Clarice Lispector

 4.4 Sterne bei 14 Bewertungen
Autor von Nahe dem wilden Herzen, Der große Augenblick und weiteren Büchern.

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Clarice LispectorNahe dem wilden Herzen
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Nahe dem wilden Herzen
Nahe dem wilden Herzen
 (7)
Erschienen am 08.02.2016
Clarice LispectorDer große Augenblick
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Der große Augenblick
Der große Augenblick
 (2)
Erschienen am 14.05.2018
Clarice LispectorDie Sternstunde
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Die Sternstunde
Die Sternstunde
 (1)
Erschienen am 01.01.1975
Clarice LispectorDer Apfel im Dunkeln
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Der Apfel im Dunkeln
Der Apfel im Dunkeln
 (1)
Erschienen am 01.04.1998
Clarice LispectorDas Geheimnis des denkenden Hasen und andere Geschichten
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Das Geheimnis des denkenden Hasen und andere Geschichten
Clarice LispectorDie Nachahmung der Rose
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Die Nachahmung der Rose
Clarice LispectorClarice Lispector: Ich bin ihr alle - Kolumnen im Jornal do Brasil / Tomas Venclova: Der magnetische Norden - Erinnerungen / Uwe Nettelbeck: Der Berg als Text - Maurice Wilson
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Clarice Lispector: Ich bin ihr alle - Kolumnen im Jornal do Brasil / Tomas Venclova: Der magnetische Norden - Erinnerungen / Uwe Nettelbeck: Der Berg als Text - Maurice Wilson
Clarice LispectorWo warst du in der Nacht
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Wo warst du in der Nacht
Wo warst du in der Nacht
 (0)
Erschienen am 23.10.1996

Neue Rezensionen zu Clarice Lispector

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Nils avatar

Rezension zu "Der große Augenblick" von Clarice Lispector

Für Zitatesammler und Philosophen
Nilvor 2 Jahren

Dies ist ein ganz spezieller Roman. Wenn man zu lesen beginnt, glaubt man kaum, dass dieser Text schon aus dem Jahr 1977 ist und dann auch noch in einer so jugendlichen naiven Art geschrieben. Der Tonfall gleicht eher einer jungen Autorin nicht einer lebensgesättigten älteren Dame, denn die Autorin Clarice Lispector hat diesen Roman mit 57 Jahren geschrieben, leider auch das Alter in dem sie starb.

Diesen Roman macht eigentlich nicht die Geschichte aus die erzählt wird, es ist mehr die Prosa, die Gedankengänge, die Philosphiererei in den Zeilen. Es ist wie eine Achtsamkeitsübung diesen Roman zur Hand zu nehmen. Es verlangt nach einem langsamen innehaltenden Lesen. Mir hat es gut gefallen. Hier einige meiner liebsten Stellen des Romans:

S 22 Zu existieren ist nicht logisch

S 31 Gott gehört dem, der ihn zu fassen bekommt. In der Zerstreuung erscheint Gott.

S77 Eine Zukunft zu haben war Luxus.

S 113 das Leben ist eine Faust in die Magengrube

Am Ende ist in dieser Neuauflage des Schöffling Verlags auch ein gutes Nachwort abgedruckt. Dies wäre zu Beginn (wie auch vom Verfasser, Colm Tóibín, so gedacht) sinnvoller gewesen und hätte beim Lesen des Romans selbst eventuell eine andere Perspektive erzwungen.

Aber um was handelt der Text überhaupt? Es ist eine Geschichte, die von einem fiktiven männlichen Autor im Zwiegespräch mit dem Leser erzählt wird. Da ist also Macabéa, der uns die eigentliche Protagonistin dieses Romans, eine junge Frau aus dem Norden Brasiliens näher bringt. Ein scheinbar naives, armes und dummes Ding, dass mit offenen Augen durch die Stadt stolpert.

Wunderbar macht diesen Text, dass er an vielen Stellen ganz nah „reinzoomt" und alles offenbart und an anderer Stelle so unscharf bleibt, dass man sich vieles dazu denken muss. Es stehen Urteile neben Beobachtungen. Diese Mischung macht es zu einem einiges Lesevergnügen.

Fazit: Dieser Text ist für Literaturliebhaber, da er bereichernd, aber nicht einfach zu lesen ist.

Kommentare: 2
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miss_mesmerizeds avatar

Rezension zu "Der große Augenblick" von Clarice Lispector

Clarice Lispector - Der große Augenblick
miss_mesmerizedvor 3 Jahren

Der Schriftsteller Rodrigo erzählt die Geschichte von Macabéa, einer jungen Frau aus dem Nordosten Brasiliens, die es nach Rio verschlagen hat. Mit scharfer Beobachtung nähert er sich dem unbedarften Mädchen, die wenig Zugang zu anderen Menschen findet. Mit ihren Mitbewohnerinnen hat die Schreibkraft nur einen Vornamen gemeinsam, mehr jedoch nicht. Auch ihr erster Freund scheint eigentlich wenig interessiert an ihr und sie weiß gar nicht, wie man etwas für jemanden empfindet. Unterernährt und traurig wandert sie durchs Leben und sucht in diesem einen Sinn für sich.

Zugang zu diesem Buch zu finden, ist nicht sehr leicht. Der Erzähler ist sehr distanziert, fast wie eine Figur im Roman, die jedoch weit abseits steht und von diesem entlegenen Punkt aus beobachtet ohne wirklich zu sehen. Die Handlung ist sprunghaft und unvollständig, Introspektiven, die einem Macabéa zugänglicher hätten machen können, gibt es nicht bzw. nur angedeutet, so bleibt man außen vor und die Protagonistin bleibt eine bedauernswerte Fremde, der man auch nur einen kurzen Augenblick lang auf der Straße begegnen könnte. Mir war das zu wenig und zu distanziert.

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