Claire Hölig

 3.9 Sterne bei 16 Bewertungen

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Die Weiße Wölfin und der Admiral

Die Weiße Wölfin und der Admiral

 (16)
Erschienen am 22.01.2013

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Rezension zu "Die Weiße Wölfin und der Admiral" von Claire Hölig

Spannende Geschichte über Mut und Familie
Buchbloggerinvor 2 Jahren

Meine Lieben, ich habe endlich wieder mal ein Buch gelesen, das ich zum Teil nicht mehr aus der Hand legen konnte! Die Geschichte mitten in der zweiten Weltkriegszeit in Deutschland ist so packend erzählt und unfassbar spannend. Ich habe nicht erwartet, dass Die Weiße Wölfin und der Admiral von Claire Hölig mich derart umhauen würde, denn der Klappentext hat nicht viel verraten und daher war mir nicht klar, wie viel mehr in der fiktiven Erzählung stecken würde.

Europa 1943: Der Zweite Weltkrieg zerreißt Familien – auch die Geschwister Karl und Marie Büchner geraten zwischen die Fronten. Karl hat eine steile Karriere in der deutschen Kriegsmarine hinter sich, seine Schwester wurde britische Agentin im besetzten Frankreich. Doch die Bande zwischen ihnen sind stärker als der Krieg: Karl macht eine erschütternde Entdeckung und plötzlich braucht er seine Schwester mehr denn je. Ein ergreifendes Romandebüt über Loyalität, Mut und Widerstand.

In diesem Kriegsroman geht es um das Geschwisterpaar Marie und Karl, das sich seit zehn Jahren nicht gesehen hat und dessen Beziehung somit schwer zu erklären ist, denn beide haben mit Enttäuschungen zu kämpfen. Karl hat seinerzeit die Familie verlassen und seitdem gab es keinen Kontakt mehr. Dann brach der Krieg aus, die Eltern sind gestorben und Marie blieb allein.
Karl hat bereits geheiratet und einen Sohn bekommen. Er hatte mittlerweile eine wichtige Position, die ihm die Ehre und Anerkennung verschafft hat, nach denen er lange gesucht hat.
Inzwischen ist Marie Teil des Geheimdienstes von England, SOE, geworden. Augrund ihrer guten Leistungen ist sie bald zum Major ernannt worden. Und plötzlich, im Jahr 1943, mitten im zweiten Weltkrieg, nimmt ihr Bruder wieder Kontakt zu ihr auf, mit einer Bitte um Hilfe. Dabei ist er noch nicht einmal ehrlich, was umso dreister und eigensüchtiger erscheint, denn all die Jahre hat er sich nicht für seine Familie interessiert.
Doch er hat Glück – Marie bedeuten Familienbande sehr viel und somit erklärt sie sich schließlich bereit, ihm zu helfen.

Marie ist ein sehr distanzierter Mensch, der niemanden an sich heranlässt, was aber auch wenig verwunderlich, denn im Krieg kann es sehr gefährlich sein, jemandem zu vertrauen, besonders dann, wenn man die Person nicht (gut) kennt.

Bei der Ausführung ihrer Aufgabe kommen Marie ihre Fähigkeiten, die sie als Spionen zu beherrschen gelernt hat, sehr zugute. Nicht nur einmal bewahrt sie die ihr Anvertrauten davor, in eine Falle zu tappen oder Schlimmeres.
Bald erfährt sie, dass Karl, von dem sie dies definitiv nicht erwartet hätte, sich dem Widerstand angeschlossen hat, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Vaterland zu retten, indem er Hitler die Macht nehmen wollte.
Kurze Zeit später ist auch Marie, ebenfalls Widerständlerin, in die Sache involviert, denn ihre Kontakte zu England kommen der Widerstandsgruppe sehr gelegen. Sie wollen Verhandlungen mit den Alliierten führen, damit diese ihnen helfen, gegen Hitler anzugehen. Ob Marie es schafft – eine englische Agentin, die den zuletzt erhaltenen Befehl verweigert hat, um ihrem Bruder zu helfen?

Man merkt, dass Claire Hölig als Geschichtsstudentin weiß, worüber sie schreibt. Sie lässt viele Fakten über die damalige Zeit einfließen, ohne dass es überladen wirkt. Sie fädelt die Informationen gekonnt in die Geschichte ein, dass es spannend und gleichzeitig lehrreich ist.
Was die Spannung angeht: die Geschichte beginnt spannend, wird langsam spannender und ist am Ende am spannendsten! Das habe ich bisher nicht oft bei Büchern gehabt. Und das Ende, ich weiß so gar nicht, was ich damit anfangen soll. Einerseits ist es ganz passend und sehr realistisch, andererseits hätte ich es mir tatsächlich anders gewünscht…

Mir hat dieser Roman sehr gefallen, die Charaktere waren sehr gut gestaltet, wirkten nicht unrealistisch und an Spannung hat es auch nicht gefehlt. Man hat nochmal gemerkt, dass die deutsche Bevölkerung damals nicht wirklich gewusst hat, was um sie herum passierte und diejenigen, die es wussten, taten, als würden sie es nicht wissen, oder schlossen sich Widerstandsgruppen an.
Ich hoffe, dass es bald mehr von der Autorin zu lesen geben wird, denn sie scheint das Schreiben sehr gut zu beherrschen. Ich vergebe für dieses Buch 4 von 5 Sternen und möchte euch ans Herz legen, dieses Buch zu lesen!

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Wolfhounds avatar

Rezension zu "Die Weiße Wölfin und der Admiral" von Claire Hölig

Stauffenberg lässt grüßen...
Wolfhoundvor 5 Jahren

1943, Zweiter Weltkrieg. Wie viele andere Familien wurde auch die Familie Büchner vom Krieg auseinander gerissen. Karl kämpft auf der Seite der Deutschen und ist hochdekorierter Admiral der Marine und seine kleine Schwester arbeitet auf britischer Seite im Untergrund für die Résistence in Frankreich. Vor zehn Jahren ist die Familie im Streit auseinander gegangen und seitdem hat Marie nichts mehr von ihrem Bruder gehört.

 

Dieser lässt nun durch Robert Schneider nach seiner Schwester suchen. Durch sein Zutun bringt er Maries Großmutter in Lebensgefahr ohne dies wirklich zu wollen. Schließlich findet er Marie und bringt sie zu ihrem Bruder nach Paris.

Das Wiedersehen der Geschwister läuft nicht gerade fröhlich ab, da Marie sich von ihrem Bruder bevormundet fühlt und er es noch nicht mal für nötig hält (aus ihrer Sicht) sich für seine damalige Entscheidung zu entschuldigen.

Marie entschließt sich schließlich dafür, ihrem Bruder zu helfen und ärgert sich prompt, dass er ihr noch nicht einmal ansatzweise die Wahrheit gesagt. Nun sieht sie sich gezwungen, nicht nur Karls Frau, sondern auch seinen Sohn in Sicherheit zu bringen, was nicht wirklich einfach ist. Marie möchte nicht sagen, wer sie ist und Helen, Karls Frau, sieht sich nicht wirklich in Gefahr und somit auch keinen Grund zur Flucht - sie weiß auch nicht, welche Pläne ihr Mann in Bezug auf das Hitler-Regime im Geheimen plant...

 

Ich finde, dieses Buch bereichert die Literaturwelt wirklich. Es ist angenehm zu lesen und die Thematik ist nicht schwer verdaulich, sondern absolut nachvollziehbar und verständlich dargestellt. Auch die Figuren sind toll geschrieben, wobei ich mir für Marie ein anderes Ende gewünscht hätte sowie mehr Zutun von Karl zum Kriegsende. Nichtsdestotrotz ist dieses Buch ein Fantastisches, vor allem, wenn man bedenkt, wie jung die Autorin ist und was für ein schwieriges Thema ist was viele vielleicht auch als "schon zu ausgelutscht und ausgequetscht" ansehen. Ich finde dieses Buch absolut lesenswert!

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melanie_reicherts avatar

Rezension zu "Die Weiße Wölfin und der Admiral" von Claire Hölig

Blut ist dicker als Wasser
melanie_reichertvor 5 Jahren

Blut ist dicker als Wasser.

Das ist das zentrale Thema des Buches und wird, wie ich finde, fantastisch umgesetzt. Ich wurde auf der ersten Seite an die Hand genommen und erst nach den letzten Worten meiner Gedankenwelt überlassen. Ein ganz großes Kompliment an die junge Autorin.

Wir bekommen die Geschichte aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Die Protagonisten halten sich teilweise an unterschiedlichen Orten in Europa auf und so lassen die Wechsel zwischen ihnen eine gute Dynamik aufkommen. Dabei greifen die Passagen so genau ineinander, dass man das Gefühl hat, die Handlung an einer Zeitlinie verfolgen zu können.

Der geschichtliche Hintergrund und auch die Umgebungen wurden für mich sehr glaubhaft beschrieben. Ich konnte förmlich das zerbombte Hamburg vor meinem inneren Auge sehen. Der Schrecken des Krieges ist greifbar und hat mir mehr als ein Mal eine Gänsehaut über die Arme gejagt. Die Autorin hat wirklich hervorragende Recherche geleistert und alleine deswegen schon ein großes Lob verdient. Dabei ist der Schreibstil auch so flüssig, dass das Buch sehr schnell gelesen war – trotz des schweren Themas.

Marie, die Protagonistin, hat mich vollkommen überzeugen können. Sie steht für ihre Ideale ein und weicht dabei nicht von ihrem Leitsatz “Blut ist dicker als Wasser ab”. Sie versucht es allen Recht zu machen und verliert sich dabei zu keiner Zeit selbst. Marie ist die starke Frau, die zu solch harten Zeiten gebraucht wurde. Die Charakterzüge sind bei allen Akteueren sehr detailliert ausgearbeitet und lassen sie deshalb so glaubhaft sein. Manch einer verbirgt sich zwar geschickt, aber auch hier sind die Auflösungen von etwaigen Sinneswandeln immer authentisch beschrieben.

Die Spannung ist von Anfang an greifbar. Die Autorin gibt uns nur eine kurze Einführung in das Thema bzw. die Personen und wirft uns ansonsten direkt in das Geschehen, was für mich sehr angenehm war. Die Spannung hat keine Einbrüche erlitten, sondern sich immer wieder aufgebaut. Teilweise müssen sich die Charaktere aus sehr kritischen Situationen retten und gerade der Schluss (die letzte 90 Seiten) hat es in sich. Die Ereignisse überschlagen sich und wir dürften mehr als eine (nicht immer positive) Überraschung erleben.

Für mich ein sehr gefühlvoller, stilistisch gut umgesetzter und vor allem fantastisch recherchierter Roman zu Zeiten des Zweiten Weltkrieges, der die mutige Seite des Widerstandes beschreibt.

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Gespräche aus der Community

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Arwen10s avatar
Und hier eine zweite Leserunde vom Hänssler Verlag . An dieser Stelle ein großes Dankeschön an den Verlag für die großzüge Unterstützung der Leserunde mit 10 Exemplaren.

Die weiße Wölfin und der Admiral von Claire Hölig





Und darum geht es:

Europa 1943: Der Zweite Weltkrieg zerreißt Familien – auch die Geschwister Karl und Marie Büchner geraten zwischen die Fronten. Karl hat eine steile Karriere in der deutschen Kriegsmarine hinter sich, seine Schwester wurde britische Agentin im besetzten Frankreich. Doch die Bande zwischen ihnen sind stärker als der Krieg: Karl macht eine erschütternde Entdeckung und plötzlich braucht er seine Schwester mehr denn je. Ein ergreifendes Romandebüt über Loyalität, Mut und Widerstand

Und hier geht es zur Leseprobe:

http://www.scm-haenssler.de/produkt/titel/die-weisse-woelfin-und-der-admiral.html

Bitte bewerbt euch bis zum 20.05.2013. Die Bekanntgabe der Gewinner erfolgt am 21.05. im Laufe des Tages. Beginn der Leserunde Anfang Juni ca.



Vorraussetzung für ein Freieexemplar ist wie immer, eine zeitnahe Beteiligung an der Leserunde und das Schreiben einer Rezension. Für eine weite Verbreitung der Rezension auf diversen Verkaufsplattformen, Blogs und anderem sind der Verlag und die Autorin natürlich sehr dankbar. Bitte bedenken, das es sich hier um ein Buch aus einem christlichen Verlag handelt!



Bitte beantwortet auch die Frage, wie Euch das Cover gefällt im entsprechenden Unterthema.


Leser/innen, die mit eigenem Exemplar teilnehmen möchten, sind natürlich immer willkommen !


melanie_reicherts avatar
Letzter Beitrag von  melanie_reichertvor 5 Jahren
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