Clarín Die Präsidentin

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Inhaltsangabe zu „Die Präsidentin“ von Clarín

Neben Anna Karenina, Emmy Bovary und Effi Briest gehört die „Präsidentin“ Ana Ozores zu den großen Frauengestalten der Literatur: „Der beste spanische Roman des 19. Jahrhunderts.“ (Mario Vargas Llosa) Die schöne junge Ana Ozores droht in der Enge einer spanischen Provinzhauptstadt als Gattin eines schon betagten Gerichtspräsidenten zu ersticken. Das Leben hier wird beherrscht einerseits von der Kirche, andererseits von den Gesetzen der adeligen Gesellschaft, die Ana allenfalls etwa Koketterie und Liebelei zubilligen würde. Die Verführung naht in Gestalt des Don Álvaro Mesía, einem Mann von sinnlicher Ausstrahlungskraft. Die Ereignisse überschlagen sich – es kommt zu einem dramatischen Duell.

Geschafft, und ganz ehrlich, etwas erschlagen!!!

— sKnaerzle
sKnaerzle

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    Die Präsidentin
    sKnaerzle

    sKnaerzle

    12. January 2015 um 00:27

    Clarin schildert das Leben und Treiben der besseren Gesellschaft einer spanischen Provinzstadt in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Die Präsidentin Ana Ozores ist die angesehenste und einzige wahrlich tugendhafte Frau dieses Ortes. Denn obwohl der Ort konservativ ist und die Priester bei vielen Ereignissen heimlich die Fäden ziehen, lässt sich doch niemand die Lebensfreude verderben und so weiß eigentlich jeder, wer gerade mit wem ein Verhältnis hat. Ana wird von zwei Männern geliebt - dem Provinz-Don-Juan und einem hohen Geistlichen. Beide liebt auch sie, fühlt sich aber zur Treue gegen ihren Mann verpflichtet. Und so kann die ganze kleine Stadt darauf hoffen, dass ihr Idol bald vom Sockel gestoßen wird, was sie selbstverständlich mit Verachtung bestraft. Clarin beschreibt die Gesellschaft, in dem er Personen schildert und wie sie mit und gegeneinander agieren. Dabei interessiert er sich für jeden Einzelnen, untersucht ausführlich seinen Charakter und hat Verständnis für alle. Bei jedem findet er noch eine Tugend und er kennt sogar wahrhaft gütige Menschen - sehr im Unterschied zu Flaubert, mit dessen Madame Bovary der Roman im Klappentext verglichen wird. Clarin schildert sehr genau, jede Wendung der Handlung wird sorgfältig motiviert und erklärt. Aber das ist leider auch die Crux an dem Roman. Auf diese Art kündigt sich nämlich jedes Ereignis lange vorher an, Überraschungen sind fast völlig ausgeschlossen und so wird der Roman auf die dauer lang und langweilig. Der Stil scheint meist sehr sachlich, aber man merkt oft die Ironie und manchmal kommt eine richtig sarkastische Formulierung. Man liest also nicht nur lange, es wird auch Aufmerksamkeit gefordert.

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