Clare Clark Der Vermesser

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Inhaltsangabe zu „Der Vermesser“ von Clare Clark

London 1855. Unter der Stadt erstreckt sich ein gewaltiges Labyrinth von alten Tunneln, das Menschen aller Couleur anzieht. Die einen suchen nach Dingen, die sich zu Geld machen lassen, andere sind auf der Flucht vor ihrer Vergangenheit. Bis ein grausiger Mord geschieht, der ganz London erschüttert.

Die Autorin beschäftigt sich sehr intensiv mit Dreck und Gestank. Die Story selbst kommt dabei zu kurz

— realmrsdarcy

ein spannender, wenn auch stinkender historischer Krimi mit einigen überraschendenAnsaätzen

— Bellis-Perennis

Eine innige Beziehung zwischen Mensch und Hund als Nebenthema toll inszeniert.

— Grappa

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Ein nettes Buch für zwischendurch aber bestimmt keines für echte Thriller und Krimiliebhaber.

annahrcg

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  • Eine stinkende Angelegenheit - die "cloaca maxima" von London

    Der Vermesser

    Bellis-Perennis

    Clare Clark entführt die Leser in die Abwasserkanäle – also quasi in die „cloaca maxima“ des viktorianischen Londons. Mitten in der stinkenden Brühe des Abfalls der Großstadt geraten die Schicksale zweier sehr unterschiedlicher Männer immer wieder in Kontakt. Da haben wir zuerst William May, der seit seinem Einsatz im Krimkrieg an Alpträumen und an dem Zwang leidet, sich mit einem Messer zu ritzen leidet (heute sagt man „posttraumatische Belastungsstörung“ dazu) und den „langarmigen Tom“ der gemeinsam mit seinem Hund „Lady“ von und in den Kanälen lebt. William ist eigentlich ein integrer Mann und ein begabter Mathematiker, der einem Korruptionsskandal auf die Schliche kommt. Toms Beziehung zu seinem Hund ist außergewöhnlich liebevoll. Für gewöhnlich werden zu dieser Zeit Haustier nur nach ihrem Nutzen bewertet. Der Krimi ist sehr spannend geschrieben und die Verhältnisse werden gut beschrieben, wenn nicht die Langatmigkeit zu Beginn wäre. Mehr als dreißig Seiten detaillierte Schilderung von allerlei Fäkalien und Ratten: das strapaziert die meisten Leser über Gebühr. Auch ich war nahe dran, das Buch wegzulegen. Jetzt, nach dem Ende bin ich froh, es fertig gelesen zu haben, und kann nun aus der düsteren, stinkenden Unterwelt wieder ans Tageslicht auftauchen. Ich hätte mir nur einen anderen Titel gewünscht. Der Originaltitel „The Great Stink“ ist meines Erachtens viel griffiger als der deutsche.

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    • 3

    parden

    24. September 2015 um 17:10
    Bellis-Perennis schreibt Ich hätte mir nur einen anderen Titel gewünscht. Der Originaltitel „The Great Stink“ ist meines Erachtens viel griffiger als der deutsche.

    Ich habe schon häufig über die deutschen Titel anderssprachiger Bücher gestaunt...

  • Lese-Challenge SuB-Abbau 2013

    Annette Eickert

    Lese-Challenge SuB-Abbau 2013 Da ich fast wöchentlich sehe, wie mein SuB wächst und wächst und einfach nicht kleiner wird, habe ich mir eine Methode überlegt, wie ich das ändern könnte. Da kam mir zusammen mit einer lieben Facebook-Freundin die Idee einer Lesechallenge für das Jahr 2013. Beginn ist der 01. Januar 2013 und es endet am 31. Dezember 2013 Ihr könnt auch noch später einsteigen, kein Problem. Und hier die Regeln: Die unten aufgeführten „Kategorien“ sollen bei der Lesechallenge auf jeden Fall berücksichtigt werden … die Reihenfolge ist egal ... es können auch eBooks und Hörbücher sein Jeder Teilnehmer soll den aktuellen Titel in der Facebook-Gruppe oder bei Lovelybooks und auf seinem Blog posten (Blog nur, wenn vorhanden) Jeder Teilnehmer soll einmal im Monat Bericht über seinen Lesefortschritt erstatten … zum einen in der dafür vorgesehenen Facebook-Gruppe oder bei Lovelybooks und auf seinem Blog (falls vorhanden) Als „Gelesen“ zählt erst dann ein Buch, wenn es bis zu Ende gelesen wurde Zu jedem gelesenen Buch soll eine Rezension oder zumindest die Meinung in der Facebook-Gruppe oder bei Lovelybooks und auf seinem Blog veröffentlicht werden (Blog nur, falls vorhanden) Pro Kategorie zählt nur ein Buch Jeder Teilnehmer muss mindestens 15 Kategorien der Lesechallenge erfüllen Man kann bei Facebook oder auch bei Lovelybooks teilnehmen. Für alle Teilnehmer: Beginn der Lesechallenge ist der 01. Januar 2013 Ende der Lesechallenge ist der 31. Dezember 2013 Anmeldung bei Facebook, Lovelybooks oder per Email elbenstein78@googlemail.com - Betreff: Lesechallenge Wünschenswert bei allen Bloginhaber/innen wäre, wenn ihr den Button mit Link zur Lesechallenge setzen würdet (Grafiklink: http://2.bp.blogspot.com/-o-kLMBAghdY/UOC07rWdbvI/AAAAAAAABX4/kSPgfas2Y94/s1600/lesechallenge.jpg) Wenn ihr einen Link setzen solltet, mir dann bitte per Email oder als Kommentar mitteilen … Danke   Link zur Lese-Challenge Facebook-Gruppe Hier die Lesekategorien: Lese ein Buch mit mehr als 200 Seiten Lese ein Buch mit mehr als 300 Seiten Lese ein Buch mit mehr als 400 Seiten Lese ein Buch mit Grün im Cover Lese ein Buch mit Blau im Cover Lese ein Buch mit Rot im Cover Lese ein Buch mit Weiß im Cover Lese ein Buch mit Schwarz im Cover Lese ein Buch aus dem Bereich Vampire Lese ein Buch aus dem Bereich Fantasy Lese ein Buch aus dem Bereich Jugendliteratur Lese ein Buch das 2011 erschienen ist Lese ein Buch das 2012 erschienen ist Lese ein Buch das 2013 erschienen ist Lese ein Buch, welches einen Preis gewonnen hat Lese ein Buch, welches verfilmt wurde Lese ein Buch von einem noch nicht allzu bekannten Autor Lese ein Buch von einem Autor, mit dem du schon in Kontakt standest (per Email, Facebook, Twitter usw.) Lese ein Buch von einem deutschsprachigen Autor Lese ein Buch von einem englischsprachigen Autor Lese ein Buch, welches als Klassiker in der Literatur ist Lese ein Buch aus einer Buchreihe Lese ein Buch, wo ein Tier eine Rolle spielt Lese ein Buch, welches ich geschenkt bekommen habe Lese ein Buch, an das ich mich noch nie rangetraut habe Lese ein Buch mit Kurzgeschichten Lese ein Buch, welches du schon immer haben wolltest, aber welches du noch nicht gelesen hast Lese ein Buch, welches mehrere Geschichten aus einer Reihe beinhaltet (z.B. Sammelband) Lese ein Buch, welches du angefangen, aber nie beendet hast Lese ein Buch, das am längsten auf deinem SUB liegt Ich werde alle Infos zur Lese-Challenge auf meinem Blog (http://autorin-annetteeickert.blogspot.de/)  posten und regelmäßig aktualisieren. HIER noch einmal der Link zur Lese-Challenge Facebook-Gruppe Bei Fragen, könnt ihr mir jederzeit eine Email schicken oder hinterlasst mir einfach ein Kommentar. Liebe Grüße Eure Annette

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    • 171
  • Rezension zu "Der Vermesser" von Clare Clark

    Der Vermesser

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. January 2013 um 22:09

    Ein düsteres Buch für eine düstere Jahreszeit. Bei diesem ekligen verregneten Wetter greift man am besten zu einem Buch, welches in London um 1855 spielt. Genau das habe ich getan. „Der Vermesser“ von Clare Clark habe ich von meiner besseren Hälfte zu Weihnachten bekommen, da ich mich immer beschwert habe, dass ich keine Bücher finde, welche in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts in England spielen. Naja und tadaa. Angepriesen wurde der Debütroman von Clare Clark schon mal richtig gut, es gab Vergleiche zu Patrik Süskind’s „Das Parfum“ aber auch zu Charles Dickens. Dementsprechend hoch waren auch die Erwartungen, denn auch das Cover lies schon einen recht düsteren Roman erhoffen. Und wie soll ich es sagen, diese Erwartungen wurden keineswegs enttäuscht. Allerdings muss man sich bei diesem Buch auch im Klaren sein, dass es wegen seiner Beschreibungen überzeugt und nicht unbedingt wegen seines Action-Reichtums. Aus diesem Grund waren die ersten 100 Seiten müßig zu lesen. Die Abwasserkanäle London’s wurden wahnsinnig detailliert beschrieben, besonderer Schwerpunkt wurde hierbei auf den Geruch gelegt. Und ganz ehrlich, man kann ihn nach empfinden. Trotzdem ist ein Kampf gewesen bei so viel Beschreibung durchzuhalten. Hat man diesen Punkt überwunden, dann geht es auch tiefer in die Geschichte hinein. Auch die Charaktere sind sehr schön dargestellt, obwohl man sich zu keinen so richtig hingezogen fühlt. Weder der Protagonist William, der mit der Zeit etwas durchdreht, noch der zweite Protagonist Tom sind große Sympathieträger. Obwohl Tom’s Zuneigung zu seiner Hündin Lady wirklich toll ist. Nichtsdestotrotz haben mir Polly und Sidney Rose am besten gefallen. Mit der Zeit lernt man auch die Verstrickung der zwei Schicksale kennen, welche durch Rose dann aufgedeckt werden. Allerdings scheint Rose dann schon fast ein wenig zu heldenhaft bei der Aufdeckung des Falles. Dieses Muster passte meiner Meinung nach nicht in die düstere Stimmung des Buches. Ebenso das „Happy-End“. Gut, Happy-End ist vielleicht zu übertrieben, aber alles ging ziemlich glimpflich aus, wobei ich mir persönlich etwas Tragischeres gewünscht hätte. Dies hätte die Grundstimmung des Romans noch besser untermauert. Jedoch überzeugt der Roman und damit auch Clare Clark (+Übersetzer) durch die atemberaubende Atmosphäre. Es wird bewiesen, dass nicht alles immer rosa sein muss. Die ekligen mit Fäkalien gefüllten Kanäle London’s aus dem 19. Jahrhundert gehören ebenso dazu, genau wie die Rattenplage. Es ist ein Buch, welches fasziniert, wenn man es über die ersten 100 Seiten hinaus schafft.

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  • Rezension zu "Der Vermesser" von Clare Clark

    Der Vermesser

    Jok

    13. March 2012 um 08:01

    Endlich mal wieder ein 5-Sterne-Buch. Hier stimmt aus meiner Sicht einfach alles: der Schreibstil, die Geschichte, das Setting ... der "Vermesser" ist eine sehr interessant ausgestaltete Figur. In gewisser Weise kriegsgeschädigt und psychisch krank. Er lebt im London des 19. Jahrhunderts und schafft es nur sehr schwer mit sich und seinem Leben klarzukommen. Es kommt zwangsläufig zu Schwierigkeiten, die ihn fast das Leben kosten. Er wird gerettet von einer Person, die erst ganz spät im Buch die Bühne betritt. Um so heftiger startet die Geschichte dann nochmal durch und es kommt zu einem schönen Ende. Ganz klare Leseempfehlung!!!

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  • Rezension zu "Der Vermesser" von Clare Clark

    Der Vermesser

    Rosalie

    24. November 2010 um 19:55

    Dieses Buch ist einfach ... erschreckend, aber auch spannend und faszinierend zugleich. Eine gute hirtorische Geschichte für zwischendurch ...

  • Rezension zu "Der Vermesser" von Clare Clark

    Der Vermesser

    Rock-n-Roll

    30. August 2010 um 15:18

    Dieses Buch ist einfach nur voller Schrecken und trotzdem lesenswert und unvergesslich. Der Einstieg ist etwas schwer, weil die Autorin sehr detailiert über den Krim Krieg schreibt. Doch dann läßt es den Leser nicht mehr los und man kann förmlich selbst miterleben wie es in den Kanälen Londons um 1850 zuging. Es ist ein Buch für starke Nerven, das sogar Übelkeit hervorrufen kann. Wunderbar recherchiert ist das Seelenleben der Hauptperson William May, der unter den Folgen seiner Erlebnisse im Krieg leidet, was aber die Außenwelt als Geisteskrankheit interpretiert. Der Höhepunkt für mich war die Zeit in der Irrenanstalt und wie man zur damaligen Zeit mit vermeintlich Geisteskranken umging. Das Ende ist befriedigend, allerdings zu schnell erzählt. Ich hätte mir auch gewünscht zu wissen wie es mit Williams geistiger Krankheit weiter geht, ob er dem Wunsch sich selbst zu verletzen widerstehen kann oder er es nur seiner Familie zuliebe sein läßt.

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  • Rezension zu "Der Vermesser" von Clare Clark

    Der Vermesser

    Tweetywoman76

    31. August 2009 um 15:35

    Ich habe das Buch heute nach 181 Seiten abgebrochen. Die Handlung zog sich zäh in die Länge und ich bin mit der Geschichte um den Vermesser William May überhaupt nicht warm geworden. Dabei klang der Klappentext recht vielversprechend. Schade! Vielleicht war es auch der falsche Zeitpunkt, und ich greife irgendwann mal wieder zu dem Buch. Es ist ja nicht verschwunden, sondern landet halbgelesen erstmal wieder im Regal.

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  • Rezension zu "Der Vermesser" von Clare Clark

    Der Vermesser

    Marco

    25. May 2009 um 21:29

    Spannender Roman über das gestörte Seelenleben eines Vermesser im London Mitte des 19. Jahrhunderts. Clark entführt den Leser sprachgewaltig in die Unterwelt und die Kanalisation der englischen Metropole. Ein Roman, spannend, düster, über Schmutz, Abfall und Abgründe. Gut und sehr bildlich geschrieben, aber manchmal zu düster. Es fehlen die lichten, bunten Augenblicke.

  • Rezension zu "Der Vermesser" von Clare Clark

    Der Vermesser

    Benni

    24. June 2008 um 20:11

    Der Vermesser – schönes Cover, tolle Kritiken, interessantes Thema. Also war ich glücklich, als ich das Buch für drei Tacken auf dem Wühltisch fand. Das Buch sollte aus zweierlei Blickwinkel gesehen werden: zum einen der historische Aspekt, zum anderen die Kriminalgeschichte. Clare Clark schaffte es, mir das stinkende London in dem Jahr 1855 abstoßend und zugleich faszinierend zu schildern. Spannend, sich das Buch in Bildern vorzustellen. Die Geschichte jedoch, ein Mord in der herrlich ekligen Kanalisation und der Verdacht, der auf einen Veteranen des Krim-Krieges fällt, ist unspannend und überraschungsfrei erzählt. Mich hat weder die Story noch die Protagonisten begeistert. Und das Ende ist leider absolut vorausschaubar. Wer einen Krimi lesen möchte, sollte eine andere Wahl treffen und Geschichtsinteressierte können auf die Story verzichten und lieber eine reine Doku aussuchen. Die drei Sterne gebe ich lediglich für die schön eklige Beschreibung der englischen Hauptstadt im 19. Jahrhundert.

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  • Rezension zu "Der Vermesser" von Clare Clark

    Der Vermesser

    kfir

    29. December 2007 um 10:31

    England im glorreichen Viktorianischen Zeitalter um 1855: Doch nicht alles ist so glorreich an dieser Zeit. Zahlreiche Soldaten kehren, an Leib und Seele verletzt, zurück aus dem Krimkrieg in Russland und wegen mangelhafter Kanalisation stinkt es in London sprichwörtlich zum Himmel, Epidemien drohen. Der junge Ingenieur und Vermesser William May kehrt nach seiner Verwundung, und wegen der katastrophalen hygienischen Verhältnisse nur knapp dem Tode entronnen, aus dem Krimkrieg heim nach London. Alles lässt sich gut an, er findet sein familiäres Glück in Frau und Kind und auch eine gute Anstellung bei der Stadt als Vermesser verspricht ein gesichertes Leben. Denn in London soll eine neue Kanalisation dauerhaft Abhilfe für die unhaltbaren Zustände schaffen und William May soll maßgeblich daran mitarbeiten. Fortan verbringt May viele Zeit in der unbeschreiblich stinkenden Unterwelt Londons, doch nicht nur um diese zu vermessen, sondern auch um seine unverarbeiteten Kriegstraumata mit Ritzen zu lindern. Und je mehr er erkennt, dass nur sein eigener Blutrausch ihm Linderung verschaffen kann, desto mehr gibt er sich dieser Erlösung in der Einsamkeit der Kanalisation hin und wird somit zunehmend zum Sonderling. Unvermittelt verfängt er sich im Rahmen des Kanalbaus in die Netze aus Bestechung und Korruption. Und als dann in diesem Umfeld ein Mord geschieht, scheint William May der Täter zu sein. Was dieses Buch so faszinierend macht, ist die gute Mischung aus Krimi einerseits, der atmosphärisch dichten Erzählweise und dem historischen Hintergrund andererseits, aus einer Zeit, die noch nicht allzu fern ist. Das Buch lebt von seiner Flut an Details, die allesamt akribisch recherchiert wurden und glaubhaft in diesem Roman zu Leben erweckt wurden. Man glaubt die Stadt, Kanalisation förmlich zu sehen, fühlen und riechen. Es ist beeindruckend, wie das in dieser Vielfalt über das gesamte Buch hinweg durchgehalten werden kann. Leider Gottes können die in dieses Szenario gesetzten Personen und die Handlung nicht ganz mithalten. Da wird zwar der Titelheld mit all seiner inneren Zerrissenheit und seinen Obsessionen und Wahnvorstellungen äußerst lebhaft und glaubwürdig geschildert. Doch die ihn umgebenden Personen bleiben häufig farblos. So kommt seine Frau als vermeintlich zentrale Figur oft nur an Rande vor und agiert dann auch nur sehr schwach, wirkt unglaubwürdig passiv. Auch werden hin und wieder weitere Personen groß und breit eingeführt und beschrieben, diese greifen dann allerdings seltsamerweise nicht weiter ins Geschehen ein. Manchmal hatte ich auch das Gefühl, es würden Teile oder ganze Kapitel fehlen. Ein Buch, welches man weit mehr wegen seiner atmosphärisch dichten Beschreibungen als wegen seiner erzählten Geschichte in Erinnerung behalten wird.

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  • Rezension zu "Der Vermesser" von Clare Clark

    Der Vermesser

    Elaine

    24. November 2007 um 15:24

    Auf dem Buchcover wurde ein Vergleich mit "Das Parfum" angestellt, meiner Meinung nach nicht berechtigt.

  • Rezension zu "Der Vermesser" von Clare Clark

    Der Vermesser

    rouge

    10. July 2007 um 04:24

    Der Kommentar von B. Wegmann (amazon.de) trifft den Inhalt der Romanhandlung im Wesentlichen, deshalb will ich hier nicht genauer darauf eingehen, als notwendig. Der Handlungsort ist London, u.a. das marode Kanalsystem der Stadt, und folgt man Wegemann sowie dem Klappentext des Romans, so erwartet man auf jeden Fall einen spannenden Krimi im Stil von Süskinds "Parfum" - leider eine Fehlannahme. Der angekündigte "bestialische Mord" ereignet sich erst nach ca. 160 Seiten - etwas mehr als 1/3 des Romans hat man zu diesem Zeitpunkt bereits gelesen. Auch der Vergleich mit Süskind erscheint eher weit hergeholt: Die unangenehmen Gerüche Londons werden sehr eindringlich geschildert, damit endet der Vergleich. Stattdessen entfaltet sich vor dem Hintergrund historischer Ereignisse des Sommers 1858, bekannt geworden als "Der Große Gestank", eine Intrige, die sich im Wesentlichen um einen seelisch labilen Kriegsheimkehrer herum entspinnt. Anstelle eines Krimis erwartet den Leser das eindringlich geschildertes Psychogramm einer vom Krieg gezeichneten Existenz ausgebreitet vor detailiert ausgearbeiteten historischen Begebenheiten. Erwartet man keinen ausufernden Krimi, dann wird man sicher Gefallen an "The Great Stink" finden. Die Hauptfiguren sind wirklich gut ausgearbeitet und die Schilderungen der Handlung liefern ein atmosphärisches Abbild des Londons jener Tage. Leider wird nur sehr schwer Spannung aufgebaut. Durch die ersten 150 Seiten musste ich mich regelrecht durchquälen. Spannender wurde es, nachdem die Intrige um William May, den Vermesser, langsam in den Handlungsmittelpunkt rückt, aber auch dann bleibt die Entwicklung der Ereignisse für meinen Geschmack zu vorhersehbar, obwohl am Ende zumindest ein paar hauchzarte Zweifel zurückbleiben - immerhin.

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