Claire Fuller Eine englische Ehe

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Inhaltsangabe zu „Eine englische Ehe“ von Claire Fuller

Eigentlich hatte sie andere Pläne. Ein selbstbestimmtes Leben, Reisen, vielleicht eine Karriere als Schriftstellerin. Doch als sich Ingrid in ihren Literaturprofessor Gil Coleman verliebt und von ihm schwanger wird, wirft sie für ihn all dies über Bord. Gil liebt seine junge Frau, und dennoch betrügt er sie, lässt sie viel zu oft mit den Kindern in dem kleinen Ort an der englischen Küste allein. In ihren schlaflosen Nächten beginnt sie, Gil heimlich Briefe zu schreiben. Statt ihm ihre innersten Gedanken anzuvertrauen, steckt sie ihre Briefe in die Bücher seiner Bibliothek und verschwindet schließlich auf rätselhafte Weise. Zwölf Jahre später glaubt Gil, seine Frau wieder gesehen zu haben - und ihre gemeinsame Tochter Flora, hin und her gerissen zwischen Hoffnung und Verzweiflung, beginnt nach Antworten zu suchen, ohne zu ahnen, dass sie nur die Bücher ihres Vaters aufschlagen müsste, um sie zu erhalten ...

Der Stoff ist schwach, aber atmosphärisch kommt etwas rüber. Ein Haus am Meer kommt halt immer gut.

— wandablue

Vergangenheitshandlung gut, Gegenwart bedeutungslos und langweilig. Schöner Stil, teils flache Charaktere ohne Ziel. Zeitverschwendung.

— LuiseTheBookworm

Ein wunderbares, nachdenkliches, kluges, spannendes und dennoch leichtes Buch - nur das Ende hat mir nicht gefallen...

— maria1

Ein Haus voller Bücher und Charaktere, mit denen ich leider nicht warm geworden bin. Nette Unterhaltung für zwischendurch.

— hannipalanni

Eine schöne Geschichte rund um die Irrungen und Wirrungen einer Ehe. Das Ende ist etwas voreilig aber ein schönes Buch zum abtauchen.

— Cinderella11k

Ein Roman, mit dem ich mich am liebsten zugedeckt hätte. Ein atmosphärisches Potrait einer Ehe, Beziehung & Familie. Lesenswert!

— Regenblumen

Die Handlung spielt größtenteils in einem Haus voller Bücher am Meer. Glaube, das überzeugt die meisten schon, oder? Toller Roman!

— TanyBee

Bin hin- und hergerissen ... Auf der einen Seite hat mir das Buchgefallen, andererseits war es stellenweise langatmig ...

— 19angelika63

Eine wunderbar geschriebenes Eheporträt, was noch lange in mir nachklingt.

— schokoloko29

traurig und doch unheimlich schön, toll geschrieben

— dieFlo

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  • Antiquiertes Frauenbild.

    Eine englische Ehe

    wandablue

    18. November 2017 um 19:24

    Antiquiertes Frauenbild.Älterer Literaturprofessor in England schwängert Studentin. In den Siebzigern. Beide fliegen von der Uni. Shit happens. Dass die Antiheldin Ingrid sich aus ihrer prekären Lage nicht befreien kann, dafür muss die Autorin Claire Fuller eine ganze Menge an Zufälligkeiten auffahren. Das Mädel hat keinen Freundeskreis, keine Familie (buchmässig aber eine Tante in Oslo), lebt im Ausland, ist zu stolz, um um Hilfe zu bitten, zu unfähig zu jeder Art von Eigeninitiative, konfliktscheu, hat postnatale Depressionen und ist dem Helden Gil sexuell hörig. Gil ist ein Lustmolch, ein Messi, ein verantwortungsloser Egomane. Ja, tut mir leid, mehr gibt es über ihn nicht zu sagen. Ich kann es nicht erklären, warum Ingrid sich am Haus am Meer vergraben und von ihrem Mann demütigen lässt. Sie findet Trost in ihrem Garten und am Schwimmen im Meer. Einen Arzt oder eine Hebamme, der sie sich hätte anvertrauen können oder ein Pfarrer sind selbstverständlich auch nicht vorhanden. Wieso nicht? In jedem Dorf gibt es einen Pfarrer, einen Arzt und eine Hebamme. Die Tante ist auch noch da. Und Eltern hat sie wohl auch keine? Geschwister auch nicht. Super. (Ich glaubs nicht). Telefonieren ist zu teuer, das Internet ist noch nicht erfunden, da bleibt nichts anderes, als sentimentale Beklagemich-Liebesbriefe in Büchern zu verstecken. (Ich glaubs wieder nicht). In den 70ern gabs schon Frauenhäuser! Das erste Frauenhaus entstand 1971 sogar in einem Londoner Vorort! Und inzwischen ist der Plot bis in die 80er vorgedrungen. Frauen sind nicht so! Jedenfalls nicht, wenn sie ihre fünf Sinne zusammen haben. Nun hätte man sich ja durchaus arrangieren und einigermassen behaglich leben können, zumal dann doch etwas Geld ins Haus flatterte. Weil ein Haus am Meer ja etwas ist. Weil ein Garten etwas ist. Und weil zwei süße Rangen zu versorgen auch etwas ist. Darin kann man Lebenssinn finden. Diese Wendung hätte ich vernünftig gefunden. Und gerne gelesen, wie man in einem eigentlich nicht gewollten, ungeplanten, unschönen Leben, dann doch zurechtkommt und Erfüllung findet, Freunde findet, vielleicht sogar eine Aufgabe. Aber Ingrid hat keinen Zugang zu ihren Kindern. Auch eine ehrenamtliche Tätigkeit in der Schule oder in der Kirchengemeinde wären denkbar gewesen. Doch die Autorin erlaubt es nicht und so ist Ingrid ein ganzes Buch lang damit beschäftigt, unglücklich zu sein und in vollständiger Isolation zu leben. Bis sie verschwindet. Sich in Luft auflöst. Die denkbar schlechteste aller Varianten. Hier setzt die zweite mit der ersten alternierenden Zeitebene ein. Ingrids Töchter, Flora und Nan sind erwachsen und treffen sich am Haus am Meer, um ihren Vater, Gil, zu betreuen. Die zweite Zeitebene versöhnt etwas mit dem unwahrscheinlichen Inhalt der ersten. Ein Haus am Meer hat eben immer etwas, es hat Atmosphäre, da ist der Plot fast Nebensache. Geschrieben ist das Ganze relativ nett und lässt den schwachen Stoff da und dort vergessen. Bis Ingrid wieder ins Jammertal ihres Daseins versinkt. Und wieder einmal nicht ein noch aus weiß. Fazit: Roman am Meer, teilweise nett geschrieben, aber mit sehr bemühtem Plot, unstimmigen Protagonisten und einem antiquierten Frauenbild. Kateogorie: UnterhaltungVerlag: Piper, 2017

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    • 5
  • Kurz und knapp #2 ... "Eine englische Ehe" von Claire Fuller

    Eine englische Ehe

    19angelika63

    16. August 2017 um 16:14

    Ingrid ist eine junge Frau, die genau weiß was sie will und wie ihr Leben verlaufen soll. Doch dann verliebt sie sich in ihren Literaturprofessor Gil und wird schwangen. Sie wirft all ihre Träume über Bord und wird Hausfrau und Mutter. Doch mit diesem Leben ist sie auf Dauer nicht glücklich. Ihr wesentlich älterer Mann hat immer wieder Affären. Ihren ganzen Kummer schreibt sie Nacht für Nacht in Briefen an ihren Mann nieder und versteckt diese in den Büchern ihres Gatten. Eines Tages hat sie die Nase voll und verlässt die Familie. Zwölf Jahre später glaubt Gil sie gesehen zu haben und setzt alles daran sie zu finden. Doch es scheint eine Fata Morgana zu sein.Ich habe mich sehr auf dieses Buch gefreut. Hörte es sich doch schon allein ziemlich romantisch an, dass Briefe in Büchern versteckt werden. Doch leider war das Buch alles andere als romantisch. Es wurde langatmig und Ingrid jammert in den meisten Briefen über ihr vergeigtes Leben. Ich konnte nicht verstehen, warum sie auf Biegen und Brechen bei Gil geblieben ist. Und erst als die Kinder schon fast erwachsen sind verlässt sie ihren Mann. FazitIch war hin und hergerissen. Spannend geschrieben und dennoch streckenweise sehr langatmig. Nicht das was ich mir anhand des Klappentextes erhofft habe. Das einzig wirklich schöne waren die Verweise auf Bücher in die Ingrid ihre Briefe steckte.

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  • Mittelmäßig bis schlecht

    Eine englische Ehe

    LuiseTheBookworm

    11. August 2017 um 22:28

    Wollte das Buch wirklich mögen, aber es lässt einem da nicht viel Spielraum. Ich verstehe nicht, wo die ganzen 5-Sterne-Rezensionen herkommen. Das Buch hat viel zu viele Macken, um so etwas zu verdienen. Deswegen hier meine ausführliche Meinung. Das Hauptproblem des Buches ist die Geschichte und die Art, in der sie erzählt wird. Die Vergangenheit, geschildert in eingeschobenen Briefen von Ingrid an ihren Mann, die sie nie abschickte, hätte als Buch komplett gereicht. Die Gegenwart ist absolut ereignislos bis auf das Ende. Beide sind nicht verknüpft: Die Charaktere der Gegenwart wie Flora wissen nichts von den Briefen, nur Gil. So werden Symbole, die die beiden Zeitstränge verbinden (der Babyschuh), nur vom Leser erkannt, haben aber für die Akteure keinerlei Bedeutung. Außerdem weiß Flora, die "Protagonistin", nichts von den Problemen in dere Ehe, die in den Briefen angesprochen werden.  Das macht die Hälfte des Buches obsolet; hätte Fuller einfach nur Ingrids Geschichte erzählt, hätte das ein kompaktes Buch mit toller Story und einem guten Statement abgeben können. Der Gegenwartszeitstrang hat keinerlei Bedeutung, es dient quasi nur als Plattform, die dem Leser die Familie zeigt. SPOILERDas Buch hat insgesamt einfach keine Auflösung. Kein Konflikt wird entschärft, Gil bleibt im Ungewissen über das Schicksal seiner Frau und niemand erfährt die volle Wahrheit.SPOILER VORBEIDas Ende ist absolut unbefriedigend und vorhersehbar. Man weiß von Anfang an, dass etwas in der Art passiert. Wirklich extrem enttäuschend. Ich hätte so ein Ende bei einer Sitcom erwartet, nicht bei einem so populären Buch.Der Schreibstil ist nicht schlecht, die blumigen Beschreibungen sind vielleicht für den ein oder anderen nichts, mir haben sie aber gefallen. Die Charaktere selbst sind relativ gelungen, wenn auch mit starken Abstufungen; Nebencharaktere wie Rich dienen nur einem einzigen Zweck wie dem des unterstützenden Liebhabers. Mich wundert Gils 180-Grad-Kehrtwende im Verhalten nach dem Verschwinden seiner Frau, sie wird nie wirklich erklärt. Fazit: Es ist die Zeit nicht wert. Schöner Schreibstil, mittelmäßige Charaktere, gute Geschichte nur in der Vergangenheit. Die Hälfte des Buches ist bedeutungslos und langweilig. Nichts hat Konsequenzen, da das wirklich interessante alles schon in der Vergangenheit passiert ist und wir die Konsequenzen aus ihrem Leben für die anderen Charaktere kennen. Nach dem Ende wollte ich kurz das Buch an die Wand werfen, habe mich aber mit dieser Rezension begnügt.Nichts für jemanden mit hohen Anforderungen.

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    • 4
  • Eine englische Ehe von Claire Fuller

    Eine englische Ehe

    Minoo

    18. June 2017 um 12:44

    "Eine englische Ehe" ist die Geschichte einer Frau, die sich in jungen Jahren in ihren Literaturprofessor verliebt. Schon in der Anfangszeit ist das unglückliche Ende vorhersehbar. Gil verhält sich wenig gentlemanlike, was Ingrid auch bewusst ist. Sich selbst möchte sie beweisen, dass sie ihn halten kann...und ihn dann im passenden Moment abservieren. Doch sie bleibt bei ihm und als sie schwanger wird, ist an ein Ende der Beziehung nicht mehr zu denken. Ingrid lebt kein glückliches Leben. Sie schafft es nicht eine Beziehung zu ihren Kindern aufzubauen und verhält sich so, wie es von einer liebenden Mutter erwartet wird. Nicht aus Instinkt, sondern aus Pflichtgefühl und um die Erwartungen zu erfüllen. Dass ihr Mann sie mehrfach betrügt und mit ihren Problemen alleine lässt, verschlimmert die Situation zudem. Dann verschwindet sie spurlos. Zwölf Jahre später glaubt Gil seine Frau gesehen zu haben. Die Töchter Flora und Nan gehen unterschiedlich mit der Situation um. Während Nan, die Ältere, nicht an das Hirngespinst des Vaters glaubt, beginnt Flora zu hoffen, dass ihre Mutter wirklich wieder auftauchen könnte. Die Geschichte ist in zwei Teile, welche sich regelmäßig abwechseln, aufgeteilt. Das Heute, das größtenteils aus Floras Sicht beschrieben wird und vor allem die Probleme von Flora und Nan behandelt: Bindungsangst, die unterdrückte Sehnsucht nach der Mutter, das Zweifeln am Vater. Ingrids Geschichte wird von Ingrid selbst in Briefform erzählt. Kurz vor ihrem Verschwinden schrieb sie Briefe an ihren Mann, welche sie in dessen zahlreichen Büchern versteckte. Die Briefe beginnen mit der Zeit des Kennenlernens und gehen bis zu ihrem Verschwinden. Hierdurch erfahren wir ihre Geschichte. Beschrieben wird eine zunächst hoffnungsvolle, später hoffnungslose Frau, die zahlreichen Demütigungen ausgesetzt war. Der Schreibstil der Autorin ist mitreißend und angenehm zu lesen. Die Geschichte selbst zog mich schnell in ihren Bann und ich war gespannt, mehr von der Verschwundenen zu erfahren. War sie wirklich wieder aufgetaucht? Oder ist ihr Wiederauftauchen das Hirngesprinst eines trauernden und bereuenden Mannes? Vor allem die Perspektivenwechsel erhielten die Spannung aufrecht. Die Briefform aus Ingrids Perspektive hat mir hierbei besonders gefallen. Fazit: Eine mitreißende Geschichte einer unglücklichen Frau und einer Ehe, die vermutlich keinem der beiden Partner gut getan hat. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, auch weil es mich ein wenig an Meg Wolitzers "Die Ehefrau" erinnerte.

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  • Eine Ehe

    Eine englische Ehe

    schokoloko29

    Inhalt des Buches:Ingrid wird in der Studienzeit von ihrem Professor umworben. Er ist doppelt so alt wie sie und der Ruf eines Herzensbrechers eilt ihm voraus. Auch sein bester Freund Jonathan warnt Ingrid sich auf Gil einzulassen. Sie ist noch sehr unbedarft und naiv und sie glaubt, dass sich Gil in sie verlieben wird und ihr treu bleibt. Darüber hinaus glaubt sie, dass sie ihn am Ende verlassen wird und nicht er sie. Diese ganzen Pläne ändern sich als sie merkt, dass sie schwanger ist.Sie bekommt noch ein weiteres Kind. Gil tingelt in der Weltgeschichte herum, um sein Buch publik zu machen. Während sie mit den beiden Kindern auf einer englischen Insel den Alltag gestaltet, geht er immer wieder fremd und sie leidet immer mehr darunter. Eines Tages ist sie verschwunden. Die Einheimischen sind der Meinung, dass sie im Meer ertrunken ist. Gil und die Mädchen kommen mit dem Verlust nicht gut klar, da es keine Leiche gibt. Und so warten sie auf Ingrid und hoffen, dass sie wieder auftaucht.Das Buch wird in zwei Zeitebenen beschrieben. Die eine Ebene ist die Jetzt- Zeit, bei der es um Gil und um die Mädchen geht und wie sie mit dem Leben klar kommen. Die andere Zeitebene sind die Briefe an Gil, die Ingrid in den Büchern versteckt.Eigene Meinung:Dieses Buch lebt von der Sprache und der Atmosphäre. Schon als ich angefangen habe das Buch zu lesen hatte ich das Gefühl mich in diesem Buch wohlzufühlen. Es lebt von den Naturbeschreibungen, von der Weite des Meeres, der Interaktion der einzelnen Menschen. Es kommt ohne Kitsch und ohne vorhersehbaren Momenten aus. Auch das Ende ist logisch und konsequent. Ein Buch, was lange in mir nachgehallen hat und mich auf eine Reise mitgenommen hat.Fazit:Das Buch ist für mich ein Lesehighlight 2017

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    • 7
  • LovelyBooks Romane-Challenge 2017: Die Challenge mit Niveau

    aba

    LovelyBooks lädt im neuen Jahr wieder zu spannenden Challenges ein.Und auf euch warten tolle Gewinne.Die anspruchsvolle Gegenwartsliteratur ist 2017 wieder dabei!Liest du gerne Bücher mit Niveau?Dann ist diese Challenge genau das Richtige für dich.15 anspruchsvolle Romane möchten wir vom 01.01.2017 bis 31.12.2017 lesen.Es gelten Bücher - Gegenwartsliteratur -, die in diesem Zeitraum erscheinen (Ersterscheinungen) und an diesem Beitrag angehängt sind.Auch Neuauflagen – 2017 erschienen - von Klassikern.Die Regeln: Melde dich mit einem kurzen Beitrag hier im Thread an. Einstig ist jederzeit möglich. Und du kannst dich jederzeit wieder abmelden. Du verpflichtest dich zu nichts. Schreibe bitte zu jedem Buch, das du für die Challenge gelesen hast, eine Rezension bei LovelyBooks, und verlinke diese in einem einzigen Beitrag in diesem Thread. Dieser Beitrag, wird von mir unter dem entsprechenden User-Namen in der Teilnehmerliste verlinkt. Das wird dein Sammelbeitrag für deine Rezensionen sein. Es gelten nur Bücher, die an diesem Beitrag angehängt sind! Bitte beachten: Die Liste der Bücher erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Nimmst du die Herausforderung an? Unter allen Teilnehmern, die es schaffen, 15 Romane mit Niveau bis zum 31.12.2017 zu lesen und zu rezensieren, wird ein tolles Buchpaket verlost.Natürlich mit den passenden Büchern zum Thema. Ich freue mich auf viele Anmeldungen! Teilnehmer: AgnesM aljufa Ancareenanneschuessler anushka Arietta ArizonaAspasia ban-aislingeachbanditsandra Barbara62 blaues-herzblatt BookfantasyXY bookgirl Buchina Buchraettinc_awards_ya_sin CaroasCaro_LesemausCornelia_Ruoff Corsicana Curin cyrana czytelniczka73 dia78 DieBerta Dionemma_vandertheque erinrosewell Federfee Flocke86 Fornika Frau_J_von_T Gela_HK Ginevra Gruenentegst Gwendolina hannelore259 imitas Insider2199 Isaopera jenvo82 JoBerlin kalestraKatharina99 katrin297Katze21 krimielse lesebiene27 leselea LibriHolly maria1 Maritzel marpije Mercado Miamou Mira20 miro76  miss_mesmerized moni_lovesMotte_muqqel Nane_M naninka Nilonce-upon-a-time parden Petris Pocci Sandra_Halbesar89 schokoloko29 serendipity3012 SikalSimi159 sofie solveig SorR StefanieFreigericht Sumsi1990 suppenfee Susibelle TanyBee Tinchen07 TochterAliceulrikerabe vielleser18 Weltensucher Xirxe xlxn Yolande

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    • 1932
  • Wen nman zu lange schweigt

    Eine englische Ehe

    dieFlo

    27. April 2017 um 11:25

    Wenn man zu lange schweigt, geht die Hoffnung und man verliert sich selbst!Ingrid ist eine junge, taffe Studentin - voller Ideen für ein Leben, in dem sie all ihre Träume verwirklichen will, in dem sie selbstbestimmt leben wird, das dachte sie zumindest. Während ihres Studiums trifft sie Gil, älter als sie und vor allem ihr Professor. Irgendwann erliegt sie ihm und sie verbringen Zeit miteinander und alle Warnhinweise werden ausgeblendet. Ausgeblendet bis zu dem Tag, als sie feststellt, dass sie schwanger ist. Für ihn bedeutet es den Verlust des Jobs und für sie, dass ihre Karriere eher zu Ende ist, als gedacht. Genauer gesagt, bevor sie begann, denn es fehlte nur noch eine Prüfung und das Studium wäre fertig. Doch sie lieben sich. Sie wollen zusammenbleiben. Was soll oder kann da schiefgehen? Es geht alles schief, denn obwohl er sie liebt, betrügt er sie immer wieder. Zu oft sitzt Ingrid mit kaum einen Cent in der Tasche allein zu Hause, erst Tage lang, dann Monate und er, er ist irgendwo. In ihrer Not beginnt sie Briefe zu schreiben und versteckt sie in seiner Bibliothek, in seinen Büchern.... Und dann ist Ingrid verschwunden. Einfach weg, es gibt keine Spur.12 Jahre später glaubt der in die Jahre gekommene Gil,dass er sie gesehen hat. Auch die Tochter will suchen, sie möchte Antworten.Antworten findet der Leser in den Briefen, in Ingrids Briefen, die immer wieder zwischendurch erscheinen, die Briefe, die zuerst so voller Hoffnung sind. Die Briefe, die zeigen,wie Ingrid sich verändert.Das Buch tut weh, ja es schmerzt beim Lesen, denn da ist diese tolle, junge Frau, die alles vor sich hat und für diese Ehe alles aufgibt. Als Leser habe ich den Wandel von Ingrid erlebt und gelitten. Ich mochte es ihre Briefe zu lesen und hatte immer Hoffnung, Hoffnung, dass Gil die Briefe findet und handelt. Eine absolute Leseempfehlung von mir.

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    • 6
  • Ein falsches Leben

    Eine englische Ehe

    RosaEmma

    08. April 2017 um 15:51

    Was würde passieren, wenn wir in ein Leben schlittern, das wir nie gewollt haben? Wenn wir unsere Freiheiten und Träume für eine Beziehung begraben, die in keiner Weise hält, was sie anfänglich versprochen hat. Fügen wir uns unserem Schicksal und erfüllen unsere Rolle oder brechen wir aus unserem selbst gewählten Gefängnis aus? Diesen existentiellen Fragen widmet sich die britische Autorin Claire Fuller in ihrem neuen Roman Eine englische Ehe auf eindrucksvolle Weise. Den Weg, den sie ihre Protagonistin Ingrid Torgensen beschreiten lässt, ist ein steiniger, ihrem Traum von einem selbstbestimmten Leben folgt ein bitteres Erwachen. Dabei sieht es für sie und ihre beste Freundin Louise zunächst so vielversprechend aus. Die beiden Literaturstudentinnen träumen von einer unabhängigen Existenz mit wechselnden Lovern, von einem unkonventionellen Job (am liebsten Schriftstellerin) und vielen Reisen in exotische Länder. Auf keinen Fall möchten sie so werden wie ihre Mütter, die für sie mit Heim und Herd der Inbegriff der Spießigkeit sind. Verlorene Freiheit Als sich Ingrid jedoch in den attraktiven, doppelt so alten Literaturprofessor Gil Coleman verliebt, gerät ihre Gefühlswelt ins Wanken und ihr beschworenes Lebensziel rückt in weite Ferne. Sie schlägt die eindringlichen Warnungen ihrer Freundin Louise in den Wind und lässt sich auf eine Affäre mit ihm ein. Als diese publik wird und Ingrid ein Kind erwartet, müssen beide wegen des Skandals die Uni verlassen – ein doppelter Schlag für Ingrid, die ihren Abschluss nicht mehr machen kann. Doch Gil bleibt positiv und will sich von nun an nur noch der Schriftstellerei widmen. Als ihre Tochter Nan auf die Welt kommt, beginnt für Ingrid ein Leben, das sie nie gewollt hat. So sehr sie sich auch bemüht, sie schafft es nicht, Muttergefühle zu entwickeln. Die Rolle der Ehefrau und Mutter erscheint ihr, der Freiheitsliebenden, seltsam fremd. Sie fühlt sich isoliert und allein in ihrem kleinen Haus an der englischen Küste – nur beim Schwimmen im Meer kann sie für eine kleine Weile sie selbst sein. Verborgene Briefe Als ihre zweite Tochter, Flora, auf die Welt kommt, wird die Situation für Ingrid immer unerträglicher. Das Geld ist knapp, denn Gils Durchbruch als Schriftsteller lässt auf sich warten. Ihr Mann betrügt sie mit anderen Frauen und ist in keiner Weise der Vater, den man sich für seine Kinder wünscht. Doch dann gelingt ihm endlich ein Bestseller – dank Ingrid – und ihre Geldsorgen lösen sich in Luft auf. Sein Buch Aus dem Liebesleben eines Mannes beschert ihm einen Skandalerfolg und er wird zum gern gesehenen Dauergast in Talkshows. Damit steigt auch die Anzahl seiner weiblichen, zumeist recht jungen Verehrerinnen, denen er fast nie widerstehen kann. Ingrid ist verzweifelt, doch sie scheut die direkte Konfrontation mit Gil. In den vielen Nächten, in denen sie nicht schlafen kann, schreibt sie ihm sehr persönliche Briefe, die alles Unaussprechliche beinhalten. Diese versteckt sie in den unterschiedlichsten Büchern in Gils großer Bibliothek. Unheimliche Erscheinung  Eines Tages verschwindet Ingrid spurlos. Gil und seine Kinder sind verzweifelt. Nach intensiver medienwirksamer Suche geht man von einem tragischen Schwimmunfall aus und stellt die Suche ein. Während Nan, die Pragmatische, versucht, die Situation als gegeben hinzunehmen und die Mutter zu ersetzen, kann Flora dieses traumatische Erlebnis nur schwer verkraften. Auch für Gil bricht eine Welt zusammen: Er macht sich schwere Vorwürfe, verkriecht sich in seinem Haus und schreibt kein weiteres Buch mehr. Doch dann – 12 Jahre später – geschieht etwas Seltsames: Aus dem Fenster einer Buchhandlung sieht Gil Ingrid die Straße entlanggehen. Er traut seinen Augen nicht und folgt ihr, doch ehe er sich versieht, ist sie wieder verschwunden. Als seine Kinder davon erfahren, sind sie besorgt: Während Nan am Geisteszustand ihres kranken Vaters zweifelt, ist Flora alarmiert. Sie hatte immer die leise Hoffnung, dass ihre Mutter noch am Leben ist und begibt sich auf Spurensuche, ohne zu ahnen, dass die wichtigsten Hinweise in der Bibliothek ihres Vaters versteckt sind… Brillanter, lebenskluger Roman mit unerwartetem Ende Claire Fullers Geschichte hat zweifellos Sogwirkung. Sie wird in zwei sich abwechselnden Handlungssträngen erzählt: Der erste Handlungsstrang spielt in der Gegenwart des Romans, eröffnet die Geschichte und setzt 12 Jahre nach dem Verschwinden von Ingrid an. Parallel hierzu präsentiert uns Fuller im zweiten Handlungsstrang Ingrids sehr persönliche Briefe und lässt uns in ihre Gedanken- und Gefühlswelt eintauchen, die sie stets vor ihrem Mann verborgen hielt. Diese schonungslosen Einblicke in das Seelenleben der Protagonistin, in ihre Träume, Wünsche und Hoffnungen, die sich alle nicht erfüllten, haben mich sehr berührt. Allerdings konnte ich nicht umhin, mich zu fragen, warum es einer derart freiheitsliebenden Frau nicht gelingt, sich ihrem Mann zu offenbaren bzw. eine Konfrontation mit ihm zu suchen. Natürlich ist Coleman ein Womanizer, ein charmanter, manipulativer Mann, dem sie schon aufgrund ihres jungen Alters und ihrer mangelnden Erfahrung nicht gewachsen ist. Andererseits sind seine zahlreichen Affären Grund genug, um eine Beziehung zu beenden, die nie wirklich funktioniert hat. Die Entscheidung, die Ingrid am Ende trifft und die sich – zu meiner großen Überraschung – am Ende ganz ohne viel Pathos offenbart, bleibt trotz alledem mysteriöser Natur. An dieser Stelle möchte ich aber nicht mehr verraten. Festzuhalten bleibt, dass mich dieser wirklich brillante Roman sehr nachdenklich gestimmt hat, denn die Geschichte der Protagonistin ist erschreckend realitätsnah. Ihre Briefe gehen zu Herzen, rütteln auf und machen doch oft sprachlos und wütend angesichts ihrer Nachgiebigkeit und Unentschlossenheit. Obwohl ihr Dilemma nur allzu menschlich ist, da sie anfänglich aufgrund ihres Alters noch über keine ausreichende Menschenkenntnis und Weitsicht verfügen kann, fällt es im weiteren Verlauf des Romans immer schwerer, sie zu verstehen. Und dann ist sie auch schon verschwunden. Doch ganz zum Schluss eröffnet sich uns etwas, das wir klammheimlich gehofft haben und trotz alledem kaum glauben können. Aber lest selbst! Das Buch wird euch begeistern. Mein Fazit: Ein großartiger Roman, der noch lange im Gedächtnis bleibt.

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  • Englische "Szenen einer Ehe" - mit Schwimmlektionen!

    Eine englische Ehe

    SigiLovesBooks

    02. April 2017 um 19:12

    "Eine englische Ehe" von Claire Fuller ist ein Débutroman, der (aus dem Englischen  Original mit dem Titel "Swimming Lessons" übersetzt von Susanne Höbel) im Piper-Verlag als HC, gebunden mit Lesebändchen, 2017 erschienen. Das schöne Cover, das sowohl im Original als auch auf Deutsch das Buchäußere ziert, passt sehr gut zu einer Frau, die es liebt, frühmorgens im Meer zu baden...Der Roman beginnt im Prolog mit einer Szene, in der Gil Coleman, ein Literaturprofessor und angesehener Schriftsteller Anfang 40, seine seit vielen Jahren totgeglaubte Frau Ingrid zu sehen und kurz später verunglückt. Flora, seine jüngste Tochter und Nan, die Ältere, fahren zu ihrem Vater, da er in der nächsten Zeit nicht alleine sein kann....Ingrid, die Studentin, die sich einst in ihren Professor Gil verliebte und mit ihm eine Liebesbeziehung einging, entgegen der Warnungen einiger Freunde diesen auch heiratete, verschwand spurlos und verließ die Familie, als Flora gerade 10 Jahre alt war. Auffallend ist hier der große Altersunterschied des Ehepaares, wobei Ingrid wusste, bevor sie die Ehe mit ihm einging, dass er als Frauenheld verschrien war. Gil sammelt zeitlebens Bücher wegen der Anmerkungen und Kritzeleien von Lesern oder Fotos, Quittungen etc. die sich oft in Büchern befinden, so ist sein Haus voller Bücher.Während Nan sich mit dem Verlust der Mutter abfindet und in deren Rolle schlüpft, trifft es die jüngere Flora umso heftiger, die sich fortan nach ihrer Mutter sehnt und in deren Kleider schlüpft...In Rückblicken beschreibt Ingrid in Briefen an Gil, die sie stets (thematisch passend) in seine Bücher steckte und die seine häufige Abwesenheit und ihre Sehnsucht nach ihm bezeugen, die Anfänge ihrer Beziehung. Der zweite Erzählstrang handelt von Flora, die wohl vieles mit der Mutter gemeinsam hat und ebenso gerne frühmorgens im Meer schwimmen geht - die Familie lebt an der englischen Küste, der Strand ist unweit vom Haus. In den Worten Ingrids liegt anfangs eine gewisse Naivität, die ihrem Alter geschuldet ist - sie ist Anfang 20 - und der unschönen Situation, meist mit den Mädchen alleine zu sein, während Gil unter der Behauptung, sich mit Verlagsmitarbeitern zu treffen oder Besprechungen zu haben, seine Bücher betreffend, sie betrügt. Als Nan, die erste Tochter, zur Welt kommt, wird Ingrid bewusst, dass nun die Idee, mit ihrer Studienfreundin Louise zu reisen und sich die Welt anzusehen, in weite unerreichbare Ferne rückt...Während Floras Geschichte in der Gegenwart spielt, ihren Freund Richard mit einschließt, der für den erkrankten Vater eine Hilfe sein möchte und die morbiden Familienstrukturen, auch anhand diverser Reaktionen von Flora, erkennt, liest man immer mehr von Ingrids Briefen, die in die (eheliche) Vergangenheit reisen: Mich hat die Tatsache, dass der wesentlich ältere Gil mit einer solch jungen und lebensfrohen Frau eine Familie gründen wollte (für sein eigenes Ego?) und sie dann nicht nur alleine lässt, sondern auch betrügt, sehr an diesem Protagonisten geärgert: Seine Selbstsucht und auch die Verantwortungslosigkeit für beide Töchter sind anhand seines beschriebenen Verhaltens sehr ersichtlich; während er seine Familie kurzerhand an der Küste "parkt", vergnügt er sich gerne in London und führt im Grunde sein voriges Leben weiter, während Ingrid die Freiheit gesucht hatte und in ihrer Rolle als Mutter und Ehefrau gefangen war. Die einzige Freiheit findet sie beim allmorgendlichen Schwimmen im Meer, wo sie bis zur Boje schwimmt und - zurück.Während gegen Ende des Romans die Emotionen hochschlagen, wird das neue Buch von Gil ein Erfolg - den er im Grunde seiner Frau Ingrid zu verdanken hat. Es folgt eine weitere Kränkung Ingrids...Der Stil von Claire Fuller hat mir sehr imponiert und auch gefallen; sie erzählt in sensibler Sprache und eher leisen Tönen vom Schicksal einer jungen Frau, die in ein Leben "geschubst" wurde, das sie im Grunde gar nicht wollte. Statt einem eintönigen und verantwortungsvollen Eheleben wollte sie die Welt bereisen, Abenteuer erleben - und eigene Wünsche und Vorstellungen erfüllen. Diese tragische Entwicklung und das Schwimmen als Ausgleich und Ingrids Ausdruck von Lebensfreude und Freiheit durchziehen den gesamten Roman. Die Figur des Gil war mir sehr unsympathisch, da ich ihn selbstsüchtig, untreu und durch stete Abwesenheit glänzend beschrieben fand. Für Ingrid hätte ich mir ein Leben gewünscht, das nach ihren Vorstellungen hätte verlaufen können. Das Trauma , in diesem Falle die elementare Erfahrung des Verlusts der Mutter, kommt durch Flora sehr gut zum Tragen.Andere Themen des Romans sind auch Verrat, Betrug, Verzweiflung, aber auch Freundschaft, die bei Jonathan sowohl zu Gil als auch zu Ingrid zutage tritt. Leider bleibt  bis zum Ende unklar, ob Ingrid noch am Leben ist - oder dieses vielleicht selbst beendet hat. Ich habe da meine eigene Theorie...Fazit:Ein ernsthafter, durchaus lesenswerter und sehr sensibel geschriebener Roman über den verhinderten Lebensentwurf einer jungen Frau; tragisch, teils von Melancholie begleitet, dessen englischen Titel ich hier noch passender fand. Ich vergebe gerne 4 Sterne und eine Leseempfehlung für Leser von Beziehungsromanen, die zum Nachdenken anregen.

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  • Was bleibt, wenn einer geht

    Eine englische Ehe

    cosima73

    29. March 2017 um 18:56

    Ingrid, eine junge Literaturstudentin aus London, weiss, was sie will: Unabhängig sein, die Welt bereisen, Schriftstellerin werden. Diese Pläne sind bald vergessen, als sie sich in den älteren, attraktiven und sehr umschwärmten Literaturprofessor Gil Coleman verliebt. Spätestens als Ingrid schwanger ist, weiss sie, dass ihr Leben eine andere Bahn einschlagen wird. Das Leben wird nicht leicht für Ingrid. Geldsorgen und ein untreuer Ehemann plagen sie. Meist ist sie mit zwei Kindern, Nan und Flora, allein in einem kleinen Ort an der englischen Küste. Weil der Schlaf ausbleibt, schreibt sie Gil Briefe, die sie in den Büchern der Bibliothek versteckt – und irgendwann verschwindet sie. Die drei Zurückgebliebenen gehen unterschiedlich mit dem Verlust um. Nan, die ältere Tochter übernimmt tatkräftig die Mutterrolle, Flora und ihr Vater Gil pendeln zwischen der Hoffnung, dass Ingrid zurückkommt, und der Verzweiflung, dass sie tot sein könnte, hin und her. BeurteilungEines der besten Bücher, das ich seit langem gelesen habe. Claire Fuller erzählt die Geschichte einer Familie einerseits aus der Sicht Ingrids durch ihre Briefe an Gil, andererseits aus Floras Sicht. So wird nach und nach das ganze Leben der vier aufgerollt und man sieht als Leser, wie alles kam, wie es heute, zum Zeitpunkt der aktuellen Handlung, ist. Obwohl man wenig über die Äusserlichkeiten der einzelnen Figuren erfährt, werden sie durch ihre Handlungen, ihre Gedanken, plastisch und fast fühlbar. Man wird als Leser mehr und mehr in die Geschichte hineingezogen, lebt sie mit, will nicht mehr aus der Welt des Buches austreten, obwohl man zunehmend versteht, wieso Ingrid es durchaus wollte. Eine englische Ehe ist die Geschichte einer Frau, die im falschen Leben gefangen ist und ausbrechen will. Es ist die Geschichte einer Liebe, die voller Hoffnung begann, wohl nie endete, und doch an einen Ort gelangte, an dem sie nie hätte ankommen sollen. Es ist die Geschichte zweier Mädchen, die mit der ganzen Situation überfordert waren und sind, und die ihren Weg, damit umzugehen, suchen mussten. Es ist aber auch eine Geschichte übers Schreiben Geheime Wahrheiten[…] sind das Lebensblut des Schriftstellers. Eure Erinnerungen und eure eigenen Geheimnisse. Vergesst Handlungen, Charaktere, Struktur; wenn ihr euch Schriftsteller nennen wollt, müsst ihr die Hand bis zum Handgelenk ins Trübe stecken, bis zum Ellbogen, zur Schulter, und die dunkelsten, intimsten Wahrheiten hervorzerren. und über Bücher: Ein Buch wird erst lebendig, wenn es mit dem Leser kommuniziert. Was passiert denn eurer Meinung nach in den Lücken, mit den unausgesprochenen Dingen, mit dem, was ihr ausgelassen habt? Der Leser füllt all das mit seiner eigenen Fantasie. Claire Fuller ist ein sehr lebendiges Buch gelungen. Es gelingt ihr, durch die verschiedenen Erzählperspektiven die Spannung hochzuhalten. Es gelingt ihr, Charaktere zu schaffen, mit denen man sich identifizieren kann, in die man sich hineinversetzen kann. Man sieht die Schauplätze vor sich, riecht das Gras, hört das Meer beim Lesen. Man lebt die Geschichte mit und wenn man die letzte Seite beendet hat, fällt der Abschied schwer. Fazit:Ein wunderbares Buch: Tief, lebendig, mitreissend, wunderbar erzählt. Ein Buch, das berührt und bereichert. Eine absolute Leseempfehlung.

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 20.10.2017: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   259 Punkte Astell                                           ---    9 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  691 Punkte Beust                                          ---   352 Punkte Bibliomania                               ---   233 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  444,5 Punkte ChattysBuecherblog                --- 285 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   154,5 Punkte Code-between-lines                ---  154 Punkte DieBerta                                    ---   ?  Punkteeilatan123                                 ---   80 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   216 Punkte Frenx51                                     ---  103 Punkte glanzente                                  ---   94 Punkte GrOtEsQuE                               ---   84 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   181 Punkte Hortensia13                             ---   148 Punkte Igelchen                                    ---   26 Punkte Igelmanu66                              ---  191 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    95 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   135 Punkte kalestra                                    ---   33 Punkte Kattii                                         ---   88 Punkte Katykate                                  ---   121 Punkte Kerdie                                      ---   239 Punkte Kleine1984                              ---   145 Punkte Kuhni77                                   ---   129 Punkte KymLuca                                  ---   110 Punkte LadyMoonlight2012               ---   29 Punkte LadySamira090162                ---   285 Punkte Larii_Mausi                              ---    63 PunkteLeif_Inselmann                       ---   40,5 Punkteleseratte89                               ---   50 Punkte Leseratz_8                                ---   18 Punktelisam                                          ---   257 Punkte louella2209                            ---   69 Punkte lyydja                                       ---   94 Punkte mareike91                              ---    47 Punkte MissSnorkfraeulein                  ---  44 Punkte MissSternchen                          ---  55 Punkte mistellor                                   ---   181 Punkte Mone97                                    ---   55 Punktemy_own_melody                     ---   18 Punktenaevia                                        ---   17 Punktenatti_Lesemaus                        ---  148 Punkte Nelebooks                               ---  245 Punkte niknak                                       ----  313 Punkte nordfrau                                   ---   143 Punkte PMelittaM                                 ---   242 Punkte PollyMaundrell                         ---   34 Punkte Pucki60                                        --- 37 Punkte QueenSize                                 ---   132 Punkte readergirl                                   ---    5 Punkte Readrat                                      ---   67 Punkte SaintGermain                            ---   139 Punkte samea                                           --- 76 PunkteSandkuchen                              ---   241 Punkteschadow_dragon81                  ---   92 Punkte Schmiesen                                  ---   195 Punkte Schokoloko29                            ---   35 Punkte Somaya                                     ---   315 Punkte SomeBody                                ---   189,5 Punkte Sommerleser                           ---   215 Punkte StefanieFreigericht                  ---   236,5 Punkte tlow                                            ---   165 Punkte Veritas666                                 ---   151 Punkteverruecktnachbuechern         ---   97 Punktevielleser18                                 ---   131 Punkte Vucha                                         ---   151 Punkte Wermoeve                                 ---   17 Punkte widder1987                               ---   69 Punkte Wolly                                          ---   184 Punkte Yolande                                       --   189 Punkte

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    • 2582
  • Aufwühlendes Eheleben,,,

    Eine englische Ehe

    Angie*

    09. March 2017 um 18:22

        RezensionINHALT:  Ingrid , Mutter von zwei Töchtern, taucht nach zwölf Jahren plötzlicher , ungeklärter Abwesenheit in den Blickwinkel von Gil auf . SIE steht auf der anderen Strassenseite einer Buchhandlung am Meer.  ER, der Ehemann Gil, schaut aus dem Fenster, ist schockiert , läuft ihr nach .  ER ist ein Literaturprofessor und Schriftsteller der lockeren Art im Umgang mit hübschen, jungen Studentinnen.  SIE bleibt wieder verschwunden, taucht nicht auf, wie vor zwölf Jahren -  ist trotz aller Bemühungen nicht aufzufinden. Was zu dieser Zeit niemand weiss, auch die Kinder nicht: Vor zwölf Jahren hat sie ein Resüme über ihre Ehe in Vergangenheitsform aufgeschrieben,  auf vielen Zetteln in Briefform an Gil gerichtet und sie in SEINEN Büchern hinterlassen.  Es bleibt auch im Lauf des Romas ein wenig unklar , was Mann und Kinder davon wirklich finden und lesen.   Der Leser verfolgt in diesen Briefen IHR persönliches  Innenleben und vor allen Dingen IHRE Empfindungen über das Eheleben mit dem eigenwilligen und dominanten Schriftsteller und Frauenverführer Gil.  Gil hat ein eigenes Schreibhäuschen am Meer, abseits im Garten gelegen, in dem Frau und Kinder unerwünscht sind.  Ausserdem verlässt er seine Familie oft aus verschiedenen Gründen, manchmal beruflicher Art, manchmal um sich einfach rücksichtslos aus privaten Motiven  mit verschiedenen Frauen zu treffen. Ihr einziger Halt , ihr Ehemann entzieht sich und lässt sie einsam und voller Probleme mit sich und den Kindern  in einem wunderschön gelegenem Haus am Meer zurück.  Das Schwimmen,ihr liebstes Hobby am Meer, welches ihr Gil  ihr aus unerfindlichen Gründen verbieten möchte , geben ihr Kraft und Durchhaltevermögen in dieser ungleichen Lebenskonstellation.MEINE MEINUNG: Beim Betrachten des schön gestalteten Cover und Titels, ein gebundenes Buch , mit einem traditionellen Lesebändchen versehen , kam mir die leise Ahnung, dass es hauptsächlich um Leben und Geschichte der  Frau geht ,natürlich bezugnehmend auf den Ehemann und die gemeinsame Ehe.  Der Roman fängt mysteriös und geheimnisvoll an, ist fast wie ein Krimi aufgebaut und spielt in zwei Zeitebenen. Einmal in der Beschreibung des Vergangenen anhand der Briefaufzeichnungen von Ingrid. Zweitens nach zwölf Jahren, die Zeit beschreibend , die Gil mit den Kindern allein verbringt. Ich bin schnell mit den Hauptprotagonisten Ingrid, Gil und den Kindern Nan und Flora vertraut geworden, dank der flüssigen, spannenden, einfühlsamen und sehr angenehm zu lesenden Schreibweise der Autorin. Das Hineinstolpern der jungen, naiven Studentin Ingrid in die Ehe mit dem sehr viel älteren Gil, hat mich betroffen gemacht.  Ihre realen  Erfahrungen mit dem Alltag einer sehr jungen , unerfahrenen Mutter, der niemand beistand, haben mich sehr berührt. Eigentlich passiert alles so, wie es Louise,  eine alte Studienfreundin von Ingrid immer warnend prophezeit  hat.  Gil’s Liebe würde verfliegen und Ingrids Enttäuschung würde ihre Wünsche und Hoffnungen an das Leben  zerstören.Beim Lesen hat sich bei mir immer mehr Entrüstung aufgebaut  gegenüber dieser Art von Ehe.  Eine englische , kühle Ehe!  Ingrid leidet unter der Vernachlässigung durch ihren Ehemann. Die Autorin hat es geschafft, dieses mit jedem Brief von Ingrid an Gil deutlicher werden zu lassen. Eindringlich fordert Ingrid seine Rückkehr, konnte sich ihm persönlich und verbal wohl mit ihren Wünschen  nicht öffnen. Die Briefnotizen werden bitterer, enttäuschender und ich habe mit Ingrid gelitten und auf Veränderung gehofft. Mit viel Einfühlungsvermögen und sehr guter, intensiver Erzählweise hat Claire Fuller diese  traurige Entwicklung beschrieben. Das Buch behandelt die typischen Eheprobleme, wie Untreue, Enttäuschung, Verletzung , Unverständnis für den Partner und seine Wünsche .  Die Briefauszeichnungen wurden von Ingrid in einer sehr kurzen Zeitspanne geschrieben, sozusagen eine Abrechnung mit dem Eheleben, kurz vor ihrem  mysteriösem Verschwinden vom Strand des Meeres. Trotz allem hat sich jedes Mitglied dieser  Familie in seiner Persönlichkeit zum Positiven weiterentwickelt,  vielleicht gerade auch weil das Familienleben nie glatt und heil verlaufen ist. Ich habe mir beim Lesen oft  die Frage gestellt, ob die Hoffnung auf eine gute, konventionelle Ehe überhaupt für die meisten Menschen erstrebenswert ist. Das Ende des Buches tröstet aber den Leser und hat einen sehr überraschenden Ausgang, von dem ich hier natürlich nichts verraten werde.Ein grossartiges Buch, dem ich mit Begeisterung fünf Sterne geben möchte.Vielen herzlichen  Dank an die Autorin und den Piper-Verlag für das  gebundene Leseexemplar!

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