Sternkinder

von Clara Asscher-Pinkhof 
4,6 Sterne bei24 Bewertungen
Sternkinder
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Das Buch geht unter die Haut, gerade weil es sehr sachlich gehalten ist. Unbedibgte Leseempfehlung!

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Inhaltsangabe zu "Sternkinder"

Zutiefst berührend: Kindersicht auf die Gräuel des Nationalsozialismus.
„Sternkinder“, das waren die jüdischen Kinder, die unter den Nationalsozialisten den Davidstern tragen mussten. Wie ihre Eltern und Großeltern erfuhren sie die Schrecken der Konzentrationslager, und verstanden doch oft nicht, was mit ihnen geschah. Clara Asscher-Pinkhof, die selbst deportiert wurde und nur durch großes Glück überlebte, beschreibt die Verfolgung durch die Augen der Kinder und findet so besonders eindringliche Bilder. Die Neuausgabe erscheint zum 80. Jahrestag der Reichspogromnacht mit neuem Cover und einem Vorwort von Ronald Leopold, dem Leiters des Anne-Frank-Hauses Amsterdam.
Das früheste Dokument über das Schicksal jüdischer Kinder und nationalsozialistischer Gewaltherrschaft ist ein erschütterndes Zeitzeugnis wie das »Tagebuch der Anne Frank«.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783791501062
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:0 Seiten
Verlag:Dressler
Erscheinungsdatum:24.09.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    makamas avatar
    makamavor 4 Jahren
    Kein Märchenbuch

    Man könnte es vom Titel her denken, aber dieses Buch ist alles andere als ein Märchenbuch --- es war bittere Realität.
    Es handelt von jüdischen Kindern in Holland -und ist in 4 Kapitel gegliedert.
    In Sternstadt geht es um die Kinder im Ghetto, noch dürfen sie mit ihren Familien im jüdischen Stadtteil bleiben - aber mit Judenstern und vielen vielen Verboten......
    In Sternhaus gehts schon einen Schritt weiter. Jüdische Familien sind einem ehemaligen Kino zusammen gepfercht - bevor es weiter geht ins Lager....
    In Sternwüste und Sternhölle geht es um das Lagerleben.... Männlein und Weiblein streng getrennt in den Baracken...
    Beim Lesen bekommt eine Gänsehaut...
    Dieses Buch sollte jeder Jugendliche und jeder Erwachsene gelesen haben, um zu verstehen, welches Unrecht damals geschen ist...
    Trotz alledem haben sich KInder oft ein Stück Kindheit bewahrt, doch man spürt auch die Verzweiflung.... die Ängste und Sorgen, die kein haben sollte.
    5 Sterne für dieses Buch dassschon 1961 erschienen ist und immer noch aktuell ist.
    Auch mein Buch ist schon über 40 Jahre alt und ich habe es das erste Mal als Jugendliche gelesen.

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    mabuereles avatar
    mabuerelevor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Das Buch geht unter die Haut, gerade weil es sehr sachlich gehalten ist. Unbedibgte Leseempfehlung!
    Kindheit mit dem Davidstern

    Wir schreiben 1941 in Amsterdam. Ein 6jähriges Mädchen freut sich. An ihr Kleid wird ein Stern genäht. Ihre kleine Schwester bekommt noch keinen, denn sie ist nicht alt genug. Doch als  sie aus der Schule zurückkehrt, weiß sie, dass der Stern keine Freude bedeutet.

    Das ist nur eine der Episoden, die die Autorin in ihrem Buch schildert. Das Buch ist in vier Abschnitten gegliedert. Die Sternstadt ist das Judenviertel in Amsterdam. Das Sternhaus ist die Schowwburg, die erste Station auf den Weg zur Deportation. Die Sternwüste ist das Durchgangslager Westerborg. Die Sternhölle ist das Konzentrationslager Bergen-Belsen. Die Namen sind bewusst gewählt, denn mit jeder Station nimmt die Menschlichkeit ab und die Grausamkeit zu.

    Die Autorin schildert Einzelschicksale, in jeder Station andere. Im Mittelpunkt stehen die Kinder. Ihre Gefühle und Gedanken bilden den Kern des Buches. Immer wieder gibt es Zeichen der Hoffnung, auch wenn nichts zu hoffen ist. Die Kinder können Leid, Elend und Angst verdrängen. Sie finden sich zu ihren Spielen. Doch dann kommen die bitteren Momente, wo die Realität in das Leben eingreift. Kleine Gesten der Barmherzigkeit, Hilfe von Niederländern und unerwartete Entscheidungen zeugen davon, dass nicht nur Härte und Grausamkeit reagiert, sondern sich mancher seine Menschlichkeit bewahrt hat.

    Die Berichte lesen sich sehr sachlich. Gerade dadurch wirken sie bedrückend. Kurz und prägnant wird die jeweilige Geschichte erzählt. Es geht nicht nur um eigene Erlebnisse. Es geht auch darum, dass die Kinder Dinge sehen, die sie nicht begreifen oder nicht verkraften können. Verlust ist gegenwärtig, Verlust von Familienmitgliedern, Freunden, Nachbarn. Das Buch zwingt mich als Leser zur Auseinandersetzung mit dem Thema und mit der Vergangenheit. Es ist ein Buch gegen das Vergessen. Die Geschichten  haben mich tief berührt. Besonders betroffen machen die Szenen, wo in verschiedenen Situationen die jüdischen Feiertage, oft im Geheimen, begangen werden. Für die Kinder sind die dabei erzählten Geschichten plötzlich Gegenwart, nur ist keine Königin Ester in Sicht, die in die Dunkelheit wieder das Licht bringt.

    Die Autorin gehört zu den Betroffenen. Es ist in jeder Zeile spürbar, dass sie erlebt hat, was sie beschreibt.

    Das Cover in dunklen Farben mit den ernsten Kinderaugen und dem eher blassen Stern passt ausgezeichnet.

    Das Buch kann ich nur weiterempfehlen. Es sollte zur Pflichtlektüre im Unterricht werden. Nie wieder sollen Kinder in Angst und Hoffnungslosigkeit aufwachsen müssen.   

     

    Kommentare: 1
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    TanteGhostvor 5 Jahren
    Sternenkinder – die Kinder mit den gelben Sternen auf der Brust

    Auf dem Cover habe ich zunächst einmal nur Augen gesehen. Ein altes Foto von einem Kind ist abgedruckt. Das Kind hat große, dunkle Augen. Schwer zu sagen, ob sie jetzt leer oder hoffnungsvoll sind. Das Kind selber sieht jedenfalls nicht besonders glücklich aus. Dieser Eindruck wird durch das Kind im Hintergrund noch unterstrichen. Betreten, fast beschämt, blickt es zu Boden.


    Meine Ausgabe wurde im Jahre 2010 neu von Mirjam Pressler übersetzt, die aus Respekt der Autorin gegenüber nichts verändert hat. Alles ist so gelassen, wie es Clara Asscher-Pinkhof, selber eines der Sternenkinder, einst niedergeschrieben hat.

    Als Sternenkinder werden hier all jene beschrieben, die auf Beschluss des Reichskanzlers, den gelben Judenstern auf ihren Sachen tragen mussten. Die Kinder waren stolz auf ihren Stern. So stolz wie man nur zu einem Glauben stehen kann. Unwissend, was danach noch für Repressalien auf sie zukommen sollten.

    Die Geschichte der Sternenkinder ist in mehrere große Abschnitte und viele kleine Kapitel unterteilt. In „Sternenstadt“ geht es um das Leben in einem Judenviertel. Darum, dass hier die Nahrung bereits knapp war. Um die Verbote, mit denen den jüdischen Leuten das Leben zur Hölle gemacht wurde und um das eine oder andere Einzelschicksal. Im Anschluss ließt man dann vom „Sternenhaus“. Hierbei handelt es sich um die Holländische Schouwburg. Ein Theater und Veranstaltungsort. Die Nazis haben es umfunktioniert als Sammellager für alle aufgegriffenen Juden. Hier wurden sie unter erbärmlichsten Bedingungen festgehalten und haben auf ihren Abtransport in die Konzentrationslager gewartet. Die Konzentrationslager werden hier als „Sternenwüste“ bezeichnet. Die Rede ist hier vom Durchgangslager Westerbork. Im Sommer eine staubig trockene Wüste und bei Regen eine einzige Schlammlandschaft. Von hier aus ging es für die internierten in wöchentlichen Transporten weiter nach Polen. Als „Sternenhölle“ wird das ehemalige Austauschlager Bergen-Belsen bezeichnet. In Wahrheit war es auch nur ein Arbeitslager, wie alle anderen auch. Denn tatsächlich fand nur ein einziger Austauschtransport statt.

    Die Autorin selber hatte Glück, in diesem Transport zu landen und beschreibt die Ungläubigkeit, das Hoffen und Bangn und die immer wieder zerstörten Hoffnungen. Besonders rührig war es, als ich dann am Ende ihre Erleichterung aus dem Text heraus spüren konnte, dass sie wirklich nach Palästina kommen sollten.


    Das Hardcoverbuch war durch seine Steifheit leicht unhandlich. Aber es war nicht besonders schwer, da nicht sehr viele Seiten zu lesen waren.

    Die qualitativ hochwertige Bindung hat es auch leichter zu handeln gemacht. Ich musste nicht ständig Angst haben, dass mir die Seiten heraus fliegen würden oder ähnliches.

    Textgröße und Seitenabstand waren sehr augenfreundlich. Zwei Nachmittage Dauerlesen, als ich Urlaub hatte, und schon hatte ich das Buch durch.

    Anfangs hatte ich mit dem Text so meine Schwierigkeiten. Das lag zum einen daran, dass das Buch anders geschrieben war, als ich es erwartet hatte. Zum anderen fand ich die Wortwahl der Autorin stellenweise aber auch sehr blumig. Vielleicht nicht immer passend zum Thema, aber dann auch wieder hochgradig authentisch, weil man schon gemerkt hatte, dass die hier aufgezählten Fakten nicht von ungefähr kommen.


    Laut dem Klappentext handelt es sich hier um ein Jugendbuch. - Ich finde, dann sollte es auch von der Jugen gelesen werden. Und zwar in der Schule!!!!

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    FlorianTietgenvor 11 Jahren
    Rezension zu "Sternkinder" von Clara Asscher-Pinkhof

    Es ist das erste Jugendbuch, das in Deutschland zum Thema Faschismus erschien, und meiner Meinung nach auch immer noch das beste. Bei Dressler gab es früher ein lesenswertes Vorwort von Erich Kästner, von dem ich nicht weiß, ob es erhalten blieb.
    Beeindruckend an diesem Buch, die Geschlossenheit der kleinen erzählten Episoden, die Warmherzigkeit, mit der immer wieder Hoffnung im Grauen geweckt wird, die Empathie mit dem Kindern in den Schilderungen.

    Gelesen habe ich die Version aus dem Dressler Verlag, die ich hier leider nicht gefunden habe.

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    Nat
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    Chris_Hartmannvor 8 Monaten
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    Raik_Thorstadvor einem Jahr

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