Claire Legrand Das Haus der verschwundenen Kinder

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Inhaltsangabe zu „Das Haus der verschwundenen Kinder“ von Claire Legrand

Alle Erwachsenen können dir gefährlich werden – und Mrs. Cavendish besonders! Das Leben in der beschaulichen Kleinstadt Belleville ist genau so, wie die zwölfjährige Victoria es gern hat: übersichtlich, vorhersehbar und aufgeräumt. Und Victoria mit ihrem strengen Zopf, den ordentlichen Kleidern und den hervorragenden Noten passt perfekt nach Belleville. Eine einzige Unregelmäßigkeit erlaubt sie sich: den verträumten und vergesslichen Lawrence, der so ganz das Gegenteil von ihr ist. Lawrence ist ihr bester Freund. Als er plötzlich spurlos verschwindet, ist es allerdings vorbei mit Victorias geordnetem Alltag. Sie würde es nie zugeben, aber sie vermisst ihn furchtbar. Daher stellt sie auf eigene Faust Nachforschungen an. Was Victoria entdeckt, gefällt ihr gar nicht: Unter der glatten Oberfläche von Belleville verbirgt sich ein dunkles Geheimnis. Eines, das offenbar in der Erziehungsanstalt von Mrs. Cavendish seinen Ausgang nimmt. Die rebellischen Kinder, die dorthin geschickt werden, kommen ungewöhnlich still und brav zurück – oder gar nicht mehr. Steckt Mrs. Cavendish hinter Lawrences Verschwinden?

Ich dachte, es handelt sich um einen netten Middlegrade-Roman für zwischendurch.Boy,I was wrong! Düster,Tim Burtonesque und spannend!

— blonde_bibliophile
blonde_bibliophile

tolles Jugendbuch, sehr spannend aber manchmal auch sehr gruselig, konnte es nicht aus der Hand legen. lehrreicher Hintergrund

— CorneliaP
CorneliaP

Für ein Kinderbuch sehr düster und gruselig aber mit vielen skurrilen Einfällen an denen erwachsene Leser ihren Spaß haben.

— alice169
alice169

Schöne Buchgestaltung und die Geschichte gefiel mir auch. Düster und etwas unheimlich - Ein bisschen wie Tim Burton.

— Meganemoll
Meganemoll

Hat mich an die Filme von Tim Burton erinnert. Schaurig gut!

— LeonoraVonToffiefee
LeonoraVonToffiefee

Spannendes, teils gruseliges Jugend-Märchen, einzig der Epilog hat mir nicht gefallen.

— elafisch
elafisch

Die Protagonistin kommt anfangs zwar etwas unsympathisch rüber, man lernt aber sie zu lieben. Insgesamt eine klasse Geschichte!

— Sheriarty
Sheriarty

Schauriges Märchen mit starker Botschaft!

— littleowl
littleowl

Sehr verworren, schöne Zeichnungen, tolles Cover.

— paschsolo
paschsolo

Für mich leider total in den Sand gesetzt und irreführend.

— Nele91
Nele91

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  • Rezension " Das Haus der verschwundenen Kinder" von Claire Legrand

    Das Haus der verschwundenen Kinder
    secretworldofbooks

    secretworldofbooks

    22. July 2017 um 14:32

    Deckblatt:Alle Erwachsenen können dir gefährlich werden – und Mrs. Cavendish besonders! Das Leben in der beschaulichen Kleinstadt Belleville ist genau so, wie die zwölfjährige Victoria es gern hat: übersichtlich, vorhersehbar und aufgeräumt. Und Victoria mit ihrem strengen Zopf, den ordentlichen Kleidern und den hervorragenden Noten passt perfekt nach Belleville. Eine einzige Unregelmäßigkeit erlaubt sie sich: den verträumten und vergesslichen Lawrence, der so ganz das Gegenteil von ihr ist. Lawrence ist ihr bester Freund. Als er plötzlich spurlos verschwindet, ist es allerdings vorbei mit Victorias geordnetem Alltag. Sie würde es nie zugeben, aber sie vermisst ihn furchtbar. Daher stellt sie auf eigene Faust Nachforschungen an. Was Victoria entdeckt, gefällt ihr gar nicht: Unter der glatten Oberfläche von Belleville verbirgt sich ein dunkles Geheimnis. Eines, das offenbar in der Erziehungsanstalt von Mrs. Cavendish seinen Ausgang nimmt. Die rebellischen Kinder, die dorthin geschickt werden, kommen ungewöhnlich still und brav zurück – oder gar nicht mehr. Steckt Mrs. Cavendish hinter Lawrences Verschwinden?Meinung:Mir hat dieses schön gestaltete Cover zugesagt und der Titel neugierig gemacht. Am Anfang dachte ich, ja eine nette Geschichte mehr nicht, sollte mich damit aber geirrt haben. Als die aufgeweckte Victoria anfängt Fragen zu stellen und am Waisenhaus Interesse zeigt, nimmt die Story ihren Lauf. Je mehr sie nach ihren Freund Lawrence sucht um so mehr kommt sie in Gefahr. Die Geschichte wird von mal zu mal gruseliger und als man denkt : "Puh ,geschafft!" , nimmt das Grauen erneut Einzug. Ich fand das Ende aus diesem Grund nicht so toll. 

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    • 3
  • Düster und etwas unheimlich, dabei aber lesenswert. :)

    Das Haus der verschwundenen Kinder
    Meganemoll

    Meganemoll

    19. January 2017 um 22:28

    Einleitung: »Das Haus der verschwundenen Kinder« ist ein Kinderbuch und Debütroman der Autorin Claire Legrand. Die Originalfassung erschien 2012 unter dem Titel »The Cavendish Home for Boys and Girls.« bei Simon & Schuster Books for Young Readers in New York. 2014 wurde es im Heyne Verlag auch in Deutschland publiziert. Die Geschichte handelt von der perfektionistischen Victoria und ihrem besten Freund, dem Träumer Lawrence. Dieser verschwindet eines Tages und für Victoria wird schnell klar, dass die mysteriöse Mrs. Cavendish nicht bloß mit seinem Verschwinden im Zusammenhang steht. Sie startet eine Aufklärungsmission im Alleingang und muss dabei allerhand unheimliche Situationen durchstehen. Inhalt: Mit neun Jahren setzt Victoria Wright sich das Ziel, ihren Mitschüler Lawrence Prewitt gesellschaftstauglich zu machen. Der Junge gilt als Außenseiter, da er sich nicht sonderlich um sein äußeres zu kümmern scheint. Er steckt zum Beispiel sein Hemd nicht ordnungsgemäß in die Hose und ignoriert vollkommen die Tatsache, dass sich in seinem Haar eine graue Strähne abzeichnet. Obwohl er beteuert, keine Hilfe von Victoria zu wollen, freunden sich die beiden an. Mit zwölf Jahren verschwindet Lawrence plötzlich und es scheint niemandem aufzufallen. Victoria begibt sich auf die Suche nach Hinweisen und stößt schnell auf eine Spur, die zu dem Kinderheim von Mrs. Cavendish führt. Während ihrer Recherche stößt sie auf weitere Fälle von verschwundenen Kindern, die scheinbar niemand vermisst. Zudem benehmen sich die Erwachsenen der Stadt sonderbar: Sie wirken teilnahmslos und grinsen unentwegt. Am Ende ihrer Suche landet auch Victoria in dem Kinderheim und wird dort mit den wildesten Ängsten konfrontiert. Es folgen dann diverse Fluchtversuche, dabei werden haarsträubende Geheimnisse, die sich bereits jahrelang hinter den Mauern abgespielt haben müssen, aufgedeckt. Ob es ein glückliches Ende gibt, lasse ich an dieser Stelle offen, denn so ganz sicher bin ich mir deswegen nicht, irgendwie ist es glücklich, irgendwie aber auch deprimierend. Hintergründe: Die Geschichte spielt in dem beschaulichen Ort Belleville, einem fiktiven Ort, der wohl in der realen Welt spielt. (Ähnlich wie Springfield bei den Simpsons, es gibt die Stadt, aber es bleibt offen, ob und wo sie existieren könnte). Die Menschen im Ort gelten als höflich, ordentlich und pünktlich. Wer nicht in das Gesamtbild passt, fällt demnach direkt negativ auf. Mrs. Cavendish wirkt in diesem Zusammenspiel der scheinbaren Harmonie als Retterin in der Not, denn sie nimmt die ungehörigen Kinder bei sich auf und erzieht sie mithilfe geheimer Methoden um. Manche Kinder kehren eines Tages angepasst zurück und andere bleiben für immer verschwunden. Es gibt eine Auflösung, was mit ihnen passiert, doch darauf gehe ich in der Bewertung näher ein. Alles in allem könnte diese Stadt ein Abbild der peniblen Gesellschaft darstellen. Wenn daraus jemand verschwindet, der ohnehin nicht dazu passte, dann interessiert es niemanden. Kehrt er angepasst zurück, dann ist das okay. Bleibt er jedoch weg, dann wird er nicht vermisst. Sehr tiefgründig. Dies ist jedoch nur meine eigene Interpretation der Geschichte, ob die Autorin diese Intention hatte, weiß ich nicht. Bewertung: In erster Linie hat mir dieses Buch gut gefallen. Nicht nur die Gestaltung des Covers und die vielen Illustrationen zwischen den Kapiteln, sondern auch der einfache Schreibstil haben dafür gesorgt, dass sich das Buch quasi wie von selbst gelesen hat. Mir hat besonders gut gefallen, dass die Autorin ihre Leidenschaft für Musik in das Buch mit einfließen lassen hat. (Sie war vorher als Musikerin tätig). So ist z.B. Lawrence ein talentierter Pianist und am Ende erhält die Musik eine wichtige Bedeutung für die Charakterentwicklung der Protagonistin. Ich muss jedoch zugeben, dass es nicht einfach war, eine Bindung zu den Charakteren aufzubauen. Zwischen dem Leser und dem Geschehen scheint eine gewisse Distanz zu herrschen, die nur selten durchbrochen werden kann. Dadurch fiel es mir besonders schwer, mich in Victoria hineinzuversetzen. Nicht zuletzt, weil ihr Charakter so heldenuntypisch hochnäsig erscheint. Gleichzeitig war es aber auch irgendwie erfrischend, mal eine andere Art von Protagonistin begleiten zu können. Obwohl es als Kinderbuch deklariert wird, würde ich es auf keinen Fall für kleine Kinder empfehlen. Die Altersempfehlung von zwölf Jahren erachte ich auch als gewagt. Der Grund dafür enthält Spoiler, die nun in Klammern folgen, also überspringt die Klammer, wenn ihr euch lieber überraschen lassen wollt. (Im Verlauf der Geschichte erfährt man, dass die verschwundenen Kinder, die nicht umerzogen werden können, in Gnomartige Wesen verwandelt und verstümmelt werden. Die abgetrennten Körperteile bekommen dann die anderen Kinder unwissentlich zum Frühstück serviert. Ich denke, Kannibalismus ist kein Thema, mit dem man allzu früh konfrontiert werden sollte. Mich hat dieser Twist jedenfalls unerwartet getroffen.) Fazit: Da ich ein Faible für skurrile und gruselige Geschichten habe, würde ich das Buch jedem Hartgesottenen empfehlen, der auch Tim Burton & Co. mag.

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  • Das Haus der verschwundenen Kinder

    Das Haus der verschwundenen Kinder
    natti_ Lesemaus

    natti_ Lesemaus

    23. August 2016 um 08:48

    Belleville, eine kleine Stadt, die Menschen leben in Ordnung und mit gute Manieren.Victoria, eine perfekte Schülerin, freundet sich mit einem Jungen an.  Lawrence  verschwindet aber eines tages, und nur Victoria vermisst ihn.Damit beginnt dieSuche nach ihm.Eine Geschichte, ähnlich wie ein Märchen,von allem etwas.Die Geschichte hat mich schnell  gefesselt, immer wieder wollte ich wissen was als nächstes passiert, denn bis zum Ende weiß man nicht recht was da passiert .Das Ende selbst hat mir nur zum teil gefallen.Ein Werk, eher etwas für Erwachsene und ältere Jugendliche gedacht, meiner Meinung nach.

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  • Eine Art modernes Märchen

    Das Haus der verschwundenen Kinder
    elafisch

    elafisch

    24. November 2015 um 08:29

    Belleville ist eine hübsche, ordentliche Stadt, die Menschen hier lieben Ordnung und gute Manieren. Und so wird der etwas zerstreute und schludrige Lawrence zu Victorias Projekt. Sie die immer perfekte Schülerin möchte ihn zu einem guten Schüler und angemessenen Anwohner von Belleville machen. Aus dieser merkwürdingen Konstellation entwickelt sich eine Art Freundschaft und so ist Victoria die einzige die Lawrence vermisst als er eines Tages plötzlich verschwindet. Damit beginnt eine spannende und gefährliche Suche nach ihm. Mich hat die Geschichte ein wenig an ein Märchen erinnert, düster, teils gruselig und mit einer Moral, die man daraus ziehen kann. Der Einstieg ist mir allerdings etwas schwer gefallen, ich musste mich erst an den doch recht altertümlich wirkenden Schreibstil und die sehr verschachtelten Sätze gewöhnen. Dann hatte mich die Geschichte jedoch sehr gefesselt, immer wieder wollte ich wissen was als nächstes geschieht, denn bis zum Ende weiß man nicht recht was vorgeht und ob es einen Ausweg für die verschwundenen Kinder gibt. Das Ende selbst hat mir überhaupt nicht gefallen, weil ich es lieber mag, wenn Geschichten in sich abgeschlossen sind und nicht horrorfilmmäßig ein offenes Ende haben. Auch bei der Zielgruppe bin ich mir unsicher, für Kinder ist das Buch meiner Meinung nach zu gruselig, für Jugendliche das Thema vielleicht etwas kindlich und für Erwachsene passt der Schreibstil eigentlich gar nicht. Somit kann ich dieses Buch allen Erwachsenen und Jugendlichen empfehlen, die gerne ein spannendes, leicht gruseliges, Kinderbuch lesen.

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  • Das Haus der verschwundenen Kinder

    Das Haus der verschwundenen Kinder
    littleowl

    littleowl

    Worum geht’s? Auf den ersten Blick ist Belleville eine ganz normale, beschauliche Kleinstadt. Zwischen den Bewohnern herrscht stilles Einvernehmen darüber, was die richtigen Gesprächsthemen sind, die richtigen Klamotten, das richtige Verhalten. Die zwölfjährige Victoria passt mit ihrem perfekt aufgeräumten Zimmer, den tadellosen Manieren und den hervorragenden Noten perfekt in diese übersichtliche Umgebung. Nur eine „Schwäche“ erlaubt sie sich – ihr bester (und einziger) Freund ist der verträumte, chaotische und musikbegeisterte Lawrence. Doch als Lawrence plötzlich spurlos verschwindet, ist Victoria gezwungen, Nachforschungen anzustellen und einen Blick hinter die perfekte Fassade von Belleville zu werfen. Schon früher sind Kinder verschwunden, die sich nicht nach den Vorstellungen der Erwachsenen formen lassen wollten. Offenbar enden sie alle im geheimnisumwitterten Kinderheim von  Mrs. Cavendish und kommen entweder völlig verwandelt oder gar nicht mehr zurück. Steckt sie etwa auch hinter Lawrence Verschwinden? Victoria ist entschlossen, ihren Freund zu befreien, und wagt sich in die Höhle des Löwen.   Meine Meinung Es fällt mir sehr schwer, diesen Roman eindeutig einem Genre oder einer Zielgruppe zuzuordnen. Was anfangs nach einer klassischen Krimihandlung aussieht – Kinder verschwinden spurlos und die Erwachsenen sehen einfach darüber hinweg – wird im Laufe der Zeit immer skurriler und surrealer. Tore schließen sich von selbst, im Kinderheim tummeln sich an der Decke lebendige Vögel, Menschen verwachsen mit Bäumen und Käfer tauchen an den unmöglichsten Stellen auf. Vom Stil her erinnert der Roman an klassische Märchen und die Sprache ist im Grunde kindgerecht, aber für ganz junge Leser ist die Geschichte wohl zu schaurig. Selbst ich habe mich an einigen Stellen wirklich gegruselt, besonders wenn Schaben ins Spiel kamen. Der Autorin gelingt es mühelos, von Anfang an düstere Gruselatmosphäre zu erzeugen und dem Leser immer wieder eine Gänsehaut zu bescheren. Allerdings hat die New York Public Library den Roman wohl nicht wegen seiner spannenden Geschichte zum besten Jugendbuch 2012 gekürt, sondern weil er eine wichtige Botschaft vermittelt. Die Autorin zeigt mit ihrer Geschichte, dass „gutes Benehmen“ nicht alles ist und besonders zu sein nicht falsch, sondern sogar gut und richtig. Viel wichtiger als Disziplin und Gehorsam sind Werte wie Toleranz, Mut und Freundschaft. Der Roman ist zwar märchenhaft und fantastisch, aber Legrand greift damit ein sehr reales Problem auf. Ich kann ihrem Appell an Eltern und Lehrer, Kinder nicht nach ihren Vorstellungen formen zu wollen, sondern ihnen Freiraum zur eigenen Entwicklung zu geben, wirklich nur zustimmen. Die Victoria, die wir zu Beginn des Romans kennenlernen, ist wohl (tragischerweise) der Traum vieler Pädagogen. Die Einserschülerin ist extrem ehrgeizig und muss immer in allem die Beste sein. Im ersten Moment war mir Victoria mit all ihrer Disziplin und Ordnungsliebe nicht wirklich sympathisch, aber dann wird schnell klar, dass sie all das vor allem deshalb macht, weil sie sich nach Anerkennung sehnt. Mit ihrem penibel aufgeräumten Zimmer und den hervorragenden Noten hofft sie, ihre Eltern, zu denen sie ein eher distanziertes Verhältnis hat, stolz zu machen. Allerdings ist Victoria auf ihre Art sehr selbstbewusst, weil sie ihre Lebenseinstellung für die einzig richtige hält und auf Mitschüler mit weniger Disziplin herabsieht. Im Laufe des Romans macht sie eine starke Entwicklung durch und erkennt, dass Ordnung und Gehorsam nicht das Wichtigste im Leben sind. Besonders interessant fand ich, dass vor allem die beunruhigenden Gemeinsamkeiten mit Mrs. Cavendish Victoria aufrütteln. Fazit Ein skurriler Schauerroman für Jugendliche, der mit seiner Geschichte eine wichtige Botschaft vermittelt!

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    • 2
    Lesestunde_mit_Marie

    Lesestunde_mit_Marie

    01. October 2015 um 14:06
  • merkwürdig

    Das Haus der verschwundenen Kinder
    dorothea84

    dorothea84

    19. September 2015 um 06:34

    Das Leben in der beschaulichen Kleinstadt Belleville ist genau so, wie die zwölfjährige Victoria es gern hat: übersichtlich, vorhersehbar und aufgeräumt. Und Victoria mit ihrem strengen Zopf, den ordentlichen Kleidern und den hervorragenden Noten passt perfekt nach Belleville. Eine einzige Unregelmäßigkeit erlaubt sie sich: den verträumten und vergesslichen Lawrence, der so ganz das Gegenteil von ihr ist. Lawrence ist ihr bester Freund. Als er plötzlich spurlos verschwindet, ist es allerdings vorbei mit Victorias geordnetem Alltag. Sie würde es nie zugeben, aber sie vermisst ihn furchtbar. Daher stellt sie auf eigene Faust Nachforschungen an. Was Victoria entdeckt, gefällt ihr gar nicht: Unter der glatten Oberfläche von Belleville verbirgt sich ein dunkles Geheimnis. Eines, das offenbar in der Erziehungsanstalt von Mrs. Cavendish seinen Ausgang nimmt. Die rebellischen Kinder, die dorthin geschickt werden, kommen ungewöhnlich still und brav zurück – oder gar nicht mehr. Steckt Mrs. Cavendish hinter Lawrences Verschwinden? Am Anfang war es noch interessant doch um so länger ich gelesen habe um so verwirrter war ich. Es soll für Jugendliche / Kinder sein. Vielleicht bin ich zu alt um die Geschichte richtig lesen zu können doch irgendwie habe ich das Buch bei der Hälfte abgebrochen und nicht weiter gelesen. Da wurde es wirklich merkwürdig. Versucht habe ich noch ein paar Seiten weiter zu lesen, dann wurde es noch merkwürdiger und dann lies ich es sein.

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  • Rezension

    Das Haus der verschwundenen Kinder
    Nele91

    Nele91

    05. August 2015 um 14:18

    Onlinerezension: http://time-for-nele.blogspot.de/2015/08/das-haus-der-verschwundenen-kinder-von.html → INHALT ← In dem Buch "Das Haus der verschwundenen Kinder" geht es um die zwölfjährige Victoria. Diese scheint die Verkörperung eines perfekten, braven Mädchens zu sein. Sie kleidet sich stets adrett, ist Jahrgangsbeste, immer höflich und zuvorkommend und hat einen Ordnungsfimmel. Ihr bester Freund oder auch "ihr persönliches Projekt" - wie sie es gern bezeichnet - ist Lawrence. Er ist das komplette Gegenteil von Victoria. Er liebt die Musik und geht ihr und seiner Umgebung regelmäßig auf die Nerven. Außerdem ist er unordentlich, chaotisch, kann sich einfach nicht das Hemd in die Hose stecken, was sie tierisch aufregt, summt bei jeder Gelegenheit und, das Schlimmste, seine Haare: Sie sind ständig ungekämmt und von grauen Strähnen durchlaufen, weshalb er von den anderen Kindern immer "Stunk" (dt. für Stinktier) genannt wird. Eines haben die beiden aber gemeinsam: sie sind Außenseiter! Keiner von beiden hat Freunde oder wird von den anderen Kindern gemocht. An einem Tag im Oktober verschwindet Lawrence plötzlich. Als sie sich bei Mr. & Mrs. Prewitt, seinen Eltern, nach ihm erkundigt, teilen sie ihr mit, dass er sich um seine kranke Großmutter kümmert. Einige Tage glaubt sie ihnen das, wobei sie ein ungutes Gefühl hat. Die beiden haben einen komischen Ausdruck auf ihren Gesichtern, ein zu breites Lächeln und sie sind ein wenig zu freundlich. Immer öfters beschleicht sie das Gefühl, dass etwas nicht stimmt, sie beobachtet wird und sich immer mehr Menschen seltsam verhalten. Als schließlich weitere Kinder verschwinden und sie die Prewitts immer seltsamer verhalten beginnt sie Nachforschungen anzustellen. Sie fragt in ihrer Nachbarschaft und jeder verhält sich komisch, wenn sie nach dem verschwundenen Lawrence fragt. Als sie schließlich in der Erziehungsanstalt nach Lawrence fragen möchte, lernt sie wunderschöne Mrs. Cavendish kennen. In ihrer Gegenwart fühl sie sich seltsam friedlich und eingelullt. Sie hatte völlig vergessen, weshalb sie zu ihr gekommen war. Während des Gespräch landet ein Papierflieger in der Küche, den sie beim Gehen heimlich mitnimmt. Auf diesem steht eine Botschaft für sie: "HILF UNS!" Victoria ist alarmiert und stellt Nachforschungen in der Bibliothek an, wo sie auch Professor Alban trifft, der, wie sie, als einer der Wenigen das Verschwinden der Kinder mitbekommen hat. Während die beiden sich in der Bibliothek unterhalten verschwindet dieser plötzlich und Victoria beschließt dem nun selbst auf den Grund zu gehen und Lawrence und die anderen aus der Erziehungsanstalt zu befreien. → FAZIT ← Da das Buch als Jugendbuch 2012 ausgezeichnet wurde, hatte ich große Hoffnungen mal wieder ein sehr gutes Buch zu lesen. Leider wurde ich ziemlich enttäuscht. Die Schreibweise aus der 3. Person wirkt sehr holprig. Die Sätze sind oft schwer verständlich aufgebaut, sodass ich sie oft zweimal lesen musste. Ich musste mich während des Lesens auf die Geschichte konzentrieren um sie zu verstehen. Es kamen viele Wiederholungen vor und irgendwann war ich nur noch genervt, dass mir der Autor schon wieder etwas sagte, dass er 2 Seiten zuvor erst erwähnt hatte. Leider ließ die Geschichte aus sehr viele Fragen ungeklärt, was mich als Leser einfach nur mit einem riesige Fragezeichen im Kopf zurücklässt. Auch würde ich es nicht als Jugendbuch bezeichnen, das es teilweise schon sehr schwere Kosten war und ich es oft beiseite legen musste um den Kopf wieder frei zu bekommen. Die Grundidee finde ich sehr interessant und finde es mehr als schade, dass die Autorin die Geschichte so in den Sand gesetzt hat. Für mich bedeutet dies leider folgende Bewertung: 2 von 5 Herzen

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  • Skurril und Spannend

    Das Haus der verschwundenen Kinder
    Drei-Lockenkoepfe

    Drei-Lockenkoepfe

    29. June 2015 um 15:11

    Dieses Kinder-/Jugendbuch ist optisch ein Knaller. In Silbernen Buchstaben wurde der Titel des Buches nicht nur aufgedruckt, sondern man erfühlt ihn. Das mystische Cover lässt erahnen was auf einen Zukommt. Zu sehen ist der Zugang zum Waisenhaus in der Silldie Place 9. Innen begleiten dich kleine Insekten über alle Seiten. Schon ekelig oder ? ;-) Ein paar ganzseitige schwarz/weiss Zeichnungen von Sarah Watts begleiten die Geschichte "Das Haus der verschwundenen Kinder " ist der Debütroman von Claire Legrand. Dieses Buch wurde als bestes Jugendbuch 2012 ausgezeichnet. Mittlerweile hat Claire Legrand noch andere Fantasieromane veröffentlicht, die leider noch nicht ins Deutsche übersetzt wurden. Die Geschichte besitzt alles was ich mir von einem Fantasiebuch wünsche. Eine fesselnde, aufregende Fantasiegeschichte. Selbst der Gruselfaktor kommt hier nicht zu kurz. Die Charaktere sind sehr bildlich beschrieben. Die "Machmals" fand ich persönlich sehr interessant. Kennt ihr Machmals? Solltet ihr dringend kennenlernen!! Viktoria war mir nicht von Anfang an Sympathisch. Sie wirkten sehr arrogant und streberhaft. Viktoria ärgert sich über eine 2. Das ist ausgefeilter Perfektionismus. Im laufe der Geschichte ergibt dieses Verhalten einen Sinn und Viktoria wurde mir von Seite zu Seite sympathischer. Lawrenz dagegen ist ihr chaotischer Ruhepol. Mrs. Cavendish ist die typische böse Hexe aus einem Märchen. Sehr lieb und nett nach aussen hin, aber dann....... Das Buch wird als Jugendbuch angepriesen. Es hat mich sehr überrascht mit selchen Horror- und Gruselelementen die Autorin Spannung in die Geschichte gebracht hat. So manch einem zart besaitetem 12 jährigen könnte es eine Dauer Gänsehaut bescheren. Daher ist die Frage ob hier das Alter nicht etwas höher gelegt werden sollte?! Der Schreibstil ist fliessend, detailliert und abenteuerlich. Geschrieben in einer altersgerechten Wortwahl. Dennoch sollten Eltern sich das Buch vorab zur Hand nehmen und schauen ob es das Richtige für ihr Kind ist. SPOILER GEFAHR In diesem Buch werden Kinder gequält und gefoltert, nur um ihnen ihre schlechten Angewohnheiten abzugewöhnen. Irgendetwas nervt uns an den Kindern?! Dann werden sie von Mrs Cavendisch geholt und umerzogen. Nicht alle können rehabilitiert werden. Und mit diesen geschehen noch schlimmere dinge. Diese Foltern werden detailliert erzählt. Zart besaitete Kinder könnten dies schwer verarbeiten. Schliesslich haben wir alle unsere Fehler und keiner möchte das sein Kind Angst hat wegen dieser Fehler geholt zu werden. SPOILER ENDE === Fazit === Mir hat das Buch " Das Haus der verschwundenen Kinder" unheimlich gut gefallen. Ein spannender, fantasievoller und abenteuerlicher Jugendroman, der auch Erwachsenen eine Gänsehaut zaubern kann. Hier findet ihr eine Leseprobe für den ersten Eindruck. Mehr Informationen über das Buch und weitere findet ihr auf der Homepage  der Autorin.

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  • Ein Buch mit Suchtpotential

    Das Haus der verschwundenen Kinder
    Nanasha

    Nanasha

    04. May 2015 um 18:42

    Das Haus der verschwundenen Kinder ist ein Kinderbuch und der Schreibstil daher sehr simpel und fließend. Die Sätze sind einfach gestrickt und der Inhalt ist immer offensichtlich. Claire Legrand setzt nicht auf lange Schachtelsätze sondern kurze prägnante Sätze voller Charme. Häufige Einschübe und Anmerkungen der Autorin wirken auch sehr charmant. Die Autorin schafft es auch sehr gut, die Welt der Protagonistin Victoria verständlich darzustellen. Victoria mag alles geplant und ordentlich, ist gerne die Beste. In Allem. Logisch. Alles andere ist nicht tragbar, wo führe das auch hin? Außerdem ist sie ehrgeizig, lügt nie und sowieso besser als alle anderen! Ich bin so komplett anders veranlagt, als die 12 jährige Protagonistin, doch trotzdem habe ich ab der ersten Seite mit ihr sympathisiert. Lawrence ist das komplette Gegenteil von ihr und auch er ist mir sehr ans Herz gewachsen. Im Lauf der Geschichte wachsen die Protagonisten über sich hinaus, entdecken neue Seiten an sich und sehen ihre bis dato bekannte Welt durch völlig neue Augen. Mit der gruseligen Grundstimmung kommen die Charaktere gut zurecht und eine Altersempfehlung von 12 Jahren finde ich auch angemessen. Trotz all der Gruselelemente ist es verständlich und kindlich, makaber und skurril. Die Handlung ist kurz und prägnant, steigert sich langsam und gipfelt im letzten Drittel in einem langanhaltenden Spannungshoch. Der Tim Burton und Coraline Faktor ist bis zum Ende allgegenwertig und coh hat Claire Legrand den Gruselfaktor neu für sich erfunden. Zu Mitte des Buches wurde es ein klein wenig langatmig, aber das auch nur kaum merklich. Zu Ende der Geschichte schreibt die Autorin im Epilog eine nette Anekdote, die nach der Handlung noch Raum für eigene Interpretationen lässt. Fazit: Das Haus der verschwundenen Kinder von Claire Legrand hat definitiv das Potential zum Klassiker. Ein Animatinsfilm mit Tim Burton als Regisseur scheint unausweichlich und die Illustrationen im Buch waren so wunderbar skurril und gruslig, alles jedoch auf eine kindliche Art. Ein Buch mit Suchtpotential und eine ernst zu nehmende Konkurrenz für Tim Malzieu und Coraline, makabere Skurrilität und liebevoll ausgearbeitete Charaktere, die uns das Spaß am Gruseln lehren. Hoffentlich dürfen wir bald noch mehr von der Autorin lesen! © http://bookdibluempf.blogspot.de/

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  • Skurril und unheimlich - mit einer wichtigen Botschaft!

    Das Haus der verschwundenen Kinder
    Aleshanee

    Aleshanee

    30. March 2015 um 06:59

    Zum Inhalt Belleville - in diesem kleinen Städtchen ist der Name Programm. Die Menschen sind darauf bedacht, alles perfekt und ordentlich zu machen, alles, was außer der Norm läuft, ist verpönt. Selbst die Kinder streben dem Vorbild ihrer Eltern nach, so auch die 12jährige Victoria, für die Ehrgeiz und Ideale an erster Stelle stehen. Freunde hat sie dadurch keine - bis auf den gleichaltrigen Lawrence Prewitt, der eigentlich so gar nicht zu ihrem Weltbild passt. Er ist verträumt, schludrig und sein Herz hängt nicht an guten Noten, sondern an der Musik, in der er sich regelrecht verlieren kann. Seine Freundschaft sieht Victoria allerdings eher als Projekt, als Herausforderung, ihn auf den rechten Weg zu bringen. Doch eines Tages ist er verschwunden und an die Ausreden seiner Eltern, dass Lawrence bei seinen Großeltern ist, glaubt Victoria keine Sekunde. Keiner scheint zu wissen, wo er ist und ihr fällt auf, dass auch andere Kinder plötzlich nicht mehr da sind. Die Erwachsenen verhalten sich immer seltsamer und die Spur führt Victoria zu dem düsteren Anwesen des Kinderheims von Mrs Cavendish. Victoria muss mehr als einmal über ihren Schatten springen, um das Geheimnis aufzudecken, das ihr kleines Städtchen schon seit Generationen fest im Griff hat. Meine Meinung Das Cover hat mich hier schon irgendwie magisch angezogen, obwohl ich so überzeichnete Figruen nicht so gerne mag. Aber es passt auf jeden Fall perfekt zur Geschichte. Diese wird aus der Sicht der jungen Victoria erzählt und ist vom Stil her sehr schön zu lesen, ohne dass man merkt, dass es eher ein Kinderbuch ist. Die Autorin transportiert eine sehr dichte Atmosphäre mit einer leicht gruseligen Stimmung, die sich durch die ganze Handlung zieht. Victoria ist auf den ersten Blick ein eher unsympathisches Mädchen. Sie ist ehrzeigig, lügt nie, hat keine Geheimnisse und will immer und überall die Beste sein. Eine Note 2 wäre für sie eine Katastrophe, denn sie möchte es allen recht machen und setzt hohe Maßstäbe an sich selbst - wie auch an andere. Aber sie liebt auch die Herausforderung und setzt gerne ihren Willen durch. Ihr Freund hingegen, ihr "Projekt" Lawrence, ist das genaue Gegenteil. Ihn stört es nicht, wenn mal der Hemdzipfel aus der Hose hängt, wenn die Noten nicht ganz so erstklassig sind oder was andere über ihn denken. Als er verschwindet kreisen Victorias Gedanken nicht als erstes darum, vielleicht einen Freund zu verlieren, sondern diesen ungewohnten und ungemütlichen Zustand zu bereinigen, den sie in ihr kleines, perfektes System nicht einordnen kann. Sie macht dabei eine große Wandlung durch, wobei ihr auch gerade ihre innere Stärke hilft, die Gefühle außer Acht zu lassen und mit Mut und Verstand ihren Plan durchzusetzen - denn ein Versagen kommt für das Mädchen überhaupt nicht in Frage. Ihre Neugier treibt sie weiter und schließlich entdeckt sie, dass eine perfekte Welt ohne Makel keine "wirkliche" Welt sein kann. Ungeachtet ihres radikalen Charakters habe ich sie ins Herz geschlossen, denn trotz ihrem Perfektionismus, ihres Siegeswillen und Ordnungsticks kann sie aus ihren Eigenschaften das positive ziehen und wie alle anderen Menschen auch möchte sie im Grunde ihres Herzens auch nur gesehen, akzeptiert und angenommen werden, so, wie sie ist. Das ganze hat mich vor allem gegen Ende ein bisschen an Coraline von Neil Gaiman erinnert, denn die ganze Handlung durchzieht eine etwas skurrile, makabere Stimmung, von der ich mich leicht gefangen nehmen lassen konnte. Was mir als Thema bei Coraline oft nicht greifbar rübergebracht wurde, konnte Claire Legrand sehr zielgerichtet und ungeschminkt vor Augen führen. Die Gesellschaft in dieser Geschichte ist hier sehr ignorant, jeder ist so auf sich selbst und seinen kleinen Horizont beschränkt, dass das Schicksal Einzelner vollkommen nebensächlich und unrelevant ist. Die Botschaft, dass jeder so bleiben soll, wie er ist, mit all seinen Stärken und Schwächen, seinen Fehlern und seiner Individualität kommt hier sehr gut an. Gerade in der heutigen Zeit, wo es heißt, dass jeder so frei ist wie nie zuvor, wird man so vielen Dogmen ausgesetzt (gerade auch die Kinder), dass die wirklich wichtigen Werte dabei oft vergessen werden. In der Mitte des Buches wurde die Handlung kurzzeitig etwas gestreckt, was die Spannung am Ende aber wieder gut aufgefangen hat. Als richtig gruselig hab ich es jetzt nicht empfunden, aber für ein Kind könnte es schon unheimlich sein. Vor allem manch grausame Strafen und Lieblosigkeit der Eltern sind sehr prägnant und es wird zum Schluss auch ziemlich abgefahren. Im Vordergrund stehen immer wichtige Eigenschaften wie Mut, Selbstvertrauen und Freundschaft. Die Schwarzweiß Zeichnungen im Buch haben mir persönlich jetzt nicht so gut gefallen und erinnern in ihrem Stil an Kinderbücher von früher. Witzig fand ich die kleinen Käfer, die überall auf den Seiten verteilt auftauchen und eine wichtige Rolle spielen. Fazit Ein sehr skurriles, phantastisches Abenteuer mit einem leichten Gruselfaktor. Wichtige Werte werden vermittelt, in der heutigen genormten Gesellschaft nicht unterzugehen und die Individualität jedes Menschen zu akzeptieren. © Aleshanee Weltenwanderer

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  • Schaurig, düster und geheimnisvoll

    Das Haus der verschwundenen Kinder
    kaboe

    kaboe

    04. March 2015 um 14:09

    "Das Haus der verschwundenen Kinder" von Claire Legrand ist skurril, schaurig und erinnert sehr an verschiedene Werke der Buch- und Filmemacher. Ich fühlte mich von Anfang an schwer an die Stimmung in Neil Gaimans "Coraline" erinnert, platziert in einem so perfekten Ort wie "Pleasantville - Zu schön um wahr zu sein". Die Hauptperson - Victoria - ist eine kleine Perfektionistin. 12 Jahre jung, beste in der Klasse, strebsam, ordnungsliebend. Ihren einzigen Freund Lawrence bezeichnet sie als "Projekt", da er nicht ihren Vorstellungen entspricht. Als er aber verschwindet, macht sie sich auf ihn zu finden. Dazu begibt sie sich an den einzigen Ort, an dem Lawrence sein könnte: Das Kinderheim von Mrs. Cavendish. Und dann sind da noch überall diese schrecklichen Käfer ... Die Autorin schafft es die düstere Stimmung durch das ganze Buch hindurch aufrecht zu erhalten. Immer wieder tauchen Käfer an den Seitenrändern auf (schöne Idee), man fühlt sich auch ein wenig verfolgt. Obwohl Victoria erstmal nicht besonders sympathisch wirkt, gewinnt man sie im Laufe der Geschichte doch irgendwie lieb. Ihre Gedankengänge sind gut verständlich, auch wenn man selbst nicht immer so handeln würde. Das seltsame Belleville ist sehr einfach gestrickt, daher wird es nicht übermäßig beschrieben. Es ist einfach perfekt an der Oberfläche, im Hintergrund sorgt Mrs. Cavendish für Ordnung. Eine schöne Lektion bringt das Buch auch mit sich: Perfekt ist gruselig. Man ist also gut beraten die kleinen Fehler seiner Freunde und Nachbarn zu akzeptieren, damit die Welt freundlich und bunt bleibt. Die Altersempfehlung ab 12 ist m.E. völlig in Ordnung. Das Buch ist aber durchaus auch für interessierte Erwachsene geeignet. Wem "Coraline" (N. Gaiman) gefallen hat, dürfte auch dieses Buch gefallen.

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  • Das Haus der verschwundenen Kinder / Claire Legrand

    Das Haus der verschwundenen Kinder
    Lenny

    Lenny

    22. January 2015 um 09:04

    Die Geschichte spielt in einem keinen Örtchen in dem es sehr ordentlich zugeht. Victoria ist 12 Jahre und eine Musterschülerin. Mit einer 2 im Zeugnis ist sie schon sehr unzufrieden und versucht noch sie zu ändern! Ihr bester und einziger Freund ist Lawrence. Als eines Tages Lawrence zu seiner kranken Großmutter muss und von dort einfach nicht wiederkommt, aber auch viele andere Kinder aus unterschiedlichen Gründen mit Abwesenheit glänzen wird es Victoria etwas mulmig. Die Erwachsenen um sie herum benehmen sich auch alle sehr merkwürdig. Victoria beginnt nach Lawrence zu suchen. In dem kleinen Örtchen gibt es ein Kinderheim, diesem Heim stattet sie einen Besuch ab und bekommt eine heimliche Nachricht. Sie findet einen Papierflieger auf dem steht: Hilf uns! Eine wirklich schöne spannende Geschichte mit vielen tollen Ideen. Hat mir richtig gut gefallen.  In dem Buch sind auch einige Bilder, die zur Unterstützung der Fantasie ganz hilfreich sind und viele viele Käfer, toll gemacht!

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  • Eine düstere Geschichte mit skurrilen Personen...

    Das Haus der verschwundenen Kinder
    Anruba

    Anruba

    29. December 2014 um 11:25

    Die Aufmachung des Buches ist wirklich gelungen. Das Cover stellt Victoria und Lawrence da, wie sie auf dem Weg zum Cavendish Haus sind. Im Innenteil gibt es tolle Bilder und immer wieder gezeichnete Käfer, die durchs Bild krabbeln. Die silbernden Buchstaben des Titels heben sich leicht vom Buchdeckel ab, so dass man es einfach gerne in die Hand nimmt. Der Schreibstil erinnert an einen Tim-Burton-Film. Die Stimmung ist düster, die Personen skurril. Es ist speziell und lässt zwei Möglichkeiten zu: Man wird das Buch lieben oder hassen. Ich empfehle daher jedem erstmal eine Leseprobe und wem diese nicht zusagt, der sollte von dem Buch lieber die Finger lassen. Ich hatte mit dem Stil meine Schwierigkeiten und konnte mich nur schwer in die Geschichte hineinfinden. Das liegt aber wirklich an mir und nicht an der Geschichte. Ich mag lieber geradlinige echte Personen und konnte mit den surrealen Protagonisten in diesem Buch wenig anfangen. Die ersten 130 Seiten ziehen sich etwas in die Länge, auch wenn der Aufbau der Geschichte nicht langweilig ist. Durch die Befragung der Nachbarn über Lawrence's Verschwinden, lernen wir Victoria und die Einwohner des Ortes kennen.  Mich nervte, dass das Mädchen in keinem Gespräch eine Antwort bekam. Immer wurde das Gespräch unterbrochen oder es kamen nur kryptische Anspielungen. Das hat mich eher gelangweilt als Spannung aufgebaut. Victoria wirkt am Anfang mit ihren Ansichten ziemlich snobistisch und nicht sehr sympathisch. Als sie dem Verschwinden ihres Freundes Lawrence dann auf den Grund geht, wird sie mit jeder Zeile menschlicher. Wer viele Gruselbücher - und Filme gesehen hat, der merkt schnell, dass es in diesem Buch keine großen Überraschungen gibt. Alles war schon mal so oder so ähnlich vorhanden. (Witzigerweise musste ich auch immer an Räuber Hotzenplotz denken, da konnten die Kinder doch auch nicht aus dem Haus des böses Zauberers fliehen). Im zweiten Drittel entwickelt die Geschichte Tempo, aber es steigt auch der Grusel- und Ekelfaktor. Kinder, die nicht der guten Moral von Belleville folgen, werden in der Besserungsanstalt von Ms Cavendish "in Ordnung" gebracht. Die Eltern stehen ebenfalls im Bann der Leiterin des Erziehungsheims. Weshalb es ansonsten auch niemand merkt, dass die Kinder verschwinden. Durch Victorias Nachfragen gerät sie selbst in das Visier der Heimleiterin und nimmt den Kampf auf. Durch die Altersempfehlung ab 12 hätte ich niemals mit dieser Brutalität gerechnet (wenn man das so sagen kann). Ich habe mir etwas ganz anderes unter diesem Buch vorgestellt und war dadurch entsetzt. Vielleicht sind die Kids von heute härter, als ich damals, aber ich würde es trotzdem nicht an diese Zielgruppe weiterempfehlen. Das Ende lässt Spielraum für weitere Bücher. Leider bleiben für mich auch viele Fragen ungeklärt (oder ich hatte den roten Faden verloren?!). Fazit: Ich bin unter den falschen Voraussetzungen an dieses Buch herangegangen und konnte mit den surrealen Personen und der düsteren Stimmung nicht viel anfangen. Wer Tim-Burton-Filme mag und leichte Horror Schockmomente liebt, dem könnte dieses Buch gefallen. Ich denke es ist wirklich Geschmackssache. Wegen der Längen und offenen Fragen vergebe ich drei Sterne.

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  • Das Haus der verschwundenen Kinder

    Das Haus der verschwundenen Kinder
    sabz

    sabz

    26. December 2014 um 15:53

    Kurzbeschreibung: Alle Erwachsenen können dir gefährlich werden – und Mrs. Cavendish besonders! Das Leben in der beschaulichen Kleinstadt Belleville ist genau so, wie die zwölfjährige Victoria es gern hat: übersichtlich, vorhersehbar und aufgeräumt. Und Victoria mit ihrem strengen Zopf, den ordentlichen Kleidern und den hervorragenden Noten passt perfekt nach Belleville. Eine einzige Unregelmäßigkeit erlaubt sie sich: den verträumten und vergesslichen Lawrence, der so ganz das Gegenteil von ihr ist. Lawrence ist ihr bester Freund. Als er plötzlich spurlos verschwindet, ist es allerdings vorbei mit Victorias geordnetem Alltag. Sie würde es nie zugeben, aber sie vermisst ihn furchtbar. Daher stellt sie auf eigene Faust Nachforschungen an. Was Victoria entdeckt, gefällt ihr gar nicht: Unter der glatten Oberfläche von Belleville verbirgt sich ein dunkles Geheimnis. Eines, das offenbar in der Erziehungsanstalt von Mrs. Cavendish seinen Ausgang nimmt. Die rebellischen Kinder, die dorthin geschickt werden, kommen ungewöhnlich still und brav zurück – oder gar nicht mehr. Steckt Mrs. Cavendish hinter Lawrences Verschwinden? (Quelle: Heyne Verlag) Meinung:  Zu Anfang dachte ich ja, ich habe es mit einem Kinderbuch zu tun, doch je mehr ich mich in diese Geschichte hineingelesen habe, umso mehr hatte ich das Gefühl dass es doch kein "typisches" Kinderbuch zu sein scheint.  Victoria ist die Hauptprotagonistin in der Geschichte. Sie ist eine Perfektionisten, eine Musterschülerin & vorzeige Tochter. Doch als ihr bester Freund verschwindet, bröckelt ihre perfekte Welt etwas. Sie beginnt zu forschen & zu recherchieren und findet schnell heraus, dass auch andere Kinder verschwinden und langsam in Vergessenheit geraten.  Auch die Erwachsenen verhalten sich sehr komisch und dann sind auch noch überall diese komischen, stinkenden Käfer. Schnell ist Victoria klar dass hier etwas ganz & gar nicht stimmt und sie macht sich auf die Abenteuerliche Suche nach Lawrence und den anderen Kindern - denn sie vermutet bereits wo sie sind, und dass Mrs. Cavendish, die Leiterin des Kinderheimes, ein schreckliches Geheimnis hat.  Victoria kommt auch in dieses Heim und muss zusehen, mit welch Grausamen Dingen hier den Kinder "gutes benehmen" gelehrt werden soll und auch wie grausam die Bestrafungen aussehen. Und ihr Ziel ist es, sich selbst & die Kinder zu Retten damit ihre Perfekte Welt wieder wird wie sie vorher war.  Das Buch hat ein wunderhübsches Cover das einfach nur toll aussieht im Regal und auch das Innenleben kann sich sehen lassen. Zahlreiche Illustrationen zieren die Seiten & auch diese Käfer sind das ganze Buch hindurch unser Begleiter.  Eine wirklich spannende, gruselige & unglaubliche Geschichte !!  Mein herzlichster Dank geht an den Heyne Verlag, für dieses tolle Rezensionsexemplar !! 

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  • Das Haus der verschwundenen Kinder (Claire Legrand)

    Das Haus der verschwundenen Kinder
    LieLu

    LieLu

    14. December 2014 um 15:55

    Heyne fliegt Die Autorin Claire Legrand war selbst Musikerin, bevor sie merkte, dass vor allem das Selbstschreiben ihr am meisten Spaß macht. Mit ihrem Debütroman trifft sie vor allem im Bereich des Kinderbuchgenre mitten ins Schwarze, denn das Buch wurde bereits mit dem Preis als bestes Jugendbuch 2012 ausgezeichnet. Die Autorin arbeitet und lebt derzeit in New Jersey. Das Haus der verschwundenen Kinder Victoria ist in allem die Beste, das muss sie auch sein, allein schon, um ihre Eltern zu beeindrucken. Da sie jedes Jahr Jahrgangsbeste wird, hat sie damit auch keine Schwierigkeiten, leider aber auch nicht besonders viele Freunde. Ihr einziger Freund ist Lawrence, den sie zu ihrem Projekt gemacht hat. Denn auch er hat durch seine spezielle Art und seine Liebe zur Musik und dem Klavierspiel keine Freunde. Die beiden unterschiedlichen Kinder sind durch diese Umstände zu guten Freunden geworden, weshalb es Victoria natürlich auffällt, dass sich Lawrence seit einigen Tagen seltsam benimmt. Dazu kommt, dass einige Schüler nicht mehr in der Schule erscheinen. Sie scheinen verschwunden zu sein. Die penible und ordentliche Victoria kann das nicht hinnehmen und macht sich auf Spurensuche. Alle Wege scheinen sie auf das seltsame Kinderheim von Mrs. Cavendish zu führen, welches hinter dicken, dunklen Mauern versteckt liegt. Dieses düstere Anwesen interessiert Victoria brennend. Als dann auch noch Lawrence verschwindet, geht sie aufs Ganze und begibt sich dabei selbst in große Gefahr… Fazit Ein schönes und fantasiereiches Kinderbuch mit einer gehörigen Portion Grusel und Horror. Victoria ist eine zu Beginn ein wenig nervige Protagonistin, da sie ständig überall die Beste sein muss und nicht einmal eine Zwei auf ihrem Zeugnis duldet. Denn mit dieser Zwei ist sie nicht mehr Jahrgangsbeste, sondern Jill und das geht keines Falls. Im Laufe des Romans ändert sich ihr Verhalten jedoch grundlegend. Sie beginnt anderen Menschen helfen zu wollen und macht es sich zur Aufgabe die verschwundenen Kinder wieder zu finden. Ihr Freund Lawrence ist eines dieser Kinder, er ist durch sein Verhalten ein wenig interessanter Protagonist, der für sein Leben gern Klavier spielt und sonst keine Freunde hat. Als er sich eines Tages seltsam verhält und anschließend urplötzlich verschwindet, hält es Victoria nicht mehr aus und beginnt ihn zu suchen. Die Figuren der Mrs. Cavendish und Mr. Alice sind ein wenig schwierig und scheinen von Beginn suspekt. Man kann auch als Leser ihren Charakter sehr schwer einschätzen, da sie düster und wenig vertrauenserweckend auftreten. Der Schreib- und Erzählstil der Autorin ist angenehm und flüssig. Sie schreibt aus dritter Perspektive, man hat jedoch immer Victorias Leben vor Augen. Der Leser kennt ihre Gedanken und kann diese meist sehr gut nachvollziehen. Sehr schön finde ich das Cover des Romans gestaltet, zudem finden sich auch im Buch wunderschöne Illustrationen, welche ich ebenfalls ansprechend finde. Alles in allem ein gelungenes Kinderbuch, welches gut für Kinder ab 10 Jahren geeignet ist. Einige fantastische Elemente fand ich für ein Kinderbuch ziemlich gruselig und auch ein wenig eklig, weshalb ich 10 Jahre für ein gutes Alter erachte. Vor allem die Themen Familie, Freundschaft und Vertrauen spielen im Roman eine große Rolle, was ich für Kinder dieses Alters als äußerst wichtige Werte empfinde, die es zu vermitteln gilt. http://immer-mit-buch.blogspot.de/2014/12/das-haus-der-verschwundenen-kinder.html

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