Claudia Kern Die Nonne und der Tod

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Inhaltsangabe zu „Die Nonne und der Tod“ von Claudia Kern

In Köln tanzt der Schwarze Tod … Köln, 1348. Ketlin ist noch nicht lange Novizin in einem Kölner Kloster, als sie sich in den Apothekerlehrling Jacob verliebt. Getrieben von der vagen Hoffnung, dass anderswo ein gemeinsames Leben möglich ist, wollen sie Köln verlassen. Da erreicht die Schwarze Pest die Stadt, und die Tore werden geschlossen. Köln ist zu einer Todesfalle geworden, aus der es kein Entkommen gibt. Doch als auch Jacob erkrankt, gelingt es Ketlin, ihn zu heilen, und neue Hoffnung keimt in dem jungen Paar – für Köln und für ihre Liebe. Eine fesselnde Liebesgeschichte zur Zeit der verheerendsten Epoche des europäischen Mittelalters.

Konnte mich leider nicht durchgängig überzeugen.

— hasirasi2
hasirasi2

Spannender Historienroman, um eine junge Frau im 14. Jahrhundert, die plötzlich auf sich gestellt nicht nur gegen die Pest kämpfen muss.

— Lesestunde_mit_Marie
Lesestunde_mit_Marie

Wenn die Pest ( der schwarze Tod ) in dem Buch nicht mitspielen würde. Könnte man auch denken es spielt in der heutigen Zeit. Empfehlenswert

— Sonnenschimmer
Sonnenschimmer

Der beste historischste Roman, den ich bisher gelesen habe :D

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

Fazit: Ein unterhaltsamer Historischer Roman, welcher sehr gut das Leben der Menschen in Köln in der Zeit der Pest beschreibt und zudem mit gut herausgearbeiteten Charakteren überzeugt.

— Bellexr
Bellexr

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    Die Nonne und der Tod
    Lesestunde_mit_Marie

    Lesestunde_mit_Marie

    Dieser im Februar 2013 im blanvalet Verlag erschienene Historienroman der Autorin Claudia Kern erschien bereits im Juni 2012 im Weltbild Verlag unter dem Titel „Pestmasken“. Die Erzählung beginnt im Jahr 1347. Die Protagonistin Ketlin berichtet aus der Ich-Perspektive aus ihrem Leben im 14. Jahrhundert. Zunächst führt sie in einem kleinen, namenlosen Dorf in der Nähe Coellens, dem heutigen Köln, ein mehr oder weniger sorgloses Leben – und das trotzdem sie ohne Vater aufwächst und dieser im Dorf auch nicht bekannt ist. Ihre Mutter Magda erzählt ihr, dass ihr Vater ihnen - trotz seiner Anonymität - durch finanzielle Zuwendungen ein verhältnismäßig gutes Leben und somit eine gute Stellung im Dorf ermöglicht. Ketlin erfährt eine überdurchschnittliche Ausbildung und ihre Mutter lässt nicht einen Tag verstreichen, um ihr immer und immer wieder regelrecht einzutrichtern, dass Ketlin einmal eine gute Partie heiraten wird. Doch eines Tages kommen Gaukler, mit ihrem Anführer Richard, in das Dorf und bald findet das unbekümmerte Leben von Ketlin ein jähes Ende. Ketlin muss aus ihrem Dorf flüchten und gelangt auf beschwerlichem Wege nach Coellen, um dort auf sich gestellt ihren Vater, den sie zuvor nie kennenlernte, aufzusuchen. Nach einigen Irrungen und Wirrungen wird sie weniger aus Überzeugung als vielmehr aus der Not Novizin in einem Zisterzienser Kloster. Dort muss sie sich strengen Ritualen, Regeln und vielen Ungerechtigkeiten unterwerfen. Schließlich scheint sie aber ihren Platz und ihre Aufgabe im Kloster zu finden. Auf einem ihrer Streifzüge durch den Stadtwald begegnet ihr Jacob, einem Apothekerlehrling, mit dem sie Zukunftspläne schmiedet. Doch das Leben wird Ketlin noch so manche Herausforderung und Entbehrung abverlangen. Die Pest ist nur eine davon. Die Ausarbeitung der Charaktere, ob der Protagonistin Ketlin, der Antagonistin Schwester Johannita oder der Mutter Magda sowie von Richard und Jacob, des Vaters, des Apothekers Erasmus usw. waren in ihrer jeweiligen Tiefe äußerst treffend. Die Beschreibungen von Stadt und Land, von Kleidung, Hygiene und Gerüchen sind so plastisch, dass ich mich streckenweise direkt ins 14. Jahrhundert versetzt fühlte. Der Schreibstil ist flüssig und der Plot spannend. Fazit: Ein echter Page Turner, bei dem ich mitleiden, -bangen und –hoffen konnte.

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  • Rezension zu "Die Nonne und der Tod" von Claudia Kern

    Die Nonne und der Tod
    tigerbea

    tigerbea

    08. July 2015 um 10:23

    Im Jahr 1348 flieht Ketlin nach Köln, um dort von ihrem Vater, dem Bürgermeister, Unterstützung zu erhalten. Doch sie erreicht ihn nicht und landet als Novizin im Zisterzienserkloster. Mit dem strengen Leben dort, kommt sie nicht zurecht. Während des Kräutersammelns lernt sie den Apothekerlehrling Jacob kennen und verliebt sich in ihn. Beide wollen ihr Leben zusammen verbringen, doch zuvor muß Jacob nach Worms. Während seiner Abwesenheit bricht im Umland von Köln die Pest aus. Die Stadttore werden geschlossen, Jacob kann nicht mehr zurück.. Claudia Kern hat hier einen sehr anschaulichen Roman geschrieben. Durch ihre lebhafte Schreibweise sieht man alles sehr gut vor Augen. Man lebt fast im Köln der damaligen Zeit, so intensiv beschreibt sie alles. Man erlebt hier wirklich alles, Glück, Verzweiflung und die Not, die die Pest mit sich bringt. Die Charaktere sind wunderbar gezeichnet, man leidet mit Ketlin und fiebert mit ihr mit. Die Handlung ist sehr spannend. Man kann absolut niemals vorhersehen, was als nächstes passiert. Claudia Kern hat dafür zu viele Überraschungen eingebaut. Dadurch kommt die Spannung niemals zu kurz. Ein zu empfehlender historischer Roman!

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  • Bücher gegen Rezensionen: Plündert das LovelyBooks Bücherregal!

    After passion
    TinaLiest

    TinaLiest

    Wir räumen unser Bücherregal! Ihr kennt das doch sicher: Das Regal quillt über, aber irgendwie möchten trotzdem immer mehr neue Bücher zwischen die Regalbretter gesteckt werden. Auch bei uns im Büro steht ein Bücherregal, das nur so überquillt vor tollem Lesestoff, der viel zu schade dafür ist, nicht gelesen zu werden. Deshalb haben wir unser Bücherregal ausgeräumt und möchten euch mit den Schätzen, die wir dort gefunden haben, glücklich machen! So funktioniert's: Stöbert durch die verschiedenen Genres und Bücher, die wir in den Unterthemen aufgeführt haben. Wenn ihr Bücher entdeckt, die ihr gerne lesen und rezensieren möchtet, schreibt uns im passenden Unterthema einen Beitrag mit dem Titel/den Titeln aus dem entsprechenden Genre und seid automatisch bei der Verlosung dabei. Ihr könnt euch selbstverständlich für mehrere Bücher in mehreren Genres bewerben - bitte schreibt dafür aber für jedes Genre einen extra Beitrag, in dem ihr dann auch mehrere Titel aus einem Genre auflisten dürft! Am Donnerstag, dem 18. Juni, losen wir aus, wer von euch welches Buch bzw. welche Bücher gewinnt und teilen euch die Gewinner hier in den jeweiligen Unterthemen mit. Solltet ihr gewinnen, verpflichtet ihr euch, bis zum 2. August 2015 eine Rezension bei LovelyBooks zu allen Büchern, die ihr gewonnen habt, zu schreiben. Postet die Links zu euren Rezensionen bitte ins zugehörige Unterthema in dieser Aktion! Bitte beachtet, dass es sich bei den Büchern auch um Leseexemplare handeln kann! Wenn ihr Fragen zum Ablauf oder zur Aktion allgemein habt, stellt diese bitte im Unterthema "Fragen zur Aktion"! Wir freuen uns, wenn ihr dabei seid und uns unsere Bücher abnehmt & wünschen euch viel Spaß beim Stöbern! ;)

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    • 4789
  • Die Pest in Köln

    Die Nonne und der Tod
    Sabine17

    Sabine17

    28. February 2014 um 22:40

    Das Buch wurde auch unter dem Namen "Pestmasken" veröffentlicht und ich möchte vorweg erwähnen: der Klappentext passt nicht so ganz zum Inhalt. Trotzdem hat mir das Buch gut gefallen. Ketlin wächst bei ihrer Mutter in einem kleinen Dorf bei Köln auf. Ihre Mutter verdient sich ihren Lebensunterhalt als Kräuterfrau. Ketlin ist die Tochter eines reichen Mannes aus Köln, der ihrer Mutter jährlich einen kleinen Geldbetrag zukommen lässt. Als Gaukler in das Dorf kommen und kurz darauf die Pest ausbricht, wird ihre Mutter als Hexe verdächtigt. Ketlin flieht nach Köln und will ihren Vater um Hilfe bitten. Sie hat einen Brief ihres Vaters als Beweis dabei. Der Sekretär ihres Vaters schickt sie in ein Kloster der Stadt. Dort ergeht es ihr nicht so gut, doch schließlich kann sie sich im Kräutergarten nützlich machen. Bei ihren Kräutersammlungen im Wald lernt sie den Apothekerlehrling Jacob kennen und lieben. Dieser möchte in Konstantinopel den Arztberuf erlernen und daher mit Ketlin dorthin fliehen. Doch als Jacob für kurze Zeit die Stadt verlässt, überstürzen sich die Ereignisse. Ketlin muss aus dem Kloster fliehen und wird als Hexe gesucht und dann erreicht die Pest auch noch Köln. Schon bald regiert das blanke Chaos auf Kölns Straßen. Dieser historische Roman hat mir sehr gut gefallen. Es ist interessant zu lesen, wie schnell die Menschen damals hinter Dingen, die sie nicht erklären können oder nicht kennen, Teufelswerk vermuten. Die Menschlichkeit trat dann immer schnell in den Hintergrund. Schuldige waren dann häufig dieselben: die Juden, vermeintliche Hexen und Fremde. Das Buch ist flüssig geschrieben und verschafft einen guten Einblick in die damalige Zeit und das Leid und den Wahnsinn, wenn die Pest ausbrach.

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  • Der Schwarze Tod in Köln

    Die Nonne und der Tod
    joleta

    joleta

    26. February 2014 um 19:40

    Klappentext: DAS MÄDCHEN UND DER TOD Köln, 1348: Ketlin ist gerade als Novizin in ein Kloster eingetreten, da verliebt sie sich in den jungen Apothekerlehrling Jacob. Getrieben von der vagen Hoffnung, dass woanders ein gemeinsames Leben möglich ist, wollen sie Köln verlassen. Da erreicht der Schwarze Tod die Stadt, und die Tore werden geschlossen. Köln ist zu einer Todesfalle geworden, aus der es kein Entkommen gibt. Doch Ketlin gibt nicht auf. Während die Stadt um sie herum im Chaos versinkt, entdeckt sie ihre wahre Berufung. Ich meine dazu: Ich habe diesen Roman unter dem Titel "Pestmasken" von der Verlagsgruppe Random House (Weltbild) als Hardcoverausgabe gelesen. Wenn ich diese Ausgabe hier suche, bekomme ich immer wieder dieses Buch vom Blanvalet Verlag, der die Geschichte unter diesem Titel demnächst neu herausbringt. Dieses Buch hat alles, was ein historischer Roman braucht. Nachdem ich das Buch gelesen habe muß ich sagen, daß der Klappentext in meinen Augen eher unbefriedigend ist. Die Geschichte um Ketlin beginnt schon in dem Dorf, wo sie als Tochter einer Kräuterfrau aufgewachsen ist und aus dem sie eines Tages fliehen muß. Tapfer und mutig stellt sie sich den Problemen, die ihr das Leben aufbürdet. Sie geht nach Köln, kommt eher zufällig ins Kloster und entscheidet sich, trotz aller Ungerechtigkeiten, die sich ihr auch hier stellen, sich als Nonne ausbilden zu lassen. Sie verliebt sich in Jacob, wird irgendwann als Hexe gesucht und spielt eine nicht unwesentliche Rolle, als die Pest in Köln ausbricht. Viel mehr will ich gar nicht sagen, ich will nicht zu viel von der Geschichte verraten. Claudia Kern hat hier einen sehr schönen Roman gezaubert, der so ganz meinen Geschmacksnerv trifft. Sie schreibt sehr flüssig und verliert den Roten Faden niemals. Wieder mal so eine Geschichte, die man nicht aus der Hand legen möchte und noch lange in einem nachklingt. Dieses Buch ist mein erster Favorit für dieses Jahr.

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  • Rezension zu "Die Nonne und der Tod" von Claudia Kern

    Die Nonne und der Tod
    Bellexr

    Bellexr

    06. February 2013 um 19:41

    Die tödliche Seuche . Aus ihrem Dorf vertrieben flieht die junge Ketlin im Jahr 1348 nach Köln, in der Hoffnung dort Unterstützung von ihrem Vater zu erhalten. Dieser ist der Bürgermeister der Stadt und hatte mit Ketlins Mutter eine kurze Affäre. Ketlin ist im Glauben aufgewachsen, ihr Vater würde sie standesgemäß verheiraten, doch bis zu ihm dringt sie in Köln erst gar nicht vor und kommt stattdessen als Novizin im Zisterzienserkloster unter. Doch mit den Zwängen des Klosterlebens hat die junge Frau ihre Probleme. Beim Kräutersuchen im nahegelegenen Wald lernt sie eines Tages den jungen Apothekerlehrling Jacob kennen und lieben. Schon bald träumen die Beiden von einem gemeinsamen Leben, doch vorher muss Jacob noch einen Auftrag in Worms erledigen. Kurz vor seiner Rückkehr werden die Tore der Stadt geschlossen, die Pest ist im Umland ausgebrochen und Jacob ist der Zugang zur Stadt versperrt. . Claudia Kern beginnt ihre Geschichte rund um ihre sympathische Protagonistin Ketlin mit deren Jugendjahren, ihrem beschwerlichen Leben in einem kleinen Dorf, welches noch nicht einmal einen Namen hat. Hier wächst Ketlin als Außenseiterin auf, ihre Mutter legt viel Wert auf ihre Erziehung und Bildung und so lernt Ketlin früh schon Lesen und Schreiben, was eine Seltenheit zur damaligen Zeit ist. Als jedoch Gaukler in das Dorf kommen und kurz darauf erste Dorfbewohner an der Seuche sterben, sieht das Oberhaupt des Dorfes das Übel bei Magda und Ketlin, die den Gauklern Unterschlupf gewährt haben. Um ihr Leben zu retten, bleibt Ketlin nur die Flucht. . Aber auch das Leben in Köln gestaltet sich schwierig für die junge Frau, die Ungerechtigkeit nicht ertragen kann, hilfsbereit ist und ihren Mund selten halten kann, was sie oftmals in Schwierigkeiten bringt. Ketlin ist zwar für ihr Alter anfangs relativ naiv, dies ist aber bedingt durch das abgeschottete Dorfleben und sehr gut nachvollziehbar. Anfangs scheint sie die Größe und der Lärm und Dreck der Stadt schier zu erschlagen. Aber sie wird mit der Zeit immer selbstbewusster, begibt sich hierdurch aber auch immer öfter in Gefahr. . Sehr anschaulich und atmosphärisch dicht erzählt Claudia Kern Ketlins Geschichte und da die Autorin die Ich-Form gewählt hat, bekommt man auch sehr schnell eine gute Vorstellung von der jungen Novizin, leidet und fiebert mit ihr. Sehr gut kann man sich auch die Stadt Coellen im 14. Jahrhundert mit seinen kleinen verwinkelten Gässchen, dem unfertigen Dom und dem Schmutz und Dreck in den Gassen vorstellen. . Zudem gestaltet sich die Geschichte, obwohl die Inhaltsangabe schon viel verrät, immer noch äußerst interessant, überrascht mit unvorhersehbaren Wendungen und gestaltet sich durch die flüssige und der damaligen Zeit angepassten Sprachweise der Autorin jederzeit fesselnd und unterhaltsam. Und auch die Charaktere sind Claudia Kern prima gelungen, nehmen schnell Konturen an und die meisten wachsen einem regelrecht ans Herz. . Fazit: Ein unterhaltsamer Historischer Roman, welcher sehr gut das Leben der Menschen in Köln in der Zeit der Pest beschreibt und zudem mit gut herausgearbeiteten Charakteren überzeugt.

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  • Rezension zu "Die Nonne und der Tod" von Claudia Kern

    Die Nonne und der Tod
    horrorbiene

    horrorbiene

    24. January 2013 um 16:22

    Ich mag es gern zwischendurch die Genres zu wechseln und einen historischen Roman zu lesen. Bei diesem Genre favorisiere ich solche, die im Mittelalter spielen und vor allem solche, bei denen die Pest eine Rolle spielt. So hat es mich gefreut, dass mit Die Nonne und der Tod ein Buch erschien, das genau meine Vorlieben bedient. Im Prinzip hat mir das Buch auch wirklich gut gefallen, nur leider ist es erneut eines, bei dem der Klappentext, Erwartungen weckt, die nicht erfüllt werden. Manchmal ist es mir ein Rätsel, wer solche Klappentexte verfasst – bestimmt nicht die Autoren… Ganz eigenartig fang ich zunächst, das dort die Stadt Köln genannt wird, im Buch wurde sie bei ihrer alten Bezeichnung Coellen genannt. Das Buch beginnt auch nicht kurz bevor sie Jacob trifft, sondern weit im Vorfeld. Bis die Ereignisse im Klappentext eintreffen muss man schon einige Seiten lesen (über 170 um genau zu sein). Zunächst erzählt Ketlin aus ihrer Sicht ihre Vergangenheit ab dem Punkt, an dem sich Dinge ereignen, die für die spätere Geschichte wichtig werden, nämlich als eine Gauklertruppe in ihrem Dorf eintrifft. Ketlins Mutter macht sich unbeliebt, da sie der Truppe im Austausch von Unterrichststunden für Ketlin, einen Platz zum überwintern gewährt. Als im Dorf die Pest ausbricht kommt eines zum anderen und Ketlin muss aus ihrem Dorf fliehen und findet Zuflucht in einem Zisterzienserkloster in Coellen, in dem sie Novizin wird. Da das Leben einer Nonne eigentlich nicht ihrem Lebensziel entspricht, kann sie sich nicht gut einleben, doch auch die anderen Ordensschwestern machen ihr das Leben im Kloster alles andere als leicht. Gut, dass Ketlin ihre Berufung in der Kräuterkunde entdeckt und für das Ordenskrankenhaus nun im kirchlichen Wald Kräuter sammeln gehen kann – wobei sie auf Jacob trifft. Ein weiterer Punkt, bei dem meine Erwartungen aufgrund des Klappentextes nicht dem Buch entsprachen, ist die Liebe zwischen den beiden. Sie finden sich, sie lieben sich und möchten in die Welt ziehen, doch auf einmal sind die Tore geschlossen. Dies stimmt einfach mal so überhaupt gar nicht. Sie finden sich. Stimmt. Sie lieben sich. Stimmt auch, wobei ich mir mehr Liebesgeschichte vorgestellt habe. Nicht dass ich auf Kitsch stehe, doch sie berichtet etwas arg kurz und nüchtern über ihren Traumprinzen. Doch diesen zieht es zunächst erst einmal allein hinaus in die weite Welt. Er hat von einem persischen Arzt aus Konstantinopel gehört, der derzeit in Maastricht weilt und da Arzt zu werden sein größter Wunsch ist, zieht es ihn hinaus und Ketlin bleibt – unwissend – allein zurück. Die Tore der Stadt werden nun vorsorglich vom Rat geschlossen, um die Pest draußen zu halten und Ketlin sieht in ihrern Kontakten zu den Schmugglern, bei denen sich auch ihr ehemaliger Lehrer von den Gauklern wiederfindet und sich auch zu ihm hingezogen fühlt, die Möglichkeit Jacob wieder IN die Stadt zu schmuggeln. Erst dann bricht die Pest aus… und leider ist das Buch dann auch schon beinahe zu Ende. Mit Erschrecken musste ich feststellen, dass die Seiten dahinschwanden und die Geschichte auf kein passendes Ende hinaus lief. Letztlich war es dann so, wie es in Wirklichkeit vielleicht geschah. Doch das Ende kam so plötzlich mit einem zweifelhaften offenen Ende, da Ketlin die Geschichte sehr offensichtlich in der Zukunft erzählt oder niederschreibt. Fazit: Mir hat das Lesen von Die Nonne und der Tod dennoch gut gefallen, ist es gut geschrieben und gerade in der Klosterepisode, konnte ich gut mit ihr mitfühlen. Die verschiedenen Episoden aus Ketlins Lebens werden anschaulich und authentisch dargestellt. Der Liebesaspekt kam mir persönlich etwas arg kurz bzw. er hätte für mich noch etwas mehr in den Mittelpunkt gestellt werden können. Doch so ist Die Nonne und der Tod die Erzählung einer Frau über den Weg, den sie gegangen ist, um die zu werden, die sie nun ist – wobei letztes leider nicht offenbart wird. Die Pest – und zunächst seine Bedrohung, später auch der Kampf gegen die Krankheit – wurde in diesem Buch in einem ausreichenden Maß bahndelt. So war das Buch für mich ein gelungenes historisches Lesevergnügen.

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  • Rezension zu "Die Nonne und der Tod" von Claudia Kern

    Die Nonne und der Tod
    Manfred_SH

    Manfred_SH

    17. September 2012 um 18:18

    Im Juni 2012 bei Weltbild erschienen unter Pestmasken Es ist ein gelungenes Buch. Ketlin (Die Ich - Erzählerin) führt in ihrem kleinen, namenlosen Dorf ein unbeschwertes Leben. Ihr Vater ist der Bürgermeister von Coellen. Wir schreiben das Jahr 1347. Eines Tages kamen Gaukler in die Stadt. Sie veränderten das Leben von Ketlin Schon zu Beginn wird man mit der aufkommenden Pest konfrontiert. Doch dann flüchtet Ketlin aus ihrem Dorf nach Coellen und kommt nach einigen Wirren in ein Kloster. Dort lernt der Leser das strenge und weniger christliche Klosterleben kennen. Ketlin lernt ihren Freund Jakob kennen. Der geht bald auf Reise und kann nicht mehr in die Stadt. Die Tore werden geschlossen, weil der Rat Angst vor der Seuche hat. Doch das Tor hat Lücken, durch die Schmugglerware und Menschen kommen. Aber auch die Seuche schleppt sich ein. Ketlin wir aus dem Kloster verband. Sie schließt sich einer Schmugglerbande an. Da kommt sie wieder mit dem Gaukler Richard und ihrem Jakob zusammen. Nun grassiert die Seuche in der Stadt und auf dem Land. --- Sehr schön alles beschrieben. Daher 5 Sterne

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  • Rezension zu "Die Nonne und der Tod: Roman" von Claudia Kern

    Die Nonne und der Tod
    Tanzmaus

    Tanzmaus

    01. June 2012 um 18:36

    Das Buch ist bei Weltbild im Juni 2012 unter dem Titel "Pestmasken" erschienen und wird bei Blanvalet im Januar 2013 mit dem Titel "Die Nonne und der Tod" aufgelegt. Daher die unterschiedlichen Titel für die gleiche Geschichte. Ketlin ist hier die Hauptperson und der Leser lernt Ketlin und ihre Welt kennen. Der Autorin gelingt es, dass man Ketlin und ihre Handlungsweisen gut nachvollziehen kann und man mit der Protagonistin mitfiebert und -leidet. Spannend und mitreißend geschrieben, einzelne Handlungen und Schauplätze für das Kopfkino gut ausgearbeitet ohne dabei langatmig zu werden und farbige Personen runden den postiven Eindruck des Buches ab. Das Ende lässt auf eine Fortsetzung hoffen. Fazit: Ein spannender Mittelalterroman, der einen in das Köln des 14. Jahrhunderts entführt. Sehr empfehlenswert.

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