Es ist das vierte Buch der „Liebe am Lago di Garda-Reihe“. Nach Lazise, Sirmione und Bardolino geht es nun nach Limone. Alle Bücher kann man unabhängig voneinander lesen, da jedes eine abgeschlossene Geschichte ist.
Mia ist die Köchin im „En Vogue“ und die Seele des Restaurants. Ihre Kreationen haben sogar zu einem Stern geführt. Doch Erik, der Inhaber und gleichzeitig ihr Freund, sieht das anders. Er beansprucht den ganzen Erfolg für sich und weigert sich, Mia zur gleichwertigen Partnerin zu machen. Als Mia sich dagegen wehrt und ihm dies dann auch endlich mal zur Sprache bringt, endet das in einem großen Streit und Erik feuert sie. Jetzt steht sie da, mit nichts und beschließt spontan, eine Auszeit zu nehmen. Es verschlägt sie an den wunderschönen Gardasee nach Limone.
Bei ihrem ersten Erkundungsgang durch den malerischen kleinen Ort lernt sie Cinzia Balotti und deren Vater kennen. Am nächsten Tag hat Mia eine schmerzhafte Begegnung mit einem sympathischen jungen Mann, als sie über dessen Obstkisten stolpert. Nachdem alle Zitronen wieder eingesammelt sind, stellt er sich ihr als Luca Balotti, Inhaber einer Plantage vor, auf der die besten Zitronen der Gegend wachsen. Behauptet er zumindest. Er ist der Bruder von Cinzia und von ihm erfährt sie, dass die Balottis nicht nur Besitzer der Limoncellimanufaktur und der Zitronenplantage sind. Die Familie Ballotti führt auch eine kleine Trattoria. Luca und seine Schwester haben das Restaurant zu einem Kochwettbewerb angemeldet und nachdem Mia sich als Köchin zu erkennen gibt, überreden die Beiden sie, ihnen dabei zur Seite zu stehen. Mia genießt es, wieder in der Küche zu stehen und gibt alles, um die traditionellen Rezepte zu erlernen. Und dabei erwacht ihr großer Wunsch nach einem eigenen Restaurant wieder zum Leben.
Zwischen Kochtöpfen, Pfannen kommen sich Luca und Mia näher.
Der Titel des Buches bezieht sich nicht unbedingt auf die Lovestory, die kommt ruhig und vorsichtig daher. Aber beim Kochen erleben wir Leidenschaft pur. Das Spiel mit den Zutaten, die Kreativität und auch das Chaos, welches in einer Küche manchmal herrscht, erlebt man richtig mit. Denn der Schreibstil der Autorin ist lebhaft, bildhaft und sehr gut zu lesen. Auch die schöne malerische Landschaft am Gardasee ist toll beschrieben und man bekommt Lust auf eine Reise dorthin.
Es war eine kulinarische Reise durch die italienische Küche. Beim Lesen habe ich eigentlich ständig Hunger auf Pasta gehabt. Wie toll, das auch gleich ein Rezept für ein Zitronensugo dabei war. Aber auch die italienische Lebensart, die Traditionen und auch die Familienstrukturen waren absolut authentisch dargestellt. Denn auch darum geht es in dem Buch. Alte Traditionen, notwendige Neuerungen, um mithalten zu können. Damit hat Luca zu kämpfen. Sein Vater lehnt stur jede Neuerung ab, die aber wirtschaftlich dringend notwendig wäre.
Es sind immer mal wieder italienische Ausdrücke eingefügt. Das hat mir gut gefallen, weil es die Geschichte abrundet. Es gibt auch ein Wiedersehen mit den Protagonisten der ersten Bücher. Ich mag es, wenn man bei einer Reihe alte Bekannte trifft
Ein tolles Buch, nicht nur für Liebhaber der italienischen Küche und des Gardasees, das ich gerne empfehle.