Der Duft des Lebens

von Clara Maria Bagus 
4,1 Sterne bei45 Bewertungen
Der Duft des Lebens
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Neue Kurzmeinungen

Positiv (34):
C

Wunderschön! Selten habe ich ein so philosophisch tiefgründiges Buch gelesen, das sich dazu noch wie Poesie liest.Ich bin schwer beeindruckt

Kritisch (5):
wandablues avatar

Mir fehlen die Worte, so schlecht ist das.

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Inhaltsangabe zu "Der Duft des Lebens"

'Manchmal ist das, was du findest, nicht das, was du suchst, aber das, was du brauchst.'

C.M.Bagus

Der junge Glasbläser Aviv erhält von dem zwielichtigen Arzt Kaminski den Auftrag, fünfzig Glasfläschchen zu produzieren. Dieser schmiedet den perfiden Plan, Sterbenden die Seelen zu rauben, um sich daraus eine eigene, eine vollkommene zu erschaffen. Seit er herausgefunden hat, warum er zu keiner Art von Liebe fähig ist, beschleicht ihn die Ahnung, die anderen seien mehr als er, mehr Mensch. Doch Aviv deckt die Machenschaften des Arztes auf, und es beginnt ein Wettlauf um Leben und Tod. Wird es ihm gelingen, die in den Fläschchen gefangenen Seelen zu befreien?Die Erkenntnisse, die Aviv bei seinen Entdeckungen sammelt, führen ihn zu einem tieferen Verständnis des Menschseins. Nach ihrem erfolgreichen Debut zeigt Clara Maria Bagus in ihrem neuen Roman wieder mit ungeahnter Tiefe wie jeder aus sich selbst eine Welt hervorbringen kann, in der sich zu leben lohnt. Die Autorin ist eine großartige Erzählerin existentieller menschlicher Fragen.

'Eine Sprache von poetischer Schönheit, die tief bewegt.' Anselm Grün, Pater und Bestsellerautor

'Ein fesselnder Roman von großer Schönheit, der den Glanz sowie die Abgründe der Seele beleuchtet. Ein Meisterwerk über die Kraft der Menschlichkeit.' Manfred Lütz, Arzt und Bestsellerautor

'Das ist Literatur! Eines der ungewöhnlichsten Bücher des Jahres, das in die Tiefen der menschlichen Seele blickt und aufzeigt, wie jeder aus sich eine Welt hervorbringen kann, in der es sich zu leben lohnt.' Jean-Remy von matt, Gründer Jung von Matt

'Die Essenz der Seele - gekeltert zu einem berauschenden Tropfen, spannend auf der Zunge, tiefgründig im Abgang.' Wolfgang Herles, Journalist und Schriftsteller

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783963660016
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:352 Seiten
Verlag:Ullstein Leben
Erscheinungsdatum:10.08.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    laurasavor 18 Tagen
    Kurzmeinung: Ein so tolles Buch, was einem das Leben, nein, die eigene Denkweise verändern kann. Auf jeden Fall ein 5 Sterne Buch!
    Ein Buch, dass ein Leben verändern kann.

    Inhalt:

    Aviv, ein junger Mann, der in allem etwas gutes findet.
    Kaminski, ein ausgebildeter Arzt, der alles dafür tun würde um nur einen Funken Glück zu spüren.
    Als Aviv erfährt, dass Kaminski die Seelen guter Menschen einsammelt, um sich damit seine eigene herzustellen, beginnt für ihn eine Reise, die sein ganzes Leben verändern wird.

    Meinung:

    Aviv und Kaminski als Protagonisten haben mir wirklich sehr gut gefallen. Insbesondere Aviv. Seine Denkweise und seine Vorgehensweise haben mir echt zugesagt. Er sah in jeder Kleinigkeit, so viel gutes. Aviv genoss jeden Augenblick mit seinen Lieben, er roh jede Jahreszeit so intensiv und er versprühte einfach positive Vibes. Und auch seine positive Einstellung, war so himmlisch. Bei jedem Fall, stand er auf und rief sich ins Gedächtnis, dass auf jeden Sturz auch ein Flug folgte. Und diese Denkweise hat mich inspiriert. Seine Worte waren bewusst gewählt und er nahm nie ein schlechtes Wort in den Mund. Die Gespräche, die er mit anderen führte, waren alle sehr tiefgründig und sehr intensiv. Diese Eigenschaft machte Aviv, zu dem wunderbaren Jungen, der er war.

    Der Arzt, Kaminski, war das komplette Gegenteil vom Aviv. Seine Seele war so dunkel, dass man sich gar nicht mehr sicher sein konnte, ob es wirklich eine Seele war oder nur ein schwarzes Stück irgendwas. Er sah in nichts etwas gutes und er tat alles um eine Seele zu bekommen. Die beste Seele, wollte er. Seine Vergangenheit prägte ihn natürlich auch und man konnte einerseits seine Motive verstehen, aber anderseits konnte man seinen Weg zum Ziel ganz und gar nicht nachvollziehen. Er hatte zum erstbesten Weg gegriffen ohne jegliche Rücksicht auf die anderen zu nehmen. Aber genau das machte ich zu dem Bösewichten, der er in ,,Der Duft des Lebens'' war.

    Die Weisheit, die in dem Buch steckte, hat mich vollkommen von sich überzeugt. In jedem Satz, steckte eine kleine Lektion für Leben. Auch Aviv war so weise. Ich habe aus diesem Buch, so viel gelernt. Und schon deswegen, würde ich dieses Buch jedem in die Hand drücken und sagen: ,,LIES ES!"

    Dieses Buch hat in mehreren Sichten mein Leben verändert. Einmal hat es meine Denk- und Sichtweise verändert. Als ich durch die Straßen ging, überlegte über manche Dinge nach, über die ich früher nie nachgedacht habe und die ich als selbstverständlich angesehen habe. Clara Maria Bagus hat von mir, schon deswegen, einen Platz auf meiner ,,Lieblingsautoren und Autorinnen" Liste verdient.

    In der Zeit, in der ich das Buch lies, wurde ich erstaunlich oft gefragt welches Buch in denn momentan lese und oft wurde ich danach gefragt, welches Genre dieses Buch ist. Und ehrlich gesagt, ich wusste es nicht. Ich konnte den Menschen, keine Antwort auf ihre Frage geben. Auch jetzt, wo ich das Buch schon beendet habe, weiß ich noch immer nicht welches Genre das ist. Dieses Buch ist so viel in einem.

    Der Schreibstil war ein sehr außergewöhnlicher und detaillierter. Man hat Kopfkino pur, das kann ich euch versichern. Aber ich glaube, dass nicht jeder mit dem Schreibstil klar kommt. Meiner Meinung nach, ist es kein leichter Schreibstil. Ich musste oft Sätze mehrmals lesen, damit ich sie verstehe oder einfach weil sie zulang waren und ich den halben Satz vergessen habe. Das war aber nur am Anfang so und ich habe mich im Laufe des Buches an den Schreibstil der Autorin gewöhnt. Jetzt liebe ich ihn sogar.

    Fazit:

    Ein sehr empfehlenswertes Buch mit ganz viel Weisheit. Die Autorin hat einen außergewöhnlichen Schreibstil, der mir aber sehr gefallen hat und ich freue mich auf jeden Fall auf weitere Bücher von C. M. Bagus. Und dieses Buch werde ich sicherlich ein zweites oder sogar noch öfter lesen.

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    Sago68s avatar
    Sago68vor 2 Monaten
    Seelensammler

    "Wenn man zur Welt kommt, muss man lernen zu leben, und wenn man glaubt, es zu können, muss man lernen zu sterben..." Mit derartig berührenden Sätzen wartet der vorliegende Roman immer wieder auf. Der ganze Text ist märchenhaft und poetisch.

    In einer nicht näher bezeichneten Stadt, die nur zum Teil unseren Naturgesetzen folgt, kommt Aviv zur Welt. Seine Mutter Helene stirbt bei der Geburt. Aviv wird von seiner Hebamme Selma und dem Glasbläser Abramowitch aufgezogen, bei dem er auch in die Lehre geht. Aviv ist ein aufrichtiger junger Mann, den es stets zum Guten zieht. Doch er kann nicht umhin zu bemerken, dass etwas in der Stadt nicht stimmt. Blumen, Düfte und Farben scheinen aus der Welt zu veschwinden. Bald kommt Aviv Unglaublichem auf die Spur: Der Arzt Kaminski ist mit einer faulenden Seele geboren und nun nahezu seelenlos. Aus guten Seelen möchte er für sich selbst die perfekte Seele destillieren. Zunächst fängt er nur den letzten Atemzug seiner Patienten mit interessanter Seele ein und sperrt sie in Flaschen, so dass diese nicht mehr ihren goldenen Hauch verströmen können. Bald beginnt er sogar, seine Patienten bewusst in den Tod zu schicken. Gemeinsam mit dem Bettler Filip und einem Straßenjungen ist Aviv entschlossen, Kaminski aufzuhalten...

    Auf seiner Reise ins Erwachsenendasein löst Aviv das Rätsel um seinen leiblichen Vater, lernt Verlust und tiefe Trauer kennen und verliert doch nie den Glauben an das Gute. Die Protagonisten sind nahezu allegorisch gestaltet. So sind Aviv, Filip und Avivs Zieheltern von Grund auf gut, Kaminski jedoch abgrundtief böse. Dies ist bewusst so angelegt und verstärkt den märchenhaften Eindruck. Dennoch führt es auch dazu, dass man als Leser eine gewisse Distanz zu den Figuren bewahrt. Das Ende kam für mich persönlich etwas zu abrupt und verlor sich ein wenig im Allgemeinen. Ansonsten hat mich der Roman durchweg gefesselt.

           

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    Butis avatar
    Butivor 2 Monaten
    Einfühlsame Geschichte

    Der Duft des Lebens - Clara Maria Bagus 

    Aviv wird an einem kalten Wintermorgen geboren, seine Mutter stirbt kurz nach der Geburt und die junge Hebamme Selma, selbst nicht fähig Kinder zu bekommen, nimmt sich seiner an. Man spürt die Verbundenheit der Beiden schnell, liebevoll und warmherzig gehen sie mit einander um. 
    So wächst er in einer schwierigen Zeit, behütet auf und lernt den Beruf des Glasbläsers. 
    Sein „Gegenspieler“ ist der Arzt Kaminski, der sich als kaltherzig und böse herausstellt. Er hat die Idee, die Seelen von Toten zu sammeln. 
    Die Beiden begegnen sich und schnell kristallisiert sich heraus, wie unterschiedlich beide sind. Aber genau das macht die Geschichte aus. 

    Der Duft des Lebens ist ein einfühlsamer Roman, der mehr zu bieten hat, als das Leben manchmal bereithält. Sprachlich sehr poetisch geschrieben und wunderschön ausgearbeitet, bietet dieses Buch Spannung und Faszination zugleich. 

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    Mauelas avatar
    Mauelavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Poetisch und schön zu lesen, erinnert aber sehr an "Das Parfum" von Süskind.
    Der Duft des Lebens

    Der zwielichtige Arzt Kaminski hat einen erschreckenden und unglaublichen Plan. Weil er nicht fähig ist zu lieben, will er sich die perfekte Seele erschaffen, um endlich auch lieben zu können, um endlich auch ganz Mensch sein zu können. Um das zu bewerkstelligen erteilt er dem jungen Glasbläser Aviv den Auftrag fünfzig Glasfläschchen zu produzieren, um die geraubten Seelen darin einfangen zu können. Doch Aviv kommt dem Arzt auf die Schliche und versucht dessen Vorhaben zu verhindern.


    In ihrem Roman Des Duft des Lebens verarbeitet Clara Maria Bagus die Grundidee einer Geschichte, die schon einmal erzählt wurde. Sie erinnert nämlich stark an die Geschichte von Grenouille aus Patrick Süskinds Roman „Das Parfum“ , der der größte Parfümeur aller Zeiten werden will und nicht davor zurück schreckt, auch Leichen für den perfekten Duft zu destillieren. Und genau das ist das Problem dieses Romans. Die Geschichte gab es schon einmal, in ähnlicher Art und Weise, aber so meisterlich erzählt, daß kein Roman der dasselbe Grundthema hat, einem Vergleich standhalten kann. Das ist wirklich schade, denn die Romanidee ist toll, der Schreibstil angenehm, blumig und poetisch. Manchmal auch leicht kitschig und langatmig, aber immer flüssig und gut zu lesen.


    Von mir gibt es eine zweigeteilte Leseempfehlung. Wer Das Parfum kennt und für gut befunden hat, sollte vielleicht nicht unbedingt nach diesem Roman greifen, denn er könnte enttäuscht werden, weil er meiner Meinung nach einem Vergleich nicht ganz standhält. Wer allerding auf eine außergewöhnliche, poetisch erzählte Geschichte wartet und gerne außerhalb des Mainstreams liest, dem könnte der Roman außerordentlich gut

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    wandablues avatar
    wandabluevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Mir fehlen die Worte, so schlecht ist das.
    Mehr Kitsch geht ja gar nicht.

    Mehr Kitsch geht gar nicht.
    Es ist lange her, da legte uns (damals) die Deutschlehrerin zwei Texte vor, einer, der als das klassische Beispiel von Kitsch galt, er triefte von scheinpoetischen übertriebenen Naturbeschreibungen, die aber mit dem Inhalt der Geschichte nichts zu tun hatten, und einen anderen, der etwas karger war.

    Das Beispiel für Kitsch hätte aus dem vorliegenden Roman stammen können. Eine solche Ansammlung von Phrasen und Kitsch habe ich schon lange nicht mehr gesehen! Schade um das Märchen, das uns die Autorin erzählen wollte. Seelenfang ist ja eigentlich ein interessantes Thema. Aber nicht so!

    Blumig und orientalisch, das hätte ich mir gefallen lassen. Dieser Stil passt zu einem Märchen. Aber Binsenwahrheiten mit Naturkitsch gemischt, ist einfach zu viel. Und zu schlecht.


    Fazit: Phrasen und Kitsch. Jedes Grimmsche Märchen ist tausendmal besser.

    Kategorie: Märchen.Verkitscht.
    Verlag: Ullstein Leben. 2018

    Kommentare: 2
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    Kathrin_Schroeders avatar
    Kathrin_Schroedervor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Erwartung und Gelesenes liegen weit auseinander
    Enttäuscht

    Der Duft des Lebens von Clara Maria Bagus

    Erscheinungsdatum: 10.08.2018 gelesen dank Netgalley als ebook (Kindle) im August 2018

    Genre: Philosophisches Märchen

    Der böse Arzt Kaminski sammelt Seelen in Glasflaschen, die er sich von dem jungen Glasbläser Aviv hat fertigen lassen. Als Aviv dies aufdeckt beginnt ein Wettlauf um Leben und Tod. Laut Klappentext ein Buch ungeahnter Tiefe und eine Erzählung existenzieller menschlicher Fragen.

    Meine Erwartung nach diesem Klappentext: Ein Buch das Elemente und/oder Tiefe von Das Parfüm oder aus dem Werk von Coelho erreicht.

    Meine Leseerfahrung: Obwohl Anklänge zu beiden Büchern zu finden sind, bleibt das Buch für mich leider ein leerer Versuch. Zunächst beginnt die Geschichte sehr zäh mit Geburt und Heranwachsen von Aviv. Doch leider hat mich keine der Szenen erreicht, Aviv bleibt völlig farblos, Sinn und Grund der Vorgeschichte außer dem Brief für den erwachsenen Aviv völlig im Dunkeln.

    Dann Kaminski, das ultimativ Böse, aber auch er verbleibt bei wenigen scherenschnittartigen Eigenschaften. Und doch sind diese beiden Personen die Einzigen, die wirklich noch ein wenig Kontur haben. Alle anderen Menschen sind und bleiben Beiwerk für die grundlegende Auseinandersetzung. Selbst die Menschen, die Aviv berühren, geben nicht mehr als ein paar gelungene Sätze, aber keinesfalls genug um Realität werden zu können.

    Die Grundidee der Geschichte gefällt mir, nur das Geschehen verläuft farblos und ertrinkt stattdessen immer wieder in einem Meer von Wortbildern. Dabei wird die Schönheit der Sprache und die gefühlte Poesie der Ausdrücke von den erzählenden Personen getrennt. Die Sprache z.B. des Straßenjungen ist völlig unglaubwürdig zur Person.

    Zum Lesen dieses Buch musste ich mich immer wieder selbst zwingen, obwohl es mühelos in kurzer Zeit zu bewältigen war, doch eine Geschichte in der mich weder Handlung, noch Personen, noch Sprache wirklich überzeugen konnten, ist für mich doch eher verschenkte Zeit.
    #DerDuftDesLebens #NetGalleyDE #ClaraMariaBagus #KathrinliebtLesen

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    Melody73s avatar
    Melody73vor 2 Monaten
    Kurzmeinung: War mir etwas zu langatmig
    Keine leichte Kost

    Clara Maria Bargus hat in ihrem 352 seitenlangen Roman, der im Ullstein leben Verlag erschienen ist, eine Welt die jeder in sich trägt und man selbst dafür verantwortlich ist, was dabei herauskommt.


    Der junge Glasbläser Aviv erhält von dem zwielichtigen Arzt Kaminski den Auftrag, fünfzig Glasfläschchen zu produzieren. Dieser schmiedet den perfiden Plan, Sterbenden die Seelen zu rauben, um sich daraus eine eigene, eine vollkommene zu erschaffen. Seit er herausgefunden hat, warum er zu keiner Art von Liebe fähig ist, beschleicht ihn die Ahnung, die anderen seien mehr als er, mehr Mensch. Doch Aviv deckt die Machenschaften des Arztes auf, und es beginnt ein Wettlauf um Leben und Tod. Wird es ihm gelingen, die in den Fläschchen gefangenen Seelen zu befreien?
    Die Erkenntnisse, die Aviv bei seinen Entdeckungen sammelt, führen ihn zu einem tieferen Verständnis des Menschseins.



    Ich hatte Schwierigkeiten in das Buch hineinzufinden. Ich fand es interessant, aber es packte mich nicht so wie ich es erwartet hätte. Das Buch hat Tiefe, keine Frage und ich habe mich auch oft an manchen Stellen gefragt, ob das in Wirklichkeit auch der Grund ist, warum manche Menschen sind wie sie sind.

    Allerdings konnte ich mich auch mit keinem einzigen Protagonisten identifizieren oder auch nur annähernd sympathisieren.

    Kaminski war mir zu besessen und Aviv zu naiv. Mit Filip und Isaac konnte ich gar nichts anfangen.

    Alles in allem war das Buch für mich persönlich okay und ich habe auch einige Sätze in mein Buch geschrieben, die mich tatsächlich bewegt und berührt haben, aber es war jetzt kein Buch das ich begeistert weiterempfehlen würde.

    Dennoch habe ich das Buch zuende gelesen, da ich trotz allem wissen wollte wie es ausgeht. Der Schluss war leider auch nicht so meines.


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    eurydomevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: tiefgründig und märchenhaft
    Tiefes Verständnis des Menschseins

    Inhalt und meine Meinung:
    Der kleine Aviv wird geboren, leider überlebt seine Mutter die Geburt nicht. Selma die Hebamme nimmt sich des kleinen Aviv an und zieht ihn liebevoll groß. Bei seinem Ziehvater lernt er das Handwerk des Glasbläsers. Kaminski andererseits hat eine schwarze Seele, er ist hochintelligent und gebildet, ist aber die personifizierte Boshaftigkeit. Sein Plan ist es Sterbenden die Seelen zu rauben, die er dann in Glasfläschchen konserviert. Aviv soll Kaminski die Glasfläschchen herstellen. Schließlich kommt Aviv Kaminski auf die Schliche und versucht mit allen Mitteln ihn davon abzuhalten, der Seelen vieler gutmütiger und freundlicher Menschen habhaft zu werden. Dieser Roman hat mich tief berührt. Die Handlung ist wunderschön beschrieben und außerdem auch noch richtig spannend, man leidet und bangt mit Aviv mit Kaminski unschädlich zu machen und seine böse schwarze Seele zu besiegen. Poetisch, tiefgründig und märchenhaft ich habe das Buch sofort weiterverschenkt um meine liebste Freundin ebenfalls an dieser wundervollen Geschichte teilhaben zu lassen.
           

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    Fornikas avatar
    Fornikavor 2 Monaten
    Viel zu dick aufgetragen

    Kaminski ist Arzt, aber deswegen noch lange kein Menschenfreund. Im Gegenteil, er stiehlt Sterbenden ihre Seelen. Diese sammelt er in Glasfläschchen, die der junge Aviv hergestellt hat. Und der kommt ihm eines Tages auf die Spur.


    Ich hatte mir eine märchenhafte Erzählung über Gut und Böse, über den Sinn des Lebens erwartet. Thematisch stimmt das schon, ich hätte die Geschichte nur gerne subtiler und ohne beständiges Einhämmern der Botschaft mit dem Holzhammer gehabt. Ohne Allgemeinplätze. Ohne ausgelutschte Zitate (z.B. Wilde: die Menschen kennen von allem den Preis usw.). Ohne mich ständig an andere Romane erinnert zu fühlen (z.B. Süskinds Parfüm). Ohne schon seitenweise vorher zu wissen, welche „überraschende Wendung“ mich erwartet. Und vor allem OHNE diese Massen an übersüßem Kitsch, blumigen Worten und der gefühlt 1000fachen Verwendung des Worts Seele. Ich bin wirklich enttäuscht, denn die Grundidee ist eigentlich recht gut gelungen, Kaminski und Aviv hätten durchaus Potential gehabt. Aber die Autorin ist meilenweit über ihr Ziel hinausgeschossen und hat mir als einzige Weisheit hinterlassen, dass das Leserleben zu kurz für Bücher ist, die den eigenen Geschmack verfehlen.

    Kommentare: 1
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    jams avatar
    jamvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Buch, das, wenn es auf fruchtbaren Boden trifft, Blumen sprießen und Vögel fliegen lässt!
    Der Duft des Lebens

    „Poliere deine Gedanken und zieh dir gute Schuhe an. Verstehst du, was ich meine. Es bedarf oft nicht der Veränderung der Welt, sondern nur der Art, wie wir in sie hinaustreten.“

    Seite 153


    Aviv, ein Junge, der mit nichts auf die Welt kam und alles erhielt, ein Arzt, der das letzte bisschen Seele durch Brutalität verlor und nun zum Seelenjäger wird – und damit anderen, sich selbst und einer ganzen Stadt Farbe, Duft und Leben nimmt…


    Schon lange habe ich nicht mehr so mit dem Einstieg in ein Buch gekämpft. Erst erschienen mir die Protagonisten zu stark schwarz/weiß, die Geschichte erinnerte mich an „Das Parfum“ und ich war knapp davor, es wegzulegen.

    Und dann…

    Dann habe ich die Augen geschlossen und das Herz aufgemacht. Ich habe es zugelassen, dass die Geschichte und all die poetischen Worte auf meine Seele treffen – und konnte es nicht mehr aus der Hand legen!

    Ein Buch, das, wenn es auf fruchtbaren Boden trifft, Blumen sprießen und Vögel fliegen lässt!


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