Eine englische Ehe

von Claire Fuller 
4,2 Sterne bei12 Bewertungen
Eine englische Ehe
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Code-between-liness avatar

Am Anfang plätscherte es mir ein wenig dahin, aber die zweite Hälfte war gut aufgebaut und mitreißend!

Wunderschön melancholisch erzähltes Portrait einer Ehe.

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Inhaltsangabe zu "Eine englische Ehe"

Eigentlich hatte sie andere Pläne. Ein selbstbestimmtes Leben, Reisen, vielleicht eine Karriere als Schriftstellerin. Doch Ingrid wirft alles über Bord, als sie sich in ihren Literaturprofessor Gil Coleman verliebt und von ihm schwanger wird. Gil liebt seine junge Frau, und dennoch betrügt er sie, lässt sie viel zu oft mit den Kindern in dem kleinen Ort an der englischen Küste allein. In ihren schlaflosen Nächten beginnt Ingrid, Gil heimlich Briefe zu schreiben. Statt ihm ihre innersten Gedanken anzuvertrauen, steckt sie ihre Briefe in die Bücher seiner Bibliothek, bis sie eines Tages auf rätselhafte Weise verschwindet. Zwölf Jahre später glaubt Gil, seine Frau wieder gesehen zu haben – und ihre gemeinsame Tochter Flora, hin und her gerissen zwischen Hoffnung und Verzweiflung, beginnt nach Antworten zu suchen, ohne zu ahnen, dass sie nur die Bücher ihres Vaters aufschlagen müsste, um sie zu erhalten.
So englisch wie Jane Gardam, so intensiv wie Elena Ferrante – hochkarätig besetzte Lesung mit Heikko Deutschmann und Leslie Malton.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783869523422
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Audio CD
Verlag:OSTERWOLDaudio
Erscheinungsdatum:20.03.2017
Das aktuelle Buch ist am 01.03.2017 bei Piper ebooks erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    anushkas avatar
    anushkavor einem Jahr
    "Die Wahrheit über unsere Ehe ..."

    England, 1976: Ingrid studiert und hat große Träume. Zusammen mit ihrer Mitbewohnerin ist sie sich sicher. Keinen Mann, keine Kinder, keine Bindung. Frei sein, durch die Welt reisen, vielleicht Schriftstellerin werden. Doch dann begegnet Ingrid dem älteren Gil, ihrem Literaturprofessor. Sie verliebt sich und wird schwanger von ihm. Sie gibt ihre Träume auf und ist von nun an Ehefrau und Mutter. Und obwohl Gil seine Frau liebt, kann er den Affären nicht widerstehen, die sich ihm als erfolgreichem Schriftsteller anbieten. So lässt er seine junge Frau viel zu sehr allein. Sie beginnt, ihm Briefe und sich alles von der Seele zu schreiben. Die Briefe versteckt sie schließlich in den Büchern von Gils Bibliothek. Dann verschwindet Ingrid spurlos. 12 Jahre später glaubt Gil, seine Frau gesehen zu haben. Die Töchter kommen daraufhin zusammen und versuchen, die Vergangenheit und ihre Kindheit aufzuarbeiten. Während die ältere Tochter sicher ist, dass die Mutter tot ist, hofft die jüngere verzweifelt, Ingrid zu finden ...

    Die Handlung dieses Buches spielt auf zwei Ebenen. Einerseits ist da die Gegenwart, in der Gil alt und krank ist und die Schwestern mit den Folgen des Verschwindens der Mutter umgehen müssen. Andererseits werden diese Kapitel immer abgewechselt von den Briefen der Mutter, die diese 12 Jahre vorher geschrieben hat und die nach und nach die Ehe und die Ereignisse aufrollen. Dabei wird deutlich, wie einsam sie sich zuweilen fühlte und wie ungerecht und egoistisch Gil sich oft verhalten hat. Schade ist allerdings, dass die beiden Handlungsstränge nur nebeneinander her existieren und kaum Berührungspunkte finden. Man erfährt keine explizite Reaktion Gils auf die Briefe und kann nur mutmaßen, ob er sie gefunden hat oder nicht. Den Reiz des Buches macht allerdings nicht irgendein Spannungsbogen um das Finden oder Nicht-Finden der Briefe aus, sondern das Eintauchen in das Gefühlsleben einer zutiefst einttäuschten Frau und das Psychogramm dieser Ehe, das durch die Briefe entsteht. Durch die Handlung in der Gegenwart erfährt man mehr darüber, wie es nach Ingrids Verschwinden mit den anderen Personen weiterging und vor allem, wie sehr die Töchter gelitten haben und wie sie auch als Erwachsene noch sehr unterschiedlich mit ihren Erlebnissen umgehen.

    Für mich waren die Beziehungen der Figuren feinsinnig gesponnen, sprachlich schön ausgestaltet und in überzeugender Atmosphäre erzählt. Mich hat das Buch gefangen genommen, auch wenn ich mir mehr Berührungspunkte zwischen den beiden Erzählebenen und etwas mehr (aktive) Handlung im Gegenwartsstrang gewünscht hätte. Das Buch spielt aber auch darauf an, dass Eltern noch ein eigenes Leben (miteinander) haben, von dem die Kinder höchstens Ausschnitte kennen. Durch den Abgleich zwischen Ingrids Briefen und den Erzählungen der Töchter kam das sehr gut zutage und machte die Geschichte umso glaubhafter. Letztendlich ist "Eine englische Ehe" schon genial konstruiert, da es viel Interpretationsspielraum lässt und dadurch lebensnah ist, dass eben nicht alle Figuren über alle Informationen verfügen. Auch die Figuren selbst sind detailliert ausgearbeitet und lebensnah. "Eine englische Ehe" ist auf jeden Fall ein Buch, das sich im Gedächtnis festsetzt.

    Das Melancholische der Geschichte wird durch die Stimmen der Sprecher noch unterstützt. Besonders gelungen finde ich es, dass es zwei Sprecher gibt und Ingrids Briefe auch von einer Frau gesprochen werden. Zum einen wird dadurch besser deutlich, wann wieder ein Brief an der Reihe ist und zum anderen wird Ingrid dadurch noch unmittelbarer. Es gelang mir bei diesem Hörbuch durchweg, die Konzentration aufrecht zu erhalten. Als Hörbuch ist "Eine englische Ehe" auf jeden Fall empfehlenswert.

    Kommentare: 1
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    missNaseweiss avatar
    missNaseweisvor einem Jahr
    Ein emotionales Familien- beziehungsweise Eheportrait


    Zum Inhalt: Vor 12 Jahren wurden Flora und Nan von ihrer Mutter verlassen und blieben gemeinsam mit ihrem Vater Gil zurück. Doch Gil glaubt nun, seine Frau gesehen zu haben, und weckt besonders bei Flora die Hoffnung auf ein Wiedersehen. Flora will Antworten und natürlich wissen, was damals ihre Mutter dazu getrieben hat, sie allein zu lassen.


    Bereits kurz nach der LBM wanderte dieses Werk auf meinen Wunschzettel. Letzten Endes habe ich mich dafür entscheiden, das Buch nicht zu lesen, sondern zu hören, was mir ein grandioses Hörbuchhighlight beschert hat! Ich habe es in Rekordzeit verschlungen und konnte einfach nicht mehr aufhören. Kurzum, eine klare Empfehlung von meiner Seite aus!


    Thematisch steht die Darstellung der Ehe von Gil und seiner Frau Ingrid im Fokus der Geschichte, gleichzeitig werden auch die Auswirkungen dieser Ehe auf die spätere Familiensituation erzählt. Dazu verfolgt ihr zwei Zeitstränge.
    Zum einen reist ihr zurück in die Vergangenheit und werdet Zeuge, wie Ingrid ihrem Mann zahlreiche Briefe schreibt, in denen sie ihm ihre Sicht auf ihre Ehe schildert. Dabei geht sie chronologisch vor und berichtet mal mehr, mal weniger ausführlich von ganz bestimmten Erlebnissen oder Situationen, die erst ihre Liebe und später ihre Ehe geformt haben. Zum anderen begleitet ihr Flora in der Gegenwart dabei, wie sie zu ihrem Vater nach Hause zurückkehrt, um seiner kürzlichen Beobachtung nachzugehen und Antworten zu finden.
    Mir hat diese Aufteilung unheimlich gut gefallen, denn meiner Meinung nach ermöglicht sie einem einen umfassenden Blick auf die Dinge, also inwiefern Ingrids Entscheidungen schließlich am Ende das Leben ihrer Töchter und ihres Mannes beeinflussen. Ich mochte außerdem, dass Vergangenheit und Gegenwart von zwei unterschiedlichen Personen gelesen wurden. Insbesondere die Sprecherin von Ingrid fand ich grandios. Ich habe eine richtige Gänsehaut bekommen, während ich ihr zuhörte, und muss zugeben, dass diese Kapitel wirklich meine liebsten waren.


    Da es sich hier vordergründig um ein Ehe- beziehungsweise Familienportrait handelt, nehmen Ingrid, Gil, Flora und Nan den größten Raum ein. Andere Figuren wie Gils bester Freund oder Ingrids beste Freundin spielen zwar auch keine ganz unwichtige Rolle, haben aber nur zeitweise ihre Auftritte.
    Gil ist in der Geschichte neben den zwei zuvor erwähnten besten Freunden die Figur, die einem sowohl von Flora (im Hier und Jetzt) als auch von Ingrid (viele Jahre zuvor) beschrieben wird. Es kam mir teilweise so vor, als würde ich zwei völlig unterschiedliche Gils kennen, denn viel hat der Lebemann aus Ingrids Briefen nicht mehr mit dem alten Mann zusammen, der etwas wirr zu sein scheint. Während Gils großer Hang zu Büchern und seine Tätigkeit als Literaturprofessor meine Sympathie für ihn geweckt haben, war mein Mitleid für ihn dann doch recht schnell verflogen, angesichts seiner Lebenseinstellung.
    Was Flora betrifft, so empfand ich sie als ihrer Mutter sehr ähnlich. Beide neigen zu einer gewissen Naivität, lieben das Meer und sind in sich gekehrt. Ich hatte aber wirklich so meine Probleme mit ihr, denn vor allem gegenüber ihrer älteren Schwester verhält sie sich von Zeit zu Zeit wirklich ungerecht und tut vieles ab, was diese für sie und die Familie geopfert hat. Sie scheint nicht Erwachsenwerden zu wollen.


    Ich habe mich während dem Hören der Geschichte insgesamt absolut nicht gelangweilt und finde auch nicht, dass es langatmige Stellen gab. Das lag vor allem an dem bereits erwähnten Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart, der regelmäßig erfolgte. Zudem hat mir der Erzählstil der Autorin richtig gut gefallen. Die Worte zogen mich ab den ersten Minuten in ihren Bann und viele Stellen waren fast schon poetisch. Sicher, ihr müsst euch auf die Geschichte einlassen, denn obwohl es durchaus Wendungen gab, die mich überrascht haben, und sich die Handlungsstränge immer weiter zuspitzen, geht es in erster Linie um zwischenmenschliche Beziehungen, Emotionen, das Leben und was man daraus macht.


    Für mich ist Eine englische Ehe definitiv ein Jahreshighlight, das ich euch wärmstens ans Herz legen kann!

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    monerls avatar
    monerlvor einem Jahr
    Ein Lesehighlight

    Kurzmeinung:

    Genre: Belletristik Handlung: Eine Familie, die nach dem Verschwinden von Ehefrau und Mutter nie richtig zur Ruhe gekommen ist. Viele Jahre später keimt ein kleiner Funke Hoffnung auf, dass Ingrid vielleicht doch noch lebt, da Gil glaubt, sie kurz gesehen zu haben. Dies ist der "Startschuss" für zwei sehr interessante und aufeinander gelungen abgestimmte Handlungsstränge.Der eine widmet sich der Gegenwart, wie Gil und die Töchter Nan und Flora auf diese Neuigkeit des möglichen Wiederauftauchens von Ingrid reagieren und wie sie damit umgehen. Der zweite wird kunstvoll in den ersten eingeflochten, der durch Ingrids Briefe an Gil dem Leser / Hörer die ganze Vergangenheit, bis zu ihrem Verschwinden, darstellt und Ingrid und Gils Kennenlernen und Zusammenkommen wiedergibt. An einsamen Tagen und Nächten schreibt sich Ingrid ihren Kummer von der Seele. Die geliebten Bücher Gils bewahren das Geheimnis auf. Protagonisten: Am besten porträtiert wird Gil, da wir ihn als jungen und älteren Mann vorgestellt bekommen. Ingrids Briefe zeigen einen frischen, verliebten, in die Zukunft schauenden und Pläne schmiedenden Gil, der aber auch egoistisch, hinterhältig, ängstlich, verunsichert, verletzend und gleichgültig sein kann. Als Leserin und Frau mochte ich Gil mit fortlaufender Geschichte immer weniger. Desto mehr und mehr über das Leben bzw. Ehe- und Familienleben von Gil und Ingrid, aus Ingrids Sicht, über die Briefe aufgedeckt wurde, gehörten meine Sympathien ihr. Ingrid schaffte es mein ganzes Mitleid für sie zu vereinnahmen. Die absolut gegensätzlichen Schwestern Nan und Flora sind ebenso interessante Figuren, da sie im Laufe der Geschichte an Stärke und Charakter gewinnen. Claire Fuller hat ein Händchen für ihre Protagonisten bewiesen. Selbst für Gil, für den ich bis kurz vor Ende Verachtung empfand, konnte ich zum Schluss noch was abgewinnen. Nicht nur das, er hatte seine Achtung zurückgewonnen. Spannung: Obwohl kein Krimi, da es primär nicht um die Aufdeckung von Ingrids Verschwinden geht, baut die Autorin eine subtile Spannung auf, und der Leser / Hörer weiß bis zum Schluss nicht, was mit Ingrid eigentlich passiert ist und ob die geschriebenen Briefe, die die ganze Wahrheit enthalten, jemals von Gil entdeckt und gelesen wurden und ob, insbesondere Flora, die Antworten auf ihre Fragen bekommt. Als Leser / Hörer hat man nie einen Wissensvorsprung, da man durch die Briefe, die sich auf die Vergangenheit beziehen, langsam und chronologisch informiert wird und sich daher einige Überraschungen entfalten, die die Geschichte immer wieder aufwerten. Stichworte: Verschwinden, England, Briefe, Bücher Ende: Das Ende finde ich absolut genial! Es konnte mich überzeugen, auch wenn nicht alle Fragen beantwortet wurden. Ein richtiger Kunstgriff ist Claire Fuller mit dem Ende gelungen. Ich konnte mich von den Charakteren auf Augenhöhe verabschieden, da die Geschichte eine schöne Entwicklung nahm und diese mich mit dem einen oder anderen versöhnen konnte. 
    Hörbuch: Das Buch ist als Hörbuch sehr empfehlenswert, da es dem Hörer ein paar wunderschöne Stunden der Ablenkung bereiten kann. Beide Sprecher beherrschen ihre jeweilige Rolle meisterhaft. Während Heikko Deutschmann den Handlungsstrang der Gegenwart erzählt, verliert man sich gerne, durch die Stimme von Leslie Malton, in der Vergangenheit, die durch Ingrids Briefe lebendig wird.   Fazit: Eine besondere Geschichte, die beim Hören eine tolle Stimmung entwickelt. Als Leser / Hörer fühlt man sich nie deplaziert, da man quasi fast parallel, an der Entwicklung in der Vergangenheit als auch in der Gegenwart, teilnimmt. Ein Lesehight in 2017!__________________________________________________________________
    http://bit.ly/2r81iLs

    Kommentare: 3
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    tootsy3000s avatar
    tootsy3000vor einem Jahr
    Ein anspruchsvoller Roman, aufmerksam zuhören ist nicht immer einfach

    Ich muss gestehen ich kam nicht ganz leicht in die Geschichte hinein. Die Handlung ist in drei unterschiedlichen Erzählsträngen aufgeteilt. Einmal in Gil Colemans und seiner Töchter Gegenwart, dann die Briefe die Ingrid geschrieben hat und schließlich erzählt Ingrid auch noch ihre Geschichte vom Kennenlernen bis hin zur Ehe und dem Kinder kriegen. Dieser Erzählstrang bereitete mir echte Schwierigkeiten. Ich empfand die Zeitform als störend und konnte mich ganz schlecht darauf einlassen. Die Geschichte selber fand ich sehr schön, anspruchsvoll und nichts was man mal schnell nebenbei in sich aufnimmt.

    Gil Coleman beschäftig sich gerade mit Büchern als er einen Blick aus dem Fenster wirft und auf der Straße seine Frau sieht, die zwölf Jahre zuvor spurlos verschwunden ist. Er folgt ihr um sie zur Rede zu stellen und verletzt sich dabei schwer. Seine zwei Töchter pflegen ihn dann zu Haus.  Während die ältere die Begegnung mit Ingrid keine Minute lang glaubt, klammert sich Flora daran fest und hofft auch ihre Mutter möge wieder aufgetaucht sein.

    Durch die Briefe, die in der Zeit entstanden als Ingrid bereits Mutter war, und Ingrids Erzählung aus der Vergangenheit bekommt man allmählich ein gutes Bild von diesem  Beziehungs-, Ehe- und Familiendrama. Auch wenn mir die Zeitform in Ingrids Part nicht ganz zusagte, konnte ich mich mit jeder Minute besser in sie hineinversetzen und ihre Gefühlswelt verstehen. Sie erzählt die Jahre des Kennenlernens und Zusammenleben mit Gil. Es ist eine Zeit, als Frauen die Freiheit für sich beanspruchten zu studieren, fernab von Kind und Familie. Ingrid wollte beides, bekam aber nicht die Chance dafür. Für Gil gab sie ihre eigenen Träume auf, hatte schließlich zwei kleine Kinder zu versorgen, einen Ehemann der wenig zu Hause war und sie auch immer wieder betrog.

    Als Zuhörer fragt man sich immer wieder, was ist mit Ingrid passiert. Ist sie tatsächlich verschwunden, weil sie nicht mehr weiterwusste. Was steckt dahinter? Die Auflösung ist gut und selbst erklärend, wenig tröstlich aber passend.

    Heikko Deutschmann hat mich ja schon früher von seiner Qualität als Hörbuchsprecher überzeugt. Seine Art des Erzählens, dem Spielen mit den Tonlagen, das gefällt mir einfach und lässt mich in die Geschichte hineinfallen.

    Leslie Malton hat auch eine sehr angenehme Stimmfarbe, ihre Art des Erzählens fand ich ab und an aber recht langweilig. Ich mag es, wenn man unterschiedliche Gemütslagen auch entsprechend heraushört. Da hat sie sich doch etwas zurückhaltender gegeben.

    Mein Fazit:

    Ein wirklich gelungener anspruchsvoller Roman, über eine Beziehung bzw. eine Ehe, die eigentlich sehr harmonisch ist. Es braucht nicht immer Brutalität um ein Drama auszulösen. Das ist in dieser Geschichte sehr gut dargestellt. Die Zeit in der sich die Beziehung abspielte, war eine Zeit in der man als Frau einen Ausweg aus einer Ehe mit Kindern kaum fand. Ingrid war als gefangen, ihre Ausweg aus der Beziehung war so wohl nicht gewollt, gibt dem Roman aber die passende Dramatik.

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    Code-between-liness avatar
    Code-between-linesvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Am Anfang plätscherte es mir ein wenig dahin, aber die zweite Hälfte war gut aufgebaut und mitreißend!
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    Ein LovelyBooks-Nutzervor einem Jahr
    Kurzmeinung: Wunderschön melancholisch erzähltes Portrait einer Ehe.
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    TamiraSs avatar
    TamiraSvor 3 Monaten
    Opals avatar
    Opalvor 9 Monaten
    RioDeJaneiros avatar
    RioDeJaneirovor 10 Monaten
    Tounys avatar
    Tounyvor einem Jahr

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