Clark Ashton Smith

 4,5 Sterne bei 24 Bewertungen
Autor*in von Die Stadt der Singenden Flamme, Die Bestie von Averoigne und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Clark Ashton Smith (1893-1961) ist H. P. Lovecrafts vergessener literarischer Gefährte aus den Tagen des Weird Tales Magazine. Seine Dark Fantasy ist von halluzinatorischer Intensität. Viele Fans halten Smiths Werk sogar für bedeutsamer als das von H. P. Lovecraft.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Clark Ashton Smith

Cover des Buches Die Stadt der Singenden Flamme (ISBN: 9783865522740)

Die Stadt der Singenden Flamme

(10)
Erschienen am 01.11.2012
Cover des Buches Die Bestie von Averoigne (ISBN: 9783865522825)

Die Bestie von Averoigne

(5)
Erschienen am 16.10.2015
Cover des Buches Die Stadt der singenden Flamme (ISBN: 9783986762360)

Die Stadt der singenden Flamme

(2)
Erschienen am 24.09.2025
Cover des Buches Der doppelte Schatten (ISBN: 9783865525734)

Der doppelte Schatten

(0)
Erschienen am 12.12.2017
Cover des Buches Der Mythos des Cthulhu (ISBN: 9783865528575)

Der Mythos des Cthulhu

(0)
Erschienen am 28.10.2020
Cover des Buches Die Totenbeschwörer von Naat (ISBN: 9783865524645)

Die Totenbeschwörer von Naat

(0)
Erschienen am 21.10.2016
Cover des Buches Das Haupt der Medusa (ISBN: 9783518380758)

Das Haupt der Medusa

(3)
Erschienen am 01.04.1996

Neue Rezensionen zu Clark Ashton Smith

Cover des Buches Die Stadt der singenden Flamme (ISBN: 9783986762360)
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Rezension zu "Die Stadt der singenden Flamme" von Clark Ashton Smith

ReadingFoxy
Bildgewaltige Fantasy

Bildgewaltige Fantasy


Der Festa Verlag veröffentlicht nach und nach einige klassische Fantasybücher. Nachdem ich bereits “Solomon Krane” gelesen habe, kam nun “Die Stadt der singenden Flamme” dran. Zuerst veröffentlicht in 1931 und nun, fast 100 Jahre später, gibt es diese schöne Neuauflage. Und bei all den tollen Neuerscheinungen lohnt sich dennoch immer ein Blick zurück.


Geschrieben von Clark Ashton Smith, einem Freund von H. P. Lovecraft. Und genau das scheint ihm zum Verhängnis zu werden, denn von ihm habe ich bis zu diesem Buch nichts gewusst und das ist wirklich schade. Denn ich habe mich in dem Buch und der wunderschönen Sprache verloren. Noch nie habe ich so viel markiert, weil ich die Sätze und Beschreibungen in Erinnerungen behalten möchte.


“In den Zwischenräumen zwischen den Türmen nahm ich eine Vielzahl glimmender, rastlos wogender Partikel wahr, gleich einer Armee widerspenstiger Atome, und fragte mich, ob es sich womöglich um lebende Wesen handelte.” (S.45)


Das Buch enthält mehrere Erzählungen, die zwischen Fantasy, Horror und früher Science Fiction wechseln.

Zu Beginn lesen wir die titelgebende Geschichte, in der ein Erzähler durch ein geheimnisvolles Portal in eine bizarre Welt gelangt, die von einer rätselhaften singenden Flamme beherrscht wird. Die Stadt wirkt zugleich faszinierend und bedrohlich. Doch die Gefahr geht dabei weniger von konkreten Monstern aus als von einem Gefühl, das man gar nicht konkret fassen kann. Smith schafft es auf eine ganz eigene Art und Weise den Leser in den Bann zu ziehen. Ich bin ohne große Erwartung an das Buch gegangen und habe es von den ersten Seiten geliebt.

Was man jedoch nicht erwarten sollte, sind ein eindeutiger Handlungsstrang oder großartige Erklärungen. Es spielt sich viel im Kopf und der eigenen Fantasie ab. Seine Sprache ist üppig, bildreich und stellenweise bewusst überladen und die Geschichten entfalten sich langsam.


Das Buch mag kein leichter Einstieg in die Fantasy sein, aber ein lohnender Leser, die Freude an atmosphärischer, ungewöhnlicher Literatur haben.


ISBN: 978-3986762360

Autorin: Clark Ashton Smith

Verlag: Festa

ET: 24.09.25

Umfang: 368 Seiten

Cover des Buches Das Haupt der Medusa (ISBN: 9783518380758)
Annette126s avatar

Rezension zu "Das Haupt der Medusa" von Clark Ashton Smith

Annette126
Interressant

Booksnack - hat nur 49 Seiten: In diesem kleinen ebook geht es um Bernhard, der ein Spieler, liebloser Ehemann und auch der Besitzer eines illegalen Casinos ist. Er hat kriminelle Energie in sich, mit der Er seine Gäste betrügt - eines Tages kommt eine Unbekannte in seinen Herrenklub und 💖 warnt ihn vor seiner Zukunft. Welche Zukunft hat sie für ihn parat??? Wie wird es in seinem Leben weitergehen???-------Ich habe mir dieses kleine ebook heute in aller Ruhe durchgelesen und es hat mir wirklich sehr gefallen. Es läßt sich dabei auch leicht und angenehm lesen und hat mich dabei auch zum Nachdenken angeregt. Sehr gefallen hat mir dabei diese Medusa. Mein Gesamteindruck von diesem kleinen ebook ist sehr gut.-------Mein Fazit: Nach reiflicher Überlegung bekommt dieses kleine ebook von mir die vollen 5 Sterne plus ein großes Lob dabei an alle daran Beteiligten.--------Sehr empfehlen kann ich es daher jedem, der gute booksnacks mag.------

Cover des Buches Die Stadt der Singenden Flamme (ISBN: 9783865520838)
✗

Rezension zu "Die Stadt der Singenden Flamme" von Clark Ashton Smith

Ein LovelyBooks-Nutzer
"Die fantastischen Welten des Klarkash-Ton"

Clark Ashton Smith ist zumindest im deutschen Sprachraum ein etwas in Vergessenheit geratener Autor der Pulp-Ära, den es neu zu entdecken gilt. Smith bildete zusammen mit H.P. Lovecraft und ´Conan´-Autor Robert E. Howard eine Triade, die dem Groschenheftchen ´Weird Tales´ (1923-54) zu seinem legendärem Ruf verhalf. Schön, dass nun der Festa-Verlag mit einer haptisch und visuell ansprechenden Gesamtausgabe von Smiths Stories aufwartet, die zuletzt sechs Bände umfassen soll.

Den Auftakt macht „Die Stadt der Singenden Flamme“ und die titelgebende Erzählung darf gleichzeitig als ein guter Einstieg in Smiths bizarren Kosmos gelten. Sie handelt von einem Schriftsteller, der auf einer einsamen Wanderung zufällig eine Passage entdeckt, die ihn in eine entfernte Dimension entführt. Sogleich zieht ihn die fremdartige Stadt, aus der eine lockende Melodie ertönt, in ihren Bann. Er folgt der Musik und realisiert, dass er offenbar der einzige Mensch hier ist, umgeben von lauter außerirdischen Kreaturen. Sie alle sind Pilger, die der Singenden Flamme huldigen und letztlich ihrem unheimlichen Sog erliegen, nur der Erzähler kommt gerade noch einmal mit dem Schrecken davon. Im Sequel „Jenseits der Singenden Flamme“ geht es dann um einen erneuten Besuch in der Pilgerstadt. Diesmal ist der Erzähler ein Freund des ersten, der dessen zurückgelassenes Tagebuch fand. Doch vieles ist jetzt anders, die Stadt ist scheinbar verlassen und steht unter Beschuss dunkler Mächte, die nur eins im Schilde führen: die Singende Flamme zu vernichten. In letzter Sekunde stürzt sich der Erzähler in die Flamme, bevor diese versiegt, um daraufhin in einer Art Paradies auf seinen alten Freund zu treffen, der ja kurze Zeit zuvor hier ankam. Doch auch die Dimension jenseits der Flamme ist nicht sicher vor dem Ansturm der dunklen Mächte.

Die erste Hälfte des Bandes machen neun Erzählungen aus, die keinem von Smiths thematischen Zyklen zugeordnet werden können. Die Einleitung von Stephen Jones beleuchtet den Menschen hinter den Erzählungen und zeigt die Editionsgeschichte der einzelnen Buchveröffentlichungen Smiths auf, der sich selber besonders als Lyriker sah. Speziell erwähnenswerte Stories sind „Die Schrecken der Venus“, (über eine Venus-Expedition in der Form klassischer Pulp-SF) und „Die Abscheulichkeiten von Yondo“, worin ein von den Folterknechten von Yondo geplagter Häretiker unverhofft seine Freiheit wiedererlangt, nur um in einer verspukten Wüste gleich den nächsten unfassbaren Schrecken in die Arme zu laufen.

Auffallend an Smiths Stil ist seine lyrische Sprache, die in einigen seiner Fantasyerzählungen schon ein wenig barock wirkt und die sicherlich das Markenzeichen dieses Autors darstellt. Ein weiteres Merkmal ist der sardonische Humor oder generell eine ironische Erzählhaltung, die man beispielsweise in Lovecrafts Geschichten (um den direkten Vergleich zu wagen) meist vermisst. Smiths Protagonisten sind Neugierige, die dem Reiz des Exotischen erliegen und durch eigenes Verschulden oder auch durch maßlose Gier ins Verderben laufen, wie etwa der Kaufmann Avoosl Wuthoqquan, der letztlich auf dem Speisezettel des Gottes Tsathoggua landet. Meist sind die Helden in Smiths Geschichten keine Sympathieträger, sondern schlicht Gauner, Maulhelden oder Ketzer, die sich ein François Rabelais nicht besser hätte ausdenken können. Alles in allem eine erfrischende Wiederentdeckung mit einem Hauch ´Dekadenz´.

Der ´Hyperborea´-Zyklus: Cthulhu & Co. mal anders

Der zweite Teil des Bandes enthält die gesammelten ´Hyperborea´-Stories in der Reihenfolge ihrer Entstehung. Smiths Hyperborea ist ein fiktiver Kontinent irgendwo auf der nördlichen Erdhalbkugel, der etwa dem heutigen Grönland entspricht. Er ist wie auch das untergegangene Lemurien oder Atlantis in einer mythischen Vorzeit angesiedelt. Smiths ´Mhu Thulan´ ist möglicherweise eine Vermischung der legendären Insel Thule mit dem fiktiven Kontinent Mu im indischen Ozean. Es ist eine Welt die kurz vor der nächsten großen Eiszeit steht, die aber in den äquatornahen Zonen durchaus über bunt-giftige Dschungellandschaften verfügt. Auf Mu Thulan herrscht offiziell der Glaube an die hirschgestaltige Göttin Youndeh, doch immer wieder lodern dunklere Kulte auf um Götter mit vielversprechenden Namen wie Tsathoggua (oder Zhothaqquah, je nach Schreibweise), einem krötenartigen Gott aus grauer Vorzeit, der noch immer angebetet wird und der auch schon durch Lovecrafts Erzählungen geisterte. Weitere Namen sind der von letzterem Autor eingeführte Yok-Zothoth (Yog-Sothoth) oder Ktthulhut (Cthulhu). Im Unterschied zu Lovecrafts fernen Göttern, sind die Götter bei Smith körperlicher, sie warten nicht irgendwo hinter den Sternennebeln oder in den Tiefen des Meeres auf ihre Zeit hienieden, sondern sie sind durchaus anwesend und sorgen ganz real für Angst und Verderben. Allerdings zeichnen sich Smiths Geschichten meist durch leicht parodistische Züge aus, es geht dem Autor weniger um authentische Albtraumgestalten, die durch Risse in unsere Realität hereinsickern (wie das Lovecraft besonders in seinen späten Erzählungen meisterlich vorzeigte), sondern um die Erschaffung farbenreicher und archaischer Welten, die überhaupt im Gegensatz zu unserer erfahrbaren Realität stehen.

Clark Ashton Smith war ein Multitalent: Maler, Dichter, Bildhauer und in allen Bereichen Autodidakt. Er war mit Lovecraft befreundet, mit dem er sich rege über eigene und fremde Weltschöpfungen austauschte, Smith unterschrieb dabei oft augenzwinkernd mit ´Klarkash-Ton´. Dieser und andere Briefwechsel mit diversen Weird Tales-Autoren erlaubten der Literaturforschung später einige interessante Rückschlüsse auf die Menschen hinter den Fiktionen. Daher dürfte der ´Cthulhu-Mythos´ seither nicht mehr nur als ein einsamer Geniestreich Lovecrafts gelten, sondern zu wichtigen Teilen auch als ein Gemeinschaftswerk von einer Handvoll Autoren, deren Ideen sich gegenseitig befruchteten.

Smith blieb allerdings seinem eigenen Stil treu, der sich zum Teil sehr von der Ausdrucksart der anderen Pulp-Autoren abhebt. Er war vielleicht weniger ein Sonderling als Lovecraft, obwohl seine Biografie auch nicht mit Anekdoten geizt: Als Jugendlicher soll er beispielsweise eine Enzyklopädie auswendig gelernt haben, deren Wortschatz zeit seines Lebens in seine Geschichten einfloss. Allerdings war er finanziell nie auf Rosen gebettet und bekam auch keinen familiären und finanziellen Rückhalt wie ihn etwa Lovecraft (zumindest zeitweise) genoss. Smith lebte in Kalifornien in einer einfachen Blockhütte, die sein Vater gezimmert hatte und er kannte durchaus harte körperliche Arbeit, etwa die eines Erntehelfers oder Waldarbeiters. Immer wieder musste er sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser halten. Allein von seinem Schreiben zu leben war ihm nicht möglich, denn die Fantasyliteratur bediente in den Dreißigerjahren noch keine breite Leserschaft. Und sie fand auch kaum Beachtung von Seiten der Literaturkritik, die Pulpliteratur nicht mal mit Samthandschuhen anfasste. Smith musste einige seiner Geschichten mehrfach einreichen, bis sich ein Verleger ´erbarmte´ und sich zu einer Veröffentlichung bereit erklärte. Das will natürlich nichts über die Qualität dieser Stories aussagen, nur eben, dass Fantasyliteratur lange ein Nischendasein führte und eigentlich nur dank Pulpmagazinen konsumiert werden konnte. Die Heftmacher erwogen daher jede Veröffentlichung unter wirtschaftlichen Aspekten. Dass Smiths poetischer Tonfall, der sich deutlich von der üblichen ´Ware´ in diesen Heftchen abhob, den Verlegern oft den Entscheid zu einer Veröffentlichung schwer machte, ist nachvollziehbar.

Die Texte in dieser Ausgabe wurden alle neu übersetzt und sie wirken im Vergleich zu den früheren Auflagen in der ´Bibliothek des Hauses Usher´ um einiges entstaubter und frischer. Die Erzählungen des eigentümlichen Kaliforniers werden in dieser Hardcoverausgabe bestimmt einige Anhänger dazugewinnen. Darüber hinaus sind die absolut lesenswerten Einleitungen und die editorischen Notizen ein weiterer Pluspunkt. Und zuletzt werden alle, die am Cthulhu-Mythos Geschmack gefunden haben, mit Clark Ashton Smith eine neue Facette desselben entdecken können.

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