Claire Askew

 3.4 Sterne bei 5 Bewertungen
Autorin von Todesschweigen.

Lebenslauf von Claire Askew

Preisgekrönte Geschichten: Claire Askew studierte an der University of Edinburgh Kreatives Schreiben und arbeitet neben der Schriftstellerei im Bildungsbereich. Sie wurde u.a. mit dem New Writers Award des Scottish Book Trust ausgezeichnet und für ihren Debütroman »Todesschweigen« mit dem Lucy Cavendish Prize. In 2016, wurde Askew zu Schottlands erster „Reading Champion“, außerdem wurde sie mit dem „Jessie Kesson Fellowship“ ausgezeichnet. Doch sie kann nicht nur Krimis. Auch zahlreiche Lyrik-Preise gehören zu ihrer Sammlung. Claire Askew lebt in Edinburgh.

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Todesschweigen

Todesschweigen

 (5)
Erschienen am 19.11.2018

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Rezension zu "Todesschweigen" von Claire Askew

Die Frage nach dem Warum
Emmas_Bookhousevor 21 Tagen

Todesschweigen - Claire Askew
Verlag: Goldmann
Tschenbuch: 10,00 €
Ebook: 9,99 €
ISBN: 978-3-442-48842-1
Erscheinungsdatum: 19. November 2018
Genre: Thriller
Seiten: 528
Inhalt:
In Edinburgh ist Detective Helen Birch auf dem Weg zu ihrer neuen Dienststelle, als sie zu einem Einsatz gerufen wird, der sie zutiefst erschüttert: ein Amoklauf am Three Rivers College. Der junge Ryan Summers hat dreizehn Studentinnen erschossen, dann die Waffe gegen sich selbst gerichtet. Was bleibt, ist die quälende Frage nach dem Warum. Während sich die Medien mit Spekulationen überschlagen, führen ihre Ermittlungen Helen Birch zu Ryans Mutter Moira sowie zu den verzweifelten Angehörigen der Opfer. Doch beide Seiten verbergen Geheimnisse, und die Wahrheit scheint Helen immer mehr zu entgleiten …
Mein Fazit:
Zum Cover:
Das Cover sieht sehr interessant aus und war für mich der Grund, das ich lesen zu wollen, allerdings fehlt mir hier ein wenig der Zusammenhang zum Buch.
Zum Buch:
Das Thema ist hier natürlich auch mit ausschlaggebend gewesen, das ich dieses Buch lese, hier geht es um einen Amoklauf wie wir ihn leider schon öfter mitbekommen haben, aus den Medien.
Ryan Summers geht eines Morgens los und erschießt 13 Studentinnen, danach sich selbst. Zurück bleiben zerbrochene Familien und die Frage nach dem Warum.
Der Schreibstil ist hier ziemlich ruhig, auch wenn es am Anfang gleich mit dem Amoklauf losgeht, die Autorin lässt es irgendwie langsam angehen. Er ist flüssig, aber die richtige Spannung wollte sich bei mir nicht aufbauen.
Wir haben hier natürlich tolle Protagonisten, die durch ihre Emotionen bestechen, zwei Mütter die auf tragische Weise ihr Kind verloren haben. Da ist zum einen Ishbel die Mutter von Abigail, das erste Opfer von Ryan Summer und zum anderen ist da Moira, die Mutter des Amokläufers. Beide leiden, doch Moira wollen es die Bewohner von Edinburgh nicht gestatten, hat sie schließlich den Amokläufer zur Welt gebracht.
Erzählt wird die Geschichte hier überwiegend von Ishbel, Moira, DI Birch, die übrigens ihre neue Stelle angetreten hat und gleich mit dem Amoklauf konfrontiert wurde. Aber auch Kapitel wo es nur um die Medien geht gibt es und da kommen wir zu dem schmierigen Journalisten Lockley, dem jedes Mittel recht ist um seine Story zu pushen und auf der Suche nach Likes.
Das Spiel mit den Emotionen ist hier gut gelungen und man leidet auch mit, kommt hier doch Wut und Trauer und ganz viel Mitgefühl auf. Aber trotz allem fehlte mir hier irgendwie die Aufklärung. Warum ging Ryan Summers los und tötete die jungen Frauen? Eine frage die noch immer in meinen Kopf rum spuckt. Klar gibt es immer Gruppen die gegen alles Mögliche sind ob gegen Frauen, Männer, Homosexuelle oder gegen was auch immer, aber war Ryan nun in solch einer Gruppe? Wir wissen es nicht.
Sehr gut wurde auch hier wieder einmal gezeigt, welche Kraft die Medien besitzen und das diese wirklich über Leichen gehen nur um an ihre Story zu kommen. Im Großen und Ganzen eine gute solide Geschichte, mir allerdings fehlte da etwas.
Ich gebe 3 von 5 Sternen und bedanke mich beim Goldmann Verlag für sie Bereitstellung des Rezensionsexemplars und hoffe weiterhin auf gute Zusammenarbeit.

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Rezension zu "Todesschweigen" von Claire Askew

Leider kein Krimi!
ReadAndTravelvor einem Monat

In Edinburgh ist Detective Helen Birch auf dem Weg zu ihrer neuen Dienststelle, als sie zu einem Einsatz gerufen wird, der sie zutiefst erschüttert: ein Amoklauf am Three Rivers College. Der junge Ryan Summers hat dreizehn Studentinnen erschossen, dann die Waffe gegen sich selbst gerichtet. Was bleibt, ist die quälende Frage nach dem Warum. Während sich die Medien mit Spekulationen überschlagen, führen ihre Ermittlungen Helen Birch zu Ryans Mutter Moira sowie zu den verweifelten Angehörigen der Opfer. Doch beide Seiten verbergen Geheimnisse, und die Wahrheit scheint Helen immer mehr zu entgleiten …

Mir wurde dieses Buch als Rezensionsexemplar vom Bloggerportal und dem Goldmannverlag zur Verfügung gestellt. Das Buch hat mich aufgrund des Themas sehr angesprochen. 
Leider war der Anfang direkt sehr schwer und ich habe nicht so leicht in sie Story hinein gefunden. Der Schreibstil war irgendwie nicht so meins und ich habe die Sprünge zwischen dem aktuellen Zeitpunkt und vergänglichen Erzählungen nicht immer mitbekommen. So befürchtete ich, dass mir das Buch nicht gefallen könnte. Das bewahrheitete sich zum Glück nicht. Ich fand mich dann doch gut in sie Story rein und mochte auch ihren Schreibstil. 
Die Gefühle der beiden Mütter, die auf anderen Seiten standen, aber beide ihre Kinder verloren haben, wurde sehr gut rüber gebracht. Man hat sie beide vollkommen verstanden und mit ihnen fühlen.
Leider war dieses Buch für mich dennoch kein richtiger Krimi. Es gab nicht wirklich was zu ermitteln und wenn wurde es nur selten beschrieben. Es würde mehr Fokus auf den Journalismus gelegt, der für mich mit der Zeit etwas übertrieben wirkte.
Ich habe die ganze Zeit drauf gewartet, dass man mehr von Ryan, dem Schützen erfährt. Zwar wusste man später ein paar Fakten, aber ich hatte gehofft, dass sich mehr mit seiner Psyche auseinandersetzt.
Trotz alledem hat es mir das Buch gefallen, auch wenn ich mir ein bisschen mehr vorgestellt habe. 3/5 Sternen.

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Rezension zu "Todesschweigen" von Claire Askew

Die Frage nach dem Warum
Cambridgevor einem Monat

Was man sonst nur aus den Nachrichten aus Amerika kennt, passiert in Edinburgh: ein junger Mann geht morgens in sein College und erschießt 13 Studentinnen und danach sich selber. Neben dem Entsetzen und der Fassungslosigkeit stellt sich natürlich auch die Frage nach dem Warum. Was waren Ryan Summers Gründe für diese Tat?

 

Dieser schwierigen Frage muss die erst kürzlich zum DI beförderte Helen Birch nachgehen. Denn etwas anderes gibt es nicht herauszufinden. Der Täter ist bekannt und tot und entzieht sich somit dem Bedürfnis der Hinterbliebenen und der Öffentlichkeit nach Vergeltung. Da dieses Gefühl aber irgendwo hin muss, gerät Ryans Mutter Moira in den Fokus eines gewissenlosen Reporters.

 

Die Geschichte wird vorwiegend aus der Sicht von drei Personen erzählt. Zum einen natürlich von DI Birch und Moira. Dazu kommt Ishbel, die Mutter der von Ryan zuerst getöteten Abigail. Zwischendurch gibt es kurze Kapitel, die aus Zeitungsberichten oder Auszügen von Sozialen Medien bestehen.

 

Das Buch hat mich interessiert, weil ich noch nie einen Krimi über dieses Thema gelesen habe. Es ist ein sehr düsteres Thema und die Trauer beider Mütter ist sehr greifbar. Die Autorin schneidet dabei interessante Themen an. Leider konzentriert sie sich aber im Verlaufe des Buches ausgerechnet auf das am wenigsten interessante Thema, nämlich der Umgang der Presse mit so einem Fall, bzw. eines bestimmten gewissenlosen Journalisten namens Lockley, dem jedes Mittel recht ist, viele Klicks und Likes in den Sozialen Medien zu bekommen. Das ist leider sehr klischeehaft und in meinen Augen auch sehr übertrieben dargestellt. Das es bedenkliche Foren im Internet gibt, in denen die unglaublichsten Verschwörungstheorien und  der Hass auf bestimmte Menschengruppen besprochen werden ist ja nun nicht so neu. So vernachlässigt das Buch leider, sich mehr mit dem Auslöser für diese schreckliche Tat zu beschäftigen oder auch damit, wie es für die Betroffenen hinterher weitergeht. Dafür geht es ausgiebig um die schmierigen Versuche Lockleys, Leichen aus welchem Keller auch immer auszugraben im angeblichen Interesse der Öffentlichkeit. Es schwierig, wenn nicht sogar unmöglich, herauszufinden, was einen Menschen wirklich zu so einer Tat bewegt. Vor allem, wenn er tot ist. Es ist sehr menschlich, einen Schuldigen finden zu wollen und hier entlädt sich der Volkszorn, angefeuert von Lockleys Artikeln, auf Ryans Mutter. Ich empfand es aber zunehmend als unglaubwürdig, wie sehr Lockley sich in Verschwörungstheorien hineinsteigerte und die Polizei dafür verurteilte, nicht herauszufinden, was Ryans Grund war. Die Polizeiarbeit war im Grunde erledigt.

 

Ich empfand das Buch als etwas unausgewogen und seinem Anspruch nicht ganz gewachsen. Das Erzähltempo ist auch sehr langsam und gerade zu Anfang hatte ich etwas Probleme, in die Story hineinzufinden. In weiten Teilen ist es einfach sehr detailreich geschrieben. Jeder Handgriff, jeder noch so flüchtige Gedanke wird beschrieben. Manchmal blitze eine Weile wirklich gute Erzählkunst durch und es kam so etwas wie Spannung auf. Aber die ausufernden Abschnitte waren leider in der Überzahl. Es ist kein schlechtes Buch, aber es hat mich trotz des schrecklichen Themas nicht berührt.

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