Claudia Klischat Der eine schläft, der andere wacht

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Inhaltsangabe zu „Der eine schläft, der andere wacht“ von Claudia Klischat

<p><strong>"Es gibt Bücher, bei denen man nach wenigen Seiten weiß: diese Geschichte war unabweislich, die wollte erzählt werden, um jeden Preis."</strong><br /> <em>Katja Lange-Müller</em><br /> <br /> Überall finden sich ihre Spuren, im ganzen Haus sind die Zettel mit ihren Gedichten und Aufzeichnungen verteilt, ihre Stimme ist noch zu hören, ihre Schritte sind gleichsam noch zu sehen&#160;- nur sie selbst, Ina, ist nicht mehr da, einfach entschlafen - Claudia Klischats neuer Roman erzählt von einer mitten im Lauf gebremsten Liebe zweier Frauen. Sie sind aufs Land gezogen, in ein Dorf, in dem sie eine Bar betreiben, und finden allmählich ihren Platz in der Dorfgemeinschaft. Aber dann wird&#160;Ina von einem Tag auf den anderen krank, kehrt nicht mehr aus der Klinik zurück, und ihre Freundin, die Ich-Erzählerin, muss allein zurechtkommen.<br /> Als sie sich schließlich um die prekär gewordene Lebenssituation kümmern will, geschieht etwas Merkwürdiges: Jeder, den sie im Dorf anspricht, versteinert, die Welt scheint zu erstarren. Mühsam muss sich die Erzählerin in der verlassenen Umgebung einrichten, Nahrung finden, überleben. Da, nach Monaten, entdeckt sie Reifenspuren, findet nach stundenlanger Suche einen LKW. Es beginnt ein Roadmovie der etwas anderen Art&#160;- Poetisch, surreal, mitunter komisch, mit einem feinem Gespür für das Spektrum der Gefühle, erzählt Claudia Klischat in ihrem neuen Roman die Geschichte einer nicht zu Ende gelebten, nachgetragenen Liebe. Ein bewegendes literarisches Requiem.</p>

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  • Rezension zu "Der eine schläft, der andere wacht" von Claudia Klischat

    Der eine schläft, der andere wacht
    Claudia-Marina

    Claudia-Marina

    04. November 2010 um 16:23

    „Der eine schläft, der andere wacht, das ist der Lauf der Welt“ Zwei Frauen – ein Traum vom gemeinsamen Glück auf dem Land – eine Liebe. Eine ist tot, die andere bleibt zurück. Nach dem Tod von Ina lebt Via, die Erzählerin, in den Tag hinein; versucht, sich um die gemeinsame Bar zu kümmern, sitzt auf einem Klappstuhl auf dem Friedhof – versucht, Ina wiederzufinden. Die Trauer sitzt tief – starr und dunkel. Doch nicht Via erstarrt – eines Tages als sie ins Dorf geht, wird jeder, den sie anspricht, zu Stein – und Via bleibt alleine zurück. Alleine in einem Dorf, dass sie nicht verlassen kann. Bis sie eines Tages Reifenspuren findet, einen LKW, jemanden, der sie mitnimmt in die Welt da draußen. Die Rahmenhandlung ist schnell erzählt – und wirft doch viele Fragen auf. Ist das, was im Dorf geschieht, real oder nur ein Spiegel von Vias Trauer? Eine Projektion der inneren Gefühle nach außen – ein Wunsch nach Einsamkeit – oder die Verkörperung ihres schlimmsten Alptraums? Surreal wirkt diese Geschichte auf mich – was sich auch in Claudia Klischats Sprache niederschlägt. Sie erfindet unbekannte Wortbilder, Satzgebilde – schön und doch fremd. Eine Sprache, die mal leicht fließt, mal schwer vor sich hin wabert – um ein ganzes Bild zu ergeben – ein Bild von Verlust. „stand ein tisch zwischen uns oder ein stuhl oder standen wir uns näher unfraglich jedenfalls sahen wir zu boden auf unsere füße“ Ina und Bea haben eine Beziehung geführt, die kein Label bekommt, die keins braucht um verstanden zu werden. Sie ist geprägt von Liebe – von Abhängigkeit – aber auch von blinden Flecken – wer war die andere wirklich? Es gab nur die beiden – und wenn die eine geht, bleibt für die andere die Welt stehen.

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