Claudia Hammond

 4 Sterne bei 9 Bewertungen
Autor von Erst denken, dann zahlen, Tick, tack und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Claudia Hammond

Claudia Hammond arbeitet als Rundfunksprecherin bei der BBC und als Dozentin für Psychologie an der Boston University in London. Sie ist Autorin populärwissenschaftlicher Bücher, für die sie den British Psychological Society Book Award erhalten hat.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Die Kunst des Ausruhens

Erscheint am 12.04.2021 als Hardcover bei DuMont Buchverlag.

Alle Bücher von Claudia Hammond

Cover des Buches Erst denken, dann zahlen (ISBN: 9783608961164)

Erst denken, dann zahlen

 (5)
Erschienen am 24.11.2017
Cover des Buches Tick, tack (ISBN: 9783608963441)

Tick, tack

 (4)
Erschienen am 27.01.2020
Cover des Buches Die Kunst des Ausruhens (ISBN: 9783832181499)

Die Kunst des Ausruhens

 (0)
Erscheint am 12.04.2021

Neue Rezensionen zu Claudia Hammond

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Rezension zu "Tick, tack" von Claudia Hammond

Gebt diesem Buch Zeit, dann wird was draus
Felicitas_Olvor einem Jahr

Tick Tack - Wie unser Zeitgefühl im Kopf entsteht - Claudia Hammond - Dezember 2019

Zeit - was ist das eigentlich für ein Konzept und wie verarbeiten wir es? Welche Hirnregionen sind dafür zuständig, warum nehmen wir Zeit so unterschiedlich war, wieso vergeht sie manchmal schneller und manchmal zieht sie sich wie Kaugummi? Auf all diese Fragen und mehr gibt Claudia Hammond in diesem Werk Antworten. Antworten in Form von einem Überblick der bisher erbrachten Studien, wissenschaftlichen Theorien und eigenen Erfahrungen, Ideen und Anekdoten.

Und genau da liegt für  mich das Problem bei diesem Buch: die Anekdoten und unwissenschaftlichen Beiträge, Abschweifungen und Geschichten über den eigenen Urlaub, die Flora und Fauna Costa Ricas, Vogelkunde, Extremsportler, wieder Vogelkunde, noch eine Einführung in das Thema Basejumping und so weiter…

Im Großen und Ganzen ist dieses Buch wirklich toll. Es ist interessant und man lernt viel dazu. Doch das geschieht leider erst im späteren Verlauf des Buches, denn die ersten 20% beschäftigen sich tatsächlich primär mit den oben genannten Dingen. Das ist als nette Einführung gemeint, um das Buch nicht allzu trocken wirken zu lassen, um nach einem Kapitel voller Wissenschaft die Thematik wieder aufzulockern. Denn Sinn dahinter verstehe ich durchaus. Doch sollte man seinen Lesern auch ein gewisses Interesse am eigentlichen Thema zutrauen und bei mir haben eben jene ersten 20% dazu geführt, dass ich das Buch als ‘Zeitverschwendung’ abgestempelt und wochenlang beiseite gelegt hatte.

Nun, es wird besser, wenn auch nicht durchgehend. So kommt es, dass ich ‘Tick tack’ von einer ursprünglichen 1-Sterne-Bewertung doch noch 3 Sterne gebe. Es hätte mehr sein können, doch was zuviel ist ist nun mal zu viel. Auch später springt die Autorin viel zu oft hin- und her. Reißt ein Thema kurz an und 'kommt dann später/am Ende des Kapitels/am Ende des nächsten Kapitels' darauf zurück, sie bleibt zu sehr darauf bedacht Anekdoten zu erzählen, den Stoff für den Leser zugänglicher zu machen oder aufzulockern, indem die Erfahrungen einzelner Personen viel zu oft aufgreift und viel zu detailreich erläutert, sodass es teilweise einfach am Thema vorbei geschrieben ist.

Der tatsächlich themenrelevante Inhalt ist interessant und mitunter amüsant (es werden die waghalsigsten und unglaublichsten Experimente geschildert). Vieles von dem Erzählten war für mich nicht neu, da man diese Erfahrungen auch ohne theoretisches Hintergrundwissen doch auch irgendwie selbst schonmal gemacht hat, in vielem konnte ich mich aber auch so gar nicht wiedererkennen. Hammonds eigenes ‘Urlaubsparadox’ ist zum Beispiel etwas, was bei mir so gar nicht zutrifft. Da sie dies als Grundlage für viele andere Erklärungen nimmt, sehe ich mich auch in eben diesen absolut nicht wieder. Aber gut, das mag an mir liegen. Vielleicht nehme ich die Zeit einfach etwas anders wahr.

Schade finde ich, dass an einer Stelle jedoch sogar die Spanische Mentalität und Kultur komplett außer Acht gelassen wird und das Verhalten zu der eigenen Theorie passend zugeschneidert wird. 

Das mag jetzt nach sehr viel Negativem klingen, dennoch würde ich das Buch dem ein oder anderen Interessierten empfehlen. Jedoch eben nicht uneingeschränkt auf Grund der oben genannten Ausschweifungen.


~~Danke an NetGalley und den Klett-Cotta Verlag für die Bereitstellung dieses Leseexemplars~~

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Rezension zu "Tick, tack" von Claudia Hammond

Auf der Suche nach der Zeit
SternchenBlauvor einem Jahr

Claudia Hammond gelingt mit ihrem Sachbuch „Tick, Tack“ ein faszinierender Einblick, wie wir Menschen Zeit wahrnehmen, abspeichern und abschätzen. Oder, wie die Unterzeile lautet, wie unser Zeitgefühl im Kopf entsteht. Beim Lesen habe ich ganz viel Neues gelernt und vieles für mich mitgenommen.

Hammond ist Psychologin und Journalistin sowie Moderatorin u.a. bei der BBC. In ihrem Buch verweist sie auf viele spannende Experimente und erstaunliche Fallbeispiele, um unterschiedliche Ansätze der Zeitforschung und -konzepte vorzustellen. So viel spielt in die Zeitwahrnehmung hinein: Kulturelle Vorstellungen und individuelle Erfahrungen, so geht es manchen Menschen zum Ende des Sommers hin schlechter, „eine Art Katerreaktion auf den jahrelang erlebten Zwang, bald wieder in die Schule zu müssen“.

„Zeit ist also sowohl etwas Persönliches, als auch etwas, das wir mit anderen teilen.“

Was ich so erstaunlich finde – und was die Aufgabe Hammonds für dieses Buch auch etwas kompliziertet macht – ist, dass die Forschung der Zeit ziemlich am Anfang steht und das es bislang offensichtlich wohl mehrere Taktgeber im Menschen gibt, die die Zeit messen:

„Da nun also nicht nur eine Uhr für alles zuständig ist – heißt das, wir besitzen tatsächlich mehrere und messen mit jeder eine bestimmte Zeitspanne?“

Ich habe in dem Buch sehr, sehr viele Stellen angestrichen, weil ich einfach fasziniert war, wie unser Kopf funktioniert. Man weiß z.B. mittlerweile, dass die Zeitwahrnehmung bei Menschen mit Depression anders ist. Und Hammond erzählt, welche verblüffenden Ansätze Forschende unternehmen, um hinter dessen Geheimnisse zu kommen. Hammond stellt in ihrem Buch viele tolle Menschen vor, die freiwillig oder unfreiwillig, z.B. in Gefangenschaft oder im KZ, etwas für die Zeitforschung etwas beigetragen haben, so auch Viktor Frankl, den Begründer der Logo-Therapie und Shoah-Überlebender, den ich von ganzem Herzen bewundere.

Da sie auf einige Personen immer wieder eingeht, war ich dann manchmal zwei, drei Sätze etwas verloren, wer das denn nun wieder war. Und an ein paar Stellen wurde es mir dann doch zu anekdotisch und manchmal etwas zu ausführlich. Darum war das Buch aber nicht ganz perfekt, warum ich 4 und nicht 5 Sterne gebe.

Am Ende gibt Hammond noch für acht „Problemfelder“ der Zeit Tipps, wie wir unsere Wahrnehmung etwas verändern können, wenn wir das möchten: Dieser Teil fasst das Buch nochmal sehr witzig und pointiert zusammen.

Fazit

Ein schönes Sachbuch zu einem faszinierenden Thema mit vielen anschaulichen Studien und Fallbeispielen. Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter. Weil es mir manchmal etwas zu anekdotisch war, vergeben ich sehr gute 4 von 5 Sternen.

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Rezension zu "Tick, tack" von Claudia Hammond

Der dehnbare Begriff Zeit
coala_booksvor einem Jahr

Claudia Hammond geht in ihrem Buch der spannenden Frage nach, wie wir Zeit empfinden. Denn die Erfahrung von Zeit wird eigentlich von unserem Verstand erzeugt und kann daher ganz unterschiedlich wahrgenommen werden. Dabei bietet sie viele anschauliche Beispiele und behandelt eine Vielzahl von Themen. Man lernt unter anderem, wie Zeit visuell dargestellt wird oder unser Gehirn Zeit auf ganz natürliche Weise misst. Dass wir allzu oft gedanklich weit in der Zukunft stecken und oft nicht den Augenblick genießen können, ohne an andere zünftige Ereignisse zu denken. Und trotzdem freut man sich mehr auf eine Reise und deren Planung als wenn es dann wirklich so weit ist (Der Weg ist das Ziel.).

 

Die Autorin schafft es, ihre Gedanken und Thesen auf angenehme und anschauliche Weise zu vermitteln. Dabei kommt sie manchmal etwas zu Lehrerhaft rüber, wenn sie am Anfang eines jeden Kapitels erzählt, was den Leser erwartet - der Lesefluss ist dadurch etwas gestört. Jedoch kann man dadurch auch wunderbar zu den einzelnen Kapiteln springen, die einen im Moment interessieren. Man merkt in jeden Fall der Autorin die Begeisterung für das Thema an und man kann ihr auch als Laie gut folgen. Der Schreibstil ist professionell und dennoch nicht zu hochtrabend. Sehr praktisch sind zudem Tipps am Ende des Buches zu Problemen, die wahrscheinlich jeder kennt. Sie sollen helfen, sein Verhältnis zur Zeit zu ändern.

 

"Tick, tack" ist ein erstaunliches Buch, in dem sicherlich jeder etwas lernen kann und das zum Nachdenken und zur Selbstreflexion anregt. Anschaulich erklärt und vermittelt kann man sehr einfach von Kapitel zu Kapitel springen und das Buch je nach Situation immer wieder nutzen. Auf jeden Fall eine Empfehlung, wer sich für das Thema interessiert.

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