Clara Weiss Milchsblut

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Inhaltsangabe zu „Milchsblut“ von Clara Weiss

Ein abgeschiedenes Dorf in den Bergen, in dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint: Seit Generationen ist das Haus nahe der Kapelle die Heimat von Elviras Familie. Das ruhige Leben der Bäuerin wird aber für immer zerstört, als sie eines Tages einen schrecklichen Fund auf dem Nachbarshof macht – ein Toter, auf ein Wagenrad gebunden, grausam hingerichtet. Und dies ist erst der Anfang eines entsetzlichen Mordens, das kein Ende zu nehmen scheint. Da entdeckt Elvira, dass eine alte Heiligenlegende der Schlüssel sein könnte. Doch während sie noch verzweifelt versucht, die Logik des Täters zu begreifen, schneiden Schnee und Eis das kleine Dorf von der Außenwelt ab. Niemand kann mehr entkommen – und Elvira ahnt, dass der Mörder auch sie nicht verschonen wird.

Genau wie der neue Thriller von Clara Weiss hat mich ihr Debüt einfach nur umgehauen. Ganz anders, aber kein bisschen weniger genial!

— glotzer
glotzer

Mega-spannender Thriller, den man schnell durch hat, der einen aber lange nicht mehr loslässt!

— Punktum
Punktum

Der beste Thriller, den ich seit langem gelesen habe! Endlich mal kein öder Regionalkrimi und kein "Kommissar XY-ermittelt"-Einheitsbrei!

— Karla86
Karla86

Düster, beklemmend und spannend.

— twentytwo
twentytwo

Überzeugender Plot und überzeugende Charaktere mit Bergcharme, aber manchmal etwas zu langatmig.

— SteffiKa
SteffiKa

~ Gut gestrickter Krimi mit angenehmem Grusel und durchaus raffiniert angelegtem Finale ~

— JuliB
JuliB

Düsterer, beklemmender Kriminalroman den es sich zu lesen lohnt.

— AdrienneAva
AdrienneAva

Ein kaltblütiger Mörder treibt sein Unwesen in einem abgelegenen kleinen Dorf.... Spannend, düster, beklemmend - absolut empfehlenswert!

— mareike91
mareike91

Eine tolle Atmosphäre und ein spannender Kriminalfall - was will man mehr?!?!

— DunklesSchaf
DunklesSchaf

Fazit: Rätselhafte Morde in einem Bergdorf, dass komplett von der Außenwelt abgeschnitten ist – atmosphärisch dicht und packend umgesetzt.

— Bellexr
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  • Grauen in den Bergen

    Milchsblut
    twentytwo

    twentytwo

    12. June 2016 um 13:21

    Die Winterstimmung in dem kleinen, abgelegenen Bergdorf ist alles andere als beschaulich. Elvira vermisst ihre Freundin, auf der Suche nach ihr entdeckt sie die Leiche eines auf grausamste Art und Weise hingerichteten Nachbarn. Wenige Tage später findet Elvira die nächsten Toten, die nicht weniger brutal ums Leben gebracht worden sind. Die Stimmung wird immer unheimlicher. Doch das Grauen nimmt kein Ende und Elvira fühlt sich zunehmend selbst bedroht, denn plötzlich kommt alles zusammen. Der nächste Mord passiert und das Wetter kippt. Ohne Strom, von Schnee und Eis eingeschlossen ist die Familie restlos von der Umwelt abgeschnitten und es scheint kein Entrinnen mehr zu geben. Doch Elvira gibt nicht auf und so kommt sie nach und nach hinter das Geheimnis des Mörders. Ihr anfänglicher Verdacht bestätigt sich immer mehr und so wird es am Ende ein Wettlauf gegen die Zeit, weitere Morde zu verhindern und den Täter zu stellen.FazitDüster und unheimlich, entwickelt sich nach einem geheimnisvollen Prolog, eine Story die einen ständig mit neuen Dingen überrascht. Fast atemlos liest man das dramatische Showdown, bei dem nicht nur der Täter gestellt wird, sondern sich auch die psychopathische Logik des Tatmotivs erschließt.

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  • Milchsblut

    Milchsblut
    JuliB

    JuliB

    28. March 2016 um 12:28

    Ein Dorf in den Bergen, beginnender Winter und ein grausamer Mörder, der dort oben ein Lebenslicht nach dem anderen auslöscht...Elvira Holzer, von jeher Bäuerin und an das einfache Hofleben gewöhnt, ist diejenige, die all diese Morde, begangen nach einem alten Legendenmotiv, entdeckt. Außerdem gilt ihre Freundin Resi Zauner vom Nachbarhof als vermisst. Kann man der solch grausame Taten zutrauen? Die Lage auf dem Berg spitzt sich zu, als immer mehr Schnee fällt und die Holzers zusammen mit einem fremden Feriengast einschneien. Der Strom fällt aus und das Überleben auf dem Berg im Angesicht eines noch nicht gefassten Mörders wird zur Gemeinschaftssache. Nur ist wirklich jeder von ihnen so unschuldig wie er tut? <><><>Milchsblut ist einfach geschrieben und liest sich wie ein Regionalkrimi. Nicht besonders aufregend (was ich gut finde, ich mag es nicht besonders, wenn mir das Blut aus den Seiten förmlich ins Gesicht spritzt), aber auch alles andere als langweilig. Die Protagonisten mit ihren Eigenheiten und allem drum und dran, allen voran Elvira, fand ich gut gestrickt und glaubwürdig beschrieben. Auch das raffinierte Finale hat es mir sehr angetan. Das hab ich so dann doch nicht kommen sehen. 4 von 5 Milchkannen...äh...Sternen ;oP

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  • Düstere Abgeschiedenheit

    Milchsblut
    AdrienneAva

    AdrienneAva

    17. February 2016 um 12:10

    Das Buch: Ein abgeschiedenes Dorf in den Bergen, in dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint: Seit Generationen ist das Haus nahe der Kapelle die Heimat von Elviras Familie. Das ruhige Leben der Bäuerin wird aber für immer zerstört, als sie eines Tages einen schrecklichen Fund auf dem Nachbarshof macht – ein Toter, auf ein Wagenrad gebunden, grausam hingerichtet. Und dies ist erst der Anfang eines entsetzlichen Mordens, das kein Ende zu nehmen scheint. Da entdeckt Elvira, dass eine alte Heiligenlegende der Schlüssel sein könnte. Doch während sie noch verzweifelt versucht, die Logik des Täters zu begreifen, schneiden Schnee und Eis das kleine Dorf von der Außenwelt ab. Niemand kann mehr entkommen – und Elvira ahnt, dass der Mörder auch sie nicht verschonen wird. Der Einstig ins Buch gestaltete sich für mich eher schwierig, obwohl ich nicht genau benennen kann weshalb. Vielleicht der vielen Namen wegen, oder dem Schreibstil. Doch ich bin sehr froh weitergelesen zu haben, den mit jeder Seite nahm dieses Buch an Spannung zu und überraschte mit unvorhergesehenen  Wendungen und einer sehr düsteren Stimmung. Die bildhafte Sprache der sich Clara Weiss bediente war einfach genial. Da ich selbst als Kind oft auf dem Bauernhof meiner Grosseltern im Urlaub war, kenne ich diese Abgeschiedenheit. Ich konnte mich sehr gut hineinversetzen und mir kroch ab und an ein Schauer über den Rücken. Auch die Namen der Personen im Buch waren gut getroffen, den auch bei uns wurden viele mit dem Nachnamen und dann mit dem Vornamen angesprochen. Dieses Werk werde ich gerne weiterempfehlen.

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  • Mit viel Schaudern: Milchsblut - Clara Weiss

    Milchsblut
    DunklesSchaf

    DunklesSchaf

    20. January 2016 um 20:37

    Elvira lebt mit ihrer Familie, ihrem Vater, ihrem Mann und ihrem Sohn, in einem sehr kleinen Weiler in den Bergen. Nur eine Handvoll Nachbarn gibt es, das Dorf ist eine Autofahrt entfernt. Als Elvira ihren Nachbarn ermordet und auf ein Wagenrad gebunden vorfindet, ist es mit der Ruhe, Einsamkeit und Beschaulichkeit vorbei. Am gleichen Tag verschwindet ihre Freundin Resi spurlos und Elvira ahnt, dass dies erst der Anfang ist. Als sie auf eine alte Heiligenlegende stößt, findet sie den Leidensweg der heiligen Katharina in den Geschehnissen wieder. Doch wer und vor allem warum ermordet jemand die Bewohner? Als der Weiler einschneit, wird die Lage für Elvira und ihre Familie immer brenzliger. Ein kleiner Weiler, nur ein paar Häuser, vorwiegend ältere Leute, die noch ein wenig Landwirtschaft betreiben oder Feriengäste bewirten. Es ist November und die Stimmung düster und neblig. Ein einziger Feriengast ist übrig, die winterliche Einsamkeit legt sich wie eine Decke über den Weiler. Die Atmosphäre des Buches ist schon vor dem Einschneien beklemmend und bedrückend. Die Kälte ist fast zu spüren und man fühlt sich selbst ganz klamm. Der Schnee überzuckert die Landschaft nicht, sondern erschlägt sie mit einer Masse an weißen Flocken, das Dorf ist abgeschnitten und die Einsamkeit wird bedrohlich. Die Morde sind nun nur noch das I-Tüpfelchen, welches die Beklemmung greifbar macht und einen mit fiebern lässt. Selten habe ich ein Buch gelesen, dessen Atmosphäre so eindrücklich und dicht über mich gekommen ist. Ein fast schon schauriges Leseerlebnis. Elvira war mir von Anfang an sympathisch, auch wenn sie nicht die typische Heldin ist. Zurückgezogen lebt sie, dass sie überhaupt jemals geheiratet hat, war für mich verwunderlich. Die Stadt bzw. eigentlich das Dorf jagt ihr Angst ein und alleine traut sie sich schon gar nicht dorthin fahren. Zuhause, im Weiler, ist sie am liebsten, dort trifft sie nur Leute, die sie kennt, die ihr nahe stehen oder sie eben schon ihr Leben lang begleiten. In der Familie erfüllt sie die Funktion der bäuerlichen Frau, von Essen kochen bis Kühe melken, doch täglich hält sie ihre Gedanken fest und hat so schon einige Kladden vollgeschrieben. So viel scheint ihr anfangs gar nicht an der Auflösung zu liegen, sie sorgt sich natürlich um ihre Familie, aber sie ist der Dreh- und Angelpunkt der Familie und so stößt sie nach und nach auf die Legende. Es geschehen noch mehr Morde im Weiler und der Kreis der Verdächtigen, die gut eingeschlossen durch den Schnee, noch im Weiler sind, ist sehr eng gesteckt. Trotzdem gelingt es der Autorin gut, den Täter lange Zeit zu verstecken und mich als Leser immer wieder auf falsche Spuren zu locken – abgesehen von der ersten Verhaftung, welche die Polizei vornimmt, denn weder ich noch meine Mitleser in der Leserunde konnten das glauben. Irgendwann kurz vor Schluss ist Elvira gemeinsam mit dem Leser auf den Täter gestoßen, doch die Autorin eröffnet dahinter noch einige Abgründe, so dass nicht nur die Suche und das Finden des Täters eine knifflige Rätselarbeit bieten, sondern das Ende noch mit einer Auflösung mit weitreichendem Ausmaß  aufwarten kann. Das Ende beinhaltet noch ein, zwei Kniffe, die ein wenig unglaubwürdig sind, da sie schon an ein Wunder grenzen, doch bei der Dichte der Toten in dem Buch mag man der Autorin ein paar zu gute Nachrichten zum Schluss verzeihen. Fazit: Ein kriminelles Rätselraten in einer wirklich stimmigen Umgebung. Auf zum Gruseln in die Berge – aber nicht einschneien lassen….

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  • Düstere Atmosphäre

    Milchsblut
    buecherwurm1310

    buecherwurm1310

    14. January 2016 um 11:50

    November in einem abgeschiedenen Dorf in den Bergen, der Winter steht bevor und nur noch ein Feriengast wohnt bei Elvira im Haus. Im Sommer ist etwas mehr los. Bald schon ist es vorbei mit der Beschaulichkeit. Elvira vermisst ihre Nachbarin Resi und will dann schauen, ob sie bei dem Bruder ist. Dort macht sie eine grauenhafte Entdeckung. Resis Bruder wurde grausam ermordet. Die Polizei scheint nicht so professionell vorzugehen. Doch dann gibt es weitere Tote und wieder ist Elvira diejenige, die diese furchtbare Entdeckung machen muss. Wer hat es da plötzlich auf die Dorfbewohner abgesehen? Dann kommt der Winter mit voller Macht. Sie werden eingeschneit und sind von der Außenwelt abgeschnitten. Der Strom fällt aus und damit auch die Heizung und das Telefon. Keine schöne Situation, doch umso schlimmer, weil man davon ausgehen muss, dass der Mörder noch im Dorf weilt.   Die düstere Atmosphäre dieses Krimis ist erschreckend und fesselnd zugleich. Man möchte nicht in der Haut der Dörfler stecken. Die Menschen in diesem Dorf sind sehr authentisch beschrieben. Die Einsamkeit, in der sie hier leben, hat sie geprägt und sie kommen Außenstehenden etwas seltsam vor. Elvira ist die Hauptprotagonistin. Sie füllt sich unter vielen Menschen nicht wohl und ist am liebsten zu Hause. Dort hat sie ihre gewohnte Umgebung, nur wenige vertraute Menschen um sich und alles geht seinen gewohnten Gang. Am Ende erfahren wir, warum sie so ist wie sie ist und danach ist ihr Verhalten logisch. Dann bricht das Morden in Elviras Idylle ein. Obwohl sie dadurch verunsichert ist, macht sie sich nicht allzu viele Gedanken und macht weiter wie immer. Doch als alle von den Schneemassen eingeschlossen sind, kommen erste Zweifel und jeder im Haus könnte der Täter sein. Ihren Sohn Matthias zieht nichts aus dem Dorf, obwohl er an die dreißig ist, was mir sehr merkwürdig vorkommt. Ihr Mann Hans tauchte vor einem Jahr wieder auf, nachdem er vor dreißig Jahren klammheimlich verschwand. Selbst Elviras grantiger Vater scheint etwas zu verbergen. Auch der Feriengast, der Pfarrer und der heruntergekommene Knecht Michael sind verdächtig. Die Polizei macht auch nicht gerade einen sehr kompetenten Eindruck. Als Elvira mitteilt, dass die Legende der Heiligen Katharina Hinweise geben könnte, wird sie nicht ernst genommen. Elvira ahnt, dass sie auch in Gefahr ist. Die angespannte Situation ist so gut geschildert, dass man beim Lesen ständig unter Spannung steht. Die Geschichte hat mich vom Anfang bis zum schlüssigen Ende gefesselt. Diesen überzeugenden Kriminalroman kann ich nur empfehlen.

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  • Sehr spannend

    Milchsblut
    Tanja81

    Tanja81

    14. January 2016 um 11:26

    ​Elvira lebt mit ihrem Vater, ihrem Sohn Matthias ihrem Mann Hans und dem Hund Ludwig auf einem einsamen Bauernhof in den Bergen. Elvira und ihre Familie leben sehr zurückgezogen. Sie führen ein ruhiges leben.  Gerade in den Sommer Monaten kommen auch einige Feriengäste auf den Bauernhof! Aber in diesem Jahr ist ausnahmsweise auch mal im November ein Gast da! Eines Tages wird das beschauliche, friedliche leben aller Dorfbewohner auf den Kopf gestell. Erst verschwindet Elviras Freunin Resi spurlos, und dann geschiet auch noch ein grausamer ein grausamer Mord! Die ganze Dorfgeschmeischaft ist erschüttert. Als es dann auch noch anfängt zu Schneien, und Elvira und ihre Familie von der Außenwelt abgschnitten auf ihrem einsamen Hof festsitzen wird es erst richtig spannend! Wem kann man noch vertrauen und wem nicht? Ist einer der anwesenden der Mörder?  Das Buch hat mich von der ersten Seite bis zum letzten Satz gefesselt! Es war wirklich toll das Buch zu lesen! Es sind so viele dinge passiert mit denen man so nicht gerechnet hätte. Ich bin schon sehr gespannt was man noch von Clara Weiss lesen wird!

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  • Wenn die Idylle zum Horror wird

    Milchsblut
    Spatzi79

    Spatzi79

    13. January 2016 um 16:18

    Elvira lebt mit ihrer Familie, ihrem Vater, Mann und Sohn, recht zurückgezogen auf einem Bauernhof in einem kleinen abgeschiedenen Dorf in den Bergen. Ihr Leben verläuft ruhig und meist eher eintönig, ein wenig Abwechslung bringen die Feriengäste, an die sie vermieten. Normalerweise haben sie nur im Sommer Gäste, doch dieses Jahr bringt ihnen der schöne Herbst noch einen späten Besucher, der die Ruhe und Idylle der Berge genießen will. Doch dann geschieht eines Tages etwas Grauenvolles. Elvira will ihre Nachbarin besuchen, doch diese ist unerwarteter Weise nicht zu Hause. Sie sucht Resi bei deren Bruder und findet den alten Mann bestialisch ermordet vor. Wer tut so etwas und vor allem: warum? Die wenigen Einwohner können sich keinen Reim auf die Ereignisse machen. Die Ermittlungen der Polizei verlaufen schleppend und es geschieht ein weiterer Mord! Ein Wintereinbruch mit heftigem Schneefall und Stromausfall sorgt dafür, dass Elviras Hof von der Außenwelt abgeschnitten wird und sie auf sich allein gestellt sind. Sind sie damit sicher vor dem Mörder oder befindet er sich ganz in ihrer Nähe? Das Buch beginnt mit einigen blutigen und schockierenden Szenen, lebt aber insgesamt eher von der düsteren Atmosphäre und unheimlichen Stimmung, die sich immer mehr ausbreitet. Zu Beginn sind alle verdächtig und ich war mir auch lange unsicher, wen ich für den Mörder halten soll. Eine Theorie bezüglich Täter und Motiv hatte ich zwar irgendwann, die genauen Zusammenhänge erschließen sich aber erst gegen Ende und da gibt es noch die eine oder andere Überraschung, so dass die Spannung bis zum Schluss gehalten wird. Die Beschreibungen des kleinen Dorfes, das wohl in vielen Berggegenden liegen könnte, und seiner Anwohner sind gut gelungen und wirken ziemlich authentisch. Elvira ist eine interessante Hauptfigur, ganz sicher keine klassische Heldin oder mutige Ermittlerin, sondern im Gegenteil eine introvertierte, unauffällige Frau, die sich in gewohnter Umgebung, mit immer gleichen Abläufen und möglichst wenig Menschen um sich herum am wohlsten fühlt. Ihre Art irritiert den Leser streckenweise, aber am Ende gibt es auch hierfür eine Erklärung. Diese psychologischen Aspekte im Kriminalroman haben mir gut gefallen. Insgesamt konnte mich dieser Debutkrimi auf der ganzen Linie überzeugen und ich bin gespannt auf weitere Bücher der Autorin, die ich sofort lesen würde!

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  • Milchsblut von Clara Weiss

    Milchsblut
    Helene2014

    Helene2014

    Milchsblut von Clara Weiss ist der Debütkrimi der Autorin. Und was für ein Debüt!! Ich kam durch Empfehlung auf LB auf dieses Buch und bin schlichtweg begeistert davon.  Die Handlung spielt sich ausschließlich in einem abgelegenen kleinen Weiler in den Bergen ab. Elvira, eine Bäuerin um die fünfzig, lebt hier total abgeschieden mit ihrem nach Jahren der Abwesenheit heimgekehrten Mann, ihrem Sohn und ihrem alten Vater. Und dann findet sie plötzlich ihren Nachbarn auf, der auf grausamste Weise ums Leben gekommen ist. Aber es soll nicht der einzige furchtbare Todesfall bleiben! Als dann noch das Dorf eingeschneit und von der Umwelt abgeschnitten wird, wird das Misstrauen untereinander und das Entsetzen über die schrecklichen Taten immer schlimmer.  Ich hatte zwar schon nach einiger Zeit einen Verdacht, aber die Erklärungen, wie das alles zusammenhängt und das Warum liefert die Autorin erst ganz am Schluss. Und der hat es mal wieder in sich! Am Anfang ist alles noch ein bißchen heile Welt, aber die zerbröckelt immer mehr. Die Spannung steigt von Seite zu Seite unbarmherzig an und am Schluss vergisst man fast das Atmen.  Der Sprachstil der Autorin ist wunderbar flüssig und bildhaft. Ich sah das Dorf und die Menschen richtig vor mir. Fazit ein fantastisches Debüt einer mir bis dahin unbekannten Autorin. Ich hoffe, es werden bald weitere Bücher von ihr folgen. Gerne würde ich mehr als 5 Sterne vergeben! Auf jeden Fall eine unbedingte Leseempfehlung von mir. 

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    • 9
    Helene2014

    Helene2014

    23. December 2015 um 07:25
  • Beginnt erst leise, aber dann...

    Milchsblut
    c-bird

    c-bird

    07. December 2015 um 16:15

    Ein kleines, abgeschiedenes Dorf in den Bergen. Schon seit Generationen lebt hier die Bäuerin Elvira mit ihrer Familie. Jeder kennt jeden und man führt ein ruhiges Leben. Fast könnte man meinen, die Zeit sei hier stehengeblieben. Es ist Ende November, der Kathreinstag. Zeit in der die Menschen sich auf den Winter vorbereiten. Doch der Tag bringt Unheil über das Dorf. Nicht nur Elviras beste Freundin Resi verschwindet plötzlich, nein Elvira findet im Nachbarhaus den ermordeten Bruder Resis. Der Tote wurde auf ein großes Wagenrad gebunden. Noch ahnt Elvira nicht, dass dies erst der Anfang eines Alptraums ist, denn bereits am nächsten Tag findet sie erneut zwei Tote… „Milchsblut“ beginnt mit recht leisen Tönen. Man wähnt sich in einer beschaulichen Idylle bis der erste Tote entdeckt wird. Was dann folgt ist eine wirklich rasante Folge von Morden und die Ereignisse überschlagen sich. Spätestens ab der Mitte ist man von dem Buch wie gefesselt. Die Zahl der Figuren ist überschaubar, eigentlich ein klassischer Who-done-it. Ein Schneesturm zwingt die Bewohner in ihren Häusern zu bleiben und zudem fällt auch noch der Strom aus. Und während man noch grübelt, wer denn der Bösewicht sein könnte kommt plötzlich die große Wendung. Man fragt sich dann, ob man die ganze Zeit mit Blindheit geschlagen war, dass man die versteckten Hinweise nicht gesehen hat. Ganz klasse gemacht. Super konstruiert. Der Autorin ist es sehr gut gelungen mich in die Irre zu führen. Nie hätte ich mit so einer Auflösung gerechnet. Ein Krimi, der auch als Thriller durchgehen kann. Überraschend anders, aber sehr gut! Ganz klare Leseempfehlung für dieses Buch!

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  • Lesechallenge Krimi gegen Thriller 2015

    kubine

    kubine

    Die Lesechallenge Krimi gegen Thriller geht auch 2015 weiter! Du liest gerne Krimis und kannst so bekannte Ermittler wie Miss Marple oder Commisario Brunetti locker mit Deiner Spürnase abhängen? Oder liegen Dir eher rasante Thriller, bei denen Du schon mal die Nacht zum Tag machst? Dann mach doch mit bei unserer Teamchallenge Krimi gegen Thriller. Welches Team schafft es, die meisten Bücher zu lesen? Wir sind gespannt. Welche Bücher zählen? Als grobe Einteilung soll dabei die Angabe der Verlage dienen. Hat der Verlag es als Thriller eingeordnet, zählt es als Thriller (auch wenn man nach dem Lesen einen anderen Eindruck hat). Bei Krimis ist es ebenso. Alle Arten von Krimis zählen, egal ob historischer Krimi, Regionalkrimi oder Tierkrimi. Es gibt sicher Bücher, bei denen das am Anfang nicht so klar ist. Im Zweifel würden sie dann bei beiden Teams gezählt. Die Regeln: 1. Entscheide Dich für ein Team!2. Die Challenge beginnt am 01.01.2015 und endet am 31.12.2015. Alle Bücher, die im Zeitraum vom 01.12.2014 bis 31.12.2015 erscheinen zählen, auch Neuauflagen , sofern die 2015 erscheinen. Eine Liste mit Neuerscheinungen 2015, die natürlich auch ergänzt wird, findet ihr hier: http://www.lovelybooks.de/buecher/krimi-thriller/Bestseller-Krimis-und-Thriller-2015-1112868118/ 3. Zu jedem gelesen Buch wird eine Rezension geschrieben. So kann sichergestellt werden, dass das Buch auch gelesen wurde. Der Link zur Rezi bei LB muss mit angegeben werden. Um die Spannung aufrecht zu erhalten, bitte den Link zur Rezi per PN an mich! 4. Auch fremdsprachige Bücher dürfen für die Challenge gezählt werden. Hier muss nur ebenfalls der Erscheinungstermin in den oben genannten Zeitraum fallen. 5. Man kann zu jeder Zeit einsteigen bzw. aufhören. Gelesene Bücher zählen dann ab dem Einstiegsmonat. 6. Wie viele Bücher das jeweilige Team im Monat geschafft hat, wird jeweils Anfang des Folgemonats bekannt gegeben. Derjenige, der am Ende die meisten Krimis bzw., Thriller gelesen haben und somit am meisten zum Ergebnis des Teams beigetragen hat, erwartet am Ende eine kleine Überraschung. Ihr habt noch Fragen, her damit! Gegebenenfalls werden die Regeln dann etwas ergänzt. Keine Fragen mehr? Na dann mal los an die Bücher und viel Glück! Team Krimi: 1. dorli 2. buchraettin 3. Mercado 4. wildpony 5. ChrischiD 6. mabuerele 7. chatty86 8. Matzbach 9. Postbote (ab April) 10. janaka 11. angi_stumpf 12. Sternenstaubfee 13. pelznase 14. Smberge 15. LibriHolly 16. danzlmoidl 17. Sweetiie 18. Antek 19. bieberbruda 20. roterrabe 21. Pelikanchen 22. Wolf-Eyes 23. Xanaka 24. Athene100776 25. Bellis-Perennis 26. lesebiene27 27. mira20 28. Claddy 29. glanzente 30. Nele75 31. xxxxxx 32. hasirasi2 33. Caroas 34. Schalkefan 35. Katjuschka 36. danielamariaursula 37. yari 38. Lesestunde_mit_Marie 39. Filzblume (40. Igelmanu66) 41. Talitha 42. tweedledee 43.krimielse 44. sommerlese 45. Bibliomarie 46. Barbara62 47. Maddinliest 48. Louisdor 49.TheRavenking (50. Lesezeichen16) 51. Leserin71 (52. heidi59) 53. buecherwurm1310 54. clary999 55. mrs-lucky Gelesene Bücher Januar: 28 Gelesene Bücher Februar: 48 Gelesene Bücher März: 58 Gelesene Bücher April: 76 Gelesene Bücher Mai: 83 Gelesene Bücher Juni: 75 Gelesene Bücher Juli: 79 Gelesene Bücher August: 106 Gelesene Bücher September: 86 Gelesene Bücher Oktober: 103 Gelesene Bücher November: 196 Gelesene Bücher Dezember: 209 Zwischenstand: 1147 Team Thriller: 1. Samy86 2. Igela 3. seelensplitter 4. Janosch79 5. Nenatie 6. eskimo81 7.MelE 8. Mone80 9. Kirschbluetensommer 10. Curin 11. SchwarzeRose 12. kvel 13.dieFlo 14. Huschdegutzel 15. Buchgeborene 16. Simi159 17. Kasin 18. Inibini 19. parden 20. Fluse 21. crumb 22. rokat 23.bookworm61 24. lord-byron 25. Patno 26. felicitas26 27. trollchen 28. Nisnis 29. MissRichardParker 30. Anne4007 31. sabrinchen 32. BookfantasyXY 33. MrsLinton 34. Floh 35. Meteorit 36. hannelore259 37. Leseratz_8 38. Krimiwurm 39. DerMichel 40. AberRush 41. Schaefche85 42. Naden 43. DieNatalie 44. Thrillerlady 45. heike_herrmann 46. MeiLingArt 47. KruemelGizmo Gelesene Bücher Januar: 33 Gelesene Bücher Februar: 36 Gelesene Bücher März: 59 Gelesene Bücher April: 64 Gelesene Bücher Mai: 80 Gelesene Bücher Juni: 115 Gelesene Bücher Juli: 112 Gelesene Bücher August: 107 Gelesene Bücher September: 98 Gelesene Bücher Oktober: 109 Gelesene Bücher November: 134 Gelesene Bücher Dezember: 140 Zwischenstand: 1087

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    • 6213
    kubine

    kubine

    01. December 2015 um 16:48
  • Die heilige Katharina

    Milchsblut
    Bellexr

    Bellexr

    30. November 2015 um 07:46

    Die heilige Katharina   Elvira und ihre Familie leben seit Generationen schon in einem abgeschiedenen Bergdorf. In dem Weiler wohnen nur wenige Menschen, jeder kennt jeden. Doch mit dem ruhigen Leben ist es eines Tages Ende November vorbei als Elvira ihre Freundin Resi besuchen will und diese nicht antrifft. Dafür entdeckt sie auf dem Nachbarhof einen Toten, grausam ermordet und auf einem Wagenrad fest gebunden. Und wäre dies nicht genug, findet Elvira kurz darauf die Wenzel-Schwestern ermordet im Kuhstall. Elvira stellt zwischen den Morden eine Verbindung zu einer Heiligenerzählung her. Doch bevor sie dies näher überprüfen kann, wird das kleine Dorf eingeschneit und zu allem Übel fällt auch noch der Strom aus. Das Dorf ist komplett von der Außenwelt abgeschnitten und der Mörder ist noch lange nicht fertig.   Es ist ein ruhiges Leben in dem kleinen Bergdorf, das nur noch wenige Einwohner beherbergt. Die Menschen gehen ihren täglichen Aufgaben auf den Höfen nach, die Häuser stehen für jeden offen. Es ist eine friedliche Idylle, vollkommen ohne Hektik, die Menschen leben im Einklang mit der Natur. So auch die Landwirtin Elvira, die mit Vater, Ehemann und dem jüngsten Sohn den Hof betreibt. Neben der Landwirtschaft vermietet Elvira auch noch zwei Ferienwohnungen auf ihrem Bauernhof und so gastiert gerade ein Feriengast bei ihnen.   Clara Weiß lässt sich Zeit, ihren Krimi zu erzählen und bringt einem erst einmal das Landleben näher. Hierdurch baut die Autorin eine atmosphärische Dichte auf und schnell legt sich eine düstere Stimmung über die Geschichte. So hat man den kleinen Weiler regelrecht vor Augen und vor allem, später die riesigen Schneemassen und die trüben, schneereichen Tage, denen die immer weniger werdenden Dorfbewohner ausgesetzt sind. Immer beklemmender wird die Stimmung des Buches, je länger das Dorf eingeschneit und der Mörder offensichtlich ganz in der Nähe ist.   Wer der Mörder ist oder welches Motiv dieser verfolgt, dass verrät Clara Weiß ihren Lesern erst ganz zum Schluss. Und selbst mithilfe des Ausschlussverfahrens hat man Probleme, den Mörder frühzeitig zu identifizieren. Es weisen einfach keine Spuren zu ihm, die wenigen Bewohner des Dorfes scheinen alle kein Motiv zu haben. Und eines ist sehr früh klar: der Mörder tötet seine Opfer nach einer ganz bestimmten Heiligensage, warum dies so ist, bleibt allerdings auch lange im Dunkeln.   So baut sich die Spannung zwar langsam, dafür aber kontinuierlich auf. Dreh- und Angelpunkt der packenden Geschichte ist die Landwirtin Elvira, Mitte Fünfzig, eher introvertiert geht sie Menschen gerne aus dem Weg. Nur im Notfall fährt sie mit Sohn Matthias einmal runter in die Stadt, Menschenansammlungen und sei es nur im Gasthaus sind ihr äußerst unangenehm. Und obwohl sich Elvira am liebsten aus allem heraushält und sich lieber zurückziehen würde, lassen sie die Morde nicht zur Ruhe kommen. Zumal sie immer diejenige ist, welche die Toten als erstes entdeckt.   Fazit: Rätselhafte Morde in einem einsamen Bergdorf, dass komplett von der Außenwelt abgeschnitten ist – atmosphärisch dicht und packend umgesetzt.

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  • Mein Leseeindruck

    Milchsblut
    ChattysBuecherblog

    ChattysBuecherblog

    28. November 2015 um 07:06

    Wow! Das war das erste Wort, das mir nach dem Lesen dieses Kriminalromanes einfiel. Wow! Wow wow wow!!! Anfänglich wird dem Leser eine Stille, Idylle und ein (fast) normales Dorfleben vermittelt. Ein Dorf, in dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Dann jedoch greift die Autorin zu. Horror, Folter, Brutalität. Aber beginnen wir von vorn: Alles ereignet sich in einem kleinen beschaulichen Dörfchen, wo jeder einfach jeden kennt, und alle alles von einander wissen. Ein augenscheinlich sehr gemütliches Dorf, in das man sich als Leser gerne hinbeamen möchte. Man kann förmlich die Vögel zwitschern hören und das gemähte Gras riechen. Idylle pur! Auch die beschriebenen Wegeskreuze vermitteln eine gewisse Beständigkeit und fester Glaube an das Gute. Dann jedoch kommt das beinahe unfassbare: Die Dorfbewohnern Elvira, die bislang als eher still, sehr häuslich rüberkam, macht eine entsetzliche Entdeckung. Sie findet eine geräderte Leiche. Eine Foltermethode, wie sie oft im Mittelalter angewandt wurde. Doch nicht nur das,  bald darauf entdeckt sie zwei enthauptete Körper. Was ist nur los in dem kleinen Bergdorf? Wer ist zu solchen Taten fähig? Und überhaupt, wieso liegen eigentlich immer am 25.11. frische Blumen am Wegkreuz? Hat dieses etwas mit den Morden zu tun? Wird der Täter wieder zu schlagen? Doch genug über den Inhalt geplaudert. Selbst lesen ist hier die Devise! In diesem Buch schafft die Autorin eine ganz besondere Atmosphäre. Anfangs noch fast in Urlaubsstimmung, findet man sich als Leser schon nach kurzer Zeit mit erhöhtem Puls und beklemmende Gefühl wieder. Sie bedient sich einer sehr direkten Sprache, die alle Sätze nachvollziehbar werden lässt. Kurze prägnante Sätze schaffen hierzu die nötige Spannung. Der Spannungsbogen hält sich die ganze Zeit, so dass man das Buch kaum aus den Händen legen möchte.  Immer wieder kommen neue Details hinzu, so dass man ständig neue Täter vermutet.  Die Protagonisten und Umgebung wurden für die Geschichte absolut ausreichend beschrieben, so dass man sich sofort ein Bild machen konnte und sich fast schon als Zuschauer gefühlt hat. Fazit: Das Buch wird als Kriminalroman eingestuft. Für mich waren aber durchaus Thriller- und Horrorelemente vorhanden. Es handelt sich nicht um einen "normalen" regionalen Krimi, sondern gehört für mich absolut in die Spitzenklasse. Kurz: Ich bin begeistert. Deshalb vergeben ich volle Punktzahl mit Lesetipp! ©by Diana Jacoby für Chattys Bücherblog

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  • Brutale Mordserie in einem Bergdorf

    Milchsblut
    yari

    yari

    Ende November in einem Dorf in den Bergen. Es ist Kathreinstag und die Bäuerin Elvira, bereitet sich auf den kommenden und entbehrungsreichen Winter in den Bergen vor. Leider gerät an diesem Tag Elviras geordnete Lebensweise aus den Fugen. Ihre Freundin Resi verschwindet plötzlich ohne eine Spur zu hinterlassen und Elvira findet ihren Nachbarn tot auf. Er wurde kaltblütig ermordet und auf einem Wagenrad exekutiert. Inzwischen grübelt die Dorfgemeinschaft, während die ersten Schneeflocken fallen, darüber nach, wer der Täter sein könnte, und wer dazu fähig ist. Da passiert schon der nächste Mord. Zwei Frauen werden im Kuhstall hingerichtet, und der Mörder hinterlässt eine Spur aus Milch und Blut. Elvira erkennt fast zu spät, dass der Schlüssel zu diesen grausamen Morden eventuell die Legende der Heiligen Katharina ist. Außerdem ahnt sie, dass kein Fremder hinter den Morden steckt, sondern jemand von den Dorfbewohnern. Mittlerweile hat ein Schneesturm jedoch das Dorf vom Rest der Welt abgeschnitten, und niemand mehr ist vor dem Mörder sicher. Clara Weiss hat einen sehr spannenden, rätselhaften und archaischen Debütkrimi geschrieben, der mit einer düsteren Atmosphäre aufwartet. Der Plot ist sehr gut durchdacht und der Schreibstil flüssig. Die Spannung wird ununterbrochen gesteigert. Die Charaktere sind ausführlich und authentisch geschildert. Elvira ist eine nüchterne und liebenswerte Person, die ihren Hund Ludwig über alles liebt. Er ist ihr in allen Situationen ein treuer Begleiter. Ihr Vater ist an Demenz erkrankt, und dementsprechend schwer gestaltet sich manchmal der Umgang mit ihm. Hans, der Ehemann von Elvira, ist mit seinen Bauplänen beschäftigt, und anfangs nicht wirklich greifbar für mich. Der Mörder und seine Motive sind gut und nachvollziehbar beschrieben. Wunderbar finde ich es, dass in diesem Krimi die Legende um die Heilige Katharina aufgegriffen wurde. Dass diese Heiligenlegende mit den Morden zusammenhängt, verleiht dem Krimi eine geheimnisvolle Stimmung. Clara Weiss ist es zudem wundervoll gelungen, eine Familientragödie zu erzählen, und die seelischen Abgründe, die einen Menschen innewohnen, darzustellen. Milchsblut hat mich sehr spannend unterhalten und ist meiner Meinung nach die perfekte Lektüre für den Winter. Ich empfehle diesen Krimi uneingeschränkt und vergebe fünf Sterne.

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  • Milchsblut

    Milchsblut
    Thrillertante

    Thrillertante

    24. November 2015 um 09:05

    Elvira lebt mit ihrem Mann, dem Sohn und ihrem Vater in einem abgelegenen Dorf in den Bergen. Elvira ist Bäuerin und findet eines Tages eine furchtbar zugerichtete und entstellte Leiche, festgebunden auf einem Wagenrad und ihre Freundin Resi ist auch verschwunden... Hut ab, kann ich da nur sagen! Ich bin, was Krimis betrifft, immer recht vorsichtig und nur wenige schaffen es mich vom Hocker zu hauen. In "Milchsblut" von Clara Weiss, habe ich für mich einen richtigen Krimischatz entdeckt! Ich muss vorsichtig sein, was ich zur Story sage, ohne zu spoilern. Elvira ist eine liebenswürdige Protagonistin, wenn auch recht eigenbrötlerisch. Sie ist auf das Wohl ihres Familie bedacht, hat nur wenige Freunde und ihr ständiger Begleiter ist ihr gemütlicher und liebenswürdiger Hund Ludwig. Auf ihrem Hof hat sie Ferienwohnungen eingerichtet, von der eine - ganz untypisch für November - von einem Gast, bewohnt ist. Das Idyll wird durch eine Serie von schrecklichen Morden zerstört.  Elvira macht sich immer größere Sorgen um ihre Freundin Resi, die wie vom Erdboden verschluckt ist. Als das Dorf dann auch noch wegen starkem Schneefall von der Außenwelt abgeschnitten ist, und sich nun nicht nur ihre Familie, sondern der Feriengast und der Pfarrer auf dem Hof befinden und erst mal nicht wegkönnen, spitzt sich die Lage dramatisch zu. Dann entdeckt Elvira ein Buch, in dem eine alte Legende von der heiligen Katharina geschrieben steht und stellt fest, dass sich die Geschichte der Katharina und die Morde im Dorf auf perverse Art und Weise ähneln. So, das müsste zur Story reichen. Clara Weiss legt einen hochspannenden, mysteriösen und  gruseligen Krimi vor. Die Autorin hält die Spannung von Beginn an hoch und zieht dann, mit immer kürzer werdenden Kapiteln, die Spannungsschraube noch mal an! Die Morde im Dorf sind schrecklich und verstörend und ich hatte bis zum Schluß überhaupt keine Ahnung, wer der Serienmörder sein könnte. Alle standen bei mir unter Generalverdacht, sogar die Protagonistin. Das machte es mir nicht leicht, das Buch wegzulegen und so hat mich dieser Krimi in jeder freien Minute begleitet. Das Ende des Krimis hat mich überrascht, wobei ich sagen muss, dass ich persönlich den Schluß etwas überzogen fand, was allerdings meine Bewertung nicht schmälern wird. Hochspannung dieser Art, kenne ich eigentlich vorwiegend aus Thrillern. Ich bin froh, dass das Privatleben der Ermittler in "Milchsblut" überhaupt keine Rolle spielt und die Polizei weitgehend in den Hintergrund rückt und es dadurch keinerlei Leerlauf in dem Krimi gibt! Ich empfehle "Milchsblut" nicht nur Krimifans, denn ich bin mir sicher, dass auch Thrillerliebhaber voll auf ihre Kosten kommen werden! Bei mir hat es der Krimi jedenfalls auf meine persönliche Highlightliste geschafft! Die perfekte Lektüre für kalte Winterabende! Unbedingt lesen!

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