Strom auf der Tapete

von Claudia Kühn und Badey
3,5 Sterne bei2 Bewertungen
Strom auf der Tapete
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Arachn0phobiAs avatar

Fing echt gut, aber die zweite Hälfte war mir einfach zu übertrieben. Dennoch unterhaltsam und gut gelesen.

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Inhaltsangabe zu "Strom auf der Tapete"

Eine Reise ans Ende der Welt, die hier an der polnischen Grenze liegt. In diesem Roadmovie erleben Ron und seine Mitschülerin Clara kleine und große Katastrophen, Beinah-Unfälle, Prügeleien, Exzesse aber auch Momente der Stille.

Ron Robert Ranke hat zwar keinen Plan, aber ein altes Foto aus der Küchenschublade. Er lebt in einer Hochhaussiedlung am Rand von Frankfurt/Oder und will seinen Vater finden. Seine Mitschülerin Clara, geheimnisvoll und schweigsam, kommt aus einer wohlhabenden Familie und sitzt seit einem Jahr im Rollstuhl. Was sie zusammenbringt, ist ein geliehenes weißes Cabriolet, mit dem sie an Ron Roberts 16. Geburtstag zur Wahl der Oderbruchkönigin in ein gottverlassenes Dorf an der polnischen Grenze fahren.
In diesem Roadmovie erleben Ron und seine Mitschülerin Clara kleine und große Katastrophen, Beinah-Unfälle, Prügeleien, Exzesse aber auch Momente der Stille: „Hier sitzen wir beide, da sind unsere Hände übereinander. Und draußen die Schneeflocken, die Straße, die Nacht. Da draußen ist die Welt, die andere. Unsere Welt ist hier“, sagt Ron in einer Atempause.
Ein rasanter und zärtlicher Jugendroman, rotzig und einfühlsam gelesen vom Shooting-Star des Hamburger Thalia Theaters Steffen Siegmund.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783945709504
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Audio CD
Verlag:HÖRCOMPANY
Erscheinungsdatum:06.03.2017

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    kathrineverdeens avatar
    kathrineverdeenvor einem Jahr
    Rezension zu "Strom auf der Tapete" von Claudia Kühn und Andrea Badey

    Wer ist mein Vater? Mit dieser Frage entwickelt sich Ron Robert Rankes 16. Geburtstag zu einer Beinah-Katastrophe. Nachdem er ein altes Foto in der Küchenschublade gefunden hatte, stand für ihn fest, dass er seinen Vater finden möchte. Völlig planlos begibt er sich zusammen mit seiner Mitschülerin Clara und einem geliehenen Cabriolet auf die Suche nach dem Unbekannten und durchlebt einige abenteuerliche Turbulenzen, wie Prügeleien und den ersten Absturz mit Alkohol, aber auch sehr intensive und nachdenkliche Momente.

    Nach einer literarischen Figur a lá Ron Robert Ranke muss man lange in den üblichen Jugendbüchern suchen, denn er ist schon sehr speziell und enorm unterhaltsam. Der etwas wasserscheue und warmherzige 16-Jährige wohnt in einer Plattenbausiedlung am Rand von Frankfurt/Oder, und auch wenn Ron Robert meist etwas planlos wirkt, weiß er, wie man sich hier über Wasser hält. Das Leben hat ihn abgehärtet, aber nicht abstumpfen lassen. Genau dieser Punkt war für mich sehr faszinierend. Egal wie schroff seine Umgebung ihm entgegentritt, Ron Robert verliert nie seinen wichtigsten Charakterzug – seine Menschlichkeit. Er hadert nicht mit seinem schwierigen Leben und versucht das Beste für sich herauszuholen.

    Einen interessanten Kontrast bietet Clara, die geheimnisvolle und anfangs – die Betonung liegt auf anfangs – sehr schweigsame, weibliche Hauptfigur. Clara sitzt seit einem Jahr im Rollstuhl und kommt aus einer sehr betuchten Familie. Zu Beginn wirken beide Charaktere so inkompatibel, öffnen sich aber mit jedem gefahrenen Kilometer ein bisschen mehr und nähern sich einander und ergänzen sich.

    Ron Robert Ranke versteht es mit Worten zu fesseln, denn folgt man erst einmal seiner Geschichte, kann man sich ihr nicht mehr entziehen. Das liegt vor allem an seiner außergewöhnlichen und sehr ausdrucksstarken Erzählweise. Mal verzaubert er seine Zuhörer mit einer sanften, bildhaften und fast poetischen Sprache, um sie etwas später mit zahlreichen hingerotzten Metaphern zu überschütten.

    Hörbuch "Strom auf der Tapete" von Andrea Badey und Claudia Kühn
    Bei der Suche nach seinem Vater erfahren wir viel über die Person Ron Robert Ranke. Wir Leser/Hörer machen Bekanntschaft mit seinem tiefsten Inneren, seinen Ängsten, seiner Überforderung, das Mysterium „Clara“ zu erfassen, aber auch mit seiner Hoffnung darauf, dass das Leben auch etwas Gutes für ihn bereithält. Als Zuhörer kommt man nicht umhin sich mit Ron Robert über jeden Fortschritt auf seiner Suche nach seinem Vater zu freuen und erlebt viele intensive Momente, in denen die wunderbare literarische Hauptfigur auch ein Stück weit zu sich selbst findet.

    „Strom auf der Tapete“ von Andrea Badey und Claudia Kühn gleicht einem Roadmovie, jedoch auf eine skurrile Weise. Sie lässt sich nicht mit Geschichten wie „Margos Spuren“ oder „Amy on the Summerroad“ vergleichen, weil die Figuren dieser Geschichte so herrlich verschroben und die Erzählweise sehr ausgefallen sind. Die abwechslungsreiche Handlung ist mit vielen bizarren Momenten und einer großen Portion Situationskomik gespickt. Das Ende kommt sehr unerwartet und offen, wie ein Scheunentor daher und ließ mich irgendwie unbefriedigt und mit vielen Fragen zurück.

    Der Shooting-Star des Hamburger Thalia Theaters Steffen Siegmund ist in dem Hörbuch „Strom auf der Tapete“ die Stimme von Ron Robert Ranke und meiner Meinung nach hätte man keinen passenderen Sprecher für diese rasante und sehr lebendige Geschichte finden können. Beim Zuhören spürt man unterschwellig, wie viel Spaß Steffen Siegmund mit diesem Jugendbuch hatte.

    Das Hörbuch "Strom auf der Tapete" konnte mich für viele Stunden mit seinen großartigen literarischen Figuren und ihren erfrischenden, stakkatoartigen Dialogen auf ihrer ungewissen Reise bestens unterhalten. Jedoch ließ mich das sehr offene Ende der Geschichte ein bisschen ernüchtert zurück.

    www.kathrineverdeen.blogspot.de

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    Arachn0phobiAs avatar
    Arachn0phobiAvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Fing echt gut, aber die zweite Hälfte war mir einfach zu übertrieben. Dennoch unterhaltsam und gut gelesen.
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