Die Königinnen der Würstchen

von Clémentine Beauvais 
4,1 Sterne bei31 Bewertungen
Die Königinnen der Würstchen
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Ein kluges und unterhaltsames Buch für (junge) Leserinnen, die auch finden, dass Brain mindestens genauso wichtig ist wie Body!

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Die Story ist gespickt mit Selbstironie, unterhaltsamem Wortwitz und großartigen inneren Monologen, die zu geistreichen Erkenntnissen führen

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Inhaltsangabe zu "Die Königinnen der Würstchen"

Mireille, Astrid und Hakima sind auf Facebook von ihren Mitschülern zur Wurst des Jahres in Gold, Silber und Bronze gewählt worden – der Preis für die hässlichsten Mädchen. Doch die drei beschließen, sich nicht unterkriegen zu lassen. Zusammen planen sie einen Road-Trip per Fahrrad nach Paris. Ziel: die große Party im Élysée-Palast am Nationalfeiertag. Finanzierung: Unterwegsverkauf von Würstchen. Eine chaotische, lustige und herzzerreißende Reise beginnt. Und auf der Party hat jede der drei ein ganz eigenes Anliegen …
Nominiert für: Buxtehuder Bulle – Das beste Jugendbuch des Jahres!

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783551556776
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:288 Seiten
Verlag:Carlsen
Erscheinungsdatum:31.08.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    laraundlucas avatar
    laraundlucavor 3 Monaten
    Die Königinnen der Würstchen

    Inhalt:


    Mireille, Astrid und Hakima sind auf Facebook von ihren Mitschülern zur Wurst des Jahres in Gold, Silber und Bronze gewählt worden – der Preis für die hässlichsten Mädchen. Doch die drei beschließen, sich nicht unterkriegen zu lassen. Zusammen planen sie einen Road-Trip per Fahrrad nach Paris. Ziel: die große Party im Élysée-Palast am Nationalfeiertag. Finanzierung: Unterwegsverkauf von Würstchen. Eine chaotische, lustige und herzzerreißende Reise beginnt. Und auf der Party hat jede der drei ein ganz eigenes Anliegen …

    Meine Meinung:

    Der Schreibstil hat mir leider gar nicht zugesagt, ich empfand ihn als grausam. Mich konnte der Humor nicht erreichen, der Erzählstil war sehr gewöhnungsbedürftig. Ich habe keinen Zugang zur Handlung und den Charakteren gefunden. Es hat sehr lange gedauert, bis ich das Buch beendet hatte, war kurz davor es abzubrechen.

    Der Klapptext und die Grundidee, die dahinter steckt hat mir von Anfang an zugesagt. Eine Geschichte über Mobbing und Vorurteile und drei Mädchen, die sich auf eine gemeinsame Reise nach Paris begeben. Alle treibt etwas anderes an. Mirelle möchte endlich ihren Vater treffen, Astrid möchte die Gruppe Indochine sehen, die am Nationalfeiertag auftreten wird und Hakimas möchte an der Ehrung ihres Bruders teilnehmen. 
    Die Umsetzung hat mir aber gar nicht gefallen und konnte mich nicht erreichen, was auch nicht zuletzt an der anstrengenden Protagonistin lag. Die Geschichte ist mir zu gewollt, zu überzogen. Die wirklich wichtigen Themen verloren sich in der Oberflächlichkeit und dem aufgesetzten Witz. 

    Mireille ist unzufrieden mit sich und ihrem Körper. Sie ist sehr sarkastisch und macht ständig ihre Witze, was ich aber nur als anstrengend und als so gar nicht humorvoll empfand. Nach außen wirkt sie stark und taff und versucht ihre Gefühle durch ihren Sarkasmus zu überspielen, Leider bin ich mit ihr nicht warm geworden. 

    Eine tolle Grundidee, die wirklich Potential hat, aber die Umsetzung lässt zu wünschen übrig und konnte mich nicht erreichen. Schade.

    Fazit:

    Leider kein Buch für mich.

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    Ramgardias avatar
    Ramgardiavor 7 Monaten
    Mobbing, soziale Medien, R(o)admovie alles drin in diesem Buch

    Ich muss sagen, dass ich mich vom Titel habe abschrecken lassen. Was für ein Blödsinn kann sich schon dahinter verbergen?

    Mirelle, die Tochter einer Lehrerin und eines hässlichen Philosophen, der aber nichts von ihr weiß, hatte in ihrer Kindheit einen Freund Malo. Der hat aber später feststellen muss, dass "Mirelle eine fette Kuh ist". Dann kam er auf die schreckliche Idee einen Wettbewerb in Facebook zu starten: Gesuchte wurde das hässlichste Mädchen, eben die "Wurst des Jahres".

    Da Mirelle in diesem Jahr nur den dritten Platz gemacht hat, nimmt sie Kontakt zu den beide anderen Mädchen auf. Es entsteht eine Freundschaft zwischen ihr Astrid und Hakima. Mirelle möchte ihren Vater in Paris, der inzwischen mit der französischen Präsidentin verheiratet ist und mit ihr drei Söhne hat, über ihre Existenz informieren. Astrid  schwärmt für die Gruppe Indochine, die am Nationalfeiertag auftreten wird und Hakimas Bruder Kader sitzt im Rollstuhl, weil ein General ihn in einen Kampf geschickt hat und dieser General soll an diesem Tag geehrt werden.

    So kommt es, dass die drei Mädchen und Kader, der von Mirelle in Gedanken Sonnenschein genannt wird, sich auf den Weg nach Paris machen. Ihre drei Fahrräder werden vor einen Wagen gespannt und so können sie auf der Reise Würstchen verkaufen. Ihre Fahrt wird durch die sozialen Medien und die Presse begleitet.

    Als die Vier in Paris ankommen entwickelt sich alles etwas anders als geplant, aber die Mädchen sind auch ein ganzes Stück erwachsener und selbstbewusster geworden.

    Da sieht man, eine gutes Buch kann man nicht unbedingt am Titel erkennen und wenn man den Inhalt kennt, macht der Titel auch wieder Sinn.

    Geschrieben ist das Buch aus Sicht der 15-jährigen Mirelle, die sich nach außen cool und abgeklärt gibt, aber oft damit nur ihre Probleme übespielt.

    Ein sehr modernes Buch, dass sich mit Mobbing im Internet und seinen Folgen beschäftigt, und hier eine tolle Lösung des Problems anbietet.

     

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    EmmyLs avatar
    EmmyLvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Die Story ist gespickt mit Selbstironie, unterhaltsamem Wortwitz und großartigen inneren Monologen, die zu geistreichen Erkenntnissen führen
    Wundervolle Unterhaltung voller Selbstironie und witziger innerer Monologe

    Seit drei Jahren wird in Mireilles Schule das hässlichste Mädchen des Jahres gewählt. Die demütigende Auszeichnung trägt den Namen „Wurst des Jahres“. Inszeniert wird die Wahl von Malo, welcher mit Mireille sehr lange befreundet war. Mireille ist ein cleveres siebzehnjähriges Mädchen, welches ihre Unsicherheit hinter einer Maske aus Ignoranz mit spitzer Zunge, feiner Ironie und einer großen Portion Überheblichkeit versteckt. In diesem Jahr erhält Mireille „nur“ die Bronzemedaille. Die beiden anderen ausgezeichneten Mädchen Astrid und Hakima können diese Demütigung allerdings nicht so locker wegstecken. Um Trost zu finden, sucht Astrid Mireille und Hakima auf. Gemeinsam beschließen sie sich nicht unterkriegen zu lassen. Sie möchten ein Zeichen setzen, dass Aufmerksamkeit erregt. Ihr Plan ist es mit dem Fahrrad nach Paris zu fahren und die Party im Elysée-Palast zum Nationalfeiertag zu sprengen. Finanzieren wollen sie ihre Reise über den Verkauf von Würstchen. Damit beginnt ein abenteuerlicher, lustiger und aufregender Roadtrip, an dessen Ende jedes Mädchen sein eigenes Ziel verfolgt.

    Solche demütigenden Wahlen, denen ein medial vorgegebenes Schönheitsideal zugrunde liegt, sind in den sozialen Netzwerken leider sehr häufig zu finden. Nicht selten erkranken die nominierten Jugendlichen seelisch, was Bulimie, Burnout oder Depression zur Folge hat. Im schlimmsten Fall kann es sogar zum Selbstmord kommen.

    Diese Geschichte gibt jenen eine Stimme, die sich nicht dem Mainstream anpassen. Sie ist für all die Mädchen, welche aufgrund äußerlicher Aspekte nicht dem gesellschaftlichen und medial vorgegebenen Schönheitsideal entsprechen.

    Mireille erzählt den aufregenden Roadtrip in der Ich-Form im Präsens. Ihre Erzählung ist gespickt mit Selbstironie, unterhaltsamem Wortwitz und großartigen inneren Monologen, die zu geistreichen Erkenntnissen führen. Trotz des eigentlich ernsten Themas habe ich beim Lesen Tränen gelacht. Mireille nimmt sich selbst nicht so ernst und dadurch gelingt es ihr, Beleidigungen an sich abprallen zu lassen.

    Die Geschichte prangert nicht an oder erhebt den moralischen Zeigefinger sondern gibt Denkanstöße, die den Leser nachdenklich zurück lassen. Der Roman liest sich leicht und flüssig. Für Mädchen ab 14 Jahre eine wundervoll unterhaltende Lektüre. Das Buch eignet sich aber auch sehr gut als Unterrichtslektüre in der 9. / 10. Klasse, um über Mobbing, soziale Netzwerke, Emanzipation und Selbstbewusstsein zu sprechen.

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    michitheblubbs avatar
    michitheblubbvor 10 Monaten
    Das Thema Mobbing einmal ganz anders. Klare Leseempfehlung!

    Erst einmal vielen Dank an den Carlsen Verlag, der mir das Buch als Rezensionsexemplar im Rahmen einer Aktion zur Verfügung gestellt hat! Ich habe jetzt schon von vielen gehört, dass sie von der Aktion „Wurst des Jahres“ abgeschreckt werden. Tatsächlich fand ich es schon vor der Lektüre unheimlich interessant, dass genau diesen Umstand die betroffenen Mädchen im Buch schlussendlich für sich nutzen. Und ich muss sagen, dass mich das Buch wirklich tief beeindruckt hat.
    Clémentine Beauvais versteht es außerordentlich gut, die Gedanken einer fünfzehnjährigen in ihrer absoluten Breite widerzuspiegeln und mit solch einem intelligenten Humor zu erzählen, dass ich teilweise einfach nur staunend und mit offenem Mund vor dem Buch saß. Mobbing ist eine sehr aktuelle Thematik – ist es eigentlich immer schon gewesen – und trotzdem ist es immer wieder wichtig meiner Ansicht nach, dass auf die Thematik hingewiesen wird. In Die Königinnen der Würstchen wird Mobbing auf eine sehr interessante Art und Weise in den Mittelpunkt gestellt und gezeigt, dass man sich nicht einfach in seinem Schicksal ergeben muss, sondern ganz eigene Wege und Mittel besitzt, um diese vermeintliche Schwäche zu einer Stärke zu entwickeln. Ja teilweise hatte ich das Gefühl, dass auch ich mir noch etwas bei Mireille abgucken kann.
    Genauso außergewöhnlich wie die Geschichte, sind auch die drei Protagonistinnen. Ich habe sie auf ihrer sowohl persönlichen als auch physischen Reise sehr gerne verfolgt und ihnen beim wachsen zugesehen. Alle drei haben ihre Eigenarten und ergänzen sich trotzdem als Trio perfekt. Gemeinsam mit dem außergewöhnlichen Humor entsteht dadurch eine Geschichte, die gleichzeitig sehr gut unterhält, aber auch eine außergewöhnliche Tiefe besitzt, die mich emotional sehr ergriffen hat. Man fiebert in jeder Phase der Reise mit, freut sich mit den drei Mädchen und ist mit ihnen am Boden zerstört (und in meinem Fall auch vollkommen k.o. vom Fahrradfahren).
    In der Geschichte geht es wohl vielmehr um den Weg, der das Ziel symbolisiert, trotzdem finde ich auch das Ende der Geschichte sehr passend und wunderbar aufgelöst, da vor allem der letzte Satz, die sehr schöne Aussage dieses Buches noch einmal unterstützt: jeder hat die Möglichkeit sich selbst zu retten und aus einer schlimmen Situation etwas gutes entstehen zu lassen.
    Die Königinnen der Würstchen erzählt eine wunderschöne und ganz und gar einzigartige Geschichte von drei besonderen Mädchen, die uns mit auf eine Reise nehmen, auf der man auch selbst noch einiges über sich selbst lernen kann. Mit einem einzigartigen Sinn für Humor wird das Thema Mobbing hier einmal auf eine ganz eigene Art beleuchtet und eine wunderschöne Message transportiert. Eine absolute Leseempfehlung!

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    kathrineverdeens avatar
    kathrineverdeenvor einem Jahr
    Rezension zu "Die Königinnen der Würstchen"

    Erinnert ihr euch noch an eure Schulzeit? An die Oberflächlichkeit, die euch während dieser Zeit umgeben hat? Da konnte man nicht einfach ungekämmt aus dem Haus gehen, ohne einen fiesen Spruch vom Banknachbarn zu kassieren. Für mich war die Schulzeit, vor allem das letzte Jahr die Hölle, weil ich eben nicht dem Schönheitsideal einiger Jungen entsprach. Auch Mireille, Astrid und Hakima durchleben unschöne Zeiten, denn sie wurden auf Facebook von ihren Mitschülern zur Wurst des Jahres in Gold, Silber und Bronze gewählt - der Preis für die hässlichsten Mädchen. Doch wie reagiert man am besten auf diese Schmach? Richtig, man verbündet sich und versucht sich weitgehend gegenseitig aufzubauen, um sich nicht unterkriegen zu lassen. Die drei Würstchen des Jahres machen dies auf ganz besondere Weise: Zusammen planen sie einen Road-Trip per Fahrrad nach Paris, um dort die große Party im Élysée-Palast am Nationalfeiertag zu crashen.

    Wir Leser begeben uns zusammen mit den Würstchen des Jahres auf eine abenteuerliche Reise und lernen sie mit jedem gefahrenen Kilometer etwas besser kennen. Mireille, Astrid und Hakima werden aus den verschiedensten Gründen angetrieben, denn jede für sich hat - neben dem uncharmanten Titel als Würstchen des Jahres - mit ganz eigenen Problemen zu kämpfen. Alle Lösungen dafür zeigen jedoch auf ein Ziel: Paris. Doch der Weg dorthin ist beschwerlich, nicht nur, weil sie sich die Reise durch den Verkauf von Würstchen finanzieren. Astrid, Mireille und Hakima lernen auf ihrem Weg viele Menschen kennen und nicht alle sind gut zu ihnen. Aber egal was auch geschieht, sie stellen sich jeder Hürde, jeder Wetterkapriole und eben auch den nicht so netten Menschen.

    Im Laufe der manchmal chaotischen Ereignisse machen alle Würstchen eine Entwicklung durch und trotzdem empfand ich als Leser es sehr erfrischend, dass sie sich nicht in eine sehr vorhersehbare Richtung entwickelten. Sie wurden jetzt nicht über Nacht schön, wie man es sonst in den üblichen Jugendbüchern kredenzt bekommt. Mireille, Hakima und Astrid werden einfach reifer, akzeptieren sich selbst etwas mehr und finden ihre Mitte und großartige Freundschaften.

    Meine persönliche literarische Lieblingsfigur ist Mireille, die die Geschichte auf sehr lebendige Weise aus ihrer Sicht erzählt. Sie ist ein sehr kluges Mädchen und mit ihren 15 Jahren plagen sie halt die üblichen Probleme, die man in diesem Alter hat. Ihre Hormone sind völlig in Aufruhr und Mireille selbst hat überhaupt keine Ahnung, warum die Erwachsenen einen nicht verstehen. Aber wenn sie ehrlich ist, versteht sie sich selbst kaum. Trotzdem ist sie ein sehr liebenswert chaotischer Mensch mit einem exzellenten Humor.

    Clémentine Beauvais hat mit „Die Königinnen der Würstchen“ ein wunderbar chaotisches, bewegendes und humorvolles Jugendbuch geschrieben und es mit vielen tiefgründigen Themen und sehr authentischen und liebenswerten Charakteren versehen.

    www.kathrineverdeen.blogspot.de

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    AnnaSalvatores avatar
    AnnaSalvatorevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Man muss sich erst auf die Charaktere und ihre Eigenarten einlassen, doch dann bekommt man eine warmherzige Geschichte .:)
    Man muss sich erst auf die Charaktere und ihre Eigenarten einlassen, doch dann bekommt man eine warm

    GANZE REZENSION: http://annasalvatoresbuchblog.blogspot.de/2017/10/mit-dem-fahrrad-nach-paris-die.html

    MEINE GESCHICHTE ZUM BUCH
    Die Inhaltsangabe hörte sich mal nach ordentlich Abwechslung im Jugendbuchgenre an - und das ist es auch!Außerdem ist das Thema Cybermobbing nicht zu vernachlässigen, vor allem in unserer digitalen Zeit.


    COVER/GESTALTUNG
    Ich hätte nie gedacht, dass dunkles Gelb und pink so schön miteinander harmonieren können, doch das tun sie!Dazu die grünen Farbtupfer, und das perfekt passende Motiv... Die Gestaltung ist wirklich hervorragend geworden, ansprechend und die Geschichte wiederspiegelnd. 


    MEINUNG
    Ich muss sagen, der Anfang ist nicht leicht und garantiert nicht jedermann's Sache.Dies liegt an Mireille, der gewöhnungsbedürftigen Protagonistin bzw. dem Schreibstil.


    Denn Mireille spricht manchmal etwas kleinkindartig (Mamilein), aber ist auch recht sarkastisch drauf. Ich muss sagen, später mochte ich sie sehr gern, aber zu Anfang muss man sich wirklich erst einmal daran gewöhnen.Die anderen Protagonistinnen, Hakima und Astrid, sind da schon wesentlich angenehmer und nicht ganz so speziell. Die Drei verbindet ja diese 'Würstchen' Wahl, aber was sie daraus machen, ist einfach klasse!


    Denn sie alle drei haben einen Grund, warum sie am Nationalfeiertag in Paris sein müssen, auf dem selben Event. Und deswegen beschließen sie ganz im Sinne Tyrion Lannisters ihre Schwächen als Rüstung zu tragen und finanzieren sich die Reise durch Würstchenverkauf.


    Die Handlung mitsamt Schwierigkeiten sowie die Reaktionen von Medien & Co. fand ich sehr realistisch und nachvollziehbar dargestellt. Es ist ganz klar nicht romantisiert bzw. idealisiert worden, was mir sehr gefiel!Aber auch Gespräche, Gedankengänge etc. sind sehr interessant gewesen.


    Die Geschichte ist in drei Teile gegliedert. Im ersten musste man etwas kämpfen, eben weil Charaktere und Schreibstil nicht Mainstream sind. Der zweite, die Fahrt, war sehr unterhaltsam und abwechslungsreich. Doch der dritte hat mich sehr überrascht, denn mit diesem Ende bzw. den Auflösungen und Entscheidungen habe ich gar nicht gerechnet. Doch sie gefallen mir unheimlich gut!


    Zudem muss ich sagen, dass man die Charaktere sehr lieb gewinnt und man die Geschichte klangheimlich anfängt zu lieben. Und so schleichen sich die knapp 300 Seiten ins Leserherz.

    FAZIT
    Ein Roman, der anders ist - und das ist gut so.Man muss sich erst auf die Charaktere und ihre Eigenarten einlassen, doch dann bekommt man eine warmherzige Geschichte, die man so leicht nicht vergisst.


    - 4 von 5 Feenfaltern -

    Vielen Dank an den Carlsen Verlag für das Rezensionsexemplar!


    © Anna Salvatore's Bücherreich

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    LillianMcCarthys avatar
    LillianMcCarthyvor einem Jahr
    Road Trip, Body-Shaming und einige Schwächen

    3,5 Sterne


    Zu Beginn des Buches lernen wir Mireille etwas wütend kennen, Astrid und Hakima haben es doch tatsächlich geschafft, ihr den Platz als Wurst Nummer 1 streitig zu machen. Somit ist sie nur noch das dritthässlichste Mädchen ihrer Schule und das passt ihr nicht, denn diese doch sehr fiese Auszeichnung trägt sie sonst mit Würde und viel Humor. Astrid und Hakima gelingt dies aber scheinbar nicht, weshalb die drei Mädchen recht schnell zusammenfinden und wie durch Zufall feststellen, dass alle etwas haben, das sie am Nationalfeiertag nach Paris zieht. Tatsächlich machen sie sich mit Hakimas Bruder auch auf die Reise dorthin. Allerdings mit dem Fahrrad und die Finanzierung dieser Reise erfolgt ironischer Weise durch den Verkauf von Würstchen. Das zieht sehr schnell das Interesse der Medien auf sich und die drei Mädchen werden auf unterschiedlichste Weise mit ihrer Auszeichnung und ihrer Reise konfrontiert.

    Clémentine Beauvais spricht das sehr wichtige Thema Body-Shaming an und verpackt es auf humorvolle Weise. Besonders Mireille ist ein wahnsinnig gutes Vorbild für junge Mädchen, denn sie nimmt die Würstchenwahl mit Humor, setzt sich jedoch besonders im Verlaufe des Buches dafür ein, anderen klar zu machen, wie falsch diese Wahl ist. Hakima und Astrid hingegen, die nicht mit der nötigen Gelassenheit an das Thema gehen können, lernen im Buch, dass es egal ist, wie man aussieht und dass diese Wahl längst nicht so wichtig ist, wie es denn Anschein hat. Dem Buch beigefügte Internetartikel und Kommentare geben immer wieder gut den gesellschaftlichen Diskurs zum Thema Preis und waren für mich beim Lesen sehr wertvoll.

    Trotz ihrer Gelassenheit konnte ich mich mit Mireille leider nicht besonders anfreunden. Sie war für mich manchmal zu unbesorgt, nahm alles mit Humor, der leider oft überzogen erschein und hatte permanent ein so schlechtes und falsches Bild von ihrer Umwelt, dass sie mir dadurch enorm unsympathisch erschien. Sie lernt zwar am Ende auf ihren Fehlern, das passiert mir aber zu plötzlich und ich konnte ihre Entwicklung nicht nachvollziehen. Da waren mir die anderen Charaktere deutlich sympathischer.

    Die Nachvollziehbarkeit fehlte mir nicht nur bei Mireille sondern generell am Ende. Sowohl Mireille als auch Hakima zieht es nach Paris, weil sie jemanden zur Rede stellen wollen. Dem Leser ist schon zu Beginn klar, dass das kein guter Weg ist und hofft auch auf diese Erkenntnis bei den Mädchen. Diese kommt zwar, allerdings ebenfalls sehr spät und genauso wenig nachvollziehbar. So ist zwar das Body-Shaming im Buch sehr gut umgesetzt, bei der Bearbeitung der anderen Thematiken fehlt aber etwas.

    Was mir außerdem nicht besonders gefiel, war der übertriebene Humor, ausgelöst von Mireilles Art. Der war mir häufig too much und störte oftmals beim Lesen. Wenn man jedoch gerne viel Humor liest, wird man davon sicher ebenso angesprochen, wie eine etwas jüngere Zielgruppe.

    Fazit: Clémentine Beauvais spricht wichtige Themen wie Body-Shaming auf humorvolle und bezaubernde Weise an und entwickelt daraus einen Road-Trip-Roman, indem es auf dem Fahrrad nach Paris geht. Das Thema wird auf wundervolle Weise umgesetzt du konnte mich beeindrucken. Allerdings war mir die Protagonistin wenig sympathisch und ihre Entwicklung leider nur schwer nachvollziehbar.

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    Samy86s avatar
    Samy86vor einem Jahr
    Wundervoll, humorvoll und liebenswert!

    Inhalt:

    „Wurst des Jahres“ absolut kein schöner Titel mit dem man sich voller Ruhm und Feuereifer ins Getümmel stürzen will, doch genau diesen bekommen Mireille , Astrid und Hakima von ihren Mitschülern via Facebook verliehen. Doch was stellt man mit dem Titel an, der besagt, dass man den Preis für das hässlichste Mädchen erhalten hat?

    Gemeinsam beschließen die Drei das Beste aus ihrem neuen Ruhm herauszuziehen und sich nicht unterkriegen zu lassen und was bietet sich da nicht mehr an, als aus ihrem Titel gleich einen riesen Gag zu machen - Ihr Ziel ein Road-Trip per Fahrrad nach Paris zur großen Party im Elysée -Palast am Nationalfeiertag. Finanzierungsmittel ein Würstchen-Verkaufsstand auf Rädern und ihr Beweggrund : Hinter jedem hässlichen Entlein kann sich ein prachtvoller Schwan verbergen!

    Meine Meinung:

    Frankreich ist meine zweite Heimat und so war es gar nicht abwegig, dass ich mir diese Reise nicht entgehen lassen werde.

    Autorin Cleméntine Beauvais greift in ihrer Geschichte ein immer mehr ansteigenden Form von „Mobbing“ auf, ganz nach dem Motto :“Was einmal den Weg ins World wide Web gefunden hat, wird dort für immer verankert sein!“ Doch ganz anders als viele Geschichten, die diesen Weg einschlagen, sind es die drei Mädels und ihre außergewöhnliche Reise, die der Handlung ihren ganz eigenen und humorvollen Verlauf verleiht.

    Mireille, Hakima und Astrid lassen den Kopf nicht hängen und planen einen außergewöhnlichen Gegenschlag gegen die Würstchenkampagne ihrer Mitschüler - Sie werden mit einem Road-Trip per Fahrrad beweisen, dass in jedem hässlichen Entlein ein prachtvoller Schwan verborgen liegt.

    Der französische Humor ist etwas, der eben nicht jedem liegt und man sich erst einmal damit anfreunden muss. Er ist etwas bodenständiger man ihn von uns kennt und hat so eine etwas trockene Komponente. Trotzdem finde ich ihn klasse und auch wie die Autorin ihn in die Geschichte integriert hat sprach mich mehr als an.

    Die drei Mädels habe ich auf direkten Wege in mein Herz geschlossen. Schlagfertig, mit viel Feuereifer und großem Herz stellen sie sich ihrer Herausforderung und beweisen so manchen, dass Vorurteile und Meinungen nicht immer ins Schwarze treffen.

    Das Gefühl von Freiheit, welches sich klar und deutlich während des lesens herauskristallisiert, ist förmlich ansteckend! Der Medienauflauf enorm und man kann sich lebhaft ausmalen, welches aufsehen solch ein Vorhaben mit sich bringt und welchen Effekt dies auf die Menschen haben wird.

    Natürlich läuft nicht alles so glatt, wie sich die Drei das so ausmalen und dennoch denke ich, dass die Botschaft hinter der ulkigen Geschichte klar und deutlich hervorsticht :“Es ist alles möglich, wenn man nur fest daran glaubt!“

    Das Cover passt hier im wahrsten Sinne wie die Faust aufs Auge! Es zeigt die drei Mädels mit ihren Fahrrädern. Die Freiheit, die Freude und auch das Sommerfeeling.

    Fazit:

    Es ist eine wunderbare Geschichte über Werte, Freundschaft und Ziele, die man sich setzen sollte!
    Humorvoll, leicht sarkastisch, sehr realitätsnah und traumhaft erzählt! - Sehr lesenswert!

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    Kathaaxds avatar
    Kathaaxdvor einem Jahr
    Lustig und eine schöne Reise

    Dieses Buch hat mich schon allein wegen dem Titel angesprochen. Ich konnte mir nicht vorstellen, was wohl hinter dem Titel steckt und war auch sehr neugierig. Aber auch das es eigentlich ein Französischer Titel ist, hat mich neugierig gemacht. Ich fand die Story etwas gewöhnungsbedürftig, vorallem der Anfang hat mich etwas sehr schockiert. Man muss sich erstmal an den Anfang gewöhnen, auch wen man schon gleich erfährt, was hinter dem Namen des Titels steckt. Dieses Buch hatte aber viel Witz und Humor und hat dann doch Spaß gemacht zu lesen. 


    Mireille hat und hatte kein leichtes Leben. Sie ist nicht gerade die schönste und wird in der Schule, als einer der drei Königinnen der Würstchen gekrönt. Das heißt, nur die hässlichsten verdienen so einen Titel. Für mich hat es sich schwer nach Mobbing angehört und das finde ich schon ein ernstes Thema. Hier wird es aber als Witz dargestellt und Mireille nimmt es auch mit Humor. Mir hat Mireille eigentlich gefallen, da sie ein loses Mundwerk hat und einen, vorallem ihre Mutter, zur Weißglut bringt. Aber sie ist gar nicht so stark wie sie wirken möchte. Das hängt damit zusammen das sie von den Menschen verlassen wurde, die sie liebt. Da tat mir Mireille doch schon sehr leid und ich kann sehr gut verstehen, das sie einfach eine Mauer um sich herum aufgebaut hat. Als sie dann noch die anderen zwei Königinnen der Würstchen kennenlernt, beginnt für sie ein neues Leben und damit eine große Reise. 

    Die beiden Königinnen war auf ihre Art und Weise toll und haben auch zur Story gepasst. Ich hätte am Anfang gar nicht geglaub, das die drei mal Freundinnen werden. Da ja Mireille doch schon fast alle abgewiesen hat und kaum bis gar keine Freunde hatte. Ich finde einfach, dadurch das alle drei so einen unterschiedlichen Charakter haben, das es einfach die Story spannender gemacht hat. Sie passen auch perfekt als Freunde zusammen. 

    Nach und nach wurden mir dann auch noch die anderen Charakter, die man in der Story kennenlernt, symphatisch. Jeder hatte wirklich seine Eigenarten. Die Mutter war auf ihre genervte Eigenart symphatisch. Ich konnte sie gut verstehen, wer so eine Tochter hat, hat Nerven aus Drahtseilen. 


    Der Schreibstil war humorvoll und leicht. Manchmal verliert sich zwar die Handlung in Nichtigkeiten und an manchen Stellen wurde sie etwas chaotisch. Aber man merkt sehr gut, das hier die Autorin ihren eigenen Schreibstil hat. Durch den vielen Humor hat sich die Story gut gelesen und ich kam manchmal nicht aus dem Lachen raus, das ich einfach wissen musste wie es weiter geht. Hauptsächlich wird hier aus der Sicht von Mireille erzählt. Zu Anfang lernt man sie und ihre Geschichte kennen, weshalb man auch sehr gut ihre Gefühle versteht und natürlich auch besser versteht, warum sie so ist wie sie ist. Es war einfach eine leichte Lektüre, auch wen manche stolpersteine darin waren, hat es einen gefesselt.

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    lenasbuecherwelts avatar
    lenasbuecherweltvor einem Jahr
    LL rezensiert

    „Die Königinnen der Würstchen“ klang ganz nach meinem Geschmack. Eine Geschichte rund um Vorurteile, Mobbing und die Oberflächlichkeiten unserer Gesellschaft gepaart mit Humor und Leichtigkeit. Es klang genial…

    Ich habe allerdings schnell gemerkt, dass mir der Erzählstil gar nicht zusagt. Auch die Art der Protagonistin empfand ich hauptsächlich als anstrengend und sie wirkte vor allem unsympathisch.

    Eigentlich bin ich jemand, der selbst gerne sarkastisch ist und nicht nur die klassischen Witze mag. Mireille ist ebenfalls sehr sarkastisch, hat einen Galgenhumor und ist unzufrieden mit ihrem Körper wie mit dem Rest der Welt. Und das lässt sie den Leser auch regelmäßig spüren. Immer wieder gab es von ihr Kommentare, die eigentlich lustig sein sollten, ich aber nur als anstrengend empfand.

    Desweiteren hat mich auch gestört, dass die Themen wie Rassismus, Oberflächlichkeiten und Mobbing nur oberflächlich angeschnitten wurden.

    Die Geschichte hatte Potenzial und wer sich mit Protagonistin Marielle versteht, wird sicherlich mehr Spaß haben. Mein Humor wurde hiermit allerdings nicht getroffen. 

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