Claas Triebel Eigentlich erhängt

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Inhaltsangabe zu „Eigentlich erhängt“ von Claas Triebel

Eigentlich wollte er sich ein gemütliches Wochenende machen und einmal im Monat mit seinen beiden Söhnen so tun, als wäre alles ganz normal. Doch dann entdeckt der Makler Walter Eigen eine Leiche, die kopfüber vom Deckenbalken einer Villa im Münchner Umland baumelt. Ein ermordeter Großgrundbesitzer, die Immobilienbranche wird hellhörig ... und nervös. Zu viele Menschen profitieren von diesem Tod, auch Walter Eigen. Dessen Mutter kann das Spekulieren nicht lassen - über den Gartenzaun hinweg werden so einige Vermutungen angestellt, Verdächtige eingekreist, mögliche Täter ausgemacht. Doch sagt ihr Sohn wirklich die ganze Wahrheit?

Ein Krimi mit viel Wortwitz und bayrischer Note, der sehr kurzweilig ist und mich sehr gut unterhalten hat.

— le_papillon_curieux

Ein Vorortmordkomplott oder ein scheinbar unglücklicher Todesfall?

— kassandra1010

War unterhaltsam, aber leider nicht mehr

— mimimaus01

Eine ganz nette Geschichte, leider nicht mehr ...

— Sikal

Vom Schreibstil her zu ausschweifend und ich habe die Spannung vermisst, die ein Krimi doch ansatzweise bieten sollte.

— angi_stumpf

Amüsant, interessant konstruiert, wittzig erzählt - und ein Must für jeden, der sich schonmal über einen Makler geärgert hat.

— Ortsschreiber

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  • Bücher gegen Rezensionen: Plündert das LovelyBooks Bücherregal!

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    TinaLiest

    Wir räumen unser Bücherregal! Ihr kennt das doch sicher: Das Regal quillt über, aber irgendwie möchten trotzdem immer mehr neue Bücher zwischen die Regalbretter gesteckt werden. Auch bei uns im Büro steht ein Bücherregal, das nur so überquillt vor tollem Lesestoff, der viel zu schade dafür ist, nicht gelesen zu werden. Deshalb haben wir unser Bücherregal ausgeräumt und möchten euch mit den Schätzen, die wir dort gefunden haben, glücklich machen! So funktioniert's: Stöbert durch die verschiedenen Genres und Bücher, die wir in den Unterthemen aufgeführt haben. Wenn ihr Bücher entdeckt, die ihr gerne lesen und rezensieren möchtet, schreibt uns im passenden Unterthema einen Beitrag mit dem Titel/den Titeln aus dem entsprechenden Genre und seid automatisch bei der Verlosung dabei. Ihr könnt euch selbstverständlich für mehrere Bücher in mehreren Genres bewerben - bitte schreibt dafür aber für jedes Genre einen extra Beitrag, in dem ihr dann auch mehrere Titel aus einem Genre auflisten dürft! Am Donnerstag, dem 18. Juni, losen wir aus, wer von euch welches Buch bzw. welche Bücher gewinnt und teilen euch die Gewinner hier in den jeweiligen Unterthemen mit. Solltet ihr gewinnen, verpflichtet ihr euch, bis zum 2. August 2015 eine Rezension bei LovelyBooks zu allen Büchern, die ihr gewonnen habt, zu schreiben. Postet die Links zu euren Rezensionen bitte ins zugehörige Unterthema in dieser Aktion! Bitte beachtet, dass es sich bei den Büchern auch um Leseexemplare handeln kann! Wenn ihr Fragen zum Ablauf oder zur Aktion allgemein habt, stellt diese bitte im Unterthema "Fragen zur Aktion"! Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid und uns unsere Bücher abnehmt & wünschen euch viel Spaß beim Stöbern! ;)

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  • Eigentlich erhängt

    Eigentlich erhängt

    Sternenstaubfee

    17. July 2015 um 22:24

    Walter ist Immobilienmakler, allerdings ist er nicht wirklich erfolgreich. Er vermakelt hauptsächlich Mietwohnungen; die teuren Münchner Villen verkaufen seine Kollegen. Doch eines Tages soll sich das ändern; Walter bietet sich eine einmalige Chance auf ein lukratives Geschäft. Doch als er mit dem potenziellen Verkäufer sprechen will, findet er diesen erhängt in dessen Haus. Die Leiche hängt kopfüber vom Deckenbalken, und alles sieht nach Mord aus. Walter macht sich klammheimlich davon, doch natürlich kann er sich nicht ganz aus den Ermittlungen heraushalten. Und auch Walters Mutter mischt sich ein. Mein Leseeindruck: Dieses Buch hat mich überrascht, denn ich habe einen "herkömmlichen" Regionalkrimi mit ein wenig Humor und Lokalkolorit erwartet. Das Ungewöhnliche an diesem Buch war für mich der Schreibstil. Ich hatte zuvor noch nichts von Claas Triebel gelesen. Er hat einen - für mich - sehr außergewöhnlichen Erzählstil. Die Geschichte von Walter und seiner Mutter wird abwechselnd erzählt aus seiner und aus ihrer Sicht.  Ich muss sagen, dass ich die Passagen, die die Geschichte aus Sicht von Walters Mutter erzählen, stellenweise als etwas langatmig empfunden habe. Es ist wie ein Bericht oder eine Nacherzählung ohne wörtliche Rede, und die Dialoge haben mir hier manchmal etwas gefehlt. Da haben mir dann die Abschnitte, die von Walter erzählen, besser gefallen, weil sie etwas "lebendiger" waren. Aber das ist natürlich Geschmackssache. Wer diesen ganz besonderen Wortwitz mag, den Claas Triebel ohne Zweifel hat, wird sicher viel Vergnügen mit diesem Buch haben. Mir hat es auch durchaus gut gefallen, wenn mir auch für einen Kriminalroman etwas die Spannung gefehlt hat.  

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2014

    kubine

    Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2014 und endet am 31.12.2014. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 18.12.2013 bis 31.12.2014 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2014 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2014, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2014-1043761200/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich, Der Einsendeschluss für gelesene Bücher 2014 ist der 06.01.15. Allerdings müssen die Bücher im Dezember begonnen worden sein! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1.Eka 2. mabuerele 3. Wildpony 4. dorli 5. Brilli 6. LibriHolly 7. Weltverbesserer 8. elisabethjulianefriederica 9. flaschengeist1962 10. Postbote 11.danzlmoidl 12. Antek 13. sonjastevens 14. Matzbach 15. Schneckchen 16. rumble-bee 17. saku 18. wiebykev 19. Machi 20. Huschdegutzel 21. Buchrättin 22. liarabe Gelesene Bücher Januar: 20 Gelesene Bücher Februar: 51 Gelesene Bücher März: 75 Gelesene Bücher April: 53 Gelesene Bücher Mai: 49 Gelesene Bücher Juni: 46 Gelesene Bücher Juli: 43 Gelesene Bücher August: 48 Gelesene Bücher September: 41 Gelesene Bücher Oktober: 43 Gelesene Bücher November: 55 Gelesene Bücher Dezember: 52 Zwischenstand: 576 Bücher Team Thriller: 1. ginnykatze 2. MelE 3. eskimo81 4.SchwarzeRose 5. xXeflihXx 6. Nenatie 7. Jeanne_Darc 8. bookgirl 9. Carina2302 10. Seelensplitter 11. Eskarina* 12. takaronde 13. BuchblogDieLeserin 14. Kitayscha 15. Synic 16. Kaisu 17. Ginger_owlet 18. Bücherwurm 19. Mira123 20. Samy86 21. britta70 22. kvel 23. dieFlo 24. JessyBlack 25. Sternenstaubfee 26. Janosch79 27. igela Gelesene Bücher Januar: 22 Gelesene Bücher Februar: 35 Gelesene Bücher März: 39 Gelesene Bücher April: 57 Gelesene Bücher Mai: 59 Gelesene Bücher Juni: 40 Gelesene Bücher Juli: 45 Gelesene Bücher August: 34 Gelesene Bücher September: 31 Gelesene Bücher Oktober: 30 Gelesene Bücher November: 45 Gelesene Bücher Dezember: 61 Zwischenstand: 498Bücher

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    • 2148

    kubine

    04. November 2014 um 18:43
  • Leserunde zu "Eigentlich erhängt" von Claas Triebel

    Eigentlich erhängt

    Herbig_Verlag

    Liebe LeserInnen! Zum heutigen Erscheinen von „Eigentlich erhängt“ laden wir Euch herzlich zu unserer Leserunde ein. Wir verlosen 20 Print-Exemplare des spannenden, komischen und gesellschaftskritischen Kriminalromans rund um windige Typen, schicke Lofts und tödliche Fallstricke – bei dem so einiges auf den Kopf gestellt wird. Zum Inhalt des Buches: Eigentlich wollte sich Walter Eigen nur ein gemütliches Wochenende mit seinen beiden Söhnen machen und so tun, als wäre alles ganz normal. Doch dann entdeckt er in einer schicken Villa im Münchner Umland den toten Großgrundbesitzer Heinrich Schedl – kopfüber vom Deckenbalken hängend. Eigen weiß, er sollte die Polizei rufen. Eigentlich. Tut er aber nicht. Denn so ist das meist bei ihm: Eigentlich würde er ja gerne etwas ganz anderes machen, ganz anders sein. Die Immobilienbranche wird hellhörig und nervös. Zu viele Menschen profitieren vom Tod Heinrich Schedls. Auch Walter Eigen, der selbst Makler ist, wird zum Verdächtigen. Daher beschließt er, den Fall aufzuklären. Unterstützt wird er dabei von seiner Mutter, die allerdings schnell ihre ganz eigenen Theorien entwickelt, Verdächtige einkreist und mögliche Täter ausmacht. Fragt sich nur, ob sie die ganze Wahrheit kennt. Vielleicht war es ja eigentlich ganz anders … Zum Autor: Claas Triebel, Jahrgang 1974, ist Autor und promovierter Psychologe. Er arbeitet als wissenschaftlicher Berater, ist Lehrbeauftragter an mehreren Hochschulen, hat bereits Artikel für DIE ZEIT, Hohe Luft, Focus und Cicero geschrieben und zahlreiche Bücher veröffentlicht. Er wohnt mit seiner Familie in der Nähe von München. Weitere Informationen: http://www.andereleben.de/ LangenMüller verlost 20 Exemplare von „Eigentlich erhängt“. Schreibt dazu einfach in die Kommentare, warum Ihr gerne an der Leserunde teilnehmen möchtet. Bewerben könnt Ihr Euch bis einschließlich zum 15. September 2014. Am 16. September 2014 werden die Gewinner dann benachrichtigt Claas Triebel wird sich ab dem 22. September an der Leserunde beteiligen und fleißig mit Euch diskutieren. Viel Spaß beim Mitmachen!

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    • 370
  • Nette Unterhaltung für zwischendurch

    Eigentlich erhängt

    Sabrinaslesetraeume

    01. November 2014 um 01:00

    Walter Eigen findet den Großgrundbesitzer Helmut Schledel tot in seinem Haus. Eigentlich sollte er das ja der Polizei melden, aber eben nur EIGENTLICH und bei ihm läuft nie etwas wie es eigentlich laufen sollte. Stattdessen beginnt er auf eigene Faust zu ermitteln und auch seine Mutter schaltet sich als Ermittlerin ein. Diese sollte ihm ja eigentlich helfen, aber schon bald stellt sie die Glaubwürdigkeit ihres eigenen Sohnes in Frage. Ob er es schaffen kann sich aus diesem Chaos zu befreien und nicht nur eigentlich, sondern mal wirklich das Richtige zu tun? Wie mir das Buch gefallen hat, kann ich diesmal noch nicht sagen. Vielleicht sehe ich nach der Rezension klarer. Das Cover zeigt die Mama des Protagonisten vor einer Hecke stehend. Nichts spektakuläres, dass die Blicke auf sich zieht aber zumindest passt es gut zum Buch. Der Titel mit seinem eigentlich spielt schon das komplette Leben des Protagonisten wieder, denn eigentlich ist wohl das Schlüsselwort seiner Existenz und auch zu den restlichen Figuren passt es irgendwie. Daher ist der Titel gut zum Buch gewählt. Der eigentliche Protagonist ist Walter, aber eben auch in diesem Fall nur eigentlich, denn der Großteil der Geschichte wird aus der Sicht der Mutter erzählt und er selbst findet sich dann in Zwischensequenzen wieder, welche die Wahrheit erzählen bzw. die Sicht der Mutter ergänzen. Die Mutter ist eine sympathische Frau, die für ihr Kind einsteht, aber sich auch ihre eigenen Gedanken zu den Dingen macht. Sie ist einfach eine Frau vom alten Schlag und sehr authentisch gemacht. Walter ist eher ein Rebell, der sich nicht in irgendeine Schublade abschieben lassen will, dabei ist er aber gut sich ständig irgendwie zu verzetteln. Ich würde ihn mal als sympathischen Tollpatsch beschreiben. Die Geschichte an sich hat bei mir enige Fragezeichen hinterlassen, da es eigentlich nicht aus ihr hervorgeht, wie Walter auf die Lösung seines Falls kam. Das ist aber schon das, was ich mir eigentlich von einem Krimi erwarte. Ansonsten ist die Geschichte insgesamt ganz anders geschrieben als das was man so gewohnt ist. Allerdings, ist das nicht unbedingt nur positiv, denn die vielen Wortwiederholungen an manchen Stellen, konnten einen schon in den Wahnsinn treiben. Zwischendurch hatte ich deswegen das Bedürfnis das Buch an die Wand zu pfeffern – ich konnte dem aber zum Glück grade so widerstehen. Ansonsten war das Buch leider nicht so spannend wie erhofft, aber dennoch flüssig zu lesen. Insgesamt kann man also sagen, dass es eher eine nette Unterhaltung für zwischendurch war, aber eigentlich nichts besonderes. Daher gibts von mir 3 von 5 Punkten.

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  • Wortwitz vom Feinsten!

    Eigentlich erhängt

    le_papillon_curieux

    18. October 2014 um 19:28

    Walter Eigen ist Immobilienmakler in einem Münchner Vorort. Er ist 48 Jahre alt, hat zwei Söhne und ist geschieden. Seine Söhne besuchen ihn einmal im Monat. Zu seiner Mutter hat er ein sehr gutes Verhältnis. Als Makler ist er nicht besonders erfolgreich und ist um so begeisteter, dass er von einem Bekannten den Tipp bekommt, in Grafham, einem Vorort von München, stehe die schicke Villa des Heinrich Schedl zu Verkauf. Damit sei Konkurrent Dr Dirks ihm nicht zuvorkommt, stattet er dem Eigentümer einen Besuch ab. Doch dieser hängt zum Entsetzen von Eigen kopfüber tot am Deckenboden. Anstatt die Polizei zu rufen, besucht er seine Mutter um ihr das Gesehene zu berichten. Sie reim sich daraufhin ihre eigenen Theorien zusammen und tut diese kund. Walter, der auf ihr Drängen hin erst viel später die Polizei benachrichtigt, macht sich somit auch verdächtig. Aus diesem Grund begibt er sich selbst auf die Suche nach dem Täter. Er entdeckt dabei, dass viele an das Grundstück des Ermordeten interessiert sind. Der Krimi wird zum größten Teil aus der Geschichte von Walter Eigens Mutter geschrieben. Dieses typisch bayrische Getratsche gibt der Geschichte eine besonders witzige Note. Lustig ist auch, dass der Protagonist Walter nicht alles erzählt, so wird der Leser auch lange hingehalten (im positiven Sinn), bis Walter Eigen uns dann gegen Krimiende dann auch alles erzählt. Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen. Ein Krimi, der mal ganz anders ist. Durch die Kapitel, die aus der Sicht von Walter Eigens Mutter geschrieben werden, bekommt dieser Krimi eine besondere Note. Auf die Weise wie sie "tratscht" könnte ich mir vorstellen, dass es im alltäglichen Leben auch von statten geht, wenn irgendetwas passiert. Sie entwickelt ihre eigenen Theorien, nimmt ihren Sohn dabei in Schutz. Was eigentlich passiert ist, verrät uns Walter Eigen am Ende der Story. Das entspannte Ende rundet die ganze Geschichte noch mal ab. Ein Krimi auf bayrische Art, sehr kurzweilig, voller Wortwitz und Humor.

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  • Spekulationen um einen Mord

    Eigentlich erhängt

    nodi

    17. October 2014 um 06:45

    Der Makler Walter Eigen findet die Leiche von Heinrich Schedl, der kopfüber in seinem Haus an einem Deckenbalken baumelt. Eigen ist geschockt, ruft aber nicht die Polizei, sondern erzählt erstmal seiner Mutter von dem grausigen Fund. Dass er sich dabei selbst verdächtigt macht, daran denkt er nicht. Seine Mutter stellt lebhafte Spekulationen über die Tat an. Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht der Mutter und ihres Sohnes erzählt. Die Erzählungen der Mutter waren zum Teil originell und amüsant, wurden mir dann aber an manchen Stellen etwas zu ausschweifend und ausführlich, es lenkte vom eigentlichen Geschehen ab. Der Sohn Eigen erzählt dem Leser die Umstände aus seiner Sicht und wir erfahren, dass er seiner Mutter vieles verschwiegen hat. Auch die anderen Protagonisten sind  originell, manche etwas eigenartig, aber durchaus authentisch in ihrer Art und ihrem Verhalten. In diesem Buch gibt es viele Verwirrungen,  Verdächtige und Mitwisser im Immobilienmilieu eines Münchener Vorortes. Ein unterhaltsamer Kriminalroman, bei dem leider an manchen Stellen die Spannung verloren ging, weil die Mutter etwas zu weit mit ihren Spekulationen ausholte.

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  • Rezension zu "Eigentlich erhängt" von Claas Triebel

    Eigentlich erhängt

    dorli

    16. October 2014 um 14:05

    Immobilienmakler Walter Eigen hat einen Termin mit Heinrich Schedl, einem potentiellen Kunden. Als Walter in dessen Villa eintrifft, findet er Herrn Schedl tot auf – der Hauseigentümer hängt in seinem Wohnzimmer kopfüber vom Deckenbalken. Walter weiß, dass er den offensichtlichen Mord sofort der Polizei melden sollte, doch aus Angst, selbst verdächtigt zu werden, zögert er und beschließt, selbst auf Mördersuche zu gehen. Unterstützt wird Walter bei seinen Überlegungen und Spekulationen von seiner erzählfreudigen Mutter… Claas Triebels Idee, den größten Teil seines Kriminalromans „Eigentlich erhängt“ von einer Person erzählen zu lassen, die dem Hauptakteur zwar nahe steht, aber an dem eigentlichen Fall unbeteiligt ist, hat mir sehr gut gefallen. Walters Mutter ist eine nette, sehr redselige ältere Dame. Was sie mir über den imaginären Gartenzaun zu erzählen hat, hat mich anfangs sehr gut unterhalten. Doch irgendwann beginnt sie sich zu wiederholen und schweift immer wieder ab. Beschreibt nicht nur sehr umfangreich und ausführlich ihre Sicht auf die Geschehnisse rund um den Mordfall Schedl, sondern auch noch, was sie sonst so bewegt. Es wird anstrengend, ihren Ausführungen zu lauschen. Die langen Monologe nehmen dem Krimi den Schwung und auch die Spannung. Sehr amüsant fand ich, dass sie die Geschichte so wiedergibt, als wäre sie bei allem selbst dabei gewesen. Sie ist sich absolut sich sicher, dass Walter ihr immer ALLES erzählt und sie daher den genauen Ablauf der Dinge kennt. „Aber Walter Eigen hatte seiner Mutter nicht alles erzählt.“ Ein Satz, der die Kapitel einläutet, in denen Walter selbst zu Wort kommt. Hier lernt man auch die anderen Mitspieler besser kennen, ist viel näher an den Geschehnissen dran und kann sich ein genaueres Bild von den Ereignissen machen. Außerdem kann man einen Blick hinter die Kulissen der Immobilienbranche werfen. Schon interessant, was da zum Teil für dunkle Geschäfte laufen. Doch wirkliche Spannung, wie ich sie in einem Kriminalroman erwarte, will auch hier nicht aufkommen. „Eigentlich erhängt“ hat einen gut durchdachten Handlungsablauf und interessante Charaktere, konnte mich jedoch aufgrund der fehlenden Spannung nicht durchweg fesseln.

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  • Irrungen und Wirrungen....

    Eigentlich erhängt

    kassandra1010

    Ein älterer Herr wird kopfüber in einem beschaulichen Münchner Vorort gefoltert und stirbt. Ein Nachbar findet den Toten, ruft aber nicht die Polizei.   Ein Vorortmordkomplott, der Irrungen und Wirrungen, kroatische Killer, Immobilienhandel und viele Mitwisser und natürlich etliche Rechthaber mit sich bringt.   Eigen, einer der Hauptprotagonisten kommt dem Mörder scheinbar auf die Schliche….   Ein Wechselspiel zwischen Sohn und Mutter, die natürlich auch nur scheinbar unschuldig ist!

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    • 4
  • eigentlich....ganz nett....

    Eigentlich erhängt

    Simi159

    07. October 2014 um 09:10

    Walter Eigen, der seit seiner Kindheit nur „Eigentlich“ genannt wird, ist Immobilienmakler und ein Mensch, der oft nicht nach seinen Vorstellungen/Gedanken handelt, sondern so wie es für ihn am einfachsten ist. Und so ruft Walter, als er Heinrich Schedl an den Füssen aufgehängt und tot in dessen Villa findet, nicht die Polizei, sondern erst mal seine Mama an. Eigentlich war er mit dem Schedl zum Kaffee verabredet um über den Verkauf seiner Villa zu verhandeln. Doch da Walter sich selbst zu den Verdächtigen zählt, ruft er erst mal nicht die Polizei, obwohl man das ja eigentlich müsste…. Wird es ihm und seiner Mama gelingen, den Verdacht gegen ihn zu entkräften und den wahren Täter zu finden? …Eigentlich ist das ein ganz netter Krimi und eigentlich dann auch wieder nicht… Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Walter und seiner Mutter erzählt. Am Anfang sind die Teile von Mama noch lustig, wenn auch Monologartig und das hat mich, je häufiger Walters Mutter zu Wort kann, genervt. Walters Teile bekommen von Mal zu Mal mehr fahrt und bringen die Geschichte voran. Auch wenn er ein Tollpatsch ist, kein Fettnäpfchen auslässt und nicht ganz so unschuldig ist, wie Mama immer sagt. Die Charaktere sind teilweise klischeehaft und durchschaubar und das Ende passt zwar zur Geschichte, ist aber eigentlich völlig normal. Alles in allem ein unterhaltsames Buch, mit unzähligen „eigentlichs“, ein nett konstruierter Krimi, der mich nicht ganz überzeugen konnte. Von mir gibt es dafür 3 STERNE

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  • leider nicht mein Buch

    Eigentlich erhängt

    vienna

    leider nicht mein Buch das Cover Zunächst vermittelt der Buchdeckel den Eindruck, es handele sich um einen Heimatroman. Erst bei näherer Betrachtung legt sowohl der Strick, der sich um ein "g" des Buchtitels gelegt hat und die ironische Haltung der beschürzten Landfrau nahe, dass der Leser auf eine amüsante Geschichte hoffen darf. "Eigentlich erhängt" klingt ja auch ein wenig schräg und im Grunde ist das Cover so richtig herrlich blöde. die Story Der Makler Walter Eigen stolpert in einer Villa im Münchener Umland über eine Leiche, die an ihren Füßen kopfüber von der Decke hängt. Eigen reagiert nicht so, wie man es von ihm erwarten würde und macht sich verdächtig. Er und viele andere profitieren vom Tod des alten Großgrundbesitzers. Eigens Mutter wird des Spekulierens über die Todesumstände nicht müde, schließt aber eine Mittäterschaft ihres Sohnes aus. Denn Walter erzählt ihr alles und sagt immer die Wahrheit, oder doch nicht? die Meinung Dem versprochenen Krimi fehlte die Spannung und der erwarteten Komik der Witz. Das ist leider mein knapp formuliertes Resümee nach Beendigung des Buchs. Schon nach wenigen Seiten des ausschweifenden Schwadronierens der Mutter über den Tod vom alten Schedl, seiner Todesumstände, ihres Sohnes Walter und dem Leben im Allgemeinen wusste ich, das wird nicht mein Buch. Vermutlich bin ich ein gebranntes Kind, aber ich kann Menschen, die sich in einem schwallartigen, atemlosen, oft auch sinnlosen Monolog wie ein Tsunami über ihr Gegenüber ergießen, dabei auch nicht müde werden, sich immer und immer zu wiederholen, um ihrem Gerede nur ja kein Ende zu setzen, einfach nicht leiden. Leider machte das unerträgliche Getratsche der Mutter einen Großteil des Buchs aus. Der ein oder andere mag es amüsant finden, ich leider nicht. Ich fand es anstrengend und ab einem gewissen Punkt hat es mich nur noch genervt. Die anderen Kapitel, die aus Walters Sicht erzählen, waren da schon wesentlich angenehmer zu lesen. Aber bedauernswerterweise konnten sie mich inhaltlich auch nicht überzeugen. Zu keinem der Charakter konnte ich eine Bindung aufbauen, ihre Dialoge waren leidenschaftslos und man hatte stets das Gefühl, es bleibt so vieles unausgesprochen. Die Handlung plätscherte ohne deutlich spürbare Hochs und Tiefs vor sich hin, es wirkte passagenweise monton und lustlos. Sicherlich hat Claas Triebel düstere Machenschaften der Immobilienbranche offengelegt und einen Einblick in das unerschütterliche Machtgefüge und den Zusammenhalt eines Dorfes gewährt, wo jeder jeden kennt und vieles gerne unter den Teppich gekehrt wird. Vermutlich wollte er genau das mit Witz und Charme aufs Korn nehmen. Leider ist ihm das aus meiner Sicht nicht hundertprozentig gelungen. 2,5 Sterne, die ich auf 3 Sterne aufrunde. Es tut mir leid, dass ich zu keinem positiveren Ergebnis gelange, bedanke mich trotzdem für die Zurverfügungstellung des Buchs und der Möglichkeit der Teilnahme an der Leserunde.

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    • 3
  • Eigentlich erhängt

    Eigentlich erhängt

    Sikal

    Eigentlich ist Walter Immobilienmakler und ein Mensch, der oftmals nicht nach seinen Gedanken und Vorstellung handelt, sondern so, wie es für ihn am bequemsten ist. Doch was passiert, wenn sich ein solcher Charakter mit einem Kunden treffen möchte, der nicht wie erwartet am Kaffeetisch sitzt, sondern kopfüber von der Decke hängt – tot. Ja klar, Walter erzählt von seinem Fund erstmal seiner Mutter und nicht der Polizei, obwohl er es eigentlich vorhatte. Dass er sich damit selbst in den Kreis der Verdächtigen begibt, hat er natürlich nicht beabsichtigt. Gelingt es ihm, den Verdacht zu entkräften und mit Hilfe seiner Mutter dem wahren Täter auf die Spur zu kommen? Die Geschichte wird abwechselnd aus der Perspektive der Mutter und vom Walter erzählt. Während sich die Mutter-Monologe anfangs ganz lustig lesen, nerven die elendslangen Ausführungen und Spekulationen dann doch mit der Zeit. Im Gegensatz dazu gewinnt die Walter-Perspektive im Laufe der Geschichte und nimmt gegen Ende nochmal an Fahrt zu, immer ein spektakuläres Ende vor Augen. Ganz so sensationell ist dieses dann doch nicht, aber es passt irgendwie zur Geschichte und lässt Parallelen zum realen Leben zu. Die Charaktere sind teilweise etwas undurchschaubar und zwielichtig, was durchaus authentisch für diese Branche rüberkommt. Der Protagonist ist sympathisch und „eigentlich“ nicht so, wie man sich einen Makler vorstellt. Die Mutter hingegen ist sicherlich ein besonderer Fall, so muss man ihre Tratsch- und Klatschgeschichten erst mal aushalten – obwohl sie es doch nur gut meint. Das Cover lässt heile Welt vermuten, in der auch Schlimmes geschehen kann. Durch die klare Beschreibung der Schauplätze, fühlt man sich mitten in der Geschichte und kann sich so den Speckgürtel gut vorstellen. Der Schreibstil tut sein Übriges, wenngleich ich mir mehr Humor oder Wortspielereien gewünscht hätte – vielleicht waren meine Erwartungen in dieser Hinsicht falsch angesetzt. Fazit: Eine ganz nett konstruierte Geschichte, die mit einem etwas ungewöhnlichen Ende aufwartet und mich nicht völlig überzeugen konnte.

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    • 3

    Sikal

    03. October 2014 um 21:14
  • Eigentlich...

    Eigentlich erhängt

    zyrima

    03. October 2014 um 08:56

    Walter Eigen ist Immobilienmakler und will mit dem Schedl eigentlich nur über den Verkauf dessen Hauses reden, als er ihn mit den Füssen nach oben,aufgehängt in seiner Villa findet. Walter geht erst mal und erzählt seiner Mutter von dem Fund,erst später ruft er anonym bei der Polizei an und  meldet dort das Verbrechen. Die Geschichte ist aus zwei Sichten geschrieben,aus der von Mama Eigen,die ihre eigene Meinung zu allem und jedem hat und aus der Sicht von Walter Eigen ,der seiner Mutter natürlich nicht immer alles erzählt.Der Roman plätschert so ohne grösse Höhepunkte vor sich hin ,trotzdem finde ich ihn lesenswert, er ist mal eine andere Art von Krimi. Interessannt fand ich den Einblick ins Maklermilieu und die Beschreibung des Münchner Umlands. Mein Fazit zum Buch,es ist eine gute Alternative zu den blutrünstigen Krimis die ich sonst so kenne .

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  • Eigentlich erhängt

    Eigentlich erhängt

    danzlmoidl

    Inhalt: Eigentlich wollte er sich ein gemütliches Wochenende machen und einmal im Monat mit seinen beiden Söhnen so tun, als wäre alles ganz normal. Doch dann entdeckt der Makler Walter Eigen eine Leiche, die kopfüber vom Deckenbalken einer Villa im Münchner Umland baumelt. Ein ermordeter Großgrundbesitzer, die Immobilienbranche wird hellhörig ... und nervös. Zu viele Menschen profitieren von diesem Tod, auch Walter Eigen. Dessen Mutter kann das Spekulieren nicht lassen - über den Gartenzaun hinweg werden so einige Vermutungen angestellt, Verdächtige eingekreist, mögliche Täter ausgemacht. Doch sagt ihr Sohn wirklich die ganze Wahrheit? Meine Meinung: Dieses Buch ist wieder mal eins der besonderen Art, denn es ist nicht normal. Schon am Anfang fällt einem auf, dass nicht nur aus verschiedenen Perspektiven erzählt wird, sondern, dass auch in diesen Perspektiven der Erzählstil verschieden ist. So wird einem einmal die Geschichte von Walter Eigen aus dessen Sicht erzählt und auf der anderen Seite die Geschichte aus der Sicht der Mutter, wie sie es mitbekommen hat (mit ein paar Kürzungen, denn der Mutter sagt man ja nicht alles). Erst habe ich das nicht kapiert, deshalb fiel es mir kurz etwas schwer die in die Geschichte einzutauchen, doch mit der Zeit gewöhnt man sich daran. Die Sprache der Mutter ist eben auch, wie man es in Bayern gewohnt ist. Dass die Grammatik hier nicht immer zu 100% stimmt, sollte bekannt sein. Die Handlung ist auch nicht so typisch. Mal ganz ehrlich... Eigentlich :) ist es nicht normal, dass sich jemand mit den Füßen nach oben aufhängt, aber gut. Seis drum. Die Auflösung gefällt mir recht gut, teilweise sind allerdings Handlungen, bei denen man sich fragt, ob das jetzt notwenig war, aber gut, dass kommt in jedem Buch vor. Alles in allem kann man sagen, dass dies ein solider Krimi ist, der sicher noch Potenzial hätte.

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    • 2

    ClaasTriebel

    01. October 2014 um 00:56
  • Konnte mich leider nicht ganz überzeugen ...

    Eigentlich erhängt

    angi_stumpf

    Die Geschichte: Walter Eigen ist ein mittelmäßig erfolgreicher Makler, geschieden und hat zwei Söhne. Er verbringt viel Zeit bei seiner Mutter, der Vater ist leider früh verstorben. Von einem Bekannten erhält er den Tipp, dass eine alte Villa zum Verkauf stehen würde. Da Walter dieses Geschäft ungern seinem Konkurrenten Dirks überlassen will, beschließt er, dem Eigentümer einen Besuch abzustatten. Doch im Haus trifft er nur eine Leiche an, kopfüber von der Decke hängend … Walter hat wenig Vertrauen in die Polizei und meldet den grausigen Fund nicht sofort. Er will auf eigene Faust herausfinden, wer dahintersteckt. Tatkräftige Hilfe erhält er bei diesem Vorhaben ausgerechnet von seiner Mutter, die ihren Sohn trotz seiner 48 Lebensjahre immer noch gern wie ein Kind behandeln möchte. Meine Meinung: Claas Triebel zeichnet seine Charaktere authentisch und versieht sie mit allerhand menschlichen Schwächen und Unarten. Hier wird betrogen, bestochen, getrickst, verleumdet … ein Sammelsurium unschöner Verhaltensweisen, die dazu führen, dass die meisten Figuren nicht sehr sympathisch wirken. Auch der Protagonist Walter ist keiner, den man schnell ins Herz schließt, auch wenn seine Mutter das sicher anders sehen würde. Apropos Mutter: in vielen Kapiteln erzählt sie uns die Geschehnisse aus ihrer Sicht. Das tut sie in bester “Tratschtantenmanier”, sodass bei mir wirklich das Gefühl aufkam, ich würde einen Plausch mit der Seniorin von nebenan halten. Sehr ausschweifend (bis hin zu Anekdoten aus Walters Kinderzeit), übermäßig ausführlich und mit vielen Wiederholungen lässt sie uns an ihren Gedankengängen und Vermutungen teilhaben. Da ich solchen Gesprächen schon im realen Leben wenig abgewinnen kann, sorgten diese Passagen auch im Buch bei mir für wenig Begeisterung. Die übrigen Kapitel sind geprägt von vielen Dialogen, auch hier ist der Schreibstil überwiegend sehr ausführlich, beinahe plastisch. Kleinste Details und Feinheiten der Figuren lassen die Szenen real wirken, bergen aber oft die Gefahr, dass der Eindruck entsteht, die Handlung würde nicht vorankommen. Spannung, die meines Erachtens zumindest ansatzweise in einem Krimi nicht fehlen sollte, wollte sich bei mir leider nicht einstellen. Und das, obwohl der Kriminalfall durchaus komplex und gut durchdacht ist. Das ganze Vorortleben und das Maklergeschäft mit Intrigen, Bestechung, Mauscheleien und der immer brodelnden Gerüchteküche … all das wird glaubhaft thematisiert, konnte mich aber durch den gleichförmigen Schreibstil ohne besondere Höhen und Tiefen nicht wirklich fesseln. Es gibt hier kaum klar abgegrenztes Gut oder Böse, es werden eher die vielfältigen Zwischentöne der menschlichen Psyche beleuchtet. Das Ende war auch eher krimi-untypisch und traf nicht so ganz meinen Geschmack. Fazit: Von diesem Kriminalroman hatte ich leider mehr erwartet, zumal ich mir aufgrund des Titels und der Covergestaltung auch etwas Humor bzw. Wortwitz erhoffte.

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    angi_stumpf

    30. September 2014 um 15:08
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