Clara Dupont-Monod , Clara Dupont- Monod Das Mädchen mit den Flügeln

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Inhaltsangabe zu „Das Mädchen mit den Flügeln“ von Clara Dupont-Monod

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  • Rezension zu "Das Mädchen mit den Flügeln" von Clara Dupont-Monod

    Das Mädchen mit den Flügeln
    Kristina_mit_K

    Kristina_mit_K

    28. February 2008 um 21:45

    Schauplatz ist eine kleine Tropeninsel vor der Küste Venezuelas. Wir schreiben das Jahr 1911. Die Bewohner unterschiedlicher Rassen leben im Einklang mit der Natur. Ein Quell für Mythen, Sagen und Legenden. Hier wird Eova Luciole [Glühwürmchen/frz.] geboren. Sie ist die Tochter der heiß umworbenen Theodora Lucile Palombio. Besonders Krämer Octavio buhlt um die Gunst der Witwe. Aber Theodoras ganzer Lebensinhalt ist ihr Kind. Bis Eova eines Nachts Flügel wachsen ... Ihr Umfeld reagiert mit Bestürzung und Entsetzen. Parallel wird die Insel von verheerenden Überschwemmungen heimgesucht – und Eova wird zur Zielscheibe niederträchtiger Aggressionen. Nach dem Aberglauben der Eingeborenen, trägt die offensichtlich Missratene die Schuld an der Katastrophe. Infame Anfeindungen und die brutale Ausgrenzung der Mutantin sind die Folge. Zu ihrem eigenen Schutz wird Eova auf das Festland geschickt. Genauer gesagt, in eine Anstalt für verwaiste und verwilderte Jugendliche. Eine gefühlskalte, strenge Umgebung, aus der das junge Mädchen entfliehen möchte. Vor lauter Verzweiflung verliert sie ihre Sprechfähigkeit und verstummt. Dann tritt Paco Aracas in ihr Leben. Er ergründet Eovas Geheimnis: die wundervollen, schneeweißen Flügel – und nimmt sie sozusagen »unter seine Fittiche«. Eine tiefe Liebe erblüht. Nach Eovas Rückkehr in ihr Heimatdorf trennen sich ihre Wege allerdings. Es kommt zu Irrungen und Wirrungen der Herzen. Wer genaue Erklärungen und Beleuchtungen erwartet, wird enttäuscht. Es liegt am Leser selbst, ob er bereit ist, sich für die kleine Erzählung zu öffnen. Die Flügel werden zum Sinnbild für Andersartigkeit. Nicht jeder vermag es, mit dieser Anomalie umzugehen. Wenige sind imstande, darin die tatsächliche Einzigartigkeit zu erkennen und wertzuschätzen. – Eine durchaus zeitgemäße Botschaft also. Clara Dupont-Monod schreibt in einer ausdrucksvollen, bildhaften Sprache, deren poetische Melancholie oft fast die Grausamkeiten überdeckt. Anrührend und ergreifend. In vielerlei Hinsicht erstaunlich.

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