Claudia Bausewein

 4,4 Sterne bei 5 Bewertungen
Autor von 99 Fragen an den Tod, Sterbende begleiten und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Claudia Bausewein

Claudia Bausewein, geb. 1965, ist Lehrstuhlinhaberin für Palliativmedizin an der Münchner Ludwig-Maximilians-Universität und ist Direktorin der Klinik und Poliklinik für Palliativmedizin am Klinikum der Universität München

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Claudia Bausewein

Cover des Buches 99 Fragen an den Tod (ISBN: 9783426278246)

99 Fragen an den Tod

 (4)
Erschienen am 01.10.2020
Cover des Buches Sterbende begleiten (ISBN: 9783429026790)

Sterbende begleiten

 (1)
Erschienen am 16.06.2009
Cover des Buches Sterben ohne Angst (ISBN: 9783466371365)

Sterben ohne Angst

 (0)
Erschienen am 28.09.2015
Cover des Buches Leitfaden Palliative Care (ISBN: 9783437233029)

Leitfaden Palliative Care

 (0)
Erschienen am 21.03.2014

Neue Rezensionen zu Claudia Bausewein

Cover des Buches 99 Fragen an den Tod (ISBN: 9783426278246)heinokos avatar

Rezension zu "99 Fragen an den Tod" von Claudia Bausewein

Gendersternchen-Hörigkeit zieht den Buchinhalt in die Unlesbarkeit
heinokovor 19 Tagen


Geschrieben ist das Buch von zwei herausragenden Fachleuten der Palliativmedizin und Hospiz-Einrichtungen. Ein ernstes Thema und ein Buch, dem man sich nur zaghaft nähern möchte. Also hätte ich eine einfühlsame, vorsichtige Hinführung zum Thema Sterben und Tod erwartet, keinesfalls eine unerträgliche Huldigung der Gender-Sternchen. Haben diese Fachleute wirklich keine bessere Form gefunden, den Leser an die Hand zu nehmen? Ist im Angesicht von Sterben und Tod die Wahrung von Diversität tatsächlich so wichtig? Also kurzgefasst: Das Buch über ein derart sensibles und tiefgehendes Thema wird in meinen Augen geradezu lächerlich gemacht durch seine Gendersternchen-Begeisterung.

 

Eigentlich wollte ich deshalb das Buch gar nicht erst lesen, doch beim Blättern blieb ich trotz der zunehmenden Aggression wegen der Sternchenflut an der einen oder anderen Frage hängen. Mir gefällt die sachliche Realitätsnähe der Fragen und Antworten, was für den einen oder anderen Leser in geschilderten Situationen mehr Sicherheit geben kann. Am schlimmsten sind ja wohl Angehörige, die dem Kranken seine Autonomie nehmen, über ihn hinweg bestimmen oder gar solch schreckliche Sätze sagen wie „Du musst jetzt stark sein.“ Wenn jemand auf dem Weg zum Sterben ist, darf er schwach sein! Da Sein, Hinhören, auf die Signale des Kranken empathisch Eingehen – eine durchaus schwere Aufgabe für Angehörige. Die 99 gestellten Fragen und deren Antworten geben viele und durchaus unterstützende  Informationen für Betroffene. Auch der Anhang mit weiterhelfenden Adressen oder das medizinische Glossar ist hilfreich. Da der metaphysische Aspekt völlig ausgespart ist, mag das Buch eher Angehörigen oder Begleitpersonen hilfreich sein, weniger wohl für Suchende. 

 

Fazit: Ohne Gendersternchen-Begeisterung wäre das Buch ein sehr guter, umfassender Ratgeber für Menschen, die sich mit dem Thema Sterben und Tod befassen müssen oder wollen.

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Cover des Buches 99 Fragen an den Tod (ISBN: 9783426278246)Buecherspiegels avatar

Rezension zu "99 Fragen an den Tod" von Claudia Bausewein

Sprechen wir über ein wichtiges Thema: sprechen wir über das Sterben
Buecherspiegelvor 8 Monaten

Prof. Dr. Claudia Bausewein und Rainer Simader haben das für mich wichtigste Sachbuch dieser Zeit verfasst: 99 Fragen an den Tod – Leitfaden für ein gutes Lebensende. In neun Kapiteln werden die Fragen samt hilfreichen Adressen und einem Glossar wichtiger medizinischer Begriffe so gut es eben geht beantwortet und und erläutert. Dass auch sie nicht alles wissen, wird oftmals betont. Die Fragen zum Lebensende werden von verschiedenen Seiten angegangen. Welche Fragen haben die Angehörigen, Freunde, Bekannte, welche die Betroffenen selbst, wie gehen Kinder damit um?

Die wichtigste Essenz daraus lautet für mich: Ehrlichkeit. Auch gegenüber Kindern und Jugendlichen. Der kranke oder einfach nur alte Mensch spürt, wie auch die jungen Angehörigen, wenn wir nur herum schwafeln und uns nicht trauen, der Wahrheit ins Gesicht zu schauen. Was ist gut für die sterbende Person, was für die, die sich kümmern, sorgen, mitleiden? 

Es ist gar nicht so einfach an das Thema heranzugehen, das habe ich selbst gemerkt. Obwohl, wie die Autoren festgestellt haben, wir, je älter wir werden, immer öfter damit konfrontiert werden. Loslassen, den Willen der gehenden Person respektieren, sich selbst zurücknehmen und dabei nicht stark sein zu müssen, sich nicht zu sehr verausgaben, auch an sich selbst zu denken; wenn man mittendrin steckt, sieht man all das meist nicht. Daher ist es hilfreich, sich vorab Gedanken zu machen.

Dieses Buch ist für den gesamten deutschsprachigen Raum gedacht, also Deutschland, Österreich und die Schweiz. Dabei werden immer auch die entsprechenden Regelungen erwähnt, die jeweils gelten. Ob es sich um Wiederbelebung, Patientenverfügung oder Vollmachten handelt. Einfühlsam tastet sich das Autorenteam dem Ende vor und auch der Zeit danach. Wir haben inzwischen sehr viele Möglichkeiten, allen betroffenen Personen Hilfestellungen zu geben, Kontaktadressen und viele kleine Hilfsleistungen werden angesprochen, Kollegen kommen ebenfalls zu Wort. 

Es ist das erste Buch, das ich lese, welches den Genderstern benutzt. Ich habe bei mir festgestellt, dass ich tatsächlich das für mich Geltende lese und zum Beispiel die männliche Schreibweise überlese. Zum Teil hätte man das sicher noch einfacher machen können, aber Sprache ist immer im Fluss, wer weiß, wie es in fünf Jahren überarbeitet wird. 

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Cover des Buches 99 Fragen an den Tod (ISBN: 9783426278246)Bibi1960s avatar

Rezension zu "99 Fragen an den Tod" von Claudia Bausewein

Ein ungewöhnlicher Leitfaden
Bibi1960vor 10 Monaten

Durch einen Artikel in der hiesigen Zeitung wurde ich auf das Buch „99 Fragen an den Tod – Ein Leitfaden für ein gutes Lebensende“ von Prof. Dr. Claudia Bausewein und Rainer Simander aufmerksam. Ein Leitfaden zum Tod? 99 Fragen? Wie mag das wohl aussehen? Gibt es überhaupt ein „gutes“ Lebensende? Das waren die Fragen, die mir spontan durch den Kopf schossen.

Die beiden Experten in Sachen Sterben (Palliativmedizinerin und Hospiz-Fachmann) bemühen sich eindrucksvoll, den Sterbeprozess und alles, was dazu gehört, zu beschreiben und aufkommende Fragen zu beantworten. Natürlich können sie dieses nur nach besten Wissen erledigen, denn konkrete Antworten kann ihnen und uns niemand geben. Die Autoren bleiben stets sachlich, aber nicht distanziert, Pathos kommt nicht auf. Dieses macht das Lesen, Verstehen und Akzeptieren leichter.

Ich hatte mich während des Lesens immer wieder gefragt, ob ich beim Tod meiner Mutter alles richtig gemacht hatte. Dass es kein „richtig“ und „falsch“ gibt, habe ich dank der Autoren auf tröstliche Weise erkannt. Wichtig ist es, da zu sein und zu reden, wenn der Wunsch danach besteht. Ich hatte befürchtet, dass mich das Buch teilweise „runterziehen“ würde (passierte auch kurz), aber letztendlich ist es ein Mutmachbuch, das Unvermeidliche zu akzeptieren und sich mit der eigenen Endlichkeit und der seiner Lieben auseinanderzusetzen.

 Es ist ein Buch, das noch viele Leser finden sollte!

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