Claudia Lanfranconi Ladys in Gummistiefeln

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 0 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(0)
(1)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Ladys in Gummistiefeln“ von Claudia Lanfranconi

Echte Gärtnerinnen lieben Blumen, Matsch und Gummistiefel. Auch bei Wind und Wetter sind sie unterwegs, um Gärten anzulegen, die Pflanzen zu hegen und zu pflegen oder den letzten Penny für eine seltene Pflanze auszugeben. Über Jahrhunderte allerdings galt es als unschicklich, im Garten zu arbeiten oder gar in der Erde zu wühlen, zumindest wenn man eine Frau war. Das änderte sich gewaltig, als die Frauen im 19. Jahrhundert den Garten für sich entdeckten und in Rabatten ihr Glück fanden. Vorkämpferinnen der Emanzipation erreichten, dass die ersten Schülerinnen an den zuvor Männern vorbehaltenen Gartenbauschulen ihre Ausbildung beginnen durften, und so eroberten allen Kritikern zum Trotz Pflanzenliebhaberinnen im 20. Jahrhundert auch die professionellen Bereiche rund um den Gartenbau. Sie machten ihre Passion für Pflanzen zum Beruf und erarbeiteten sich mit Schaufel und Gartenschere auch ihre finanzielle Unabhängigkeit. Zu diesen außergewöhnlichen „Ladys in Gummistiefeln“ gehören die spätberufene Operndiva Ganna Walska, deren Lebensmotto 'There is always room at the top' sich zunächst ausschließlich auf ihre sechs Ehemänner und deren Vermögen bezog, die in ihre Hühner verliebte Herzogin von Devonshire oder die Gartengestalterinnen Gabriella Pape, Isabelle Van Groeningen, Sabine Freifrau von Süsskind und Norah Lindsay. Rund um den Globus reiste die französische Kräuterfrau Jeanne Baret, die im Dienste botanischer Forschungen als Mann verkleidet um die Welt segelte, oder die wagemutige Pflanzenjägerin Amalie Dietrich. Beide waren weit mehr an seltenen Spezies interessiert als an Familie und Kindern. Dass man Blumen mit einem Gespür für Form, Farbe und Umgebung auch in Vasen stellen kann, bewiesen die Blumendekorateurinnen Constance Spry, Julia Clements und Valerie Finnis. Die Tradition botanischer Malkunst wiederum verfeinerten Malerinnen wie Giovanna Garzoni, Lelia Caetani Howard, Vanessa Bell oder die englische Künstlerin Rosie Sanders, die mit ihren Porträts von Amaryllis, Tulpen und Iris und einem Konvolut von zum Anbeißen naturalistischen Apfelporträts großartige Kunstwerke geschaffen hat. Claudia Lanfranconi hat in ihrem neuen Buch abermals außergewöhnliche Frauen mit grünen Daumen entdeckt, die aus einem Hobby einen echten Beruf machten und Gartengeschichte schrieben. Darunter Gartengestalterinnen, Pflanzenjägerinnen, Blumendekorateurinnen, Pflanzenmalerinnen und Gärtnerinnen, die alle außerdem noch großartige Visionärinnen waren und sind.
  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Ein schönes Buch für alle Freunde schöner Gärten.

    Ladys in Gummistiefeln
    WinfriedStanzick

    WinfriedStanzick

    07. May 2014 um 12:00

      Schon in ihrem Buch „Die Damen mit dem grünen Daumen“ hat die Kunstgeschichtlerin Claudia Lanfranconi, damals im Jahr 2008 zusammen mit Sabine Frank, berühmten Gärtnerinnen ein literarisches Denkmal gesetzt.   Nun hat sie in einem neuen Buch „Ladys in Gummistiefeln“ weitere 17 Frauen aus dem 19. und 20. Jahrhundert porträtiert, die oft aus dem Adel stammend, nicht unerheblich zu der weltweit berühmten Gartenkultur und -kunst Englands beigetragen haben.   Sie ordnet sie ein in vier Kapiteln, die sie mit den Titeln: *Gartengestalterinnen mit Stil *Pflanzenjägerinnen *Pionierinnen der Blumendekoration und *Blumenmalerinnen   überschreibt.   Ein schönes Buch für alle Freunde schöner Gärten. Ein Zitat einer der vorgestellten „Ladys in Gummistiefeln“ atmet die Haltung, die das ganze Buch durchzieht: „Der Garten ist der letzte Luxus unserer Tage, denn er fordert das, was am kostbarsten geworden ist: Zeit, Zuwendung und Raum“.   Wie wahr.  

    Mehr