Man jagt auf über 200 Seiten durch das Leben der Frida Kahlo und muss mit Fug und Recht feststellen, dass diese Liebe (wenn auch nur als Leserin) weh tut. Dieses Buch liest sich intensiv, feurig und schwindelerregend und ist alles andere als langweilig. Wer erwartet, Künstlerbiografie müssen trocken wie altes Brot sein, wird gnadenlos enttäuscht. Spannend fand ich vor allem die Konzentration auf den Busunfall, der Fridas Körper zerstörte und die damit verbundene Qualen, die Frida schonungslos in atemberaubende Kunst verwandelt. Wer schnöde Fakten und Jahreszahlen erwartet, könnte enttäuscht werden. Wer den Geruch von Ölfarbe beim Lesen in der Nase haben möchte und ein intensives Portrait einer besonderen Künstlerseele sucht, wird dieses Buch zu schätzen wissen.
Claire Berest
Lebenslauf
Alle Bücher von Claire Berest
Das Leben ist ein Fest
Ein Leben für die Avantgarde
Das Leben ist ein Fest
Das Leben ist ein Fest
Rien n'est noir
Bellevue (La Bleue)
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Neue Rezensionen zu Claire Berest
Dieser Roman über Frida Kahlo hat mir sehr gut gefallen. Er konzentriert sich auf die Jahre mit Diego Rivera, die geprägt sind von extremer Anziehung, körperlichen Schmerzen und seelischen Verletzungen, Affären, Schaffenskraft und Lebensfreude. Mit 18 Jahren wird Frida das Opfer eines schrecklichen Busunglücks und leidet von nun an unter schrecklichen Schmerzen. Aber das Gefesseltsein ans Bett läßt sie zum Pinsel greifen und begründet ihre Karriere als Künstlerin. Wenige Jahre später trifft sie auf den bereits weltbekannten Künstler Rivera, die beiden heiraten. Frida ist 22, ihr Mann über 20 Jahre älter. Ihre turbulente Beziehung ist ein Auf und Ab der Gefühle.
Jedes Kapitel ist mit einer Farbe betitelt, die entweder als solche im Text auftaucht oder eine Stimmung aufgreift. Es geht von blau über rot zu gelb und endet in wenigen Nuancen von schwarz. Ist wirklich schön gemacht. Immer wieder werden auch Bilder von Frida beschrieben, die sie in bestimmten Situationen gemalt hat. Ich habe diese dann auch gleich gegoogelt, das war sehr interessant und aufschlussreich.
Insgesamt erfährt man viel über die zahlreichen Bekanntschaften und Beziehungen der beiden, über die Verstrickung mit Politik und Gesellschaft und die Familie Fridas. Die farbigen Kapitel sind recht kurz, so dass man das Buch sehr rasch gelesen hat. Das Titelbild passt wunderbar zu diesem farbenprächtigen Roman über diese ganz besondere mexikanische Künstlerin. Ich kann es nur empfehlen.
Eine Achterbahnfahrt durchs Leben, mit Höhen und Tiefen, Liebe und Hass, Freude und Schmerz. Das Leben der Frida Kahlo war in allen Punkten außergewöhnlich und das Buch verdeutlicht ebendies.
Jedes Kapitel ist einer bestimmten Farbe zugeordnet, passend zu der Bedeutung, die diese Farbe für die Künstlerin selbst hatte. Durch ihr gemaltes Tagebuch, ihre vielen Selbstporträts, und die zahlreichen Fotografien, die Freunde und auch ihr Vater von ihr gemacht haben, ist Fridas Leben gut dokumentiert. Wir lernen sie daher auch sehr genau kennen. Mit ihrer exzentrischen Art ist sie sicherlich nicht everybodys darling, aber aufgrund ihrer Krankengeschichte, die unter anderem beinhaltet, dass sie monatelang an ihr Bett gefesselt war und dass sich ihr Kinderwunsch nie erfüllt hat, ist sie für mich durchweg nachvollziehbar.
Der Fokus liegt auf der Ehe mit Diego Rivera, die man heutzutage wohl als toxisch beschreiben würde. Aber da Diego nun einmal ihr Lebensinhalt war, ist das durchaus auch verständlich. Mit hat sehr gut gefallen, dass die Entstehungsgeschichten einzelner Werke beleuchtet werden (auch wenn sich das vielleicht nicht alles genauso zugetragen hat, so hätte es sicherlich so sein können).
Es hat mir auf jeden Fall Lust gemacht mal wieder „Frida“ mit Salma Hayek zu schauen. Wer den Film genauso sehr mochte wie ich, der wird an diesem Buch seine wahre Freude haben. Für alle die Frida Kahlo kennen lernen wollen sei das Buch ebenfalls wärmstens empfohlen.
Gespräche aus der Community

Bunt, leidenschaftlich, laut, alle Grenzen überschreitend. Frida Kahlo hat so gelebt, als hätte jeder Tag der letzte sein können. Mit ihrer Kunst, mit ihrem Auftreten, mit ihrer Unkonventionalität sorgte sie für Aufmerksamkeit und erhitzte die Gemüter. Der französischen Schriftstellerin Claire Berest ist es mit ihrem Roman "Das Leben ist ein Fest" gelungen, die Ausnahmekünstlerin, Revolutionärin und Mode-Ikone Frida Kahlo in ihrer Komplexität zu erfassen und sie so zu porträtieren, wie sie
sich selber am liebsten gesehen hat: farbenfroh, temperamentvoll und überwältigend.
Zusätzliche Informationen
Claire Berest wurde am 14. Juli 1982 in Paris (Frankreich) geboren.
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