Claire Hajaj

 4 Sterne bei 105 Bewertungen
Autorin von Ismaels Orangen, Ismaels Orangen, 6 Audio-CDs und weiteren Büchern.
Claire Hajaj

Lebenslauf von Claire Hajaj

Claire Hajaj wurde 1973 in London geboren und fühlt sich zwei Kulturen zugehörig, der jüdischen und der palästinensischen, die sie versucht zu vereinbaren. In ihrer Kindheit lebte sie im Nahen Osten und in England. Sie studierte Klassische und Englische Literatur in Oxford. Für die UN arbeitete Claire Hajaj in Krisengebieten wie Burma oder Baghhdad und bereiste vier Kontinente. Für den BBC World Service verfasst sie Beiträge und veröffentlichte Artikel in der „Time out“ und „Literary Review“. Momentan lebt sie mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Beirut.

Alle Bücher von Claire Hajaj

Ismaels Orangen

Ismaels Orangen

 (72)
Erschienen am 16.03.2015
Der Duft von bitteren Orangen

Der Duft von bitteren Orangen

 (11)
Erschienen am 19.12.2016
Der Wasserdieb

Der Wasserdieb

 (6)
Erschienen am 16.10.2017
Der Wasserdieb

Der Wasserdieb

 (0)
Erscheint am 15.07.2019
Ismaels Orangen, 6 Audio-CDs

Ismaels Orangen, 6 Audio-CDs

 (15)
Erschienen am 16.03.2015
Ishmael's Oranges

Ishmael's Oranges

 (1)
Erschienen am 17.03.2015

Neue Rezensionen zu Claire Hajaj

Neu

Rezension zu "Ismaels Orangen" von Claire Hajaj

leider komplett verworren geschrieben
Petra54vor 16 Tagen

Ein wunderschöner Einband mit malerischem Titelbild, ein guter Titel und ein interessanter Klappentext, der auf eine spannende Geschichte neugierig macht, garantiert keinen guten Roman. Leider. Der Text ist derart schlecht und konfus erzählt oder übersetzt, dass ich ihn als unlesbar empfand und auf Seite 51 genervt abbrach. Ich bevorzuge klare Aussagen und habe überdies keine Freude an poetischen Umschreibungen.

Da ich in meinem Bücherregal keine optischen Schönheiten, sondern für meinen Geschmack gut geschriebene Texte sammle, werde ich „Ismaels Orangen“ entsorgen.

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Rezension zu "Der Wasserdieb" von Claire Hajaj

Die Umsetzung des Buches konnte mich nicht packen
sommerlesevor 3 Monaten

Claire Hajajs Roman "Der Wasserdieb" erschien bereits 2017 im Blanvalet Verlag.


Der Ingenieur Nick zieht nach dem Tod seines Vaters von England nach Afrika, um dort ein Kinderkrankenhaus zu bauen. Seine Verlobte Kate lässt er in London zurück. Er beginnt eine Affaire, erkennt wie die Bevölkerung unter der Korruption durch den Gouverneur zu leiden hat und baut als gutgemeinte Tat einen Brunnen, was ihm schwerwiegende Probleme einbringt.


Nachdem ich "Ismaels Orangen" gern gelesen habe, wollte ich dieses Buch unbedingt lesen. Die Inhaltsangabe ist vielversprechend und die Thematik mit Brunnenbau in Afrika hat mich interessiert.
Doch bei diesem Roman habe ich lange gebraucht und musste mich regelrecht zum Weiterlesen zwingen.


Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven beleuchtet, was für einen tiefen Einblick sorgen könnte. Einmal erzählt der Engländer Nick, dann wieder Jojo, der Sohn der Gastfamilie. Seine Sichtweise ist mir ziemlich fremd geblieben und es war auch nicht immer deutlich, wer gerade den Erzählton angibt.

Nick ist ein junger Mann, der von Schuldgefühlen geplagt wird, doch kaum in Afrika angekommen, stürzt er sich in eine Affaire, was weitere Gewissensbisse nach sich zieht. Außerdem glaubt er, die Korruption mit eigenem Handeln unterbinden zu können, doch das ist eine naive Einstellung und eine falsche Entscheidung. Sein eher unüberlegtes Handeln bringt ihm Schwierigkeiten, für die ich nur wenig Verständnis habe und deshalb konnte ich auch nicht mit ihm mitfühlen.

Die eigentliche Handlung ist in diesem Roman schwer zu verfolgen, denn viele überflüssige Szenen sorgen für eine Ablenkung von den wesentlichen und wichtigen Dingen im Plot.

Dabei hätte die Idee, die hinter dieser Story steckt, durchaus hochbrisantes Material für einen packenden Roman bereitgehalten. Wasserknappheit und Brunnenbau, ein neues Krankenhaus für afrikanische Kinder, hier glaubt man, von Hilfsprojekten zu erfahren, was aber nur unwesentlich stattfindet. Ich habe nicht einmal herausgefunden, in welchem Land Afrikas wir uns befinden und damit fehlt mir auch jede Orientierung für die Charaktere und Vorgänge.


Wie schwer es die Afrikaner in ihren Ländern haben, gegen die Korruption anzugehen, weiß man und liest es auch in diesem Buch.
Die Probleme afrikanischer Länder im Bereich Wasserversorgung, Unterversorgung von Krankenhäusern und unzureichendem Gesundheitswesen beschreibt die Autorin realistisch. Und dennoch gab es viele langatmige und unverständliche Vorgänge, die mich abgelenkt haben und mit den Protagonisten konnte ich ebenfalls nicht viel anfangen. Bei der Beschreibung von Religion zeigt sich deutlich die tiefe Verwurzelung der Afrikaner in ihren Geisterkult.


Trotz der interessanten und aktuellen Probleme, die den afrikanischen Kontinent betreffen, konnte mich die Umsetzung dieses Buches nicht überzeugen und mitnehmen. Einige Längen und unverständliche Szenen haben es mir sehr schwer gemacht, am Ball zu bleiben und das Buch ohne große Pausen zu lesen.

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Rezension zu "Der Duft von bitteren Orangen" von Claire Hajaj

Gebrochene Versprechen
Barbara62vor 3 Monaten

Salim Al-Ismaeli und Judith Gold stammen aus zwei entgegengesetzten Welten und doch ist es 1967 in London Liebe auf den ersten Blick. Salim hat als Kind nach dem Abzug der Briten sein geliebtes Zuhause, das Orangenhaus mit den Plantagen in Jaffa, an die israelischen Besatzer verloren, kurz darauf hat die Mutter die Familie verlassen und nur den jüngsten Bruder mit in den Libanon genommen. Dank der Hilfe seiner Stiefschwester und seines Schwagers schaffte es Salim nach London und ist unter großen finanziellen Anstrengungen dabei, sein Wirtschaftsstudium erfolgreich abzuschließen. Judith dagegen ist Jüdin, Enkelin aus dem russischen Zarenreich vertriebener Juden, und studiert im ersten Semester Literatur. Obwohl ihre Verbindung in beiden Familien auf grundlegende Ablehnung stößt, sind Judith und Salim sich einig, dass Religion für sie keine Rolle spielen soll. Zunächst scheinen sie einander genug zu sein und die Geburt der Zwillinge Sophie und Marc schweißt sie zusammen. Doch Salims Sucht nach Anerkennung, sein Minderwertigkeitskomplexe, die zunehmenden Unstimmigkeit in Erziehungsfragen, die Radikalisierung seines Bruders, sein Neid auf Judith, die zu den „Siegern“ gehört, und die Nachrichten über kriegerische Auseinandersetzungen im arabischen Raum bringen die Beziehung immer mehr ins Wanken – bis es schließlich zum Äußersten kommt…

Der politische Hintergrund des streng chronologisch erzählten Romans "Der Duft von bitteren Orangen" ist überaus spannend. Die Autorin Claire Hajaj, die selbst in London geboren wurde und sowohl mit der jüdischen wie mit der palästinensischen Kultur aufwuchs, urteilt nicht über ihre Figuren. Ein Nachwort mit den wichtigsten Stationen des Konflikts wäre allerdings für mich hilfreich gewesen. Die wachsende Wut Salims, sein zunehmendes Zurückschauen und die Instrumentalisierung durch seinen Bruder sind sehr gut herausgearbeitet. Allerdings hätte ich mir gewünscht, die Handlung wäre weniger gefühlvoll und melodramatisch aufbereitet gewesen, denn die gut durchdachte Dramaturgie der Geschichte hat diese wiederholte Betonung von Tränen und Verzweiflung gar nicht nötig. Wie schon bei Kristin Hannahs "Die Nachtigall" hatte ich mit dieser leichten und melodramatischen Erzählweise und der einfachen Sprache meine Probleme, auch wenn mir das Setting gut gefallen hat. Trotzdem:  Wer einen spannenden, emotionalen und einfach zu lesenden Unterhaltungsroman vor dem Hintergrund des unlösbar scheinenden jüdisch-arabischen Konflikts sucht, der wird ihn hier finden.

http://xn--mit-bchern-um-die-welt-wlc.de/claire-hajaj-der-duft-von-bitteren-orangen/

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