Claudia Beinert , Nadja Beinert Die Herrin der Kathedrale

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Inhaltsangabe zu „Die Herrin der Kathedrale“ von Claudia Beinert

Uta von Naumburg – die schönste Frau des Mittelalters Generationen von Kunstinteressierten hat die Stifterfigur der Uta im Naumburger Dom Rätsel aufgegeben: Wer war diese Frau wirklich? In ihrem opulenten und klugen Roman erzählen Claudia und Nadja Beinert das Leben der Uta von Naumburg, wie es noch nie erzählt wurde: Die Ermordung ihrer Mutter weckte Utas Gerechtigkeitssinn. Mit aller Kraft setzte sie sich für den Bau der ersten Naumburger Kathedrale als kaiserlichen Gerichtssaal ein und kämpfte für die Vollendung dieses Wahrzeichens für Frieden und Glauben im Heiligen Römischen Reich. 'Wenn ich ein weibliches Geschöpf aus der Kulturgeschichte treffen wollte, dann Uta von Naumburg.' Umberto Eco Gewinnerin des HOMER-Literaturpreises 2014!

Eigentlich eine wunderbare Geschichte, leider mit einigen Längen. Ein wirklicher Lesefluss kam bei mir erst gegen Ende auf.

— MikeschMaus
MikeschMaus

Eine Reise ins 11. Jahrhundert

— Langeweile
Langeweile

teilweise sehr langatmig, im Nachhinein enttäuscht dass so wenig Wahres am "Lebenslauf" der Protagonistin ist

— VickyS
VickyS

Es gab bisher noch nicht viel über Uta von Naumburg zu lesen. Wunderbar geschrieben, man versinkt ins 11. Jahrhundert.

— Bakki
Bakki

Ein sehr schönes Buch über eine sehr bemerkenswerte Frau im Mittelalter.

— Michelle1965
Michelle1965

Lebendige Geschichte

— Monika58097
Monika58097

Romanporträt einer starken Frau: Uta von Naumburg

— elisabethjulianefriederica
elisabethjulianefriederica

Uta von Ballenstedt und die Naumburger Kathedrale - sehr gut gemachter historischer Roman.

— mabuerele
mabuerele

Ganz toller, stimmungsvoller historischer Roman, absolut lesenswert! Eins meiner Highlights 2013 in diesem Genre!

— Cellissima
Cellissima

Stöbern in Historische Romane

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ansprechendes Cover, unvorhersehbare interessante Handlung, farbige Charaktere die sympathisch und unsympathisch gelungen sind,

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  • Eine Frau wagt

    Die Herrin der Kathedrale
    Babyv

    Babyv

    27. December 2016 um 11:56

    Das Buch "Die Herrin der Kathedrale" wurde von Claudia und Nadja Beinert geschrieben und handelt von Uta von Ballenstedt, die als junges Mädchen von einem Knappen fast geschändet und daraufhin von ihrem Vater verachtet und davon gejagt werden sollte. Ihre Mutter schaffte es jedoch Uta zu retten und bringt das Mädchen in ein Kloster. Daraufhin muss die Mutter mit dem Leben bezahlen und als Uta, die später Uta von Naumburg genannt wird, dies erfährt will sie nur eins: Gerechtigkeit. Auf ihrem Weg die Mutter zu rechen muss sie aber so einiges in Kauf nehmen, verkraften und durchstehen.Die Story ist schön spannend und interessant geschrieben. Es handelt auf geschichtlichen Grundlagen und ich finde es immer wieder toll ein Buch zu lesen wo ich mir vor Augen halten kann, dass es dies wirklich gab!Zwar ist sicherlich nicht alles so geschehen und Einiges ist auch der Fantasie, der Autorinnen entsprungen, aber die geschichtlichen Tatsachen, den Kathedralbau, Uta von Naumburg, die Heiratsdaten, dass die Ehe kinderlos blieb usw. das sind alles Eckdaten, die die Geschichte für mich spannender und realistischer gemacht haben. Zudem liest es sich sehr flüssig und so war ich für ein 768 Seiten starkes Buch wirklich schnell durch (grad mal zwei Tage). Ich habe mich regelrecht im Buch und in dessen Inhalt verloren und grade an solch kalten und grauen Tagen ist es eine wahre Wohltat gewesen mit einer Tasse Tee im Sessel zu sitzen und zu lesen. Dank der tollen Beschreibungen habe ich die Abenteuer mit Uta zusammen erlebt. Habe dieser starken Frau zur Seite gestanden und die Gerechtigkeit gesucht, auch wenn Sie in Ihrem Leben so viel zurückstecken musste. Ich bin wirklich froh, dass ich das Buch lesen durfte und zudem noch begeistert, dass es an "Originalschauplätzen" handelt, die fast alle in meiner Umgebung sind und ich mich somit noch mehr eingebunden fühle. Aufgrund meiner Erfahrungen vergebe ich für das Werk 5 Sterne!

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  • Uta von Ballenstedt

    Die Herrin der Kathedrale
    Langeweile

    Langeweile

    01. March 2016 um 16:26

    Die Geschichte entführt uns ins 11.Jahrhundert .Uta von Ballenstedt ist eine, für die damalige Zeit ,außergewöhnliche Frau.Sie kann lesen und schreiben und verfügt über ein phänomenales Gedächtnis. Nach einer Vergewaltigung ,die von ihrem Vater angezweifelt wird,bringt ihre Mutter Uta in einem Kloster in Sicherheit. Dort erfährt sie kurze Zeit später vom Tod der Mutter.Sie ist fest davon überzeugt ,daß die Mutter ermordet wurde und nicht, wie es erzählt wird, am Fleckfieber verstarb. Gisela von Schwaben nimmt die begabte Schreiberin Uta als Hofdame in ihre Dienste. In der arrangierten Ehe mit Ekkehard,.dem späteren Markgraf ,ist Uta nicht glücklich . Sie setzt ihre ganze Energie,gegen den Widerstand von verschiedenen Seiten, für den Bau der Kathedrale ein. Auch diverse Rückschläge vermögen nicht ,diesen Plan zu verhindern. Außerdem hat sie sich geschworen den Tod der Mutter vor Gericht zu bringen. Den Autorinnen ist es gut gelungen,Historie und Fiktion zu vermischen. Von einigen ,wenigen Längen abgesehen,fühlte ich mich gut unterhalten. Als Kritikpunkt möchte ich anmerken ,daß ich ein Glossar vermißt habe. Es gab mehrere Worte ,die mir völlig unbekannt waren . Buchtitel: Die Herrin der Kathedrale

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  • Uta und die Kathedrale

    Die Herrin der Kathedrale
    Giorgo

    Giorgo

    27. July 2015 um 20:07

    Uta von Ballensted ist die Tochter von Graf Adalbert. Schon als Kind stellte sie sich Fragen, die Frauen aber am besten nicht stellen sollten, weil sie Frauen sind... An einen Fest wurde Uta beinahe vergewaltigt, doch der Vater glaubte ihr nicht und gab Uta die Schuld. Graf Adalbert verstiess darauf seine Tochter. Zu ihren Schutz brachte Utas Mutter ihre Tochter in ein Kloster, ohne dass der Vater davon etwas wusste. Als Uta sich im Kloster von den Schlägen des Vaters erholt hatte, wollte sie nach Hause zurück kehren. Zurück in Ballensted erfuhr sie, dass ihre Mutter gestorben war. Doch Uta wusste, dass die Mutter umgebracht worden war. Sie ging zurück ins Kloster und schwor sich Gerechtigkeit zu bekommen. Ihre einzige Chance war, als Gräfin eine Kathedrale als Kaiserlichen Gerichtsaal in Naumburg zu bauen. Doch als Frau ist es nicht einfach, eine Kathedrale zu bauen. Sie musste alle ihre Kräfte einsetzen. Ich hatte Spass daran, eine Geschichte aus dem 11. Jahrhundert zu lesen. Es waren schwierige und harte Zeiten, vor allem für die Frauen. Sie erfuhren keine Gerechtigkeit. Nur wenn man ins Kloster ging hatte man bessere Chancen, etwas zu lernen. So wie Uta beschrieben wird, war sie schon als junges Mädchen eine kluge Frau. Das hat mich sehr fasziniert.

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  • Ein Buch über den Naumburger Dom

    Die Herrin der Kathedrale
    AddictedToBooks

    AddictedToBooks

    15. March 2015 um 15:15

    Ballenstedt im 11 Jahrhundert nach Christus: Einige Menschen des hohen Adels feiern in der Burg der Eltern von Uta von Ballenstedt (auch Uta von Naumburg genannt) und suchen den Burgherrn für Gespräche in Bezug auf die Politik auf. Uta gefällt das Fest und sie feiert ausgelassen, bis ihre Mutter plötzlich auf geheimnisvolle Weise um Lebens kommt. Uta schwört sich, sich zu rächen und niemals aufzugeben, bis sie erreicht hat, was sie will. Und daran hält sie sich auch ihr Leben lang. Uta möchte es der Welt beweisen und gibt alles, um an immer mehr Wissen zu kommen. Außerdem ist sie auch zeichnerisch sehr begabt, weshalb sie später als Bauzeichnerin den Bau der Kathedrale in Naumburg (dem jetzigen Dom) unterstützen darf. Uta wagt das, was sich zu dieser Zeit noch keine andere Frau getraut hat: Sie erreichtet ein Gericht - die Naumburger Kathedrale. Schon nach den ersten Seiten war ich richtig in die Geschichte vertieft und konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Die Schreibweise der Autoren ist wirklich wunderbar, weshalb das Buch ganz flüssig gelesen werden kann. Die Schicksalsschläge, die Uta während ihres Lebens immer wieder hinnehmen muss, geben dem Leser Mut und machen noch klarer, was Uta geleistet hat, und das vor allem in einer Zeit, in der Frauen nicht sehr viel zu sagen hatten. Das Nachwort und das Register zu Ende des Buches machen das Ende noch perfekt und geben zusätzliche Informationen, die das Wissen, das man sich während des Lesens aneignet, vervollständigen. Wer gerne historische Romane liest und außerdem an der deutschen Kultur interessiert ist, sollte sich diesen tollen Roman nicht entgehen lassen. Ich habe jede Seite genossen und kann mit voller Überzeugung sagen, dass die beiden Autorinnen einen neuen Fan gewonnen haben. Das Buch erhält von mir deshalb 5 Sterne.

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  • eBook Kommentar zu Die Herrin der Kathedrale: Roman von Claudia Beinert

    Die Herrin der Kathedrale
    wolf0958

    wolf0958

    01. December 2014 um 15:28 via eBook 'Die Herrin der Kathedrale: Roman'

    Gefällt mir sehr gut. Spannend und schön flüssig geschrieben. Man kann sich gut in die Szenen hineinversetzen.

  • Durchwachsenes Debut

    Die Herrin der Kathedrale
    Rissa

    Rissa

    08. October 2014 um 15:55

    Inhalt Ballenstedt, 1018: Mit zwölf Jahren wird Uta beinahe Opfer einer Vergewaltigung, woraufhin ihr despotischer Vater, der Graf von Ballenstedt, sie der Unzucht bezichtigt, sie verbannt und fast zu Tode prügelt. Als sie einige Tage später aus der Ohnmacht erwacht, wird sie auf Veranlassung der Mutter zum Kloster und Damenstift Gernrode gebracht, wo sie fern des väterlichen Zorns aufwachsen soll. Doch als die Mutter kurze Zeit später stirbt, verdächtigt Uta ihren Vater, etwas mit deren Tod zu tun zu haben, und schwört sich, für Gerechtigkeit zu sorgen. Im Kloster fühlt sie sich bald wohl, nicht zuletzt wegen der Arbeit in der Schreibstube. Einige Mitschwestern machen Uta jedoch das Leben schwer… Meine Meinung Bei diesem Buch handelt es sich um den Debutroman der Schwestern Claudia und Nadja Beinert. Leider merkt man es ihm an, dass es sich um ein Erstlingswerk handelt, denn er zeigt einige Schwächen. So leidet Uta in gewissen Situationen unter Stottern, was aber nicht konsequent umgesetzt wurde. So geschieht dies immer nur dann, wenn es für die Handlung gerade wichtig ist. Zudem besitzt Uta schon in sehr jungen Jahren ein fotografisches Gedächtnis, was Texte angeht, doch für die Handlung ist diese Fähigkeit fast völlig irrelevant. Die Autorinnen haben bewusst auf Begriffe wie Tee oder Monat verzichtet, stattdessen wird von Aufgüssen und Mondumdrehungen geredet, und auch auf das lateinische Wort Reliquie wird zugunsten des deutschen Wortes Überbleibsel verzichtet – diese Entscheidung wiederum kann ich nicht nachvollziehen, da das lateinische Wort eindeutig ist, die deutsche Übersetzung dagegen fremd wirkt und nicht zu passen scheint. Die verwendete Sprache, insbesondere in der wörtlichen Rede, erscheint recht altertümlich, so dass es eine Weile gedauert hat, bis ich mich daran gewöhnt hatte und richtig in das Buch eintauchen konnte. Interessant fand ich die Einbettung historischer Texte, die mit Fußnoten kenntlich gemacht wurden, in den Romantext, auch wenn ich manches Mal das Gefühl hatte, dass sie nicht ganz passen. Auch die Handlung konnte mich nicht überzeugen, spielen doch zu viele missgünstige Personen mit hinein, und nicht immer sind alle Entscheidungen logisch. So wäre es schon zu Beginn ein Leichtes gewesen, dem Vater mitzuteilen, dass es für die Blutung eine Erklärung abseits des Beischlafes gibt, schließlich wurde Uta mehrere Tage lang gepflegt, da hätte dies irgend jemandem auffallen müssen. Und die Hildesheimer Schwestern scheinen ohne Grund einfach gemein zu sein. Uta dagegen ist mir zu naiv, immer wieder traut sie den Falschen, dabei sollte sie über die Jahre langsam dazugelernt haben. Da der Roman eine Handlung von etwa zwanzig Jahren umfasst, bleiben zeitliche Sprünge nicht aus. Leider werden diese nicht weiter kenntlich gemacht, so dass es abgesehen von den Jahreszahlen zu Beginn jedes Abschnitts kaum Hinweise auf die vergangene Zeit gibt. Und so habe ich mich manches Mal gewundert, dass weniger oder mehr Zeit vergangen ist, als ich angenommen hatte. Im Anhang befinden sich Informationen über die wenigen Details, die über die historische Uta von Ballenstedt und deren Geschwister bekannt sind sowie Hinweise darauf, wo die Autorinnen von den Fakten abgewichen sind und wo sie ihrer Phantasie freien Lauf gelassen haben. Während ich der Meinung bin, dass ein historischer Roman in erster Linie unterhalten und erst danach informieren soll, finde ich doch, dass sich Autoren, was ihre historischen Charaktere betrifft, so weit wie möglich an die Quellen halten sollten. Gegen Vereinfachungen oder kleinere Anpassungen aus dramaturgischen Gründen habe ich nichts, wohl aber gegen die Änderung der Lebensdaten von Personen, die für die Hauptperson wichtig sind, um mehrere Jahre. Fazit Der Roman ist durchaus unterhaltsam, sobald man sich einmal an die Sprache gewöhnt hat. Wer ihn als bloße Unterhaltung sieht, könnte seine Freude damit haben. Wer allerdings wie ich Wert darauf legt, dass Fakten nicht zu sehr zugunsten der eigenen Romanhandlung verdreht werden, könnte enttäuscht werden.

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  • fesselnd

    Die Herrin der Kathedrale
    MusicWorld

    MusicWorld

    13. July 2014 um 13:58

    11.Jahrhunder: Uta ist die Tochter des verarmten Burgherrn. Doch auf ein Mal wird ihre Mutter geheimnisvoll ermordet. Sie hat ein einziges Ziel: Gerechtigkeit. Sie will den Mörder ihrer Mutter vor das kaiserliche Gericht bringen. Ihr Ziel verfolgt sie ihr ganzes Leben lang. Durch ihre zeichnerische Begabung wird sie später Bauzeichnerin. Kraftvoll unterstützt sie den Bau der ersten Naumburger Kathedrale. Sie nutzt die Gelegenheit und schafft ihren eigenen Gerichtssaal für die kaiserliche Rechtsprechung. Eine mitreißende Geschichte seit dem ersten Kapitel an. Allein die Geschichte und die Beweggründe weckt das Interesse. Sie nehmen mich auf ihre Ebene und lassen mich mitgleiten. Es ist ein beeindruckendes Gefühl zu lesen, aus welchen Gründen die Kathedrale entstanden ist. Auch Gefühle spielen dabei eine große Rolle. Es wird nicht oberflächlich geschrieben. Der Schreibstil gefällt mir. Die Geschichte kann man sehr leicht lesen. Uta lerne ich sehr gut kennen und fühle auch mit ihr. Ich mag sie auch. Sie zeigt mir, dass, wenn man sein Ziel ehrgeizig folgt, dass man es auch schafft. Die Geschichte ist nicht nur so hingeschrieben, dahinter steckt viel mehr. Fazit: "Die Herrin der Kathedrale" ist eine beeindruckende Geschichte. Jeder, der Historie liebt, sollte dieses Buch lesen. Das Buch bewegt den Leser sehr stark.

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  • Die Herrin der Kathedrale

    Die Herrin der Kathedrale
    Michelle1965

    Michelle1965

    05. May 2014 um 16:03

    Uta von Ballenstedt besser bekannt als Uta von Naumburg erlebt eine glückliche Kindheit. Bis der Vater durch eine Verletzung zuhause ist. Jetzt ist es vorbei damit, das die Mutter ihrer Ältesten Lesen und Schreiben beibringen kann. Doch dieses Wissen wird Uta später noch sehr helfen. Der große Bruder ist mit dem Vater einer Meinung, das eine Frau nicht zu intelligent sein darf. Doch so denken nicht die Freunde des Vaters und der Markgraf von Meißen. Bereits einige Tage später ist alles anders. Die Mutter ist tot und Uta in einem Kloster zur weiteren Erziehung zur guten Ehefrau. Die Tochter schwört Gerechtigkeit für die Mutter, wie lange es auch dauern mag. Uta freundet sich mit einigen Klosterschwestern an und freut sich wieder lesen zu können. Uta hat ein fotografisches Gedächtnis, eine Gabe die auch ihre jüngere Schwester Hazecha besitzt. Uta erlebt sehr schöne Jahre im Kloster bis die Wohltätigerin Gisela von Schwaben einen Besuch macht. Dieser Besuch verändert Uta's Leben, sie wird von Gisela von Schwaben als weitere Hofdame an ihren Hof mitgenommen. Jahre später erscheint ihr Bruder bei der Königin Gisela. Seine Hartnäckigkeit zeigt der Königin, das ihre klügste Hofdame heiraten sollte. Der Bruder hat dafür Eckkehard von Naumburg ausgewählt. Er hofft das seine Schwester endlich weniger Rechte und mehr Pflichten erhält, die sie von der Einmischung in der Politik abhält. Doch Uta's Ehemann ist nicht Esiko von Ballenstedt. Uta's Mann erlaubt seiner Frau bei der Errichtung einer Kathedrale im Hintergrund mitzuwirken. Eckkehard hat noch einen älteren Bruder Hermann, der sich heimlich in die Schwägerin verliebt. Uta und Hermann sind sich durch die gemeinsame Arbeit an der Kathedrale näher gekommen. DieZwillinge Claudia & Nadja Beinert haben für ihren Roman einen Preis bei der Verleihung im Marstall in Heidenheim erhalten. Ein sehr schöner Roman über eine bemerkenswerte Frau im Mittelalter.

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  • Uta und die Kathedrale

    Die Herrin der Kathedrale
    Michelangelo

    Michelangelo

    Der Roman spielt im 11. Jahrhundert. Nach einem Missverständnis verbannt  der despotische  Vater seine Tochter Uta  - Freunde bringen sie noch in derselben Nacht zu ihrem Schutz  ins  Kloster Gernrode – in der gleichen Nacht kommt auch ihre Mutter um. Uta wird dort von der gütigen Äbtissin Hathui angeleitet, findet in ihr so etwas wie eine Ersatzmutter….aber auch diese  verliert sie nachrelativ kurzer Zeit  und steht nun wieder alleine und ohne Schutz da. Die neue Äbtissin, die ihr das Leben nicht gerade leicht macht, nimmt die begnadete Schreiberin mit nach Quedlinburg zu einem Hoftag - ein Glücksfall für Uta, sie trifft dort auf Gisela von Schwaben, die für Utas weiteres Leben eine bestimmende Rolle spielen wird…..neue Wege und neue Möglichkeiten tun sich für Uta auf. Der Roman ist gut und leicht lesbar geschrieben. Er ist durchweg spannend und mitreißend . Man verliert nicht den Faden, auch wenn man gezwungen sein sollte, eine Lesepause einlegen zu müssen. Die Personen sind bildhaft und gut vorstellbar beschrieben-man baut im Laufe des Geschehens  Sympathien und Antipathien  auf– man  kann mitleben, mitleiden und sich auch mitfreuen. Viele Kapitel z.B. die des Kathedralenbaus sind so bildhaft beschrieben, dass man z.B. die Baupläne förmlich vor sich zu sehen meint. Das einzige, worüber ich gestolpert bin, war das Ende des Romanes. Das ging  mir dann etwas zu rasch und  ich kann es nicht gut nachvollziehen, obwohl ich Uta diesen Schluß  gönnen würde….. Fazit: ein gelungenes Buch, lesens- und empfehlenswert!

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    • 2
    BrittaRoeder

    BrittaRoeder

    14. March 2014 um 08:20
  • Schwerste Verbrechen...

    Die Herrin der Kathedrale
    Igelmanu66

    Igelmanu66

    01. March 2014 um 13:38

    „Schwerste Verbrechen durch Beschädigungen des Lebens eines Delinquenten zu sühnen ist königlich-kaiserliches Vorrecht.“ Uta will Gerechtigkeit. Seit der Ermordung ihrer Mutter wünscht sie sich, den Verantwortlichen endlich vor ein Gericht bringen zu können. Aber das ist nicht einfach, hat sie doch keinen männlichen Verwandten, der sie unterstützt. Und „ein Weib alleine ist nicht rechtfähig“. Ohnehin lebt sie in einer Zeit, in der Frauen wie sie – nämlich solche, die nach Bildung streben – als „nicht gottgefällig“ bezeichnet werden. „Mann“ ist gemeinhin der Ansicht, dass Frauen überhaupt nicht lernfähig sind und dass Frauen, die sich entgegen der göttlichen Ordnung benehmen unfruchtbar werden. Auch Utas Ehemann gibt ihr die Schuld an der Tatsache, dass sie einfach nicht schwanger wird und droht damit, sie zu verstoßen. Aber das sind noch nicht die einzigen Probleme, mit denen Uta sich rumschlagen muss. Ganz nebenbei unterstützt sie noch tatkräftig den Kathedralen-Bau zu Naumburg, bei dem es immer wieder neue Probleme zu bewältigen gibt. Und dann ist da auch noch die heimliche Liebe zu ihrem Schwager Herrmann… Ich muss gestehen, Themen wie „Frau setzt sich gegen alle möglichen Widerstände durch“ und „die Rolle der Frau in vergangenen Zeiten“ reizen mich immer. Auch hier war ich wieder angemessen empört ob der Tatsache, dass einer Frau die völlige Selbstbestimmung, Entscheidungsbefugnis und die „Rechtfähigkeit“ abgesprochen wird. Gerne habe ich also Uta auf ihrer Suche nach Gerechtigkeit begleitet. Und auch ein Thema wie der Bau einer Kathedrale ist gewöhnlich für mich von Interesse. Faszinierend fand ich zudem alles, was mit der damaligen Rechtsprechung zu tun hatte. Darauf wird ziemlich ausführlich eingegangen. Aus heutiger Sicht kann man über die vielen Gottesurteile natürlich nur den Kopf schütteln. Mit der Umsetzung war ich aber nicht immer ganz glücklich. Zunächst mal musste ich mich ein wenig an den Schreibstil gewöhnen. Der kam mir anfangs reichlich kitschig vor. Gleichzeitig aber auch sehr bekannt. Und dann dämmerte mir, woran mich die Sprache erinnerte. Bei uns findet auf einer alten Burg jedes Jahr ein „Mittelalterliches Spectaculum“ statt und da wird so gesprochen, wie das ganze Buch klingt. Von da ab hatte ich mich mit der Sprache ausgesöhnt, empfand ich sie dann doch als passend für den zeitlichen Hintergrund. Ein paar Sachen waren für mich aber nicht logisch, passten einfach nicht. Dieses angebliche Stottern von Uta beispielsweise, dass nur an einzelnen Stellen im Buch auftrat und sich dann meist nur auf ein Wort beschränkte, kam mir sehr unglaubwürdig vor. Und da dem Stottern im Handlungsablauf eine zukunftsentscheidende Bedeutung zugewiesen wurde, hätte man das entweder deutlicher und konsequenter darstellen oder sich etwas anderes einfallen lassen müssen. Und dass sie – die eine freundschaftliche Beziehung zur Kaiserin hat – trotzdem 20 Jahre braucht, bis sie Anklage erheben kann, wollte mir einfach nicht in den Kopf. Zu diesen Punkten gesellten sich noch ein paar Längen, die aber an anderer Stelle durch völlig überraschende Dinge ausgeglichen wurden. Im Nachwort wird einiges über das tatsächliche „geschichtlich belegte“ Leben der handelnden Personen berichtet. Über Uta von Naumburg (die jedem bekannt ist, der schon mal ein Kreuzworträtsel gelöst hat) gibt es nicht sehr viele gesicherte Fakten. So erfährt man, welche Punkte des Buches auf Tatsachen beruhen und was die Autorinnen sich dazu ausgedacht haben. Wer es also schafft, sich mit der Sprache anzufreunden und über ein paar – wie ich finde – unlogische Punkte hinwegzusehen und sich zudem nicht vor einem dicken Wälzer fürchtet, erlebt eine interessante Geschichte aus einer spannenden Zeit – dem frühen 11. Jahrhundert.

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  • Eine Frau kämpft für Gerechtigkeit

    Die Herrin der Kathedrale
    Shunya

    Shunya

    23. February 2014 um 03:34

    Als erstes hat mich das Cover angesprochen. Ich wurde neugierig und da ich mich für Bücher mit Kathedralenbau interessiere, habe ich mir das Buch gekauft. Der Anfang war auch recht vielversprechend, aber mit der Zeit bin ich doch ein wenig von dem Buch enttäuscht worden. Da das Leben der Uta von Ballenstedt sehr ungenau ist, ist dieses Buch größtenteils Fiktion und durch die Fantasie der Autorinnen entstanden. Das haben sie auch interessant dargestellt. Die Anfangsjahre, beginnend im Jahr 1018, werden bildhaft und glaubwürdig rübergebracht. Uta wächst heran und nach einem fatalen Fehler wird sie in ein Kloster gebracht, um dem Zorn und der Strafe des Vaters zu entgehen. Das Klosterleben war interessant zu lesen und als es Uta schließlich an die Seite von Gisela von Schwaben und ihrem Gatten Konrad II. verschlägt, beginnt sie auch immer mehr über die Rechtslage herauszufinden, um den Mord ihrer Mutter zu beweisen. Zeitgleich bekommt man als Leser aber auch mit wie es um das Land steht, gegen wen Konrad II. in den Krieg zieht und wen er unterstützt. Diese Abschnitte habe ich gerne gelesen, weniger die Stellen in denen es später um Uta und Hermann ging. Dass Uta sich während ihrer Ehe mit Ekkehard, dem späteren Markgraf von Meißen, dem anderen Bruder Hermann widmet sei mal außen vorgelassen, aber die Liebesgeschichte zwischen Uta und Hermann war mir viel zu kitschig und verklärt. Da hätten die Autorinnen ein paar Gänge runterschalten müssen. Die meisten Handlungen der Figuren waren ziemlich vorhersehbar, leider auch eine kleine Enttäuschung. Die Geschichte lässt sich gut lesen, aber einige der Intrigen konnte man als Leser sehr schnell durchschauen. Die Charaktere, ausgedachte sowie historische Figuren, haben die Autorinnen hingegen gut dargestellt und auch ihr Vorgehen ist nachvollziehbar. Trotz der hohen Seitenanzahl wird das Buch nur stellenweise etwas zäh, lässt sich aber ansonsten gut lesen. Am Ende war ich zum Teil froh, es endlich durchgelesen zu haben, andererseits fand ich es auch unterhaltsam, sieht man mal von den letzten paar Seiten ab. Das Buch an sich ist in vier Teile und 13 Unterkapiteln aufgeteilt worden, entsprechend lang sind auch die Kapitel. Am Anfang gibt es eine Übersicht der Charaktere, sowie im Nachwort ein paar Fakten zu den historischen Figuren und Vermutungen, wie sie wirklich gelebt haben könnten. Anschließend gibt es noch ein Verzeichnis der zitierten Literatur.

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  • Leserunde zu "Die Herrin der Kathedrale" von Claudia Beinert

    Die Herrin der Kathedrale
    Eltragalibros

    Eltragalibros

    Die Aufstiegsgeschichte der bekanntesten Gestalt der deutschen Kunstgeschichte: Uta von Ballenstedt Ballenstedt im 11. Jahrhundert: Ein Vergewaltigungsversuch durch einen Knappen und der heimtückische Mord an ihrer Mutter durch ihren eigenen Vater, lassen Uta von Ballenstedt - oder Uta von Naumburg - zur bekanntesten Frauenikone des Mittelalters aufsteigen. Mit eisernem Willen steht sie für Gerechtigkeit und will eine Kathedrale mit eigenem Gerichtssaal bauen, um Opfern eine Stimme des Rechts und der Freiheit zu geben. Mehr zum Buch: Generationen von Kunstinteressierten hat die Stifterfigur der Uta im Naumburger Dom Rätsel aufgegeben: Wer war diese Frau wirklich? Die Ermordung ihrer Mutter weckte Utas Gerechtigkeitssinn. Mit aller Kraft setzte sie sich für den Bau der ersten Naumburger Kathedrale als kaiserlichen Gerichtssaal ein und kämpfte für die Voll­endung dieses Wahrzeichens für Frieden und Glauben im Heiligen Römischen Reich.  LESEPROBE Über die Autorinnen: DIe Zwillinge Claudia und Nadja Beinert, die Beinertschwestern, wurden am 4. Mai 1978 in Staßfurt geboren. Beide studierten Internationales Management in Magdeburg. Claudia Beinert hatte eine Professur für Finanzmanagement und arbeitete als Unternehmensberaterin. Neben zahlreichen wissenschaftlichen Aufsätzen hat sie auch Fachbücher veröffentlicht. Nadja Beinert dagegen ist seit Jahren in der Filmbranche tätig. "Die Herrin der Kathedrale" ist ihr erster gemeinsamener Roman. Interview mit Claudia und Nadja Beinert Gemeinsam mit dem Knaur Verlag verlosen wir an euch 25 Leseexemplare.* Wer gerne mit Uta von Naumburg in eine mittelalterliche Welt und in einen Streit um Gerechtigkeit eintauchen will, der beantwortet bis einschließlich 3. November folgende Frage: Hat es im Mittelalter viel Mut und Willenskraft gekostet ein Projekt wie das von Uta von Naumburg durchzuziehen?  Warum oder warum nicht? * Eine aktive Teilnahme an der Leserunde sowie das Schreiben einer Rezension am Ende sind selbstverständlich.

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    • 487
    Beinertschwester_Claudia

    Beinertschwester_Claudia

    19. February 2014 um 08:46
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  • Das Leben der Uta von Ballenstedt

    Die Herrin der Kathedrale
    schafswolke

    schafswolke

    18. February 2014 um 19:46

    Uta von Ballenstedt wird von ihrer Mutter in ein Kloster geschickt, um sie dort vor ihrem Vater zu schützen. Kaum angekommen erfährt Uta, dass ihe Mutter tot ist. Sie ist davon überzeugt, dass dies kein Zufall war, sondern dass es Mord gewesen sein muss - unter Verdacht steht ihr herrschsüchtiger Vater. Sie findet in dem Kloster in Hathui eine Frau, in der sie eine Art Ersatzmutter findet. Dort nutzt sie alle ihre Möglichkeiten, um sich möglichst viel an Wissen anzueignen. Doch eines lässt sie nicht aus den Augen, sie will Gerechtigkeit an dem Tod ihrer Mutter. Ein beeindruckender Roman einer starken Frau. Claudia und Nadja Beinert haben einen wundervollen historischen Roman geschrieben, der sehr zu empfehlen ist. Ich habe mich gleich in das Buch eingefunden und habe Uta gerne auf ihrem Weg begleitet. Ein Buch, das man nur sehr ungern aus der Hand legt. Leider ist über das "wahre" Leben der Uta von Ballenstedt nur sehr wenig bekannt, aber das tut dem Roman keinen Abbruch.

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  • Lebendige Geschichte

    Die Herrin der Kathedrale
    Monika58097

    Monika58097

    19. January 2014 um 11:50

    Ballenstedt im 11. Jahrhundert. Es soll ein Fest geben. Gäste werden empfangen. Und die Uta ist ganz aufgeregt. Unter den Gästen weilt auch Volkard aus dem Hardagau. Volkard und Uta haben einst eine Schneerose im Wald gepflanzt. Er überredet die junge Uta, nach der Pflanze zu suchen. Eigentlich soll Utas Dienerin und Freundin Erna mitkommnen, doch Erna ist nirgends zu finden. Die beiden brechen alleine auf in den Wald. Uta muss schnell erkennen, dass es ihrem angeblichen Freund aus Kindertagen gar nicht um die Schneerose geht. Er überlistet Uta, zwingt sie zu Boden und will sie vergewaltigen. In dem Moment wird Volkard von der Jagdgesellschaft des Grafen überrascht. Uta hat Glück gehabt. Der Schändung konnte sie entgehen, doch niemand glaubt ihr, dass sie unschuldig ist. Der eigene Vater will sie verstoßen. Einzig und allein ihre Mutter Hidda steht ihr dabei. Sie sorgt dafür, dass Uta in aller Heimlichkeit zum Kloster Gernrode gebracht wird. Kurze Zeit später muss das junge Mädchen erfahren, dass ihre Mutter ermordet wurde. War es wirklich der Vater, wie sie es Jahre lang glaubt? Uta verlebt eine gute Zeit im Kloster Gernrode. Dort kann sie sich ihrer großen Leidenschaft, dem Lesen und Schreiben widmen. Eines Tages erscheint Kaiserin Gisela im Kloster. Sie ist angetan von Uta und nimmt sie mit als eine ihrer Hofdamen. Fortan führt Uta ein behütetes und doch aufregendes Leben an der Seite der Kaiserin. Uta wird erwachsen und in ihr wächst immer mehr der Wunsch, den Tod ihrer Mutter zu rächen. Sie will Gerechtigkeit. Sie bittet ihren Bruder Esiko um Hilfe, doch der lacht sie nur aus. Mit ihrer jüngeren Schwester Hazecha, die inzwischen auch in Gernrode lebt, verbindet sie noch immer ein zartes Band. Die beiden schreiben sich regelmäßig, doch plötzlich kommen keine Briefe mehr aus Gernrode. Was ist passiert? Als Uta im heiratsfähigen Alter ist, wird sie mit Ekkhard von Naumburg verheiratet, doch ihre ganze Liebe gehört dessen Bruder Hermann. Hermann, von dem sie dachte, dass er ihr auch zugetan ist, doch der seinem Bruder den Vortritt ließ. Hermann verschreibt sich ganz dem Bau einer Kathedrale für Naumburg und lässt Uta an seinen Plänen teilhaben. Uta, die sich immer noch für die Aufklärung des Mordes an ihrer Mutter einsetzt, ist mit Feuereifer bei der Sache. Wie es damals üblich war, ist es ihr größter Wunsch, dass die Kathedrale als kaiserlicher Gerichtssaal genutzt wird. Wird ihr Traum in Erfüllung gehen? Und wird man den wahren Mörder ihrer Mutter finden? Mit "Die Herrin der Kathedrale" ist den Autorinnen Claudia und Nadja Beinert ein fesselnder historischer Roman gelungen. Es ist eine packende Geschichte mit vielen historischen Personen, die tatsächlich gelebt und gewirkt haben. Uta von Naumburg, eine starke Frau, die sich in einer Zeit durchgesetzt hat, in der eine Frau wie Ware behandelt wurde. Eine Frau hatte nichts zu sagen. Sie hatte ihrem Vater und ihrem Mann zu gehorchen und musste möglichst viele Nachkommen gebären. Doch Uta von Naumburg konnte lesen und schreiben. Claudia und Nadja Beinert machen Geschichte lebendig. Auch wenn kaum etwas aus dem wirklichen Leben der Uta von Naumburg bekannt ist, so könnte es gewesen sein. Durch diesen wunderbaren Roman nimmt man teil an Utas Leben. "Die Herrin der Kathedrale" ist abolut guter Lesestoff und so spannend, dass man es kaum erwarten kann, zur nächsten Seite umzublättern.

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  • das Portrait einer starken Frau im Hochmittelalter

    Die Herrin der Kathedrale
    claudi_rani

    claudi_rani

    13. January 2014 um 21:52

    Der Naumburger Dom gehört zu den zu den schönsten Gebäuden der Romanik und ist Teil der Straße der Romanik, die auch durch Sachsen-Anhalt führt. Auch wenn das originale Bauwerk heute nicht mehr exististiert, so sind die Stifterfiguren jedem Besucher und Kunstinteressiertem weitbekannt. Unter ihnen befindet sich Uta von Ballenstedt. Wer war diese Frau, die im 11. Jahrhundert lebte und wie wirkte sie? Uta von Ballenstedt wurde um 1000 n. Chr. als Grafentochter geboren. Im Roman von Claudia und Nadja Beinert ist ihr Vater ein despotischer Mann, der typisch für diese Zeit, wenig von Frauen hält und dementsprechend handelt. Die Geschichte beginnt mit der jungen Uta, die beschützt und geliebt durch ihre Mutter Hidda eine recht unbeschwerte Kindheit erlebt. Doch schon nach wenigen Seiten ereilt Uta der erste Schicksalsschlag. Sie wird von einem Knappen dazu überredet, allein mit ihr in den Wald zu reiten. Dort kommt es wie es kommen muss: der junge Mann versucht, Uta zu vergewaltigen. Just in diesem Moment erscheint der Vater mitsamt wichtiger Gäste auf der Waldlichtung und beschimpft seine Tochter, eine Hure zu sein... das Verhängnis nimmt seinen Lauf. Uta, die seit frühester Kindheit stottert, kann den Reinigungseid nicht fehlerfrei aufsagen und wird von ihrem Vater fast zu Tode geprügelt. Nur knapp überlebt sie und kann dem Gerichtstag entkommen, an dem sie durch den Vater angeklagt werden sollte, indem ihre Mutter sie in ein Kloster entführen lässt. Doch diese Schmach für den Grafen überlebt Hidda nicht.... Uta wächst derweil im Kloster zu einer begabten Schreiberin und klugen jungen Frau heran. Sie schwört sich, den Tod ihrer Mutter aufzuklären und den Mörder nicht davonkommen zu lassen. Doch dazu braucht sie mehr Wissen und Fürsprecher.... Den Zwillingsschwestern Nadja und Claudia Beinert ist hier ein interessanter und historisch fundierter Debütroman gelungen. Die Handlung könnte zwar etwas zügiger voranschreiten, doch  sprachlich bleiben sie in einem Deutsch, dass nicht zu modern klingt- auch wenn bestimmte Wendungen einfach zu oft wiederholt werden („sie hauchte...“). Insbesondere Uta wächst einem schnell ans Herz und auch die anderen Charaktere des Buches begleitet der Leser über viele Jahre. Kritisieren muss ich die Zeichnung der Gegner von Uta, wie immer sind diese Männer besonders brutal, besonders Sex besessen und denken nur an Vergewaltigung. Daran kranken zur Zeit viele Romane- schade, dass dies auch hier zu finden ist.  Toll ist, dass am Schluss noch einmal Fiktion und Reales von den beiden Autorinnen getrennt wird. Es ist wirklich toll, wie intensiv sich die Autorinnen mit dem Mittelalter auseinandergesetzt haben. Man ist als Leser danach tatsächlich ein wenig schlauer und ich habe auch gleich nochmal nachgelesen, wie das so war und was über welche Personen bekannt ist. Das macht Spaß! Mein Fazit: Trotz der kleinen Schwächen ist das Buch ein toller historischer Roman für jeden Fan dieses Genres und  absolut lesenswert! claudi-liest.blogspot.de

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