Claude Cueni

 4,1 Sterne bei 108 Bewertungen
Autor von Das große Spiel, Giganten und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Claude Cueni

Claude Cueni, 1956 in Basel geboren. Muttersprache französisch. Frühzeitiger Abbruch der Schule, um Schriftsteller zu werden. Zwei Dutzend Gelegenheitsjob, die immer auch der Stoffbeschaffung dienten: Verkäufer in einem Waffengeschäft, Assistenz auf einem Strafgericht, Sekretär eines iranischen Händlers, Kellner, Packer Bahnhof, Archivar Versicherungsgesellschaft, Werbetexter GGK. Zehn Jahre erfolglos als Schriftsteller. (aus Wikipedia) Nach Lehr- und Wanderjahren in Europa veröffentlichte Claude Cueni 1980 seinen ersten Roman. Seither veröffentlichte er Kriminalromane, Hörspiele, Theaterstücke und schrieb über 50 Drehbücher für Film und Fernsehen (Tatort, Eurocops, Peter Strohm, Der Clown, Alarm für Cobra 11), die verfilmt und mittlerweile in 46 Ländern ausgestrahlt wurden. Sein Hauptwerk ist jedoch seine monumentale 1500-seitige Trilogie über "Geld, Götter und Leidenschaft", die u. a. die Geschichte des Geldes in drei Epochen erzählt: Mit dem ersten Band "Cäsars Druide" gelang ihm 1998 ein internationaler Erfolg. Das gewaltige Sittengemälde über Julius Cäsars Gallischen Krieg basiert auf der neuesten Cäsarforschung und wurde in zahlreiche Sprachen übersetzt. Erscheint 2014 in neuem Verlag mit neuem Titel: Das Gold der Kelten. Der zweite Band ("Das Grosse Spiel") erschien 2006 und erzählt die abenteuerliche Geschichte des Mathematikgenies John Law, der als zum Tode verurteilter Kartenspieler und Frauenheld zur Zeit des Sonnenkönigs lebte und in Frankreich Geld aus Papier einführte. Das Buch wurde in 13 Sprachen übersetzt, darunter auch ins Chinesische und stand auf Platz 1 der Schweizer Bestsellerliste. Wird zurzeit in den USA übersetzt. 2008 erschien der dritte und letzte Band der Geldtrilogie, "Gehet hin und tötet". Der Vatikan-Thriller spielt in der Gegenwart und nimmt die Finanzkrise vorweg. Alle drei Bände sind in sich abgeschlossen. In "Cäsars Druide" ist Geld aus Metall, in "Das Grosse Spiel" ist Geld aus Papier und bei "Gehet hin und tötet" ist Geld virtuell. Erschien 2013 in neuem Verlag unter neuem Titel: Der Bankier Gottes Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit war Cueni 15 Jahre lang CEO der von ihm gegründeten Black Pencil AG, die 1991 das erste interaktive TV-Telefonie-Format in Europa entwickelte und mit dem Anti-Aids-Game "Catch the Sperm" 2001 einen Welthit landete. 2006 Intendant Fernsehspiele, Bundesamt für Kultur 2007 Mitglied im Advisory Board des börsennotierten Unternehmens "Artificial Life Inc." in Hongkong. 2008 Tod der 1. Ehefrau nach 14jähriger Krebserkrankung. 2009 Cueni erkrankt an Leukämie, seitdem in Behandlung. 2010 Erneute Heirat 2013 Historischer Roman "Der Henker von Paris." Die FAZ schrieb: "Unbedingt kaufen." 2014 Neuer Roman "Script Avenue", 500 Seiten, eine Forest Gump Geschichte zwischen Pulp Fiction und Californication 2014 Historischer Roman "Giganten" (zurzeit im Lektorat) Cueni hat einen Sohn, der als Jurist und Strafrichter arbeitet. Er ist seit 20 Jahren der erste und wichtigste Lektor. mehr auf www.cueni Umfassende Informationen, Trailer, Videos, Bildmaterial zu den Romanen etc finden Sie auf www.cueni.ch Claude Cueni, Oktober 2013

Alle Bücher von Claude Cueni

Cover des Buches Das große Spiel (ISBN: 9783453432772)

Das große Spiel

 (36)
Erschienen am 02.01.2008
Cover des Buches Der Henker von Paris (ISBN: 9783857877780)

Der Henker von Paris

 (14)
Erschienen am 11.08.2015
Cover des Buches Giganten (ISBN: 9783037630570)

Giganten

 (15)
Erschienen am 01.06.2015
Cover des Buches Der Bankier Gottes (ISBN: 9783857874420)

Der Bankier Gottes

 (11)
Erschienen am 01.07.2013
Cover des Buches Script Avenue (ISBN: 9783037630433)

Script Avenue

 (7)
Erschienen am 07.05.2014
Cover des Buches Caesars Druide (ISBN: 9783453811546)

Caesars Druide

 (5)
Erschienen am 09.01.2008
Cover des Buches Der vierte Kranz (ISBN: 9783404153411)

Der vierte Kranz

 (5)
Erschienen am 01.01.2005
Cover des Buches Pacific Avenue (ISBN: 9783037630600)

Pacific Avenue

 (2)
Erschienen am 01.10.2015

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Claude Cueni

Cover des Buches Der Henker von Paris (ISBN: 9783857878206)Gwhynwhyfars avatar

Rezension zu "Der Henker von Paris" von Claude Cueni

Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit endeten in Machtgier und Skrupellosigkeit
Gwhynwhyfarvor 22 Tagen

Der Anfang: «Gegen Mitternacht, man schrieb das Jahr 1737, fegte ein gewaltiger Sturm über die Normandie. Es regnete in Strömen. Krachend schlug der Blitz in einem bewaldeten Hügel ein und erhellte für einen Sekundenbruchteil den Reiter der durch die Nacht preschte.» 


Die Geschichte der Scharfrichterfamilie Sanson ist historisch durch Tagebücher gut dokumentiert und so konnte Claude Cueni sehr fein Tatsächliches mit Fiktivem verweben. Im letzten Drittel des 18. Jahrhunderts regierten in Frankreich Adel und Klerus: Man wurde früher in eine Familie hineingeboren und somit in sein soziales und berufliches Schicksal. Bereits Charles-Jean-Baptiste Sanson versuchte, seinem Schicksal zu entkommen – hiermit beginnt der Roman. Doch wie es der Zufall will, gelangt er wieder in die Familienbestimmung zurück, wird zum neuen Henker (bourreau) von Paris bestellt. Seine Familie übte seit 1688 das Scharfrichteramt in Paris und Versailles aus. Nun ist es für ihn aus mit der Naturheilkunde, er muss sich fügen. 


Doch seinem Sohn will er das Erbe ersparen, schickt den intelligenten Jungen auf gute Schulen. Scharfrichter, ein Angestellter der Justiz, sehr gut bezahlt, ein angesehener Mensch auf der einen Seite. Aber andererseits ein Aussätziger – denn niemand will mit den Mitgliedern der Familie etwas zu tun haben. Charles-Henri Sanson möchte Arzt werden und sein Vater steht hinter diesem Plan. Doch Charles-Jean-Baptiste erleidet zu früh einen Schlaganfall und ist gelähmt. 


«... wird Jean-Louis Louchard verurteilt, an Beinen, Armen, Schenkeln und Rückgrat gebrochen und auf dem Schafott lebend gerädert zu werden. Zuvor Strecken auf der Plaza San Louis. Ein Raunen durchflutete die riesige Zuschauermenge.»


Der älteste Sohn Charles-Henri Sanson muss nun sein Medizinstudium in Leiden, Belgien, abbrechen und die Stelle seines Vaters antreten. Gleich mit seinem ersten zu vollstreckenden Urteil erntet er großen Ruhm, wird nun «Monsieur de Paris» genannt, trägt fortan den blutroten Mantel, das Zeichen des Henkermeisters. Zum Handwerkszeug des Henkers gehören nicht nur Schwert oder Strick, viele Urteile setzen dem Tod eine üble öffentliche Tourtour voraus: Zange, Brandeisen, siedend heisses Wasser oder Öl ...


«Jean-Louis Louchart gab der Wut ein Gesicht. Er hatte in Notwehr seinen trunksüchtigen und gewalttätigen Vater umgebracht. Vater und Sohn hatten einmal mehr über Benjamin Franklin gestritten, Erfinder des Blitzableiters und einer der Väter der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung. Dort stand geschrieben, dass alle Menschen frei und gleich geboten sind.»


Der König Ludwigs XVI. herrscht über Frankreich – feiert rauschende Feste in Versailles, während das Volk hungert. Adlige müssen keine Steuern zahlen. Erste Unruhen brechen aus, die Armut der Bevölkerung führt zu erhöhter Kriminalität und letztendlich zum Aufstand. Aber wer sich öffentlich gegen den König auflehnt, der wird hingerichtet. Der Roman erfasst die Zeit der Französischen Revolution, die Stimmung der einfachen Menschen und die des Adels. 


«Wenig später präsentierte Doktor Gouillotin der Nationalversammlung die Maschine. Er lobte die Vorzüge und betonte, dass man damit dem Postulat nach Gleichheit und Humanität sehr nahe komme. Die Maschine sei ein Akt der Humanität. Sie erfülle die Forderung der Revolution wonach jeder Mensch von Geburt an gleich sei.»


Der Aufstand des Volkes, der Sturm auf die Bastille, die Revolution – radikale politische Umstürze und Verhältnisse – der König wird entmachtet, abgesetzt, die Revolutionäre bilden die Macht – aber diese Mächtigen von gestern landen wegen Verfehlungen selbst auf dem Schafott usw. Eine Hinrichtung folgt der Nächsten. Hier kommt der Arzt Joseph-Ignace Guillotin ins Spiel, dessen Erfindung, eine humanere Art der Urteilsvollstreckung möglich macht. Die sogenannte Guillotine wird von Charles-Henri Sanson unterstützt. Die neue Tötungsmethode macht allerdings auch eine Massenabfertigung möglich – es wird im Akkord enthauptet. Die Stadt ertrinkt im Blut, und Sanson bricht innerlich zusammen. Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit endet in Machtgier und Skrupellosigkeit, im Denunziantentum; Adlige werden einen Kopf kürzer gemacht, nur weil sie blaublütig sind. Claude Cueni beschreibt ein authentisches Bild des 18. Jahrhunderts, die Wirren der Französischen Revolution, die blutigen Gassen von Paris zu dieser Zeit. Er versetzt sich in den Beruf des Henkers, der seine Arbeit nur missmutig verrichtet, beschreibt, was es in ihm selbst auslöst, die grausame Justiz, und das zwiespältige Verhältnis zwischen der Bevölkerung und seinem «Monsieur de Paris», das eine Mischung aus Bewunderung und Abscheu beinhaltet. Ein feines Buch zum politisch-gesellschaftlichen Thema der Französischen Revolution: Der Henker selbst wird zum Zweifler der gerechten Sache – allerdings ist dieser Roman nichts für Nervenschwache.


«Anwalt›, sagte Charles plötzlich, ‹du solltest Anwalt werden. Du könntest sowohl Täter als auch Opfer verteidigen. Mit der gleichen Akribie. Denn dich interessiert nur der Sieg. Nicht die Gerechtigkeit.»


Charles-Henri Sanson führte 2918 Enthauptungen durch, darunter die Ludwigs XVI (nur noch Bürger Capet auf dem Schafott), er repräsentierte die Justiz der Monarchie ebenso wie die der Französischen Revolution. Die Königin Marie Antoinette wurde von seinem Sohn Henri enthauptet, der seinen Vater vertrat. Zu den Opfern der Guillotine von Charles-Henri Sanson zählten eine Reihe prominenter Revolutionäre wie Georges Danton, Camille Desmoulins, Maximilien de Robespierre. Ebenso Antoine de Saint-Just, französischer Revolutionär und öffentlicher Ankläger (während der Revolution änderte er seinen Namen zu Fouquier-Tinville, um seine adlige Herkunft zu verschleiern), dessen Verurteilung Charles-Henri eine Genugtuung war – auch das ist im Roman eindrucksvoll verflochten. 1862 wurden Henri-Clément Sansons Tagebücher erstmals publiziert, der auch seine Familiengeschichte dort aufarbeitete, die wahrscheinlich die Grundlage zu diesem historischen Roman gaben.


Eine Posse zum Schluss (nicht aus dem Roman, sondern von meinem Geschichtslehrer): Angeblich sei Charles-Henri Sanson nach seinem Rücktritt als Henker Napoléon Bonaparte in Paris begegnet. Der habe Sanson gefragt, ob er ruhig schlafen könne, nachdem er dreitausend Menschen hingerichtet habe. Sanson soll habe geantwortet haben: «Wenn die Kaiser, Könige und Diktatoren ruhig schlafen können, warum soll's nicht auch der Henker können?»


Claude Cueni, geboren 1956 in Basel. Nach dem frühzeitigen Abbruch der Schule reiste er durch Europa, schlug sich mit zwei Dutzend Gelegenheitsjobs durch und schrieb Geschichten. Mittlerweile hat er über fünfzig Drehbücher für Film und Fernsehen sowie Theaterstücke, Hörspiele und Romane verfasst, u.a. den Bestseller Das Grosse Spiel über den Papiergelderfinder John Law, der bisher in zwölf Sprachen übersetzt wurde. Claude Cueni lebt bei Basel.


https://literaturblog-sabine-ibing.blogspot.com/p/rezension-von-sabine-ibing-der-henker.html

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Cover des Buches Das große Spiel (ISBN: 9783453265295)SydneyMansons avatar

Rezension zu "Das große Spiel" von Claude Cueni

Das liebe Geld
SydneyMansonvor einem Jahr

Es handelt sich um die Lebensgeschichte von John Law of Lauriston, welche hier in Romanform erzählt wird. 

Insgesamt ist diese auch interessant, allerdings ist mir persönlich das Buch streckenweise leider zu langatmig und einige Handlungsstränge sind gefühlt irgendwo im Buch untergangen und wurden dann nicht mehr groß erwähnt oder aufgelöst. Teilweise kam man auch mit den Figuren etwas durcheinander.

Viel mehr kann ich über dieses Buch auch nicht sagen, da es mich nicht groß gefesselt hat. Für mich ein mittelmäßiger historischer Roman mit vielen Längen.

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Cover des Buches Der vierte Kranz (ISBN: 9783404153411)MAZERAKs avatar

Rezension zu "Der vierte Kranz" von Claude Cueni

Skurril, berührend, aber geringe Spannung.
MAZERAKvor einem Jahr

Marcel Jakobi lernt die Frau seiner Träume kennen: schön, reich und ungezügelt verliebt sie sich in ihn und setzt sich bei ihrem Vater durch. Marcel wird nach dessen Tod sein Nachfolger im Familienimperium, während sich seine große Liebe wie auch sein ganzes Privatleben zu einem einzigen Fiasko zuspitzt.

Claude Cueni's Stil ist leicht zu lesen, seine Charaktere sind ausgefeilt und überzeugend dargestellt. Die Geschichte selbst berührt, ist traurig und skurril zugleich. Mit Marcel Jakobi kann man mitfühlen, Mitleid haben und auf ein Happy-End hoffen... wird aber im Prolog schon enttäuscht. 

Für mich ist es die Lebensgeschichte eines Mannes, weniger ein Thriller - dafür ist die Spannung zu gering.  

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