Unsere Hälfte des Himmels

von Clarissa Linden 
4,5 Sterne bei72 Bewertungen
Unsere Hälfte des Himmels
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Tolle Geschichte über den Traum vom Flliegen, eine schwierige Mutter-Tochter-Beziehung und die Rolle der Frauen in den 30er und 70er Jahren

Kritisch (1):
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Emanzipation, die Veränderungen für Frauen im Nationalsozialismus und Frauen beim Fliegen - aber leider nicht gut erzählt und lang!

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Inhaltsangabe zu "Unsere Hälfte des Himmels"

Ein großer Schicksalsroman über 2 Frauen und ihren Traum vom Fliegen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts.
Frankfurt in den 30er Jahren: Johanna und Amelie sind dicke Freundinnen, die eine gemeinsame Sehnsucht verbindet: Sie wollen Pilotinnen werden und den Himmel erobern. Doch dieser Traum scheint im Deutschland der Nazi-Zeit unmöglich zu sein. Trotzdem halten beide zunächst an ihm fest – bis Amelie sich in Johannas Fluglehrer verliebt. Ein folgenschwerer Verrat trennt die beiden Freundinnen schließlich für immer.
Kassel in den 70er Jahren: Amelies Tochter Lieselotte, die zu ihrer Mutter stets eine sehr distanzierte Beziehung hatte, wird plötzlich mit deren aufregender Vergangenheit konfrontiert. Allmählich lernt sie eine Amelie kennen, die sie hinter der kühlen Fassade niemals vermutet hätte – und ihr wird klar, dass diese Erkenntnis ihr eigenes Leben verändern wird.

Historisch fundiert, dramatisch und mitreißend: Ein Roman über ungelebte Träume, Frauenfreundschaft und die erste Beziehung im Leben einer Frau – die zu ihrer Mutter

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426519011
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:448 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:10.01.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Nils avatar
    Nilvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Emanzipation, die Veränderungen für Frauen im Nationalsozialismus und Frauen beim Fliegen - aber leider nicht gut erzählt und lang!
    Die spannenden Themen hätten mehr hergegeben

    Mit großer Vorfreude habe ich den Roman Unsere Hälfte des Himmels von Clarissa Linden zur Hand genommen und angefangen zu lesen. Große Themen beinhaltet der Roman: die Emanzipation, die Veränderungen von den 20er Jahren hin zum Nationalsozialismus und die Rolle der Frauen beim Fliegen. VIelleicht wollte der Roman zu viel und hat sich dann in einer recht einfachen Familiengeschichte zerlaufe und das auf mehr als 300 Seiten.

    Der Roman hat zwei Handlungsstränge, zum einen die Geschichte von Liselotte im Jahr 1971 und die ihrer eigenen Mutter im Jahr 1935. Die Tochter beginnt das Leben der Mutter zu recherchieren als diese im Koma im Krankenhaus landet. Und ganz nebenbei befreit sie sich von den Fängen des eigenen Lebens.

    Mir persönlich war die Geschichte zu einfach mit vielen Wiederholungen, wenig Reflektion und Tiefe. Da hätte ich mehr erwartet.

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    Lese_gernevor einem Jahr
    Unsere Hälfte des Himmels - sehr lesenswert

    Keine Frau, welche Ausnahmeerscheinung sie auch sein möge, wird jemals die Höhen erreichen können, die ein außergewöhnlicher Mann erreicht (Antonie Straßmann).
    *************************

    Frankfurt 1935: Amelie und Johanna sind beste Freundinnen. Schließlich teilen sie ihr Hobby: Das Fliegen. Jede freie Minute und jeden Reichspfennig sparen sie sich für ihr Hobby auf. In der Nazizeit in Deutschland wird es den Frauen allerdings nicht leichtgemacht ihrem Hobby nachzugehen. Aber beide halten an ihrem Traum fest. Bis Amelie sich in Johannas Fluglehrer verliebt.
    Kassel 1971: Amelies Tochter Lieselotte ist zwischenzeitlich verheiratet. Zu ihrer Mutter hatte sie kein gutes Verhältnis. Amelie war ihr gegenüber immer gefühlskalt und Ihr Verhalten zu ihr immer mit einer gewissen Härte versehen. Doch da lernt Lieselotte eine ganz andere Amelie kennen, als die kühle Fassade vermuten läßt. In der Vergangenheit gibt es einige Dinge, die Lieselotte nicht weiß.
    ********************************

    Von dieser Autorin kenne ich schon einige Bücher. Unter ihrem Pseudonym Clarissa Linden eben "Ich warte auf Dich, jeden Tag" und unter einem anderen Pseudonym noch einige andere Bücher. Zwischenzeitlich gehört sie zu meinen Lieblingsautoren. Wie ich es gerne habe wechselt sich die Geschichte zwischen Vergangenheit (1935) und Gegenwart (1971) ab. Was mir gut gefallen hat ist, dass der Wechsel nicht nach jedem Kapitel stattfindet sondern schon einige Kapitel von der gerade erzählten Zeit handeln. So wird man nicht jedes Mal aus der Geschichte gerissen. Lieselotte macht im Buch eine gewisse Veränderung durch. Jung hat sie geheiratet. Zwischenzeitlich stellt sie fest, dass sie ihre Entscheidung zu heiraten zu schnell getroffen hat. Wahrscheinlich um der Gefühlskälte der Mutter zu entrinnen. Nach den ersten Ehejahren entwickelt sich alles eher zum Negativen. Eduard entpuppt sich als nicht gerade liebevollen Ehemann. Nicht mal das Bier kann er sich selbst aus der Küche holen. Beim sonntäglichen Tatort-Schauen läßt er sich fleißig von Lieselotte bedienen kann nicht mal Danke sagen und sich vom spannenden Krimi losreißen. Selbstverständlich ist es für ihn, dass Lieselotte ihn von hinten bis vorne bedient. Dass er Geld verdient und Lieselotte somit zuhause sein kann sieht er als Dank genug. Damals war es normal, dass eine Frau nach der Heirat ihre Arbeit aufgab. Lieselotte merkt, dass sie immer unglücklicher wird und so ihr Leben nicht weitergehen kann. Als sie in die Vergangenheit von Amelie eintaucht, merkt sie, dass sie ihre Träume nicht mehr hinter der Ehe anstehen möchte.
    ***********************************

    Am Schluß des Buch werden noch bekannte Fliegerinnen genannt, eine Chronik dazu wann die ersten Frauen durch Fliegen bekannt wurden und warum der Ort Frankfurt gewählt wurde. Außerdem ist noch eine Preisliste angehängt wieviel Lebensmittel kosteten. Ein halbes Pfund Butter kostete damals den Durchschnitts Stundenlohn eines männlichen Facharbeiters. Nämlich 78 Reichspfennige. Unvorstellbar, wenn heutzutage für eine Butter seinen Stundenlohn bezahlen müsste.
    ***********************************

    Das Buch wird jedem gefallen, der so wie ich, gerne Bücher liest, die vom Nationalsozialismus und von einer Familiengeschichte handeln. In diesem Buch werden auch die Rechter der Frauen im Nationalsozialismus behandelt, die nach dem goldenen Zwanzigern wieder rückständiger wurden.

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    Bavaria123s avatar
    Bavaria123vor einem Jahr
    Vier Frauen und ein Kater

    Frankfurt 1935 
    Amelie und ihre Freundin Johanna sind leidenschaftliche Segelfliegerinnen. Jedoch ziehen Wolken an ihrem Himmel unter anderem aufgrund der politischen Situation auf. 

    Kassel 1971 
    Amelies Tochter Lieselotte erfährt, dass ihre Mutter nach einem Unfall im Krankenhaus in Koma liegt. Nur zu gern lässt sie ihren Ehemann Eduard allein und reist nach Frankfurt. Dort lernt sie Marga und den Kater Cat Ballou kennen... 

    Auf dieses Buch hatte ich mich sehr gefreut und begann somit auch gleich nach Erhalt mit dem Lesen. 
    Und meine Erwartungen wurden absolut erfüllt. 

    Clarissa Linden erzählt den Roman in zwei Zeitebenen. Das ist kein neues Stilmittel, macht das Lesen hier aber sehr interessant. Bei manchen Büchern ist es dann so, dass man sich für eine der beiden Ebenen besonders interessiert und die andere eher nebenbei liest. Hier ist es anders. Ich fand die Geschichte von Amelie ebenso packend wie die von Liselotte. Damit der Leser immer informiert ist, wird jedem Kapitel der Ort und die Zeit der Handlung angefügt. 

    Geschildert wird nicht nur, was die beiden in ihrem privaten Leben erfahren und ertragen müssen. Die Autorin blickt auch auf die Fliegerei im Allgemeinen und den jeweiligen geschichtlichen Hintergrund. Das ist ausgesprochen gut gelungen, was auf eine intensive Recherche schliessen lässt. 

    Manche Kapitel werden mit einem Zitat, meist von einer Fliegerin, angefangen. Und da sind einige, die mir wirklich gefallen. So beispielsweise von Amelia Earhart: " Mut ist der Preis, den das Leben verlangt, wenn es Frieden mit dir schließen soll." 
    Aber auch mitten im Text stehen für mich immer mal sehr nachdenkenswerte Sätze. "Das ist das Schwierige mit Entscheidungen....Man weiß nie, ob man mit der Alternative nicht glücklicher geworden wäre" ist so einer, der mich arg anspricht. 

    Das Buch ist in einem gekonnten, ansprechenden Schreibstil verfasst und somit flüssig zu lesen. Ein Spannungsbogen entwickelt sich auf beiden Zeitebenen. Mit Amelie aber auch mit Liselotte kann man sich als Leserin absolut anfreunden. 
    Was allerdings schade ist und eine Korrektur erfordert sind ein paar Fehler, die sich eingeschlichen haben. So wird auf Seite 287 Liselotte mit Amelie verwechselt, was mich dann ein paar mal zum Lesen desselben Satzes brachte. Oder auch auf Seite 312 wurde aus einem "was" ein "war". Somit entfremdete sich der Sinn des Satzes. Da müsste noch einmal expliziet nachgelesen und verbessert werden. 

    Sehr gelungen finde ich auch den Anhang mit Nachwort und Hintergrund, das erklärt noch einige Aspekte des Buches, den geschichtlichen Rahmen und einige interessante Einblicke in die Geschichte des Frauenfliegens. 

    Ich empfehle dieses Buch, welches für mich das Lesevergnügen in diesem Jahr eröffnet hat, auf jeden Fall mit fünf Sternen nicht nur Flug- oder Geschichtsinteressierten sondern auch jedem, der sich von einem Buch gern unterhalten und sich ganz in die Handlung hineinziehen lässt.


    Unter meinem Namen Bavaria123 auch auf anderen Seiten veröffentlicht.

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    dieschmitts avatar
    dieschmittvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Tolles Buch über starke Frauen und harten Zeiten, über Träume und wie man diese leben kann
    Lebe Deine Träume oder wie das Leben spielt

    Zum Buch:
    Kassel in den 70er Jahren. Die Geschichte beginnt mit dem Leben von Lieselotte. Sie führt ein Leben als Hausfrau und lebt mit ihrem Mann Eduard, in der ganz klassischen Rollenverteilung. Sie ist nicht glücklich, aber lebt dennoch so, wie sie (den Eindruck hat man beim Lesen) nicht will.
    Dann stellt sich alles in Frage, als ihre Mutter im Koma liegt und sie sich um ihre Mutter kümmern will. Immer deutlicher wird, dass Lieselotte mit ihrem Leben nicht glücklich ist und dass sie etwas ändern will.
    Als sie bei ihrer Mutter in der Wohnung die Zeit verbringt und sie dabei immer wieder besucht wird für sie immer klarer, ihre Mutter ist nicht die Person, die sie kennt. Bzw. gibt es noch eine Facette ihrer Mutter, die sie bisher nicht kennt. Sie macht sich auf die Suche nach der Vergangenheit ihrer Mutter und findet so auch heraus wer ihr Vater ist, den ihre Mutter ihr bisher immer verschwiegen hat.

    Zum Eindruck:
    Ein Buch, welches mich immer wieder überrascht hat und mir sehr gut gefallen hat. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut und man meint einen Eindruck zu bekommen, wie es war in den 70ern und in der Nazizeit gelebt zu haben und welchen Mut es gekostet hat, den eigenen Träumen zu folgen.
    Die Figuren des Romans sind sehr gut geschildert, man kann ihren Gedankengängen und Überlegungen gut folgen. Ich war von der Geschichte sehr schnell in seinen Bann gezogen worden.
    Damals musste man als Frau noch deutlich mehr kämpfen und manche Dinge sind heute nur noch schwer nachvollziehbar.

    Das Fazit für mich aus diesem Buch ist. Lebe Deine Träume, oder probiere es zumindest. Alles andere hat einen schalen Beigeschmack. Vielleicht kommt es nicht so, wie man es sich erträumt, aber wer es nicht probiert, dem bleibt immer die Frage, wie wäre es gekommen, hätte man es doch probiert.

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    Catgirllovesbookss avatar
    Catgirllovesbooksvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein emotionaler Roman über Liebe, Verrat und den großen Traum zweier junger Frauen vom Fliegen im Deutschland der 30'er Jahre.
    Liebe, Verrat, Emotionen - ein spannender Roman.

    Zusammenfassung: Deutschland in den 30er Jahren, nach den Golden 20's ist es grau und gefährlich. Hier wachsen Amelie und Johanna auf, zwei Mädchen mit einem großen Traum: sie wollen Pilotinnen werden. Und zwar nicht nur Fliegerinnen für Segelflugzeuge - sondern sie wollen damit Geld verdienen.

    Johanna kommt aus einem recht reichen Haus, ihr Vater ist ein hohes Tier in der Partei und die Mutter eifert Magda Goebbels nach. Ihr Bruder ist der Liebling der Eltern, da Johanna (genannt Hanni), rebellisch und schwierig ist. Denn laut der Regierung, sollen Frauen an den Herd und Kinder bekommen - nicht den Himmel erobern. 

    Amelie kommt aus bürgerlichen Verhältnissen, ihre Mutter hat sie alleine groß gezogen und sie hat die Schule verlassen. Denn sie musste Geld verdienen, für die Mutter die schwer erkrankt war. Die beiden wohnen zusammen und sind ein Herz und eine Seele - das genau Gegenteil von Johanna und ihrer Mutter. Auch Amelie träumt davon, Pilotin zu werden - und war zusammen mit Johanna.

    Die beiden haben einen kleinen Fliegerinnen Freundeskreis, doch keiner ist so begeistert dabei wie die beiden. Sie bewerben sich in Berlin bei der Firma Bücker, die als Einzige Frauen die Möglichkeit gibt, Pilotinnen zu werden. Sie bieten Ausbildungsstellen für Frauen und es ist die große Chance für die beiden jungen Frauen. Also machen sie sich auf den Weg nach Berlin...

    Nach dem Bewerbungsgespräch müssen sie erstmal zittern und warten. Und die heile Welt bekommt Risse, als ihre Freundin Vera festgenommen wird, weil sie Flugblätter verteilt hat. Während Hanni die Chance hat, mehr Flugstunden von meinem privaten Leher zu bekommen, beginnt Amelie an der Idee zu zweifeln, nach Berlin zu gehen...

    Als Amelie sich dann in Johannas Fluglehrer verliebt und diese Liebe erwidert wird, steht plötzlich alles auf dem Spiel. Denn Hanni kann mit dem plötzlichen Teilen der Freundin gar nicht umgehen und will Amelie wieder für sich allein. In ihrem Kopf reift ein Plan, und auf einmal spitzt sich alles dramatisch zu. Denn Hannis Plan ist nicht nur extrem naiv, sondern auch lebensgefährlich...

    40 Jahre später lebt Amelies Tochter Lieselotte in einer unglücklichen Ehe mit Eduard. Eines Abends bekommt sie einen Anruf, dass ihr Mutter einen Unfall hatte und nun im Koma liegt. Nach einigem Hin- und Her fährt Lieselotte kurzerhand nach Frankfurt zu ihrer Mutter. Obwohl ihr Verhältnis unterkühlt und distanziert ist. Aber auf der anderen Seite hat sie nur noch Amelie, da sie ihren Vater nicht kennt.

    Sie besucht sie ihm Krankenhaus und trifft auf die hilfsbereite Krankenschwester Alix, die das ein oder andere Mal für die Tochter ein Auge zudrückt. Außerdem lernt sie Nachbarin ihrer Mutter kennen - Marga in Begleitung ihres Katers Cat Ballou.

    Nach anfänglichen Schwierigkeiten mit der Studentin, taut Lieselotte immer weiter auf und die beiden werden Freundinnen. Durch einen Zufall findet Lieselotte einen Brief von Hanni, der ihr sehr nahe geht. Und sie begibt sich auf die Reise in die Vergangenheit ihrer Mutter und will endlich die Fragen beantwortet haben, die sie so lange quälen: Wer war oder ist mein Vater? und Warum kann mich meine Mutter nicht lieben?

    Mit der Zeit beginnt Lieselotte auch über ihre Beziehung zu Eduard nachzudenken. Sie wird selbständiger und mit Margas Hilfe geht die Suche Stück für Stück voran...

    Meine Meinung: Unsere Hälfte des Himmels - Ein Roman über zwei Freundinnen. Die Eine treu und lieb, die Andere egoistisch und besitzergreifend. Johanna und Amelie könnten unterschiedlicher nicht sein. Doch sie verbindet ihre große Leidenschaft zum Fliegen und den Traum, ihre Liebe zum Beruf machen zu können.

    Das Buch spielt auf zwei Zeitebenen. Einmal in den 30er Jahren und einmal in den 70ern. Es war einfach, die Zeiten auseinander zu halten und führt vor Augen, wie gefährlich es war. Frauen sollten an den Herd und Kinder bekommen. Nach den goldenen 20ern waren die Zeiten in den 30ern schwer, dunkel und die Luft lag voller Gefahren. An jeder Ecke konnten Spitzel lauern, und wer einmal in den Fängen der Nazis war oder nur "verhört" werden sollte, wurde später nie wieder gesehen...

    Ich hatte relativ am Anfang schon die Vermutung, dass Johanna Amelie für sich alleine wollte und sie auch oft in emotionale Bedrängnis brachte. Entweder dies oder dass. Ein Grauzone gab es bei ihr nicht. Ich denke auch, dass die Idee mit der Firma in Berlin hauptsächlich von Johanna kam und sie Amelie nur überredet hat, indem sie ihr immer sagte "Ohne dich kann ich nicht fliegen". Amelie war auch generell vorsichtiger und skeptischer, bei dem was um sie herum geschah. Hanni war naiv, auf eine gefährliche Art...

    Lieselottes Situation konnte ich gut nachvollziehen, sie war mit Eduard verheiratet, aber die Ehe war unglücklich. Er behandelte sie mehr wie einen Gegenstand und wie eine Putzfrau, die nebenbei noch kochte. Er ging ans Telefon und sie bediente ihn von vorne bis hinten. Ich habe so gehofft, dass sie sich endlich von ihm lossagen kann. Denn für einen Neuanfang ist man niemals zu alt, und man muss auch mal an sich selber denken, um sich zu schützen. Aber dies muss man erstmal lernen... und dieser Prozess ist schmerzhaft und kann auch etwas länger dauern...

    Durch die Recherche (und nicht zuletzt Margas und Cat Ballous Hilfe) bekommt Lieselotte ein anderes Bild von ihrer Mutter. Sie beginnt zu begreifen, was Amelies Härte ausgelöst hat. Und langsam sieht sie ihre Mutter mit anderen Augen. Der Abstand von Eduard trägt auch dazu bei.

    Es ist alles dabei Liebe, Verrat, Sehnsucht, Selbstfindung und Selbstverwirklichung. Ein Roman, der mich berührt und auch stellenweise sehr traurig gemacht hat.

    Clarissa Linden hat super recherchiert und füttert ihre Leserinnen und Leser mit tollen Hintergrundinfos über die Entstehung, wichtige reale Personen und Hintergründe über die Entstehung der Piloten. Sie hat mich so infiziert, dass ich alle Namen auf wikipedia nachgelesen habe ^^.

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    MissStrawberryvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein Roman, der ein Stück Zeitgeschichte sein könnte. Sehr gut recherchiert!
    Frauen und ihr Kampf ums Glück

    Die Story: In den 1930ern kämpfen zwei junge Frauen dafür, ihren Traum vom Fliegen zu verwirklichen. Was heute niemanden mehr überraschen würde, war damals fast unmöglich, doch Johanna und Amelie, die nahezu unzertrennliche Freundinnen sind, erkämpfen sich einen Ausbildungsplatz als Fliegerinnen von Motorfliegern. Amelie verliebt sich in Felix und Johanna kann damit nicht umgehen, denn sie will niemanden zwischen sich und Amelie lassen. Das Drama nimmt seinen Lauf.

    1971 reist Amelies Tochter Lieselotte nach Frankfurt. Nach einem Unfall liegt ihre Mutter im Koma. Lieselotte weiß nicht viel über die Vergangenheit ihrer Mutter und noch weniger, wer ihr leiblicher Vater ist. Das Mutter-Tochter-Verhältnis war nicht sehr innig. Lieselotte macht sich mit Amelies Nachbarin auf Spurensuche und entdeckt eine ganz andere Amelie, als die, die sie ihr Leben lang kannte …

    Das Buch ist in beiden Zeitebenen sehr interessant, zeigt es doch die Probleme, die beide Frauen (Mutter und Tochter) in ihrer eigenen Zeit haben und hatten. So unterschiedlich sie sind, so ähnlich sind ihre Kämpfe, Träume und Wünsche, ihre Leiden und Sehnsüchte. Doch obwohl sie sich so sehr gleichen, konnten sie nicht miteinander darüber sprechen.

    Der Stil von Clarissa Linden liest sich sehr gut und flüssig. Nichts wird überspannt oder überzogen dargestellt. Alle Situationen sind glaubwürdig und schlüssig dargestellt. Das Thema ist natürlich kein leichtes, sodass man hin und wieder doch eine kleine Auszeit braucht, um es zu verarbeiten.

    Romane, die auf zwei Zeitebenen spielen, sind momentan sehr angesagt und ich mag sie auch wirklich gern. Die Vergangenheit hat immer Auswirkungen auf unsere Gegenwart und es ist faszinierend, das so klar und fokussiert in einem Roman ebenfalls zu erleben.

    Die Zeit des Nationalsozialismus ist immer ein schwieriges Thema. Ich gebe zu, es belastet mich, Schicksale der Menschen damals bewegen mich sehr und ich dosiere solche Bücher für mich sehr sparsam. Ich möchte diese Zeit nicht verdrängen, doch bin ich sehr froh, dass sie Vergangenheit sind. Es ist jedoch wichtig, dass künftige Generationen wissen, wie abgrundtief schlecht viele damals waren und wie leicht sie zu Verrätern wurden. Schon allein deshalb brauchen wir Romane wie diesen.

    Wunderschön und sehr informativ finde ich auch das angehängte „Nachwort und Hintergrund“. Es zeigt, dass sich die Autorin intensiv mit den Themen Frauenbewegung, Kommunikation und der Aufarbeitung des Nationalsozialismus beschäftigt hat und sehr gut recherchiert hat. So wird die Story dichter und zeigt ein zwar fiktives, doch aber realitätsnahes Stück Zeitgeschichte. Von mir bekommt „Unsere Hälfte des Himmels“ vier Sterne.

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    Klusis avatar
    Klusivor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein vielschichtiger Roman, der zwei interessante Zeitabschnitte des 20. Jahrhunderts und einige brisante Themen behandelt.
    Unsere Hälfte des Himmels

    Die Rahmenhandlung dieses Romans spielt im Jahr 1971. Lieselottes Leben gleicht einem alten, abgetragenen Kleidungsstück. Es ist langweilig und farblos geworden. Mit ihrem Ehemann hat sie eigentlich nichts gemeinsam. Sie und Eduard leben mehr oder weniger desinteressiert nebeneinander her. Manchmal fragt sich Lieselotte, wie es so kommen konnte und ob sie ihren Mann eigentlich einmal wirklich geliebt hat. Immer häufiger hört oder liest sie, dass andere Frauen für ihre Rechte auf die Straße gehen und demonstrieren. Sie selbst hat nicht den Mut dazu.
    Als Lieselotte einen Anruf erhält, dass ihre Mutter einen schweren Unfall hatte und im Koma liegt, ist sie völlig aufgelöst und fährt am nächsten Tag mit der Bahn nach Frankfurt. Ihr Mann bleibt in Kassel zurück. Ihm scheint die ganze Angelegenheit gleichgültig zu sein.
    In Frankfurt wohnt Lieselotte in der Wohnung ihrer Mutter Amelie. Dabei lernt sie sehr bald die Nachbarin kennen, Marga, eine junge Stundentin, die mit ihrem Kater „Cat Balou“ gleich nebenan wohnt und mit der sich Lieselotte schnell anfreundet. Bei Marga findet sie Verständnis, und sie hofft, von ihr mehr über Amelie zu erfahren. Das Verhältnis zwischen Mutter und Tochter war immer distanziert, und für Lieselotte ist es kaum vorstellbar, dass die stets so starke Amelie nun hilflos und ohne Bewusstsein im Krankenhaus liegt. Als Lieselotte ein altes Foto entdeckt, hofft sie, mehr über die Vergangenheit und über das Schicksal ihres Vaters zu erfahren, worüber ihre Mutter nie gesprochen hat. Ihre Recherchen, die sie mit Margas Hilfe unternimmt, führen sie 36 Jahre zurück, und die Erkenntnisse, die sie über diese Zeit gewinnt, versetzen sie in Erstaunen. Nie hätte sie hinter Amelies kühler Art diese Lebensfreude und Leidenschaft zur Fliegerei erwartet, von der sie nun erfährt.
    In diesen Rückblicken ins Jahr 1935 lernt man eine völlig andere Amelie kennen, eine junge Frau mit Träumen und Lebensplänen. Sie und ihre beste Freundin Hanni möchten Pilotinnen werden, was zur damaligen Zeit, unter dem Naziregime, nicht gerade einfach zu erreichen war. Aber die Freundinnen haben feste Vorsätze, die sie sich von niemandem zerstören lassen wollen. Als Amelie sich in Hannas Fluglehrer verliebt, gerät die Freundschaft der beiden jungen Frauen in eine Krise, die alle Beteiligten auf eine Tragödie zusteuern lässt.

    In die Rahmengeschichte, die in den frühen 70er Jahren spielt, konnte ich geistig sofort eintauchen. Die Atmosphäre und den Zeitgeist von damals hat die Autorin wunderbar treffend dargestellt. Ich selbst habe das Jahr 1971 als Teenager erlebt und mich beim Lesen direkt wieder in diese Zeit zurück versetzt gefühlt, so gut und farbig ist sie beschrieben. An die erwähnten Musikstücke habe ich noch lebhafte Erinnerungen, und auch die Themen rund um die Frauenbewegung haben mich damals bereits beschäftigt. Wie stark beschränkt die Rechte einer Ehefrau damals noch waren, das wusste ich jedoch bisher nicht und habe es erst jetzt durch diesen Roman erfahren. Lieselottes Wandlung im Verlauf der Geschichte hat mir sehr gefallen, denn die Protagonistin steht für viele Frauen ihrer Zeit. Es musste erst einiges geschehen, sie aus ihrem Alltagstrott zu reißen und wachzurütteln.

    Richtig dramatisch wird es jedoch in der Vergangenheit. Hier hat die Autorin einige äußerst brisante Themen verarbeitet. Die Fliegerei in der Geschichte ist ein faszinierendes Thema, das hier im Roman vielschichtig und mit all seinen Problemen dargestellt ist. Weibliche Berufsflieger entsprachen so gar nicht dem nationalsozialistischen Idealen, sondern wurden wohl eher als Exoten angesehen. Das Regime sah für Frauen eher ein gemütliches Heim, Mann und Kinder vor.
    So gesehen kann ich mir schon vorstellen, dass Hanna den Weg zu ihrem Lebenstraum nicht in dieser Männerdomäne alleine gehen wollte. Erschütternd ist jedoch die Art und Weise ihres Vorgehens und die Erkenntnis, wie schnell freundschaftliche Verbundenheit und Zuneigung in besitzergreifende Eifersucht und sogar in Hass umschlagen kann.
    Eigentlich nicht neu für mich, aber doch immer wieder bestürzend ist die Tatsache, wie wenig die Menschen zur Hitlerzeit über ihr eigenes Leben bestimmen konnten, wie stark sie unter Beobachtung standen, nicht nur Angehörige von „Randgruppen“ der Gesellschaft, sondern ganz normale Bürger. Es war eine Zeit, in der es schon gefährlich war, jemanden zu kennen, der dem Regime ein Dorn im Auge war, in dem schon ein einziges Wort todbringend sein konnte.

    Dies ist ein vielschichtiger Roman, denn er beleuchtet nicht nur zwei interessante Zeitabschnitte des 20. Jahrhunderts, sondern greift viele besondere Themen auf. Hier erfährt man über ein schwieriges Mutter-Tochter-Verhältnis, das von der Vergangenheit belastet ist, und man erlebt eine junge Frau, die hin und her gerissen ist, zwischen der besten Freundin, ihrem Zukunftstraum und der Liebe ihres Lebens und wie sie an dieser Zerrissenheit fast zerbricht.
    Somit bietet dieser Roman nicht nur beste, hochwertige Unterhaltung, sondern daneben auch viel Gesprächsstoff und Themen, über die man noch lange nachdenkt. Da es bei beiden Handlungssträngen sehr stark um die Frauenbewegung geht, denn auch die mutigen Fliegerinnen aus den 20er und 30er Jahren sind bereits Vorreiter der Emanzipation gewesen, passt dieses Buch für mich besonders gut in den März, den Monat, in dem auch alljährlich der Weltfrauentag begangen wird. 

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    engineerwifes avatar
    engineerwifevor 2 Jahren
    Ich wurde nicht richtig warm mit dem Buch ...

    Dank der flüssigen Schreibweise bin ich durch diesen Roman geflogen, im wahrsten Sinne des Wortes. Komischerweise wurde ich mit den Protagonistinnen nicht wirklich warm. Ihre Geschichte hat mich nicht richtig berührt. Ich empfand Amelie als Mutter sehr selbstsüchtig, wenn sie sicher vieles auch aus Trauer getan hat. Dass ihre Mutter Louise dem Kind nicht wenigstens etwas über ihren Vater und ihre Vergangenheit erzählt hat, kreide ich ihr an. Durch dieses Versteckspiel entwickelt sich Lieselotte zu einer verhuschten jungen Frau, die so viel mehr aus ihrem jungen Leben hätte machen können.

    Zutiefst enttäuscht und erschüttert war ich über Johannas Verhalten, mehr sei an dieser Stelle nicht verraten. Wie gesagt, alles in allem war es eine nette Geschichte, die natürlich auch einiges an Wissen über die Fliegerei vermittelt. Ich vergebe eine Note im mittleren Bereich. 

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    Readivor 2 Jahren
    Sehr beeindruckend

    Im Frankfurt der siebziger Jahre liegt  Lieselottes Mutter Amelie nach einem Unfall im Koma.
    Lieselotte fährt zu ihrer Mutter, um ihr nahe zu sein und sie durch Geschichten und Erinnerungen wieder zum Aufwachen zu bringen.
    Allerdings standen sich Lieselotte und Amelie nie sonderlich nahe und Lieselotte weiß wenig über die junge Amelie. Sie selbst hat sich immer irgendwie nicht ausreichend geliebt gefühlt und fragte sich stets,  warum ihre Mutter immer irgendwie unnahbar war und einen kaltherzigen Eindruck machte.
    Bei der Suche nach Hinweisen auf Amelies Vergangenheit stößt Lieselotte auf eine ganz andere Amelie... Und Lieselotte selbst findet endlich den Mut, nicht nur ihre Mutter neu kennenzulernen, sondern auch sich selbst.

    Auf diese Weise erfährt der Leser einerseits etwas über die Frauen in den siebziger Jahren und begleitet Lieselotte auf der Reise in ein neues,  eigenständiges Leben.
    Auf der anderen Seite lernt man die junge Amelie kennen und mit ihr ihre beste Freundin Johanna.  Die beiden jungen Frauen versuchen im Deutschland der dreißiger Jahre, ihren großen Traum vom Fliegen zu verwirklichen. Das ist ihr ein und alles. Beide haben sich geschworen, miteinander diesen Lebenstraum wahr werden zu lassen. Doch dann verliebt sich Amelie in den Fluglehrer Felix und das Drama nimmt seinen Lauf.

    Beide Erzählungen sind äußerst geschickt miteinander verbunden und so spannend geschrieben, dass ich mich jeweils in dem aktuellen Teil verloren habe und vollkommen in die Geschichte abtauchen konnte.
    Die Einbindung der geschichtlichen Hintergründe und die Hommage an die fliegenden Frauen war so toll geschrieben und das Thema so spannend, dass ich das Buch kaum aus der Hand legen konnte. Das war mal wieder ein Roman, der mich richtig beeindruckt hat. Die Leistungen,  die die Frauen in den dreißiger Jahren vollbracht haben, was sie alles auf sich nehmen mussten, um ihre Träume leben zu können...
    Wundervoll, dass ihnen mit dieser Geschichte auch ein kleines Denkmal gesetzt wurde!

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    Lilofees avatar
    Lilofeevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein wunderbarer Roman über Träume
    Zwei Frauen und ein Traum


    Unsere Hälfte des Himmels
    von Clarissa Linden
    erschienen im Januar 2017 im Knaur Verlag


    Frankfurt in den dreißiger Jahren und der Traum vom fliegen.
    Zwei junge Frauen wollen unbedingt in die Lüfte steigen.
    Das ist in dieser Zeit nicht so einfach. Frauen sollen brav
    zuhause bleiben und Kinder großziehen. Johanna und Amelie
    wollen das alles anders machen und träumen weiterhin vom fliegen.
    Als Amelie sich verliebt und schwanger wird kommt alles anders
    als geplant.
    Kassel 1971 Amelies Tochter Lieselotte führt eine glücklose Ehe.
    Ihr Verhältnis zur Mutter ist sehr unterkühlt. Als Amelie einen
    Unfall hat und im Koma liegt, reist Lieselotte zur Mutter.
    Um ihr näher zu kommen stellt Lieselotte Nachforschungen an.
    Die Reise in die Vergangenheit beginnt.


    Dieser Roman spielt auf zwei Zeitebenen. Er beginnt im Jahr 1971
    und springt immer wieder in das Jahr 1935 zurück. Es geht um ungelebte
    Träume und Verrat. Was kann eine Freundschaft aushalten?
    Amelies Nachforschungen bringen mit der Zeit eine ganz andere Mutter
    zum Vorschein. Es macht Spaß zu verfolgen wie sich die Beziehung zu ihrer
    Mutter ändert und vor allem wie sich Lieselottes Leben verändert.
    Fazit ist das man seine Träume leben kann egal wie alt man ist.
    Es ist nie zu spät.
    Wunderbar geschrieben, nie schnulzig und einfach schön.
    Nicht nur für lange Winterabende.

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