Claire Bonnett

 4.4 Sterne bei 21 Bewertungen
Autor von Café Honeybee.

Lebenslauf von Claire Bonnett

Claire Bonnett, geboren 1997, wuchs in einem lebhaften Bibliothekars-Haushalt auf und schreibt seit ihrer Kindheit eigene Geschichten. Inspiration findet sie dabei in der Musik, ebenso wie auf Reisen nach Schottland und Nordeuropa. Große Gefühle und kleine Katastrophen spielen sich in ihren Romanen ab, deren wichtigste Geheimzutat die Autorin auch durch den Alltag begleitet. Eine gehörige Portion Humor. 

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Claire Bonnett

Cover des Buches Café Honeybee (ISBN:9783958183933)

Café Honeybee

 (21)
Erschienen am 27.12.2018

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Rezension zu "Café Honeybee" von Claire Bonnett

Cafe' Honeybee
YH110BYvor einem Jahr

Gretas Mutter ist vor einigen Monaten gestorben und so müssen sie und ihre Zwillingsschwester Shawna ihre Großmutter sehr oft im Cafe' Honeybee unterstützen. Shawna ist seit dem Tod ihrer Mutter sehr depressiv und ißt kaum noch etwas. Greta fühlt sich auch nicht wohl in dieser Situation. Sie würde lieber ihre Zeit mit einem Job verbringen, der ihr Spaß macht und steckt noch dazu in einer Beziehung, in der sie nicht glücklich ist. Durch einen Unfall verliert sie ihr Gedächtnis und nimmt so erstmal Abstand vom Cafe', ihrer Familie und ihrem Freund.
Der Roman hat mir richtig gut gefallen. Die einzelnen Charaktere wurden gut beschrieben und ich konnte mir das Cafe' und auch die einzelnen Personen durch die detaillierte Beschreibung gut vorstellen. Manches Mal hätte ich Greta oder auch Shawna am liebsten geschüttelt für ihr Verhalten. Doch zum Glück konnten alle noch ihr Leben verändern und zu ihrem Glück finden, auch wenn dazu manchmal einige Umwege erforderlich waren.

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Rezension zu "Café Honeybee" von Claire Bonnett

Die Geschichte zweier Schwestern, die den Mut finden müssen, ihren eigenen Weg zu gehen
wortjongleurvor einem Jahr

Café Honeybee ist die Geschichte zweier Schwestern, die beide erst durch einen Unfall und dessen Folgen gezwungen werden, sich den Problemen zu stellen, die sie bislang davon abhielten, ihre eigenen Wünsche und Lebensträume auszuleben.

Greta hat ihr Studium abgebrochen, um ihrer Großmutter im Café Honeybee gezwungenermaßen auszuhelfen, während sich Shawna nach dem Tod der Mutter komplett in sich selbst zurückgezogen hat, kaum ihr Zimmer verlässt und selbst das Essen meistens einfach zu vergessen scheint. Eigentlich fühlt sich auch Greta in ihrer Beziehung mit Fin nicht mehr ganz glücklich, aus Angst ihn vor den Kopf zu stoßen, schiebt sie eine Aussprache jedoch vor sich her. Doch dann hat sie einen Autounfall, der sie ohne Erinnerung an ihre Vergangenheit aufwachen lässt. Weitere Auswirkungen des Unfalls bringen sowohl Greta als auch ihre Schwester in ungewohnte und herausfordernde Situationen, die ihrer beider Leben eine neue Richtung gibt und die Chance vielleicht doch Erfüllung zu finden.

Mir gefiel es sehr, dass der Spannungsbogen durch viele neue Wendungen immer aufrecht erhalten wurde, die Wendungen gleichzeitig aber nie zu gewollt, sondern eigentlich immer stimmig und realistisch wirkten. Während ich mich anfangs sehr gut in Gretas Träume, in ihr Straucheln den Erwartungen der Familie gerecht zu werden und gleichzeitig in ihr Verantwortungsgefühl der Familie gegenüber, hineinversetzen konnte, fiel es mir im Verlauf der Geschichte zunehmend schwerer, ihr Verhalten verstehen zu können. Stattdessen interessierte mich Shawnas Entwicklung immer stärker und einige Nebencharaktere wuchsen mir immer mehr ans Herz. So zum Beispiel Mr McEwans, in dessen Antiquariat ich mich auch gerne vor dem Chaos dieser Welt verkriechen würde. Nicu, dessen selbstlose, verständnisvolle und extrem zugängliche Art einfach nur einnehmend und ansprechend war. Ebenso Gretas und Shawnas Vater, der zwar heillos überfordert mit all diesen Problemen ist, aber auf ganz unbeholfene, hilflose und sympathische Art versucht seinen beiden Mädchen zu helfen und seine Liebe ihnen gegenüber auszudrücken.

Claire Bonnett schafft es, verschiedene Themen auf sehr ansprechende und treffende Weise darzustellen. So zum Beispiel wie in Gretas Familie jeder versucht Probleme mit sich selbst auszumachen, echte Kommunikation kaum stattfindet und welche Auswirkungen dies auf alle Beteiligten hat. Wie sich Angehörige fühlen und vor ungeahnten Herausforderungen stehen, wenn ein Familienmitglied plötzlich ohne jegliche Erinnerung an die eigene Vergangenheit und Familie aufwacht. Wie seltsam es andererseits der betroffenen Person erscheint, das eigene Leben plötzlich völlig unvoreingenommen und aus der Perspektive eines Unbeteiligten zu sehen und so manche Situation oder Entscheidung plötzlich in ganz neuem Licht erscheint. Welche immensen Folgen Nicht-Handeln und Nichts-Sagen haben kann, wurde ebenso treffend und spannend beschrieben und so konnte mich die Autorin nicht zuletzt durch die rundweg gelungenen Dialoge und Situationsbeschreibungen immer fesseln.

Ich hatte mir noch mehr Einblicke in die Atmosphäre und Küche des Café Honeybees erhofft: ausführlichere Beschreibungen mancher Waffelkreationen, vor allem Nicus Verfeinerungen mancher Teige durch spezielle Kombinationen bestimmter Geschmacksrichtungen. Eine bestimmte Backszene, die großen Einfluss auf eine der Protagonisten hat, hätte für mich gerne auch in dieser Hinsicht noch viel detailreicher beschrieben werden dürfen. Dies ist natürlich nur eine persönliche Vorliebe von mir, da ich gerne beim Lesen die Speisen förmlich rieche und schmecken möchte. Da das Café diesem Roman den Titel gab, hoffte ich einfach, es würde auch auf das Kulinarische mehr eingegangen werden. Gleiches gilt für Prus Bienenzucht mitten in der Stadt. Dieses Thema fand ich sehr spannend und dementsprechend hätte ich gerne noch viel mehr darüber erfahren, wie sie da im Einzelnen vorgeht. Es wurden zwar manchmal Vergleiche zwischen dem Verhalten der Bienen und den Gefühlen unserer Protagonistin gezogen, aber für meinen Geschmack hätte diesem interessanten und aktuellen Thema in der Geschichte gerne noch mehr Raum gegeben werden dürfen. Auch blieben mir manchmal die Gefühle der männlichen Protagonisten komplett unklar, was einerseits an der subjektiven Erzählperspektive der beiden Schwestern lag, jedoch durchaus in der Situationsbeschreibung etwas mehr angedeutet werden könnte. Ich wurde zumindest manchmal von gewissen Entwicklungen relativ überrascht, weil mir das Verhalten der männlichen Charaktere keinen Aufschluss darüber gab, dass sie bereits große Gefühle hätten. Dies ist aber ebenfalls meine persönliche Vorliebe und viele Leser empfinden sicherlich zurückhaltende Gefühlsbeschreibungen als genau richtig.

Insgesamt hat die Geschichte wunderbar erzählt, wie unvollkommene Menschen in schwierigen und emotionsgeladenen Situationen auch mal daneben greifen, daran wachsen und schlussendlich den Mut finden, den eigenen Weg zu gehen. Ein gelungener und gut ausgearbeiteter, spannender Roman!

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Rezension zu "Café Honeybee" von Claire Bonnett

Ist wirklich alles so honigsüß?
anilavor einem Jahr

Vielen lieben Dank an Claire Bonnett, die ihren Roman als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt und eine Leserunde eröffnet hat. Dieser Umstand hat meine Meinung nicht beeinflusst.


Inhalt (lt. Klappentext):
Greta hat die Nase voll. Seit dem Tod ihrer Mutter kümmert sie sich nicht nur um ihre Zwillingsschwester, die in einer Lebenskrise steckt, sondern unterstützt auch ihre Großmutter Pru im familieneigenen Cafe Honeybee in Ebinburgh. Als wäre das nicht stressig genug, will Gretas Freund auch noch unbedingt die bröckelnde Beziehung retten. Als Greta nach einem Unfall plötzlich mit Gedächtnisverlust im Krankenhaus aufwacht, ist das ihre Chance, den Zwängen zu entkommen, die ihr ihre Familie auferlegt. Doch leichter gesagt als getan. Wie soll sie ihre eigenen Träume verwirklichen und gleichzeitig die Probleme ihrer Familie lösen? Greta schmiedet einen riskanten PLan. Sie ahnt nicht, welche Folgen dieser nicht nur für das Honeybee, sondern auch für ihr Herz haben wird...

Meinung:
"In diesem Augenblick, ja, in diesem Augenblick war das Leben zwar immer noch bescheuert, aber irgendwie auch gut,"

Den Schreibstil fand ich sehr gelungen. Er ließ sich leicht und flüssig lesen, hat mich gut unterhalten und war absolut altersangemessen. Hier habe ich wirklich nichts zu meckern. Schön war nämlich auch, dass es einen Perspektivwechsel gab, der das Geschehen spannender gemacht und auch aufgelockert hat.

Weniger gelungen fand ich leider die Charaktere, allen voran die Protagonistin Greta und ihre Oma Pru. Gretas Handlungen konnte ich so oft nicht nachvollziehen und als sie sich dann moralisch auch noch daneben benimmt, ist bei mir das Fass übergelaufen. Leider bleibt sie bis zum Ende unnahbar und ich fand sie nie so recht sympathisch.
Über Pru gibt es, für meine Begriffe, ähnlich wenig Positives zu sagen. Ich finde sie sehr anstrengend, von Vorurteilen geprägt, viel zu forsch und rechthaberisch und sie ist wirklich keine Oma, sie man sich wünscht. Eher verwünscht.

Gefallen haben mir dagegen Shwana, Gretas Zwillingsschwester, und Nicu, der im Verlaufe der GEschichte dazukommt und keine kleine Rolle spielt. Shawna macht eine tolle Entwicklung durch, was ich super fand. Nicu ist einfach ein klasse Typ, er hat sich auch zu meinem Lieblingscharakter entwickelt.

Zur Geschichte selber kann ich so viel sagen, dass ich sie schön fand, ich sie so auch noch nicht kannte und sie nicht zu abgehoben und unrealistisch ist. Vor allem das Ende war sehr bodenständig und hat gut gepasst. Es wurde kein HAppy End herbeigezwungen und gebogen, das fand ich sehr schön. Leider muss ich sagen, dass ich die Geschichte stellenweise sehr langatmig fand und sie nicht so richtig voran ging. Dadurch ging leider die SPannung und Dynamik verloren. 30-40 Seiten weniger hätten dem Buch sicherlich gut getan.

Fazit: Auch wenn teilweise keine sympathischen CHaraktere und stellenweise etwas langatmig, fand ich die Geschichte dennoch sehr schön und auch lesenswert. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und wollte stets wissen, wie es weitergeht. Die bodenständige Art hat mir sehr gut gefallen. Alles in allem vergebe ich 4 von 5 Sterne.

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Gespräche aus der Community

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Cover des Buches Café Honeybee (ISBN:undefined)
~ Was, wenn du dein bisheriges Leben vergessen hättest? Wie würdest du neu anfangen? ~


Klappentext
Greta hat die Nase voll. Seit dem Tod ihrer Mutter kümmert sie sich nicht nur um ihre Zwillingsschwester, die in einer Lebenskrise steckt, sondern unterstützt auch ihre Großmutter Pru im familieneigenen Café Honeybee in Edinburgh. Als wäre das nicht stressig genug, will Gretas Freund auch noch unbedingt die bröckelnde Beziehung retten. Als Greta nach einem Unfall plötzlich mit Gedächtnisverlust im Krankenhaus aufwacht, ist das ihre Chance, den Zwängen zu entkommen, die ihr ihre Familie auferlegt. Doch leichter gesagt als getan. Wie soll sie ihre eigenen Träume verwirklichen und gleichzeitig die Probleme ihrer Familie lösen? Greta schmiedet einen riskanten Plan. Sie ahnt nicht, welche Folgen dieser nicht nur für das Honeybee, sondern auch für ihr Herz haben wird …

Hey, du! Freut mich, dass ich dich mit meinem Teaser bis hierher locke konnte. Ich bin Claire und würde dich gerne einladen, mit mir das Café Honeybee zu besuchen! Mach es dir dort einfach mit einem Teller Honigwaffeln bequem und lass uns gemeinsam Gretas Geschichte erleben ...
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Schreib mir in die Kommentare, warum du gern dabei wärst und - ganz wichtig! - welches e-book Format du bevorzugst. Schon landest du im Lostopf!

Also, ran an die Tasten, stürmt das Café :D (die besten Plätze sind am Fenster). Ich frue mich auf euch :)
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