Claire Winter Die Schwestern von Sherwood

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Inhaltsangabe zu „Die Schwestern von Sherwood“ von Claire Winter

Die bewegende Geschichte zweier unzertrennlicher Schwestern und einer schicksalhaften Liebe 1948: Die angehende Journalistin Melinda kämpft im Nachkriegsberlin ums tägliche Überleben, als sie von einem anonymen Absender ein rätselhaftes Paket erhält. Die Bilder einer mystischen Moorlandschaft und eine ungewöhnliche Schachfigur führen die junge Frau nach England, zu einem geheimnisvollen alten Herrenhaus. Dort stößt Melinda auf die dramatische Liebesgeschichte zweier Schwestern im letzten Jahrhundert, die sehr viel mehr mit ihrem eigenen Leben zu tun hat, als sie zunächst ahnt …

ich liebe diese Zeitsprünge. Die seigende Spannung. Einfach wunderbar.

— Marlon300

Leider hatte ich Probleme mit dem Schreibstil und kam so schwer in das Buch. Aber für Familiengeheimnis- Leser ist es empfehlenswert.

— campino246

Romantisch, ergreifend - eine sehr schöne Geschichte!

— Karin_Kehrer

Schöner Herzroman mit intensiver Familiengeschichte!

— Mira20

Ein Buch mit vorhersehbaren Wendungen und das künstlich in die Länge gezogen wird!

— schokoloko29

Eine spannende Familiengeschichte, die einige unerwartete Wendungen bringt und den Leser von der ersten Seite an in ihren den Bann zieht.

— Larischen

ein tolles Buch,spannend und toll beschrieben!

— Goldammer

Tolle Liebes- und Familiengeschichte

— Ein LovelyBooks-Nutzer

Zwei Zeitebenen gut mit einander verknüpft, spannende Familiengeheimnisse und was fürs Herz. Mir hat das Buch sehr gut gefallen.

— QueenSize

Herz-Schmerz im und ums Herrenhaus. Gräßlich. Trivial. Zeitvergeudung.

— wandablue

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  • Gewöhnungsbedürftiger Schreibstil

    Die Schwestern von Sherwood

    campino246

    14. August 2017 um 09:05

    "Die Schwestern von Sherwood" waren mein erstes Buch von Claire Winter und ich hatte durch die guten Rezensionen hohe Erwartungen. Die Geschichte hat mir gut gefallen. Sie gefiel besonders wegen überraschender Wendungen und einem guten Erzähltempo, dass dem Leser ab der Mitte des Buches nicht langweilig wurde. Die Geschichte wird einmal aus der Sicht von Melinda, die über die Schwestern von Sherwood nachforscht, und aus der vergangenen Sicht von verschiedenen Handelnden erzählt. Dabei ist Melindas Teil, meiner Meinung nach, schwächer und konnte mich nicht überzeugen. Letzten Endes ist ihr Teil einfach eine Liebesgeschichte. Leider war ich zu Beginn nicht sehr glücklich mit dem Schreibstil. Mir fielen Formulierungen und Wortkombinationen auf, die mir falsch erschienen und das hat meinen Lesefluss gestört. Auch fand ich Melindas Geschichte zu Beginn sehr langweilig und wenig innovativ. So quälte ich mich dann durch die ersten 150 Seiten bis die Geschichte an Fahrt aufnahm und mich fesselte. Ich muss aber ehrlich sagen, dass ich kurz davor war, das Buch abzubrechen. Ich hatte eine Ausgabe von Weltbild und das Cover gefiel mir sehr gut. Es hätte auf jeden Fall meine Neugier geweckt, wenn ich mir das Buch nicht schon gezielt besorgt hätte. Fazit: Ich bin hin und hergerissen, da mich der Beginn wirklich gestört hat. Ich vergebe 3 Sterne (mit Tendenz nach unten). Letztendlich war es eine gelungene Geschichte über ein Familiengeheimnis mit gewöhnungsbedürftigem Schreibstil.

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  • Ein ergreifendes Schicksal

    Die Schwestern von Sherwood

    Karin_Kehrer

    03. August 2017 um 20:54

    Berlin, Nachkriegszeit: Die angehende Journalistin Melinda Leewald hält sich mehr schlecht als recht über Wasser. Als sie ein anonymes Paket bekommt, das Zeichnungen einer südenglischen Landschaft und Liebesbriefe eines Unbekannten bekommt, fühlt sie sich sofort an ihre Großmutter erinnert, die ebenfalls aus England stammte. Sie beginnt nachzuforschen, ohne zu ahnen, dass sie sich damit in Lebensgefahr begibt.Cornwall, Ende des 19. Jahrhunderts: Die beiden Schwestern Amalia und Cathleen Sherwood sind ein Herz und eine Seele. Der Ehrgeiz ihrer Mutter, in der adeligen Gesellschaft akzeptiert zu werden, stürzt die beiden Mädchen jedoch ins Unglück. Denn Lord Edward Hampton, Cathleens zukünftiger Ehemann, liebt die taube Amalia – eine Beziehung, die niemals sein darf.Die Geschichte wird auf zwei Zeitebenen und aus verschiedenen Perspektiven erzählt und liest sich trotz der mehrfachen Sprünge sehr flüssig und man kann sehr gut eintauchen in das Berlin der Nachkriegsjahre und auch in die englische Gesellschaft des ausgehenden 19. Jahrhunderts mit all den strikten gesellschaftlichen Regeln.  Besonders mit Amalia leidet man so richtig mit und erfährt auch, wie in der damaligen Zeit mit der Einschränkung der Taubheit umgegangen wurde. Da ich selbst Cornwall schon zwei Mal bereist habe, gefiel mir auch die Schilderung der Landschaft sehr.Zu Beginn hatte ich allerdings Schwierigkeiten, in die Geschichte einzutauchen, da sie doch erst einmal ein wenig langatmig wirkte. Mir war auch von Anfang an klar, wie Melinda mit den Schwestern von Sherwood in Zusammenhang zu bringen war, auch wenn die Einzelheiten erst nach und nach ans Licht kamen.Gestört hat mich ein wenig, dass Melinda immer als „die Deutsche“ bezeichnet wurde, obwohl sie doch halbe Engländerin war. Hier sollte wohl noch ein zusätzlicher Konflikt geschaffen werden, denn natürlich waren Deutsche in England damals nicht gerade beliebt. Alles in allem aber spannende, mitreißende und romantische Unterhaltung!

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  • Ich habe jede Seite geliebt!

    Die Schwestern von Sherwood

    Anjaxxx

    20. July 2017 um 14:35

    Meine Meinung: Dieses Buch hat ganz viel Seele.  Nachdem ich in letzter Zeit fast nur Thriller gelesen habe und dieses Buch schon soooo lange in meinem Regal auf mich wartet, dachte ich das es vielleicht mal eine Abwechslung ist. Ich habe bisher nur ein Buch der Autorin gelesen und war begeistert, also kann ja auch dieses nicht so schlecht sein, dachte ich. Ich wurde absolut nicht enttäuscht. Als ich anfangs noch versucht habe, die ganzen Namen der Protagonisten in meinem Kopf zu sortieren, war ich irgendwann mitten in dieser tollen Geschichte versunken.  Zuerst lernt man Melinda kennen, die ein geheimnisvolles Paket erhält und dann ganz bald auf den Spuren der Vergangenheit ist. Man liest abwechselnd von Melinda in den 1940er Jahren und von den Geschehnissen in England, Ende des 18. Jahrhundert. Ich war von beiden Erzählsträngen gleichermaßen fasziniert und habe vor allem was früher geschehen ist, förmlich aufgesaugt. Hier stößt der Leser auf eine unglaubliche Geschichten voller Liebe, Intrigen und dem Verlangen nach Anerkennung. Ich habe unheimlich gern von Amalia und ihrer Schwester gelesen und war begeistert und erschüttert zugleich über deren beiden Welt. Die tiefe Liebe der beiden zueinander hat mich hier sehr berührt und ich war, auch wenn ich mir einen zumindest kleinen Teil denken konnte, sehr gespannt wie die Geschichte der beiden mit Melinda aus Berlin zusammenhängt.  Nach und nach erfährt man immer mehr Zusammenhänge und je mehr ich gelesen habe, umso schwerer viel es mir das Buch wegzulegen, denn spätestens ab der Hälfte war ich in einem absoluten Sog gefangen und musste bis zum Ende durchlesen. Ich glaube, es gibt nicht viele Leser, die bei dieser Geschichte nicht weinen und kann nur von mir sagen, das es auf jeden Fall ein Buch ist, das mir noch sehr lange in Erinnerung bleiben wird.

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  • Vorhersehbar

    Die Schwestern von Sherwood

    schokoloko29

    25. March 2017 um 07:10

    Melinda lebt in den 1948 in Berlin. Ihre Mutter ist im letzten Kriegsjahr an Tuberkulose gestorben und sie muss sich daher alleine durchschlagen. Ihr Ziel ist es als Journalistin in einer Zeitung zu arbeiten. Durch eine paar "überraschende" Wendungen landet sie in London und erhält Schulungen wie man als Journalist eine wertfreie Berichterstattungen in Zeitungen hinbekommt. Da sie deutsche mit englischen Wurzeln ist entschließt sie sich nach Darmouth zu fahren, wo ihre familiären Wurzeln sind. Sie hat natürlich keine Ahnung was mit ihrer Oma und Mutter in England passiert ist. Und mit der Zeit entblättert sich das Familiengeheimnis.Dieses Buch kann ich nur empfehlen zu lesen, wenn man sein Gehirn nicht einsetzt. Es ist vorhersehbar und es entspringt nach einer Weile eine ganz einfach gestrickte Schmonzette. Bei dem ich das Ende nach 250 von 513 Seiten vorhersehen kann.Fazit:Das Buch ist für mich Zeitverschwendung. Ich finde es auch nicht gut das der Inhalt so extrem in die Länge gezogen wird!

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    • 7
  • Ein Monatshighlight !!!

    Die Schwestern von Sherwood

    engineerwife

    06. March 2017 um 16:15

    Kann man einen Lesemonat schöner beginnen als mit einem Schmöker, den man nach ein paar Seiten nicht mehr aus der Hand legen kann? Genau so ging es mir mit diesem Buch von Claire Winter. Das Buch beginnt mit einem Kapitel über die kleine Amalia, die dem Leser einen wunderbaren Einstieg in diesen Roman verschafft. Amalie reflektiert über ihren Albtraum nach der schweren Krankheit. Ganz langsam führt sie mich in ihre Geschichte ein, die auf besondere Weise mit Melinda verknüpft zu sein scheint. Während Melinda noch im Dunkeln tappt, lerne ich die guten und schlechten Seiten der Vergangenheit kennen. Die Seiten blätterten sich fast wie von selbst um, so zog mich der Schreibstil in den Bann. Während ich glaubte, kurz vor der Hälfte nun die Geschichte für mich vollkommen aufgeklärt zu haben, führte mich die Autorin immer wieder in neue Richtungen, stellte für mich Zusammenhänge dar, auf die ich nicht gekommen wäre und präsentierte mir Abgründe mancher Charaktere, die schier unmenschlich schienen. Der Roman hat eine Art happy end, wirkt aber überhaupt an keiner Stelle kitschig. Einen interessanten Touch erhält er durch das Thema Taubheit und wie mit dieser Behinderung/Krankheit vor guten hundert Jahren umgegangen wurde. Von mir eine Leseempfehlung mit viel Lust auf das nächste Claire Winter Buch. 

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  • Eine wunderbare Geschichte

    Die Schwestern von Sherwood

    Blackfairy71

    05. January 2017 um 15:04

    Berlin 1948. In der durch den Krieg zerstörten Stadt versucht die junge Melinda sich irgendwie als Journalistin durchzuschlagen. Als sie nach einem Vorstellungsgespräch bei einer Zeitung nach Hause kommt, findet sie in ihrem Zimmer ein geheimnisvolles Paket ohne Absender. Darin enthalten sind Liebesbriefe, in englischer Sprache verfasst, und Zeichnungen von einer geheimnisvollen Moorlandschaft, dem Dartmoor im südenglischen Devon. Dank ihrer kürzlich verstorbenen Mutter, die aus England stammte, kann Melinda die Briefe zwar verstehen, aber sie hat keine Ahnung, wer sie geschrieben hat oder für wen sie gedacht waren. Alle stammen anscheinend aus dem Jahr 1895. Dank einer Fortbildung kann sie nach England reisen und nutzt die Gelegenheit Nachforschungen anzustellen. Im Dartmoor hört sie die Geschichte zweier Schwestern, die Ende des letzten Jahrhunderts beide nacheinander im Moor zu Tode gekommen sein sollen. Beide lebten im Herrenhaus Sherwood...ein Name, den Melinda auch auf den geheimnisvollen Zeichnungen findet.  Allerdings sind einige Bewohner des Moores nicht sehr begeistert von ihren Fragen. Liegt das nur daran, dass sie Deutsche ist und der Krieg erst vor kurzem beendet wurde? Oder ist Melinda einem Geheimnis auf der Spur, das eigentlich nie ans Licht kommen sollte? Was für ein tolles Buch! Ich bin wirklich begeistert von der Geschichte und konnte einfach nicht aufhören zu lesen. Der Schreibstil der Autorin hat mir sehr gut gefallen, die Sprache ist wunderbar bildhaft und plastisch. Ich konnte beim Lesen die Trümmer von Berlin ebenso vor mir sehen wie die karge und doch wunderschöne Landschaft des Dartmoors und das viktorianische London. Ich war übrigens im Mai letzten Jahres selbst im Urlaub in Südengland und teile die Begeisterung für das Dartmoor.  Claire Winter gelingt es wunderbar, die Geschichte nach und nach schlüssig zu erzählen und immer wenn man denkt, jetzt weiß man, was passiert ist, kommt wieder eine neue Wendung. Oft ist das Ganze sehr emotional, aber trotzdem nicht kitschig.  Melinda und Amalia mochte ich gleich. Zwei starke Frauen, die zu ihren Lebzeiten das Beste aus ihrer jeweiligen Situation machen. Auch Cathleen war mir sympathisch, denn im Grunde ist sie ein Opfer und ein Spielball des Ehrgeizes ihrer Eltern, besonders ihrer Mutter. Ich hätte mir für sie ein anderes Ende gewünscht, aber angesichts der Umstände kann ich dieses sehr gut nachvollziehen. Edward ist in meinen Augen auch ein Opfer der damaligen Zeit, der Umstände und seiner Stellung in der Gesellschaft. Er ist seiner Familie verpflichtet und kann nicht anders handeln, auch wenn sein persönliches Glück dabei auf der Strecke bleibt. Und gerade deswegen fand ich das Ende dann doch wieder sehr schön.  "Die Schwestern von Sherwood" kann ich jedem empfehlen, der die Bücher von Kate Morton, Lucinda Riley oder Katherine Webb mag. Ein perfektes Buch, um für einige Zeit in eine besondere Geschichte einzutauchen. 

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    • 11
  • Ein spannendes Familiengeheimnis

    Die Schwestern von Sherwood

    Lerchie

    29. October 2016 um 16:19

    Südengland 1881, Prolog. Jemand hatte sie von zu Hause fortgebracht. Sie war krank, sehr krank. Und diese Krankheit hatte Folgen...Berlin 1948. Melinda wohnte zusammen mit anderen Mitbewohnern in einer Fünfzimmerwohnung. Die Vermieter waren sehr neugierig, aber bei ihr gab es nichts zu finden. Im Moment war sie für eine Bewerbung unterwegs….Zurück zu Hause erfuhr sie, dass sie ein Paket bekommen hatte. Der Inhalt verwirrte sie sehr, denn es gab keinen Absender…Sie bekam die Arbeitsstelle zunächst zur Probe und durfte sogar für eine Fortbildung nach London fahren. Das gefiel ihr sehr gut. Konnte sie dies doch evtl. mit einer Suche nach ihren englischen Wurzeln verbinden….Doch sie ahnte nicht, welchen Staub sie damit aufwirbeln würde….Dann gab es da noch die Kapitel, die viel früher spielen, siehe Prolog. Über diese Familie gab es immer wieder zwischendurch viel zu berichten….Und Melinda wollte alles wissen, und begab sich dabei auch noch in Gefahr….Welche Krankheit hatte sie? Und was waren dies für Folgen dieser Krankheit? Wo wollte Melinda sich bewerben? Was war in dem Paket, das Melinda erhalten hatte? Wieso gab es keinen Absender? Was suchte Melinda in England? Was ein Teil, oder gar beide Eltern, englischer Herkunft? Wieso wirbelte sie mit Ihrer Familienrecherche so viel Staub auf? Haben die früher spielenden Kapitel etwas mit Melinda zu tun? In welche Gefahr geriet Melinda bei ihrer Recherche? Alle diese Fragen – und noch viel mehr – beantwortet dieses Buch.Meine MeinungDas Buch ließ sich leicht und flüssig lesen. Es war gleich von Anfang an spannend. In der Geschichte war ich schnell drinnen und konnte mich auch gut in die Protagonisten hineinversetzen. Der Schreibstil war unkompliziert, es gab keine Fragen über den Sinn von Wörtern oder gar ganzen Sätzen. Amalia tat mir unendlich leid. Mir war gar nicht mehr bewusst, welche Folgen die Krankheit Amalias haben konnte. Die Mutter habe ich verflucht. Der ging es doch immer nur ums eigene Wohlergehen. Was Amalias Mutter getan hat ist durch nichts zu entschuldigen! Ich kann aber auch ihren Vater nicht verstehen, mit dem sich doch das Mädchen besser verstanden hatte, dass er letztendlich da noch mitgemacht hatte. Jeder, der das Buch liest wird wissen, was ich meine. Im Grunde ist diese Mutter an allem schuld gewesen….. Das Buch habe ich in einem Rutsch gelesen, konnte es einfach nicht aus der Hand legen, wenn es denn nicht unbedingt sein musste. Es hat mir sehr gute gefallen und bekommt von mir eine Lese-/Kaufempfehlung und volle Bewertungszahl!

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  • Ein Buch, bei dem das Lesen zu einer Reise wird

    Die Schwestern von Sherwood

    Saphier

    06. July 2016 um 12:48

    Wenn ich gekonnt hätte, hätte ich bereits nach den ersten hundert Seiten eine Rezension verfasse. Während des Lesens habe ich oft das Bedürfnis gehabt, meine Gedanken und Gefühle zum Buch aufzuschreiben. Es gab immer so viel was gesagt werden wollte. Das tat ich dann auch, indem ich Notizzettel vollgeschrieben habe. Auch wenn ich die Notizen in meine Rezension nicht einbringen kann, dadurch würde ich zu viel verraten, hat das Schreiben trotzdem geholfen. Wenn nicht, hätte ich den Roman nicht ohne weiteres weiterlesen können. Für mich war die Geschichte der Sherwood Schwestern eine Reise in die Vergangenheit, die mich mitgerissen hat. Ab den ersten Seiten war ich gefesselt. Die Autorin hat einen unheimlich flüssigen Schreibstil. Daran fehlt es vielen Autoren nicht, aber Claire Winter ist da doch ganz anders. Jedes einzelne Wort ist wichtig und nichts steht einfach mal so da. Ohne länger an einem Abschnitt zu verweilen, erzählt sie gezielt von der Liebe. Ein alles in allem außergewöhnliches Buch. Ich könnte nicht ausdrücken wie sehr ich das Gefühl vermisst habe gänzlich von einer Geschichte überzeugt und eingenommen zu werden. Ich habe mit Amalia, Chatleen und Edward gelitten, geliebt, und mich gefreut. Gleichzeitig war ich voller Hoffnung. Hinzu kam jedoch die Verzweiflung und Zerrissenheit der Charaktere, die mich als Leserin mitten ins Herz traf. Melinda lebt im Jahre 1948 in Berlin. Der zweite Weltkrieg liegt nicht weit zurück. Berlin ist weiterhin eine zerstörte Stadt, in der versucht wird die Wunden zu verarzten. Melinda bemüht sich um eine Arbeitsstelle als Journalistin. Neben ihrem Alltag wird ihr eines Tages ein Paket geschickte, in dem sich die letzten Reste einer großen Liebe befinden. Sie liest sich die Briefe durch und auch die Bilder sieht sie sich an. Melinda ist sich sicher, nicht ohne Grund wurden ihr die Bilder und Briefe geschickt. Auch mit ihrer eigenen Vergangenheit muss das Paket etwas zu tun haben. Nachdem sie immer neugieriger wird und rausfinden will an wen die Liebesbriefe geschrieben wurden, versucht sie mit eigenen Mitteln mehr über die Vergangenheit in Erfahrung zu bringen. Nicht nur für Melinda beginnt eine aufregende Zeit, nach der sie mehr über ihre Wurzeln erfahren wird, sondern auch der Leser begibt sich auf eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Beinahe alle Gefühle durchlebt der Leser. Prägend ist einzig und allein die tiefe Liebe. Amalia und Edward sind ein weiterer Beweis dafür, das die Liebe über den Tod hinaus geht. Über alles hinausgeht und stärker als alles auf der Welt ist. Lieber verrate ich nicht viel von der Handlung. Ich will nicht mal ein Bruchstück vorwegnehmen. Aufgefallen ist mir das Buch vor einiger Zeit in einem Forum. Zum Kauf kam ich erst, als das eBook zum halben Preis angeboten wurde. Sieben Monate verweilte es auf meinem SUB. Ich hätte es viel früher lesen müssen. Nur woher sollte ich wissen, dass mich hier eine unvergleichbar gute Geschichte erwartet? Im Grunde weiß ich nicht recht, wie ich meine eigenen Gefühle beim Lesen beschreiben soll. Im Buch wurde von Glück bis Unglück alles geboten. Aber auch das Lesen beinhaltete all das dazwischen. Als allererstes nistete sich der Gedanke ein, hier erwartet mich etwas großes. Weiter ging es mit Glück, Liebe und Verbundenheit. Schließlich griff das Schicksal ein. Fortgesetzt wurde es mit Trennung, Schmerz, Verzweiflung, Zerrissenheit und Hoffnung. Stehts habe ich gehofft vielleicht gibt es doch noch eine Chance. Wie sehr hätte ich alles aus dem Weg geräumt und Amalia und Edward unwiderruflich zusammengebracht Sie sind füreinander bestimmt. Ich liebe dieses Buch, Jedes Wort, jeder Abschnitt ist so kostbar. Ich werde Amalia, Chatleen und Edward nie vergessen. Genauso aber auch all die Nebencharaktere nicht, die zu ihrem Schicksal beitragen. Solange es solche schlechten Menschen gibt, kann die Welt nicht zu einem besseren Ort werden. Solange Menschen so gedankenlos und unüberlegt handeln, kann es dazu nicht kommen. Ich werde keinen einzigen Charakter vergessen. Diese Geschichte bekommt einen ganz besonderen Platz in meinem Herzen. In meiner Umgebung gibt es niemanden der so sehr liebt, aber ich wünsche alle Liebenden das selbe. Möge euch keiner trennen und bekommt die Chance auf eine gemeinsame Zukunft. Fazit: Gerne würde ich noch eine Menge dazu schreiben. Jedoch belasse ich es dabei. Ich empfehle dieses Buch nicht nur einfach so weiter. Ich dränge regelrecht dazu. Wer auch nur am Rande an einer großen Liebesgeschichte teilhaben will, der sollte sich das Buch zulegen. Für mich selbst steht fest, ich werde auch "Die verbotene Zeit" von der Autorin lesen. Es gibt kein entrinnen. Die Kurzbeschreibung klingt zwar sehr ähnlich, aber das ist mir im Grunde so ziemlich gleichgültig. Diese Autorin weiß viel zu gut was sie tut. Ich will ein weiteres Mal gefesselt und mitgerissen werden. Wenn die Möglichkeit bestehen würde, hätte ich mehr als fünf Sterne vergeben. Auch daran gibt es nicht zu rütteln. 

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  • Meine Meinung zu "Die Schwestern von Sherwood" von Claire Winter

    Die Schwestern von Sherwood

    Ping

    14. May 2016 um 13:32

    Spoilerfrei. Kurz-Rezension. "Die Schwestern von Sherwood" ist eine Familiensaga, der auch die Vergangenheit aufrollt. Zum einen spielt der Roman im Jahre 1948, wo Melinda im Nachkriegsberlin wohnt und ihren Weg als Journalistin bestreiten möchte. Eines Tages erhält sie ein mysteriöses Paket, dem sie auf den Grund gehen möchte. Zum anderen begeben wir uns beim Lesen zum Ende des 19. Jahrhunderts, um zu erfahren, was sich zu der Zeit zugetragen hat. Ich fand den Aufbau des Romans sehr gelungen. Am Anfang eines Kapitels wird immer der Namen der Person genannt, von deren Perspektive auf den folgenden Seiten erzählt wird, auch ein Datum wird so manchmal Mal angegeben. Innerhalb eines Kapitels wird erneut öfters in Abschnitte geteilt. Die Geschichte finde ich berührend erzählt und ich musste auch stellenweise weinen. Das ein oder andere Mal dachte ich mir, dass es nun wirklich ein arger Zufall ist, dass sich bestimmte Dinge im Buch zugetragen haben, aber davon abgesehen hat mich dieser Roman absolut überzeugt und ich kann mir vorstellen, wieder einmal ein Buch von Claire Winter zu lesen.

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  • Düsteres Buch für spannende Lesestunden

    Die Schwestern von Sherwood

    Kicherjulchen

    04. May 2016 um 09:47

    Auch die Lektüre dieses Buches ist schon eine Weile her, trotzdem möchte ich meine Leseeindrücke gerne mit euch teilen. Worum geht es: 1948: Die angehende Journalistin Melinda kämpft im Nachkriegsberlin ums tägliche Überleben, als sie von einem anonymen Absender ein rätselhaftes Paket erhält. Die Bilder einer mystischen Moorlandschaft und eine ungewöhnliche Schachfigur führen die junge Frau nach England, zu einem geheimnisvollen alten Herrenhaus. Dort stößt Melinda auf die dramatische Liebesgeschichte zweier Schwestern im letzten Jahrhundert, die sehr viel mehr mit ihrem eigenen Leben zu tun hat, als sie zunächst ahnt … England 1881: Nach vielen entbehrungsreichen Jahren hat es Elisabeth Sherwood zusammen mit ihrem Mann John zu Geld und einem wunderbaren Anwesen in Devon gebracht. Nun sollen ihre Töchter Cathleen und Amalia ihr die Türen zur besseren englischen Gesellschaft öffnen. Als Amalia nach einer schweren Scharlacherkrankung taub wird, richtet die Mutter all ihren Ehrgeiz auf Cathleen und arrangiert eine Heirat mit Lord Edward Hampton, Sohn einer verarmten Aristokratenfamilie. Auch Amalia kennt den jungen Lord. Sie begegnet ihm häufig im einsamen Dartmoor, wo sie ausgedehnte Spaziergänge unternimmt und stundenlang malt. Zwischen den beiden entspinnt sich eine leidenschaftliche Liebesbeziehung. Dann verschwindet Amalia plötzlich. Sie sei im Moor tödlich verunglückt, heißt es. Edward und Cathleen heiraten, doch ihre Familien sind gezeichnet von dem Unglück, das mit dem Verlust Amalias über sie hereingebrochen ist, und von der Schuld, die ein jeder von ihnen auf sich geladen hat … Leseeindruck: Die Autorin schreibt auch unter dem Namen Claudia Ziegler historische Romane. Bekannt war mir von ihr das Buch „Das Mädchen mit dem zweiten Gesicht“, welches mir seinerzeit überhaupt nicht gefallen hat. Ich habe mich über lange Strecken gequält und das Buch nach etwa der Hälfte genervt zur Seite gelegt. Ich kann gar nicht genau sagen, woran es damals lag, irgendwie war es nicht meins, ich hatte den Eindruck, es war „gekünstelt“, nicht lebensecht…? Vielleicht kennt ihr das Gefühl, welches sich bei manchen Büchern nach einigen Seiten einstellt und einen in der Regel die Leseprobe unbeeindruckt zur Seite legen lässt…. Trotzdem entschloss ich mich, auch aufgrund der vielen positiven Rezessionen und des Klappentextes selbst, welcher mich doch neugierig gemacht hat, es noch einmal mit Claire Winter zu versuchen. Und obwohl mich ihr Buch „Die Schwestern von Sherwood“ nicht vollends überzeugen konnte, so ließ es mich doch versöhnt zurück. Flüssig zu lesen, klasse recherchiert und über große Längen spannend und nicht unbedingt vorhersehbar erzählt, habe ich es gern gelesen. Das Buch vermittelt eine etwas düstere Grundstimmung, und zwar in beiden Erzählsträngen, was ich für mich jedoch als positiv empfand. Zudem erfährt der Leser einiges darüber, wie damals mit tauben Menschen umgegangen wurde und welches gesellschaftliche Schicksal ihnen beschieden war. Bildhaft beschrieben wird auch, wie schwer es seinerzeit war, in der Gesellschaft trotz fehlender Adelslinie akzeptiert und respektiert zu werden. Die Landschaftsbeschreibungen fand ich gut gelungen, Emotionen und Empfindungen wurden gefühlvoll und berührend wiedergegeben. Fazit: „Die Schwestern von Sherwood“ hat mir gut gefallen, es ist ein spannendes, informatives und gefühlvolles Buch mit nur wenigen Längen und einer düsteren und beklemmenden Grundstimmung. Obwohl bei mir der letzte Funke nicht überspringen mochte, kann ich das Buch guten Gewissens all jenen empfehlen, die gerne spannende historische Romane, die darüber hinaus auf zwei Zeitebenen spielen, mögen.

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  • Die Schwestern von Sherwood

    Die Schwestern von Sherwood

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Die bewegende Geschichte zweier unzertrennlicher Schwestern und einer schicksalshaften Liebe 1948: Die angehende Journalistin Melinda kämpft im Nachkriegsberlin um tägliche Überleben, als sie von einem anonymen Absender ein rätselhaftes Päckchen erhält. Die Bilder einer mystischen Moorlandschaft und eine ungewöhnliche Schachfigur führen die junge Frau nach England, zu einem geheimnisvollen Herrenhaus. Dort stößt Melinda auf die dramatische Liebesgeschichte zweiter Schwestern im letzten Jahrhundert, die sehr viel mehr mit ihrem eigenen Leben zu tun hat, als sie zunächst ahnt... Berlin 1948: Die angehende Journalistin Melina hat es in der Nachkriegszeit genauso schwer, wie alle anderen Menschen. Ihre Mutter war als kleines Kind mit ihrer Mutter aus Großbritannien nach Deutschland gekommen. Eines Tages erhält Melina ein Paket in dem sich merkwürdige Dinge befinden. Verschiedene Bilder eines alten Herrenhauses sowie eine Schachfigur. Dabei liegen zusammengebundene Briefe. Als Melinda beginnt, einen nach dem anderen zu lesen, begreift sie, dass diese Liebesbriefe an eine namenlose Frau gerichtet sind, in denen es um tiefe Gefühle und kostbare Augenblicke geht. Die Schachfigur kommt Melinda irgendwie bekannt vor. Neugierig auf ihre eigene Familiengeschichte beginnt Melinda, Nachforschungen anzustellen. Sie findet heraus, dass das Herrenhaus in Südengland stehen muss. England 1881: Der Familie Sherwood geht es gut. Die Eltern haben eine gutgehende Firma und sie haben ein stattliches Herrenhaus von einer verarmten Adelsfamilie gekauft, in dem die beiden Töchter Amalia und Cathleen aufwachsen. Elisabeth Sherwood, die Mutter der beiden, leidet sehr darunter, dass sie nicht von der gehobenen Gesellschaft anerkannt wird. So hofft sie darauf, dass ihre beiden schönen Töchter, die bald im heiratsfähigen Alter sein werden, in die gehobene Gesellschaft einheiraten können und so ein gutes und vor allem angesehenes Leben führen können. Amalia, die eine Behinderung hat, wird es in den Augen der Mutter wohl etwas schwerer haben, als Cathleen. Doch das Schicksal hat anderes vor... Der Schreibstil von Claire Winter hat mir außerordentlich gut gefallen. Leicht und fließend und gleichzeitig sehr berührend, konnte ich durch diesen Roman fließen. Sehr gut gefallen haben mir auch die beiden verschiedenen Zeitstränge, die abwechselnd erzählt wurden, so dass man nach und nach immer tiefer in die jeweiligen Zeiten eintauchen konnte. Beide Zeitstränge waren gleich gut erzählt, so dass man bei beiden immer neugierig blieb, wie es weitergeht. Ich habe diesen Roman, der sehr berührend und mitfühlend war, sehr genossen. Tiefe Gefühle und Drama gab es, genau das gehörte einfach mittenrein in diesen Roman und brachte alles perfekt zusammen. Er hat mir schöne Lesestunden geschenkt. Dies wird mit Sicherheit nicht mein letzter Claire Winter-Roman gewesen sein. Herzlichen Dank liebe Claire Winter.

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    • 3
  • Mehr Trivi geht kaum

    Die Schwestern von Sherwood

    wandablue

    Mehr Trivi geht kaum. Der Roman „Die Schwestern von Sherwood“ ist ordinäre Trivialliteratur. Von der langweiligen Sorte. Sehr ausgelutschte Herrenhausgeschichte. Natürlich kann die Autorin eine Story halten und sie kann einen Plot konstruieren, der vom Anfang zum Ende führt und sogar einige Überraschungen parat hält, doch sowohl formal wie inhaltlich bietet sie nichts Eigenes, nichts, was nicht schon tausendmal da gewesen wäre, nichts, was nicht schon xmal gesagt worden wäre. Bei den Überraschungen bedient sie sich ebenfalls reichlich aus der Klischeekiste. Man könnte an diesem Roman eine wunderbare Studie darüber durchführen, wie man Kitsch und Trivi erkennt. Formal ist die Autorin unoriginell und benutzt Standardformulierungen (der Trivi) mit häufigen Wiederholungen und Übertreibungen, die Prots sind aufgewühlt wegen jedem Scheiß, so dass ich um ihre emotionale Stabilität bitter bange. Inhaltlich wird der übliche Herrenhausabklatsch aufgetan, unwissende Erbin kommt dem Geheimnis ihrer Herkunft auf die Spur. Das Ganze wird ein bisschen garniert mit Petersilie des Nachkriegsdeutschlands, dem spukigen Dartmoor, finsteren Gesellen, die der Heldin ans Leder wollen, einem Retter, der ganz kurz verdächtigt wird, übel zu wollen und wenigstens ein Zipfelchen Kreativität besteht in einer gehörlosen Ahnin. Der aber wiederum vorhersehbar übel mitgespielt wird. Verbotene Liebe, Standesdünkel, Emporkömmlinge, Schwangerschaft, Intrigen, alles da. Es ist nichts ausgelassen. Habe ich Schwarz-Weiß-Malerei vergessen? Vorbild der Herrenhausliteratur dürfte wohl Daphne du Mauriers „Rebecca“ auf Manderley sein. Ich habe mich gewundert, wie der Roman auf meine Leseliste kam. Fünf-Sterne-Wertungen auf Buchblogs und Buchforen sind, wie man sieht, keine Garantie für ein wertvolles Buch. Fazit: Zeitverschwendung. Kategorie: L(s)eichte Unterhaltung Dianaverlag, 2013

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    • 11
  • Vom Schmöker zur Schmonzette

    Die Schwestern von Sherwood

    sursulapitschi

    Das Prinzip ist nicht neu. Junge Frau findet alte Unterlagen und erforscht ihre Vergangenheit. Zwei Handlungsstränge, Vergangenheit – Gegenwart, Geheimnisse, die gelüftet werden. Und obwohl ich Bücher nach diesem Strickmuster langsam leid bin, haben mich doch die Lobeshymnen meiner Freundinnen zu diesem Buch greifen lassen.    Es fängt auch ganz hübsch an. Während 1948 Melinda versucht, Journalistin zu werden, gerät 1887 Amalia ins Abseits, weil sie plötzlich taub ist und ihr Umfeld damit nicht klar kommt. Erstaunlicherweise ist die Geschichte auf beiden Zeitebenen interessant. Das hat man nicht oft bei solchen Büchern. Überall gibt es Geheimnisse, die nicht zusammenpassen. Die Liebesgeschichte ist originell und dramatisch, was sich auch super liest, bis das Drama irgendwann auf halber Strecke aus dem Ruder läuft. Amalia muss mehrfach sterben und ihrer großen Liebe entsagen, um zu überleben und Melinda geht es auch an den Kragen. Missverständnisse sorgen für Verwirrung, weil jeder jeden mit der Wahrheit verschonen möchte. Es wird anstrengend und lang. Wenn es dann daran geht, die Geheimnisse zu entschlüsseln, wiederholt sich auch noch viel. Auf dem Höhepunkt des Dramas war ich weitgehend gelangweilt.  Für meinen Geschmack will dieses Buch ein bisschen zu viel. Weniger Dramatik dafür mehr historisches Ambiente hätte mir besser gefallen. So fängt es an, wie ein schöner Schmöker, endet aber als böse Schmonzette. Schade eigentlich.

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    • 4

    krimielse

    04. March 2016 um 07:52
  • "Auf ewig verbunden durch das Band der Liebe"

    Die Schwestern von Sherwood

    heidi_59

    Die Schwestern von Sherwood Claire Winter -= Klappentext =-Die bewegende Geschichte zweier unzertrennlicher Schwestern und einer schicksalhaften Liebe 1948: Die angehende Journalistin Melinda kämpft im Nachkriegsberlin ums tägliche Überleben, als sie von einem anonymen Absender ein rätselhaftes Paket erhält. Die Bilder einer mystischen Moorlandschaft und eine ungewöhnliche Schachfigur führen die junge Frau nach England, zu einem geheimnisvollen alten Herrenhaus. Dort stößt Melinda auf die dramatische Liebesgeschichte zweier Schwestern im letzten Jahrhundert, die sehr viel mehr mit ihrem eigenen Leben zu tun hat, als sie zunächst ahnt … -= Leseeindrücke =- Berlin1948 Die Wunden des zweiten Weltkrieges in Berlin sind noch immer so frisch , als wäre es nicht schon ein paar Jahre her seit die letzten Bomben auf die Reichshauptstadt gefallen sind . Es scheint fast so als würde die Zeit stillstehen und es gibt kein Entrinnen aus den blutigen Trümmern . Die angehende Journalistin Melinda kämpft wie viele andere Menschen um ihr tägliches Überleben in der Nachkriegszeit. Das Essen ist knapp und rationiert ,nur gegen Essensmarken die sehr knapp bemessen sind , erhältlich. Kaffee zu ergattern grenzt an Unwarscheinlichkeit und wenn , dann ist er unbezahlbar , oder Muckefuck , ein Ersatzkaffee aus Malz . Das Tauschgeschäft auf dem verbotenen Schwarzmarkt blüht an jeder Ecke . Schmuck , Porzellan , Kleidung , egal was , egal wie wertvoll , wurde gegen etwas Essbares eingetauscht . Der Hunger war größer , als die Angst , dabei erwischt zu werden . Seit Melindas Mutter im letzten Kriegsjahr gestorben war fühlte sie sich heimatlos und allein . Ihre Mutter war als kleines Kind mit Melindas Großmutter aus Großbritannien nach Deutschland gekommen . Den Grund warum die beiden damals ihre Heimat verlassen hatten , wurde ihr nie erzählt . Melinda bewohnte ein kleines Zimmerchen bei einer neugierigen Familie und war froh das sie ein Dach über dem Kopf hatte und sich durch Übersetzungen für die Briten über Wasser halten konnte . Als sie eines Abends ein an sie adressiertes Paket ohne Absender erhält , ist Melinda sehr erstaunt als sie den Inhalt des geheimnisvollen Paket begutachtet. Bilder mit düsteren Moorlandschaften , Aquarelle und Tuschezeichnungen eines alten mystischen Herrenhaus und eine ungewöhnliche wunderschöne , filigrane alte Schachfigur aus roten Marmor . Sie erhofft sich etwas Auflösung in den Briefen zu finden , die zusammen gebunden und vergilbt in dem Karton liegen . Als sie den ersten Umschlag öffnet , liest sie einen Brief der auf Englisch an eine unbekannte Schöne geschrieben ist . Jeder weitere Brief offenbarte Melinda eine Liebe die von Brief zu Brief immer größer und intensiver geworden scheint und doch ist zwischen den Zeilen auch die Dramatik zu spüren , dass es nie mehr als diese gestohlenen kostbaren Momente geben kann , darf . Melinda ist vollkommen verwirrt . Keine Namen für wen oder von wem diese berührenden Liebesbriefe sind . Was hat das zu bedeuten ? Wer will das sie diese persönlichen Sachen erhält ? Das einzige was ihr einfällt ist das sie etwas ähnliches wie diese Schachfigur ,bei ihrer Mutter gesehen hatte , ein Schachspiel das nie benutzt werden durfte ,das nur den Sinn der Erinnerung hatte . In den Sachen ihrer Mutter findet sie die anderen Schachfiguren , die erst jetzt mit der roten Dame aus Marmor ein wunderschönes Ganzes abgeben. Sie vermisst ihre Mutter wieder einmal sehr , die ihr wohl als einzige etwas zu den Briefen oder Zeichnungen die vor über 60 Jahren angefertigt wurden sagen könnte . Melinda beginnt nachzuforschen wo die Zeichnungen gemacht wurden und wird nach kurzer Zeit in einem Antiquarischen Buch fündig . Diese dramatisch wirkende Moorlandschaft auf den Bildern , scheint in Südengland im Dartmoor in Devon zu sein. Als Melinda von der Tageszeitung Telegraf das Angebot bekommt in England an einer Schulung teilzunehmen und eine Reportage zu schreiben freut sie sich sehr , dass sie für eine kurze Zeit raus kommt aus dem zerstören Land . Vielleicht ist es ja sogar möglich das sie mal nach Devon fährt um Dartmoor anzusehen oder das alte Mannor zu suchen. England 1881 Elisabeth und John Sherwood glauben nach langer mühevoller Arbeit und Verzicht den Aufstieg zu den Reichen des Landes geschafft zu haben. Sie besitzen ein wunderschönes Herrenhaus das sie günstig von einer mittellos, verarmten britischen Adelsfamilie abgekauft haben . Die Firma läuft gut die Auftragsbücher sind voll . Zwei wunderbare Kinder , Cathleen und Amalia sind inzwischen geboren und erfreuen ihre Eltern. Es fehlt der Familie an nichts , nur die ausbleibenden Einladung der gehobenen britischen Gesellschaft lassen auf sich warten . Besonders Elisabeth bekommt es öfter zu spüren das sie und John, egal wie reich sie sein werden niemals den Ansprüchen der upper class genügen werden . Hier zählt nicht das Geld sondern die Herkunft ! So kommt es das Elisabeth ihre zwei Engel die sich ohne Worte verstehen und lieben als wären sie eineige Zwillinge , von einer angesehenen britischen Gouvernante erziehen lässt um der Familie so später den Eintritt in die gehobene Gesellschaft durch das Verheiraten ihren hübschen Töchtern in diese , zu ermöglichen. Die Pläne von Elisabeth scheinen aufzugehen , die zwei bildschönen Mädchen werden verzückt von der Londoner Gesellschaft angenommen. Aber nicht die Mutter ! Hochgearbeitet und Deutsche , das geht gar nicht ! Oder ? "Kaum zu glauben , das sind ihre Kinder"? Elisabeth schweigt und ist trotzdem glücklich . "In ein paar Jahren, dann sind die Mädchen im heiratsfähigen Alter und dann sind meine Töchter eine Lady von ..... und ich bin die Mutter, der Lady von ....."Doch das Schicksal hat seine eigenen Pläne und fragt Elisabeth nicht um Erlaubnis für eine Änderung, es schlägt brutal zu und nichts wird so sein wie es geplant war , gar nichts! -= Fazit =-Wieder einmal hat es die Autorin Claire Winter geschafft mich mit ihrem Buch zu verzaubern. Ich habe mich mit Melinda auf die Suche nach den Wurzeln ihrer Herkunft begeben , von Berlin in der Nachkriegszeit bis nach Südengland ins geheimnisvolle Dartmoor in Devon in Cornwall Ich war an der Seite von Cathleen und Amalia, die Schwestern von Sherwood . Ich habe die beiden Mädchen durch ihre Kindheit begleitet und in ihren schönsten und auch schwersten Stunden literarisch zur Seite gestanden .In Freude und Leid bis zum Ende , im wahrsten Sinne des Wortes. Der Schreibstil der Autorin hat für mich hohen Wiederererkennungswert , wunderbar leicht und doch so intensiv und berührend. Eine sehr bildhafte , detailierte Sprache mit gut ausbalanciert Sätzen und Darstellungen sorgt für ein schönes Leseerlebniss . Die Feder von Claire Winter versteht es die die Worte so zu skizzieren und formulieren , das sie mich sofort nach der ersten Seite gefangen nehmen und entführen . Ich klappe das Buch auf fange an zu lesen und lasse mich in die Geschichte fallen , ohne das ich was dafür tun muss , außer zu lesen . Aus Worte werden Bilder, die mich mitnehmen auf eine ganz besondere Reise . Ich bin ein Teil der Geschichte der "Schwestern von Sherwood". Was schöneres kann nicht passieren , wenn ich ein Buch zur Hand nehme und es lese . Die Kapitel sind im Perspektiven Wechsel geschrieben und einzelnen Protagonisten zugeteilt , so daß ich einen schönen Einblick in das Geschehen habe . Ich liebe diese Aufteilung der Geschichte , bei der ich mich auf zwei Ebenen befinde und Kapitel für Kapitel immer mehr die Zusammenhänge zwischen den Erzählungen zu einem Bild zusammen wachsen sehe . Wie ein wunderschöner Teppich aus Worten gewebt , bei dem das Muster immer besser zu erkennen ist und beim letzten Wort in seiner ganzer Schönheit und Tragik dem Betrachter zu Füßen liegt. Eine Geschichte die so schön und doch auch berührend und traurig ist . Von Liebe , Freude und Mut - Angst , Leid und Schmerz erzählt . Aber auch von Hoffnung , Neuanfang und ein neues Leben . Mir hat der Roman "Die Schwestern von Sherwood" sehr gut gefallen und zauberhafte Lesestunden bereitet . Ìch kann es jedem der gerne mit dem Herzen liest empfehlen. Ein Buch das Herz und Seele gleichzeitig berührt , so wie das wunderbare Buch : "Die verbotenen Zeit" das auch aus der hochwertigen Feder von Claire Winter stammt .Ich vergebe für "Die Schwestern von Sherwood" sehr gerne 5 Sterne ☆☆☆☆☆+ mit ♡ Ich bedanke mich ganz herzlich bei Claire Winter für ihre zauberhaften "Schwestern von Sherwood" und beim Diana Verlag , der es möglich gemacht hat das ich das Buch geschenkt bekommen habe . Buchdetails : Erscheinungsdatum Erstausgabe :22.04.2013, Aktuelle Ausgabe : 08.12.2014, Verlag : Diana TB, ISBN: 9783453358331, Flexibler Einband 576 Seiten, Lebenslauf Claire Winter : Claire Winter studierte Literaturwissenschaften und arbeitete einige Jahre als Journalistin, bevor sie entschied, sich ganz dem Schreiben zu widmen. Sie liebt es, in fremde Welten einzutauchen und hat schon immer eine Schwäche für die mystischen Landschaften Englands und Schottlands gehabt. Die Autorin lebt heute in Berlin. Zum Abschluss ein klein wenig hausgemachte Lyrik , in Anlehnung an den Roman , Für Amalia und ihre Eine Liebe ♡Für immer und ewig In Liebe und Schmerz ,Ich trag uns im Herzen Du bist mir nie mehr fern .Dich haltenDich spüren , in Freud und in Leid ach wäre es nur möglich ,für immer und ewig in Liebe mit Dir ♡<< copyright by Hk >> :o)

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  • Claire Winter - Die Schwestern von Sherwood

    Die Schwestern von Sherwood

    Elyssa

    07. February 2016 um 21:52

    "Eine geheime Botschaft, eine verbotene Liebe, eine tödliche Schuld" Soviel verspricht der Einband und lädt damit zu einer gemütlichen Schökerrunde mit bittersüßer Liebesgeschichte und düsterem Familiengeheimnis. Perfekt zum Abtauchen und Seele baumeln lassen. Die Geschichte wird in zwei Ebenen erzählt. 1948 bemüht sich Melinda in Berlin um eine Festanstellung als Journalistin. Als ihr anonym ein Paket mit alten Liebesbriefen und Landschaftszeichungen zugestellt wird kann sie damit zwar zunächst nichts anfangen, ist aber von den gefühlvollen Briefen an eine namenlose Frau fasziniert. Das Paket enthält jedoch noch einen weiteren Gegenstand, der eine Verbindung zu ihrer Großmutter hat. Somit sind persönliche und berufliche Neugier geweckt und Melinda versucht, das Geheimnis dieses Päckchens zu lösen und gleichzeitig mehr über ihre eigene Familie zu erfahren. In der zweiten Erzählebene geht es um die Schwestern Cathleen und Amalia die im englischen Dartmoore aufwachsen. Dieser Handlungsstrang setzt 1881 ein, als die damals sechsjährige Amalia durch eine Erkrankung ihr Gehör verliert und begleitet die beiden bis ins Erwachsenenalter. Schon bald führen Melindas Recherchen sie ins Dartmoore und auf die Spur von Cathleen und Amalia, der beiden Schwestern, die vor etwa 50 Jahren im Moor verunglückt sein sollen. Doch die Dörfler zeigen wenig Begeisterung dafür, dass Melinda an der alten Geschichte rührt. Hach ja, das Buch entwickelt sehr schnell eine Sogwirkung - ich war am Wochenende praktisch am Sofa festgetackert. Es liest sich angenehm flüssig, so dass sich schon nach wenigen Zeilen das Kopfkino einstellt. Also ideal, um in der Geschichte zu versinken. Gerade zu Beginn hat das Moor eine unwiderstehlich und leicht unheimliche Wirkung, die eigene Spekulationen um das Schicksal der dort verschwundenen Schwestern geradezu herausfordert. So einen gewissen Kitschfaktor gibt es natürlich schon, der gehört aber unbedingt dazu. Dabei muss ich sagen, dass ich wirklich beide Erzählebenen gleichwertig gut fand. Oft habe ich bei solchen Erzählstrukturen einen klaren Favoriten und warte nur darauf, dass es dort weitergeht, aber hier haben mir beide Teile gefallen und ich habe in beiden mitgefiebert. Cathleen und Amalia wachsen in einem reichen Haushalt auf, gehören jedoch zum großen Bedauern ihrer Mutter nicht zur Oberschicht. Durch ihre Töchter versucht diese nun, gesellschaftliche Verbindungen zu knüpfen. Die Behinderung von Amalia steht ihren Bemühungen jedoch im Wege, so dass mehr und mehr versucht wird, die beiden Schwestern zu trennen und Amalia vor der Öffentlichkeit zu verstecken. Ein großer Teil dieser Erzählebene wird aus Amalias Sicht geschildert, die sich nicht nur mit ihrer Taubheit arrangieren muss, sondern auch mit der gesellschaftlichen Ausgrenzung. Nur das enge Band zwischen den Schwestern bleibt erhalten. ... bis Amalia ihm im Moor begegnet und zum ersten mal ein Geheimnis vor Cathleen hat. Einfach zum Dahinschmelzen. Zum Ende hin vielleicht etwas viel Drama, aber trotzdem ein richtiges Wohlfühlbuch.

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