Claire Keegan Das dritte Licht

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Inhaltsangabe zu „Das dritte Licht“ von Claire Keegan

An einem heißen Sommertag, gleich nach der Frühmesse, liefert ein Vater seine kleine Tochter bei entfernten Verwandten auf einer Farm im tiefsten Wexford ab. Seine Frau ist schon wieder schwanger, noch ein Maul wird zu stopfen sein. Sollen die kinderlosen Kinsellas die Kleine also ruhig so lange dabehalten, wie sie wollen … So findet sich das Mädchen an einem seltsam fremden Ort wieder: Hier gibt es einen Brunnen, der nie austrocknet, Milch und Rhabarber und Zuwendung im Überfluss. Hier gibt es aber auch ein trauriges Geheimnis, das einen Schatten auf die leuchtend leichten Tage wirft, auf diesen einen glücklichen Sommer, in dem das Mädchen lernt, was Familie bedeuten kann. Das dritte Licht ist eine kleine, große Geschichte darüber, was ein Kind zum Leben braucht.

Schöne Erzählung - leise, andeutend, herzzerreißend !

— BLINDI
BLINDI

Ein kleines Juwel für echte Literaturfans.

— Nil
Nil

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  • Ein gelungenes, ein großes Stück Prosa, das in seiner zarten Schönheit und Poesie lange nachwirkt

    Das dritte Licht
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    20. January 2014 um 11:05

        Kaum hat man diese schöne und berührende Erzählung begonnen, ist man auch schon wieder an ihr Ende gekommen. Gerne hätte man den Erzählungen des namenslosen Mädchens weiter gelauscht, die ihre Erlebnisse und Erfahrungen eines Sommers beschreibt, den sie bei ihren Verwandten in Irland verlebt.   Die Geschichte wird im Präsens erzählt und sie  beginnt an dem Tag, als das Mädchen zu den Verwandten auf eine Farm in Wexford gebracht wird. Sie belauscht ein Gespräch ihrer Eltern,  aus dem hervorgeht, dass die ganz froh sind, die älteste Tochter bis zum Beginn der Schule bei den Verwandten unterbringen zu können.  Es sind die achtziger Jahre, die IRA- Häftlinge sind im Hungerstreik. Doch all das ist nicht wichtig. Wichtig ist und wohl für das weitere Leben de Mädchens prägend, dass es dort auf der Farm unbeschwerte und leichte Tage verlebt, mit einem Verwandten, der ihr wird wie ein Vater, mit dem sie zusammenarbeitet und durch den sie vor allen Dingen erlebt und erfährt, dass es auch andere Formen des Familien- und Zusammenlebens gibt als die, die sie von zu Hause kennt.   Sie entdeckt in dieser schönen Zeit so etwas wie die Anfänge ihrer eigenen Identität und sie lernt, mit dem großen Reichtum der Sprache und ihrer Ausdrucksmöglichkeiten zu spielen.   Ein gelungenes, ein großes Stück Prosa, das in seiner zarten Schönheit und Poesie noch lange nachwirkt.        

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  • Ein kleines Juwel für echte Literaturfans.

    Das dritte Licht
    Nil

    Nil

    17. October 2013 um 17:05

    Das dritte Licht (im Orignal „Foster“) von Claire Keegan ist eine leise, kleine und feine Erzählung die im irischen Bauernmilieu spielt. Es geht vorrangig um ein kleines Mädchen, dass von den eigenen Eltern an ein anderes Paar über den Sommer abgegeben wird, da ihre Mutter ein weiteres Mal schwanger ist und sie weder die Kraft haben noch das nötige Geld für Essen um sie mit durchzubringen. Viel geschieht nicht auf den genau 100 Seiten des sehr schön gestalteten Bändchens aus dem Steidl Verlag, dafür hat es eine enorme Kraft und Intensität. Toll übersetzt von Hans-Christian Oeser. Fazit: Ein kleines Juwel für echte Literaturfans.

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  • Einfach nur großartig!

    Das dritte Licht
    engel1982

    engel1982

    18. July 2013 um 10:50

    Ohne schmalzige Sprache verwenden zu müssen, schafft es Claire Keegan die tiefsten Gefühle beim Leser zu erwecken.

  • Kindheit ohne Liebe

    Das dritte Licht
    Elfenblume

    Elfenblume

    16. June 2013 um 12:59

    Die Erzählung "Das dritte Licht" ist mir gestern in einer kleinen Buchhandlung aufgefallen, ich konnte mich nicht entziehen und nahm es in die Hand, las ein paar Zeilen im Buch und kaufte es. Es handelt von einem Mädchen, das in einer Familie aufwächst, in der es schon zu viele Kinder gibt, der Vater ist Trinker, die Mutter überfordert und wieder schwanger. Liebe und Geborgenheit kennt das Mädchen nicht, es ist schmutzig und verwahrlost und niemand achtet auf sie. Sie kennt es nicht anders, bis sie eines Tages von ihrem Vater mit dem Wagen zu weit entfernt lebenden Verwandten auf einer kleinen Farm abgesetzt wird. Dort soll sie erst mal bleiben. Es mutet gefühllos an, wie die Tochter wie ein Möbelstück ohne Erklärung einfach irgendwo hingefahren wird, so als würde man einen kleinen Hund aussetzen. Sie weiß nicht, wer die Menschen sind, was sie erwartet, sie ist ängstlich und still. Das Ehepaar Kinsella hat vor einigen Jahren ein Kind verloren, einen Jungen.  Gerne nehmen sie das Kind auf. Das kleine Mädchen erkennt, wie lieblos es bisher gelebt hat und wie sich Geborgenheit anfühlt, sie lernt ein ganz normales Leben kennen, mit einer Kindheit, mit Aufgaben, die es zu erledigen gibt, Nähe zu Menschen, die sie mögen und sie einbeziehen in ihr Miteinander, sie verliert ihre Scheu und ihre Ängste, sie lebt ein völlig neues Leben, geborgen in einer liebevollen Umgebung und gut aufgehoben, es wird einem richtig warm ums Herz.... bis zu dem Tag, an dem sie wieder nach Hause soll.... eine traurige und zugleich warmherzige Erzählung, die Mut macht. Der Autorin gelingt es mit einfachen Worten, ohne komplizierte Dialoge, die Einfachheit des Lebens zu beschreiben, wenn man in einer liebevollen Umgebung aufwächst und dass es nie zu spät ist, neue Erfahrungen zu machen... 

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