Claudia Beinert , Nadja Beinert Revolution im Herzen

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Inhaltsangabe zu „Revolution im Herzen“ von Claudia Beinert

Der historische Roman zum 200. Geburtstag von Karl Marx von den Autorinnen Claudia und Nadja Beinert und gleichzeitig eine große Liebesgeschichte.
In Zeiten todbringender Armut und Ausbeutung muss sich Lenchen Demuth schon früh als Dienstmädchen verdingen. Im Haushalt der Familie Marx wird sie der jungen Ehefrau Jenny zur engen Freundin – und bald auch Vertraute des großen Philosophen Karl Marx. Fasziniert verfolgt sie seine Studien und erkennt bald, dass diese auch mit ihrem eigenen Leben zu tun haben.
Doch dann verliebt sich Lenchen rettungslos in Karl Marx. Als sie ein Kind erwartet, steht nicht nur ihre Freundschaft mit Jenny, sondern auch das Werk von Marx und Engels auf dem Spiel.
Mit tiefer historischer Kenntnis verweben die Beinert-Schwestern Fakten und Fiktion zu einem einfühlsamen Roman um eine geheime große Liebe.

Gelungener Einblick in das Leben Karl Marx und seiner Familie

— melsun

Historischer Roman und Liebesgeschichte zugleich

— lesefix213

Eine schöne Romanze mit historischen Informationen

— Marieke_Stahl

Eine bewegende Geschichte im historischen Gewand.

— Catelyn

sehr interessant

— EOS

Alles ist stimmig.

— detlef_knut

Revolution im Herzen

— malo2105

Tolle Biografie in Romanform

— Katja_Brune

Warmherzig geschrieben, ich hatte mir allerdings mehr versprochen

— Bibliomarie

Fesselnd, spannender historischer Roman über die Marxens und Lenchens geheime Liebe

— MissLila

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  • Lenchen, die gute Seele des Hauses

    Revolution im Herzen

    melsun

    19. May 2018 um 19:36

    Nachdem mir „Die Mutter des Satans“ schon so gut gefallen hatte, war ich sehr gespannt auf diesen Teil über Karl Marx. Und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Die Geschichte wird aus der Sicht von Helena Demuth, genannt Lenchen, erzählt, die sich nach dem Tod von ihrem Vater mit knapp 10 Jahren auf den Weg macht und im Haushalt von Jenny von Westphalen, der späteren Ehefrau von Karl Marx, landet und sich mit ihr anfreundet. Später kümmert sie sich dann auch um den Haushalt von dem Ehepaar Karl und Jenny, und nicht nur um deren Haushalt, sondern auch um Finanzen und sie wird zur Vertrauten von Karl Marx. Das geht soweit, dass es zu einem Seitensprung der Beiden kommt und einer Schwangerschaft und die Freundschaft von Jenny und Lenchen wird zerrissen. Der Schreibstil ist flüssig, man lebt die Geschichte mit, die Autoren verstehen es, ein Kopfkino vor dem Auge des Lesers ablaufen zu lassen und es entwickelt sich ein Sog, der einem zum Weiterlesen animiert. Die Protagonisten sind gut ausgearbeitet worden, Fiktion und Realität wurden von den Schwestern gekonnt miteinander verwoben. Besonders aufschlußreich war dann nochmal das Nachwort und auch die Karte aus London um 1850 am Anfang des Buches war sehr interessant. Ich persönlich finde es faszinierend, wie eine Frau aus diesen Verhältnissen zu jener Zeit so eine hohe Stellung an Marx‘s Seite einnehmen konnte, wie er ihrem Urteil vertraut hat.

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  • Eine starke Protagonistin

    Revolution im Herzen

    Livricieux

    18. May 2018 um 19:35

    »Während einer Revolution öffnen sich die Menschen. Mir war, als ob selbst die steifsten, hochnäsigsten Menschen ihre Masken ablegen und ihre Hoffnungen ungeniert mit anderen teilen würden. Sie waren bereit, alles zu geben, sie waren sogar bereit zu sterben.« – S. 188Im April diesen Jahres, 200 Jahre nachdem Karl Marx das Licht der Welt erblickte, erschien dieses Buch und erzählt die Geschichte des grossen Denkers aus einer ganz neuen Perspektive.  Helena "Lenchen" Demuth war das Dienstmädchen der Familie Marx und eine ihrer engsten Vertrauten. Die Schwestern Claudia und Nadja Beinert erzählen dabei nicht nur vom Leben und wirken von Karl Marx, sondern vielmehr gelingt ihnen ein einfühlsamer Blick auf das Leben der Frauen zur damaligen Zeit.Weg von zu Hause und rein ins UngewisseLenchens Geschichte beginnt in Sankt Wendel, einem kleinen Ort in der Nähe von Trier. Dort lebt sie mit ihrer Familie und wächst in ärmlichen Verhältnissen auf. Schon früh muss sie mit anpacken. Dabei stellt sie sich manches mal etwas ungeschickt an, was ihr Spott und Häme, sowie den Spitznamen "Zitterhand" einbringt. Ihr einziger Verbündeter in der Familie scheint ihr Pabbi zu sein, der sie an langen Abenden in die Geheimnisse des Schachspiels einweiht. Leider verstirbt der geliebte Vater viel zu früh und lässt die Familie in bitterer Armut zurück. An manchen Abenden kommt gar nicht genug Essen für alle auf den Tisch, so dass Lenchen sich den Bauch mit Wasser füllen muss. Als sie dann eines Sonntags vor der Kirche von einem Mädchen aus dem Nachbardorf hört, das in Trier sein Glück als Dienstmädchen gemacht hat, steht ihr Entschluss fest. Noch in der selben Nacht schleicht sich Lenchen heimlich vom elterlichen Hof und wandert den langen Weg nach Trier. Ein wagemutiger Schritt für ein noch nicht einmal zehnjähriges Mädchen. In Trier läuft Lenchen dann auch das erste Mal Karl Marx über den Weg, ist allerdings nur wenig angetan von ihm. Dafür freundet sie sich mit Jenny von Westphalen an, bei deren Familie sie auch Anstellung findet. Die Freundschaft, die sich zwischen den zwei Frauen unterschiedlichen Standes entwickelt, geht tief und Lenchen steht fortan loyal an Jennys Seite. Auch als diese den düsteren Karl heiratet und weg zieht. Einige Jahre später kümmert sie sich dann nämlich um den Haushalt der Familie Marx und zieht mit ihnen von Brüssel über Köln und Paris bis nach London.»In meinem Traum liefen die Menschen dort [London] wie Maschinen herum: mit Gehirnen voller Zahnräder, mit Armen aus Eisenstangen, die mit Scharnieren verbunden waren, und mit Herzen, die der Dampf antrieb.« – S. 160Eine ungewöhnliche Perspektive Mit dem Blick fürs Detail beschreiben die Autorinnen die Lebensumstände Mitte des 19. Jahrhunderts und lassen sie im Kopf des Lesers/der Leserin lebendig werden. Man spürt förmlich den Druck des Familienoberhauptes, genügend Geld für die nächste Mahlzeit auf den Tisch zu bringen, aber auch die kleinen Freuden des Alltags werden äusserst bildhaft dargestellt. Zu gerne würde ich einmal Gordons Kaffee probieren oder dem Lied vom Knotenpelz lauschen.Diesen harten Alltag erleben wir Leser und Leserinnen nicht etwa aus der Perspektive des Familienoberhauptes oder der Dame des Hauses, sondern aus jener des Dienstmädchens. Eine ungewöhnliche Sicht auf die Dinge, aber auch eine, die es ermöglicht ganz private Situationen auferstehen zu lassen. Das Frisieren am Morgen beispielsweise, ein Schachspiel oder eine Theateraufführung der Kinder für ihre Eltern und Freunde. Claudia und Nadja Beinert gelingt es zudem wirklich ganz toll, die historischen Fakten mit fiktiven Erzählungen auszuschmücken und zu verschmelzen. So wird auch reichlich über die philosophischen und politischen Ideen von Marx und Engels debattiert und zahlreiche historisch belegte Persönlichkeiten geben sich die Klinke in die Hand. Mir brachte das Buch diesbezüglich einiges an Information, da ich von Marx und Engels aus der Schulzeit zwar noch eine vage Vorstellung hatte, mir jedoch nicht Bewusst war, wie stark ihre Theorien in den Folgejahren aber verfälscht und abgewandelt wurden. In Bezug auf die Geschichte im Buch glaube ich aber, dass etwas weniger Politik nicht geschadet hätte, einige Passagen waren doch eher trocken und langatmig zu lesen.  Die vollständige Rezension kann auf meinem Blog Livricieux nachgelesen werden. 

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  • Eine Liebe die nicht sein darf ...

    Revolution im Herzen

    lesefix213

    06. May 2018 um 18:04

    Lenchen (Helena) Demuth wächst ein einer Zeit auf, in der Armut und Hunger die Menschen plagen. Ihr wird kaum Liebe, nur Spott und Unmut entgegen gebracht. Einzig ihr Vater (Pabbie) erkennt in ihr eine gescheite Tochter und bringt ihr als kleines Kind schon das Schach-Spiel bei. Er ist auch der Einzige der nach einem harten Arbeitstag auf dem Feld, noch ein Lächeln für sie übrig hat. Als ihr Vater plötzlich und unerwartet stirbt, wird die Not noch schlimmer. Als sie sich nur noch als Belastung für  ihre Familie fühlt, sucht sie Arbeit in Trier. Hier lernt sie durch Zufall die Baronesse Jenny von Westphalen kennen und findet Arbeit bei deren Eltern als Dienstmädchen. Hier lernt sie auch den beängstigenden Karl Marx kennen. Doch Jenny wird mehr und mehr zur Freundin und sie ist ihr stets ergeben, bis sie sich in Karl Marx verliebt ... Zum 200. Geburtstag von Karl Marx erschien dieser Roman über die unerfüllte Liebe zu seiner Dienstmagd. Erst im Nachwort lässt sich erkennen, dass nicht alles Wirklichkeit war. Der Roman liest sich flüssig, die Charaktere sind gut beschrieben, die Armut und das Elend fast greifbar.

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  • Zeigt eine andere Seite des Karl Marx

    Revolution im Herzen

    echidna

    06. May 2018 um 11:59

    Lenchen Demuth wird in ärmlichen Verhältnissen in Sankt Wendel geboren. Sie wird von allen nur "Zitterhand" genannt, da ihre Hände besonders bei Aufregung anfangen zu zittern. Dadurch wirkt sie auf ihr Umfeld tollpatschig und zu keiner richtigen Arbeit zu gebrauchen. Nach dem Tod ihres Vaters verlässt sie ihr Elternhaus, um nach Trier zu gehen, um sich dort trotz ihres Makels eine Stelle als Dienstmädchen zu suchen. So lernt sie schon früh, sich durchzukämpfen und für sich selber einzustehen. Durch einen Zufall wird sie von der Baronenfamilie von Westphalen als Dienstmädchen aufgenommen. Was Lenchen noch nicht weiß, ist, dass sich dies als wahrer Glücksgriff herausstellen wird, denn sie wird dieser Familie nicht mehr von der Seite weichen. Karl Marx ist mit den Kindern Jenny (die er später auch heiraten wird) und Edgar befreundet. Auf Lenchen wirkt er mit seinem bösen, eindringlichen Blick und der dunklen Haarpracht unheimlich. Die Ablehnung scheint auf Gegenseitigkeit zu beruhen. Doch im Laufe der nächsten Jahrzehnte wird sich eine ganz besondere Liebe zwischen den beiden entwickeln. Die Schwestern Beinert zeichnen in diesem Buch ein beeindruckendes Porträt von Lenchen. Sie kümmert sich aufopferungsvoll um die Familie und scheut auch nicht davor zurück, ihre Meinung zu sagen und Veränderungen im Leben der Familie durchzusetzen, wenn sie diese für nötig hält (wie z.B. das Einführen des unerwünschten Schuldbretts, um die Finanzen im Überblick zu behalten). Sie ist intelligent, kann Lesen und Schreiben und ist für ihre Verhältnisse überraschend gebildet. Sie macht eine Entwicklung durch von der schüchternen "Zitterhand" zu einer starken Persönlichkeit. Mir hat die Lektüre des Buches sehr gefallen. Die Atmosphäre der damaligen Zeit wird authentisch rübergebracht. Man leidet bei dem auf und ab, das die Familie ständig begleitet, richtig mit. Besonders gefallen hat mir aber, wie die Entwicklung der Beziehung zwischen Karl Marx und Lenchen Demuth dargestellt wird. Dies passiert sehr unterschwellig, doch als die Gefühle schließlich bei beiden mit voller Kraft ausbrechen, passiert dies leidenschaftlich und vollkommen nachvollziehbar. Ich finde, dass durch diese besondere Liebe noch mal eine andere Seite des Karl Marx gezeigt wird, über die man nur selten liest, denn es wird oft verdrängt, dass dieser Revolutionär und Kämpfer für den Kommunismus auch eine zärtliche und familienbezogene Seite hat.

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  • Auf den Spuren von Marx heimlicher Liebe ...

    Revolution im Herzen

    twinklingletters

    06. May 2018 um 10:40

    "Revolution im Herzen" von Claudia und Nadja Beinert ist ein historischer Roman, welcher Fakten und Fiktion rund um Karls Marx und seiner heimlichen Liebe Lenchen Demuth miteinander verbindet. Lenchen Demuth ist ein junges Mädchen aus einer armen Bauersfamilie. Nach dem Tod ihres geliebten Vaters verlässt sie als junges Kind ihre Familie und macht sich auf den Weg ins ferne Trier, um eine Anstellung als Dienstmädchen zu finden. Auf ihrem Weg dorthin lernt sie die junge Baronesse Jenny von Westphalen und ihre Begleiter kennen, darunter ein Junge namens Karl Marx. Jenny nimmt sie als Dienstmädchen in ihre Familie auf, obwohl sich Lenchen zunächst recht ungeschickt anstellt. Es entsteht rasch eine tiefe Freundschaft zwischen den Beiden. Als Jenny dann Karl Marx heiratet und nach Paris zieht, fühlt sich Lenchen allein und freut sich umso mehr, als sich die Chance bietet wieder mit ihrer Freundin vereint zu sein und in ihrem Haushalt zu dienen. Aus den anfänglichen Abscheu gegenüber Marx entsteht langsam etwas anderes und die Beiden kommen sich näher ... Ich habe bisher kein Buch der Schwestern Beinert gelesen, aber als großer Fan historischer Romane, hatten sie mich schnell mit ihrer angenehmen Schreibweise eingenommen. Die Geschichte liest sich wundervoll und flüssig. Geschickt werden hier Roman und geschichtliche Fakten miteinander verbunden. Ich habe bereits vorher einen Roman über Marx gelesen, in welchem auch seine Beziehung zu Lenchen Demuth Thema war. Hier war nun die Gelegenheit mehr über diese außergewöhnliche Frau und die Beziehung der Beiden zu erfahren. Der Roman hat mir insgesamt sehr gut gefallen und ist nicht nur für Geschichtsinteressierte zu empfehlen.

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  • Liebe im Schatten der Revolution

    Revolution im Herzen

    Marieke_Stahl

    04. May 2018 um 21:56

    „Revolution im Herzen- Die geheime Liebe des Karl Marx“ von Claudia und Nadja Beinert im April 2018 im Knaur Verlag erschienen ist ein fiktiver Roman mit historischen Elementen. „Lenchen“ Demuth aus Sankt Wedel wächst in völliger Armut auf. Als auch noch ihr Vater während eines Schachspiels mit ihr stirbt, kann die Familie kaum noch überleben. Nach dem Trauerjahr beschließt Lenchen nach Trier zu gehen und als zehnjährige dort in einem Haushalt zu dienen. Sie beginnt in dem Haus der von Westphalens und lernt dort den jungen Karl Marx kennen. Zu Beginn ist sie ihm gegenüber sehr abgeneigt, als Jenny, die Tochter der Baronesse von Westphalen Karl Marx heiratet und mit ihm nach Paris geht bleibt Lenchen zurück. Jenny, eine mittlerweile enge Freundin wird schmerzlich vermisst. Die Baronesse entsendet Lenchen schlussendlich nach Brüssel zur Familie Marx, um Jenny im Haushalt und der Versorgung der Kinder zu unterstützen. Über die Jahre nähern sich Marx und Lenchen an, sie wird schwanger von Karl Marx und somit zerbricht auch die Freundschaft zwischen ihr und Jenny. Der Roman kommt einer Biografie von Lenchen Demuth gleich. Mit vielen historischen Fakten über das Leben Mitte des 19. Jahrhunderts und das Leben des Karl Marx untermauern die Schwestern die Handlung und machen sie auch historisch relevant. Viele Informationen vermitteln ei genaues Bild der Handlung. Allerdings kommt mir persönlich das Leben von Lenchen etwas zu kurz, was geschah nun mit ihrer Familie? Konnte sie überleben? Was passierte mit ihrer kleinen, so geliebten Schwester? Sprachlich ist der Roman gut zu lesen. Unbekannte bzw. ungebräuchliche Worte werden im Glossar erklärt. Allerdings sind die Worte auch im Zusammenhang erklärbar, trotzdem eine nette Idee. Das zu Beginn des Romans angestellte Personenverzeichnis erlaubt einen Überblick über die handelnden Personen. Allgemein ist der Schreibstil gut zu verstehen und ermöglicht ein flüssiges Lesen. An manchen Stellen sind in meinen Augen zu viele Details beschrieben, an anderen wieder nicht. Alles in Allem lässt sich der Roman jedoch gut Lesen. Im Großen und Ganzen halte ich dieses Buch für empfehlenswert. Natürlich bleibt es ein fiktiver Roman, jedoch bleiben die vielen interessanten Details zum Leben von Karl Marx. Die Schwierigkeiten unter denen Marx zu seiner zeit zu leiden hatte, werden realistisch dargestellt und nicht unter den Teppich gekehrt. Nichtsdestotrotz bleibt der Roman eine Liebesgeschichte, welche jedoch sehr realistisch dargestellt wird. Auch die Freundschaft zwischen Lenchen und Jenny wird näher beleuchtet, bis zum Bruch. Marx und Jennys Reaktionen sind immer nachvollziehbar und die Personen handeln sehr schlüssig. Ich empfehle dieses Buch Interessenten der marxistischen Theorien zw. seinem Leben und Wirken, dem Leben im 19. Jahrhundert und Menschen die Liebesromane mögen. Knallharte historische Fakten werden nett verpackt und bieten einen Einblick in das Leben. Alles in Allem ein lesenswertes Buch, allerdings auch nicht zwingend zum mehrmaligen Lesen . 

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  • Unerwartet gut

    Revolution im Herzen

    Catelyn

    04. May 2018 um 15:48

    Ein historischer Roman mit Karl Marx als Hintergrund? So ganz sicher war ich nicht, ob dies was für mich wäre. Aber irgendwie fand ich den Ansatz dann doch spannend. Und zum Glück habe ich dieses kleine Juwel gelesen.Als junges Mädchen verlässt Lenchen den elterlichen Hof, um in der Stadt zu arbeiten und ihre Familie zu unterstützen. Dort trifft sie auf Jenny von Westphalen und diese nimmt Lenchen mit nach Hause. Anfänglich bereitet der Haushalt Lenchen ein wenig Probleme, aber auch dank Jenny hat sie dort ein neues Zuhause gefunden. Wäre doch nur nicht dieser dunkle, griesgrämige Karl Marx, der im Hause von Westphalen oft zu Besuch ist.Als Jenny und Karl sich verloben, arbeitet Lenchen in deren Haushalt.Und je mehr Zeit sie mit Karl Marx verbringt, umso weniger unsympathisch ist er ihr. Und so kommt irgendwann was kommen muss. Die beiden beginnen eine Affäre.Jenny bricht daraufhin mit Lenchen. Mehr wird nicht verraten.Ich mochte den Schreibstil sehr gerne. Man taucht wunderbar in die damalige Zeit ein und auch der Sprachstil ist der damaligen Zeit angepasst.Das Buch erzählt die Lebensgeschichten zweier starker, aber so unterschiedlicher Frauen. Und auch das allgmeine Bild von Karl Marx wird hier neu beleuchtet.Es ist eine bewegte Zeit, in der die drei aufeinander treffen und miteinander leben. Es ist spannend beschrieben und ich bin wirklich froh, dass mich der Name Karl Marx nicht abgeschreckt hat.       

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  • Karl Marx und seine heimliche Liebe: Lenchen

    Revolution im Herzen

    EOS

    04. May 2018 um 14:49

    Anfang des 19. Jahrhunderts: es herrscht große Armut, und der Unterschied zwischen Arm und Reich ist extrem....Lenchen Demuth verlässt im zarten Alter von 8 Jahren ihre Heimat, nachdem ihr Vater verstorben ist und sie sich zu Hause ungeliebt fühlt. Sie möchte in Trier als Hausmädchen arbeiten und Geld für ihre Familie verdienen. Durch einen großen Zufall kommt sie in das Haus der Familie des Barons von Westfalen und verdient bei harter Arbeit tatsächlich ihr erstes Geld. Später heiratet die Tochter des Hauses Karl Marx, und so wird Lenchen einige Zeit später Dienstmädchen im Hause Marx. Lenchen Demuth ist ein starker Charakter, denn sie ist fleißig, ehrgeizig und intelligent. Zunächst habe ich nur gestaunt, was Lenchen alles schafft, sie ist ja noch ein Kind, aber vom Ehrgeiz getrieben, Geld zu verdienen. Anfangs ist sie total unterwürfig als Mädchen für alles, aber sie gewinnt immer mehr Selbstbewußtsein und wird zu einer starken Frau, die im Hause Marx unentbehrlich ist. Auch als unverheiratete schwangere Frau bleibt sie ihrer Linie treu und standfest. Auch die junge Baronesse Jenny von Westfalen ist eine sympathische Figur, denn sie schaut nicht auf Lenchen herab, sondern hilft ihr, vertraut ihr und wird zu ihrer Freundin. Durch sie lernt Lenchen das Lesen und Schreiben und erfährt grundlegende Lebensweisheiten. Karl Marx ist zunächst ein Negativcharakter, denn er ist der arrogante Sprößling einer reichen Ratsfamilie, der auf Dienstmädchen herabblickt und sie dies auch spüren lässt. Dies ändert sich aber zusehends.... Ich habe das Buch gern und interessiert gelesen, der Schreibstil ist sehr flüssig und macht Lust auf mehr. Lenchens Biographie ist spannend und lesenswert. Einzig manche Beschreibungen, z.B. der Schachzüge, waren mir zu detailliert und eine Spur zu langweilig. Was mir besonders gut gefallen hat, ist die politische Hintergrundinformation. Was ich zu Schulzeiten nie richtig verstanden habe über die Marx/Engels Theorie, wird mir hier klar und gut verständlich. Ich liebe diese Bücher, die vordergründig Roman sind und gleichzeitig reales Wissen vermitteln. Ich kann das Buch jedem empfehlen, der historische Romane mag, die anhand einer Biographie auch die Hintergründe der jeweiligen Zeit realistisch darstellen. Es ist keine leichte Unterhaltungsliteratur, sondern versetzt uns in eine andere Zeit, in die wir beim Lesen abtauchen, aus der wir aber auch gern wieder in unsere Zeit zurückkehren.   

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  • Alles ist stimmig.

    Revolution im Herzen

    detlef_knut

    04. May 2018 um 14:18

    Kein begeisterter Leser sollte vor diesem historischen Roman zurückschrecken, weil er vielleicht ein solch politisches Wort im Titel trägt, weil einer der wichtigsten Ökonomen der Weltgeschichte eine tragende Nebenrolle spielt. Lenchen Demuth mit der Zitterhand muss bitterste Armut in ihrer Familie erfahren. Sie war nicht gewollt, dass lässt ihre Mutter sie spüren. Auch die Geschwister, die älteren wie die jüngeren, gehen nicht zimperlich mit ihr um. Nur für den Vater ist sie der Liebling, der sich trotz der schweren Arbeit ein winziges Hobby leistet, was er seiner Tochter beibringt: das Schachspielen. Lenchen, neun Jahre alt, hört von Dorothea, die aus dem Nachbardorf nach Trier gegangen ist und sich dort als Dienstmädchen verdingt. Den Gerüchten zufolge soll sie dort viel Geld verdienen. Gerüchte. Nichts genaues weiß man nicht. Doch Lenchen beschließt, es ihr gleichzutun. So würde sie ihrer Familie nicht mehr auf der Tasche liegen und könnte ihr vielleicht sogar noch Geld schicken von dem, was sie als Dienstmädchen bekommen könnte. Sie hat Glück und lernt eher zufällig Jenny, deren Bruder und dessen Freund Karl kennen. Jenny überredet ihre Mutter, Lenchen in Dienst zu nehmen. Von Karl Marx ist Lenchen nicht gerade erbaut. Sie mag ihn nicht, und auch er scheint sie zu ignorieren. Schließlich ist sie ja auch nur Dienstmädchen. Doch Jenny von Westphalen ist ihr zugetan. Zwischen den beiden Mädchen, später Frauen, entwickelt sich eine Freundschaft, trotz unterschiedlichen gesellschaftlichen Standes. Lenchen steht fortan loyal zu Jenny und ihrer Familie, auch wenn sie die Verlobung und Ehe mit dem widerlichen Karl nie mochte. Sie begleitet die Marx-Familie auf all ihren Stationen durch ganz Europa, lernt angesehene und politische Persönlichkeiten, wie Friedrich Engels, Freiligrath, Wilhelm Liebknecht und andere kennen, weil die sich bei den Marxens die Klinke in die Hand geben. Das Schachspiel und die vielen Diskussionen der Herrenrunden bringt Lenchen und Karl näher. Es entsteht eine Nähe, die für alle drei, Jenny, Karl und Lenchen, keine gute Atmosphäre mit sich bringt. Mit Freude am Detail beschreiben die Autorinnen die Lebensumstände und historische Ereignisse zur Mitte des 19. Jahrhunderts. Mittels Bildern im Kopf des Lesers lassen sie diese Zeit groß und spürbar werden. Der Druck durch die Armut, das fehlende Geld kommt ganz nah heran. Das dadurch verursachte Leid wird schmerzvoll für den Leser, aber er nimmt auch die winzigen Freuden wahr, die winzigen Freiräume, in die sich die Protagonisten flüchten, wie Petersons Coffeeshop. Das Thema wurde von den Beinert-Schwestern hervorragend fiktionalisiert, so dass ein spannender und lesenswerter Roman daraus geworden ist. Auf unterhaltsame und liebenswerter Weise bekommt der Leser Einblicke in das Leben einer politischen Familie Mitte des 19. Jahrhunderts. Die große Liebesgeschichte von Helena (Lenchen) Demuth und Karl Marx gibt eine Sicht auf Details, die in vielen Dokumentationen als Nebensache abgetan werden. Die Kunst der Autorinnen ist es, die Lücken zwischen den Fakten mit fiktiven Zusammenhängen zu füllen, in einer Weise, als wäre es tatsächlich so gewesen. Und das passt hier. Alles ist stimmig. Mir hat dieser Roman große Freude bereitet und ich kann die Revolution im Herzen jedem ans Herz legen. © Detlef Knut, Düsseldorf 2018

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  • Lenchen - eine geheime Liebe

    Revolution im Herzen

    MissLila

    04. May 2018 um 11:01

     „Lenchen hatte die Diktatur im Hause, Frau Marx die Herrschaft. Und Marx fügte sich wie ein Lamm dieser Diktatur. Lenchen hätte sich für Karl geopfert. Sie kannte ihn mit seinen Launen und Schwächen, und sie wickelte ihn um den Finger.“  (Von Wilhelm Liebknecht, ein Zeitgenosse und Wegbegleiter von Karl Marx) „Revolution im Herzen“ ist ein ergreifender und fesselnder Roman einer geheimen, großen Liebe, der mir sehr ans Herz ging. Die beiden Autorinnen Claudia & Nadja Beinert haben hier historische Ereignisse mit fiktiver Geschichte zu einem spannenden historischen Roman vereint. Sehr gut gefällt mir, dass  hinten am Ende des Buches in dem Nachwort die historisch nachgewiesenen Gegebenheiten angeführt sind, genauso wie die Geschichte entstanden ist, die um diese Ereignisse spielt. Der Roman beginnt, als Lenchen noch bei Ihren Eltern lebt, aber kurz nach dem Tod ihres Vaters sich entschließt, ihren eigenen Weg zu gehen und ihr Elternhaus zu verlassen. Der Schreibstil ist flüssig und zugleich mit toller bildlicher Darstellung. Ich habe mich während des gesamten Buches so gefühlt, als wäre ich Beobachter des Geschehens und konnte mich wunderbar in die Geschichte reinversetzen. Die Charaktere der Protagonisten sind vielschichtig gezeichnet und erlaubend dem Leser sehr tiefe Einblicke in das Geschehen der damaligen Zeit. Lenchen und auch Jenny sind ganz liebenswerte Charaktere. Karl Marx ist in seiner beharrlichen und für sich eigensinnigen Art sehr authentisch dargestellt. Ich habe mir beim Lesen Originalaufnahmen der Drei im Internet herausgesucht, um das alles noch bildlicher vor Augen zu haben. Faszinierend fand ich die Abschnitte, wo es bei Lenchen um das Erlernen des Schachspiels geht. Besonders fasziniert hat mich dabei das „Kopfschachspiel“ in dem sie immer wieder Züge um Züge gelernt und ausprobiert hat um ein „Schach matt“ setzen zu können. Von Karl Marx philosophischen und politischen Ideen ist mir an manchen Stellen fast zu viel eingebracht, dafür ist die eigentliche Liebesgeschichte um die es sich dreht, sehr kurz gehalten. Da hätte ich mir vielleicht noch etwas mehr zu gewünscht, da ich grundsätzlich liebend gerne historische Liebesgeschichten lese. Aber auf der anderen Seite ist es natürlich auch positiv, sehr viel über Karl Marx, seine Gedanken und Ideen zu erfahren. Somit kann ich dieses Buch wirklich wärmstens weiterempfehlen, wer eine Liebesgeschichte mit historischem Hintergrund mag, bekommt hier genau das. Der spannungsreiche Schreibstil hat mir ein tolles Lesevergnügen bereitet und ich bin auf jeder Emotionswelle der zarten Liebesgeschichte mitgesegelt.

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  • Revolution im Herzen

    Revolution im Herzen

    malo2105

    04. May 2018 um 09:26

    Nach ihren Romanen um die berühmte Uta von Naumburg und die Mutter von Martin Luther haben die Beinert-Schwestern in ihren neuen Roman nun eine Frau zur Protagonistin gemacht, von der ich ehrlich gesagt noch nie gehört hatte - Lenchen Demuth - die Geliebte von Karl Marx. Lenchen wächst in Sankt Wendel in Armut auf. Die Not ist immer zu Gast im Hause Demuth und nach den frühen Tod ihres Vaters beschließt sie das elterliche Heim zu verlassen und sich als Dienstmagd zu verdingen und so Geld zu verdienen. Sie macht sich auf den Weg nach Trier und lernt dort Jenny von Westphalen kennen. Auf deren Zusprechen fängt Lenchen als Dienstmädchen im Hause des Barons von Westphalen an und begegnet dort den jungen Karl Marx. Zwischen den beiden so unterschiedlichen Mädchen entwickelt sich im Laufe der Jahre eine Freundschaft und so folgt Lenchen Jenny nach deren Heirat nach Brüssel, Paris und London, kümmert sich um die Kinder der Familie Marx und ist mitten im Geschehen um Karl Marx und Friedrich Engels und kann den Leser so private Einblicke in deren Leben geben. Die Handlungen sind logisch und nachvollziehbar aufgebaut und erzeugen so ein authentisches Bild dieser Zeit. Die beginnende Industrialisierung und die Folgen für die Menschen, die Not der einfachen Bevölkerung und die Dekadenz der Oberen. Als Leser will man die Geschichte weiter verfolgen und wissen, wie aus den Dienstmädchen Lenchen die Frau Helena, die Geliebte von Karl Marx, wurde. Das Personenregister zu Beginn hat mir gut gefallen, wurde von mir aber nicht benötigt, da alle Personen gut in die Geschichte eingeführt und eingebunden wurden. Ein sehr ausführliches und interessantes Nachwort sowie ein Glossar runden das Buch ab. Es gliedert sich in 6 Teile und 27 Kapitel und umfasst die Zeit von März 1829 bis April 1855. Mir ist aufgefallen, dass der Roman ein fast identisches Cover wie der Roman „Die Charité“ von Ulrike Schweikert hat. Das finde ich mehr wie schade. Mir hat „Revolution im Herzen“ sehr gut gefallen und ich empfehle es gern weiter.  

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  • Revolution im Herzen – Historisch-politische Lebensgeschichte

    Revolution im Herzen

    Katja_Brune

    03. May 2018 um 15:41

    Ehrlich gesagt hat mich Karl Marx nie sonderlich interessiert. Ich habe dieses Buch erstmal nur als historischen Roman angesehen und gehofft, dass es nicht zu philosophisch und politisch wird, und ich wurde nicht enttäuscht. Karl Marx‘ Leben und Wirken wird aus der Sicht des Hausmädchens in Ich-Form erzählt. Natürlich dreht es sich in erster Linie um ihr Leben, das sie aber im Haushalt der Familie Marx lebt. So bekommt sie natürlich tiefe Einblicke, die sie an den Leser weitergibt, und das in einer Art und Weise, die leicht verständlich ist, ohne Fremdwörter oder hochtrabende Formulierungen, halt auf dem Niveau eines klugen Hausmädchens. Spannend fand ich das ausführliche Nachwort, in dem noch ein paar Hintergründe erklärt wurden und in Kurzform das Ende erzählt wurde. Den beiden Autorinnen ist es ausgezeichnet gelungen, zwei Biografien in einem Roman zu verpacken. Ich kann das Buch nur empfehlen!

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  • Eine heimliche Liebe

    Revolution im Herzen

    Biest

    30. April 2018 um 13:43

    „Lenchen hatte die Diktatur im Hause, Frau Marx die Herrschaft. Und Marx fügte sich wie ein Lamm dieser Diktatur. Lenchen hätte sich für Karl geopfert. Sie kannte ihn mit seinen Launen und Schwächen, und sie wickelte ihn um den Finger.“ Wilhelm Liebknecht, Zeitgenosse und Wegbegleiter von Karl Marx Inhalt: Lenchen Demuth, Karl Marx und eine Liebe, die nicht sein durfte. Sein Name ist auf der ganzen Welt berühmt. Auch seine Ehefrau Jenny hat es zu großer Bekanntheit gebracht. Wer aber war Lenchen Demuth, jene Frau, die der Familie Marx jahrzehntelang den Haushalt führte und zu der engsten Vertrauten des großen deutschen Philosophen wurde? In Zeiten todbringender Armut und Ausbeutung muss sich Lenchen Demuth schon früh als Dienstmädchen verdingen. Im Haushalt der Familie Marx wird sie der jungen Ehefrau Jenny zur engen Freundin – und bald auch Vertraute des großen Philosophen Karl Marx, dessen Gedanken und Erkenntnisse sie immer mehr faszinieren. Doch dann verliebt sich Lenchen rettungslos in ihn, und auch er kann der Versuchung nicht widerstehen. Als sie ein Kind von ihm erwartet, steht nicht nur ihre Freundschaft mit Jenny, sondern auch das Werk von Marx und Engels auf dem Spiel. Meine Meinung: Dieser Roman hat mich von der ersten Seite an gefesselt. Man taucht ein in eine ganz andere Welt, wie man sie sich heute kaum noch vorzustellen vermag. Die Geschichte beginnt im März 1829 in Sankt Wendel, wo Lenchen aufwuchs. Von da an begleitet der Leser die Ich-Erzählerin bis zum Ende des 19. Jahrhunderts auf ihrem nicht immer einfach Weg, nach Trier, Brüssel bis hin nach London. Dadurch, das Lenchen die Geschichte erzählt, kann man sich super in sie hineinversetzen. Man lacht, leidet und lebt mit ihr. Man lernst sie immer besser kennen. Sie muss eine unglaublich starke Frau gewesen sein. Die Beschreibungen der damaligen Zeit haben mir sehr gut gefallen und alles war sehr realistisch dargestellt. Man fühlte sich sofort in die damalige Zeit zurückversetzt. Man erlebt während dem Lesen eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle. Man spürt die Armut, die Verzweiflung und die Hoffnung der Menschen. Die Autorinnen erzählen die sagenhafte Aufstiegsgeschichte eines einfachen Mädchens vom Lande, das die engste Vertraute des großen deutschen Revolutionärs wurde, sehr anrührend und aufwühlend. Sie haben nach umfangreicher Recherchearbeit ihre historischen Kenntnisse perfekt in den Roman integriert, Fakten und Fiktion sehr harmonisch miteinander verwoben. Der Schreibstil hat mir sehr gut gefallen. Er ist an die damaligen Gepflogenheiten und Sitten angepasst und lässt sich super lesen. Auch das Cover passt perfekt zur Geschichte. Vor dem Lesen habe ich mich gefragt was es damit wohl auf sich hat. Im Nachhinein hätte man meiner Meinung nach das Motiv nicht besser wählen können. Fazit: Eine klare Leseempfehlung für alle, die historische Romane mit vielen Fakten und einem Teil Fiktion lieben. Eine wirklich berührende Geschichte über eine bewundernswerte Frau.

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  • Lenchen Demuth

    Revolution im Herzen

    Bibliomarie

    29. April 2018 um 11:18

    Lenchen stammt aus ärmlichsten Verhältnissen und als der geliebte Pabbi stirbt, ist sie im kinderreichen Haushalt nur noch eine unnütze Esserin. Ein Zittern, das immer sie immer wieder überfällt, lässt sie ungeschickt erscheinen. Mit 8 Jahren läuft sie davon und sucht sich eine Stelle als Dienstmagd in Trier. Ein Zufall führt sie in den Haushalt des Barons von Westphalen. Die Tochter Jenny hat sich sehr für sie eingesetzt.Die Begegnung mit Jenny wird für Lenchen Demuth zu einem schicksalshaften Ereignis werden. Ihrer beiden Leben werden von nun verknüpft werden. Als Jenny von Westphalen Karl Marx ehelicht, nimmt sie Lenchen mit in den eigenen Haushalt, sie wird mit nach Brüssel und später London gehen und wird ein wichtiger Teil der Familie werden. Aus der anfänglichen Abneigung gegen den „schwarzen Karl“, wie die kleine Lene den Freund des Hauses nennt, wird im Lauf der Zeit etwas ganz anderes.Helena, Lenchen genannt, Demuth ist eine historische Person, die hier von den Autorinnen als Hauptperson in den Focus gestellt wird. Um Lenchens Geschichte herum erfahren die Leser einiges von Karl Marx gesellschaftspolitischen und philosophischen Ideen. Die Freundschaft zwischen Marx und Engels und ihre Diskussionen um eine neue Gesellschaftsordnung blieben aber an der Oberfläche. Wie überhaupt die historischen Gegebenheiten nicht viel Eingang fanden. Von den Anfeindungen und den Ausweisungen aus verschiedenen Städten war nicht viel zu lesen. Es war eine sehr farbig und detailliert geschilderte Zeit im Umbruch, die Jahre in der Mitte des 19. Jahrhunderts aus dem Blickwinkel eines Dienstmädchens und ihrer Herrschaft. Auch den Londoner Part fand ich zwar unterhaltsam, aber ich kann nicht beurteilen, wie weit die geschilderten Ereignisse historisch belegt werden können. Bekannt ist ja nur, dass sich Marx nie zu seinem Sohn mit Lenchen bekannte, ja, dass sie ihn sogar als Pflegekind in fremde Hände geben musste. Allzu rosig dürfte Lenchens Schicksal also nicht gewesen sein, aber als ich mich von diesen Überlegungen freimachte, konnte ich den Roman eher genießen. Auch als eine Hommage an eine Frau, die immer im Hintergrund stand und doch dabei war, als Geschichte geschrieben wurde.Mit Lenchen als Ich-Erzählerin wird der Roman zu einer sehr persönlichen und warmherzigen Geschichte.

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  • Im Sog der Geschichte

    Revolution im Herzen

    Mamaofhannah07

    28. April 2018 um 23:29

    Revolution im Herzen Die heimliche Liebe des Karl Marx von den Zwillingsschwestern Claudia & Nadja Beinert erschienen im KNAUR Verlag "Und ich darf die Freundin meiner Dienstherrin sein und war einmal sogar die Schachpartnerin meines Dienstherren" fügte ich in Gedanken hinzu. Im 19. Jahrhundert wächst Lehnchen in tiefster Armut auf. Nach einem Schicksalsschlag verlässt sie mit gerade 10 Jahren ihr Elternhaus, um als Dienstmädchen in einer fremden Stadt zu dienen. Alles Wichtige lernt sie bei der Familie von Westphalen. Dort freundet sie sich mit deren Tochter und späteren Ehefrau von Karl Marx, Jenny an. Später führt sie den Haushalt von Karl und Jenny. Neben ihrer alltäglich körperlich schweren Arbeit, kümmert sie sich hingebungsvoll um die Kinder der Familie Marx. Lange Arbeitstage, viele Entbehrungen, ein Leben im Schatten, ein Leben, um zu dienen. Ein Leben an der Seite des großen Revolutionärs Karl Marx. Und doch ist Helena Demuth, genannt Lehnchen für Karl eine wichtige Stütze, eine Vertraute, den sie mit ihren Gedanken auf den richtigen Weg bringt. Claudia und Nadja Beinert gelingt ein Balanceakt zwischen Fiktion und fundierten nachweislichen Fakten. Durch ihr umfangreiches historisches Wissen und die Recherchen dieser Zeit, entsteht ein lebhaftes Bild des 19. Jahrhunderts. Die Autorinnen nehmen uns mit in eine Zeit der Umwälzung, Weiterentwicklung, des Fortschritts, eine Reise in die Vergangenheit. Der Wunsch nach Gerechtigkeit und freien Gedanken wird groß geschrieben. Die Geschichte aus dem kritischen Blickwinkel von Lehnchen und deren Gedanken erzählt, fühlt sich unheimlich lebendig und glaubhaft an, schonungslos sowie voller Feingefühl und Wärme. Geschichtsunterricht in Romanform! Alle Charaktere sind klar gezeichnet und und entfalten ihre berechtigten Positionen im Geschehen. Der unglaublich einfühlsame Schreibstil und die Botschaften zwischen den Zeilen lassen den Leser erschaudern und mit den Protagonisten fühlen. Schonungslos und sinnlich, leise, farbenfroh und düster zugleich, eine vergangene Welt gewürzt mit ausreichend Authentizität. Helenas aufopfernder Weg wird anrührend erzählt. Alle Höhen und Tiefen lassen großes Mitgefühl entstehen. Am Ende des Buches, möchte man die ans Herz gewachsenen Personen nicht gehen lassen. Fazit: Keinerlei Interesse hätte der alleinige Name Karl Marx bei mir geweckt. Durch dieses Juwel, habe ich mich einem Thema genähert, welches mich in den Bann gezogen hat. Verwoben in einem aufwühlend erzählten Lebensweg habe ich mit Lehnchen, dem düsteren Karl, Jenny, Fritze und all den anderen Mitwirkenden gelacht, gehofft, gelitten und geweint, bin gescheitert, wieder aufgestanden. Ein verzweifelt schöner Roman einer außergewöhnlichen Liebe. Einmalig!

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