Claire Kells

 4.7 Sterne bei 13 Bewertungen

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Die Oberfläche des Glücks

Die Oberfläche des Glücks

 (13)
Erschienen am 14.07.2016
Girl Underwater

Girl Underwater

 (0)
Erschienen am 27.05.2015

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katha_dbnos avatar

Rezension zu "Die Oberfläche des Glücks" von Claire Kells

Hätte mehr Aufmerksamkeit verdient
katha_dbnovor 4 Monaten

Der Einstieg in die Geschichte ist mir unglaublich leicht gefallen: zum einen aufgrund des Schreibstils, der meinen ganz persönlichen Geschmack getroffen hat, zum anderen aufgrund der Protagonistin Avery, zu der ich auf Anhieb einen Draht hatte. Sie ist nicht der Typ für pubertäre Dramatik oder fürs Luftschlösserbauen, eher die Sorte "Wir sind hier nicht bei Wünsch dir was, sondern bei So isses". Genau das hat sich auch während des Flugzeugabsturzes bzw. unmittelbar danach ausgezahlt. Sie hat zwar Angst gehabt, hat sich oftmals ratlos gefühlt, aber sie hat sich zusammengerissen, von Moment zu Moment gelebt und das beste aus der Situation gemacht. Diese Eigenschaften habe ich an ihr sehr gemocht, weshalb mich ihr innerer Kampf auch nicht kalt gelassen hat.
Die Entscheidung, die Geschichte nicht chronologisch zu erzählen, war prinzipiell eine gute Lösung, hatte aber auch seine Tücken. Ich mochte den Wechsel zwischen dem gegenwärtigen Geschehen und der Rückblende zum traumatischen Flugzeugabsturz bzw. den Ereignissen danach. Dadurch war die Frage, ob sie überleben, von Anfang an vom Tisch und man musste nicht befürchten, dass man am Ende einen herben Verlust zu verkraften hat. Mich hat das sehr beruhigt. Stattdessen stand ständig die Frage im Raum, was denn nun auf der Insel passiert ist. Genau das hat für mich während des Lesens den Reiz ausgemacht. Allerdings (und das ist der Knackpunkt) war die Auflösung selbst nicht so spektakulär, wie man aufgrund von Averys Schweigen vielleicht vermutet hätte. Das war für mich letztlich das Zünglein an der Waage, warum ich nicht restlos begeistert vom Buch begeistert war. Die Struktur hat zwar neugierig auf den Ursprung, das Davor, gemacht. Da aber der Knalleffekt mit dem Flugzeugabsturz schon von Anfang an bekannt war und sich letzten Endes auch als der einzige erwiesen hat, hat man retrospektiv das Gefühl, als wäre die Story danach etwas unaufgeregt vor sich hingeplätschert.
Neben der Verarbeitung der Katastrophe gibt es noch einen zweiten thematischen Schwerpunkt: das Liebesdreieck zwischen Avery, Colin und Lee. Man mag sich jetzt vielleicht fragen, ob das denn wirklich nötig gewesen wäre. Höchstwahrscheinlich war es das nicht. Es hat der Geschichte allerdings auch nicht direkt geschadet. Da die Autorin teilweise auch zurück zum Kennenlernen von Avery, Colin und Lee springt, kann man ihre Entwicklung mitverfolgen. Dadurch war es für mich einfacher, ein Gefühl für die drei als Individuen zu entwickeln und mir ein Bild von dieser unglücklichen Dreiecksgeschichte zu machen. Klischees sind zwar auch hier vorhanden, aber nicht in einem Umfang, dass sie mich gestört hätten. Zumal sich Lee auch nicht als "der Böse" entpuppt hat, wie das in den meisten Fällen ja ist und durchaus ein paar glanzvolle Momente hatte. Es war auch nicht sonderlich schwer, Sympathien für Colin zu entwickeln: Er ist ein Sonnyboy durch und durch, noch dazu höflich, rücksichts- und aufopferungsvoll und selbst in schwierigen Situationen positiv denkend. Und natürlich sieht er klasse aus (für mich persönlich war das schon wieder zu viel des Guten, aber sei´s drum). Dadurch konnte ich gut nachvollziehen, warum Avery zwischen den beiden hin- und hergerissen war. Ich bin auch sehr froh gewesen, dass die Autorin einem die übertriebene Melodramatik einer pubertären Lovestory erspart hat. Ich hatte zumindest das Gefühl, dass die drei doch etwas erwachsener mit dem Problem umgegangen sind.

Mein Fazit

"Die Oberfläche des Glücks" hat die meisten meiner Erwartungen erfüllt, aber letztlich nicht alle. Claire Kells bringt das Bedrückende, die Ernsthaftigkeit, der Thematik gut rüber, ohne den Leser zu erdrücken. Die unchronologische Ereigniswiedergabe sorgt für Dynamik, hat aber retrospektiv einen Schönheitsfehler: der Höhepunkt steht am Anfang und bekommt kein entsprechendes Pendant zum Schluss. Mich persönlich hat das etwas unbefriedigt zurückgelassen.

Rezension auf Buntes Tintenfässchen

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Ellysetta_Rains avatar

Rezension zu "Die Oberfläche des Glücks" von Claire Kells

Berührender Roman
Ellysetta_Rainvor 9 Monaten

Sehr berührender Roman, der mir noch lange im Gedächtnis bleiben wird. Absolute Leseempfehlung für alle die einen etwas anderen New-Adult-Roman lesen möchten.

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LESETANTE_CAROs avatar

Rezension zu "Die Oberfläche des Glücks" von Claire Kells

Lest dieses Buch! Es ist einfach wundervoll!
LESETANTE_CAROvor 10 Monaten

Ich habe ein Herz für Bücher, die in der Masse der alljährlichen Neuerscheinungen etwas untergehen. So hat es auch Claire Kells Buch “Die Oberfläche des Glücks” erwischt. Die Rezensionen beim “großen A” oder auch bei Lovelybooks kann man an einer Hand abzählen. Dafür sind sie durchweg positiv und in diesem Fall kann ich mich den Meinungen der Leser nur anschließen. Dieses Buch ist nämlich viel mehr als es die Oberfläche wiederzuspiegeln scheint.

Avery und Colin sind beide im selben Schwimmteam auf dem College. Das Wasser ist ihr Element und ihr Traum vom Profisport in nicht allzu weiter Ferne. Bei einem Flug auf dem Weg nach Hause geschieht das Unmögliche: Das Flugzeug stürzt ab! Als eine der wenigen Überlebenden müssen die beiden nicht nur sich selbst in den Rocky Mountains versorgen, sondern auch drei Kinder, deren Familien am Bergmassiv starben. Und wenn beide glaubten, dass das Überleben in der eisigen Luft des Gebirges schon die Hölle ist, ist da der Alltag in dem beide und besonders Avery nicht mehr so richtig Fuß fassen wollen. Die Erlebnisse können und wollen nicht vergessen werden. Auch Colin ist ein Geist, der Avery nicht mehr aus den Gedanken geht. Schafft sie es, sich zu retten?

Claire Kells hat mit “Die Oberfläche des Glücks” ein fesselndes und sehr berührendes Buch geschrieben. Wenn man sich das Cover anschaut, mag man den Inhalt und die Tiefe so gar nicht erwarten. Jedenfalls ging es mir so. Zunächst scheint es wie einer der vielen typischen College-Liebesgeschichten. Stilles, unscheinbares Mädchen verguckt sich in den Top-Schwimmstar. Ein Ereignis bringt sie näher als sie je erwartet hätten und so weiter und so fort. Aber in diesem Buch steckt so viel.

Es ist sehr emotional, da der Absturz quasi live miterlebt wird. Der Verlust der Freunde, die Kinder, die plötzlich ohne Familien da stehen… Alles wird gut dargestellt und ich konnte mit den Menschen auch sehr gut mitfühlen. Besonders Averys Sicht war sehr verständlich und ihre Ängste während des Absturzes, während sie alle versuchen in den Rockys zu überleben und im Danach konnte ich sehr gut nachvollziehen.

Überhaupt schafft es die Autorin eine enorme Gefühlswelt aufzubauen, die mich völlig mit riss. Averys Zeit nach dem Absturz ist geprägt von Verleugnung. Sie versucht die Tage auf dem Bergmassiv zu vergessen, will einfach so weiterleben, wie es vor dem Absturz war. Aber mit der Zeit versteht sie, dass dies nicht funktioniert. Sie muss sich den Geschehnissen stellen, um ihr Leben DANACH in den Griff zu kriegen.

Was mir sehr gut an diesem Buch gefiel, war der Schreibstil, der dem ein oder anderen vielleicht kurz und abgehackt vorkommen mag. Aber er passt sehr gut zur Handlung und zu Avery. Denn aus ihrer Sicht wird ohne viel Gefühlsduselei, ohne viel Pathos erzählt. Anfangs fand ich das etwas seltsam, aber es gelingt Claire Kells mich ans Buch zu fesseln. Ich hatte die Geschichte schnell durch und musste sie auch erstmal sacken lassen. Sie ist durchaus etwas besonderes und verdient viel mehr Aufmerksamkeit als sie bis heute bekommen hat. Ich wünsche dem Buch, dass es diese bald erlangt. Unter der Oberflläche schimmert viel Spannung, noch mehr Tiefgang und so viel Gefühl, dass es eigentlich nicht sein kann, dass bisher so wenige Menschen diesen Roman gelesen haben. Das muss sich ändern! Ich sage es euch: Lest dieses Buch, damit auch ihr euch auch davon überzeugen könnt, dass es einfach wundervoll ist!

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