Claude Cueni Script Avenue

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Inhaltsangabe zu „Script Avenue“ von Claude Cueni

In seinem neuen Roman erzählt Claude Cueni, anders als in seinen viel beachteten historischen Romanen, nicht die Geschichten anderer, sondern seine eigene. Aus der Perspektive seines Krankenlagers erinnert er sich an seine mehr als abenteuerliche Lebensgeschichte, die ihren Anfang in einem von religiösem Wahn, sexuellen Zwängen und Gewalt geprägten Milieu im schweizerischen Jura nimmt. Aus dieser skurrilen Umgebung flüchtet er in seine eigene fantastische Welt, die Script Avenue. Mit viel Selbstironie und ohne den geringsten Funken Political Correctness schreibt Claude Cueni von seinem Überlebenswillen, seinem Schreibzwang, über die Liebe im Allgemeinen und zu seinem spastischen Kind im Besonderen, über schlaflose Nächte, herzzerreißende Abschiede und über das Glück anzukommen. Dabei zeichnet er in den ihm so eigenen, verblüffend schönen Sätzen ein opulentes Gemälde von den Sechzigerjahren bis in die Gegenwart. »Script Avenue« ist ein ebenso verstörendes wie absolut betörendes Buch, in dem Fremdenlegionäre, Krebskranke, Roulettespieler, Pädophile, Heldenfiguren, New-Economy-Blasen und Hongkonger Nächte das Korsett des Schriftlichen verlassen und zum Film werden. Ein Feuerwerk an Komik und Desaster und eine alle Sinne bezaubernde Betrachtung über die Kürze des Lebens, die Vergänglichkeit aller Dinge und die Versöhnung mit dem Tod.

Der Ernest Hemingway der Schweiz

— I-heart-books

Schreibend tritt Claude Cueni dem Tod entgegen. Ein Leseerlebnis, das unter die Haut geht!

— luegemol

Ein absolut lesenswertes Werk dieses Schweizer Autors.

— marc-s

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  • Ernest Hemingway der Schweiz

    Script Avenue

    I-heart-books

    21. May 2015 um 14:31

    Eine Buchhändlerin hat mir gesagt, Claude Cueni sei für sie der »Ernest Hemingway der Schweiz«. Ok, hab ich gedacht, ich glaub ihr jetzt mal und les das mal. Kurz zusammengefasst: Krass! Der Mensch hat eine Menge erlebt und nimmt den Leser unbarmherzig mit auf eine Achterbahn der Gefühle. Schraubenkiste, Asien, Leukämie, dies nur ein paar Stichworte. »Das Buch hat mir gefallen« sind wahrscheinlich die falschen Worte für ein so von Schicksalen geprägtes Leben. Das Buch hat mich echt überrascht!

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  • Script Avenue

    Script Avenue

    Bibliophil

    Was tun wenn man nicht mehr lange zu leben hat?  Für den Basler Drehbuchautor und Schriftsteller Claude Cueni keine Frage: weiter schreiben. Todkrank, alleine in einem Isolierzimmer eines Universitätsspital schreibt Cueni, von seinem Sohn animiert, seine Lebensgeschichte. Vom Kampf gegen die Leukämie entkräftet und unter grossen Schmerzen, die Fingerspitzen wund und eitrig. Und manchmal gezwungen eine Schreibpause einzulegen, weil es einfach nicht anders geht.  Aber beim Schreiben seiner Lebensgeschichte konnte er so der harten Realität entfliehen und in eine andere Welt eintauchen und das gab ihm wohl den Ehrgeiz immer weiter zu schreiben. Mit viel Selbstironie und ohne Rücksicht auf politische Korrektheit erzählt Cueni in "Script Avenue" von seinem abenteuerlichen Leben. Immer wieder musste er manche harte Schicksalsschläge einstecken - eine düstere, schwere Kindheit geprägt von Gewalt, Einsamkeit und Angst, die spastische Behinderung seines Sohnes, den frühen Krebstod seiner ersten Frau und schliesslich seine Erkrankung an Leukämie. Und wer jetzt denkt, dass es sich hier um eine traurige, belastende und schmerzliche Lektüre handelt, der irrt sich. Mich hat es schwer beeindruckt wie offen und herzlich und gelegentlich augenzwinkernd er seine Erinnerungen erzählt. Keine Spur von Resignation, keine Klagen und kein Jammern. Im Gegenteil man spürt  beim Lesen förmlich seine Lust  und Freude am Leben, trotz allem. Amüsant ist, wie er immer wieder Bemerkungen seines Verlegers einfügt , so zum Beispiel, dass er auf die nachfolgende Passage trotz Widerstand seines Verlegers besteht, oder er erwähnt dass er eigentlich gerne tiefer auf eine Episode eingegangen wäre, er aber auf Anraten seines Verlegers darauf verzichte. Auch auf Bemerkungen seines Sohnes geht er ein und hin und wieder verschreibt er sich, was er mit dem Hinweis auf seine vielen Medikamenten erklärt. Und so kommt man sich beim Lesen vor wie auf einer Achterbahn. Ständig schwankt man zwischen Unglaube, Betroffenheit und Sprachlosigkeit und nur wenig später muss man Grinsen oder Lachen. Unbedingt lesen - sofern man schwarzen Humor mag und keine Probleme mit politischer Unkorrektheit hat.  

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    • 2
  • Schreibend gegen den Tod

    Script Avenue

    luegemol

    03. March 2015 um 11:50

    Nach einer völlig unerwarteten Leukämie-Diagnose verbringt der Schweizer-Schriftsteller ein halbes Jahr vollständig isoliert im Spital, wo er sich Chemotherapien, Operationen und einer Knochenmarktransplantation unterziehen muss. Den Tod vor Augen lässt sich Cueni von seinem Sohn dazu überreden 'Script Avenue' zu schreiben. Was dem Buch den Titel gibt ist eine skurille Fantasiewelt, in die sich Cueni seit seiner Kindheit immer wieder zurückzieht, weil es sich dort für ihn oft besser leben lässt als in der Realität. Denn diese hält viele Schicksalsschläge für ihn bereit. Was ihn am Leben hält, ist das Schreiben. Die Erlebnisse in der 'Script Avenue' möchten zu Papier gebracht werden. So schrieb Cueni beachtenswerte historische Romane, Drehbücher u.v.m. Und eben jetzt sein vermeintlich letztes Buch 'Script Avenue'. Sein immenses Erinnerungsvermögen, die Motivation seines Sohnes und gute Musik helfen ihm, sein bisheriges Leben schonungslos niederzuschreiben, Schrecken, Leid und Glück beim Namen zu nennen und stellenweise auch mit seinen Peinigern abzurechnen, die so vieles, gerade in seinen jungen Jahren, zerstört und kaputt gemacht haben. Die Tatsache, dass es trotzdem kein böses und verbittertes Buch geworden ist, sagt etwas über die Grösse des Autors aus. Ich ziehe den Hut vor Claude Cueni und bedanke mich dafür, dass ich durch das Lesen an seinem bewegten Leben habe teilnehmen dürfen.

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  • absolut zu empfehlen

    Script Avenue

    marc-s

    30. October 2014 um 18:41

    Claude Cueni nimmt einem mit auf eine Reise mit vielen Tiefs und vielen Hochs... Die Situationen die Er in diesem grossartigen Werk besschreibt laden immer wieder ein zum Nachdenken ein, allerdings gibt es auch Passagen,  bei denen man nicht genau weiss, ob man nun lachen soll oder ob es einem kalt den Rücken hinunter läuft.   Alles in allem LESENSWERT und absolut zu empfehlen mit  sehr hohem "nichtmehrweglegen" Faktor...    

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