich mir diese Reise nicht entgehen lassen werde.Autorin Cleméntine Beauvais greift in ihrer Geschichte ein immer mehr ansteigenden Form von „Mobbing“ auf, ganz nach dem Motto :“Was einmal den Weg ins World wide Web gefunden hat, wird dort für immer verankert sein!“ Doch ganz anders als viele Geschichten, die diesen Weg einschlagen, sind es die drei Mädels und ihre außergewöhnliche Reise, die der Handlung ihren ganz eigenen und humorvollen Verlauf verleiht. Mireille, Hakima und Astrid lassen den Kopf nicht hängen und planen einen außergewöhnlichen Gegenschlag gegen die Würstchenkampagne ihrer Mitschüler - Sie werden mit einem Road-Trip per Fahrrad beweisen, dass in jedem hässlichen Entlein ein prachtvoller Schwan verborgen liegt. Der französische Humor ist etwas, der eben nicht jedem liegt und man sich erst einmal damit anfreunden muss. Er ist etwas bodenständiger man ihn von uns kennt und hat so eine etwas trockene Komponente. Trotzdem finde ich ihn klasse und auch wie die Autorin ihn in die Geschichte integriert hat sprach mich mehr als an. Die drei Mädels habe ich auf direkten Wege in mein Herz geschlossen. Schlagfertig, mit viel Feuereifer und großem Herz stellen sie sich ihrer Herausforderung und beweisen so manchen, dass Vorurteile und Meinungen nicht immer ins Schwarze treffen.Das Gefühl von Freiheit, welches sich klar und deutlich während des lesens herauskristallisiert, ist förmlich ansteckend! Der Medienauflauf enorm und man kann sich lebhaft ausmalen, welches aufsehen solch ein Vorhaben mit sich bringt und welchen Effekt dies auf die Menschen haben wird. Natürlich läuft nicht alles so glatt, wie sich die Drei das so ausmalen und dennoch denke ich, dass die Botschaft hinter der ulkigen Geschichte klar und deutlich hervorsticht :“Es ist alles möglich, wenn man nur fest daran glaubt!“Das Cover passt hier im wahrsten Sinne wie die Faust aufs Auge! Es zeigt die drei Mädels mit ihren Fahrrädern. Die Freiheit, die Freude und auch das Sommerfeeling. Fazit:Es ist eine wunderbare Geschichte über Werte, Freundschaft und Ziele, die man sich setzen sollte! Humorvoll, leicht sarkastisch, sehr realitätsnah und traumhaft erzählt! - Sehr lesenswert!

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  • Lustig und eine schöne Reise

    Die Königinnen der Würstchen

    Kathaaxd

    19. September 2017 um 16:53

    Dieses Buch hat mich schon allein wegen dem Titel angesprochen. Ich konnte mir nicht vorstellen, was wohl hinter dem Titel steckt und war auch sehr neugierig. Aber auch das es eigentlich ein Französischer Titel ist, hat mich neugierig gemacht. Ich fand die Story etwas gewöhnungsbedürftig, vorallem der Anfang hat mich etwas sehr schockiert. Man muss sich erstmal an den Anfang gewöhnen, auch wen man schon gleich erfährt, was hinter dem Namen des Titels steckt. Dieses Buch hatte aber viel Witz und Humor und hat dann doch Spaß gemacht zu lesen.  Mireille hat und hatte kein leichtes Leben. Sie ist nicht gerade die schönste und wird in der Schule, als einer der drei Königinnen der Würstchen gekrönt. Das heißt, nur die hässlichsten verdienen so einen Titel. Für mich hat es sich schwer nach Mobbing angehört und das finde ich schon ein ernstes Thema. Hier wird es aber als Witz dargestellt und Mireille nimmt es auch mit Humor. Mir hat Mireille eigentlich gefallen, da sie ein loses Mundwerk hat und einen, vorallem ihre Mutter, zur Weißglut bringt. Aber sie ist gar nicht so stark wie sie wirken möchte. Das hängt damit zusammen das sie von den Menschen verlassen wurde, die sie liebt. Da tat mir Mireille doch schon sehr leid und ich kann sehr gut verstehen, das sie einfach eine Mauer um sich herum aufgebaut hat. Als sie dann noch die anderen zwei Königinnen der Würstchen kennenlernt, beginnt für sie ein neues Leben und damit eine große Reise.  Die beiden Königinnen war auf ihre Art und Weise toll und haben auch zur Story gepasst. Ich hätte am Anfang gar nicht geglaub, das die drei mal Freundinnen werden. Da ja Mireille doch schon fast alle abgewiesen hat und kaum bis gar keine Freunde hatte. Ich finde einfach, dadurch das alle drei so einen unterschiedlichen Charakter haben, das es einfach die Story spannender gemacht hat. Sie passen auch perfekt als Freunde zusammen.  Nach und nach wurden mir dann auch noch die anderen Charakter, die man in der Story kennenlernt, symphatisch. Jeder hatte wirklich seine Eigenarten. Die Mutter war auf ihre genervte Eigenart symphatisch. Ich konnte sie gut verstehen, wer so eine Tochter hat, hat Nerven aus Drahtseilen.  Der Schreibstil war humorvoll und leicht. Manchmal verliert sich zwar die Handlung in Nichtigkeiten und an manchen Stellen wurde sie etwas chaotisch. Aber man merkt sehr gut, das hier die Autorin ihren eigenen Schreibstil hat. Durch den vielen Humor hat sich die Story gut gelesen und ich kam manchmal nicht aus dem Lachen raus, das ich einfach wissen musste wie es weiter geht. Hauptsächlich wird hier aus der Sicht von Mireille erzählt. Zu Anfang lernt man sie und ihre Geschichte kennen, weshalb man auch sehr gut ihre Gefühle versteht und natürlich auch besser versteht, warum sie so ist wie sie ist. Es war einfach eine leichte Lektüre, auch wen manche stolpersteine darin waren, hat es einen gefesselt.

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  • LL rezensiert

    Die Königinnen der Würstchen

    lenasbuecherwelt

    09. September 2017 um 15:06

    „Die Königinnen der Würstchen“ klang ganz nach meinem Geschmack. Eine Geschichte rund um Vorurteile, Mobbing und die Oberflächlichkeiten unserer Gesellschaft gepaart mit Humor und Leichtigkeit. Es klang genial… Ich habe allerdings schnell gemerkt, dass mir der Erzählstil gar nicht zusagt. Auch die Art der Protagonistin empfand ich hauptsächlich als anstrengend und sie wirkte vor allem unsympathisch. Eigentlich bin ich jemand, der selbst gerne sarkastisch ist und nicht nur die klassischen Witze mag. Mireille ist ebenfalls sehr sarkastisch, hat einen Galgenhumor und ist unzufrieden mit ihrem Körper wie mit dem Rest der Welt. Und das lässt sie den Leser auch regelmäßig spüren. Immer wieder gab es von ihr Kommentare, die eigentlich lustig sein sollten, ich aber nur als anstrengend empfand. Desweiteren hat mich auch gestört, dass die Themen wie Rassismus, Oberflächlichkeiten und Mobbing nur oberflächlich angeschnitten wurden. Die Geschichte hatte Potenzial und wer sich mit Protagonistin Marielle versteht, wird sicherlich mehr Spaß haben. Mein Humor wurde hiermit allerdings nicht getroffen. 

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  • Sommer, Sonne, Würstchen

    Die Königinnen der Würstchen

    dieDoreen

    07. September 2017 um 13:43

    Sommer, Sonne, Sonnenschein das sollte für mich die perfekte Urlaubslektüre verkörpern. "Die Königinnen der Würstchen"hatte all das und noch viel mehr. Zugegeben der Schreibstil und die Charaktere waren anfangs etwas... Nun ja ich würde es als gewöhnungsbedürftig beschreiben, aber hat man sich erst einmal daran gewöhnt entfaltet sich der ganze Witz und Humor der Geschichte. Herrlich selbstironisch und mit einer gehörigen Portion Sarkasmus begleitet der Leser die meiste Zeit Mireille. Jedoch schlägt die Autorin auch ernste Töne an. Mirelle hat und hatte kein leichtes Leben. Sie wurde verlassen von Menschen die sie liebt, wurde gemobbt und ist eigentlich nicht so stark wie sie wirken möchte. Dennoch überrascht sie mich mit ihrer herzlichen Art und ihrem schwarzen Humor immer wieder und eigentlich ist sie auch gar nicht so hässlich wie sie von ihren Mitschülern dargestellt wird.  Manchmal jedoch wirkt die Geschichte etwas chaotisch und überzogen. Die Handlung verliert sich in Nichtigkeiten und ich konnte der Story nicht ganz folgen. Das mag vielleicht an dem ganz eigenen Schreib- und Erzählstil der Autorin liegen, welcher stellenweiße etwas skurril wirkt. Aber schon auf der nächsten Seite entfaltet die Handlung und die Charaktere wieder ihren ganzen Charme.Dennoch hat mir das Buch einige schöne Lese- und Sommerfeelingstunden am See beschert.Mein Fazit"Die Königinnen der Würstchen" war eine herrlich leichte Sommerlektüre die wenn man sich erst einmal an den skurrilen Humor gewöhnt hat für unterhaltsame Lesestunden sorgt und sich auf seine ganz eigene Art und Weise mit dem eigentlich sehr ernsten Thema Mobbing befasst. 

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  • Herrlich witzig, stark und einfühlsam ...

    Die Königinnen der Würstchen

    SharonBaker

    03. September 2017 um 18:34

    Wie kann das sein! Mireille ist nach zwei Jahren Gold, nur noch die Bronze Wurst des Jahres, gespielt entrüstet, schaut sie sich die Gewinnerin an und das kann sie auch gleich im Realen. Astrid nämlich, die neue goldene Wurst, besucht Mireille, um sie zu fragen, wie sie damit umgeht. Mit diesem Titel und der Gemeinheit, die sich die Mitschüler herausnehmen, das hässlichste Mädchen des Jahres zu wählen. Zusammen entschließen sie, auch die Zweitplatzierte zu besuchen, damit sie mit der Schmach nicht allein ist. Doch dort platzen sie in eine traurige Geburtstagsfeier hinein und alles hat mit der großen Party im Elysée-Palast zu tun. Jede der Drei hat nämlich einen Grund dort aufzutauchen und so entspinnen sie einen Plan, zu einem Road-Trip mit Gartenpartycrash. Und um ihren Titel alle Ehre zu machen, finanzieren sie diesen mit dem Verkauf von Würstchen. Werden sie den Weg nach Paris schaffen? Warum wollen sie unbedingt auf diese Party? Und was wird diese Reise mit ihnen machen? Ich muss gestehen, dass ich den Titel erst gar nicht ansprechend fand. Die Königinnen der Würstchen, was soll das denn! Wer möchte schon eine Wurst sein? Oder ist das ein Buch über drei Metzgertöchter? Irgendwie befremdlich und doch wurde es mir so sehr ans Herz gelegt, das ich es mir näher anschaute und dachte, ja, das mag ich doch lesen. Und soll ich euch was sagen, dieses Buch hat mein Herz überflutet und so möchte ich es auch jeden einfach nur empfehlen. Warum? Versuche ich euch jetzt in Worte zu fassen.Die Geschichte wird aus Mireilles Sicht erzählt und sie ist absolut Bombe. Ein Mädchen, was schon immer am Rand der Außenseiter stand. Ein Kind von einer Affäre, der Vater kümmert sich nicht, ihre Mutter hat sich direkt in eine neue Ehe gestürzt und Mireille versucht irgendwie ihren Platz zu finden, ihre Identität. Das ist natürlich umso schwerer, wenn man von allen gegängelt, ausgelacht und gequält wird. Um das an sich abprallen zu lassen, hat sie sich einen zynischen, sarkastischen, ironischen Humor, als Schutzschild zugelegt und hält alle mit ihrer Schlagfertigkeit von sich ab. Das heißt aber nicht, das diese Bösartigkeiten an ihr abprallen und sie nicht verletzten, das tun sie nämlich doch, aber das zeigt sie selten und erzählt nur uns Lesern, in stillen Momenten davon. Für andere ist sie ein Felsen und zeigt eine Stärke, die ich damals nie entwickelt hätte. Mir war sie sofort sympathisch und ich muss ihr totalen Respekt zollen, ein tolles Mädchen und mit jeder Seite, wächst sie einen mehr ans Herz.Aber auch die beiden anderen Würste sind sehr einnehmend, da haben wir Astrid, sie ist erst dazu gezogen und lebt mit ihrer Mutter im Ort, da ihr Vater das Weite gesucht hat. Sie liebt Computerspiele und am Liebsten welche mit Management und sie hat eine große Schwäche für die Band Indochine. Ihre Waffe gegen Einsamkeit. Die Jüngste im Bunde ist Hakima, mit ihren zwölf Jahren, ist diese Reise für sie die größte Herausforderung. In ihrer Familie herrscht ein ganz anderes Problem, denn ihr Bruder ist Soldat, und ist aus einer Mission, mit starken Verletzungen, nach Hause zurückgekehrt. Somit ist die Stimmung alles andere als erbaulich und die Wurstwahl für Hakima wird zur Nebensache. Diese drei Mädels finden auf ungewöhnliche Weise zusammen, aber was sie daraus machen, zeigt etwas von Größe, wo sich jeder eine Scheibe von Abschneiden könnte. Auf ihren Weg wird nämlich schnell klar, dass das liebe Internet so eine eigene Welt ist, nämlich die des schnellen bösen Wortes. Dort hängt man sich schnell an Bösartigkeit und merkt nicht, wie schnell man einen Menschen verletzen kann. In der Realität sieht das nämlich anders aus, die Leute finden nämlich unsere drei Würstchen gar nicht hässlich und diese Gegensätzigkeit arbeitet die Autorin unheimlich gut ein. Man kann sich einfach in diese drei Köpfe rein fühlen und erkennt, in jeder, etwas von sich selbst wieder. Als Teenager hadert man doch gern mit sich, findet dies und das grässlich an sich selbst, und wenn noch eine Horde Halbwüchsiger unreifer Bübchen darauf zeigt, möchte man in Boden versinken. Diese Geschichte macht aber einfach Mut, ist ehrlich und beflügelt einem Selbst beim Lesen. Warum nur gab es solch ein Buch nicht zu meiner Schulzeit und solch eine Mireille, hätte ich gern als Freundin gehabt.Clémentine Beauvais hat ein unglaubliches Fingerspitzengefühl und einen unbestechlich guten Humor, um solch eine Geschichte zu schreiben und solch schwierige Themen aufzugreifen. Man geht voll rein, radelt mit und steht am Ende im Garten und denkt sich, nun mach schon, und wird überrascht. Unsere drei Mädels machen nämlich eine unglaubliche Entwicklung mit und werden erwachsen. Aber mehr verrate ich nicht, denn dieses Buch hat noch so viel mehr zu bieten und ich will einfach nicht mehr verraten. Aber ihr müsst es lesen, unbedingt. BITTE!!! IHR MÜSST ES LESEN!Die Königinnen der Würstchen ist mehr als ein Kampf gegen die Unverschämtheit des Internets. Nämlich eine Reise zu wahrer Größe und diese kann ganz klein anfangen. Herrlich chaotisch, spritzig, herzerwärmend, mitreißend, frech und einfühlsam.

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  • Rezension: Die Königinnen der Würstchen

    Die Königinnen der Würstchen

    Anni-chan

    03. September 2017 um 16:57

    Kurzbeschreibung   Mireille, Astrid und Hakima sind auf Facebook von ihren Mitschülern zur Wurst des Jahres in Gold, Silber und Bronze gewählt worden – der Preis für die hässlichsten Mädchen. Doch die drei beschließen, sich nicht unterkriegen zu lassen. Zusammen planen sie einen Road-Trip per Fahrrad nach Paris. Ziel: die große Party im Elysée-Palast am Nationalfeiertag. Finanzierung: Unterwegsverkauf von Würstchen. Ein chaotische, lustige und herzzerreißende Reise beginnt. Und auf der Party hat jede der drei ein ganz eigenes Anliegen … (Quelle und Bildcopyright liegen beim Carlsen Verlag)   Äußere Erscheinung   Die Grundfarbe des Covers ist ein helles Gelb und darauf zu sehen sind drei Mädels auf dem Rad und ein Eifelturm im Hintergrund. Symbolisch ist also der Roadtrip der drei Würstchen darauf abgebildet und obwohl die drei Mädels – auch wenn man sie nur von hinten sieht – jetzt nicht unbedingt die hässlichsten sind, ergo auch nicht zu den Protagonisten passen – empfinde ich das Cover als sehr gelungen. Es sprüht quasi nur so von der Lebensfreude eines verrückten Roadtrips.   Meine Meinung   Ich lese ja nicht oft französische Lizenztitel – vielleicht weil es davon zu wenige gibt, die mich reizen? – aber wenn ich es tue, dann merke ich das auch, wenn ich den Namen des Autors nicht kenne oder weiß, dass es im Original französisch ist. So auch hier. Der Schreibstil der Autorin ist mit dem typischen, franzsösischen Humor gespickt, der für mich zu Beginn etwas befremdlich war, mich nach den ersten fünfzig Seiten aber tatsächlich begonnen hat, zu amüsieren. Vor allem Mireille, die Protagonistin, hat dazu beigetragen, denn als Ich-Erzählerin schildert sie die Ereignisse mit einer außergewöhnlichen Schlagfertigkeit, Witz und Charme.   In dem Buch geht es um Mireille, Astrid und Hakima, die in der Schule die größtmögliche Demütigung ertragen müssen, die es gibt: Sie werden zur Wurst des Jahres gewählt, also zu den hässlichsten Mädchen der Schule. Aber die drei lassen sich nicht unterkriegen. Im Sommer wollen sie eine außergewöhnliche Reise unternehmen.   Von Bourg-en-Bress nach Paris soll es gehen, aber nicht etwa ganz simpel mit dem Auto. Nein, wie das Cover schon vermuten lässt, nehmen sie das Fahrrad. Sechs Tage soll die Fahrt dauern. Für drei dicke Mädchen ist das nicht unbedingt ein Kinderspiel, aber sie sind wild entschlossen. Jede von ihnen hat ein anderes Ziel, weshalb sie unbedingt am Nationalfeiertag nach Paris muss. Ob sie das schlussendlich schaffen und ihre Pläne in die Tat umsetzen, muss jeder für sich selbst herausfinden.   Im Vordergrund des Buches steht natürlich die Reise, dieser irrwitzige Roadtrip, der ein Gefühl von Freiheit und Grenzenlosigkeit vermittelt. Nicht nur, dass die drei Mädchen (samt Aufsichtsperson in Form von Hakimas Bruder) ihre Reise auf dem Rad antreten und auf dem Weg mit Würstchenverkäufen über die Runden kommen wollen, die ganze Reise nimmt bald viel größere Ausmaße an. Ein wahrer Medienrummel entsteht und ganz Frankreich rätselt: Was haben die Mädchen in Paris vor?   Dabei werden auch ernstere Themen aufgegriffen: Das Aufmerksammachen auf Mobbing und Demütigung zum Beispiel oder die Motivation sportlicher zu werden und etwas am eigenen Lebensstil zu ändern. Humorvoll verpackt lehrt dieses Buch den Lesern die Lektion, dass dass selbst die schönsten Menschen im Inneren total hässlich sein können, während die Hässlichsten von innen heraus so schön sind, wie niemand sonst.   Mireille, eine der Protagonistinnen und Ich-Erzählerin, ist gerade einmal fünfzehn und musste schon dreimal die Demütigung ertragen, eine Wurst des Jahres zu sein. Sie hat gelernt, damit zu leben und Beleidigungen sowie Mobbing an ihr abprallen zu lassen. In dieser Hinsicht ist sie sehr viel reifer als ihre Mit-Würstchen. Sie ist außerdem schlagfertig, nicht auf den Mund gefallen und darüber hinaus kann sie noch sehr tiefgründig sein.   Astrid und Hakima sind beide zum ersten Mal Würstchen des Jahres und während Astrid damit überhaupt nicht klarkommt, lenkt Hakima ihre Aufmerksamkeit auf andere Themen, die in ihren Augen mehr Beachtung verdienen. Beide sind weniger abgehärtet in Sachen Mobbing und auch nicht immer mit dem Einverstanden, was Mireille so plant, aber schlussendlich halten die drei zusammen.   Fazit   »Die Königinnen der Würstchen« ist ein Jugendbuch der etwas anderen Art. Es ist jetzt nicht super spannend oder weltbewegend, aber seichte Lektüre für einen gemütlichen Sommertag auf jeden Fall. Humorvoll und mit viel Charme beschrieben, darf der Leser Zeuge eines echt verrückten Roadtrips werden.   Bewertung   4/5

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  • Mir hat es sehr gefallen, aber es wird polarisieren

    Die Königinnen der Würstchen

    Buchbahnhof

    01. September 2017 um 20:59

    Die Geschichte fängt schon gleich skurril an. Mireille ärgert sich darüber, dass sie nur die Bronze-Wurst ihrer Schule geworden ist. Galgenhumor? Ernst gemeint? Man weiß es zunächst nicht, aber man wundert sich. Nicht lange, dann nimmt die Goldene Wurst, Astrid, Kontakt zu Mireille auf. Die beiden Mädchen verstehen sich auf Anhieb und beschließen, auch die silberne Wurst, Hakima, aufzusuchen. „Uns verbindet ein gemeinsames Unglück.“ (S. 38) Aus dem gemeinsamen Unglück wird eine gemeinsame Mission. Alle drei Mädchen haben unterschiedliche Gründe, aber ein gemeinsames Ziel. Die Gartenparty im Elysee-Palast zum 14. Juli. Mireille ist schon diejenige von den drei Mädchen, die die anderen mitzieht. Sie ist schlagfertig und nimmt kein Blatt vor den Mund. Sie hat mir wirklich gut gefallen, auch wenn ich ab und an auch Mitleid mit ihr hatte. Ihr Leben ist schon ein bisschen aus den Fugen so wie es ist und ich denke, dass viele Verhaltensweisen von ihr eher Ablenkungsmanöver waren, damit sie sich nicht mit ihren wahren Gefühlen auseinandersetzen muss. Astrid und Hakima sind eher stillere Charaktere, die sich von Mireille mitreißen lassen. Astrid ist handwerklich sehr begabt. Wie sie die Fahrräder wieder flott gemacht hat, hat mir imponiert. Auch, wie sie nach einiger Zeit die beiden anderen Mädchen einbezogen und ihnen Aufgaben zugeteilt hat, hat mich beeindruckt. Sie macht nämlich zuerst eher einen unterwürfigen Eindruck. Hamika ist die „Kleine“ in dieser Geschichte. Sie kämpft auf der Reise mit den typischen Jungmädchenproblemen, wie z. B. Ihrer ersten Periode. Mireille ist in diesem Roman die treibende Kraft, die die Mädchen immer wieder anspornt ihre Grenzen zu überwinden. Sie versucht aus der Situation das Beste für sich und die anderen beiden zu machen und ich finde, dass ihr das auch sehr gut gelingt. Heftig fand ich, dass Mitschüler Mireille aufs heftigste beleidigen und die Lehrer nicht eingreifen. Aber so ist das Leben leider nur allzu oft. Bei Mobbing wird weggeschaut und niemand hilft. Auch Rassismus und Diskriminierung sind auf der Fahrt der Mädchen kurz Thema. Ich weiß nicht genau, wie ich es einordnen soll, dass Mareille auch das einfach vom Tisch wischt. Einerseits denke ich schon, dass die Autorin sich hätte mit dem Thema auseinandersetzen müssen, andererseits fand ich die Geschichte glaubwürdig. Was hätte sie tun sollen? Diskutieren mit Wildfremden hätte eh nichts genutzt, also war das, was sie gemacht hat eigentlich die einzig mögliche Art damit umzugehen. Das mag der eine oder andere Leser aber durchaus anders sehen. Ich fand zumindest sehr realistisch, wie die Autorin die Geschichte dargestellt hat. Ebenso nicht so besonders toll fand ich, dass die Mädchen (die älteste gerade mal 16 Jahre alt) betrunken von einer Studentenparty wiederkommen und die beiden Älteren die jüngere Hakima (7. Klasse) mit Schmerztabletten füttern, nur weil sie ihre Periode und dadurch bedingt ein bisschen Bauchschmerzen hat. Muss nicht sein, finde ich. Aber, ich fand das Buch trotzdem total genial, habe viel gelacht, viel mit dem Kopf geschüttelt und habe mich einfach nur gut unterhalten gefühlt. Man muss, meiner Ansicht nach, nicht alles analysieren, sondern kann auch einfach mal genießen. Und genau das habe ich bei dieser Geschichte getan. Mireille ist einfach eine tolle Protagonistin, die etwas gegen sich und die Welt hat, alles mit einem sarkastischen oder lustigen Spruch versieht und einfach lebt. Für mich ist das die Kernaussage dieses Buches: Einfach machen und sich nicht unterkriegen lassen, egal welche Steine dir in den Weg geworfen werden. Ich kann euch „Die Königinnen der Würstchen“ wirklich empfehlen (allerdings nur, wenn ihr über meine Kritikpunkte wegschauen könnt, sonst solltet ihr lieber die Finger davon lassen – ich bin sicher, dass dieses Buch polarisieren wird und es auch negative Stimmen geben wird). Für mich war es ein lustiger Road-Trip mit einem ernsten Hintergrund, bei dem sich die Protagonisten selbst nicht allzu ernst nehmen und sich von der Wahl zur Wurst nicht unterkriegen lassen. Genau wie die Mädchen sich nicht so ernst nehmen darf man auch das Buch nicht zu ernst nehmen, sonst wird man sicher keinen Spaß daran haben. Von mir gibt es gerne 5 Sterne und eine Leseempfehlung. Außerdem habe ich für mich aus diesem Buch wieder die Erkenntnis gezogen: Einfach mal machen und nicht darauf hören, was andere über einen denken und sagen. Manchmal ist es gut, einfach beide Ohren zuzuklappen.

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  • Irgendwie scheint die Chemie nicht ganz gestimmt zu haben...

    Die Königinnen der Würstchen

    Pearsson

    29. August 2017 um 21:55

    Zitate:"Aber wie es aussieht, hat die arme Astrid bei den Ordensschwestern nicht das gleiche Training erhalten wie ich: Offenbar hat man ihr dort nicht oft genug gesagt, dass sie dick und hässlich ist." Seite 21"Das heißt nicht, dass ich meinen Körper nicht mag, es heißt nur, dass ich ihn hasse." Seite 163Meinung: Mireille, Astrid und Hakima. Drei junge Mädchen, die auf den ersten Blick nichts gemeinsamen haben. Außer der Tatsache, dass sie von ihren Mitschülern in den sozialen Medien zu den Königinnen der Würstchen gewählt wurden. Klingt witzig, denkt ihr? Mitnichten! Denn die Gold-, Silber- und Bronzewurst gehen an die drei hässlichsten Mädchen der Schule.Ganz spontan ergibt sich die Gelegenheit, dass sie sich kennenlernen. Bei dieser Gelegenheit wird schnell klar, dass sie zwar komplett unterschiedliche Motive haben, aber dennoch ein gemeinsames Ziel: Paris. Also auf, auf! Einmal auf's Fahrrad geschwungen und einen Road-Trip der besonderen Art gestartet :)Die Geschichte um Mireille und die anderen Königinnen spielt in einer Welt... Tja, unsere Welt eben. Ignoranz, Diskriminierung und Mobbing sind keine Seltenheit. Und weil das noch nicht reicht, spielen auch noch die sozialen Medien eine große Rolle, in denen dann wirklich jeder meint, seinen (anonymen) Senf dazu abgeben zu müssen.Das war natürlich mein Stichwort. Seit ich zum ersten Mal von dem Buch gehört hatte, musste ich es einfach lesen. Erwartet hatte ich eine sowohl emotionale, bewegende, als auch teilweise witzige Geschichte voller Abenteuer. Das Ergebnis jedoch, war dann etwas anders als erhofft.Kommen wir zuerst zum Schreibstil. Er ist größtenteils sehr jugendlich gehalten und flüssig zu lesen, stellenweise waren die Übergänge von der Erzählung zur direkten Rede jedoch etwas holprig, so dass man ab und an etwas genauer lesen musste, um zu verstehen, wer denn jetzt genau mit wem redet. Abgesehen davon, hat die Autorin es geschafft, mit ihren Erzählungen und kleinen Exkursionen, eine wirklich französische Stimmung zu schaffen. Landschaften, Küche und landestypische Begebenheiten haben mich daran erinnert, dass ich schon viel zu lange nicht mehr in Frankreich war ;)Die Protagonisten sind liebevoll ausgearbeitet, mit ihren ganz eigenen Stärken, Schwächen und Problemen sowie Träumen, Wünschen und Sorgen. So sollte eigentlich für fast jeden Leser ein Charakter dabei sein, mit dem er zumindest ein Stück weit mitfiebern kann.Leider lag genau darin mein Problem. Mir lag der Hauptcharakter Mireille einfach so gar nicht. Ich empfand sie größtenteils als anstrengend und konnte nahezu keinerlei Sympathie aufbauen. Hinzu kommt, dass der Humor, der mit dem Thema Road-Trip üblicherweise einhergeht, zwar vorhanden, aber einfach nicht meiner war. In Folge dessen, waren mir die Witze zu flach und die Wendungen zu wenig nachvollziehbar. Das ist natürlich sehr schade, aber was soll man machen, wenn einfach die Chemie nicht stimmt? ;)Nichtsdestotrotz möchte ich die Geschichte um Mireille, Astrid und Hakima allen ans Herz legen, die Spaß an Road-Trips und/oder Geschichten rund um die Themen Diskriminierung und Mobbing, aber auch guten Dingen wie Freundschaft, Selbstliebe und der Erfahrung, was im Leben wirklich zählt, haben. Denn die Grundidee ist wirklich toll! Vermutlich wäre meine Meinung anders ausgefallen, wenn der Humor oder noch besser, die Sympathie, gepasst hätten.

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