Clara Weiss Ich will brav sein

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Inhaltsangabe zu „Ich will brav sein“ von Clara Weiss

Der Sommer steht vor der Tür, als die Studentin Juli das kleine Dachzimmer in dem charmanten Münchner Mietshaus bezieht. Sie teilt die Wohnung mit der jungen Schauspielerin Greta, die ihr auf Anhieb sympathisch ist, und zunächst ist Juli glücklich in ihrer neuen Umgebung. Doch dann mehren sich die Hinweise, dass Greta ein ebenso undurchsichtiges wie grausames Spiel mit ihr treibt – und während eine mörderische Hitzewelle die Stadt wie eine Glocke umschließt, gerät Julis Leben immer mehr zur Hölle: Sie entdeckt eine Leiche auf dem Dachboden, ihre beste Freundin verschwindet, ein stummes Mädchen im Treppenhaus versetzt sie in Angst und Schrecken. Als sich weitere Todesfälle ereignen, weiß sie, dass auch sie selbst in höchster Gefahr ist. Aber da ist es fast schon zu spät ...

Spannung ist leider nur auf den letzten 100 Seiten zu finden

— xdemon_hunterx

Atemloser, spannungsgeladener Psychothriller. Mit einem Showdown als Ende, mit den keiner rechnet.

— AmyLilian

Ein interessanter Psychothriller, der aber auch seine Längen hat.

— Buchwurm05

Konnte mich nicht so packen: viel Erzählung, viel Gruselstimmung, vorhersehbarer Täter, aber ein tolles Ende!

— sommerlese

Atmosphärisch, beklemmend, gut

— Nisnis

Sie kann es besser und spannender!

— lesemaedel

Konnte mich nicht fesseln.

— AnnieDSH

Ein spannender Psychothriller, der die Abgründe der menschlichen Seele thematisiert

— nessisbookchoice

Guter Psychothriller, leider war mir schon frühzeitig klar, worauf es hinausläuft.

— Lissy77

Guter Anfang, mittel guter Mittelteil und starker Schluss!!

— ReadAndTravel

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  • manchmal etwas stockend

    Ich will brav sein

    sala83

    08. April 2018 um 14:43

    Clara Weiss ist eigentlich mit einem Kriminalroman berühmt geworden, aber dass sie auch Thriller schreiben kann, beweist dieses Buch. Die Story ist sehr vielschichtig und auf den ersten Blick nicht leicht zu erfassen. Zwischendrin gibt es ein paar langatmige Stellen, aber insgesamt ist die Spannung gut. Das Ende ist überraschend und dadurch ist es nicht so schlimm, dass die Charaktere nicht ganz so interessant ausgestaltet sind. Der Schreibstil ist angenehm, wenn auch manchmal etwas stockend durch unnötige Aufzählungen oder Details. Insgesamt ist es meiner Meinung ein Mittelklassethriller^^ – er liest sich gut weg, man fühlt sich unterhalten, aber man vergisst ihn auch schnell wieder.

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  • Spannung ist erst am Ende vorhanden

    Ich will brav sein

    xdemon_hunterx

    23. February 2018 um 10:24

    Vor ein paar Tagen hab ich das Buch beendet und ich muss sagen, es war leider mehr Zwang als Spaß, da ich es zusammen mit einer Freundin gelesen habe, die ebenfalls nicht so begeistert von dem Buch ist. Klappentext: Der Sommer steht vor der Tür, als die Studentin Juli das kleine Dachzimmer in dem charmanten Münchner Mietshaus bezieht. Sie teilt die Wohnung mit der jungen Schauspielerin Greta, die ihr auf Anhieb sympathisch ist, und zunächst ist Juli glücklich in ihrer neuen Umgebung. Doch dann mehren sich die Hinweise, dass Greta ein ebenso undurchsichtiges wie grausames Spiel mit ihr treibt – und während eine mörderische Hitzewelle die Stadt wie eine Glocke umschließt, gerät Julis Leben immer mehr zur Hölle: Sie entdeckt eine Leiche auf dem Dachboden, ihre beste Freundin verschwindet, ein stummes Mädchen im Treppenhaus versetzt sie in Angst und Schrecken. Als sich weitere Todesfälle ereignen, weiß sie, dass auch sie selbst in höchster Gefahr ist. Aber da ist es fast schon zu spät … Meine Meinung:Fangen wir mit der ersten positiven Sache an, dem Schreibstil. Das Buch lässt sich einfach und flüssig lesen, was eventuell auch dazu beigetragen hat, dass ich es doch relativ schnell gelesen hab. Die Charaktere werden anfangs kurz vorgestellt, sodass man einen kleinen Überblick erhält. Juli zieht zu Greta, einer berühmten Schauspielerin am Theater, in die WG, doch schon bald stellt sich Greta als komische Persönlichkeit raus, der Juli nicht so ganz traut. Ihr größter Beweggrund, um nach München zu ziehen, war die Suche nach einem Garten am Fluss, von dem ihre Mutter ihr damals erzählt hat, die jedoch mittlerweile in einem Pflegeheim ist.Diese Suche wird aber leider nur zur Nebensache, genauso wie ein Leichenfund auf dem Dachboden. Die Polizei erscheint zwar am Tatort und befragt die Anwesenden, aber dann passiert einfach mal eine Woche nichts. Die Story geht nicht voran und es wird mir nicht genug Eigeninitiative von Juli gezeigt, die die Leiche schließlich gefunden hat. So zieht es sich leider durch das ganze Buch. Es ist auf den ersten 300 Seiten weder spannend, noch wird das Buch dem Genre Psychothriller gerecht, dafür erfährt man alles Mögliche über Obst und Gemüse, da Juli nebenbei bei ihrem Nachbarn im Laden arbeitet.Ich konnte mich teilweise besser and die Beschreibung von Erdbeeren, Auberginen und Zucchinis erinnern, als an die Story, was wirklich schade ist.Nach und nach verschwinden Leute aus Julis Leben und auch das wird eher hingenommen, als der Sache wirklich nachgegangen, erst die letzten 100 Seiten des Buches haben einen wirklich durch Spannung und rasantes Tempo zum Weiterlesen animiert.Dabei muss ich aber auch sagen, dass mir das Ende schon fast zu kompliziert und zu gut konzipiert worden ist, bei so einer schwachen und nichtssagenden Vorgeschichte.Am Ende wird dem Lese nochmal deutlich, wie sehr man sich in Charakteren und deren Handlung täuschen kann, es kommen einige Twists auf, die der Autorin gut gelungen sind.Mein Fazit:Leider ein Buch, bei dem der Klappentext vielversprechend klingt, es an der Umsetzung jedoch gescheitert ist. Die ersten 300 Seiten waren lediglich Alltagserzählungen, bei denen ab und zu was vermeintlich spannendes, wie ein Leichenfund, eingeschoben wurde.Die letzten 100 Seiten konnten das Buch retten und ich finde die Auflösung sehr gut gemacht, auch wenn das Ende eventuell zu weit hergeholt ist und mich nicht komplett begrfriedigt.

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  • Das geheimnisvolle Mädchen

    Ich will brav sein

    sommerlese

    31. October 2017 um 09:53

    Das zweite Buch von Autorin Clara Weiss ist der Psychothriller "Ich will brav sein", er erscheint 2017 im Goldmann Verlag.Juli zieht von Berlin nach München, um dort ihr Psychologiestudium zu beginnen. Die Trennung von ihrem Freund Hannes soll nur vorläufig sein. Finanziell ist Juli knapp ausgestattet und so ist sie froh, ein Zimmer bei der charismatischen Greta, Margaretha Brandstätter, zu bekommen. Sie ist Schauspielerin und hat so ihre Eigenarten, aber die jungen Frauen verstehen sich gut. Kurz nach Julis Einzug findet sie mit Gregor, Gretas Freund, eine Leiche auf dem Dachboden des Hauses. Es ist ein grausiger Anblick, denn aus dem Mund der Leiche quellen rote Haare und an der Tür zum Dachboden befindet sich eine Botschaft in kindlicher Schrift: Ich werde brav sein. Von da an beginnt eine unheimliche Stimmung im Hause und gemeinsam mit der Sommerhitze rauben sie fast Julis Verstand. "Der Geruch von altem Holz und dickem Staub, der die Treppe herabschlich, schnürte ihr die Kehle zu. Ihre Knie wurden weich, doch die Mutter drängte sie unnachgiebig weiter hinauf, Stufe für Stufe." Zitat Seite 7Die Story beginnt ziemlich schleppend und auch wenn die Einblenden aus dem Leben eines kleinen Mädchens erschüttern und berühren, aus ihnen wird man nicht sofort schlau. Julis Einleben nimmt eine gewisse Zeit ein und die Geschichte legt dann erst ab der Hälfte des Buches an Fahrt zu und bringt mit gruseligen Szenen auf dem Dachboden eine unheimliche Stimmung mit, der man als Leser ratlos, aber auch gespannt folgt. Für mich war das ein Buch, bei dem ich mich lange abgemüht habe. Denn auch wenn man die Bosheit und das Böse einiger Personen ahnen kann, so kann man die Story doch nicht durchschauen. Immer wieder sorgen Einschübe der Geschichte des kleinen Mädchens für Besorgnis, man wird daraus aber nicht schlau. So etwas verlangsamt meinen Lesefluss stets gewaltig. Aber ich habe mich durch das Buch gekämpft, die allgegenwärtig beschriebende Hitze ertragen und wurde dann mit einem spektakulären Ende belohnt. Der Blick in dunkle Seelen und tiefe Abgründe der Psyche ist der Autorin inhaltlich gut gelungen.Der Schreibstil der Autorin hat mir gut gefallen, sie schreibt flüssig, intensiv und lässt die Sommerhitze durch das Buch flimmern. Auch ihre Einblicke in die Gedanken und Erlebnisse des Kindes erscheinen sehr gewaltig. Mich stören aber auch die häufigen Aufzählungen von Kleidung, Gegenständen und Lebensmitteln. Das wirkt zwar sehr übersichtlich und umfassend, sodass sich der Leser ein genaues Bild machen kann, aber es ist mir einfach ein zu häufig eingesetztes Mittel zum Zweck.Von Beginn an hat mich die Story um das Kind verwirrt und da das Rätsel um sie erst gegen Ende aufgeklärt wird, hatte ich Lesephasen, bei denen ich schon das Handtuch werfen wollte. Hier braucht man einen langen Atem. Ein Thriller mit vielen Details und mysteriösen Geschehnissen!

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  • Bitte düster!

    Ich will brav sein

    Haihappen_Uhaha

    09. September 2017 um 13:51

    Cover: Der Titel und das Cover sind mir in der Buchhandlung gleich ins Auge gestochen, so dass ich zum Buch gegriffen habe und mir mal den Klappentext durchgelesen habe. Also wirklich gelungen, die Gestaltung! Sehr ansprechend. Gruselig.Handlung: Die Studentin Juli zieht zur einer Schauspilelerin namens Greta nach München. Aber dann kommen Hinweise auf, dass Greta ein grausames Spiel mit ihr zu treibe scheint- und dann entdeckt Juli eine Leiche auf dem Dachboden, ihre beste Freundin verschwindet, ein stummes Mädchen im Treppenhaus versetzt sie in Angst und Schrecken. Nach weiteren Todesfällen, scheint auch ihr Leben bedroht!Meinung: Mal ein wirklich anderes Werk! Erfrischend anders geschrieben! Denn dieser Thriller bietet auch Gedicht- Pasagen!Großartig!Der Autorin gelingt es einen gleich zu Beginn zu packen und behält einige Seiten die tolle Atmosphäre bei. Doch dann nach dem wunderbaren Einstieg, bekommt das Werk einige plätschernde Handungsstränge, die immer wieder von dem Fokus des Buches und dem Thrill abschweifen. Die Rückblenden, aus der Vergangenheit waren spanned, dass mochte ich sehr. Jedoch hätte ich mir im Mittelteil mehr Grusel und mehr Thriller- Feeling gewünscht. Eine düstere Atmosphäre und einen gerissenen Showdown schafft die Autorin jedoch am ende. Auch wenn manch einer schon Seiten vor dem Ende weiß, was Sache ist, ist das Ende wirklich gelungen.Fazit: Ein toller Thriller mit dem gewissen etwas! Ein gelungener Anfang und ein gelungenes ende können den Leser begeistern. Im Mittelteil schweift die Handlung leider ein wenig ab. Ich hätte mir eine düstere Atmosphäre gewünscht. Ansonsten, wirklich spannend.

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  • Ich will brav sein

    Ich will brav sein

    Zeilentraumfaenger

    25. August 2017 um 13:00

    Ich will brav sein ist ein sehr guter Psychothriller, der diese Bezeichnung absolut verdient hat. Erstmal muss ich sagen, wie sehr ich dieses Cover liebe. Als ich es zum ersten Mal gesehen habe, fand ich es ein bisschen langweilig, aber schon nach dem ersten Kapitel habe ich es geliebt. Es passt perfekt zum Buch und fängt die bedrückende Stille ein.Das erste Kapitel besteht nur aus ein paar Sätzen und das zweite ist aus der Sicht eines kleines Mädchens geschrieben. Erst danach beginnt die 'eigentliche' Geschichte und man bleibt ratlos zurück. Zwischendurch werden dann wieder diese geheimnisvollen Kapitel eingeschoben und so werden parallel zwei Geschichten erzählt, die am Ende zusammen laufen.Das Buch ist über 400 Seiten lang wirklich spannend und man rätselt und leidet die ganze Zeit mit, ohne sich auch nur eine Sekunde zu langweilen. Die ganze Geschichte ist total faszinierend und interessant und auch der Schreibstil der Autorin ist super.An sich habe ich das Buch einfach nur geliebt, auch wenn es ein paar Sachen gab, die mir nicht so gut gefallen haben. Da hätten wir zum einen ein paar Charaktere, die mich beinahe in den Wahnsinn getrieben hätten. Wobei das ja eigentlich eher für das Buch spricht.. Ich will jetzt keine Namen nennen, um niemanden zu Spoilern, aber einige Charaktere waren sehr schwer zu ertragen.Was ebenfalls schwer zu ertragen war, waren die tausenden Hinweise, die immer wieder in nichts geendet sind. Wie im Klappentext schon erwähnt, passieren einige unschöne Dinge und Juli versucht, selbst ein bisschen zu ermitteln. Dabei passieren so viele Dinge, die auffällig sind und sie findet einige potentielle Beweise. Doch das meiste wird entweder einfach direkt ignoriert oder verschwindet nach kurzer Zeit.Irgendwann hat man echt keinen Überblick mehr gehabt und alles war einfach nur krank. An sich finde ich es toll, in die Irre geführt zu werden, aber es hat irgendwann keinen großen Spaß mehr gemacht, mir Gedanken über Dinge zu machen, die erst so wichtig scheinen und dann plötzlich nie wieder auftauchen. Das war leider ein bisschen zu viel.Dafür hat mir das Ende wieder sehr gut gefallen. Es war nichts komplett überraschendes, aber sicher war man sich eben auch nie. Dadurch hat es dann aber auch sehr realistisch und nicht so an den Haaren herbei gezogen gewirkt.Ich will brav sein ist ein super Buch für alle Thriller Fans, die nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen. 

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  • Die Schatten der Vergangenheit

    Ich will brav sein

    Nisnis

    17. August 2017 um 17:14

    Studentin Juli ist glücklich, dass sie in München kurzfristig ein Zimmer zur Untermiete bei der sympathischen und talentierten Schauspielerin Greta beziehen kann. Anfangs erscheint Greta wie eine Freundin, doch bereits nach kurzer Zeit verschlechtert sich das freundschaftliche Verhältnis der beiden jungen Frauen, bis Greta Juli mit ihrem Ordnungswahn richtiggehend drangsaliert und extreme Starallüren an den Tag legt.Juli fühlt sich immer unwohler und stößt immer wieder auf Merkwürdigkeiten, die sie nicht erklären und einordnen kann. Im Flur des Hauses trifft sie auf ein geheimnisvolles und stilles junges Mädchen, das nicht spricht und ihr große Angst macht. Auch ihr Job bei dem grimmig kauzigen Obsthändler im Erdgeschoss des Mietshauses ist alles andere als erfüllend. Auch die Suche nach Julis familiären Wurzeln gestaltet sich nur mühselig, ohne dass sie einen Schritt vorwärts käme.Über München schwebt eine Dunstglocke aus sommerlicher Hitze und so ist es für Juli besonders erschreckend, als sie auf dem Dachboden des Hauses eine fast schon mumifizierte Leiche findet. Dann plötzlich verschwindet Julis neue Freundin und wenige Zeit später wird auch ihre Leiche auf dem Dachboden aufgefunden. Instinktiv weiß Juli, dass sie in höchster Lebensgefahr schwebt.Die Autorin:Clara Weiss, geboren 1976 in Thüringen, hat Literaturwissenschaften in Berlin und Bologna studiert. Sie ist im Verlagswesen tätig und lebt mit ihrer Familie in München. Für ihren ersten Roman "Milchsblut", ebenfalls bei Goldmann erschienen, wurde sie nominiert für den renommierten Friedrich-Glauser-Preis in der Sparte "Debüt". (Quelle: Goldmann Verlag)Reflektionen:Der Schreibstil der Autorin Clara Weiss erlaubt einen leichten Einstig in die beklemmende Geschichte des Psychothrillers. Der leicht verständliche Ausdruck der Autorin und der sehr lockere, geschmeidige Schreibstil lässt den Leser zunächst zügig lesen. Von Anfang an erscheint die Handlung geheimnisvoll und mysteriös, ohne dass man dieses Gefühl akzentuiert auf den Punkt bringen könnte, denn es sind nur Kleinigkeiten, die einem diese undurchsichtige Atmosphäre präsentieren.Ich mochte es sehr, wie mich die Autorin inhaltlich und mit einem intelligenten psychologischen Aufbau an der Nase herumgeführt hat. Nur selten besaß ich ein Gefühl von, ach ja, so könnte die Story ausgehen und letztendlich wurde ich tatsächlich überrascht.Die Handlung wird in zwei Perspektiven erzählt. Die zweite Perspektive, in kursiver Schrift und jeweils kurzgehalten, sorgt für fesselnde Momente und erfrischt. In ihr wird von einem Mädchen erzählt, dass Angst vor einer Zauberin hat, während sie auf einem Dachboden gefangen gehalten wird. Sehr lange Zeit kann man als Leser nicht erahnen, um welche Figur es sich bei dem Mädchen handelt.Leider jedoch erreichte dieser Thriller nicht die zu erwartende Spannung, die man einem Psychothriller voraussetzen darf. Streckenweise empfand ich gar Längen und mit den ständigen Wiederholungen von Beschreibungen der sommerlichen, nicht auszuhaltenden Hitze, auch wenn sie fundamental zur Handlung gehörten, fühlte ich mich im Lesefluss richtig gestört bis leicht genervt. Trotzdem würde ich ein weiteres Buch der Autorin lesen, da mir ihr Stil gut gefällt, doch mit Ich will brav sein, hat sie leider einiges an Potenzial verschenkt.Eingefangen war ich dann erneut, als die Rätsel der Handlung mit ihren psychologischen Vertrickungen langsam aufgelöst wurden und es war großartig, dass nichts ist wie es scheint. Der Showdown ist interessant und spannend inszeniert, doch die letzten drei bis vier Seiten erschienen mir dann leider wiederum unglaubwürdig.Clara Weiss gelingt es, den Leser psychologisch in die Irre zu führen, indem sie die Handlungen der sorgfältig entwickelten, wenigen Charaktere, die wie in einem Kammerspiel auf einer Bühne spielen, dafür benutzt. Die wenigen Charaktere sind vielschichtig, interessant und teilweise maßvoll undurchsichtig erschaffen und es macht Lesespaß, dass sie sich mit der Handlung entwickeln. Doch insgesamt fehlte es mir in diesem Psychothriller an Nervenkitzel, Spannung und Tempo.Fazit und Bewertung:Clara Weiss beweist einen gekonnten psychologischen Aufbau, aber sie verschenkt einiges an schriftstellerischen Potenzials, so dass die Story zu langsam und zu ruhig entwickelt wird. Etwas mehr Tempo und Nervenkitzel, hätten den Psychothriller ausreichend gepfeffert, so dass man die interessante Story mit gut ausgearbeiteten Charakteren in vollen Zügen hätte genießen können.Dennoch würde ich Ich will brav sein denjenigen empfehlen, die es gern etwas ruhiger und doch recht unblutig mögen. Ich würde gern das nächste Buch der Autorin lesen und hoffen, dass sich das hier verschenkte Potenzial darin bündeln wird.4 Sterne©nisnis-buecherliebe

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  • Wohl zu brav...

    Ich will brav sein

    lesemaedel

    13. August 2017 um 19:50

    Die Autorin legt mit "Ich will brav sein" ihren zweiten Thriller, nach "Milchsblut", vor. Nur leider kommt hier so gar keine Spannung auf. Die ersten Zweidrittel des Buches plätschern nur so dahin. Es passiert nichts Bewegendes. Drei Musen bekommt das Buch trotzdem, da diese "Langeweile" uns Leser in die Irre führt. Die Autorin hat geschickt zum Höhepunkt hingearbeitet. Plötzlich taucht eine Leiche nach der anderen auf und sie beendet den Thriller mit einem Showdown. Die letzten drei Seiten kann ich ihr dann wieder nicht abnehmen. "Ich will brav sein" hat mich mit gemischten Gefühlen zwischen "Gähn" langweilig und atemloser Lesefreude zurück gelassen. Am Besten selber entdecken.

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  • Beklemmende Atmosphäre und psychologische Basis ergeben hier ein spannendes Ganzes

    Ich will brav sein

    nessisbookchoice

    09. August 2017 um 22:16

    Titel: „Ich will brav sein“    (Rezensionsexemplar)Autorin: Clara WeissErscheinungsdatum: 19. Juni 2017Seitenanzahl: 411 SeitenGenre: PsychothrillerPreis: Taschenbuch 9,99€Verlag: Goldmann VerlagKlappentext: Glühende Hitze über den Dächern der Stadt. Eine Tat, die das Blut in den Adern gefrieren lässt. Und eine junge Frau, die unentrinnbar ins Verderben gerissen wird. Im Dachgeschoss eines alten Münchener Mietshauses hat Juli endlich ein Zimmer gefunden. Ihre Mitbewohnerin Greta, eine charismatische rothaarige Schauspielerin, ist der Studentin auf Anhieb sympathisch. Bis Juli auf dem Dachboden eine Leiche mit einem Büschel roter Haare im Mund entdeckt und an der Tür die verstörende Botschaft eines Kindes.Hat Greta etwas damit zu tun? Je mehr Juli über die Schauspielerin herausfindet, desto undurchsichtiger erscheint sie. Was an ihr ist echt, wer ist sie wirklich?Und während allmählich die Sommerhitze durch die Mauern des Hauses kriecht, raubt eine schleichende Gewissheit Juli die Luft zum Atmen…   Vielen herzlichen Dank an den Goldmann Verlag und die Verlagsgruppe randomhouse, die mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben. Außerdem habe ich dieses Buch in einer Leserunde mit Marina gelesen. Danke auch an dich!Hier findet ihr ihren Blog.    Cover und Klappentext Das Cover empfinde ich als sehr ansprechend! Es machte mich neugierig und ließ mich auf Spannung hoffen, die man erst hinter verschlossenen Türen findet. Zu Beginn des Buches gibt es ein Klappcover, dessen Buch eine düstere Atmosphäre des Dachbodens, der im Klappentext erwähnt wird, verspricht.Eine wirklich tolle Darstellung, die zusammen mit dem Klappentext meine Neugier nur noch weiter wachsen ließ! Sogar der Titel liefert tiefere Verbindungen zum Inhalt des Buches, was ich sehr gut gelungen finde. Wem kann Juli trauen?Diese Frage stellt man sich bereits zu Anfang, da natürlich Probleme, Ängste und Sorgen aufgrund des Covers und des Klappentextes vorprogrammiert sind.   Figuren Als Protagonistin lernen wir Julietta kennen, die von allen jedoch nur Juli genannt wird.Sie kommt nach Berlin um die Vergangenheit ihrer Mutter nachzuvollziehen und ist auf der Suche nach etwas ganz Bestimmtem. Ich empfand sie als sympathisch, aber teilweise etwas zurückhaltend, da sie nicht immer ihre ehrliche Meinung offen und direkt gesagt hat.Ich habe mit ihr gefühlt und konnte mich in sie hineinversetzen. Ihre Mitbewohnerin Greta war mir zunächst ebenfalls sympathisch, sie entwickelte sich im Laufe des Buches allerdings zu einer riesigen Zicke und eröffnete dem Leser gewisse Neurosen und Starallüren. Außerdem lernen wir Greta’s und Juli’s Freunde, Gregor und Hannes, kennen, die aber beide eher kleinere Parts in dem Buch einnehmen, dennoch wichtig für den Handlungsverlauf sind.   Schreibstil und Inhalt Zu Beginn ist zu sagen, dass das Buch in 5 Teile aufgeteilt ist, die jeweils mit einem kurzen Gedicht beginnen, welches bereits am Anfang des Buches eine wirklich beklemmende und düstere Atmosphäre heraufbeschwört.Zusätzlich dienen kurze Kapitel nach diesen Gedichten, die scheinbar in der Vergangenheit spielen und die Geschichte eines Mädchens und seiner Mutter erzählt, zum Erhalt der regelrecht einsamen und trübseligen Stimmung.Diese Teile sind kursiv gedruckt, sodass man sie perfekt vom Rest der Handlung unterscheiden kann. Durch das Buch hinweg sind vielerlei Hinweise enthalten, denen Juli allerdings nicht weiter nachgeht.Sie werden in die Handlung eingebracht, aber für lange Zeit nicht weiter aufgegriffen, weshalb sie zunächst willkürlich und fragwürdig erscheinen. Dem Lesefluss tat dies, aufgrund des schönen und angenehm zu lesenden Schreibstils, keinen Abbruch. Als Leser kann man das Buch flüssig lesen. Einige Dinge, wie zum Beispiel das permanente Erwähnen der beißenden Hitze in Berlin, empfand ich allerdings irgendwann als sehr störend.Es wurde, meiner Meinung nach, einfach viel zu oft und viel zu detailreich erwähnt. Hier hätte man die Buchstaben lieber in andere Teile des Buches investieren und die Hitze-Beschreibungen auf ein Nötiges minimieren können. Natürlich spielen sie im Gesamten betrachtet eine Rolle, dennoch denke ich, dass weniger manchmal mehr ist. Weiss setzt auf unterschwellige und im ersten Teil eher subtile, konstante Spannung, weshalb man hier nicht mit rasanten Handlungsdetails rechnen kann.Ab der Hälfte des Buches verdichten sich jedoch gewisse Aspekte, sodass die Spannungskurve an sich immer weiter ansteigt, bis sie schlussendlich ihren Höhepunkt erreicht und alles Mysteriöse, was bisher unterklärbar schien, aufgelöst und erklärt wird. Jeder noch so kleine Hinweis, den wir innerhalb des Buches entdeckt haben, wurde in einen einzigen Strang integriert, der in gewisser Weise realistisch und nicht künstlich konstruiert erschien. Wir erhalten psychologische Einblicke in die menschliche Seele und unbewusste Abwehrmechanismen des Körpers und Gehirns, welche ich persönlich grundsätzlich interessant und wirklich spannend finde.Diese Aspekte wurden in einfacher Sprache erklärt, sodass jeder sie verstehen und für sich selbst interpretieren konnte. Mich konnte das Buch wirklich begeistern und zum Mitfiebern und Miträtseln anhalten, weshalb ich gerne 4,5/5 Sterne für dieses Schätzchen vergebe! Ich freue mich auf mehr von Clara Weiss!   

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  • Ich will brav sein

    Ich will brav sein

    Lissy77

    04. August 2017 um 11:26

    Als die Studentin Juli ein kleines Dachzimmer in der Münchener Wohnung der jungen, sympathischen Schauspielerin Greta bezieht, scheint alles perfekt zu sein. Doch dann mehren sich die Hinweise, dass Greta ein ebenso undurchsichtiges wie grausames Spiel mit ihr treibt: Ein Leichenfund auf dem Dachboden, das Verschwinden Julis bester Freundin und ein stummes Mädchen im Treppenhaus versetzen sie zusätzlich in Angst und Schrecken. Als sich weitere Todesfälle ereignen, weiß sie, dass auch sie selbst in höchster Gefahr ist. Aber da ist es fast schon zu spät.Dieses Buch hat mich ein wenig zwiegespalten zurück gelassen. Auf der einen Seite ist es ein gut durchdachter Psychothriller mit unerwarteten Wendungen, auf der anderen Seite war mir leider schon sehr früh klar, worauf das Ganze hinausläuft. Dies hat meinem Lesevergnügen zwar nicht direkt geschadet, hat aber die erwartete Spannung gedämpft. Dafür kann die Autorin aber nichts, das liegt wahrscheinlich einfach daran, dass ich schon sehr viel in diesem Genre gelesen habe. Trotzdem hat es mir Spaß gemacht, dass Buch zu lesen und bei den meisten Lesern wird es wohl auch gelingen, diese immer ein wenig unsicher zurück zu lassen, wer denn nun für die Morde verantwortlich ist. Hier werden geschickt Verstrickungen und Hinweise eingebaut, die den Leser immer wieder in neue Verwirrungen stürzen. Gut gefallen haben mir die eingestreuten Gedicht Zeilen und die Rückblicke in die Kindheit einer der Hauptcharaktere. Von mir auf jeden Fall eine Leseempfehlung für alle Fans von Psychothrillern.

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  • Ich will brav sein...

    Ich will brav sein

    ReadAndTravel

    29. July 2017 um 19:47

    Auch wenn es schmerzt dich bitterlich,sollst hören du, mein Kind, auf mich.Um deine Seel` vor dir zu schützen,musst du in diesen Mauern sitzenBis zu Gehorsam hast gelernt,lebst du von allen weit entfernt.Dein Reich ist einsam, ohne Tür,ab heut´bleibst du alleine hier.Kannst niemals raus, keiner kann rein,es soll zu deinem Besten sein.Juli zieht für ihr Studium um und findet in der WG von Greta, einer berühmten Theaterschauspielerin, dessen Markenzeichen ihre langen, roten Haare sind, ein günstiges Zimmer. Zunächst schien alles in Ordnung zu sein. Greta ist sehr freundlich und stellt ihr einige Möbel zu Verfügung, doch nach einer gewissen Zeit entdeckt Juli immer mehr Eigenarten. Greta ist nicht die, die sie vorgibt zu sein. Als dann auf dem Dachboden die Leiche einer alten Nachbarin gefunden wird, fällt Julis Verdacht auf ihre Mitbewohnerin. Juli findet am Tatort eine rote Echthaarperücke, mit der das Opfer stranguliert wurde. Dazu eine Kinderzeichnung, die eindeutig ihre Mitbewohnerin Greta zeigt. Über der Tür der Schriftzug "Ich will brav sein"Nachdem etwas Ruhe eingekehrt ist, wird ein naher Freund von Greta umgebracht. Wieder deuten die Zeichen auf die Schauspieler und Juli muss unbedingt in eine neue Wohnung, doch sie braucht Gewissheit. Ist ihre Mitbewohnerin eine brutale Mörderin?Der Anfang des Buches hat mich sofort gefesselt und mich direkt ins Buch geführt. Bis es jedoch richtig los ging mit der Story hat es für meinen Geschmack ein klein bisschen zu lang gedauert und der Mittelteil hat sich teilweise etwas gezogen. Dafür wurde es gegen Ende hin nochmal unglaublich spannend. Ich habe die ganze Geschichte über überlegt wer der Mörder dieser Menschen war. Alles deutete auf Greta hin, doch sollte es so einfach sein? Immer wieder nahm ich mir die anderen Charaktere vor und überlegte wie diese mit den Morden in Verbindung gebracht werden würden. Doch der wahre Mörder überraschte mich sehr!!Mir haben die kleinen Zwischenszenen, aus der Sicht eines Mädchens, das regelmäßig von seiner Mutter auf den Dachboden gesperrt und für Stunden alleine gelassen wurde unglaublich gut gefallen. Den Schreibstil der Autorin fand ich sehr gut.Bis auf die teilweise etwas lang gezogenen Stellen, von Ereignis zu Ereignis, hat mir das Buch total gut gefallen und ich kann es nur empfehlen. Ein komplett anderer Thriller als ich es gewohnt bin zu lesen, fernab Kommissaren und Polizisten. 

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  • In der Hitze des Sommers

    Ich will brav sein

    ForeverAngel

    29. July 2017 um 08:08

    Es ist ein heißer Sommer, als Julietta "Juli" Schindler aus Berlin nach München zieht, um dort nicht nur Psychologie zu studieren, sondern auch den Garten ihrer Mutter wiederzufinden. Ein herrlich satter Obstgarten, in dem die Mutter als Kind einen Schatz versteckt hat. Juli hofft ihrer Mutter, die nach einem Schlaganfall nur noch ein Schatten ihrer selbst ist, so wieder näher zu kommen. Auf der Suche nach einem günstigen Zimmer stößt sie auf die junge Schauspielerin Margaretha "Greta" Brandstätter, bei der sie für kleines Geld unterkommen kann. Doch es ist eine Dachgeschosswohnung, in der sich die Hitze des Sommers staut und Greta stellt viele merkwürdige Regeln auf. "Der Sommer war da. Und er war dabei ihr neues Zuhause in einen unwirtlichen Ort zu verwandeln" (Seite 146) Juli ist kaum einen Monat da, als es anfängt. Sie begegnet einem stummen, blonden Mädchen im Treppenhaus, das sonst niemand bemerkt hat. Auf dem Dachboden findet sie die Zeichnung eines Kindes, das eine verletzte rothaarige Frau zeigt. Soll das etwa Greta darstellen? Und dann entdecken Juli und Gretas Freund Gregor auf dem Dachboden eine Leiche, erstickt mit einer roten Perücke und an der Tür steht in kindlicher Schrift geschrieben "Ich will brav sein". Das alles sollte erst der Anfang sein. Was geht hier vor? Und was hat es mit dem Namen Charlotte Weber auf sich, der immer und immer wieder auftaucht? Was da vor sich geht, das habe ich schon nach 150 Seiten geahnt. Eigentlich schon nach dem Anruf, den Juli kurz nach ihrem Einzug bekommen hat und bei dem eine Frau am anderen Ende der Leitung überzeugt war, sie würde mit Charlotte sprechen. Clara Weiss hat zwischendurch immer wieder Spuren gelegt, die mich an meiner Vermutung haben zweifeln lassen und es gab hier und da Puzzleteile, die nicht so ganz zu der Auflösung gepasst haben, die ich mir zurecht gelegt habe. Aber letztendlich hatte ich von Anfang an recht. Trotzdem. Clara Weiss hat es geschafft, einen Psychothriller zu schreiben, der es verdient hat, so bezeichnet zu werden. Das Setting, das sie gewählt hat, passt perfekt zu den Geschehnissen, die Hitze und Schwüle, die stickige Luft, das Schwitzen, all das unterstützt die bedrohliche Atmosphäre hervorragend. Mehr noch. Die Hitze verbindet die kursivgeschriebenen Passagen über ein kleines Mädchen, das von ihrer Mutter auf dem Dachboden eingesperrt wird und dort aus Angst vor einer Zauberin, die ihr die Haare abschneidet und den Fluchtweg zumauert auf der Erde kauert, mit dem gegenwärtigen Erzählstrang, bei dem Juli ähnliche Dinge erlebt wie das Mädchen. Ein sticker Dachboden, auf dem sich die Hitze staut und auf dem sie ihre Wäsche aufhängen muss. Die beklemmende Enge eines Autos, das sich wie ein Backofen aufheizt. Hitze und stickige Luft sind ein allgegenwärtiges Thema in diesem Thriller und sorgen - in Kombination mit Schlafmangel - dafür, dass Juli langsam aber sicher die Nerven verliert. "Sobald sie im Türrahmen stand, brach die Hitze wie eine Flutwelle über sie herein Scharf wie Messerstiche stach sie in ihre Lunge. Juli hielt sich schützend die Hand vor Mund und Nase, auch weil sie auf den grausam süßlichen Geruch gefasst war, der sie hier oben schon einmal überrollt und sich in ihr Gedächtnis gebrannt hatte." (Seite 282) Clara Weiss hat zudem eine Handvoll spannender Figuren geschaffen, von denen man leider bis zum Schluss nicht wusste, ob sie die Geschichte überleben werden oder nicht. Julis Suche nach dem mysteriösen Obstgarten ist nämlich mit Leichen gepflastert. Die Figur, die am meisten ins Auge sticht, ist natürlich die rothaarige Schönheit Greta, an dessen Echtheit Juli immer stärker zweifelt. Greta ist launisch und als die Leiche auf ihrem Dachboden gefunden wird, ärgert sie sich eher über ein geplatztes Dinner, als dass sie über den Fund bestürzt ist. Hat sie etwa etwas damit zu tun? Dann ist da Gregor, Gretas Freund, der eigentlich nach Hamburg ziehen wollte und dann doch ständig in Gretas Wohnung ist. Elli, eine Freundin, die Juli an der Uni kennenlernt und die ebenfalls Psychologie studiert. Nik, der verheiratete Polizist, mit dem Elli eine Affäre beginnt und der sie und somit auch Juli, mit polizeilichen, vertraulichen Informationen über die Dachbodenleiche versorgt. Hannes, Julis Freund aus Berlin, mit dem sich ab und an telefoniert, der aber versprochen hat, zu ihr nach München zu ziehen, damit sie sich ein gemeinsames Leben aufbauen können. Der Obstladenbesitzer, bei dem Juli anfängt zu jobben. Frau Grothe, die alte Dame aus dem Haus, deren Leiche man später auf dem Dachboden findet. Gretas Stalker. Und bei all diesen Figuren fragt man sich: haben sie es auf Juli abgesehen? Oder ist alles ganz anders, als sie denkt? Das einzige, was mich ein passiert gestört hat, sind die vielen Zeitsprünge. Plötzlich ist ein Monat vergangen, oder ein Kapitel endet mitten in der Nacht und im nächsten Kapitel weiß man gar nicht, wie viel Zeit vergangen ist. Ist es der nächste Morgen? Der nächste Tag? Ist eine Woche vergangen? Es fehlt ein bisschen der Zusammenhang zwischen den einzelnen Kapiteln, weil an nie so recht weiß, wie spät es ist oder welcher Wochentag oder wie viel Zeit eigentlich zwischen den Kapiteln vergangen ist. Obwohl ich zugeben muss, dass diese Sprünge im Nachhinein sehr gut zur Auflösung passen und auch zu meiner frühzeitigen Ahnung, worum es hier geht, beigetragen haben. Ach ja und dann wäre da noch das Gedicht, aus dem viermal jeweils eine Strophe zwischen die Kapitel geschoben wird. An sich eine tolle Idee und inhaltlich passt es auch super, aber: es ist einfach schlecht. Diese lächerlichen Yoda-Rheime haben mich immer wieder zum Lachen gebracht und das war sicherlich nicht die Absicht dahinter: "Dein Weinen ist vergeblich, Kind, um dich herum nur Steine sind" (Seite 175) Kurz und knapp, Ich will brav sein ist der erste Thriller seit sehr langer Zeit, der mich völlig in seinen Bann gezogen hat und den ich an einem einzigen Tag ausgelesen habe, weil ich keine Pause eingelegen wollte. Obwohl ich schon früh wusste, worauf alles hinauslaufen würde, hat die Autorin es immer wieder geschafft, dass ich an meiner Vermutung zweifle und sie hat mich mit der bedrückenden Atmosphäre, die sie geschaffen hat, völlig in ihren Bann gezogen. (c) Books and Biscuit

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  • Rezension zu "Ich will brav sein"

    Ich will brav sein

    Its_only_me_thats_it

    25. July 2017 um 15:48

    Titel: Ich will brav sein Autorin: Clara Weiss Seitenanzahl: 411 Verlag: Goldmann ISBN: 978-3-442-48604-5 Inhalt Im Dachgeschoss eines alten Münchner Mietshauses hat Juli endlich ein Zimmer gefunden. Ihre Mitbewohnerin Greta, eine charismatische rothaarige Schauspielerin, ist der Studentin auf Anhieb sympathisch. Bis Juli auf dem Dachboden eine Leiche mit einem Büschel roter Haare im Mund entdeckt und an der Tür die verstörende Botschaft eines Kindes. Hat Greta etwas damit zu tun? Je mehr Juli über die Schauspielerin herausfindet, desto undurchsichtiger erscheint sie. Was an ihr ist echt, wer ist sie wirklich? Und während allmählich die Sommerhitze durch die Mauern des Hauses kriecht, raubt eine schleichende Gewissheit Juli die Luft zum Atmen ... Wie kam ich zum Buch? Das Buch habe ich beim Bloggerportal entdeckt und nach dem spannenden Klappentext und der Leseprobe wollte ich es unbedingt lesen und habe es gleich angefragt. Meine Meinung Dieses Buch hat mich sehr beeindruckt. Beginnen wir einmal bei den Charakteren. Die Autorin hat es tatsächlich geschafft durch ihre Erzählweise zu bestimmen, welche Charaktere der Leser mag und welche nicht. Das geschieht so nicht häufig. So war mir Juli anfangs sehr sympathisch, während ich die anderen Charaktere meistens nicht richtig einordnen konnte. Beim Lesen des Buchs habe ich mich auch wie Juli gefühlt. Man konnte nicht voraussehen, was als nächstes passiert und generell war die ganze Geschichte sehr verwirrend und undurchschaubar gestaltet. Dies hat mich jedoch sehr positiv überrascht, denn ich liebe Thriller, bei denen sich im Kopf des Lesers ganz viele verschiedene Theorien aufbauen, um die seltsamen Geschehnisse irgendwie zu erklären. Die Aufklärung am Ende war sehr unerwartet und komplett anders als alles, was ich bis dahin vermutet hatte. Dennoch war sie logisch, wenn auch ziemlich tragisch. Ich muss auch gestehen, dass ich hier endlich wieder einen Thriller gefunden habe, bei dem ich selbst Angst hatte. Gerade die Erzählungen aus der Sicht des Kindes fand ich sehr unheimlich. Der Schreibstil war überaus flüssig, sodass die Seiten nur so dahingeflogen sind. Ein sehr spannender und außergewöhnlicher Psychothriller, den ich nur empfehlen kann.

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  • Ein Psychothriller, der diesen Titel absolut verdient hat

    Ich will brav sein

    SillyT

    25. July 2017 um 13:58

    Juli hat es gewagt, sie zieht von Berlin nach München, um dort ihr Psychologiestudium zu beginnen. Ihr Freund Hannes ist vorläufig noch in Berlin geblieben, doch auch er plant, nach München zu ziehen. Um mit ihren knappen finanziellen Mitteln auszukommen, sucht Juli ein Zimmer und kann ihr Glück auch kaum fassen, als es ihr gelingt in einem Mietshaus auf der Rabenstraße ein Zimmer zu bekommen. Margaretha Brandstätter, kurz Greta, die junge, charismatische Schauspielerin, ist ihre Mitbewohnerin, doch diese hat so ihre Eigenarten, trotzdem sind die beiden jungen Frauen sich auf Anhieb sympathisch. Doch dann finden Gregor, Gretas Freund, und Juli eine Leiche auf dem Dachboden des Hauses. Aus dem Mund der Leiche quellen rote Haare und an der Tür zum Dachboden befindet sich eine Botschaft in kindlicher Schrift: Ich werde brav sein. So langsam werden alle Personen im Hause unheimlich und auch die Sommerhitze über der Stadt raubt Juli regelrecht den Atem. Meine Meinung:Das Cover dieses Psychothrillers finde ich allein schon richtig gut gelungen, denn dieses verspricht hier so einige Gänsehautmomente und diese findet man dann auch wirklich im Buch. Schon der Einstieg in die Geschichte fiel mir sehr leicht, denn der Schreibstil ist sehr fesselnd und dabei so bildlich, ohne sich in Details zu verlieren, dass der Leser das Geschehen klar vor Augen hat. Sprachlich bleibt es dabei geradlinig und schnörkellos, so dass auch keine Verständnisprobleme auftreten.Vom ersten Moment an verspürt man eine leichte Gänsehaut, wenn man die Protagonistin Juli beim Betreten des Hauses begleitet und auch zwischen Greta, der WG-Mitbewohnerin und Juli spürt man gleich, dass da etwas im argen liegen könnte. Doch gerade zu Beginn ist es noch recht beschaulich, die beiden Frauen verstehen sich soweit gut und Juli findet in Elli eine Freundin an der Uni. Nur nach und nach wird es immer merkwürdiger, Greta entwickelt einige Eigenheiten, wie ihren extremen Sauberkeits- und Aufräumfimmel, bei denen man sich nicht sicher ist, ob das alles "normal" ist. Als dann der erste Mord entdeckt wird, beginnt es auch immer unheimlicher zu werden. Alle Bewohner des Hauses, die hier beschrieben werden, kommen einem sehr suspekt vor und so richtig traut man dann auch keinem mehr.Unterteilt ist das Buch in fünf größere Abschnitte, bei denen man an jedem Abschnittsbeginn eine Art Gedicht mit anschließender Rückblende findet. Um wen es sich in dieser Rückblende handelt, bleibt allerdings verborgen und so sehr man sich auch bemüht, es einem der Charaktere anmerken zu wollen, bekommt man doch erst sehr spät eine Ahnung, in welche Richtung es führen wird. Durch kleine Details in den Beschreibungen erhält das ganze dann auch noch die passende Atmosphäre. Seien es die Worte "Ich will brav sein", die an der Tür zum Dachboden stehen oder das unheimliche Mädchen, das immer wieder im Treppenhaus auftaucht. Jeder wirkt verdächtig und jeder hat gewisse Eigenarten, die sich nach und nach herauskristallisieren. Dazu herrscht dann noch ein viel zu heißer Sommer in der Stadt, der ebenfalls mit auf die ganzen Begebenheiten einwirkt, denn man spürt und riecht beinahe die Umgebung.Die Charaktere sind hier wirklich perfekt für diesen Psychothriller, denn durch den personellen Erzähler, der Julis Perspektive einnimmt, kann der Leser die Personen der Geschichte regelrecht beobachten. Die Autorin schafft es immer wieder, kleine Hinweise einzustreuen, die aber dann doch immer wieder in die Irre führen. Erst nach und nach baut sich ein großes Gesamtbild auf und alles findet eine logische Erklärung.Zu den Charakteren möchte ich gar nicht zu viel verraten, aber jeder Einzelne der Geschichte ließ mich innehalten und nachdenken, was es wohl mit ihm oder ihr auf sich hat. Sei es die Protagonistin Juli, die Schauspielerin Greta oder der Gemüsehändler als Nebencharakter, jeder davon ist gut vorstellbar und wirkt immer wieder mit auf die Atmosphäre ein. Mein Fazit:Ein Psychothriller, der seinen Namen wirklich absolut verdient hat und der seine Wirkung durch ganz viel Atmosphäre in der Erzählung hat. Wirklich vertrauen kann man hier Niemandem und man möchte gar nicht mit der Protagonistin Juli tauschen, da so gut wie jeder unheimlich wirkt. Ganz viele Gänsehautmomente durch geschickt eingestreute Details lassen das Buch zu einem Pageturner werden, denn man möchte einfach nur noch wissen, was dahinter steckt, gerade wenn man die Rückblenden mitverfolgt. Ein absolut gut gelungener Thriller, den ich sehr gerne empfehle.

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  • Rezension zu "Ich will brav sein" von Clara Weiss

    Ich will brav sein

    MiniMixi

    21. July 2017 um 12:52

    Der Psychothriller „Ich will brav sein“ wurde von Clara Weiss geschrieben und erschien im Juli 2017 im Goldmann-Verlag. Das Buch hat 411 Seiten und spielt in München. Die Protagonistin heißt Juli, sie sucht eine Wohnung in der sie leben kann, bis sie ihr Studium abgeschlossen hat. Doch mit dieser Wohnung findet sie auch das Grauen.Um welches Thema es in diesem Buch geht, kann ich leider nicht sagen ohne zu spoilern.Juli studiert Psychologie, sie hat einen festen Freund und ihr Leben ist gerade dabei wieder bergauf zu gehen. Das einzige was ihr in der neuen Stadt München noch fehlt ist eine Unterkunft. Diese findet sie letztendlich bei der Schauspielerin Greta und deren Freund Gregor. Juli kann in der kleinen Wohnung ein noch kleineres Zimmer beziehen, aber sie nimmt was sie kriegen kann. Sie versteht sich mit ihren Mitbewohnern auf Anhieb und schließt auch anderweitig Freundschaften. Doch von Zeit zu Zeit benimmt Greta sich immer seltsamer. Sie wendet sich von ihrer Mitbewohnerin ab und ihr eigenartiges Verhalten sorgt immer wieder für Auseinandersetzungen. Juli fühlt sich in der Wohnung immer unwohler, denn es passieren gehäuft seltsame Dinge. Als sie dann eines Tages auf den Dachboden geht, macht sie eine grausame Entdeckung. Sie will weg, doch es gibt einige Hindernisse. Zudem macht gerade eine unglaubliche Hitzewelle die Stadt zu einem unerträglichen Ort.Empfehlen würde ich das Buch Lesern ab 16 Jahren, da es zu sehr detaillierten Schilderungen von Verstorbenen kommt und an Brutalität ebenfalls nicht gespart wurde.Mir persönlich hat dieses Buch sehr gut gefallen. Ich habe mich noch nie so gegruselt, wie bei dieser Geschichte. Die Bilder die in meinem Kopf abliefen waren so klar, durch den Schreibstil der Autorin. Sie schmückt die Sätze nicht sonderlich aus und schreibt sehr auf den Punkt bringend, aber sie schafft es dennoch, bei dem Leser ein klares Bild entstehen zu lassen.Es gab jedoch auch 2 Punkte, die mich etwas störten. Zum einen, dass der Klappentext meiner Meinung nach bereits zu viel Handlung verrät. Es steht etwas darin, das erst nach einem Drittel des Buches passiert und eigentlich der Kernpunkt ist, der die Geschichte ins Rollen bringt. Dieses Ereignis sollte man dem Leser nicht vorher schon ankündigen, denn durch die Erwartung, dass genau diese Sache passiert, nimmt man unglaublich viel Spannung raus.Die zweite Sache, mit der ich nicht ganz zufrieden war, betrifft das Ende. Mir persönlich war es zu rasant und zu schnell abgewickelt. Das wirkte ein wenig so, als wollte man einfach schnell mit dem Buch abschließen, denn die Geschichte und alle Zusammenhänge waren dem Leser ja sowieso schon klar. Dadurch war auch die Auflösung sehr plump und plötzlich. Daraus hätte man einiges mehr machen können. Was mir wiederum sehr gut gefallen hat, war die Ausarbeitung der Charaktere. Ich hatte ein sehr klares Bild der einzelnen Figuren im Kopf. Die Autorin hat es auch geschafft den Leser ,was Sympathien zu Charakteren betrifft, in eine bestimmte Richtung zu lenken um sie später nach einem unerwarteten Plot Twist wiederum in eine komplett andere Richtung zu steuern. Die Autorin hatte durch ihren Schreibstil in der Hand, welchen Charakter ich als sympathisch empfand. Das ist eine echt grandiose Leistung, denn das haben nicht viele Autoren bisher hinbekommen. Ein großer Pluspunkt also an den Schreibstil. Ich wusste teilweise gar nicht mehr was ich glauben sollte und habe mir die wildesten Theorien überlegt. Dieses Buch war so Fantasieanregend, dass ich es durchweg im Gedächtnis hatte. Es sorgt garantiert für Kopfkino, auch noch lange nach dem Lesen.Jeder, der Nervenkitzel sucht und Psychospielchen mag, ist bei diesem Buch genau richtig. Für jeden Thriller Fan eine Pflichtlektüre.Von mir gab es 4 von 5 Sterne…

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  • Wer Ausdauer hat, der wird belohnt!

    Ich will brav sein

    UnsereBuecherwelt

    12. July 2017 um 20:28

    Meine MeinungGleich vorweg: es ist für mich diesmal unwahrscheinlich schwierig, dieses Buch in Punkten zu bewerten … Dass das Cover der Hammer ist – da wird mir sicherlich jeder Psychothriller-Liebhaber zustimmen!Ich kann euch außerdem noch verraten, dass das Ende und damit die Auflösung der Geschichte auch der absolute Hammer waren! Ich wurde von der Autorin definitiv hinters Licht geführt und habe mit keinem Moment, solch eine detaillierte und in sich absolut stimmige und vor allem tiefgründige Erklärung auf psychologischem Niveau erwartet!Ihr müsst nämlich wissen, dass ich mir zwischenzeitlich gar nicht sicher war, ob ich diesen Thriller überhaupt zu Ende lesen werde, denn er hatte für mich durchaus einige Längen. Die Autorin hat keinen rasanten Schreibstil gewählt und sich in einigen Eigenschaften für mich zu oft wiederholt, was mich irgendwann tierisch genervt hat. So wurde gefühlt alle 2 Seiten das heiße Wetter und Julis Müdigkeit erwähnt.Ich bin generell mit der Protagonistin Juli nicht so wirklich warm geworden. Sie erschien mir doch recht oberflächlich und naiv und ich konnte ihre Handlungen oft nicht nachvollziehen. Die Schauspielerin Greta, in dessen Wohnung Juli ein Zimmer bezieht, war mir auch mehr als suspekt.Dennoch habe ich meiner „60-Seiten-Regel“, nach der ich ein Buch beende, wenn es mich innerhalb dieser Zeit nicht mitreißen kann, getrotzt und habe durch gehalten! Und ich sage euch: ICH BIN SO FROH DARÜBER!!! Denn alles, wirklich alles was mich genervt hat, was mir wichtig, unwichtig, logisch oder unlogisch war, tja das hatte alles seinen Sinn für den Ausgang der Geschichte und ich habe, wie bereits erwähnt, echt total daneben gelegen. Dieser Thriller gehört also zu denen, denen man Zeit geben muss, die mit der Geschichte wachsen und dann mit einem phänomenalem Finale auftrumpfen! Die Geschichte wird übrigens im letzten Drittel lichter und die Autorin lässt uns quasi selber auflösen. Das war aber mindestens genau so toll, wie es knallhart vor den Kopf gestoßen zu bekommen, denn die „Aha und Ohh-Effekte“ hatte man dadurch um so besser, weil man die gesamte Geschichte nochmal Revue passieren lässt!So entschließe ich mich letztendlich zu einer 4-Sterne-Bewertung!Mit schwachen 2 begonnen, ab der Hälfte des Buches auf 3 gestiegen und das Ende hat nochmal einen dazu verdient!Und ich werde definitiv meine „60-Seiten-Regel“ nochmal überdenken! ;-)FazitIch empfehle diesen Psychothriller jedem, der Ausdauer hat.Hier ist nicht „Der Weg das Ziel“, sondern „das Ziel ebnet uns den Weg“.Die Story startet schleppend und nimmt erst ab etwa der Hälfte etwas an Fahrt in seiner Handlung auf. Die Geduld wird durch ein grandioses Ende belohnt, das einen in die tiefen Abgründe unserer Psyche blicken lässt.

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