Claudia Beinert , Nadja Beinert Die Kathedrale der Ewigkeit

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Inhaltsangabe zu „Die Kathedrale der Ewigkeit“ von Claudia Beinert

Naumburg im 11. Jahrhundert. Uta ist überglücklich: Ihr Traum ist in Erfüllung gegangen und die Kathedrale von Naumburg vollendet worden. Nun darf sie sich auch Hoffnungen machen, endlich mit ihrem geliebten Hermann vereint zu leben. Schließlich hat ihr die Kaiserin selbst die Zusage gegeben, ihre Eheauflösung mit dem ungeliebten Ekkehard zu unterstützen. Doch dann verschwindet Hermann spurlos. Kurz darauf wird eine unkenntliche Leiche auf den Burghof gebracht, die seine Kleider trägt. Uta kann nicht glauben, dass Hermann für immer verloren ist, und macht sich auf die Suche nach der Wahrheit.

Ein richtiger Historienschmöker!

— Eliza08

Der zweite Teil der Trilogie: Eine Mischung aus Liebes- und Kriminalroman. Zum Teil ein wenig sehr detailliert geschrieben.

— schnaeppchenjaegerin

Nach dem großartigen ersten Teil eine herbe Enttäuschung! Diese Fortsetzung konnte mich so gar nicht fesseln, beeindrucken und begeistern.

— Cellissima

Schöne Geschichte, lässt sich gut lesen.

— Tamaru

Die Autorinnen scheinen sich Kritikpunkte zu Herzen genommen zu haben, dieser Band ist deutlich besser als der Vorgänger. Finde ich gut!

— PMelittaM

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  • Uta Teil 2

    Die Kathedrale der Ewigkeit

    Eliza08

    29. May 2016 um 09:51

    Über das Buch: Naumburg im 11. Jahrhundert. Uta ist überglücklich: Ihr Traum ist in Erfüllung gegangen und die Kathedrale von Naumburg vollendet worden. Nun darf sie sich auch Hoffnungen machen, endlich mit ihrem geliebten Hermann vereint zu leben. Schließlich hat ihr die Kaiserin selbst die Zusage gegeben, ihre Eheauflösung mit dem ungeliebten Ekkehard zu unterstützen. Doch dann verschwindet Hermann spurlos. Kurz darauf wird eine unkenntliche Leiche auf den Burghof gebracht, die seine Kleider trägt. Uta kann nicht glauben, dass Hermann für immer verloren ist, und macht sich auf die Suche nach der Wahrheit. (Quelle: http://www.droemer-knaur.de)   Über die Autorinnen: Dr. Claudia Beinert, Jahrgang 1978, ist genauso wie ihre Zwillingsschwester Nadja in Staßfurt geboren und aufgewachsen. Claudia studierte Internationales Management in Magdeburg, arbeitete lange Zeit in der Unternehmensberatung und hatte eine Professur für Finanzmanagement inne. Sie lebt und schreibt in Erfurt und Würzburg. Nadja Beinert studierte ebenfalls Internationales Management und ist seit mehreren Jahren in der Filmbranche tätig. Die jüngere der Zwillingsschwestern ist in Erfurt zu Hause. (Quelle: http://www.droemer-knaur.de)   Meine Meinung: Mir hat auch der zweite Teil der Trilogie um Uta von Naumburg wieder sehr gut gefallen, die „Beinertschwestern“, wie sie sich selber nennen, haben wieder einen richtigen Historienschmöker geschrieben. Als Leser gelangt man wieder sofort in die Geschichte, Uta ist einem wieder so nah wie in „Die Herrin der Kathedrale“, es ist so als wäre man nie aus Naumburg weg gewesen. Das Cover knüpft wunderbar an den ersten Band an, sodass es einen sehr hohen Wiedererkennungswert hat, welches rein optisch schon ein Vorteil ist. In den Innenklappen des Taschenbuches befinden sich zwei Karten: (vorne) Das salische Reich um 1040 und (hinten) Bildprogramm in Utas Naumburger Kathedrale. Ein Inhaltsverzeichnis, das Vorwort, das Personenverzeichnis, ein Nachwort und ein Glossar runden den ersten positiven Eindruck ab. Gerade das Nachwort fand ich sehr interessant und informativ. Die Geschichte ist gut und spannend erzählt. Dieses Buch hat alles was das Herz von Lesern historischer Romane begehrt: ein lebhaftes historisches (soweit ich dies beurteilen kann) Fundament, das uns ganz selbstverständlich ins 11 Jahrhundert entführt, eine Geschichte gespickt mit Intrigen, Freundschaft und Liebe. Aber auch ein Mord muss aufgeklärt werden, sodass auch die Fans von historischen Kriminalromanen auf ihre Kosten kommen. Wer die Angst hegt, dass man merkt, welchen Teil der Eine und welchen der andere Zwilling geschrieben hat, so kann ich nur sagen, ich habe es nicht bemerkt. Für mich war dieses Buch wie aus einem Guss, auch wenn es zwei Autorinnen hat. Die Konstruktion des Romans ist wohl durchdacht und steuert stringent auf den Höhepunkt zu, sicherlich sind einige Passagen ausführlicher erzählt als andere, aber auch sie habe ich mit großem Interesse gelesen, da sie ihre Berechtigung haben und zu einem gelungen Gesamteindruck beitragen. Die Hauptfiguren kennen wir ja bereits aus „Die Herrin der Kathedrale“, sie sind dieselben und dennoch habe ich das Gefühl gehabt, dass sie sich in ihrem Charakter gefestigt und sich weiterentwickelt haben. Ich kann dieses Buch nur allen Lesern von historischen Romanen empfehlen. Allerdings empfehle ich allen, die „Die Herrin der Kathedrale“ noch nicht gelesen zu haben, dies zu tun. Sicherlich kann man dieses Buch auch ohne das Vorwissen von Teil 1 lesen, mehr Spaß macht es aber definitiv wenn man Teil 1 schon gelesen hat. So bleibt mir nur eines, vergnügliche Lesestunden mit Uta zu wünschen. P. S.: Teil 3 der Trilogie „Der Sünderchor“ erscheint im September als TB bei Dromer Knaur.  

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  • Der zweite Teil der Trilogie: Eine Mischung aus Liebes- und Kriminalroman mit Längen

    Die Kathedrale der Ewigkeit

    schnaeppchenjaegerin

    05. February 2016 um 18:25

    "Die Kathedrale der Ewigkeit" ist der zweite Teil der Kathedralen-Trilogie der Zwillingsschwestern Claudia und Nadja Beinert uns spielt in den Jahren 1038/1039 in Naumburg und Umgebung. Ich hatte den ersten Teil "Die Herrin der Kathedrale" nicht gelesen, konnte mich aber dennoch gut in die Geschichte um Markgräfin Uta von Ballenstedt einfinden. Gefehlt hat mir allerdings die Vorgeschichte der Liebe zwischen ihr und dem Bruder ihres Ehemannes Hermann, der mir die Charaktere näher gebracht hätte. Der Bau der Naumburger Kathedrale ist vollendet, die Maler beginnen nun mit den Wandmalereien, um Szenen der Bibel für die Einwohner und Pilger, die nicht lesen und schreiben können, bildlich darzustellen und die Kathedrale von Innen zu verzieren. Markgräfin Uta versucht unterdessen, die für das Mittelalter unübliche Scheidung von ihrem Ehemann Ekkehard voranzutreiben, damit ihrer Liebe zu dessen Bruder Hermann nichts mehr im Wege steht. Da die Ehe der beiden bislang kinderlos blieb, wäre auch Ekkehard frei, mit einer anderen Ehefrau für Nachwuchs zu sorgen. Auf Grundlage eines beiderseitigen Einvernehmens ist eine Scheidung - auch durch die Fürsprache der Kaiserin Gisela, die Uta persönlich kennt - theoretisch möglich. Am Abend als sich Uta mit Ekkehard einigen möchte, verschwindet Hermann spurlos. Wenig später wird eine Leiche aufgefunden, die die Kleidung von Hermann trägt, aber aufgrund der Bissspuren der Wölfe nicht zu identifizieren ist. Uta kann nicht glauben, dass sich Hermann ausgerechnet jetzt unbewaffnet in den Wald begeben haben soll, um sich selbst zu töten. Sie überredet daraufhin ihre Freundin und medizinisch sehr versierte, wissbegierige Benediktinerin Alwine, eine Leichenschau vorzunehmen. Beide verstoßen damit gegen das Exhumierungsverbot des Kaisers. Anschließend geschehen mysteriöse Dinge in der Kathedrale bis hin zum Einsturz des Glockenturms. Gerüchte um einen Fluch rund um die Naumburger Kathedrale kommen auf, Pilger und Kaufleute meiden den Ort. Naumburg verliert damit an wirtschaftlicher Größe und Einfluss. Die Bürger sind schnell der Ansicht, dass Uta den Zorn Gottes über Naumburg gebracht hat. Dann taucht der totgeglaubte Hermann in verwirrtem Zustand auf... Das Autorinnen-Duo hat um und über Uta von Ballenstedt, von der historisch nur wenig überliefert ist, drei chronologisch aufeinander folgende Romane verfasst. Erklärungenn zum geschichtlichen Hintergrund findet man auch im Nachwort der Beinert-Schwestern. Grundsätzlich lese ich lieber Romane der Gegenwartsliteratur, dennoch fand ich es interessant, mich in das Mittelalter nach Naumburg versetzen zu lassen. Durch die sehr detaillierten Beschreibungen, die allerdings auch den Lesefluss etwas bremsten, konnte man sich in das Leben der damaligen Zeit gut einfinden. Der Roman ist einerseits eine Fortsetzung der Liebesgeschichte um Uta und Hermann, enthält aber durchaus kriminalistische, spannende Züge sowie Intrigen von Utas Gegenspielerin Bebette. "Die Kathedrale der Ewigkeit" ist ein Historienschmöker mit viel "Gut gegen Böse", den ich mir auch als SAT 1-Mehrteiler verfilmt vorstellen könnte. Da ich mich aber nicht wirklich für Uta und Hermann erwärmen konnte und mir der Roman insgesamt zu langatmig war und bei mir nur wenig Interesse für ihr weiteres Schicksal geweckt hat, werde ich es beim Lesen des einen Teils belassen.

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  • Utas Kampf geht weiter …

    Die Kathedrale der Ewigkeit

    Herbstrose

    31. May 2015 um 18:14

    Naumburg 1038. Der Bau der Kathedrale ist beendet, es fehlen nur noch die Wandbemalungen im Innern. Zusammen mit Maler Simon haben Uta von Ballenstedt und Hermann von Naumburg einen Gemäldezyklus entworfen, der den des Lesens unkundigen Gläubigen das Neue Testament und das Leben Jesu nahebringen soll. Uta  hofft inständig, dass nach der Fertigstellung ihre Scheidung von Ekkehard von Naumburg bewilligt wird, damit sie endlich ihren geliebten Schwager Hermann heiraten kann. Kaiserin Gisela hat das Gesuch bereits wohlwollend beantwortet, als Hermann plötzlich spurlos verschwunden ist. Als dann eine bis zur Unkenntlichkeit verstümmelte Leiche gefunden wird, vermutet man, Hermann habe sich in selbstmörderischer Absicht von Wölfen zerfleischen lassen. Uta ist entsetzt, sie kann nicht an Hermanns Tod glauben. Sie begeht eine Tat, die für Naumburg und seine Bewohner nicht ohne Folgen ist …  Mit „Die Kathedrale der Ewigkeit“ ist den beiden Autorinnen Claudia und Nadja Beinert eine interessante Fortsetzung ihres Erstlings „Die Herrin der Kathedrale“ gelungen. Wieder agieren historische Persönlichkeiten mit erfundenen Personen. War deren Leben im ersten Band noch nachvollziehbar, so dürfte die Handlung im vorliegenden Roman wohl zum größten Teil der Fantasie der Autorinnen entsprungen sein. Erklärungen hierzu findet man in einem ausführlichen Nachwort. Ein Personenverzeichnis mit Kennzeichnung tatsächlicher historischer Persönlichkeiten, eine Karte des Reiches, ein Grundriss der Kathedrale sowie ein Glossar spezieller Begriffe befinden sich ebenfalls im Buch. Der Schreibstil ist, obwohl leicht der damaligen Redensweise angepasst, gut und flüssig zu lesen. Die Protagonisten sind wieder liebevoll und detailliert herausgearbeitet, man lebt und leidet mit ihnen. Durch Hermanns Verschwinden und den Leichenfund entwickelt sich die Story zu einem dramatischen Kriminalfall, dessen Auflösung der Leser mit Spannung verfolgt. Da sind dann auch gelegentliche logische Ungereimtheiten und unwahrscheinliche Handlungen nicht weiter störend. Sehr anschaulich wird durch die heilkundige Nonne Alwine auf den damaligen Kenntnisstand der Medizin eingegangen. Beeindruckend sind ebenso die Schilderungen über die Herstellung von Farben und deren Anwendung in der Malkunst, wie sie wohl seinerzeit üblich war. Der Regierungswechsel nach dem plötzlichen Tod von Kaiser Konrad II in Utrecht auf dessen Sohn König Heinrich III und der historisch belegte Leichenzug nach Speyer sind ebenfalls interessante Aspekte des Romans. Insgesamt hat mir der Roman sehr gut gefallen, jedoch fand ich den ersten Band, den man nicht unbedingt gelesen haben muss, authentischer. Für den Herbst 2015 haben die Autorinnen bereits einen dritten Band angekündigt, der sich dann wohl überwiegend mit dem Bildhauermeister, der 200 Jahre später Utas berühmtes Stifterstandbild anfertigte, befasst. Fazit: Ein gut geschriebener, unterhaltsamer und informativer Mittelalter-Roman. Mehr als 700 pralle Seiten über Intrige, Hass und Trauer, aber auch Liebe, Freude und Erfolg, spannend und fesselnd erzählt. Für Freunde historischer Romane zu empfehlen.

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  • Die Kathedrale der Ewigkeit

    Die Kathedrale der Ewigkeit

    Angelika007

    10. November 2014 um 10:42

    Nach "Die Herrin der Kathedrale" ist dieses Buch der Schwestern Claudia und Nadja Beinert eine Fortsetzung und man erfährt wie es mit Uta nach Fertigstellung der Kathedrale weitergeht, ohne aber "Die Herrin der Kathedrale" gelesen haben zu müssen kommt man gleich in die Geschichte rein und diese beginnt bereits spannend und die Spannung hält sich auch, auch wenn ab und zu Längen vorhanden sind. Da flacht sie dann etwas ab, aber weg ist sie nie. Der Schreibstil ist auch sehr gut. Mich hat das Buch gefesselt. "Die Kathedrale der Ewigkeit" bietet Abenteuer, Spannung, Leidenschaft und Mittelalterromantik pur. Wer gern in die faszinierende Welt von Burgherren, Burgfräulein, Rittern, Knappen und Gesinde eintaucht, wird diesen fesselnden historischen Roman mögen. Die Autoren sorgen für eine lebhafte, mittelalterliche Stimmung, die Ereignisse werden in anschaulich gestalteten Szenen dargestellt. Überhaupt ist die gesamte Handlung sehr glaubhaft und nachvollziehbar. So werden die Leser im literarischen Sinne Teil von Festlichkeiten eines adligen Hofes, von kraftzerreißenden Reisen zu Schlachtzügen und zu Gerichtstagen oder von politischen Durcheinandersetzungen. Der Schreibstil ist spannend und sehr berührend. Ich konnte jederzeit mitfühlen und mitfiebern. Außerdem konnte ich dieses Buch vor Begeisterung nicht mehr aus der Hand legen und hatte es nach einem knappen Wochenende durch. Aus meiner Sicht taugt dieser Roman als Filmstoff. Ich könnte ihn mir sehr gut verfilmt vorstellen. Die schwierigen Verhältnisse die sie Zeit Ihres Lebens erdulden musste sind gut beschrieben. Natürlich ist auch viel Fiktion drin, es ist ja ein Roman, aber die Eckdaten sind korrekt und gut recherchiert. Dinge die man nicht genau weiß sind nach heutigen historischen Verständnis und Wissen gut von den Autorinnen interpretiert und könnten so gewesen sein, also wo keine gesicherten Erkenntnisse vorliegen, füllten sie diese mit ihrer Fantasie und schaffen so ein beeindruckendes Bild einer längst vergangenen Zeit - dazu ist es noch gut und flüssig geschrieben, was will man mehr. Auch die begleitenden Charaktere sind treffend gewählt und machen die Geschichte außerordentlich authentisch. Alls in allem wieder ein gelungenes Buch. Es lohnt sich zu lesen. Spannend bis zum Schluß.

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  • Gelungene Fortsetzung

    Die Kathedrale der Ewigkeit

    PMelittaM

    Die Naumburger Kathedrale ist fertiggestellt, jetzt soll sie noch verschönert werden. Uta von Ballenstedt und Hermann von Naumburg haben zusammen mit Simon, dem Maler, einen Gemäldezyklus entworfen, der die Innenwände schmücken soll und in dem die Besucher des Gotteshauses die Geschichte Jesus wie in einem (steinernen) Buch erleben können sollen. Gleichzeitig betreibt Uta die Scheidung von ihrem ungeliebten Gatten Ekkehard, damit sie ihren Schwager Hermann heiraten kann. Dazu benötigt sie nicht nur die Zustimmung Ekkehards sondern auch die des Kaisers. Doch dann verschwindet Hermann plötzlich und einige Tage später wird eine durch Tierbisse verstümmelte Leiche gefunden. Ist das Hermann? Schon das Cover zeigt, dass es sich hier um eine Fortsetzung des Romans „Die Herrin der Kathedrale“ handelt, beide Cover passen sehr gut zusammen, das gefällt mir sehr gut. Obwohl ich am Vorgängerroman viel Kritik geübt habe und zunächst auch gar keine Fortsetzung lesen wollte, hatte ich dann doch Lust, diese zu lesen. Und das war gut so, denn „Die Kathedrale der Ewigkeit“ gefällt mir deutlich besser, ich habe auch den Eindruck, als hätten sich die Autorinnen die Kritiken zu Herzen genommen und viele der Kritikpunkte beseitigt. Uta z. B. kommt mir jetzt viel zugänglicher und sympathischer vor – und sie hat sich ihr Gemurmel abgewöhnt. Auch sehr gut gefällt mir, dass nun Wörter wie „Reliquie“ benutzt werden und man nicht dauernd durch „Eindeutschungen“ wie „Überbleibsel“ aus dem Lesefluss gerissen wird. Auch die Sprache empfinde ich als immer noch zur Zeit passend aber weniger schwülstig als im Vorgänger. Interessant ist der historische Unterbau des Romans, zum Einen die damaligen medizinischen Kenntnisse, anschaulich durch Utas Jugendfreundin, der Nonne und Heilerin Alwine vermittelt, zum Anderen die Kirchenmalerei (besonders angetan hat mir die genaue Schilderung der Malereien und deren Enthüllung als Einheit – ich war erstaunt, im Nachwort zu lesen, dass dies reine Fiktion ist), die die Autorinnen dem Leser sehr kenntnisreich nahe bringen und diesen dadurch zum Recherchieren ermutigen. Auch der Regierungswechsel von Kaiser Konrad zu dessen Sohn Heinrich findet Einzug in das Romangeschehen. Sehr interessant finde ich in diesem Zusammenhang die Beschreibung des Leichenzugs nach Speyer. Die Geschichte rund um Hermanns Verschwinden, dem Leichenfund und der Ermittlung Alwines und Utas, was wirklich dahinter steckt, entwickelt sich zu einem richtigen Kriminalfall und ist ziemlich spannend. Der Leser kann miträtseln, die Auflösung ist gelungen und logisch hergeleitet. Man muss sich natürlich klar machen, dass neben dem historischen Unterbau die Handlung nahezu durchgehend fiktiv ist, über Utas Leben ist fast nichts bekannt. Im Nachwort erklären die Beinert-Schwestern aber, inwieweit historische Überlieferungen (wie z. B. Hermanns Todesjahr) sich doch mit der hier erzählten Geschichte decken könnten. Sehr gut auch wieder das Zusatzmaterial, neben einer Karte des salischen Reiches gibt es einen Grundriss der Kathedrale, ein Personenverzeichnis mit Kennzeichnung der historischen Persönlichkeiten, ein Glossar und ein interessantes Nachwort, in dem sich die Autorinnen auch darüber auslassen, was Fiktion und was Wahrheit ist. Gefehlt haben mir leider wieder genauere Zeitangaben, so ist ab und zu wieder nicht klar, wie viel Zeit vergangen ist. Da der Roman innerhalb eines Jahres spielt, ist das allerdings nicht so gravierend wie noch im Vorgänger. Die Autorinnen haben im Nachwort einen Nachfolgeband angekündigt, der allerdings offenbar nicht mehr von Uta handeln soll sondern von dem Bildhauer, der Utas Stifterstandbild im Naumburger Dom gefertigt hat. Ich bin gespannt. Insgesamt habe ich den Roman sehr gerne gelesen und fand ihn ziemlich spannend. Ich kann ihn allen empfehlen, die gerne gut recherchierte historische Romane lesen und mit einem guten Quantum Fiktion leben können. Man muss den ersten Band nicht unbedingt vorher gelesen haben, es erleichtert allerdings den Zugang zu den Charakteren.

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  • Die Kathedrale der Ewigkeit

    Die Kathedrale der Ewigkeit

    Tamaru

    06. November 2014 um 09:16

    Uta von Ballenstedt hat es geschafft. Die Kathedrale von Naumburg ist fertiggestellt und es kann mit den Wandgemälden begonnen werden. Auch hat sie von der Kaiserin die Zusage bekommen, sie zu unterstützen, um sich von ihrem Mann Ekkehard scheiden zu lassen, um endlich mit ihrer großen Liebe Herrmann leben zu können. Doch plötzlich verschwindet Herrmann spurlos und nach einiger Zeit der Suche wird eine nicht mehr zu identifizierende Leiche in Herrmanns Kleidern gefunden. Für Uta bricht eine Welt zusammen, aber sie will sich mit der Tatsache nicht abfinden und führt an dem Toten, gegen den Willen des Königs, eine verbotene Exhumierung durch. Sie entdeckt, dass eine falsche Leiche an Herrmanns statt begraben wurde und macht sich auf die Suche nach ihrem Geliebten. Dies bleibt natürlich nicht ohne Folgen, denn ihre Untertanen glauben, dass sie mit dieser gotteslästerlichen Tat den Zorn Gottes auf die Kathedrale und die Bewohner der Mark gezogen hat. Uta muss sich entscheiden zwischen Pflicht und Liebe, denn eine böse Intrige scheint nur ein Ziel zu haben. Uta von Ballenstedt zu schaden. Der Roman hat mir gut gefallen, denn er hat kriminalistische Züge, die sich sehr gut in die Geschichte einfügen. Uta von Ballenstedt ist eine sympathische Frau, die ihrer Zeit voraus war und nicht nur blind gehorcht, wie man es von den Frauen zur damaligen Zeit erwartet hat. Sie geht ihren eigenen Weg, verfolgt ihre Ziele, auch wenn dabei so manche Freundschaft zu zerbrechen droht. Das Personenregister am Anfang des Buches hilft einem, sich direkt in die Geschichte einzufinden auch wenn man den ersten Teil nicht gelesen hat. So kann man sich jeden Protagonisten gut vorstellen, denn die Beschreibungen der einzelnen Personen sind richtig gut gemacht, so dass man von der ersten Seite an direkt in die Geschichte eintauchen kann. Klare Leseempfehlung für alle die gerne historische Romane lesen.

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  • Intrigen, ein Fluch und große Liebe

    Die Kathedrale der Ewigkeit

    sursulapitschi

    02. November 2014 um 13:38

    Im zweiten Teil der Geschichte um Uta von Ballenstedt ist die Naumburger Kathedrale fertiggestellt. Jetzt soll sie durch aufwändige Wandmalereien verschönert werden. Die Markgräfin Uta überwacht die Arbeiten an der Kathedrale. Außerdem versucht sie, die offizielle Scheidung ihrer Ehe mit Markgraf Ekkehard zu erwirken, um sich mit ihrer großen Liebe, seinem Bruder Hermann, vermählen zu können. Als Hermann plötzlich verschwindet, ist Uta am Boden zerstört. Noch dazu wird eine Leiche gefunden, die Wölfe bis zur Unkenntlichkeit entstellt haben. Mit Hilfe ihrer Freundin, der heilkundigen Benediktinerin Alwine, stellt Uta Nachforschungen an. Handelt es sich bei diesem Toten tatsächlich um Hermann? Gleichzeitig bringen seltsame Vorfälle auf der Baustelle die Kathedrale in Verruf. Liegt ein Fluch auf ihr? Die Pilger ziehen sich zurück, was den naumburger Kaufleuten Probleme bereitet, stellen die Pilgergruppen doch einen wichtigen Kundenkreis dar. Dieses Buch erzählt eine eigenständige Geschichte und ist ohne Kenntnis des ersten Teils lesbar. Allerdings habe ich mich schwer getan, mit ihm warm zu werden. Gerade am Anfang bekommt man sehr ausführlich architektonische Details der Kathedrale erklärt. Auf Seite 100 hatte ich immer noch das Gefühl, ich kenne die Protagonisten kaum, dafür aber die Kathedrale genauestens. Auch die Autopsie einer Leiche nimmt sehr viel Raum ein. Vielleicht hätte man doch Vorkenntnisse gebraucht, um Uta und Hermann sympathisch zu finden. Mir blieben sie bis zum Schluss fremd. Auch Alwine, eine begnadete Heilerin aus Italien, glühende Verfechterin der Lehren Galens, ist ein Charakter, der eher das Idealbild einer engagierten Ärztin vermittelt, als eine lebendige Figur, mit der man mitfühlen könnte. Es drängt sich der Eindruck auf: Hier sind wohl die Figuren sehr strikt schwarz oder weiß. Einzig die Geschichte um das Hühnermädchen Gesa und den Dummkopf Hans fand ich wirklich fesselnd. Leider nimmt sie nur einen sehr kleinen Teil in diesem umfangreichen Buch ein. Abgesehen von den stereotypen Charakteren, haben mich auch gelegentliche logische Schnitzer gestört. Kann man wirklich glauben, dass zwei zarte Frauen alleine bei Nacht und Nebel einen Leichnam ausgraben (aus frisch aufgetautem Boden) und ihn dann unbemerkt ins Kloster schaffen, eine Obduktion durchführen und ihn wieder verschwinden lassen? Oder ist es glaubwürdig, dass der Abt eines Klosters sich von Utas Kammermädchen verhören lässt? Und was denkt man über einen frisch ernannten König, der kurzfristig Naumburg besucht und sich dort spontan krönen lässt? Ist das nicht ein Staatsakt, der von langer Hand vorbereitet werden muss und der in der Landeshauptstadt stattfinden sollte? Prinzipiell liebe ich Bücher, die versuchen, authentischen historischen Persönlichkeiten Leben einzuhauchen und die Geschichten erzählen, die tatsächlich Geschichte sind. Hier hätte man es vielleicht bei einem Buch zu diesem Thema belassen sollen. Dieses Buch kam mir vor, wie der eher bemühte Versuch, doch noch ein Happyend für Uta und Hermann zu entwickeln.

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