Puh, was soll man hier rezensieren? Und vor allem, wie, ohne bösartig zu wirken?
Entschuldigt meine Wortwahl, aber das Büchlein ist Porno der untersten Schublade. Seicht, vulgär, lustlos geschrieben und ohne erkennbare Handlung. Die zudem noch vollkommen aus der Luft gegriffen, beziehungsweise den Fantasien der Autorin entsprungen ist.
Zum Inhalt:
Die Geschichte beginnt mit Antonia, Patientin in der psychiatrischen Abteilung einer Klinik. Sie scheint nicht ganz bei sich zu sein, erinnert sich an Vergangenes und wundert sich über Träume, in denen sexuelle Handlungen an ihr vorgenommen wurden: Durch den behandelnden Arzt Dr. Frank.
Recht schnell werden die Pflegehelfer, Anton und Ramon, in die "Story" eingeführt, die von nichts anderem fantasieren, als einen gewissen Körperteil bei Antonia einzuführen.
Natürlich bekommt die Protagonistin eine Zimmergenossin, Ava, für ausschweifende "Behandlungen", die in regelrechten Orgien ausarten.
Die Ex-Frau des Arztes, Erika, die nymphoman veranlagt in die Begebenheiten eingreift, macht die ganze Sache noch verrückter.
Dann muss natürlich noch eine Gärtnerin her. Eingestellt unter der Bedingung, ihre Sexualität vorher frei darzulegen, und die sich dann munter beteiligt.
Zwischendurch werden "Vorträge" des Arztes geschildert, was erschreckend schräg rüberkommt. Inklusiver Kirchenvertretern / Mönchen, die indirekt mitmachen; ein-Euro-Jobbern, die sich zu dritt über Erika hermachen ...
Auch die Gefühle, die der Pfleger Anton entwickelt für die ach so schöne Antonia war unglaubwürdig.
All das passiert in einer Klinik, unter dem Mitwirken und den Augen des Arztes. Alles abgesegnet durch seinen Wahlspruch: "Die werden dann alle gesund".
Am schlimmsten finde ich, dass sich teilweise ganze Szenen wiederholen, als Beispiel: Die mit der älteren Frau und dem Jüngling, die dann in der zweiten Version der Pfleger samt Antonias Mutter sind. (So viel zu den Gefühlen des Pflegers ...)
Personen werden während einer Szene zu einer anderen, z.B. seift Anton Antonia (toll, wie die Namen zusammenpassen, nicht wahr?) ein, ein paar Sätze später ist es Erika, die Ex-Frau des Doktors.
Ungereimtheiten ziehen sich durch den gesamten Verlauf, was es echt schwierig macht, einen roten Faden zu erkennen. Gut, der Faden sind die Sexszenen, die in allen Varianten abgehandelt werden. Wenn diese ansprechend geschrieben wären, hätte es vielleicht Spaß gemacht. Leider empfand ich sie als platt, rein aufs technische ausgelegt, und vollkommen reizlos.
Haufenweise Schreibfehler machten es nicht leichter, sich durch das Büchlein zu quälen.
Fazit: Lieblos geschrieben, reizlos aneinander gereihte Sexszenen mit derben / vulgären Formulierungen. Es wirkt, als wären auf Kraft alle möglichen Variationen von Sex hineingequetscht worden, um ja alles abzudecken. Allerdings findet sich keine Szene, wo Mann sich mit Mann vergnügt. Vielleicht findet sich das in anderen Ergüssen der Autorin, die ich allerdings nicht mehr lesen werde.
Es tut mir leid, aber mehr als einen Stern kann ich nicht vergeben.