Clarissa Linden

 4.6 Sterne bei 126 Bewertungen

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Unsere Hälfte des Himmels

Unsere Hälfte des Himmels

 (73)
Erschienen am 10.01.2017
Ich warte auf dich, jeden Tag

Ich warte auf dich, jeden Tag

 (53)
Erschienen am 02.02.2015

Neue Rezensionen zu Clarissa Linden

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Rezension zu "Unsere Hälfte des Himmels" von Clarissa Linden

Die spannenden Themen hätten mehr hergegeben
Nilvor einem Jahr

Mit großer Vorfreude habe ich den Roman Unsere Hälfte des Himmels von Clarissa Linden zur Hand genommen und angefangen zu lesen. Große Themen beinhaltet der Roman: die Emanzipation, die Veränderungen von den 20er Jahren hin zum Nationalsozialismus und die Rolle der Frauen beim Fliegen. VIelleicht wollte der Roman zu viel und hat sich dann in einer recht einfachen Familiengeschichte zerlaufe und das auf mehr als 300 Seiten.

Der Roman hat zwei Handlungsstränge, zum einen die Geschichte von Liselotte im Jahr 1971 und die ihrer eigenen Mutter im Jahr 1935. Die Tochter beginnt das Leben der Mutter zu recherchieren als diese im Koma im Krankenhaus landet. Und ganz nebenbei befreit sie sich von den Fängen des eigenen Lebens.

Mir persönlich war die Geschichte zu einfach mit vielen Wiederholungen, wenig Reflektion und Tiefe. Da hätte ich mehr erwartet.

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Rezension zu "Unsere Hälfte des Himmels" von Clarissa Linden

Unsere Hälfte des Himmels - sehr lesenswert
Lese_gernevor 2 Jahren

Keine Frau, welche Ausnahmeerscheinung sie auch sein möge, wird jemals die Höhen erreichen können, die ein außergewöhnlicher Mann erreicht (Antonie Straßmann).
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Frankfurt 1935: Amelie und Johanna sind beste Freundinnen. Schließlich teilen sie ihr Hobby: Das Fliegen. Jede freie Minute und jeden Reichspfennig sparen sie sich für ihr Hobby auf. In der Nazizeit in Deutschland wird es den Frauen allerdings nicht leichtgemacht ihrem Hobby nachzugehen. Aber beide halten an ihrem Traum fest. Bis Amelie sich in Johannas Fluglehrer verliebt.
Kassel 1971: Amelies Tochter Lieselotte ist zwischenzeitlich verheiratet. Zu ihrer Mutter hatte sie kein gutes Verhältnis. Amelie war ihr gegenüber immer gefühlskalt und Ihr Verhalten zu ihr immer mit einer gewissen Härte versehen. Doch da lernt Lieselotte eine ganz andere Amelie kennen, als die kühle Fassade vermuten läßt. In der Vergangenheit gibt es einige Dinge, die Lieselotte nicht weiß.
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Von dieser Autorin kenne ich schon einige Bücher. Unter ihrem Pseudonym Clarissa Linden eben "Ich warte auf Dich, jeden Tag" und unter einem anderen Pseudonym noch einige andere Bücher. Zwischenzeitlich gehört sie zu meinen Lieblingsautoren. Wie ich es gerne habe wechselt sich die Geschichte zwischen Vergangenheit (1935) und Gegenwart (1971) ab. Was mir gut gefallen hat ist, dass der Wechsel nicht nach jedem Kapitel stattfindet sondern schon einige Kapitel von der gerade erzählten Zeit handeln. So wird man nicht jedes Mal aus der Geschichte gerissen. Lieselotte macht im Buch eine gewisse Veränderung durch. Jung hat sie geheiratet. Zwischenzeitlich stellt sie fest, dass sie ihre Entscheidung zu heiraten zu schnell getroffen hat. Wahrscheinlich um der Gefühlskälte der Mutter zu entrinnen. Nach den ersten Ehejahren entwickelt sich alles eher zum Negativen. Eduard entpuppt sich als nicht gerade liebevollen Ehemann. Nicht mal das Bier kann er sich selbst aus der Küche holen. Beim sonntäglichen Tatort-Schauen läßt er sich fleißig von Lieselotte bedienen kann nicht mal Danke sagen und sich vom spannenden Krimi losreißen. Selbstverständlich ist es für ihn, dass Lieselotte ihn von hinten bis vorne bedient. Dass er Geld verdient und Lieselotte somit zuhause sein kann sieht er als Dank genug. Damals war es normal, dass eine Frau nach der Heirat ihre Arbeit aufgab. Lieselotte merkt, dass sie immer unglücklicher wird und so ihr Leben nicht weitergehen kann. Als sie in die Vergangenheit von Amelie eintaucht, merkt sie, dass sie ihre Träume nicht mehr hinter der Ehe anstehen möchte.
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Am Schluß des Buch werden noch bekannte Fliegerinnen genannt, eine Chronik dazu wann die ersten Frauen durch Fliegen bekannt wurden und warum der Ort Frankfurt gewählt wurde. Außerdem ist noch eine Preisliste angehängt wieviel Lebensmittel kosteten. Ein halbes Pfund Butter kostete damals den Durchschnitts Stundenlohn eines männlichen Facharbeiters. Nämlich 78 Reichspfennige. Unvorstellbar, wenn heutzutage für eine Butter seinen Stundenlohn bezahlen müsste.
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Das Buch wird jedem gefallen, der so wie ich, gerne Bücher liest, die vom Nationalsozialismus und von einer Familiengeschichte handeln. In diesem Buch werden auch die Rechter der Frauen im Nationalsozialismus behandelt, die nach dem goldenen Zwanzigern wieder rückständiger wurden.

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Rezension zu "Unsere Hälfte des Himmels" von Clarissa Linden

Vier Frauen und ein Kater
Bavaria123vor 2 Jahren

Frankfurt 1935 
Amelie und ihre Freundin Johanna sind leidenschaftliche Segelfliegerinnen. Jedoch ziehen Wolken an ihrem Himmel unter anderem aufgrund der politischen Situation auf. 

Kassel 1971 
Amelies Tochter Lieselotte erfährt, dass ihre Mutter nach einem Unfall im Krankenhaus in Koma liegt. Nur zu gern lässt sie ihren Ehemann Eduard allein und reist nach Frankfurt. Dort lernt sie Marga und den Kater Cat Ballou kennen... 

Auf dieses Buch hatte ich mich sehr gefreut und begann somit auch gleich nach Erhalt mit dem Lesen. 
Und meine Erwartungen wurden absolut erfüllt. 

Clarissa Linden erzählt den Roman in zwei Zeitebenen. Das ist kein neues Stilmittel, macht das Lesen hier aber sehr interessant. Bei manchen Büchern ist es dann so, dass man sich für eine der beiden Ebenen besonders interessiert und die andere eher nebenbei liest. Hier ist es anders. Ich fand die Geschichte von Amelie ebenso packend wie die von Liselotte. Damit der Leser immer informiert ist, wird jedem Kapitel der Ort und die Zeit der Handlung angefügt. 

Geschildert wird nicht nur, was die beiden in ihrem privaten Leben erfahren und ertragen müssen. Die Autorin blickt auch auf die Fliegerei im Allgemeinen und den jeweiligen geschichtlichen Hintergrund. Das ist ausgesprochen gut gelungen, was auf eine intensive Recherche schliessen lässt. 

Manche Kapitel werden mit einem Zitat, meist von einer Fliegerin, angefangen. Und da sind einige, die mir wirklich gefallen. So beispielsweise von Amelia Earhart: " Mut ist der Preis, den das Leben verlangt, wenn es Frieden mit dir schließen soll." 
Aber auch mitten im Text stehen für mich immer mal sehr nachdenkenswerte Sätze. "Das ist das Schwierige mit Entscheidungen....Man weiß nie, ob man mit der Alternative nicht glücklicher geworden wäre" ist so einer, der mich arg anspricht. 

Das Buch ist in einem gekonnten, ansprechenden Schreibstil verfasst und somit flüssig zu lesen. Ein Spannungsbogen entwickelt sich auf beiden Zeitebenen. Mit Amelie aber auch mit Liselotte kann man sich als Leserin absolut anfreunden. 
Was allerdings schade ist und eine Korrektur erfordert sind ein paar Fehler, die sich eingeschlichen haben. So wird auf Seite 287 Liselotte mit Amelie verwechselt, was mich dann ein paar mal zum Lesen desselben Satzes brachte. Oder auch auf Seite 312 wurde aus einem "was" ein "war". Somit entfremdete sich der Sinn des Satzes. Da müsste noch einmal expliziet nachgelesen und verbessert werden. 

Sehr gelungen finde ich auch den Anhang mit Nachwort und Hintergrund, das erklärt noch einige Aspekte des Buches, den geschichtlichen Rahmen und einige interessante Einblicke in die Geschichte des Frauenfliegens. 

Ich empfehle dieses Buch, welches für mich das Lesevergnügen in diesem Jahr eröffnet hat, auf jeden Fall mit fünf Sternen nicht nur Flug- oder Geschichtsinteressierten sondern auch jedem, der sich von einem Buch gern unterhalten und sich ganz in die Handlung hineinziehen lässt.


Unter meinem Namen Bavaria123 auch auf anderen Seiten veröffentlicht.

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Gespräche aus der Community

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Hallo,

wir durften für unsren Blog Cristiane Lind / Clarissa Linden interviewen und sie stellt uns 3 Bücher zur Verlosung zur Verfügung - also schaut bei uns vorbei:

http://nichtohnebuch.blogspot.de/2016/02/interview-mit-christiane-lind-incl.html

Achtung: Dieses Gewinnspiel steht in keinem Zusammenhang mit Lovelybooks und findet auf dem Blog unter dem oben angegeben Link statt!
Zur Buchverlosung

Zum Welttag des Buches möchte ich euch einladen, meinen neuen Roman mit mir zu lesen. Es heißt, immer das aktuellste Buch sei das Lieblingsbuch der Autorin. Ein Stück weit stimmt das – und dennoch: wenn man ehrlich ist, gibt es ein besonderes Buch, das einen speziellen Platz im Herzen seiner Autorin behält. Für mich ist „Ich warte auf dich, jeden Tag“ diese eine Geschichte, von der ich mich nicht trennen wollte, die ich auch in der dritten Lektoratsrunde noch gerne gelesen habe und die ich nun mit euch gemeinsam noch einmal entdecken möchte.

Worum geht es in dem Roman?

 Das sagt der Klappentext:

Die Amerikanerin Erin steht vor den Scherben ihres Lebens: Ihr Mann hat sie verlassen, und ihr Job in der Buchhandlung ihrer Freundin ist gefährdet. Da findet sie auf dem Speicher ihres Elternhauses unter den Hinterlassenschaften ihres Großvaters ein Flugticket nach Deutschland und einen Liebesbrief aus dem Jahr 1993, unterschrieben von einer Lily. Erin ist wie vom Donner gerührt, denn sie hat ihren Großvater stets als kalten und unnahbaren Menschen kennengelernt. Und ausgerechnet er soll eine heimliche Liebe gehabt haben? Erin reist nach Deutschland und begibt sich auf die Spur der geheimnisvollen Lily, die in den dreißiger Jahren eine leidenschaftliche Gegnerin der Nazis war …

 Das verschweigt der Klappentext:

- Erins Freundin Charlotte, die Erin jede Woche den ersten Satz eines Romans schickt mit der Aufgabe, dass diese das Buch herausfinden und lesen soll

- Prinzessin Mäusehaut, eine grantige Katze, die 1933 gerettet wird und in die USA emigriert, sowie deren Nachkommen, die ihrer Mutter an Charme nicht nachstehen

- Lilys wunderbare Familie, die ihr Kraft gibt und sie unterstützt

- die Handlungsorte, meine Sehnsuchtsorte: Berkeley, Frankfurt am Main, Barcelona und Stockholm

- die Erklärung für den Titel des Romans

 Hier geht es zur Leseprobe

 Wer bin ich? Clarissa Linden ist das Pseudonym für ein neues Genre. Bei Lovelybooks und anderswo kennt man mich als Christiane Lind oder Chris Lind.  In Norddeutschland lebe ich (noch) nicht, aber als ich den Roman geschrieben habe, plante ich, mit Ehemann und Katerschaft auf einen Bauernhof zu ziehen, wo wir mit vielen Tieren leben wollten. Aber wie das oft so ist mit Plänen … etwas, das auch meine Heldinnen Erin und Lily erfahren müssen.

Droemer-Knaur stellt 15 Exemplare für die Leserunde zur Verfügung. Wenn ihr gemeinsam mit mir in die Vergangenheit und nach Berkeley, Barcelona, Stockholm und Frankfurt am Main reisen wollt, schreibt bitte bis zum 5. Mai 2015, auf wen ihr jeden Tag warten würdet. Ich freue mich auf eure Bewerbungen und die gemeinsame Leserunde, die voraussichtlich Mitte Mai beginnen wird.

 Ich warte auch euch!

Herzliche Grüße

Christiane / Clarissa

Zur Leserunde

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auf 35 Wunschlisten

von 1 Lesern aktuell gelesen

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