Claudia Kühn

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Claudia Kühn

Lebenslauf von Claudia Kühn

Claudia Kühn, in Osttberlin geboren und im Erzgebirge aufgewachsen. Nach einer Berufsausbildung an der Medizinischen Fachschule in Dresden studierte sie an der Humboldt-Universität in Berlin Germanistik und Kulturwissenschaften. Seitdem schreibt sie Drehbücher, Hörspiele und Romane (unter anderem die Bücher Türkisch für Anfänger). 2017 erhielt sie für ihren Roman "Strom auf der Tapete" den Peter Härtling Preis. Claudia Kühn lebt mit ihrer Familie in Berlin. www.claudiakühn.de

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Rezension zu "Strom auf der Tapete" von Claudia Kühn

Rezension zu "Strom auf der Tapete" von Claudia Kühn und Andrea Badey
kathrineverdeenvor einem Jahr

Wer ist mein Vater? Mit dieser Frage entwickelt sich Ron Robert Rankes 16. Geburtstag zu einer Beinah-Katastrophe. Nachdem er ein altes Foto in der Küchenschublade gefunden hatte, stand für ihn fest, dass er seinen Vater finden möchte. Völlig planlos begibt er sich zusammen mit seiner Mitschülerin Clara und einem geliehenen Cabriolet auf die Suche nach dem Unbekannten und durchlebt einige abenteuerliche Turbulenzen, wie Prügeleien und den ersten Absturz mit Alkohol, aber auch sehr intensive und nachdenkliche Momente.

Nach einer literarischen Figur a lá Ron Robert Ranke muss man lange in den üblichen Jugendbüchern suchen, denn er ist schon sehr speziell und enorm unterhaltsam. Der etwas wasserscheue und warmherzige 16-Jährige wohnt in einer Plattenbausiedlung am Rand von Frankfurt/Oder, und auch wenn Ron Robert meist etwas planlos wirkt, weiß er, wie man sich hier über Wasser hält. Das Leben hat ihn abgehärtet, aber nicht abstumpfen lassen. Genau dieser Punkt war für mich sehr faszinierend. Egal wie schroff seine Umgebung ihm entgegentritt, Ron Robert verliert nie seinen wichtigsten Charakterzug – seine Menschlichkeit. Er hadert nicht mit seinem schwierigen Leben und versucht das Beste für sich herauszuholen.

Einen interessanten Kontrast bietet Clara, die geheimnisvolle und anfangs – die Betonung liegt auf anfangs – sehr schweigsame, weibliche Hauptfigur. Clara sitzt seit einem Jahr im Rollstuhl und kommt aus einer sehr betuchten Familie. Zu Beginn wirken beide Charaktere so inkompatibel, öffnen sich aber mit jedem gefahrenen Kilometer ein bisschen mehr und nähern sich einander und ergänzen sich.

Ron Robert Ranke versteht es mit Worten zu fesseln, denn folgt man erst einmal seiner Geschichte, kann man sich ihr nicht mehr entziehen. Das liegt vor allem an seiner außergewöhnlichen und sehr ausdrucksstarken Erzählweise. Mal verzaubert er seine Zuhörer mit einer sanften, bildhaften und fast poetischen Sprache, um sie etwas später mit zahlreichen hingerotzten Metaphern zu überschütten.

Hörbuch "Strom auf der Tapete" von Andrea Badey und Claudia Kühn
Bei der Suche nach seinem Vater erfahren wir viel über die Person Ron Robert Ranke. Wir Leser/Hörer machen Bekanntschaft mit seinem tiefsten Inneren, seinen Ängsten, seiner Überforderung, das Mysterium „Clara“ zu erfassen, aber auch mit seiner Hoffnung darauf, dass das Leben auch etwas Gutes für ihn bereithält. Als Zuhörer kommt man nicht umhin sich mit Ron Robert über jeden Fortschritt auf seiner Suche nach seinem Vater zu freuen und erlebt viele intensive Momente, in denen die wunderbare literarische Hauptfigur auch ein Stück weit zu sich selbst findet.

„Strom auf der Tapete“ von Andrea Badey und Claudia Kühn gleicht einem Roadmovie, jedoch auf eine skurrile Weise. Sie lässt sich nicht mit Geschichten wie „Margos Spuren“ oder „Amy on the Summerroad“ vergleichen, weil die Figuren dieser Geschichte so herrlich verschroben und die Erzählweise sehr ausgefallen sind. Die abwechslungsreiche Handlung ist mit vielen bizarren Momenten und einer großen Portion Situationskomik gespickt. Das Ende kommt sehr unerwartet und offen, wie ein Scheunentor daher und ließ mich irgendwie unbefriedigt und mit vielen Fragen zurück.

Der Shooting-Star des Hamburger Thalia Theaters Steffen Siegmund ist in dem Hörbuch „Strom auf der Tapete“ die Stimme von Ron Robert Ranke und meiner Meinung nach hätte man keinen passenderen Sprecher für diese rasante und sehr lebendige Geschichte finden können. Beim Zuhören spürt man unterschwellig, wie viel Spaß Steffen Siegmund mit diesem Jugendbuch hatte.

Das Hörbuch "Strom auf der Tapete" konnte mich für viele Stunden mit seinen großartigen literarischen Figuren und ihren erfrischenden, stakkatoartigen Dialogen auf ihrer ungewissen Reise bestens unterhalten. Jedoch ließ mich das sehr offene Ende der Geschichte ein bisschen ernüchtert zurück.

www.kathrineverdeen.blogspot.de

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martina400s avatar


Inhalt:
Fritz muss umziehen und zwar aufs Land zu seinen Großeltern. Darauf hat er wenig Lust. Doch schon am ersten Tag findet er seinen ersten Freunde: Ferkel Rudi Rüssel. Nach einem turbulenten Versteckspiel vor den Großeltern sorgt Rudi für weiteren Wirbel in Fritz Leben. Sein Opa findet schließlich heraus, dass Rudi der Ur-Ur-Urenkel des berühmten Rennschweins ist.


Cover:
Anhand des Covers sieht man gleich, dass es das Buch zum Film ist. Rudi voll in Action mit Fritz und auch allen anderen bedeutenden Personen sind gut zu erkennen. Wenn man in die Gesichter blickt, lässt es einen erahnen, dass diese Buch rasant und witzig wird.

Meine persönliche Meinung:
Ich habe dieses Buch als Klassenlektüre mit meiner 4. Klasse gelesen. Alle haben interessiert mitgelesen und es hat ihnen sehr gut gefallen. Am Ende haben sie entdeckt, dass es noch mehrere Teile gibt und wollten gleich in der Bücherei danach suchen. Rudi Rüssel und Fritz verzaubern und amüsieren jeden. Durch Rudis Rennschweinqualitäten wird diese Geschichte nicht langweilig und man liest sich schnell durch die Seiten.

Fazit: 
Ein rasantes und erlebnisreiches Kinderbuch  mit Rennschwein Rudi Rüssel und seinem neuen Leben.

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L

Rezension zu "Türkisch für Anfänger - Meine verrückte Familie" von Claudia Kühn

Schönes Buch mit kleinen Mängeln
law1999vor 3 Jahren

Ich bin durch Zufall vor kurzem auf dieses, doch schon in die Jahre gekommenes Buch, gestoßen und fand es ab der ersten Seite schon Top. Die Handlung ist amüsant geschildert und hat auch viele richtige Lacher dabei. Spätestens nach dem Auftritt von Axel avanciert die Gesichte einer deutsch-türkischen Patchwork Familie, welche in der Ich form der Tochter geschrieben wurde und die alltäglichen multikulturellen Probleme schildert, zu einem grandiosen Liebesroman. Lena, mit ihrer sympatischen, aber auch unglücklicherweise arroganten Art, Cem der "Prolet", Yagmur die Traditionelle Muslima, die beiden Eltern Doris und Metin, und natürlich Axel mit seiner schüchteren und unbeholfenen Art sind dem Leser von Anfang an total Sympatisch und man kann sich problemlos in sie hinenversetzen. Das Buch ist ein meineserachtens (trotz den kleinen Makeln) gelungener Versuch die erfolgreiche Fernsehserie auf Papierform zu bringen.
Alles in allem: absolut lesenswehrt

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