Ich hatte aufgrund des Covers und des Titels eine historische Romanze erwartet, leicht kitschig, märchenhaft, verträumt und simpel. So etwas mag ich manchmal, hätte mir auf seine Art auch durchaus gefallen können.
Aber es war sehr viel mehr, ja es war sogar ganz anders. Clare Darcy (Pseudonym) schreibt Regency-Romane mit süffisanten Kommentaren und spritzig-bissigen Dialogen, mit halbwegs intelligenten, unerwarteten Handlungsabläufen und vor allem klugen, selbstbewussten Frauenfiguren, die die Dinge selbst in die Hand nehmen.
Das hat Esprit, lädt zum Schmunzeln ein, oft auch zum Lachen, und die Liebe kommt trotzdem nicht zu kurz. Bis auf den etwas überdrehten Schluss und das Happy-End, das dann doch, gemessen am sonstigen Stil, etwas zu schnulzig rüberkam, war dieser Roman eine absolut lohnende Entdeckung, die eigentlich mehr verdient hätte als diese ältere, etwas lieblose Sammelausgabe mit recht vielen Druckfehlern und keinerlei Informationen zur Autorin.








