Eine englische Ehe

von Claire Fuller 
4,0 Sterne bei41 Bewertungen
Eine englische Ehe
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Positiv (30):
KirstenWilczeks avatar

"Swimming lessons" (Originaltitel) ist ein sprachmächtiger Roman, der raffiniert komponiert ist. Die Hauptfiguren schwimmen sich frei.

Kritisch (4):
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Leider sehr langatmig und ohne wirkliche Höhepunkte. Auch mit der Protagonistin konnte ich mich gar nicht identifizieren.

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Inhaltsangabe zu "Eine englische Ehe"

Eigentlich hatte Ingrid andere Pläne. Ein selbstbestimmtes Leben, Reisen, eine Karriere als Schriftstellerin. Doch als sie sich in ihren Literaturprofessor Gil Coleman verliebt und von ihm schwanger wird, wirft sie für ihn all dies über Bord. Gil liebt seine junge Frau, und dennoch betrügt er sie, lässt sie viel zu oft mit den Kindern in dem kleinen Ort an der englischen Küste allein. Und dann verschwindet Ingrid plötzlich auf rätselhafte Art und Weise.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783492312936
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:368 Seiten
Verlag:Piper
Erscheinungsdatum:03.07.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 20.03.2017 bei OSTERWOLDaudio erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    ulrikerabes avatar
    ulrikerabevor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Haus am Meer, voller Bücher. Eine erdrückende Ehegeschichte. Atmosphärisch aber frustrierend.
    Eine ärgerliche Ehe

    London in den 70ern, die norwegische Studentin Ingrid hat Pläne, einen Studienabschluss will sie, die Welt sehen und ein selbstbestimmtes Leben führen. Bis sie sich in ihren wesentlich älteren Professor Gil Coleman verliebt und schwanger wird. Beide werden von der Uni geworfen und verbringen ihr Leben in einem Haus am Meer irgendwo im englischen Nirgendwo. Doch von einer glücklichen Zeit kann nicht die Rede sein. Gil ist Trinker, Messie, er unterwirft Ingrid sexuell, schert sich weder um Frau noch Töchter. Bis Ingrid eines Tages verschwindet.

    Das Buch handelt in drei Zeitebenen. Der Leser erfährt Ingrid und Gils Geschichte aus zahlreichen Briefen, die Ingrid  im Sommer 1992 an Gil schreibt, während dieser monatelang nicht heimgekommen war. Heute ist Gil ein alter gebrochener Mann, dement und schwer krank. Er bildet sich immer wieder ein, Ingrid gesehen zu haben. Seine letzten Tage verbringt er mit den Töchtern Nan und Flora, die durch ihre komplizierte  Kindheit geprägt sind.

    Freilich ist das Thema junge Studentin – älterer Professor kein Neues und bedient schon viele belegte Schubladen.  Und doch lässt die Autorin kein Klischee aus: Affären, ungewollte Schwangerschaften, uneheliche Kinder.

    Die Betrachtungen zu Büchern und deren Lesern zum Anfang des Buches hat mich noch für das Buch eingenommen, doch mit der Zeit und vor allem gegen Schluss, wollte ich nur mehr, dass mir keine der handelnden Personen wieder begegnet.

    Natürlich ist mir bewusst, dass Ingrid, eine fiktive Person ist, von der Autorin erfunden. Ich sollte mit keine Gedanken darüber machen, dass fast alles, was Ingrid macht, für mich nicht nachvollziehbar ist. Doch hat mich letztlich nur mehr frustriert, dass die Autorin ihrer Protagonistin so überhaupt keine Möglichkeiten bot, außer zu verschwinden.

    Der Originaltitel Swimming Lessons passt auch wesentlich besser zu dieser englischen (ärgerlichen) Ehe. Im Meer; im Wasser ist Ingrid in ihrem Element, in ihrer Ehe säuft sie kläglich ab.

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    StefanieFreigerichts avatar
    StefanieFreigerichtvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Zu Beginn vielversprechend (Bücher, viele Andeutungen, schöne Sätze, offene Fragen,...) und dann zu schlicht zu Ende gebracht.
    Genau so stark begonnen, wie es zum Ende hin nachgelassen hat, leider

    Erster Satz: „Gil Coleman blickte aus dem Fenster der Buchhandlung im ersten Stock und sah seine tote Frau unten auf dem Gehweg.“ S. 5
    Ich zitiere sonst keine ersten Sätze, aber hier geht es sogar auf dieser Seite weiter: „Wenn er eine umgeknickte Ecke oder ein paar unterstrichene Zeilen entdeckte, hielt er einen Moment inne und blätterte dann weiter, als wollte er die Seiten ermuntern, ihm das zu offenbaren, was sich möglicherweise zwischen ihnen verbarg.“

    Der Hintergrund? Ingrid studiert, und wie ihre beste Freundin und Mitbewohnerin Louise will sie vor allem nicht so werden wie ihre Mütter, sondern reisen, freier sein, Karriere machen, sich nicht opfern für Kinder, Küche, Kirche. Dann entbrennt Ingrid für ihren Dozentin Gil.

    Die Handlung ist eine Mischung aus Briefroman und der Erzählebene in der Gegenwart. Die Briefe wechseln zwischen zwei weiteren Zeitebenen und sind ausschließlich von Ingrid geschrieben – schrittweise erzählt sie über den Beginn mit Gil sowie über das, was zum Ende der Beziehung geschah, denn Ingrid ist nicht mehr da. Sie verschwand, als die gemeinsamen Töchter 10 und 15 Jahre alt waren. Doch Ingrid hat die Briefe nie abgesendet, stattdessen benutzte sie die vielen Bücher im Hause als eine Art „tote Briefkästen“.

    Es gibt so vieles, was mich im Einstieg faszinierte: etliche Sätze zum Herausschreiben, besonders zu Buch- und Beziehungsthemen, das Konzept des „gemischten“ Briefromans, bei dem man gar nicht bemerkt, dass es einer ist, verschiedene Motive wie das Schwimmen von Tochter Flora und Ingrid, die Geschwisterbeziehung, die verstreuten Zähne, die Briefe passend zu den Buchverstecks-Titeln, die wiederholte Frage „was ist das Schlimmste, das passieren könnte“, Gils Idee von Familie und die Realität. Das trug etwa vier Fünftel des Buches ganz gut. Ganz gut? Es war etwas viel, denn dazu kamen noch diverse Hausfreunde, nackt zu schwimmen um jeden Preis oder synästhetische Beschreibungen zu Flora (S. 209 „Zeichnen war für sie der Geruch von Sahne, ein klumpiges, buttriges Gelb.“) Endgültig überzogen wurde es mir dann mit dem Schluss, der unbedingt einen letzten Auftritt (fast?) aller beinhalten musste, einen seltsamen Abgang (wer präferiert Feuer außer Gestörten?), Friede-Freude-Eierkuchen im Schreibhaus, ein Versanden der genannten Motive (was ist denn nun das Schlimmste, was passieren kann; wozu die Synästhetik, weshalb Nans angedeutete sexuelle Orientierung, usw.) sowie die Frage, um was es denn nun wirklich gehen sollte im Buch: war Ingrid nun depressiv oder naiv oder egoistisch oder (spät) entschlossen oder… und so geht es nun dummerweise zu jeder anderen aufgeworfenen Frage im Buch.

    Dazu hatten Lektorat und/oder Übersetzung geschlampt, einige Aussagen passten nicht zueinander, zum Beispiel der Termin der Geburt der älteren Tochter, Nan: S 180: es ist der 4. August 1977 und Nan ist 3 Monate und 4 Tage; ich errechne daraus den 1. April. Jedoch steht auf S. 153 es ist 29. April 1977 weiter am gleichen Tag, S. 158, das Baby soll übernächste Woche kommen. Dann S. 168 12. Juni, das Baby kommt (das hat auf die Handlung keine Konsequenzen, es ist nur irgendwie ohne Respekt gegenüber dem Leser).


    Als hätte ich Zuckerwatte gegessen: groß und verlockend und verworren, dann jedoch viel Luft dabei, vieles Künstliches und zum Schluss ist man nicht satt geworden, aber mag nicht mehr und fragt sich, warum.

    Im Original "Swimming Lessons" oder "Von Leuten, die sich nie freischwimmen" - meine Omma hätte gesagt "die nie in die Pötte kommen"

    gute 4 Sterne für den Beginn, Totalabsturz dann: 3 Sterne.

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    abas avatar
    abavor 6 Monaten
    Rezension zu "Eine englische Ehe" von Claire Fuller

    Keine englische Ehe

    Manchmal ist meine Manie, Bücher, die ich angefangen habe, unbedingt zu Ende zu lesen, ein großes Ärgernis.
    Das spürte ich neulich bei der Lektüre von "Eine englische Ehe" (englischer Originaltitel "Swimming Lessons") von Claire Fuller. Als ich die letzte Seite erreicht habe, war ich erleichtert und gleichzeitig wütend.

    Eine englische Ehe, die es das nicht ist, denn die Ehefrau ist Halbnorwegerin, eine junge Studentin mit großen Plänen und ihr Ehemann ein irischer Schriftsteller. Der Originaltitel "Swimming Lessons" passt aber sehr gut zu der Handlung und zu dem Charakter der Hauptfiguren. Die Mutter und ihre Tochter schwimmen leidenschaftlich gern, so sehr, dass ich den Eindruck hatte, dass es in ihrem Leben fast nur darum geht. Kein Wunder, sie leben in einem originellem Haus (ein Gebäude, das früher Umkleidekabinen beherbergte) direkt am Strand. Idyllisch. Alles andere als idyllisch aber ist das Leben der Bewohner des Hauses am Strand. Darin findet nämlich die sogenannte "englische Ehe" statt. Ein Alptraum ohne Ende.

    Ich habe mich so auf diesen Roman gefreut. Der Titel "Eine englische Ehe" weckte hohe Erwartungen in mir. Aber leider wurde ich enttäuscht. Dieser Roman über eine in ihrer Ehe unglückliche Frau ist nichts anderes als eine Aneinanderreihung von masochistischen Episoden. Natürlich muss man solch ein Verhalten nicht verstehen, aber wenigstens nachvollziehen, warum der Schriftsteller diese Faszination auf die Studentin ausgeübt hat, wollte ich. Das ist der Autorin aus meiner Sicht nicht gelungen.
    Auch der Schreibstil hat es nicht geschafft, mich über die Handlung hinwegsehen zu lassen. Claire Fuller hat einfach nur eine melodramatische Liebesgeschichte geschrieben. Das war es für mich, nicht mehr und nicht weniger.

    Ich denke aber, dass viele Frauen ihren Spaß mit diesem Buch haben werden. Für alles gibt es ein dankbares Publikum.

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    gsts avatar
    gstvor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Buch das polarisiert. Nicht jeder kann sich mit der wenig selbstbewussten Protagonistin anfreunden.
    Unterschiedliche Vorstellungen von Liebe

    Gil Coleman ist Schriftsteller und Literaturprofessor, der seinen Studenten zeigen will, dass jeder Leser etwas anderes in einem Buch entdeckt. Dafür sammelt er Bücher mit handschriftlichen Randnotizen und eingelegten Zetteln. Auch der jungen Ingrid, die etwa ein Jahr vor ihrem Literatur-Examen steht, drängt er so ein Buch auf und schafft es auf diese Weise, ihr näher zu kommen. So nah, dass sie den Sommer 1976 in seinem Haus am Meer miteinander verbringen. So eng, dass Ingrid schwanger wird und beide ihre beruflichen Möglichkeiten neu überdenken müssen.

    Wie Ingrids Leben in seinem Haus, dem ehemaligen Swimming Pavillion, aussieht, erfahren wir Leser aus den Briefen, die sie in diversen Büchern der Sammlung versteckte, bevor sie spurlos verschwand. Dazwischen sind Ereignisse der Gegenwart eingeflochten. Wir lernen die beiden sehr unterschiedlichen Töchter kennen und wie sie mit dem Verschwinden der Mutter umgehen.

    Nan, die ältere war 15, als sie die Rolle der Mutter übernehmen musste. Den Vater kannte sie kaum, da der meist außer Haus war. Flora, fünf Jahre jünger, schien sich zu weigern, erwachsen zu werden – hing aber mit großer Liebe am Vater. Der erkannte viel zu spät: „“Es lohnt sich nicht, jemanden unglücklich zu machen, den man liebt.“

    Das Buch behandelt insgesamt drei Zeitebenen: das Kennenlernen und die Geschichte des Ehepaares, das Leben 1992, als die Briefe geschrieben wurden und die Gegenwart, in der der Vater endlich mal zu Hause ist. Je weiter der Roman fortschreitet, desto mehr handelt er in der Gegenwart, in der immer wieder die Frage auftaucht, wo Ingrid abgeblieben ist.

    Ebenso wie Gil überzeugt ist, dass jeder eine eigene Lesart hat, sehe ich, wie das Buch polarisiert. Mir ist es in einer Zeit untergekommen, in der es mich sehr angesprochen hat. Ich konnte Ingrids Unfähigkeit, sich ihrem Unglücklichsein zu entziehen, nachempfinden. Immerhin versuchte sie, ihre Sprachlosigkeit durch die in den passenden Büchern versteckten Briefe zu überwinden.

    Das Buch beinhaltet in meinen Augen viel mehr als die erzählte Geschichte. Jedem der 38 in diesem Roman erwähnten Bücher hat die Autorin ein Denkmal gesetzt. Zumindest mich hat sie damit neugierig auf weiteren, vertiefenden Lesestoff gemacht. Ingrid ist so mit all ihren Facetten für mich noch viel lebendiger geworden. 

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    4Mephistopheless avatar
    4Mephistophelesvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Toll erzählt, aber bedrückende Ansicht einer ungewöhnlichen Familie, die nur durch das Wasser verbunden ist. Der Originaltitel passt besser.
    "Swimming lessons"- Eine ungewöhnliche Familie, die durch Wasser und Buchseiten Ähnlichkeit hat

    Oft hat eine Bewertung eher damit zu tun, ob das Buch zur richtigen Zeit in das Leben des Lesers/der Leserin tritt. Dass ich mit dieser Auffassung nicht alleine stehe, zeigt auch "Eine englische Ehe" auf bedrückende und doch spannende Art und Weise.

    Aber zunächst zum Inhalt: Gil Coleman steht am Fenster einer Gebrauchtbuchhandlung findet in einem Buch einen Brief, den seine Frau geschrieben hat. Als er in den Regen hinausschaut, meint er seine Frau zu sehen, die in seinem alten Militärmantel auf der Straße steht. Nur ist diese seit zwölf Jahren unter ungeklärten Umständen verschwunden. Er rennt ihr hinterher und stürzt bedrohlich, woraufhin das Krankenhaus seine Töchter Nan und Flora informiert.
    Die drei finden sich in dem "Swimming Pavillion" ein, dem Zuhause der Kinder, ein umgebauter Umkleidepavillion. In diesem Haus stapeln sich die Bücher, weniger aber wegen des Inhalts, sondern wegen der Sammelleidenschaft von Gil Coleman, dem ehemaligen Literaturprofessor und Bestsellerautor: Er sammelt Bücher, welche Rückschlüsse darüber geben, wie dieses Werk beim Leser/der Leserin wirkte. Wegen Kritzeleien, Randnotizen, Servietten, Briefen, Einkaufszetteln. Die Kinder lesen nicht, zumal diese Sammelleidenschaft beunruhigende Ausmaße angenommen hat.
    Seine ältere Tochter Nan nimmt, sofort angekommen, erneut die Rolle der Mutter ein, sorgt für eine Pflege des Vaters, tritt resolut und bestimmend auf, während die jüngere Schwester Flora immer noch nach Antworten sucht, wo ihre Mutter sein könnte, wer ihre Familie und vor allem auch wer sie selbst ist.
    Diese Handlung, die hauptsächlich Flora begleitet, wird immer wieder unterbrochen von Briefen. Diese stammen von der Mutter von Nan und Flora, Ingrid, welche die Nächte durchwacht und ihre Version der Ehe erzählt und sich an ihren Mann richten. Diese Briefe befinden sich in verschiedenen Büchern im Haus. Es bleibt unklar, ob Gil alle findet, aber die Existenz von Briefen ist ihm bewusst.

    Anfangs beginnen die Briefe wie in einer dieser Hollywood-Filme. Ingrid kann nachts nicht schlafen und schreibt mit Blick auf das Wasser an ihren abwesenden Mann, beklagt seine Abwesenheit und erzählt mitunter auch von alltäglichen Problemen. Sie berichtet von der Liebesgeschichte der beiden, dass sie als Studentin im Abschlussjahrgang sich in ihren deutlich älteren Literaturprofessor verliebte, welcher so leserorientiert forschte. Diese Liebe beruhte auf Gegenseitigkeit und trotz der Warnung seines besten Freundes verbringen sie einen leichten, wunderbaren Sommer miteinander. Sie überlegt, ihn am Ende des Sommers zu verlassen, immerhin hat sie Ziele, zu reisen, ihren Abschluss zu machen. Doch da sie schwanger ist, macht Gil ihr einen Heiratantrag. Immer noch ist Ingrid zuversichtlich, ihre Pläne realisieren zu können. Aber die Universität exmatrikuliert sie und entlässt Gil. Und plötzlich werden die Karten neu gemischt. Zudem muss sie zusehens erkennen, wie recht der Freund ihres Mannes mit seiner Warnung hatte.

    Es ist herzzerreißend zu lesen, wie das, was so vielversprechend und hauchzart als vertrauensvolle Beziehung begann, sich schwelend in ein Geflecht aus Einsamkeiten, Betrug und gegenseitigen Verletzungen wandelt. Immer wieder decken die Briefe neue Probleme auf, die im Verlauf der Handlung auch der jüngeren Tochter Flora klar (gemacht) werden. Ingrid erscheint in dem Buch als eine junge mutige Frau, die mehr aus Pflichtgefühl und Liebe zum Meer "gefangen ist". Sie betont immer wieder, dass sie sich dieses Leben selbst ausgesucht hat, aber nicht glücklich darin ist. Und zusehends drängt sich die Frage auf: Ist eine unglückliche und gedanklich abwesende Mutter besser als eine abwesende Mutter?

    Durchgängiges Motiv ist das Wasser. Einerseits, da das Zuhause der "Familie" direkt am Strand liegt und nur für das Wasser gebaut ist. Das kühlende Wasser im Sommer steht für die Leichtigkeit und die Freude zu Beginn eines Lebensabschnittes. Ingrid ist eine hervorragende Schwimmerin, die ihre Grenzen immer wieder auslotet und auch ihren Kindern das Schwimmen beibringt. Das bleibt das Einzige, was sie verbindet, die Liebe zum Wasser und das gemeinsame Lernen im Wasser. In einer existenziellen Krise ertrinkt Ingrid beinahe, schöpft aber neuen Lebensmut aus dem Überleben und aus den Verhaltensweisen, die sie in den gefährlichen Fluten angewandt hat. Ebenso bringen gierige Wellen Vater und jüngere Tochter im Boot in Gefahr, aus der sie aber ebenso mit neuen Erkenntnissen herausgehen. Am Ende ist es das Wasser, welches Flora an ihren Freund binden wird und indem sie ihm das Schwimmen beibringen, auch neuen Lebensmut schöpfen wird.
    Somit erscheint der Originaltitel "Swimming lessons", also "Schwimmstunden" (oder "Stunden im/beim Schwimmen") deutlich passender, als "Eine englische Ehe", was eine Art prototypische Haltung impliziert, sozusagen also zeigen will, was "eine englische Ehe" alles aushält und was für Abgründe unter dem gebürsteten Teppich des Ehebunds lauern.

    Das Buch legt Fährten auf die Rätsel der Handlung aus, es beantwortet sie aber nicht erschöpfend. Das muss es aber auch gar nicht.
    Mir hat diese Buch gefallen, auch wenn ich nach jeder neuen Enthüllung eine Pause einlegen musste und mit der Protagonistin mitgelitten hat. Wieso sie sich für dieses Leben entschieden hat und in dieser Passivität so viele Jahre verharrte, bleibt mir ein Rätsel. Schade empfinde ich auch, dass die Literatur kaum eine Rolle spielt. Aber dies ist nur logisch, lehrt Gil Coleman als Literaturprofessor doch, dass es egal ist, wie das Buch ist, sondern wichtig ist, was es beim Leser/der Leserin auslöst. Rezipientengestützte Literaturwissenschaft ist also sein Ansatz und da scheint es auch nur logisch, dass er individuelle Zeugnisse dafür sammelt, aber die Arbeit mit den verschiedenen Geschichten oder der Sprache zur Nebensache wird.
    Ein rund um stimmiges Buch, was aber auch zur richtigen Zeit an die Leserin/den Leser kommen muss.

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    wandablues avatar
    wandabluevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Der Stoff ist schwach, aber atmosphärisch kommt etwas rüber. Ein Haus am Meer kommt halt immer gut.
    Antiquiertes Frauenbild.

    Antiquiertes Frauenbild.
    Älterer Literaturprofessor in England schwängert Studentin. In den Siebzigern. Beide fliegen von der Uni. Shit happens.

    Dass die Antiheldin Ingrid sich aus ihrer prekären Lage nicht befreien kann, dafür muss die Autorin Claire Fuller eine ganze Menge an Zufälligkeiten auffahren. Das Mädel hat keinen Freundeskreis, keine Familie (buchmässig aber eine Tante in Oslo), lebt im Ausland, ist zu stolz, um um Hilfe zu bitten, zu unfähig zu jeder Art von Eigeninitiative, konfliktscheu, hat postnatale Depressionen und ist dem Helden Gil sexuell hörig. Gil ist ein Lustmolch, ein Messi, ein verantwortungsloser Egomane. Ja, tut mir leid, mehr gibt es über ihn nicht zu sagen.

    Ich kann es nicht erklären, warum Ingrid sich am Haus am Meer vergraben und von ihrem Mann demütigen lässt. Sie findet Trost in ihrem Garten und am Schwimmen im Meer. Einen Arzt oder eine Hebamme, der sie sich hätte anvertrauen können oder ein Pfarrer sind selbstverständlich auch nicht vorhanden. Wieso nicht? In jedem Dorf gibt es einen Pfarrer, einen Arzt und eine Hebamme. Die Tante ist auch noch da. Und Eltern hat sie wohl auch keine? Geschwister auch nicht. Super. (Ich glaubs nicht). Telefonieren ist zu teuer, das Internet ist noch nicht erfunden, da bleibt nichts anderes, als sentimentale Beklagemich-Liebesbriefe in Büchern zu verstecken. (Ich glaubs wieder nicht).

    In den 70ern gabs schon Frauenhäuser! Das erste Frauenhaus entstand 1971 sogar in einem Londoner Vorort! Und inzwischen ist der Plot bis in die 80er vorgedrungen. Frauen sind nicht so! Jedenfalls nicht, wenn sie ihre fünf Sinne zusammen haben.

    Nun hätte man sich ja durchaus arrangieren und einigermassen behaglich leben können, zumal dann doch etwas Geld ins Haus flatterte. Weil ein Haus am Meer ja etwas ist. Weil ein Garten etwas ist. Und weil zwei süße Rangen zu versorgen auch etwas ist. Darin kann man Lebenssinn finden. Diese Wendung hätte ich vernünftig gefunden. Und gerne gelesen, wie man in einem eigentlich nicht gewollten, ungeplanten, unschönen Leben, dann doch zurechtkommt und Erfüllung findet, Freunde findet, vielleicht sogar eine Aufgabe. Aber Ingrid hat keinen Zugang zu ihren Kindern.

    Auch eine ehrenamtliche Tätigkeit in der Schule oder in der Kirchengemeinde wären denkbar gewesen. Doch die Autorin erlaubt es nicht und so ist Ingrid ein ganzes Buch lang damit beschäftigt, unglücklich zu sein und in vollständiger Isolation zu leben. Bis sie verschwindet. Sich in Luft auflöst. Die denkbar schlechteste aller Varianten.

    Hier setzt die zweite mit der ersten alternierenden Zeitebene ein. Ingrids Töchter, Flora und Nan sind erwachsen und treffen sich am Haus am Meer, um ihren Vater, Gil, zu betreuen. Die zweite Zeitebene versöhnt etwas mit dem unwahrscheinlichen Inhalt der ersten. Ein Haus am Meer hat eben immer etwas, es hat Atmosphäre, da ist der Plot fast Nebensache.

    Geschrieben ist das Ganze relativ nett und lässt den schwachen Stoff da und dort vergessen. Bis Ingrid wieder ins Jammertal ihres Daseins versinkt. Und wieder einmal nicht ein noch aus weiß.

    Fazit: Roman am Meer, teilweise nett geschrieben, aber mit sehr bemühtem Plot, unstimmigen Protagonisten und einem antiquierten Frauenbild.

    Kateogorie: Unterhaltung
    Verlag: Piper, 2017

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    19angelika63s avatar
    19angelika63vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Bin hin- und hergerissen ... Auf der einen Seite hat mir das Buchgefallen, andererseits war es stellenweise langatmig ...
    Kurz und knapp #2 ... "Eine englische Ehe" von Claire Fuller


    Ingrid ist eine junge Frau, die genau weiß was sie will und wie ihr Leben verlaufen soll. Doch dann verliebt sie sich in ihren Literaturprofessor Gil und wird schwangen. Sie wirft all ihre Träume über Bord und wird Hausfrau und Mutter. Doch mit diesem Leben ist sie auf Dauer nicht glücklich. Ihr wesentlich älterer Mann hat immer wieder Affären. Ihren ganzen Kummer schreibt sie Nacht für Nacht in Briefen an ihren Mann nieder und versteckt diese in den Büchern ihres Gatten. Eines Tages hat sie die Nase voll und verlässt die Familie. Zwölf Jahre später glaubt Gil sie gesehen zu haben und setzt alles daran sie zu finden. Doch es scheint eine Fata Morgana zu sein.

    Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut. Hörte es sich doch schon allein ziemlich romantisch an, dass Briefe in Büchern versteckt werden. Doch leider war das Buch alles andere als romantisch. Es wurde langatmig und Ingrid jammert in den meisten Briefen über ihr vergeigtes Leben. Ich konnte nicht verstehen, warum sie auf Biegen und Brechen bei Gil geblieben ist. Und erst als die Kinder schon fast erwachsen sind verlässt sie ihren Mann.

    Fazit
    Ich war hin und hergerissen. Spannend geschrieben und dennoch streckenweise sehr langatmig. Nicht das was ich mir anhand des Klappentextes erhofft habe. Das einzig wirklich schöne waren die Verweise auf Bücher in die Ingrid ihre Briefe steckte.

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    L
    LuiseTheBookwormvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Vergangenheitshandlung gut, Gegenwart bedeutungslos und langweilig. Schöner Stil, teils flache Charaktere ohne Ziel. Zeitverschwendung.
    Mittelmäßig bis schlecht


    Wollte das Buch wirklich mögen, aber es lässt einem da nicht viel Spielraum. Ich verstehe nicht, wo die ganzen 5-Sterne-Rezensionen herkommen.
    Das Buch hat viel zu viele Macken, um so etwas zu verdienen.
    Deswegen hier meine ausführliche Meinung.

    Das Hauptproblem des Buches ist die Geschichte und die Art, in der sie erzählt wird. Die Vergangenheit, geschildert in eingeschobenen Briefen von Ingrid an ihren Mann, die sie nie abschickte, hätte als Buch komplett gereicht. Die Gegenwart ist absolut ereignislos bis auf das Ende.
    Beide sind nicht verknüpft: Die Charaktere der Gegenwart wie Flora wissen nichts von den Briefen, nur Gil. So werden Symbole, die die beiden Zeitstränge verbinden (der Babyschuh), nur vom Leser erkannt, haben aber für die Akteure keinerlei Bedeutung. Außerdem weiß Flora, die "Protagonistin", nichts von den Problemen in dere Ehe, die in den Briefen angesprochen werden.  Das macht die Hälfte des Buches obsolet; hätte Fuller einfach nur Ingrids Geschichte erzählt, hätte das ein kompaktes Buch mit toller Story und einem guten Statement abgeben können. Der Gegenwartszeitstrang hat keinerlei Bedeutung, es dient quasi nur als Plattform, die dem Leser die Familie zeigt.

    SPOILER
    Das Buch hat insgesamt einfach keine Auflösung. Kein Konflikt wird entschärft, Gil bleibt im Ungewissen über das Schicksal seiner Frau und niemand erfährt die volle Wahrheit.
    SPOILER VORBEI

    Das Ende ist absolut unbefriedigend und vorhersehbar. Man weiß von Anfang an, dass etwas in der Art passiert. Wirklich extrem enttäuschend. Ich hätte so ein Ende bei einer Sitcom erwartet, nicht bei einem so populären Buch.

    Der Schreibstil ist nicht schlecht, die blumigen Beschreibungen sind vielleicht für den ein oder anderen nichts, mir haben sie aber gefallen.

    Die Charaktere selbst sind relativ gelungen, wenn auch mit starken Abstufungen; Nebencharaktere wie Rich dienen nur einem einzigen Zweck wie dem des unterstützenden Liebhabers. Mich wundert Gils 180-Grad-Kehrtwende im Verhalten nach dem Verschwinden seiner Frau, sie wird nie wirklich erklärt.

    Fazit: Es ist die Zeit nicht wert. Schöner Schreibstil, mittelmäßige Charaktere, gute Geschichte nur in der Vergangenheit. Die Hälfte des Buches ist bedeutungslos und langweilig. Nichts hat Konsequenzen, da das wirklich interessante alles schon in der Vergangenheit passiert ist und wir die Konsequenzen aus ihrem Leben für die anderen Charaktere kennen. Nach dem Ende wollte ich kurz das Buch an die Wand werfen, habe mich aber mit dieser Rezension begnügt.

    Nichts für jemanden mit hohen Anforderungen.

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    M
    Minoovor einem Jahr
    Eine englische Ehe von Claire Fuller

    "Eine englische Ehe" ist die Geschichte einer Frau, die sich in jungen Jahren in ihren Literaturprofessor verliebt. Schon in der Anfangszeit ist das unglückliche Ende vorhersehbar. Gil verhält sich wenig gentlemanlike, was Ingrid auch bewusst ist. Sich selbst möchte sie beweisen, dass sie ihn halten kann...und ihn dann im passenden Moment abservieren. Doch sie bleibt bei ihm und als sie schwanger wird, ist an ein Ende der Beziehung nicht mehr zu denken. Ingrid lebt kein glückliches Leben. Sie schafft es nicht eine Beziehung zu ihren Kindern aufzubauen und verhält sich so, wie es von einer liebenden Mutter erwartet wird. Nicht aus Instinkt, sondern aus Pflichtgefühl und um die Erwartungen zu erfüllen. Dass ihr Mann sie mehrfach betrügt und mit ihren Problemen alleine lässt, verschlimmert die Situation zudem. Dann verschwindet sie spurlos.

    Zwölf Jahre später glaubt Gil seine Frau gesehen zu haben. Die Töchter Flora und Nan gehen unterschiedlich mit der Situation um. Während Nan, die Ältere, nicht an das Hirngespinst des Vaters glaubt, beginnt Flora zu hoffen, dass ihre Mutter wirklich wieder auftauchen könnte.

    Die Geschichte ist in zwei Teile, welche sich regelmäßig abwechseln, aufgeteilt. Das Heute, das größtenteils aus Floras Sicht beschrieben wird und vor allem die Probleme von Flora und Nan behandelt: Bindungsangst, die unterdrückte Sehnsucht nach der Mutter, das Zweifeln am Vater. Ingrids Geschichte wird von Ingrid selbst in Briefform erzählt. Kurz vor ihrem Verschwinden schrieb sie Briefe an ihren Mann, welche sie in dessen zahlreichen Büchern versteckte. Die Briefe beginnen mit der Zeit des Kennenlernens und gehen bis zu ihrem Verschwinden. Hierdurch erfahren wir ihre Geschichte. Beschrieben wird eine zunächst hoffnungsvolle, später hoffnungslose Frau, die zahlreichen Demütigungen ausgesetzt war.

    Der Schreibstil der Autorin ist mitreißend und angenehm zu lesen. Die Geschichte selbst zog mich schnell in ihren Bann und ich war gespannt, mehr von der Verschwundenen zu erfahren. War sie wirklich wieder aufgetaucht? Oder ist ihr Wiederauftauchen das Hirngesprinst eines trauernden und bereuenden Mannes? Vor allem die Perspektivenwechsel erhielten die Spannung aufrecht. Die Briefform aus Ingrids Perspektive hat mir hierbei besonders gefallen.

    Fazit: Eine mitreißende Geschichte einer unglücklichen Frau und einer Ehe, die vermutlich keinem der beiden Partner gut getan hat. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, auch weil es mich ein wenig an Meg Wolitzers "Die Ehefrau" erinnerte.

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    schokoloko29s avatar
    schokoloko29vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine wunderbar geschriebenes Eheporträt, was noch lange in mir nachklingt.
    Eine Ehe

    Inhalt des Buches:
    Ingrid wird in der Studienzeit von ihrem Professor umworben. Er ist doppelt so alt wie sie und der Ruf eines Herzensbrechers eilt ihm voraus. Auch sein bester Freund Jonathan warnt Ingrid sich auf Gil einzulassen. Sie ist noch sehr unbedarft und naiv und sie glaubt, dass sich Gil in sie verlieben wird und ihr treu bleibt. Darüber hinaus glaubt sie, dass sie ihn am Ende verlassen wird und nicht er sie. Diese ganzen Pläne ändern sich als sie merkt, dass sie schwanger ist.
    Sie bekommt noch ein weiteres Kind. Gil tingelt in der Weltgeschichte herum, um sein Buch publik zu machen. Während sie mit den beiden Kindern auf einer englischen Insel den Alltag gestaltet, geht er immer wieder fremd und sie leidet immer mehr darunter. Eines Tages ist sie verschwunden. Die Einheimischen sind der Meinung, dass sie im Meer ertrunken ist. Gil und die Mädchen kommen mit dem Verlust nicht gut klar, da es keine Leiche gibt. Und so warten sie auf Ingrid und hoffen, dass sie wieder auftaucht.

    Das Buch wird in zwei Zeitebenen beschrieben. Die eine Ebene ist die Jetzt- Zeit, bei der es um Gil und um die Mädchen geht und wie sie mit dem Leben klar kommen. Die andere Zeitebene sind die Briefe an Gil, die Ingrid in den Büchern versteckt.

    Eigene Meinung:
    Dieses Buch lebt von der Sprache und der Atmosphäre. Schon als ich angefangen habe das Buch zu lesen hatte ich das Gefühl mich in diesem Buch wohlzufühlen. Es lebt von den Naturbeschreibungen, von der Weite des Meeres, der Interaktion der einzelnen Menschen. Es kommt ohne Kitsch und ohne vorhersehbaren Momenten aus. Auch das Ende ist logisch und konsequent. Ein Buch, was lange in mir nachgehallen hat und mich auf eine Reise mitgenommen hat.

    Fazit:
    Das Buch ist für mich ein Lesehighlight 2017

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    abas avatar
    Herzlich willkommen in eine neue Leserunde im Rahmen von Buchraettins "Die literarische Runde 2018 - SuB-Aufbau mit Niveau".

    Mit großer Verspätung lesen wir zusammen "Eine englische Ehe".

    Jeder darf mitmachen!


    Ich wünsche uns viel Spaß!
    abas avatar
    Letzter Beitrag von  abavor 6 Monaten
    Fand ich auch genial!
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    Pressestimmen

    Die Geschichte eines geheimnisvollen Verschwindens

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