Clara Gabriel Postkarten an Dora

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Inhaltsangabe zu „Postkarten an Dora“ von Clara Gabriel

Klappentext: Deutschland im Herbst 1905: wenn es nach ihrem Vater ginge, soll Dora Lehrerin werden, die Mutter sähe sie am liebsten unter der Haube. Doch die Siebzehnjährige hat andere Pläne, denn sie träumt von einer Karriere als gefeierte Schauspielerin im fernen Amerika. Der junge Offizier Alfred verliebt sich in sie, doch auch er kann sie nicht aufhalten. Dora brennt durch und begibt sich auf eine spannende Reise, die sie nicht nur auf die Bühne, sondern auch ins „falsche Amerika“ führt. Doch weder mit der Karriere, noch mit der Liebe läuft alles so leicht wie gedacht… Ein Buch über die Freiheit und den Mut, seine Träume zu verfolgen. Eine spannende Geschichte über eine junge Frau auf dem Weg zu sich selbst, weit wie der argentinische Himmel. (Quelle:'E-Buch Text/02.07.2017')

faszinierend von Anfang an und unheimlich leicht zu lesen........einfach ein tolles Buch.......

— Schmusekatze69
Schmusekatze69

Faszinierend....

— Bjjordison
Bjjordison

Eine junge Frau geht ihren Weg - komme, was wolle!

— mabuerele
mabuerele

Eine rasante Reise um die halbe Welt ... die sollte man sich nicht entgehen lassen ...

— engineerwife
engineerwife

Ein absolutes Meisterwerk, was gelesen werden will! Ein toller Debütroman, der es in sich hat!

— Diana182
Diana182

Sensationeller Debütroman mit interessanten Background-spannend bis zur letzten Seite!

— Tine13
Tine13

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    Postkarten an Dora
    Schmusekatze69

    Schmusekatze69

    11. September 2017 um 14:37

    Clara Gabriel findet eine alte Postkartensammlung von 1905-1912. Diese alten interessanten Karten inspirieren sie zu ihrem ersten Buch. Fazit:Die Story hat mich sofort gefesselt und ließ mich das Buch regelrecht verschlingen.Die Geschichte führt den Leser von Deutschland im Jahr 1905, über England ins Amerika der damaligen Zeit. Die Gegebenheiten, die Zeit an sich sind so bildlich und toll beschrieben, dass man manchmal das Gefühl hat, die Gerüche zu riechen bzw. den Dreck zu spüren.Man taucht regelrecht in die Geschichte ein, fühlt und leidet mit den Protagonisten mit. Schillernd und so unverblümt, wie es damals war, werden die Probleme der Frauen und Menschen der damaligen Zeit beschrieben. Aber auch von ihren Träumen und der Risiko Bereitschaft sie zu erfüllen erfährt man und muss auch miterleben, wie sie sich in Luft auflösen. Auch die beängstigenden Seiten des Lebens werden unverblümt behandelt und die vielen dunklen Seiten der Gesellschaft kommen zu Tage.Wieder einmal wurde mir bewusst, dass ich in der Zeit nicht leben wollte.Ein so tolles Buch, das unbedingt gelesen werden sollte, wenn man sich für diese Zeit interessiert.Einfach nur toll !!!!!!!!!!!

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  • Super gelungen!

    Postkarten an Dora
    Starry-sky

    Starry-sky

    06. September 2017 um 13:27

    Was mich zuerst aufmerksam gemacht hat, ist das sehr schöne, altmodisch gestaltete Cover des Buches. Dort sehen wir eine junge, anmutige Dame mit hellem und aufmerksamen Blick. Man erkennt also sofort, dass es sich um einen historischen Roman handelt, dessen Hauptfigur eine junge Dame ist, worauf der Titel schon schließen lässt.  Die Handlung beginnt damit, dass wir die Hauptfigur des Romans, namens Dora, kennenlernen. Sie wirkt sympathisch, authentisch und für die damalige Zeit außergewöhnlich selbstständig. Im Laufe der Geschichte lernt der Leser Dora immer besser kennen, begleitet ihren Weg und ihr Leben, leidet und hofft mit ihr. Ebenso stehen immer weitere Figuren im Fokus, die allesamt vielseitig gestaltet. Dadurch bringen die verschiedenen Charaktere viel Spannung und Spaß beim Lesen in die Geschichte, was der Autorin sehr gut gelungen ist. Der Schreibstil ist ansprechend und flüssig, sodass man auch längere Passagen am Stück lesen kann. Die Seiten fliegen wie im Flug und ich wollte das Buch nicht mehr bei Seite legen, weil ich so tief in die Handlung eingetaucht bin. Man merkt, dass die Autorin viel Zeit in Recherche investiert hat. Sie beschreibt detailliert und anschaulich, sodass man ein gutes Bild der damaligen Zeit und der Geschehnisse der Geschichte bekommt. Das ist für mich ein großer Pluspunkt, weil dadurch ein besonderes Leseerlebnis geschaffen wurde.  Besonders gut fand ich auch, dass es immer wieder Überraschungen gab, die ich vorher nicht erwatet oder erahnt hatte. Das ist unter anderem auf die vielseitigen Charaktereigenschaften der handelnden Personen zurückzuführen.  Obwohl ich ein etwas anderes Ende erwartet hatte, konnte mich dieses tolle Buch voll und ganz überzeigen, sodass ich es uneingeschränkt weiterempfehlen werde.

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  • Kann ich nur weiterempfehlen

    Postkarten an Dora
    Bjjordison

    Bjjordison

    02. September 2017 um 19:38

    Was für ein gelungener Debütroman über Freundschaft, Liebe und Verluste in einem sehr interessanten Setting. Wir dürfen hier Dora treffen, die im Jahre 1905 lebt und eigentlich Lehrerin werden sollte, wenn es nach den Wünschen ihres Vaters ginge. Allerdings ist das so gar nicht ihr Wunsch, denn sie träumt von einer Karriere als Schauspielerin. Ihren einzigen Ausweg sieht sie in der Flucht und so beginnt die Reise von Dora. Mir hat die Handlung sehr gut gefallen, denn ich fand es irre spannend zu erfahren, ob Dora glücklich werden oder sonst noch alles passieren wird, denn gerade zu Beginn wusste man ja nicht, ob sie vielleicht doch noch ihr Vater finden wird. Als es dann weiterging über London nach Südamerika habe ich dann regelrecht mitgefiebert, denn die Beschreibungen waren so intensiv, dass ich schon manchmal dachte, was passiert denn jetzt. Besonders ansprechend fand ich, dass die Autorin, Dinge in die Handlung hat fließen lassen, die damals wirklich passiert sind, wie zum Beispiel, dass junge Mädchen nach Südamerika gebracht wurden und man diesen leere Versprechungen gemacht hat und sie dann das komplette Gegenteil erlebt haben. Dora fand ich einen tollen Hauptcharakter. Mir wirkte sie sympathisch und ich fand sie recht authentisch, obwohl ich doch manche Handlungen nicht zu 100% nachvollziehen konnte. Der Schreibstil der Autorin ist wunderbar. Das Buch lässt sich sehr leicht lesen und ich fand alles sehr verständlich. Gefallen haben mir auch die Beschreibungen der unterschiedlichen Locations, wie London. Das Cover gefällt mir sehr gut. Ich finde das Design passt wunderbar zur Handlung. Fazit: 5 von 5 Sterne. Klare Kauf – und Leseempfehlung.

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  • Postkarten an Dora

    Postkarten an Dora
    MarySophie

    MarySophie

    02. September 2017 um 11:50

    Deutschland im Jahre 1905 Dora, eine junge und amitionierte junge Dame hat genaue Pläne, was sie erreichen will. Ihr größter Wunsch ist es, Schauspielerin zu werden und auf den großen Bühnen Amerikas aufzutreten. Doch ihre Eltern haben vollkommen andere Pläne für sie, die Mutter wünscht sich, dass die Älteste Tochter schnell unter die Haube kommt, der Vater erwartet, dass die Tochter Lehrerin wird. Aus diesem Grund will er seine Tochter auf eine Schule schicken, wo sie sich auf eine spätere Karriere als Lehrerin vorbereiten kann. Doch alles kommt anders als gedacht, die Siebzehnjährige Dora trifft auf der Reise den Offizier Alfred, ein gut aussehender und sympathischer junger Kerl, und hat auch nicht vor, den Weg zu begehen, den die Eltern für sie vorgeschrieben haben. Sie entwischt der Aufsicht und begibt sich auf eine spannende Reise, die sie in verschiedene Länder führt und viele interessante Personen treffen lässt. Und dabei läuft es nicht nur in der Karriere, sondern auch in der Liebe nicht so rund wie ursprünglich gedacht. Meinung: Auf dem Cover ist viel los, was sich auch später in der Geschichte wiederspiegeln wird. Für mich war die junge Dame auf dem Cover sofort ein Blickfang, sie steht sehr stark im Vordergrund, was durch ihr Make-Up, sowie Frisur und Kleidung noch verstärkt wird. Sie blickt den Betrachter direkt an und wirkt dabei gleichzeitig herausfordernd, aber auch hochmütig und neckisch. Der restliche Teil des Covers zeigt Andeutungen auf den Inhalt des Romans, was ich sehr gelungen finde. Obwohl sich so viele Motive auf dem Cover befinden, wirkt alles harmonisch und in keinster Weise überladen. Schon anhand Leseprobe wusste ich, was mich von der Schreibweise her erwartet und konnte mich dadurch leicht auf den Schreibstil einlassen, was mir ein flüssiges Lesen von der ersten Seite an ermöglichte. Dieser positive erste Eindruck hat sich während des Romans noch verstärkt. Besonders gut gefallen hat mir, dass viele Szenen, besonders am Anfang, sehr ausführlich beschrieben wurden und ich dadurch den Eindruck hatte, dass ich als Leser mit den Protagonisten in einem Raum stehe und die Dinge zusammen mit ihnen erlebe. Somit fiel es mir auch viel leichter, die verschiedenen Charaktere wahrzunehmen, mit ihnen zu sympathisieren oder sie einzuschätzen. Insgesamt lässt sich sagen, dass die Protagonisten ihre Eigenarten haben und sehr lebendig gezeichnet wurden, was die Einschätzung der Handlungen einfacher macht. Die Ereignisse finden in einem Zeitraum von mehreren Jahren statt. Im Jahr 1905, mit welchem das Buch beginnt, lernt der Leser Dora und ihre Familie kennen, sowie gibt es einen Einblick in ihre Leben in ihrer Heimat Schleusingen. Über die verschiedenen Jahre, die behandelt werden, reist Dora in der Welt herum, und betritt sogar einen anderen Kontinent. Letztendlich schließt das Buch mit einem kurzen Epilog aus dem Jahr 1912. Die erzählte Zeit beinhaltet damit 7 Jahre, welche teilweise sehr schnell vergehen, weil viele Dinge geschehen und Dora vieles erlebt. Während des Romans hat es mir teilweise gefehlt, dass es zwischendrin keine zeitliche Einordnung gab. Ein kurzer Hinweis am Anfang des Kapitels, zu welcher Jahreszeit und in welchem Jahr dieses stattfindet, hätte mir schon gereicht. Dora erlebt in den 7 Jahren, welche beschrieben werden sehr viel, trotzdem gab es für mich leider mitten im Buch einige Kapitel, welche Längen hatten und bei denen ich mich etwas triezen musste, um weiterzulesen. In diesen Kapiteln gab es zwar durchaus Ereignisse, jedoch hatte ich das Gefühl, dass die Protagonisten auf der Stelle treten und nicht aus dem Quark kommen. Sie drehten sich immer wieder im Kreis und es war kein Ende in Aussicht. Doch glücklicherweise war dies nicht von langer Dauer und irgendwann kam für mich wieder mehr Schwung in die Handlung. Am Ende des Romans bleiben viele Fragen und ungeklärte Dinge offen, was ich einerseits gelungen finde, worüber ich andererseits aber auch etwas traurig bin, weil ich so gerne wissen würde, was aus Protagonisten geworden ist und wie es Dora weiterhin ergeht. Andererseits, wie schon erwähnt, gefällt mir es gut, dass die Spannung oben gehalten wird und dadurch freue ich mich umso mehr auf die Fortsetzung und bin gespannt, was Dora weiterhin erleben wird. Der Hintergrund der Geschichte, welcher nicht vollkommen erfunden wurde, hat mich sehr fasziniert und ich ziehe meinen Hut vor der Autorin, was sie daraus erschaffen hat. Chapeau! Fazit: Ich bin sehr dankbar, dass ich die Möglichkeit hatte, Dora kennenzulernen und mit ihr die Welt Anfang des 20.Jahrhunderts kennenlernen durfte. Obwohl es ein paar Kritikpunkte gibt (Längen, teilweise fand ich die Handlungen der Charakteresehr kritisch) hat der Roman einen guten Eindruck bei mir hinterlassen und ich bin schon gespannt, wie sich die Fortsetzung entwickeln wird.

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  • Leserunde zu "Postkarten an Dora" von Clara Gabriel

    Postkarten an Dora
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    Postkarten an Dora Herzlich willkommen zu einer Debüt-Leserunde mit Clara Gabriel!Ihr Debüt "Postkarten an Dora" ist kürzlich erschienen und wir möchten euch das Buch gerne näher vorstellen.Du möchtest den historischen Roman gerne in einer gemeinsamen Leserunde lesen? Dann bewirb dich direkt für eines der 10 Rezensionsexemplare.Deutschland im Herbst 1905: wenn es nach ihrem Vater ginge, soll Dora Lehrerin werden, die Mutter sähe sie am liebsten unter der Haube. Doch die Siebzehnjährige hat andere Pläne, denn sie träumt von einer Karriere als gefeierte Schauspielerin im fernen Amerika. Der junge Offizier Alfred verliebt sich in sie, doch auch er kann sie nicht aufhalten. Dora brennt durch und begibt sich auf eine spannende Reise, die sie nicht nur auf die Bühne, sondern auch ins „falsche Amerika“ führt. Doch weder mit der Karriere, noch mit der Liebe läuft alles so leicht wie gedacht…Leseprobe via Blick ins BuchClara Gabriel, geboren 1979, wurde durch den Fund einer alten Postkartensammlung von 1905-1912 zu ihrem ersten historischen Roman "Postkarten an Dora" inspiriert. Wenn sie nicht gerade schreibt, arbeitet sie an ihrem Blog zum Buch oder verbringt ihre mittlerweile karge Freizeit auf Reisen.Weitere Infos über Clara Gabriel unter www.claragabriel.deDoras Postkarten im Netz: www.doras-postkarten.deWir suchen nun mindestens 10 Leser, die gerne in außergewöhnlichen Romanen versinken und das Buch gerne gemeinsam in der Leserunde lesen möchten. Bewerbungsaufgabe: Schreibt uns euren Eindruck zur Leseprobe *** Wichtig *** Ihr solltet Minimum 2-3 Rezension in Eurem Profil haben, damit ich sehen kann wie Ihr Eure Rezensionen schreibt und wie aussagekräftig/aktuell sie sind. Der Erhalt eines Rezensionsexemplars ist verpflichtend für die Teilnahme an der Leserunde. Dazu gehört das zeitnahe Posten in den Leseabschnitten und das anschließende Rezensieren des Buches. Erwiesene Nichtleser werden nicht ausgewähltGewinner-Adressen werden nach Bucherhalt aus Datenschutzgründen gelöscht.

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    • 195
  • Beeindruckendes Debüt

    Postkarten an Dora
    mabuerele

    mabuerele

    27. August 2017 um 21:14

    „...Das Trugbild ihrer Hoffnungen, das sie die letzten Monate aufgebaut hatte, zerbarst in tausend Stücke. Die Scherben bohrten sich tief in ihr Herz, stachen hinein, dass der Schmerz sie fast wahnsinnig machte...“ 16 Jahre ist Dora, als sie ihre erste Enttäuschung erlebt. Davon spricht das obige Zitat. Dora möchte Schauspielerin werden. Deshalb lässt sie sich heimlich von Wilhelm recht freizügig fotografieren. Vorbild für sie ist ihre Lieblingsschauspielerin. Sie ahnt nicht, dass Wilhelm die Fotos als Postkarten verkauft. Der Schock sitzt tief, als sie es erfährt. Hinzu kommt, dass ihre Eltern für ihren Berufswunsch kein Verständnis haben. Doras Vater ist Gymnasiallehrer. Dora gehörte zu den besten Schülern der Schule und soll nun die Ausbildung zur Lehrerin machen. Damit agiert er erstaunlich fortschrittlich, denn Mädchen sollte in der Zeit heiraten und benötigten demzufolge keine höhere Ausbildung. Als ihren Begleiter zum Internat hat der Vater den jungen Offizier Alfred von Nathusius bestimmt. Dora übernachtet im Hause seiner Familie und flieht eines Nachts. Sie möchte nach Amerika und träumt von einer strahlenden Karriere. Die Autorin hat einen spannenden und abwechslungsreichen Roman geschrieben. Die Geschichte beginnt im Jahre 1905. Der Schriftstil des Buches ermöglicht ein flottes Lesen. Sehr detailliert werden die gesellschaftlichen Verhältnisse wiedergegeben. Alfred von Nathusius hatte auch andere Träume als eine militärische Laufbahn, aber als dritter Sohn blieb ihm nur diese Möglichkeit. Jack, dritter Sohn eines Earls, ist eine Lebemann, der durch die Welt reist, jede feste Bindung ablehnt und sich gern seiner Verantwortung entzieht. Auf Doras Reise von Thüringen zum Hause derer von Nathusius lerne ich einige interessante Bahnhofsgebäude kennen. In London werde ich in die dunkelsten Gegenden, aber auch in die Bezirke der Reichen und Schönen geführt. Das farbenprächtige Leben in Argentinien kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass dort die moralischen Ansprüche wesentlich stärker sind als in Europa. Schnell ist man abgestempelt. Dora weiß, was sie will. Über den Weg zu ihrem Ziel aber hat sie sich kaum Gedanken gemacht. Ihr Reisegeld reicht nicht für die Schiffspassage nach Amerika. Glücklicherweise nimmt sie die Ballerina Martha Löwenstein unter ihre Fittichen und bringt sie nach England. Sehr genau wird das harte Leben einer Schauspielerin dargestellt. Die Rollen sind dünn gesät, die Gage langt nicht zum Leben und nicht zum Sterben und eine Wohnung will auch bezahlt werden. An Doras Seite lerne ich als Leser das Auf und Ab des Berufes kennen. Missgunst und Neid sorgen für Reibereien unter den Akteuren. Es gibt Stunden, in denen bereut Dora ihren Schritt. Doch ein Zurück gibt es nicht. Das verbietet ihr der Stolz. Andererseits ist sie sehr ichbezogen. Was ihr Handeln auf andere für Auswirkungen hat, begreift sie meist erst zu spät. Gekonnt erzählt die Autorin einige kleine Geschichten im großen Geschehen. Sie liegen in der Vergangenheit der Protagonisten und entwerfen schlagartig ein Bild von den dunklen Seiten des Lebens. Den Umgang mit Metaphern und die bewusste Verwendung passender Adjektive beherrscht die Autorin sehr gut. Die Gespräche sind aussagekräftig. Emotionen äußern sich nicht nur in Worten, sondern auch in den Taten der Handelnden. Das Nachwort gibt ausführlich Aufschluss darüber, wie die Autorin auf die Idee für das Buch kam. Die Postkarten, die an vielen Stellen eine Rolle spielen, existieren wirklich. Einige sind im Buch abgebildet. Das Buch hat mir ausgezeichnet gefallen. Zwar habe ich über Dora häufig den Kopf geschüttelt, das ändert aber nichts an der Faszination ihres Lebensbildes.

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    • 8
  • Dieses Buch hat Suchtpotential ...

    Postkarten an Dora
    engineerwife

    engineerwife

    24. August 2017 um 12:51

    Auf eine spannende und sehr lebendige Art entführt uns die begabte junge Autorin, Clara Gabriel, zurück in die Zeit des beginnenden 20. Jahrhunderts. Man staunt, nach welch strengen Regeln der Alltag vor guten hundert Jahren noch gelebt wurde. Und genau dieser Strenge möchte die Protagonistin Dora entfliehen. Sie möchte raus aus dem Korsett und rauf auf die Bühne, am liebsten im fernen Amerika. Sie möchte ihrem großen Idol Edna May nacheifern und ganz groß rauskommen. In ihrem jugendlichen Leichtsinn gepaart mit einer gehörigen Portion Naivität ist ihr anfangs wohl leider nicht bewusst, wie steinig und gefährlich dieser Pfad sein wird …Ich war oft beeindruckt von Doras Mut und habe an vielen Stellen mit ihr gelitten, um sie dann auch wieder zu verurteilen für ihren Egoismus, der sie manchmal bildlich gesprochen über Leichen gehen lässt. Auf ihrer Reise lernt sie viele Menschen kennen, bei weitem nicht alle sind ihr gutgesinnt. Von ihrem Heimatland Deutschland gelingt ihr die Flucht ins Londoner East End um schließlich in Südamerika, dem „falschen Amerika“ aufzuschlagen. Mal ist sie himmelhochjauchzend, mal zu Tode betrübt, doch lässt sie keine Gelegenheit aus ihre Karriere voranzutreiben. Der Preis, den sie zahlen muss, ist hoch und die Lektionen, die ihr das Leben erteilt, sind kein Zuckerschlecken. Wunderbar recherchiert paart die Autorin Wahres mit Fiktion und hat so ein kleines Meisterwerk kreiert, das man gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Ich konnte kaum glauben, dass es sich hier um das Erstlingswerk Clara Gabriels handelt, da kann man nur sagen „Chapeau“! Ich – und ich glaube, da bin ich nicht die Einzige – möchte nun gerne wissen, wie es mit Dora und ihrem Umfeld weitergeht und freue mich schon sehr auf die nächste Runde! Es lohnt sich auf jeden Fall auch auf der Website der Autorin vorbeizuschauen. Hier teilt sie u.a. ihre wunderbare geerbte Postkartensammlung und verrät ein paar Details über sich selbst.

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    • 3
  • Dora auf ihrem Weg ins "falschen" Amerika

    Postkarten an Dora
    Diana182

    Diana182

    21. August 2017 um 14:21

    Das Cover zeigt eine hübsche junge Dame aus einer vergangenen Zeit. Im Hintergrund fährt ein Meeresdampfer und macht deutlich, dass es sich um einen historischen Roman handelt. Um genau zu sein, spielt die Geschichte vor ca. 100 Jahren und viele schöne Postkarten dominieren das damalige Zeitgeschehen. Von diesem Bild angesprochen und von der Buchbeschreibung fasziniert, griff ich zum Buch und lies mich mitreißen… Der Einstig in die Geschichte gelingt recht schnell. Der Leser lernt die sympathische Hauptfigur kennen, die direkt menschlich und authentisch gezeichnet wird. So begleitet man Dora auf ihrem Weg und hat schnell das Gefühl, die Geschichte zusammen mit ihr zu erleben… Aber auch alle anderen Figuren entwickeln schnell ein Eigenleben und man merkt sofort, wer Freund, Feind oder Halodri ist. Doch von all diesen Figuren geht eine Faszination aus, die sie allesamt einmalig erschienen lassen. Der Schreibstil der Autorin ist ab dem ersten Satz mitreißend und fesselnd. So konnte ich das Buch einmal angefangen nur sehr schwer aus den Händen legen. Das recht dicke Buch, welches gut 500 Seiten umfasst, wurde an einem Wochenende geradezu inhaliert. Aber das ist noch lange nicht alles: Durch sehr gute Recherche erschafft die Autorin hier eine Welt zum Leben, die schon längst der Vergangenheit angehört. In meinem Kopf konnten alles Bilder zum leben erweckt werden und alles wirkte real und greifbar. Manchmal hatte ich das Gefühl mit dem Schiff ins „falsche Amerika“ zu fahren oder roch den Dampf der Locks in der Luft. Die Geschichte war sehr spannend zu verfolgen und hielt allerhand Überraschungen parat. Nichts war vorhersehbar oder berechenbar. So hielt auch das Ende noch allerhand Wendungen bereit, mit denen ich absolut nicht gerechnet hätte. Das Buch schließt sehr passend ab, lässt aber noch ein paar Dinge offen, die vielleicht auf eine Vorsetzung hoffen lassen. Wer zu seinen vielen Bildern im Kopf noch ein paar Postkarten anschauen möchte, kann dies sehr gern auf www.doras-postkarten.de machen. Mein Fazit:Seit langem wieder ein Buch, was mich komplett bannen und faszinieren konnte. Die Geschichte ist mitreißend und lebhaft erzählt und nimmt den Leser direkt mit an die Hand.  Daher vergebe ich sehr gerne volle Punktzahl und eine klare Leseempfehlung! Die Autorin hat hier wirklich ein kleines Meisterwerk geschaffen, was sich zu lesen lohnt! Daher hoffe ich auf Fortsetzungen und bin neugierig, ob und wie es mit Dora weiter geht!

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  • Bühne frei für Dora

    Postkarten an Dora
    Tine13

    Tine13

    17. August 2017 um 20:57

    Deutschland im Jahre 1905 Dora, als behütetes Mädchen in Schleusigen aufgewachsen, hat einen großen Traum, sie möchte eine berühmte Schauspielerin werden! Doch ihre Eltern haben andere Pläne, die Mutter würde sie am liebsten gleich verheiraten und der Vater will sie nach Braunschweig schicken auf ein Lehrerinnenseminar. Aber Dora hat ihren eigenen Kopf und große Pläne! Selbst ihr fescher Reisebegleiter Alfred kann sie nicht aufhalten, sie entwischt ihm und beginnt das Abenteuer ihres Lebens, ganz auf sich gestellt. Wird sie ihren Traum verwirklichen können!? Dieser Roman ist ein einziges großes Abenteuer:) Man fiebert und leidet zusammen mit der Protagonisten Dora und ihrer Leidenschaft für ein freies und unbestimmtes Leben und ihrer Hoffnung auf eine große Karriere als Schauspielerin.  Das beste am Roman, Dora gab es wirklich! Durch Doras Leidenschaft für Postkarten, die der Zufall in die Hände der Autorin Clara Gabriel spielte und deren Faible für dieselben, wurde Dora wieder lebendig! Welch wundervolle Idee. Mit viel Phantasie, Recherche und Einfühlungsvermögen erschuf die Autorin ihre Geschichte um Dora und ihr Leben. Der Schreibstil ist gefühlvoll, voller Leben und Dramatik. Die Erlebnisse Doras faszinierten mich derart, das ich das Buch kaum weglegen konnte, bis ich endlich ihr Schicksal kannte….! Obwohl so ganz zu Ende kann es noch nicht sein, meine Hoffnung auf mehr von Dora ist groß;) Derweil kann ich ihre wundervolle Postkartensammlung betrachten, die Clara Gabriel auf ihrem Blog www.doras-postkarten.de gesammelt hat und ein wenig träumen von vergangenen Zeiten. Ein großartiger und atemberaubend spannender Roman, mit Höhen und Tiefen, Horror und Glück, Hoffnung und Liebe, einzigartig wie Dora:) Absolute Leseempfehlung, ein sensationell gut gelungenes Debüt!

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    • 2
  • dieses Debüt ist rundum gelungen

    Postkarten an Dora
    Manja82

    Manja82

    27. July 2017 um 11:57

    KurzbeschreibungDeutschland im Herbst 1905: wenn es nach ihrem Vater ginge, soll Dora Lehrerin werden, die Mutter sähe sie am liebsten unter der Haube. Doch die Siebzehnjährige hat andere Pläne, denn sie träumt von einer Karriere als gefeierte Schauspielerin im fernen Amerika. Der junge Offizier Alfred verliebt sich in sie, doch auch er kann sie nicht aufhalten. Dora brennt durch und begibt sich auf eine spannende Reise, die sie nicht nur auf die Bühne, sondern auch ins „falsche Amerika“ führt. Doch weder mit der Karriere, noch mit der Liebe läuft alles so leicht wie gedacht…Ein Buch über die Freiheit und den Mut, seine Träume zu verfolgen. Eine spannende Geschichte über eine junge Frau auf dem Weg zu sich selbst, weit wie der argentinische Himmel.(Quelle: Amazon)Meine MeinungDer Roman „Postkarten an Dora“ stammt von der Clara Gabriel. Es ist das Debüt der Autorin und ich wurde hier ganz besonders vom Klappentext angesprochen. Auch das Cover gefiel mir sehr gut und so habe ich mich neugierig ans Lesen gemacht.Die Charaktere hat die Autorin richtig gehend lebendig gestaltet. Man kann sich als Leser sehr gut ins sie hineinversetzen und sie sich vorstellen.Dora ist eine junge Frau, die mir sehr gut gefallen hat. Sie erlebt hier sehr viel auf ihrer Reise, reift dadurch merklich und wird erwachsener. Zu Anfang ist sie eher naiv, hier hatte sie sich wirklich viel vorgenommen. Ganz schnell aber muss Dora lernen, dass es nicht nur positive Dinge auf ihrer Reise gibt. Ich empfand es sehr interessant Dora auf ihrem Weg zu begleiten.Es gibt noch andere Charaktere, denen Dora auf ihrer Reise begegnet. Jeder von ihnen bringt ganz eigene Dinge mit ins Geschehen und macht es am Ende dann komplett.Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und gut zu lesen. Ich wurde hier von Anfang an sehr mitgerissen, hatte die Geschichte eigentlich immer im Kopf, auch wenn ich den Reader einmal zur Seite gelegt hatte. Sie ließ mich nicht los.Die Handlung selbst spielt im 20. Jahrhundert. Es ist Doras Geschichte, die man hier als Leser verfolgt, wie sie ihre Ziele nicht aus den Augen verliert, egal welche Widrigkeiten sich ihr in den Weg stellen. Auf mich wirkte alles sehr gut recherchiert, man merkt als Leser das sich Clara Gabriel sehr viele Gedanken gemacht hat.Das Geschehen wird zu keiner Zeit langweilig, immer wieder passiert hier etwas. Hinzu kommen Wendungen, die neue Dinge in die Handlung bringen. Dadurch steigert sich auch die Spannungskurve immer weiter und man ist als Leser wirklich gefesselt.Der Schluss dieses Romans kam leider viel zu schnell aber nicht im Sinne der Handlung, sondern ich hätte noch lange weiterlesen können. Ich empfand das Ende dann als sehr passend und abschließend, so dass ich meinen Reader letztlich zufrieden zur Seite gelegt habe.FazitAlles in Allem ist „Postkarten an Dora“ von Clara Gabriel ein Debüt, das wirklich rundum gelungen ist.Eine toll beschriebene Protagonistin, der flüssig lesbare Stil der Autorin und eine Handlung, die im 20. Jahrhundert spielt und die ich als spannend und sehr abwechslungsreich empfand, haben mir hier wirklich tolle Lesestunden beschert und mich begeistert.Sehr zu empfehlen!

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