Claudia Beinert , Nadja Beinert Der Sünderchor

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Inhaltsangabe zu „Der Sünderchor“ von Claudia Beinert

Sie denken oft dasselbe – und können doch mit allen Sinnen streiten. Ohne die jeweils andere, davon sind die Zwillingsschwestern Claudia und Nadja Beinert überzeugt, wären ihre Romane nicht halb so gut. Und der Erfolg gibt ihnen recht: Mit "Der Sünderchor" erscheint der abschließende Teil ihrer Trilogie um Uta von Naumburg, eine der geheimnisumwobensten Frauen des Mittelalters. Die traumatisierte Hortensia, Tochter eines Schreibers, hilft dem "Naumburger Meister", sein bedeutendstes Werk zu vollenden: die Stifterfigur Utas für den Domchor. Denn schon um 1248 gibt es kaum Informationen über Utas Leben – wie also soll der Künstler sie darstellen? Den "Naumburger Meister", über den nichts weiter überliefert ist, lassen die Schwestern als Matizo von Mainz lebendig werden. Mit viel Einfühlungsvermögen und Recherchearbeit bis in die kleinsten Details öffnen sie uns ein Fenster ins 13. Jahrhundert. Und das fühlt sich an, als wäre man selbst dabei gewesen bei den Querelen um die außergewöhnlichen, weil so gar nicht heiligen Skulpturen im Naumburger Dom, der möglicherweise schon bald zum UNESCO-Weltkulturerbe zählt.

Ein sehr gut zu lesender historischer Roman. Bin restlos begeistert.

— LionsAngel

Starke Frauen und sakrale Bauten: eine fesselnde Mischung aus historischem Roman und Krimi vor realem geschichtlichem Hintergrund.

— hasirasi2

Hat mir rundherum gut gefallen - hätte man besser nicht machen können. Fiktion und Wirklichkeit wunderbar verbunden.

— HEIDIZ

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  • Der Sünderchor

    Der Sünderchor

    LionsAngel

    30. December 2016 um 20:21

    Inhalt:Thüringen im Jahre 1248: Die siebzehnjährige Hortensia verliert bei einem Angriff auf die heimatliche Burg ihre gesamte Familie. Sie hat nichts bei sich außer einem Buch, welches ihr die sterbende Mutter im letzten Moment übergab. Traumatisiert fällt Hortensia dem Meißener Markgrafen Heinrich von Wettin in die Hände, der sie scheinbar fürsorglich aufnimmt. Das mittellose Mädchen lässt sich von ihm überreden, im Haus des grandiosen Bildhauermeisters Matizo von Mainz dessen neue Entwürfe für den Westchor der Naumburger Kathedrale auszuspionieren. Anstatt jedoch die Details über den Chor und die dafür zu schaffenden Stifterstandbilder zu verraten, fühlt Hortensia sich zunehmend zu Matizio hingezogen.Mein Leseeindruck:Zuerst einmal, ich kenne die ersten beiden Bände “Die Herrin der Kathedrale“ und “Die Kathedrale der Ewigkeit“ nicht, trotzdem konnte ich diesen dritten Band sehr gut lesen.Die 17jährige Hortensia überlebt einen Anschlag auf die Burg Neumark, sie flieht und wird vom Markgrafen Heinrich von Wettin gefunden und aufgenommen.Hortensia, dankbar für die Fürsorge Heinrichs, lässt sich gern von ihm überreden, in Naumburg für ihn bei seinem Halbbruder Dietrich (Erzbischof von Naumburg) und dem Bildhauermeister Matizio von Mainz die Pläne für den Bau des Westchores der Naumburger Kathedrale auszuspionieren.Durch einen Zufall bekommt Hortensia raus, wer für den Anschlag auf die Burg Neumark und den Tod der Eltern und den kleinen Bruder verantwortlich ist. Sie schwört Rache und alles wird anders.Auch Matizio von Mainz, zu dem Hortensia sich immermehr hingezogen fühlt, birgt ein Geheimnis. Wird dieses Geheimnis gelüftet nd wie wirkt es sich aus?Mein Fazit:Ich bin begeistert von der Geschichte um Hortensia, Heinrich und Matizio. Danke für dieses Lesevergnügen.

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  • Starke Frauen und sakrale Bauten

    Der Sünderchor

    hasirasi2

    24. December 2016 um 21:19

    „Der Sünderchor“ ist der abschließend Band einer Trilogie, die sich um den Bau der Naumburger Kathedrale dreht, wobei die Bücher unabhängig voneinander gelesen werden können. Ich habe die Vorgängerbände nicht gelesen und hatte keine Probleme, in die Geschichte einzusteigen.   Im Winter 1248 wird die Burg, auf welcher die 17jährige Hortensia mit ihrer Familie lebt, mittels Brandbomben dem Erdboden gleich gemacht – nur sie überlebt. Hortensia weiß nicht wohin, also flieht sie durch den Schnee, bis sie halberfroren liegen bleibt. Gerettet wird sie ausgerecht vom Meißner Markgrafen Heinrich. Als dieser merkt, dass Hortensias Vater Schreiber war und sie unterrichtet hat, „überredet“ er sie, seinen Halbbruder Dietrich (den Erzbischof von Naumburg) und vor allem dessen Baumeister Matizo von Mainz bzgl. deren Baupläne für den Westchor des Naumburger Doms auszuspionieren. Doch Hortensia fühlt sich bald zu Matizo hingezogen und außerdem muss sie erfahren, dass Heinrich sie in einer wichtigen Sache belogen hat. Aber auch Matizo hat ein Geheimnis, welches alles ändern könnte ...   Die Geschichte lebt vor allem von den starken Frauen und ihrem Zusammenspiel mit den schier übermächtigen Männern. Hortensia ist von Heinrich beeindruckt und fühlt sich ihm verpflichtet. Sie spioniert gern für ihn, bis sie an seiner Redlichkeit zu zweifeln beginnt. Zudem bindet Matizo sie immer mehr in seine Arbeit ein und aus Vertrauen wird Zuneigung. Auch Matizos Magd Line ist eine starke Frau. Schon lange verwitwet, macht sie Matizo und Hortensia zu ihrer neuen Familie. Ihre eigene hat sie vor Jahren durch den Freiberger Silberbergbau (und damit Heinrich) verloren. Diese 3 Protagonisten müssen sich ihren Ängsten und der Vergangenheit stellen, um in ihrem neuen Lebensabschnitt glücklich zu werden. Heinrichs Frau Agnes ist ebenfalls eine starke Persönlichkeit. Sie versucht alles, damit er ihr entgegen der damaligen Gepflogenheiten treu bleibt und setzt dabei ihr eigenes Leben aufs Spiel. Ein weiterer sehr spannender Charakter ist Erzbischof Dietrich, Heinrichs Halbbruder. Der Makel als Bastard hängt ihm trotz päpstlichem Dispens immer noch an. Mit dem Bau des Westchores will er diesen endlich überwinden, sich selbst ein Denkmal setzen. Und er hat Humor, denn es wird vermutet, dass die 10 Stifter (Standbilder des Chores) zu Lebzeiten Sünder waren - daher auch der Buchtitel „Sünderchor“.   Das Schicksal der Protagonisten ist sehr eng mit der Handlung verwoben. Dadurch ist das Buch ungemein fesselnd  – eine Mischung aus historischem Roman und Krimi vor realem geschichtlichem Hintergrund. Die damaligen Gegebenheiten werden sehr anschaulich dargestellt. Einzig den letzten Abschnitt mit der für mich etwas zu detailgetreuen Beschreibung der Zeichnungen des Chores fand ich etwas langatmig. Man sieht sie dadurch zwar förmlich vor sich, aber das war für die Handlung m. E. nicht ausschlaggebend.   Ergänzt wird das Buch u.a. durch ein Vorwort der Autorinnen zur Geschichte der Uta von Ballenstedt und des Naumburger Doms, außerdem einem Personenverzeichnis, einem Glossar und einem interessanten Kapitel über Dichtung und Wahrheit.   Auch das Cover hat Knaur wieder wunderschön passend gestaltet. Der Prägedruck und die Karte im Inneren des Umschlages machen es sehr hochwertig.   4,5 von 5 Sternen

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  • Realität und Fiktion perfekt verbunden

    Der Sünderchor

    HEIDIZ

    19. December 2016 um 07:11

    Wir befinden uns im Thüringen des Jahres 1248 und lernen Hortensia kennen, sie ist ein junges Mädchen von 17 Jahren und verliert ihre ganze Familie. Ein Buch ist alles, was ihr blieb. Sie hat es von der Mutter erhalten, bevor diese verstarb. Hortensia flieht und fällt Markgraf Heinrich von Wettin in die Hände. Sie meint, er würde sie umsorgen, aber ...   Für ihn spioniert sie den Bildhauermeister Matizo von Mainz. Dieser arbeitet an Entwürfen für den Westchor der Naumburger Kathedrale. Hortensia und Matizo kommen sich näher ....   Leseprobe: ========   "Ins Kloster bringen oder ignorieren? Ansprüche haben solche Kinder ja nicht." Matizo selbst war in einem Alter, an das er keine Erinnerung mehr hatte, vor dem Klosterportal abgelegt worden. Nie hatte er viele Gedanken an seine Eltern verschwendet, jetzt aber fragte er sich, warum sie ihn wohl weggegeben hatten. ...   Vorn im Buch aufklappbar sieht man doppelseitig eine Karte mit den Orten eingezeichnet, die Handlungsorte des Buches sind.  Im Glossar im Anschluss an die Handlung sind wichtige Begriffe erläutert. Und auch das Nachwort sollte man nicht ungelesen lassen.   Ich fand die Art, wie die Autorinnen ihre Geschichte präsentierten, wieder einmal rundherum gelungen. Der Schreibstil ist einfach passend für das Genre und man fühlt sich aufgrund der Beschreibungen von Beginn an wohl in der Handlung und kann sich einfühlen in die Szenen und Örtlichkeiten - in die Zeit und in die Gefühlswelt der handelnden Charaktere.   Das Buch passt außerdem von der äußeren Aufmachung perfekt zu den anderen beiden der Trilogie, sodass sich die drei Bücher auch sehr gut im Regal machen. Inhaltlich gelungen und wahrhaft würdiges Finale der Geschichte um den Naumburger Meister.

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