Der Wasserdieb

von Claire Hajaj 
2,6 Sterne bei5 Bewertungen
Der Wasserdieb
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Ariettas avatar

Eine Geschichte um Machtkampf und Kourptheit

Engel1974s avatar

verwirrend, langatmig und zäh mit Protagonisten über die man nur den Kopfschütteln kann

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Inhaltsangabe zu "Der Wasserdieb"

Er kam, um zu helfen, doch zwischen Hoffnung, Liebe und Verrat verließ er den Weg der Gerechten ...

Nach dem Tod seines Vaters, eines Arztes, der ihn stets ermahnte, etwas Sinnvolles zu tun, geht der englische Ingenieur Nick nach Afrika, um dort ein Kinderkrankenhaus zu bauen. Doch nach kurzer Euphorie gerät er zwischen alle Fronten. Er verliebt sich in Margaret, die Frau seines Gastgebers. Ihre Affäre droht nicht nur, das Glück einer ganzen Familie zu zerstören – sondern auch die Zukunft des jungen JoJo, der zu Nick wie zu einem Helden aufschaut. Darüber hinaus erkennt Nick, dass sein Arbeitgeber, der Gouverneur, korrupt ist. Er will aber nicht mehr tatenlos zusehen, wie die Bevölkerung von teuren Wasserlieferungen abhängig ist, obwohl ein einfacher Brunnen alle retten könnte. Er entwendet Geld und macht sich an die Arbeit. Eine wohlgemeinte Tat, die schwerwiegende Folgen für ihn hat – und für alle, die er liebt …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783764506346
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:512 Seiten
Verlag:Blanvalet
Erscheinungsdatum:16.10.2017

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    tootsy3000s avatar
    tootsy3000vor 10 Monaten
    Kein Page turner aber eine gute Geschichte

    An den Debütroman “Ismaels Orangen” kann ich mich noch gut erinnern. Dieses Aufeinandertreffen unterschiedlicher Kulturen und Religionen und wie die Menschen damit umgehen im positiven wie im negativen Sinne. Die Autorin wuchs auch zwischen zwei Kulturen auf. Ihr Vater ist Palästinenser,  ihre Mutter Jüdin. Auch in  “Der Wasserdieb” hat sie unterschiedliche Kulturen und Religionen eingebaut.

    Nicholas gehört für mich zu dem Menschenschlag, der mit sich noch nicht recht im Reinen ist. Mit seinen knapp 30 Jahren ist er dafür auch noch etwas zu jung. Er ist erfolgreich in seinem Beruf als Ingenieur, will sich aber in Afrika beweisen. Für sich oder doch mehr für seinen verstorbenen Vater, das konnte ich nicht hundert Prozentig herauslesen. Ein bisschen von beidem wahrscheinlich. Mit Land und Leuten scheint er sich im Vorfeld nicht wirklich befasst zu haben. Sein Gastgeber Dr. Ahmed und seine Familie empfangen ihn mit offenen Armen. Das Margret, die junge schöne Frau, die Ehefrau des alten Arztes ist, scheint ihn regelrecht zu schockieren. Anders als gedacht, ist ihre Ehe aber nicht arrangiert. Dr. Ahmed hat Margret vielmehr gerettet um ihr ein freies Leben zu ermöglichen. Für ihn hat sie die Religion gewechselt. Trotzdem muss sie kein unterwürfiges Leben leben, ist frei in ihrem Tun und ihren Taten. Jojo, der Sohn, ist von Nick begeistert. Auch Nick schließt den Jungen gleich in sein Herz,  nimmt ihn unter seine Fittiche und bringt ihm viel bei. Entfacht aber auch ein Feuer in dem Kind, das durch sein unüberlegtes und egoistisches Handeln ausgelöst wurde.  Nicks Taten kann man durchaus nachvollziehen, er will einfach nur helfen. Ist aber auch sehr naiv was die Menschen, besonders jene die die Macht haben, anbelangt. Er glaubt tatsächlich daran, dass sich alles zum Guten wenden wird, obwohl die Zeichen schon deutlich anders stehen.

     Mein Fazit:

    Als Leser taucht man bereits zu Beginn in das Ende der Geschichte ein. Es liegt eine flirrende Spannung in dieser Szene, die man sich gut vor Augen führen kann. Nach und nach werden die Geschehnisse aus Nicks und aus Jojos Sicht über mehrere Monate geschildert. Es beginnt recht ruhig, vieles ist vorhersehbar, besonders die Entwicklung von Nick und Margret zueinander. Dr. Ahmed mit seiner Gelassenheit und seinen Lebensweisheiten fand ich als Ruhepol wunderbar dargestellt.

    Auch wenn die Geschichte eher ruhig begann und der Verlauf vorhersehbar war, machte die Spannung am Ende alles wieder wett. Definitiv kein Page Turner, aber doch ganz passabel am Schluss. Eine Geschichte über Liebe, über Macht und Manipulation, über gute Taten, über falsche Entscheidungen und welche Steine damit ins Rollen gebracht werden können.

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    Ariettas avatar
    Ariettavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine Geschichte um Machtkampf und Kourptheit
    Der Wasserdieb

    Die Autorin Claire Haja, konnte mich mit ihrem Roman nicht begeistern, er lies so manches zu Wünschen übrig. Ich hätte es schön gefunden wenn sie die Gegend und den Ort in Afrika namentlich benannt hätte, so blieb alles sehr Anoym. Wenn ich an ihr Debüt Roman, Ismaels Orangen denke, ein Buch das einem von Anfang bis zum Ende fesselte, so hätte dieser Romane ziemlich viele Längen aufzuweisen. Ihre Figuren blieben für mich blass und unpersönlich, außer Jojo den Jungen der Nick anhimmelte, und von ihm enttäuscht wurde. Schade um diese Geschichte, die so zuversichtlich klang, allein der schöne Cover und die Leseprobe hätte es mir angetan. Deshalb gebe ich dem Buch zwei Sterne, den die Autorin hat ja auch Arbeit darin investiert, nur war ihr Händchen diesmal nicht so glücklich. Es geht um den englischen Bauingenieur Nick, der nach dem Tod seines Vaters und kurz vor der geplanten Hochzeit für ein Sabatjahr nach Afrika geht, um dort mitzuhelfen ein Kinderkrankenhaus zu bauen. Ich fand das ganze als eine Flucht vor der Ehe, vielleicht Torschusspanik. Als er irgendwo in Afrika landet, ist er auf einem Dorf bei einer Arztfamilie untergebracht. Er versteht sich gut mit ihnen, besonders dem kleinen Jojo den Sohn, er himmelt Nick gerade so an. Ein Mensch aus einer anderen modernen und Fortschrittlichen Welt. Da ist noch Margaret die Mutter von Jojo und die Frau des Arztes, mit der er ein Verhältnis anfängt. Es sich mit Jojo verscherzt, der sich immer mehr von ihm zurückzieht. Das alles fand ich sehr blauäugig, auch wie er sich mit der Zeit mit dem koruppten Gouverneur anlegt, das war mehr als sehr Naiv von Nick. Kein Wunder das er den Zorn damit auf sich zog, besonders mit dem auf eigene Faust gebauten Brunnen , den bis jetzt bekam das Dorf für teueres Geld das Wasser geliefert. Da er mit seinem unüberlegten Handeln das ganze Dorf und die Familie in Gefahr bringt, war schon sehr unüberlegt. Den der Gouverneur lässt es auf einen Machtkampf ankommen. Das alles fand ich etwas zu blauäugig und Naiv, für einen studierten Mann aus der westlichen Welt, auch scheint mir Nick sehr in Selbstmitleid zuversinken in Bezug auf seinen Vater und Freund Maid in seinen Erinnerungen.

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    Engel1974s avatar
    Engel1974vor einem Jahr
    Kurzmeinung: verwirrend, langatmig und zäh mit Protagonisten über die man nur den Kopfschütteln kann
    verwirrend, langatmig und zäh mit Protagonisten über die man nur den Kopfschütteln kann

    „Er kam, um zu helfen, doch zwischen Hoffnung. Liebe und Verrat verließ er den Weg der Gerechten“

    „Der Wasserdieb“ ist ein Roman aus der Feder der 1973 in London geborenen Autorin Claire Hajaja.

    Um was geht es?

    Nick ist Ingenieur in England, dem es nach dem Tod seines Vaters nach Afrika zieht, um dort ein Kinderkrankenhaus zu bauen. Dabei lässt er in London seine Verlobte zurück.

    In Afrika angekommen stürzt er sich voller Eifer in die Arbeit, stellt aber bald fest, dass sein Auftraggeber korrupt ist und die Dorfbevölkerung darunter zu leiden hat. Nick trifft eine Entscheidung, mit der er zwar eine wohlgemeinte Tat begeht, die allerdings schwerwiegende Folgen, nicht nur für ihn haben soll.

    Meinung:

    Als erstes möchte ich hier das sehr schön gestaltete Cover und die schöne Aufmachung des Hardcoverbuches, versehen mit einem Lesebändchen erwähnen, all dies ist sehr ansprechend und gefällt mir gut.

    Leider ist dies auch alles, was ich am Ender der Lektüre an diesem Roman toll fand. Der Klapptext klang so interessant und vielversprechend und deutete auf einen bewegenden Roman hin. Dier Ernüchterung kam jedoch sehr schnell und ich muss sagen, schon lange habe ich mich mit einem Roman wie diesem hier so schwer getan. Ich musste mich regelrecht zum zu Ende lesen zwingen. Beginnen will ich allerdings am Anfang, erzählt wird aus der Sichtweise zweier Personen, einmal aus der von Nick und einmal von jemand aus der Dorfbevölkerung. Und schon hier beginnt das Chaos, die Übergänge sind fließend, es ist also auf den ersten Blick nicht ersichtlich, wer nun erzählt, beim Lesen ist man so natürlich erst einmal irritiert, geht wieder einige Sätze zurück um nicht den Faden zu verlieren.

    Dann die Handlung, die sich lang zieht wie ein Kaugummi, viele überflüssige Szenen beschreibt und es überhaupt nicht vermag den Leser mitzunehmen. Im Gegenteil, von Seite zu Seite wird es schwieriger sich zu konzentrieren, immer wieder schweifen die Gedanken ab und es fällt schwer den Faden nicht zu verlieren. All dies sollte bei einem guten Roman nicht der Fall sein.

    Die Idee zu diesem Roman muss man allerdings sagen ist hervorragend und hätte eine vielversprechende, spannende Story werden können, doch leider hat die Autorin hier all ihr Potential verschenkt. Selbst die Protagonisten vermochten es nicht mich zu überzeugen, stellenweise haben sich mich mit ihrem Verhalten verärgert uns zum Kopfschütteln gebracht.

    Wie soll man nun einen solchen Roman bewerten? Einem Roman, bei dem man sich am Ende ärgert ihn gelesen zu haben und seine Zeit dafür verschwendet hat? Einen Roman, bei dem das Potential nicht einmal im Anfang ausgeschöpft wurde? Hier tue ich mich wirklich schwer und ich habe lange überlegt. Da mich das Cover und die Aufmachung des Buches allerdings angesprochen haben vergebe ich hierfür insgesamt einen Stern.

    Fazit: auf den ersten Blick interessant und vielversprechend, später verwirrend, langatmig und zäh mit Protagonisten über die man nur den Kopfschütteln kann

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    TochterAlices avatar
    TochterAlicevor einem Jahr
    Afrikanisches Drama

    Ingenieur Nick zieht es aus England nach Afrika, wo er mit dem Bau eines Krankenhauses Gutes tun will. Dabei kommen ihm nicht nur die Umstände, sondern auch die Gefühle zu einer bereits vergebenen Frau, die zu allem Unglück auch noch erwidert werden, in die Quere. Und so nimmt ein Drama seinen Lauf...

    Mein Fazit: der Wasserdieb hat auch mich beraubt - so empfinde ich es jedenfalls  und zwar hat er sich meiner Zeit habhaft gemacht. Ja, ich empfinde die Lesezeit leider als gestohlene Zeit, da ich mich ziemlich durch das Buch quälen musste und so gar keinen Lesespaß hatte! Dabei ist es nicht einmal schlecht geschrieben, doch aus meiner Sicht zieht es sich, die Geschichte entwickelt sich ausgesprochen schleppend. Daher habe ich mir auch immer wieder mal eine Lesepause "gegönnt", wodurch mir der rote Faden so ziemlich verloren ging.

    Also leider Daumen runter für die Geschichte von Nick, der im Nahen Osten helfen will und dabei die Liebe entdeckt, leider eine fatale. Ich habe mich ziemlich gelangweilt und werde nach dieser Erfahrung sicher nicht mehr zu einem Roman von Claire Hajaj greifen, auch wenn es gut sein kann, dass ich dadurch mit "Ismaels Orangen", das ja wesentlich positiver bewertet wurde, etwas verpasse.

    Vielleicht hängt das damit zusammen, dass die Autorin, die ja selbst durch jüdische und palästinensische Wurzeln Nahost-Erfahrung hat, hier mit Afrika (ein Land wird nicht näher angegeben) in Gegenden wildert, die ihr selbst fremd bzw. fern geblieben sind. Ich jedenfalls empfinde es so, als ob Claire Hajaj selbst nicht mit ganzem Herzen dabei war, als sie dieses Buch schrieb! Dadurch, dass die Orte, das Land, anonym bleiben, wird auch nicht richtig ein Bezug, eine Beziehung zur Region hergestellt, so empfinde ich es jedenfalls.

    Es ist auch nicht nur der fehlende Bezug zum Raum, auch hinsichtlich der Zeit fehlt mir die Orientierung - ist es die Gegenwart oder liegt das Geschehen in der Vergangenheit? Ich würde auf Ersteres tippen, bin mir aber nicht sicher.

    Ich finde, dieses Buch kann man sich ohne Weiteres sparen: nach der Lektüre bin ich ebenso schlau wie zuvor. Keine Leseempfehlung also von mir.

    Kommentare: 2
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    Angel10vor 7 Monaten

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