Claire Messud Des Kaisers Kinder

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Inhaltsangabe zu „Des Kaisers Kinder“ von Claire Messud

Sie sind privilegiert und zerstören sich dennoch beinahe selbst ... Große Ziele hatten sich die drei Freunde aus wohlsituierten Verhältnissen für ihr Leben gesetzt. Jetzt, im Jahr 2001, sind sie um die dreißig, leben in New York und müssen feststellen, dass sie ihren Erwartungen nicht gerecht geworden sind. Marina ist ohne festen Job, ihre Freundin Danielle hat zwar eine feste Stelle, weiß aber nichts mit ihr anzufangen, und Julius versucht, seinen aufwändigen Lebensstil mit dem Schreiben von Literaturkritiken zu finanzieren. Eines Tages taucht Marinas Cousin Bootie auf, ein Studienabbrecher, und begeht eine Tat, die die drei Freunde dazu bringt, ihr Leben zu ändern. Ein meisterhafter Großstadtroman, nominiert für den Man Booker-Preis.

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  • Rezension zu "Des Kaisers Kinder" von Claire Messud

    Des Kaisers Kinder
    HeikeG

    HeikeG

    18. August 2008 um 13:43

    Imposante Fassade, aber hohles Monument In den Jahren nach dem 11. September 2001 haben viele Autoren das Thema 9/11, mit mehr oder minder großem Erfolg, zu ihrem Romangegenstand gemacht und nun auch die von der Kritik hoch gelobte Tochter einer Kanadierin und eines Franzosen, die 1966 in den USA geborene Claire Messud. Ihr Plot "Des Kaisers Kinder" spielt einige Monate vor und endet kurz nach dem schrecklichen Ereignis. Zu Beginn des Romans leiden die meisten Protagonisten des Romans unter einer Form der Paralyse, die zukünftige Richtung ihres Lebens zu bestimmen, sei es die 30jährige Tochter des "Kaisers, dessen Neffe, Frederick "Bootie" Tubb oder die besten Freunde Marinas: Julius, ein homosexueller Mitläufer und Danielle, das vermutliche humane Zentrum, um welches sich dieser Roman dreht. Doch leidet sie unter solch albernen Ally McBeal-esken Krisen in ihrem Liebesleben, dass ihre Glaubwürdigkeit nach den ersten hundert Seiten gefährlich suspekt erscheint., Die Charaktere sind maniriert, abwechselnd sanft oder ernsthaft lästig, gleichzeitig aber trotzdem äußerst mehrschichtige, komplexe und glaubwürdige Personen. Störend ist jedoch ihr pausenloser (und ziemlich auswechselbarer) Fluss der allzu übertrieben schlagfertigen Antworten, die Intellekt, Erfolg, Überheblichkeit, Liebeskummer oder was auch immer suggerieren. Versunken in ihrem Milieu halten sie den Leser in beträchtlicher emotionaler Entfernung. Das dem Untergang geweihte Idol, Murray Thwaite, ist dabei besonders flach gezeichnet. Trotz allem schafft es Messud, die vielen unterschiedlichen Handlungsfäden des Romans zu einigermaßen fesselnden Charakterstudien zu flechten, denen man wünscht, eine persönliche Entwicklung zu durchfahren und sich zu ändern. Doch - sie tun es nicht. Auch gelingt es der Autorin, die Spannung allmählich aufzubauen und je näher man dem 11. September kommt, zu kulminieren. Sie setzt jede Menge Vorzeichen und einige direkte Hinweise, so dass sich das Gefühl der drohenden Katastrophe bei "des Kaisers Kindern" lange vorher ankündigt. Gänzlich bedauernswert ist es, dass der Roman an Schwung verliert, als sich die Tragödie tatsächlich ereignet. Am Ende dient 9/11 beinahe nur als Katalysator, um jedermanns Handlung zusammenzufassen. Störend ist auch, dass Messud ihre Prosa mit unzähligen Kommata (auch längere Klammereinschübe finden Verwendung, die etwas näher erläutern wollen, den begonnenen Satz jedoch aus ihrem Zusammenhang reißen und das Gesamtverständnis stören) "verziert", welche zunehmend irritieren, weil sie nur dazu verwendet werden, die Sätze unsinnigerweise auszudehnen und separate Gedanken, gelegentlich sogar Dialoge, hinzuzufügen, so dass sie, wie dieser Satz hier, welchen ich, analog Messuds Text, versucht habe, als Beispiel nachzuvollziehen, einen zu technischen grammatikalischen Sound erzeugt, da man die meisten dieser Satzkonstrukte ein zweites Mal lesen muss, um den Gesamtzusammenhang erfassen zu können ;-) Diese Unsinnigkeiten verlieren sich jedoch gegen Ende des Buches. Erstaunlicherweise ist es Sabine Hübner trotzdem gelungen, eine lesbare und flüssige Übersetzung zu liefern. Fazit: Komplexes und interessantes Thema mit großen Ambitionen, dessen Umsetzung jedoch nicht schlüssig und eher oberflächlich gelungen ist.

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