Claire Hajaj Ismaels Orangen

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Inhaltsangabe zu „Ismaels Orangen“ von Claire Hajaj

Kann Liebe wachen, wo Hass gesät wird? Jaffa, April 1948. Der siebenjährige Salim Al-Ismaeli, Sohn eines palästinensischen Orangenzüchters, freut sich darauf, die ersten Früchte des Orangenbaums zu ernten, der zu seiner Geburt gepflanzt wurde. Doch der Krieg bricht aus und treibt die ganze Familie in die Flucht. Von nun an hat Salim nur noch einen Traum: Eines Tages zu seinem Baum zurückzukehren und im Land seiner Väter zu leben. Zur selben Zeit wächst Judith als Tochter von Holocaust-Überlebenden in England auf – und sehnt sich danach, irgendwann ein normales und glückliches Leben führen zu dürfen. Als Salim und Judith sich im London der Sechzigerjahre begegnen und ineinander verlieben, nimmt das Schicksal seinen Lauf und stellt ihre Liebe auf eine harte Probe …

Sehr eindringliche, bildhafte Umsetzung des Konflikts zwischen Juden und Arabern. Kann eine Liebe gegen alle Widerstände bestehen?

— black_horse
black_horse

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  • poetische Geschichte über eine unmögliche Liebe

    Ismaels Orangen
    Stoneheaven

    Stoneheaven

    06. September 2016 um 21:12

    Das ist eine sehr poetische Geschichte über eine große Liebe unter denkbar schlechten Voraussetzungen . Eine Ehe unter feindlichem Dauerfeuer sozusagen. Es wird  deutlich wie und warum Rachegedanken entstehen können ohne das zu entschuldigen.Am Beispiel der Auseinandersetzung zwischen Israel und Palästina erzählt die Autorin nachvollziehbar wie Politik eine Beziehung vergiftet obwohl sich alle viel Mühe geben . Leidtragende sind ,wie meistens , die Kinder .Ich fand es sehr traurig ,zum Schluss fast ein bisschen übertieben wehmütig .Leider kein Happy -End ,aber wie  sollte das auch möglich sein .

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  • Liebe gegen alle Vernunft

    Ismaels Orangen
    black_horse

    black_horse

    22. April 2016 um 11:37

    Eine Liebe zwischen einer Jüdin und einem Araber in den 1960er Jahren. Der junge Salim kommt nach England, nachdem seine Familie aus Palästina vertrieben wurde. Sie musste den Orangenhain zurücklassen und ganz neu anfangen.Dort trifft er auf die Jüdin Judith, die es als Kind von Holocaust-Überlebende oft nicht einfach hat. Entgegen aller Widerstände stehen die beiden zu ihrer Liebe, heiraten und bekommen Zwillinge mit denen sie nach Kuweit ziehen.Obwohl die beiden alle Konventionen über Bord geworfen haben, merken sie, dass es nicht möglich ist, sich von ihrer Herkunft zu lösen. Die Spannungen zwischen Israel und Palästina dauern an und gerade bei der Erziehung der Kinder sind die unterschiedlichen Vorstellungen von Mutter und Vater schwer vereinbar. Kann die Liebe alle Konflikte überstehen? Wie kommen die Kinder damit zurecht, zwischen zwei Stühlen aufzuwachsen?Es ist mir am Anfang etwas schwer gefallen, mich in die Geschichte einzuhören. Aber ca. ab der Mitte des Hörbuches war ich absolut gefesselt. Als Mutter habe ich extrem mitgefühlt in diesem innerfamiliären "Krieg", der von äußerlichen Konflikten mitten in die Familie hereingetragen wird. Salims Gefühl, nie gut genug zu sein, nur weil er Araber ist. Der Kampf um die Wurzeln, symbolisiert durch den Orangenhain,, der im Hintergrund schwelt. Die Kinder, auf deren Rücken die Differenzen abgeladen werden.Dieses Hörbuch, das wohl auch auf Erinnerung an die Kindheit der Autorin - ihre Eltern waren ein Paar wie Salim und Judith - beruht, hat mir den Krieg zwischen Israel und Palästina auf eine persönliche Art näher gebracht. Ein sehr empfehlenswerter, berührender Roman, nicht nur für Liebhaber von Büchern mit politischem Hintergrund. Dieser bleibt durch die sehr persönlichen Einblicke in die Familie im Hintergrund, liefert aber eine Basis zum Verständnis der Zerrissenheit.

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