Claire LaZebnik Damals dieser Kuss

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Inhaltsangabe zu „Damals dieser Kuss“ von Claire LaZebnik

Perfekte Sommer- und Ferienlektüre. Heute weiß Anna, dass der Kuss damals in der Neunten eine letzte Chance war bevor Finn sich aus dem Staub machte, der schlaksige, zu kurz geratene (und unglaublich nette) Junge, in den sie sich heimlich, still und leise verknallt hatte sehr heimlich sogar, denn nie im Leben hätte Anna vor ihren Freundinnen zugegeben, dass sie mit einem Nerd geht. Doch nun, vier Jahre später, ist Finn plötzlich zurück in L.A.! Der unbeholfene Streber von einst hat sich zum attraktiven Mädchenschwarm gemausert und macht klar, dass er nichts mehr mit ihr zu tun haben will. Anna versucht, sich einzureden, dass Finn ihr egal ist ganz im Gegensatz zu ihren BFFs, die plötzlich Feuer und Flamme sind

Wie kann man diesem Buch weniger als 4 Sterne geben? Ah, tolles Buch, tolle Charaktere, tolle Story. Alles toll! :D

— Stinsome
Stinsome

Ein schönes Buch für zwischendurch mit tollen Charaktern.

— Mondprinzessin
Mondprinzessin

Ein schönes locker, leichtes Buch, dass einige interessante & ungewöhnliche Charaktere hat und einen mit einem guten Gefühl entlässt.

— LubaBo
LubaBo

Eine Geschichte über Freundschaft und erste Beziehungen, leider etwas unausgereift...

— Anruba
Anruba

Nette Liebesgeschichte für zwischendurch, auch wenn sie sehr klischeehafte Charaktere hat.

— ladyan
ladyan

Auch wenn das Ende vorhersehbar ist, ist der Weg dorthin keineswegs prototypisch für das Thema.

— katha_dbno
katha_dbno

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— Marleen21
Marleen21

Ein schönes Zwischendurch-Buch.

— Jennis-Lesewelt
Jennis-Lesewelt

Ganz tolles Buch. Super Feeling. Buchtipp!

— schokigirl
schokigirl

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  • Eine Geschichte über Freundschaft und erste Beziehungen...

    Damals dieser Kuss
    Anruba

    Anruba

    29. September 2015 um 13:18

    Die Geschichte startet mit einem Rückblick in die neunte Klasse. Es gibt einen schnellen Abriss über das, was damals zwischen Anna und Finn vorgefallen ist. So muss der Leser nicht kleinlich rekonstruieren, sondern weiß von Anfang an Bescheid. Anna hat Finn damals abblitzen lassen, weil sie nicht den Mut hatte zu ihren Gefühlen vor ihren Freundinnen zu stehen. Sie war eine typische Mitläuferin und hat sich ihrer Clique untergeordnet. Als Leser möchte man sie dafür hassen, dass sie so feige war, aber ihr tut ihr Verhalten von Anfang an Leid, so dass man Anna mit der Zeit etwas verzeihen kann. Anna erzählt die Geschichte aus ihrer Sicht, aber trotzdem konnte ich keinen richtigen Zugang zu ihr finden. Ihre Gedanken und Entscheidungen blieben mir fremd und sie wirkte bis zum Ende sehr distanziert. Insgesamt blieb sie für eine Hauptfigur einfach zu passiv. Sie hat immer nur zugesehen und alles geschehen lassen. Ich hätte mir mehr Kampfgeist und Durchsetzungsvermögen gewünscht. Eben etwas was sie von den anderen Figuren abhebt. Zwar bekommt sie am Ende ihre Sternstunde und hat "zwei Sekunden" Ruhm, doch dass konnte es dann auch nicht mehr raushauen. Finn mochte ich dagegen wirklich gern. Er taucht nach vier Jahren wieder auf. Er sieht zwar besser aus, ist aber immer noch der freundliche "NERD" von damals geblieben. Das hat mir gut gefallen. Wäre er jetzt ein super oberflächlicher Frauenaufreißer geworden, hätte es nicht zur Geschichte gepasst.  Anna kann nicht glauben, dass plötzlich ihre ganzen Freundinnen auf ihn stehen. Es zeigt aber, dass die ganze Clique insgesamt reifer geworden ist.  Finn freundet sich mit Annas Freundin Lily an und zeigt ihr die kalte Schulter. Sie versuchte ihm ihre Gefühle von damals zu schildern und ihn um Verzeihung zu bitten, aber Finn geht die ganze Zeit gar nicht darauf ein. Das ist mein Hauptkritikpunkt. Denn die Geschichte zwischen Anna und Finn spielt sich eigentlich nur im Hintergrund ab. Es gibt für meinen Geschmack viel zu wenig tolle Momente zwischen den Beiden. Dafür hat sich Lily viel zu sehr in den Vordergrund gespielt. Sie war im Gegensatz zu Anna ein sehr lebhafter Charakter. Obwohl es nicht immer positiv ist, bringt es viel Spannung und Pfeffer in die Story. Im Vordergrund steht die Clique und ihre Unternehmungen, sowie die Vorbereitungen auf das zukünftige Collage. Es wird deutlich unter welchen Stress die Schüler stehen, wenn sie sich für ihre Zukunft entscheiden müssen. Da wird auch mal getrickst und geschleimt, um an gute Connections für ein Collage zu kommen. Unterm Strich geht es in der Clique aber sehr freundschaftlich zu. Es gibt keine Intrigen oder Hinterhältigkeiten. Alle sind nett und freundlich zueinander und fragen sich sogar vorher, ob es ok ist, wenn man zukünftig den EX der Freundin daten möchte. Nebenbei werden noch ein paar Klischees angedeutet, wie Homosexualität oder Rivalität zwischen Geschwistern. Zum Ende schlägt die Autorin sehr ernste Töne an und zeigt was übertriebener Alkoholgenuss und wilde Partys anrichten können. Das versöhnt etwas mit den vorherigen Joints und ihrer Verharmlosung. Sie schafft damit eine elegante Wendung in der Geschichte ohne das jemand wirklich als fies und gemein dargestellt werden muss. Ohne Vorwarnung geraten Finn und Anna plötzlich wieder in den Vordergrund der Story. Das wirkte dann aber sehr gewollt. So als müsste es eben so sein, weil der Klappentext es fordert. Die anderen 300 Seiten liegt der Fokus woanders.  Es werden Probleme zwischen Anna und ihrem Vater angedeutet, aber leider nur oberflächlich abgehandelt. Genauso wie die lesbische Geschichte ihrer Schwester.  Die ganzen Nebensächlichkeiten kamen mir oft wie Lückenfüller vor. Immer in der Hoffnung, dass Anna oder Finn jetzt endlich mal stärker in Aktion treten. In meinen Augen hat die Autorin sehr Potenzial der Story verschenkt. Es waren so viele interessante Ansätze vorhanden, mit denen man fünf andere tolle Bücher schreiben könnte. Doch die Probleme werden nur kurz angedeutet und dann wieder verworfen (z.B. Annas Vater und seine Freundinnen oder Wade und seine Motive, Molly und Freundin + Familie etc.). Alles wird nur irgendwie abgehandelt und fällt etwas fade unter den Tisch. Ich denke, wenn ich vorher gewusst hätte, dass der Fokus des Buches anders ist, hätte mich die Geschichte mehr begeistern können.  Auch an den Schreibstil musste ich mich sehr gewöhnen. Die Geschichte wird in vielen Halbsätzen erzählt. Das sollte wahrscheinlich jugendlich wirken (oder liegt an der Übersetzung?), kam mir allerdings sehr abgehackt vor.  Fazit: Eine bekannte Grundstory wird hier einmal anders erzählt. Die Charaktere sind originell, bleiben aber hinter meinen Erwartungen zurück. Es gibt viele interessante Ansätze. Leider steht die Liebesgeschichte zwischen Finn und Anna einfach zu sehr im Hintergrund. In der Schule würde man wohl sagen: "Leider am Thema vorbei geschrieben". Hätte ich das vielleicht vorher gewusst, hätte mich das Buch etwas mehr begeistern können. So vergebe ich gute drei Sterne. Es bleibt eine schöne Geschichte über Freundschaft und erste Beziehungen.

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  • Damals dieser Kuss *Rezension*

    Damals dieser Kuss
    ladyan

    ladyan

    02. September 2015 um 19:05

    Im Buch geht es um Anna und Finn. Das Buch startet mit einem kurzen Prolog aus der neunten Klasse, in der sich Anna und Finn kennengelernt haben. Finn war damals zu klein für sein Alter, ein Nerd und eher nicht beliebt. Anna dagegen gehörte zu den Beliebten. Trotzdem sind sich die beiden durch eine Fahrgemeinschaft zusammen gekommen. Anna war die Beziehung aber zu peinlich und sie hat sich ein bisschen für Finn geschämt. Nachdem sie ihn beim Schulball zum Tanzen abgewiesen hat, ist die Beziehung auseinander gebrochen und Finn ist zudem auch noch weggezogen. Jetzt ist er wieder zurück und da fängt die Geschichte an. Anna tut es seit Jahren leid, dass es so geendet hat und vermisst Finn seitdem schrecklich. Sie versucht sich bei ihm zu entschuldigen, doch das geht schief. Finn freundet sich mit einer Freundin von Anna an, Lily, der es egal ist, was andere von ihr denken, und die nur tut, was sie will. So rutscht er in Annas Freundeskreis, der aus den Zwillingen Hillary und Lily, Phoebe, Lucy, Oscar und Eric besteht. Finn ignoriert Anna die ganze Zeit. Die Story ist wirklich gut, und Anna war mir von Anfang an sympathisch. Die anderen Charaktere waren auch schön gezeichnet und man hat einen guten Eindruck von ihnen bekommen. Der Einzige, der mich genervt hat, war Oscar, der Schwule der Gruppe. Ein Schwuler nach Klischee: Er liebt es mit Mädchen Shoppen zu gehen, liebt die Bücher von John Green etc. mehr Klischee ging echt nicht! Außerdem hat es mich nach einer Zeit genervt, dass man die ganze Zeit auf Annas Fehler rumreitet. Meine Fresse!! Sie hat ihn halt zum Tanz abgewiesen, aber deshalb muss Finn doch nicht gleich aufhören zu tanzen! Und meine Güte, das war vor 4 (!!!) Jahren, und die beiden schaffen es, so ungefähr eine Ewigkeit nicht miteinander zu reden. Abgesehen davon hätte ich mir auch mehr romantische Szenen zwischen Anna und Finn gehabt, in denen man das Knistern zwischen beiden bemerkt hätte. Stattdessen geht am Ende alles furchtbar schnell. Doch sonst hat mir diese Geschichte außerordentlich gut gefallen. Ein netter Zeitvertreib für zwischen durch :)

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  • ein schönes Buch für zwischendurch

    Damals dieser Kuss
    Jennis-Lesewelt

    Jennis-Lesewelt

    26. July 2015 um 09:18

    Bei diesem Buch hat mich sofort das schöne Cover angezogen, welches eine schöne sommerliche Liebesgeschichte verspricht. Die Geschichte beginnt mit einem etwas längeren Prolog, der erzählt, was damals passiert ist. Anna und Finn haben sich damals regelmäßig getroffen und waren verliebt ineinander, doch Anna war es peinlich, mit Finn gesehen zu werden, da er ziemlich unbeliebt war. Finn war deswegen zutiefst verletzt und zog mit seiner Familie weg. Vier Jahre später ist er wieder da, ab diesem Zeitpunkt setzt die richtige Geschichte ein. Der Einstieg in die Geschichte hat mir richtig gut gefallen, allerdings kam die Handlung dann zwischendurch ein wenig schleppend voran. Gerade im Mittelteil passiert eher wenig und ich hätte mir gewünscht, dass es ein wenig mehr zwischen Anna und Finn knistert. Die Charaktere mochte ich fast alle sehr gerne und man bekommt ein klares Bild von jeder Person. Besonders Anna als Protagonistin mochte ich sehr und ich konnte mich gut in sie hineinversetzen. Gegen Ende wird die Geschichte ein wenig ernst, aber auch spannend und man fiebert als Leser mit. Auch der Schreibstil hat mir gut gefallen, da sich die Geschichte leicht und flüssig lesen lässt. "Damals dieser Kuss" ist eine schöne Sommerlektüre, die sich leicht zwischendurch lesen lässt. Dennoch ist es für mich nur eine durchschnittliche Sommergeschichte, die leider nicht mit viel Spannung oder Emotionen punkten konnte. Aber nichts desto trotz ist dieses Buch für Fans von Sommerbüchern in jedem Fall empfehlenswert.

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    • 2
  • Ein bisschen anders als erwartet

    Damals dieser Kuss
    katha_dbno

    katha_dbno

    22. July 2015 um 16:50

    Rezension auf Svenjas BookChallenge Cover Wenn ich mir das Bild anschaue, dann muss ich sofort an Sommer denken, an unbeschwerte Tage und Freiheit. Das steht etwas im Widerspruch zum Inhalt, da man Annas und Finns Beziehung kaum als so rosig bezeichnen könnte, wie das Pärchen vermuten lässt. Die Situation zwischen den beiden ist eher vertrackt. Allerdings stimmt das Händchenhalten mich optimistisch und lässt mich sofort auf ein Happy End hoffen, weshalb ich gerne darüber hinwegsehe, dass die Ausgangssituation der Geschichte nicht mit dem Cover korrespondiert. Meine Meinung Ich sehe solche Bücher, in denen ein ehemaliger Außenseiter sich zu einem ansehnlichen Individuum entwickelt, ja auch gerne als (persönlichen) Rachefeldzug der Schulzeitunderdogs an. Es zeigt eindeutig, dass die Schulzeit zwar ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens ist, aber keinesfalls definiert, wer wir für den Rest unseres Lebens sein werden. Ich denke, das hat das Buch ziemlich gut verdeutlicht.  Von der Thematik her klingt Damals dieser Kuss nach einem typischen Jugendroman mit Liebe, Leid und Herzschmerz und das ist auch absolut zutreffend. Allerdings beinhaltet er auch viele Elemente, die so ganz anders sind bzw. verfährt Claire LaZebnik nicht konsequent nach Schema F. Nichts läuft so ab, wie man es von anderen Büchern aus dieser Sparte gewohnt ist. Zum einen ist es hier mal der Junge, der sich zum Positiven entwickelt hat (das ist ja eher selten), zum anderen beginnt die Handlung tatsächlich mit der "Vorgeschichte", d.h. sie setzt in der neunten Klasse ein und macht dann nach dem Streit einen Sprung in die zwölfte Klasse. Man muss also als Leser nicht bröckchenweise rekonstruieren, was damals zu dem Streit der beiden geführt hat bzw. wie intensiv ihre Beziehung gewesen ist. Dadurch hat man gleich mitbekommen, dass Anna Finn schon mochte, als er weniger gut aussah. Das finde ich super. weil es zeigt, dass sie nicht auf Oberflächlichkeiten fixiert ist. Ich hasse es aber, dass sie sich von der Meinung anderer so stark beeinflussen lassen hat. Man muss ihr an der Stelle jedoch zu Gute halten, dass sie selbst sich für dieses Verhalten verurteilt und es unmittelbar danach schon bereut. Deshalb mochte ich sie auch so: sie ist ehrlich zu sich selbst, kritisch im Hinblick auf ihr Verhalten, versucht, vernünftig die Sicht anderer nachzuvollziehen und ist ziemlich still und bescheiden, wenn es um ihre Kunst geht (wobei sie in der Beziehung ein Anrecht auf mehr Selbstbewusstsein hätte). Sie wirkt sehr reif in ihrer Art und ist damit so ein wunderbarer Gegenentwurf zu Lily (auf die ich noch zu sprechen komme) und irgendwie auch zu ihrem Vater, mit dem ich einfach nicht warm werden konnte. Gerade weil ich sie so mochte, habe ich umso mehr mit ihr mitgelitten, als Finn sich ihr gegenüber wie ein Eisblock verhalten hat und sie mit ansehen musste, wie Lily und er sich schöne Augen gemacht haben. Was nun Finn anbelangt, war ich erstmal sehr glücklich, dass er zwar deutlich hübscher geworden ist, aber er trotzdem noch der selbe Mensch wie vorher gewesen ist. Er ist nicht über Nacht zum obercoolen heißumschwärmten Typen geworden, der nur auf Partys abhängt und sportlich der totale Oberflieger ist. Zu meiner großen Freude hat Claire LaZebnik von diesem Cliché Abstand genommen, sodass Finn immer noch einen Faible für merkwürdige Bilder und Fakten hat und den Nerd heraushängen lässt, seine Brille trägt und sich nicht aufstylt, immer noch gegen Drogen ist und auch immer noch ein ausgeprägtes Verantwortungsbewusstsein zu schätzen weiß. Allerdings war ich zwischenzeitlich äußerst schlecht auf ihn zu sprechen, weil es mir so vorkam, als würde er bewusst auf Annas Gefühlen herumtrampeln. Außerdem war er ein absoluter Sturkopf, weil er sich vehement geweigert hat, Anna eine Chance zu geben, sich zu entschuldigen bzw. ihre Entschuldigungen zu akzeptieren. Vielleicht empfinde ich das auch nur so, weil man das Geschehen aus Annas Sicht präsentiert bekommt. Würde man in Finns Kopf stecken, dann würde man an der Stelle wohl eher mit ihm sympathisieren. Trotzdem habe ich nicht ganz verstanden, warum er nur auf Anna sauer ist und nicht wenigstens ein kleines bisschen auf die anderen, die ihn schließlich ausgelacht haben. Lily war so eine Person, gegen die ich im Laufe eine richtiggehende Abneigung entwickelt habe. Sie mag ja ein mutiger, unterhaltsamer, netter Freigeist sein, aber sie ist auch verwöhnt, hält sich scheinbar für das Zentrum der Welt und macht wirklich nur Dinge, die ihr Spaß machen - nach den anderen fragt sie da gar nicht. Solche Menschen finde ich immer sehr anstrengend und deswegen habe ich auch absolut nicht nachvollziehen können, warum sich Finn überhaupt zu ihr hingezogen gefühlt hat. Ja, klar, die kann ganz bezaubernd sein und dass sie hübsch ist, spielt wahrscheinlich auch eine nicht unwesentliche Rolle, aber sie verhält sich so dermaßen kindisch, dass man einfach nur genervt sein kann. Zum Glück hat er das auch irgendwann mitbekommen, sonst hätte ich ernsthaft an seinem Charakter gezweifelt.  Alle anderen in der Gruppe (Lucy, Oscar, Hilary und Eric) waren zwar weniger präsent in der Handlung, aber deswegen nicht weniger liebenswürdig (auf jeden Fall liebenswürdiger als Lily). Ich habe die Entwicklungen in ihrem Leben gerne mitverfolgt, muss aber sagen, dass sie schon sehr stark reduziert geschildert wurden. Das ist eines der Probleme des Buches, wie ich finde: da es so stark auf die Geschichte um Anna und Finn fokussiert ist, scheinen alle weiteren Handlungsstränge nebensächlich und verlaufen irgendwann im Sande (z.B. die Sache zwischen Wade und Anna). Dadurch wirken sie überflüssig, obwohl sie eigentlich die Handlung wesentlich beeinflussen und darum auch mehr ausgebaut bzw. ein fulminanteres "Ende" verdient hätten. Der Schluss lässt im Prinzip keine Wünsche offen, da sich alles scheinbar problemlos so gefügt hat, wie es sein sollte. Für meinen Geschmack ist er dadurch schon wieder zu perfekt geraten und hat der Geschichte die Authentizität genommen. Lieblingszitat "Sie nur, diese mutigen Farben!", trompete Ginny mir zu, als wir an einer Wand mit Leinwänden vorbeigaloppieren. "Diese Texturen! So sieht Mut aus" "So sieht Kotze aus, wenn man sie mit Lebensmittelfarbe mischt." (S. 122) Fazit Damals dieser Kuss präsentiert zwar Altbekanntes, hebt sich aber dennoch von Jugendromanen mit einer ähnlichen Thematik ab, weil es das übliche Schema anders verarbeitet. Streckenweise haben mich einzelne Charaktere sehr stark aufgeregt, was im Grunde für das Buch spricht, weil es nicht spurlos an mir vorübergegangen ist. Über die Glaubwürdigkeit mancher charakteristischer Wendungen lässt sich streiten, mir persönlich kamen sie ein wenig zu gewollt vor.

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  • Sehr schöne nerdige Sommergeschichte

    Damals dieser Kuss
    Marleen21

    Marleen21

    14. July 2015 um 19:19
  • 5 Sterne Buchtipp!

    Damals dieser Kuss
    schokigirl

    schokigirl

    24. June 2015 um 12:26

    In "Damals dieser Kuss" von Claire LaZebnik geht es um Anna, die vor 3 Jahren Finn das Herz gebrochen hat. Obwohl sie den nerdigen & sehr klugen Jungen mochte, konnte Anna nie zu ihm stehen, da sie sich vor der Reaktion ihrer Freundinnen fürchtete. Finn wollte daraufhin nichts mehr mit ihr zu tun haben & zog bald darauf weg. Doch nun, 3 Jahre später, ist er zurück & sieht nun unheimlich attraktiv aus. Alle ihre Freundinnen fliegen auf ihn. Doch Anna scheint er immer noch zu ignorieren. Anna versucht es wieder gut zu machen & sich zu entschuldigen, aber dies erscheint sehr schwierig. Kann Anna ihren Fehler wieder gut machen oder hat sie Finn für immer verloren? Dieses Buch hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Der Schreibstil ist super & hat instant in mir die passenden Gefühle hervorherufen. Die Charaktere sind interessant & allesamt sehr sympathisch. Auch wenn sie natürlich Fehler machen & ihre Probleme haben, kann man ihnen trotzdem schnell verzeihen, weil sie so realistisch wirken. Der Plot hat sich zu meinem bedauern etwas weniger um die Liebesgeschichte gedreht, als ich es erwartet habe. Das fand ich jedoch nicht sonderlich schlimm, da ich die Handlung trotzdem mochte. Es geht viel um Annas Clique, ihre Freundschaft & ihre unterscheidlichen Charaktere. Das fand ich sehr interessant dargestellt. Die Liebesgeschichte die drin war, fand ich aber sehr süß. Nur der Umgang mit Alkohol & Drogen hat mir nicht so gefallen, weil es als normal erschiehn. Aber da am Ende des Buches die Message rüber kam, dass man es damit nicht übertreiben darf, weil dann Schlimmes passieren kann, konnte ich mich damit doch anfreunden. Fazit: Ich empfehle dieses Buch allen, die gerne Liebes- & Freundschaftgeschichten lesen. 5 Sterne Buchtipp!

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  • Eine turbulente Geschichte über Freundschaft und Liebe!

    Damals dieser Kuss
    TanjaLovesBooks

    TanjaLovesBooks

    13. May 2015 um 21:40

    Buchgestaltung Ich mag beide Cover eigentlich gleich gerne. Das englische Cover spiegelt genau dasselbe wie das deutsche wieder: Liebesgeschichte im Anflug. Ich kann mich auch gar nicht entscheiden, welchen Titel ich persönlich besser finde, weil sie beide sehr gut den Kern des Buches treffen und gut klingen. Egal, welche Ausgabe man sich also zulegt, sie sind beide auf den Roman angepasst und sehen nach dem richtigen Genre und der Zielgruppe aus. Obwohl ich die sommerlichen Farben vom cbj Cover vielleicht einen kleinen Ticken ansprechender finde.  Meinung Von Claire LeZebnik habe ich bereits „Nicht so einfach mit der Liebe“ gelesen und letztes Jahr für ganz OK befunden. Natürlich war ich neugierig auf ihren neusten Roman, denn der deutsche Verlag hat sich dazu entschieden ihr aktuellstes Buch zu übersetzen. Vor allem im Vergleich zu der anderen Lektüre war „Damals dieser Kuss“ einfach ein Buch, das mir wahnsinnig gut gefallen hat, weil die Figuren so echt und facettenreich waren. Ein richtiges Feel-Good-Buch für den Sommer eben! :) Das Buch beginnt mit einem etwas längeren Prolog, der die Ereignisse im Freshman-Year der Protagonistin Anna zeigen. Damals lernte sie Finn kennen und lieben, aber durch einen Fehler hat ihr 15-jähriges-Ich alles kaputt gemacht, das zwischen den beiden entstanden ist. Dann – zwei Jahre später – ist Finn plötzlich wieder an Annas Schule und natürlich kommen eine Menge Gefühle wieder hoch. Doch auch Annas Freundinnen finden Finn wirklich toll und zwischen Freundschaften und Liebe geht in diesem Roman eine ganze Menge Chaos von statten. Die Autorin hat hier einfach wunderbar so viele Gefühle und Beziehungen zwischen den einzelnen Figuren geschildert und entwickelt, dass ich echt hin und weg war. Ich hab das Buch so, so, so gerne gelesen, weil ich immer wissen wollte, wie es nun weitergeht. Finden Anna und Finn wieder zusammen? Was ist mit Finn und Lilly? Und Lillys Schwester? Wie steht es um die Romanze zwischen Annas anderen Freunden? Und und und... Dabei ist das Buch zu keinem Zeitpunkt zu einer Geschichte geworden, die ich nicht mehr mochte. Anna stiehlt niemanden den Freund, keine Beziehungen werden durch Egoismus zerstört und zwischen all den Charakteren herrschte so viel Freundschaft, Respekt und Loyalität, dass ich immerzu lächeln musste. Ich fand es einfach wundervoll, wie die Autorin hier Freundschaft noch mehr als die Liebesgeschichte in den Vordergrund gestellt hat. Es gibt so viele Dialoge und Kapitel, in denen Anna allein mit ihren Freundinnen ist, Ratschläge und Gefühle austauscht oder sie einfach so etwas erleben. Ich konnte nachvollziehen, wieso diese Gruppe so eng zusammengehangen hat. Zudem ist Claire LaZebnik auch ganz gekonnt ironisch so einige Klischee-Fallen umgangen und hat Highschool Dinge mit Humor genommen. Anna war vielleicht selbst nicht der vielschichtigste Charakter im Buch, aber ich mochte sie einfach. Ich mochte ihre ruhige und kluge Art, wie sie sich hin und wieder ihren Gefühlen für Finn hingegeben hat und ihre Ehrlichkeit. Zu keiner Sekunde macht sie sich etwas vor und nimmt viel Rücksicht auf ihre anderen Freundinnen. Es war einfach ein schönes Miteinander und hat mich sehr an mich und meine Freundinnen erinnert. Wie viel Spaß man über den Sommer oder auch in der Schule hat, weil jede Gruppe so ihre eigene Dynamik verfolgt. Man darf sich vom Buch auch nicht erhoffen, dass Anna und Finn schnell wieder zueinander finden. Es gibt dutzende Auf - und Abs und ich wusste manchmal wirklich nicht, wie die Geschichte nun enden würde. Durch den flüssigen und lebhaften Stil hat das Lesen auch einfach nur Spaß gemacht und ich bin durch die Seiten geflogen. Ich hatte auch ständig dieses sommerliche Gefühl, das ich so sehr an Contemporary Romanen liebe und mich immer in die Story hineinsinken lässt. Gegen Ende wird das Buch dann auch noch einen Ticken ernster. Besonders Anna und Lilly machen eine große Entwicklung durch und mir hat einfach gefallen, wie die Autorin die Sache am Ende gedreht hat. Vielleicht war es nicht immer der unvorhersehbarste Plot im Großen und Ganzen, aber mich hat das null gestört. Ich hab mit gehibbelt und die Anna-Finn-Momente immer total bejubelt. Finn war auch einfach so ein netter und interessanter Mensch. Seine Einstellung und deine Eigenarten fand ich mega sympathisch, weil er etwas von einem Nerd hatte und sich nie etwas draus gemacht hat, was andere von einem denken oder halten. Zum Abschluss des Buches verrate ich besser nichts ;) Sonst würde ich zu viel verraten. Die letzten Seiten waren mir etwas zu gestreckt erzählt, aber nach dem langem Prolog, hat es auch irgendwie gepasst, dass der Epilog auch mehr preisgibt. Fazit Damals dieser Kuss wird nicht das letzte Buch sein, das ich von Claire LaZebnik gelesen habe! Die Charaktere sind mir sofort ans Herz gewachsen und die wundervollen Freundschaften haben neben dem sonst etwas ruhigerem Plot einfach so viel Charme versprüht, dass ich wegen dem Feel-Good-Vibe kaum aufhören konnte zu lesen. Auch die Liebesgeschichte war einfach schön, die Atmosphäre sommerlich und das Ende überraschend tiefsinnig, mit seiner Moral. 

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