Revolution im Herzen

von Claudia Beinert und Nadja Beinert
4,6 Sterne bei62 Bewertungen
Revolution im Herzen
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Claudia107s avatar

Oh Lenchen, ich werde Dich vermissen! Dieser Roman konnte mich restlos begeistern!

nicigirl85s avatar

Geschichte, die unter die Haut geht...

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Inhaltsangabe zu "Revolution im Herzen"

Der historische Roman zum 200. Geburtstag von Karl Marx von den Autorinnen Claudia und Nadja Beinert und gleichzeitig eine große Liebesgeschichte.
In Zeiten todbringender Armut und Ausbeutung muss sich Lenchen Demuth schon früh als Dienstmädchen verdingen. Im Haushalt der Familie Marx wird sie der jungen Ehefrau Jenny zur engen Freundin – und bald auch Vertraute des großen Philosophen Karl Marx. Fasziniert verfolgt sie seine Studien und erkennt bald, dass diese auch mit ihrem eigenen Leben zu tun haben.
Doch dann verliebt sich Lenchen rettungslos in Karl Marx. Als sie ein Kind erwartet, steht nicht nur ihre Freundschaft mit Jenny, sondern auch das Werk von Marx und Engels auf dem Spiel.
Mit tiefer historischer Kenntnis verweben die Beinert-Schwestern Fakten und Fiktion zu einem einfühlsamen Roman um eine geheime große Liebe.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426654330
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:480 Seiten
Verlag:Knaur
Erscheinungsdatum:03.04.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    Claudia107s avatar
    Claudia107vor 7 Stunden
    Kurzmeinung: Oh Lenchen, ich werde Dich vermissen! Dieser Roman konnte mich restlos begeistern!
    Die Geschichte von einer starken Persönlichkeit Lenchen konnte mich schlichtweg begeistern

    Klappentext: "In Zeiten todbringender Armut und Ausbeutung muss sich Lenchen Demuth schon früh als Dienstmädchen verdingen. Im Haushalt der Familie Marx wird sie der jungen Ehefrau Jenny zur engen Freundin - und bald auch Vertraute des großen Philosophen Karl Marx, dessen Gedanken und Erkenntnis sie immer mehr faszinieren. Doch dann verliebt sich Lenchen rettungslos in ihn, und auch er kann der Versuchung nicht widerstehen. Als sie ein Kind von ihm erwartet, steht nicht nur ihre Freundschaft mit Jenny, sondern auch das Werk von Mark und Engels auf dem Spiel.

    Anrührend und aufwühlend: die sagenhafte Aufstiegsgeschichte eines einfachen Mädchens vom Land, das die engste Vertraute des großen deutschen Revolutionärs wurde."

    Das Buch besteht aus 463 Seiten, wobei der Roman bei Seite 440 endet. Es gibt noch ein Nachwort der Autorinnen und auch ein Glossar, was ich Beides sehr interessant und auch hilfreich fand.

    Ich war sofort in der Geschichte drinnen und fand mich zurück versetzt ins 19. Jahrhundert, da alles sehr anschaulich geschildert wurde. Das Schicksal von Lenchen, das sich schon als Kind auf dem Weg nach Trier macht um als Dienstmädchen zu arbeiten und somit ihre Familie zu unterstützen, fand ich sehr faszinierend. Überhaupt ist Lenchen eine sehr starke Protagonistin und auch ihr Schicksal hat mich schwer berührt. Wobei sie Glück hatte, dass sie Jenny über den Weg lief, die sie von da an beschützte und ihr auch eine Arbeit als Dienstmädchen besorgte.

    Natürlich ist alles fiktiv, aber viele Dinge sind wohl auch so geschehen. Die Geschichte von Karl Marx hat mich nicht wirklich interessiert, trotz allem ist er mir immer mehr ans Herz gewachsen und auch das Schicksal der Familie. Besonders das Ende hat mich dann doch zu Tränen gerührt. 

    Auch die Ängste der Leute durch die Modernisierung wie Dampflok und Dampfschiffe konnte man durchaus nachvollziehen und fand ich auch sehr faszinierend.

    Fazit: Dieser Roman konnte mich schlichtweg begeistern mit Lenchen, die eine starke Persönlichkeit war und überdurchschnittlich intelligent (Gedankenschach....das muss man erstmal können!).
    Ich werde mich sicher noch lange an diesem Roman zurück erinnern, dass ist so eine Geschichte, die bleibt einem ewig in Erinnerung. 

    Danke an die Autorinnen Claudia und Nadja Beinert, die mir viele schöne Lesestunden beschert haben!

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    nicigirl85s avatar
    nicigirl85vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Geschichte, die unter die Haut geht...
    Gegen die Liebe kann man sich nicht wehren...

    Ich wollte schon immer etwas über Karl Marx lesen und als ich dieses Buch sah, wusste ich, dass das genau das Richtige für mich ist. Und je mehr ich las, desto mehr bestätigte sich auch mein Bauchgefühl.

    In der Geschichte geht es um die junge Helena Demuth, die nach dem Ableben ihres Vateres keine andere Möglichkeit sieht als ihre Familie damit zu entlasten, dass sie sie verlässt und als Dienstmädchen in Trier anheuert. Dort nimmt das Schicksal seinen Lauf und das Lenchen lernt den griesgrämigen Karl Marx das erste Mal kennen. Kann der junge Mann auch anders als immer nur garstig gucken? Alsbald ist es um Leni geschehen und ihr Herz schlägt nur noch für einen Mann...

    Bevor es mit dem eigentlichen Roman los geht, gibt es ein Inhaltsverzeichnis und ein Personenregister. Das Buch ist in 6 Abschnitte unterteilt, die sich nach bestimmten Lebensabschnitten unserer handelden Figuren richten.

    Die Handlung wird uns über Helena als Ich- Erzählerin nahe gebracht. Diese Erzählperspektive passt für meinen Geschmack hier besonders gut, da ein Dienstmädchen diesen Menschen Karl Marx ganz anders betrachtet, als es eine Person vom gleichen Stand oder gar seine verliebte Ehefrau tun würden. So hat man beim Lesen stets das Gefühl den echten Marx live erleben zu dürfen.

    Man merkt dem Buch auf jeden Fall an, dass hier sehr gut recherchiert wurde. Es liest sich wie eine spannend erzählte Geschichtsdokumentation. Zudem lernte ich durch die Lektüre sehr viel über das Schaffen von Karl Marx und seinem Leben im Besonderen.

    Lenchen als Figur ist einfach nur zauberhaft und im Verlauf der Geschichte wuchs sie mir immer mehr ans Herz. Ein ums andere Mal wollte ich sie einfach nur umarmen, liest man doch eher selten von jemanden, der so selbstlos, so gütig und freundlich zu seinen Mitmenschen ist. Für die Familie Marx gibt sie sich beinahe selbst auf. Enormes  Herzklopfen bekam ich als sie sich von ihrem liebsten Schatz Freddy trennen musste. Auch wenn ich keine Mutter bin, so konnte ich mich doch sehr in die Situation hineinversetzen.

    Karl Marx als Persönlichkeit kommt hier unheimlich authentisch rüber. Ich finde es ehrlich gesagt etwas niedlich, dass jemand der so gar nicht mit Geld umgehen kann, die Machenschaften der reichen Fabrikanten angeprangert hat, wo er doch selbst fast ausschließlich vom Geld anderer lebte, aber er ist nun mal jemand mit Ecken und Kanten ohne dabei an Sympathie missen zu lassen.

    Ebenfalls gut gefallen hat mir, dass man beim Lesen tiefe Einblicke in die damalige Gesellschaft bekommt und auch die Rolle der Frau beleuchtet wird. Es fällt einem in der heutigen Zeit, gerade als Frau, immens schwer zu glauben, dass man als Schwangere ohne Trauschein nahezu immer sein Leben verdorben hat. Zum Glück sind die Zeiten jetzt anders.

    Des Weiteren möchte ich loben, dass es im Anhang ein ausführliches Nachwort gibt, was mir vieles aus dem Roman noch besser vor Augen geführt hat und ein Glossar, um bestimmte Begrifflichkeiten besser verstehen zu können.

    Fazit: Für mich ein augenöffnendes Buch, was ich regelrecht verschlungen habe. Daher kann ich nur eine uneingeschränkte Kauf- und Leseempfehlung aussprechen. Spitzenklasse!

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    HEIDIZs avatar
    HEIDIZvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Lehnchen Demuth und Karl Marx werden in diesem Roman erstklassig beschrieben, ihr Tun und Denken ihre Entwicklung und die ihrer Wegbeleiter
    Geniale Biografie zweiter Menschen

    ·  Gebundene Ausgabe: 480 Seiten

    ·  Verlag: Knaur HC (3. April 2018)

    ·  Sprache: Deutsch

    ·  ISBN-10: 3426654334

    ·  ISBN-13: 978-3426654330

    ·  Größe und/oder Gewicht: 15,4 x 4 x 22,1 cm

     

    PREIS: 19,99 Euro

     

    Ich fand es super zu lesen, wie eine der Wegbegleiterinnen des großen Karl Marx diesen Mann erlebt hat.

     

    Aus Sicht der Lenchen Demuth zu lesen und zu erleben, wie die Marxens und mit ihnen Engels als Freund der Familie lebten und arbeiteten war sehr interessant.

    Klar, es ist ein Roman kein Sachbuch, aber gerade so mag ich es, Geschichte oder historische Biografien präsentiert zu bekommen.

     

    Claudia & Nadja Beinert haben es geschafft einen Bogen zu spannend vom Marx der Jugend und Lehnchen, wie sie sich zum ersten Mal über den Weg laufen, als sie von Zuhause in die große Welt geht bis zu dem Zeitpunkt, als sie die engste Vertraute des großen Philosophen ist.

    Vieles passiert, Kinder werden geboren, sterben, es wird geliebt und gehasst, Marx arbeitet und zum Nichtstun verdammt, die Marxens leben in Armut, ziehen um ....

     

    Sehr interessant und gut durchdacht beschrieben ist die Entwicklung des kleinen Lehnchen zur Frau, die den Haushalt der Marxens führt, die plant und alles zusammenhält, die Kinder erzieht und ..... mehr verrate ich mal nicht, lest selbst !!!

     

    In jedem Fall ist dieses Buch sehr lesenswert, ich finde es super, aus Sicht der Lehnchen Demuth über Karl Marx zu lesen, wie es auch der Fall war im Buch zu Martin Luthers Mutter. Bin schon jetzt gespannt, welchem nächsten großen Menschen sich die Schwestern Beinert demnächst widmen werden.

     

    Das Buch zeigt in der Aufklappseite Soho (London) um 1850 als Karte und hinten das "Lied vom Knotenpelz und von dem flotten Besen mit Text und Noten.

     

    Die Charaktere sind allesamt in ihren Handlungen, ihrem Tun und ihren Gefühlen lebendig dargestellt, man kann sich von Beginn an hinein versetzen, so sind auch die einzelnen Szenen bildhaft beschrieben, sodass es wahrlich bildhafter kurzweilig informativer Lesegenuss ist.

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    HappiestGirls avatar
    HappiestGirlvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Blick hinter die Revolution, mit klar gezeichneten Charakteren und ihren direkten Vorstellungen vom Leben.
    Lenchen, Karl und die Revolution

    Inhalt:
    In Zeiten todbringender Armut und Ausbeutung muss sich Lenchen Demuth schon früh als Dienstmädchen verdingen. Im Haushalt der Familie Marx wird sie der jungen Ehefrau Jenny zur engen Freundin – und bald auch Vertraute des großen Philosophen Karl Marx. Fasziniert verfolgt sie seine Studien und erkennt bald, dass diese auch mit ihrem eigenen Leben zu tun haben.
    Doch dann verliebt sich Lenchen rettungslos in Karl Marx. Als sie ein Kind erwartet, steht nicht nur ihre Freundschaft mit Jenny, sondern auch das Werk von Marx und Engels auf dem Spiel.
    Mit tiefer historischer Kenntnis verweben die Beinert- Schwestern Fakten und Fiktion zu einem einfühlsamen Roman um eine geheime große Liebe.

    Meine Meinung:
    Bereits auf den ersten Seiten wird der Stand des kleinen Lenchens in der Familie auf sehr einfühlsame und zu Herzen gehende Weise beschrieben. Das gespaltene Verhältnis der Mutter zu ihr und die liebevolle Verbindung zu ihrem Vater. Pabbi, wie sie ihn liebevoll nennt. Durch ihn lernt sie das Schachspielen und bekommt ein Kissen mit weißen und schwarzen Karos und Schachfiguren mit einem Holzstöckchen, um sie in das Kissen einzustechen. Ein Steck-Schach, welches sie immer und überall dabei hat. Wenn der Vater der Arbeit nachgeht, übt sie in jeder freien Minute. Viele hat sie davon nicht, weil die Mutter sie für die häuslichen Pflichten einspannt.
    Doch alles ändert sich mit dem Tag, als ihr geliebter Pabbi beim Schachspielen mit ihr einen Herzinfarkt bekommt und verstirbt. Mit ihren 8 Jahren weiß sie, dass sie ab jetzt keine ruhige Minute mehr zu Hause hat, da ihr größter Befürworter und Beschützer nicht mehr für sie da ist. Freunde hat sie auch keine wirklichen, denn Lenchen hat ein Handikap: sie wird von epileptischähnlichen Krämpfen geschüttelt und ist deshalb im Haushalt keine wirkliche Hilfe. Doch Lenchen will sich nicht unterkriegen lassen und geht von zu Hause fort, um in der Ferne Geld für die Familie zu verdienen. Ihr Weg führt sie bis nach Trier, wo sie Jenny und Karl Marx begegnet. Sie kommt zuerst in Jennys Familie als Dienstmädchen unter und geht dann nach Jennys Heirat mit Karl mit in deren Haushalt über. Lenchen arbeitet eisern daran, ihr Handikap zu beseitigen.
    Das Leben der drei wird immer wieder auf harte Proben gestellt. Zum einen wird Lenchen bald zur Haushälterin und hält das Geld der Familie zusammen, weil Karl stark dem Alkohol zugetan ist und die Existenz immer wieder auf der Kippe steht und einige Umzüge nach sich zieht. Und ihr Verhältnis zu Karl, wird nach anfänglichen Schwierigkeiten immer besser. Sie verliebt sich sogar in ihn.

    In der Schule waren Karl Marx und Friedrich Engels immer Thema im Geschichtsunterricht. Aber da ging es vorwiegend um die Revolution der beiden. Dieses Buch erzählt die Sicht der Frauen in Karl Marx‘ Leben.
    Hier wurde die Realität liebevoll mit weiteren Elementen umwoben. Der Schreibstil ist leicht und flüssig, so dass man auch nach einiger Auszeit schnell wieder ins Geschehen findet. Sehr gut hat mir hier wirklich die Darstellung des Lenchen gefallen, die sich über das Buch, die Jahre hinaus echt gemausert und nicht unterkriegen lassen hat. Und auch Karl kann so mal von seiner familiären Seite kennnenlernen.

    Fazit:
    Ein Blick hinter die Revolution, mit klar gezeichneten Charakteren und ihren direkten Vorstellungen vom Leben in einer mehr als schwierigen Zeit. Ich fühlte mich jederzeit gut und spannend unterhalten.

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    Angie*s avatar
    Angie*vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Ein fabelhafter , historischer Roman mit Herzblut und Güte verfasst,,,,
    Ein echter Liebesroman,,,,


    Rezension

    INHALT/Klappentext:
    Die heimliche Liebe des Karl Marx
    Der historische Roman zum 200. Geburtstag von Karl Marx von den Autorinnen Claudia und Nadja Beinert und gleichzeitig eine große Liebesgeschichte.
    In Zeiten todbringender Armut und Ausbeutung muss sich Lenchen Demuth schon früh als Dienstmädchen verdingen. Im Haushalt der Familie Marx wird sie der jungen Ehefrau Jenny zur engen Freundin – und bald auch Vertraute des großen Philosophen Karl Marx. Fasziniert verfolgt sie seine Studien und erkennt bald, dass diese auch mit ihrem eigenen Leben zu tun haben.
    Doch dann verliebt sich Lenchen rettungslos in Karl Marx.. Als sie ein Kind erwartet, steht nicht nur ihre Freundschaft mit Jenny, sondern auch das Werk von Marx und Engels auf dem Spiel.
    Mit tiefer historischer Kenntnis verweben die Beinert-Schwestern Fakten und Fiktion zu einem einfühlsamen Roman um eine geheime große Liebe.
    MEINE MEINUNG: 
    Dieses grossartige  Buch wurde für mich zum aktuellen Herzensbuch und hat mich tief beeindruckt.  Ein grossartig geschriebener historischer Roman, eine gekonnte Verknüpfung aus wahrer Geschichte und belebender Fiktion, belegt durch die  fabelhafte und sehr sorgfältige Recherche der beiden  jungen Autorinnen und ihren absolut fesselnden Schreibstil, der dieses geheime Liebes-Thema der Geschichte so eindringlich und fein schildert.  Karl Marx ist natürlich jedem Leser als Autor des Buches *Das Kapital* bekannt und ich hatte  bislang wenig Beziehung zu seinem berühmten Werk und seiner Persönlichkeit. Das hat sich nun deutlich verändert. Die Ich-Erzählerin  Helene Demuth aus Trier, liebevoll mit dem Kosenamen Lenchen genannt, erzählt vom jahrelangen Alltag ihres Lebens in Trier, London und Brüssel als Haus - und Kindermädchen bei der Familie von Jenny und Karl Marx. Das Geschehen im 19. Jahrhundert und die Umwandlung in eine Industriegesellschaft mit all ihren negativen Auswirkungen auf Mensch und Umwelt bringt Lenchen ungeschminkt und ehrlich in diese Lektüre ein. Mit Warmherzigkeit und Klugheit ausgestattet , haben die beiden Autorinnen diese tapfere, fleissige und treue Seele von einer Haushaltshilfe wieder zum Leben auferweckt. Helene Demuth hatte eine schwere und entbehrungsreiche Kindheit, ging in ganz jungen Jahren fort in eine Dienststellung in den  Haushalt einer adeligen Familie. Ihre Erfahrungen und Erlebnisse haben  mich sehr an die Erzählungen meiner Grossmutter erinnert. Auch in ihren jungen Jahren um die Jahrhundertwende ins 20. Jahrhundert war dieses noch eine übliche Arbeit für junge Mädchen und/oder Frauen. Dieser fast fünfhundert Seiten lange Roman war auf keiner Seite langweilig, ermüdend oder mit historischen Fakten überfrachtet, sondern aus sehr menschlicher und gütiger Sichtweise geschrieben. Die Liebe, Treue und Freundschaft zur Familie, gerade auch zu Jenny, Karl und den Kindern in armen und schwierigen Zeiten , die sie mit der Familie verbracht hat, wird dem Leser bildhaft nah gebracht, so dass ich sehr berührt und ergriffen war. Sie hat Karl Marx sogar bis zum Sterbebett begleitet am Ende seines Lebens laut Info im Nachwort. Die abschliessenden erklärenden Worte der Autorinnen empfand ich als sehr interessant  und haben noch einmal mein Hintergrundwissen bereichert. Das angehängte Glossar und die Bibliografische Hinweise vermittelten zusätzlich einen abschliessenden, sehr guten  Überblick. 
    Zitat aus dem Nachwort  Seite 451:
     " Das neunzehnte Jahrhundert ist der Beginn unserer modernen Zeit - die Zeit des Durchbruchs der Industrialisierung in Deutschland, was vor allem Massenfertigungen, Globalisierung und unwürdige Arbeitsbedingungen bedeutete. Dampf, Stahl und Elektrizität zogen in den (Arbeits-)Alltag der Menschen ein und veränderten ihr Leben tiefgreifend und mit ähnlicher Wucht, wie dies heute Digitalisierung,Automatisierung und künstliche Intelligenz tun."

    Meine Bewertung: FÜNF ***** Sterne für dieses grossartige Buch  über einen berühmten Revolutionär und sein Werk.

    Danke an die Autorinnen und den  Droemer Verlag für das schön gebundene Rezensionsexemplar!
     

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    RainbowSheeps avatar
    RainbowSheepvor 4 Monaten
    Hat sich etwas gezogen

    In diesem Buch erfahren wir von der heimlichen Liebe zwischen Karl Marx und seiner Haushälterin Lenchen.

    Zuerst einmal zur äußeren Gestaltung. Das Cover ist sehr ansprechend gestaltet, allerdings klingt der Titel sehr kitschig was mir die Vorfreude etwas getrübt hatte.
    Aber diese Sorgen waren unnötig. Auch wenn der Fokus auf der Liebesgeschichte lag war es nicht übertrieben kitschig sondern einfach schön beschrieben. Und zum Glück hat man auch viel anderes über Karl Marx erfahren, was für mich der Hauptgrund war, warum ich das Buch lesen wollte.
    Der Schreibstil war angenehm, aber etwas anstrengend. Zwischendurch hat es sich etwas gezogen, sodass ich nicht unbedingt das Gefühl hatte dass ich das Buch nicht aus der Hand legen kann.

    Insgesamt aber ein gelungenes Buch was man auf jeden Fall lesen kann wenn man sich dem Thema Karl Marx annähern möchte.

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    Lesemamas avatar
    Lesemamavor 4 Monaten
    Total Beeindruckend

              Zum Buch: 
    In Zeiten todbringender Armut und Ausbeutung muss sich Lenchen Demuth schon früh als Dienstmädchen verdingen. Im Haushalt der Familie Marx wird sie der jungen Ehefrau Jenny zur engen Freundin – und bald auch Vertraute des großen Philosophen Karl Marx. Fasziniert verfolgt sie seine Studien und erkennt bald, dass diese auch mit ihrem eigenen Leben zu tun haben. 
    Doch dann verliebt sich Lenchen rettungslos in Karl Marx.. Als sie ein Kind erwartet, steht nicht nur ihre Freundschaft mit Jenny, sondern auch das Werk von Marx und Engels auf dem Spiel. 
    Mit tiefer historischer Kenntnis verweben die Beinert-Schwestern Fakten und Fiktion zu einem einfühlsamen Roman um eine geheime große Liebe.

    Der historische Roman zum 200. Geburtstag von Karl Marx von den Autorinnen Claudia und Nadja Beinert und gleichzeitig eine große Liebesgeschichte. 

    Meine Meinung:
    Ich muss gestehen, mein Geschichtsunterricht ist schon sehr lange her und mir waren Marx und Engels zwar ein Begriff und grob wusste ich auch noch, was die zwei (und etliche Helfer) geschaffen hatten, aber genaueres wusste ich dann doch  nicht mehr.
    Aber das Buch hat meine eingerosteten Gedanken wieder auf Vordermann gebracht. Ein total beeindruckender Roman über die Geschichte Deutschlands, über die Anfänge der Industrialisierung und natürlich über die unstandesgemäße Liebe. Ich möchte nicht wissen, wieviel Dienstmädchen ungewollt (in diesem Buch eher gewollt) von ihren Dienstherren geschwängert wurden.
    Ich fand es sehr schön geschrieben, meiner, laienhaften, Meinung nach wurde auch der Ton und die Geschicke der damaligen Zeit gut getroffen. Mich hat Helena "Lenchen" Demuth doch sehr begeistert, wie lernwillig und fortschrittlich sie doch zu der damaligen Zeit war. 

    Es ist ein historisches Erlebnis, diesen Roman  zu lesen und ihre kann ihn nur weiterempfehlen. Wer gerne über kleine Rebellen liest, hier ist er richtig. 
            

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    Lesehoernchen99s avatar
    Lesehoernchen99vor 4 Monaten
    Interessant und Einfühlsam

              Der historische Roman zum 200. Geburtstag von Karl Marx von den Autorinnen Claudia und Nadja Beinert und gleichzeitig eine große Liebesgeschichte.
    In Zeiten todbringender Armut und Ausbeutung muss sich Lenchen Demuth schon früh als Dienstmädchen verdingen. Im Haushalt der Familie Marx wird sie der jungen Ehefrau Jenny zur engen Freundin – und bald auch Vertraute des großen Philosophen Karl Marx. Fasziniert verfolgt sie seine Studien und erkennt bald, dass diese auch mit ihrem eigenen Leben zu tun haben.
    Doch dann verliebt sich Lenchen rettungslos in Karl Marx. Als sie ein Kind erwartet, steht nicht nur ihre Freundschaft mit Jenny, sondern auch das Werk von Marx und Engels auf dem Spiel.
    Mit tiefer historischer Kenntnis verweben die Beinert-Schwestern Fakten und Fiktion zu einem einfühlsamen Roman um eine geheime große Liebe.

    Tief berührend wurde die Geschichte von Lenchen erzählt. Mir gefiel auch gut, wie jeder Leseabschnitt mit einem persönlichen Brief an den "schwarzen König" anfing. 
    Ich las noch nicht so viele historische Romane, aber dieser konnte mich von der ersten Seite an fesseln. Die Geschichte von Lenchen Demuth, Baronese Jenny von Westphal und natürlich Karl Marx wurde sehr glaubhaft erzählt. 

    Der Schreibstil ist so gehalten, dass auch Leser von anderen Genres bei der Stange gehalten wurde. Es ist nicht zu anspruchsvoll, aber auch nicht seicht.
    Ein historischer Roman mir einem unglaublich guten Hang zur Deutschen Geschichte. Ich werde mehr davon lesen.
    Ich kann das Buch nur weiterempfehlen, es ist gut zu lesender Geschichtsunterricht, der richtig Spaß macht und spannend erzählt ist. 
            

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    Thaliomees avatar
    Thaliomeevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Für Geschichtsinteressierte, Schachfans und Liebhaber schöner Romane!
    Ein berühmter Mann und ein unscheinbares Dienstmädchen


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    Michelle1965s avatar
    Michelle1965vor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Informativ, sehr persönlich, Helene Demuth hatte kein einfaches Leben,
    Lenchen erzählt ihr Leben

              Im allgemeinen mag ich keine Ich Erzählung, jedoch hier passt es zur Geschichte.

    Helena Demuth, Lenchen, verliert früh den Vater und um die Geschwister und die Mutter zu entlasten, geht die Älteste bereits im Kindesalter arbeiten. Obwohl Lenchen sehr intelligent ist, erhält sie Zuhause nicht die Möglichkeit zur Schule zu gehen. Das darf nur ihr Bruder Peter.

    Doch nachdem Lenchen Jenny von Westphalen geholfen hat sich aus einer prekären Situation zu befreien, wird ihr die Chance gegeben, im Hause zu arbeiten.

    Lenchen wird bis zum letzten Tage in der Nähe von Jenny bleiben. Doch als Lenchen anfängt, weiß sie das noch nicht.

    Auch Karl Marx wird ihr Leben bereichern, obwohl Lenchen ihn am Anfang sehr unheimlich findet. Lenchen hat Angst, daß sie wegen ihrer Hände Probleme bekommt. Denn die Hände von Lenchen haben ein 'Eigenleben'. Welches das ist, sollte jeder selber Lesen!

    Ich kenne die Beinertschwestern seid ihren Büchern um Uta von Naumburg. Auch hier ist sehr gut gelungen, wie schwer es in der Zeit des 19. Jahrhunderts war, aus ärmlichen Verhältnissen zu kommen.

    Heute kann sich keiner mehr vorstellen, ohne Schulbildung und als Kind von knapp 10 Jahren eine Arbeit zu suchen. Ausserdem habe ich auch sehr viel über Karl Marx und seine Manifeste erfahren, die die Grundlage der ehemaligen DDR waren.

    Ein ganz besonderes Zitat aus dem Brief von Frau von Westphalen an ihre Tochter Jenny: ,,Meine liebe Jenny, ich schicke Dir das treue liebe Lenchen, als das Beste, was ich Dir schicken kann". Zitat Ende.



           

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